Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 09.03.2020, 14:33


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Coronavirus: Geisterspiele auch in der 3. Liga?

Die nationalen und internationalen Fußball-Verbände beraten über Spielabsagen oder Zuschauerausschlüsse aufgrund des grassierenden Coronavirus. Ob auch Spiele des 1. FC Kaiserslautern betroffen sein werden, steht noch nicht fest, ist aber möglich.

Heute Mittag hat die Uefa beschlossen, dass das Champions-League-Rückspiel zwischen Paris St. Germain und Borussia Dortmund am Mittwoch ohne Zuschauer ausgetragen wird. Das heutige Montagsspiel der 2. Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld soll von Seiten der DFL hingegen normal ausgetragen werden. Die DFL berät intern über das weitere Vorgehen und mögliche Spiele ohne Zuschauer in den kommenden Tagen. Zuvor hatte gestern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Absage aller Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern empfohlen.

Ausgerechnet jetzt wartet eine englische Woche auf die 3. Liga

Es ist davon auszugehen, dass sich auch der für die 3. Liga zuständige DFB den Entscheidungen der DFL anschließen wird. Besonders schade wäre für viele FCK-Fans ein Geisterspiel am kommenden Samstag, den 14. März beim 1. FC Magdeburg: Die FCM-Arena wäre für viele Anhänger ein neues Stadion, auf der Gegenseite stünde eine besonders stimmungsvolle Fankurve, über 600 Auswärtsfahrer haben sich ein Ticket für den vom Fanbündnis FCK organisierten Sonderzug gekauft. Ebenfalls betroffen sein könnten theoretisch das nachfolgende Heimspiel im Fritz-Walter-Stadion gegen 1860 München am Dienstag, den 17. März sowie die Auswärtspartie bei Carl Zeiss Jena am Samstag, den 21. März.

Die 3. Liga hätte noch einen freien Nachholtermin am 08. April

Dass es ebenso unwahrscheinlich wie zu Spielabbrüchen wegen beleidigender Spruchbänder auch nicht zu Spielverschiebungen wegen des Coronavirus kommt, hat einen relativ einfachen Grund: Die vollgepackten Spielpläne der Verbände lassen im EM-Jahr kaum noch Ausweichtermine zu. Zumindest für die 3. Liga könnte sich aber noch eine Lücke bieten: Am Mittwoch vor Ostern, den 08. April, ist hier im Rahmenterminkalender ein "Nachholtermin" eingetragen. Eigentlich ist dieses Datum für Nachholspiele des 31. Spieltags (FCK gegen Duisburg am 28. März) vorgesehen, falls dann manche Vereine viele eigene Spieler zu Länderspielpausen abstellen müssten. Vielleicht bietet dieser Termin aber auch die Möglichkeit für Nachholspiele anstatt Geisterspiele infolge des Coronavirus? Immerhin sind die Drittligisten noch deutlich mehr auf die Einnahmen von Stadionzuschauern angewiesen als die Klubs in der Bundesliga und der Champions League.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 17:40 Uhr:

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Das Stadion des 1. FC Magdeburg; Foto: Goodway/CC

Auswärtsspiel in Magdeburg wohl ohne Zuschauer

Die Stadt Magdeburg hat Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt - und damit auch die reguläre Austragung des Auswärtsspiels des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg am Samstag. Ob das Spiel ohne Zuschauer stattfindet oder verschoben wird, steht noch nicht fest.

In einer offiziellen Mitteilung schreibt die Stadt Magdeburg: "Die Landeshauptstadt Magdeburg und das zuständige Gesundheits- und Veterinäramt untersagen ab sofort Konzerte, Sport- und andere Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besucher*innen. Damit schließt sich die Landeshauptstadt der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums von gestern Abend an."

Der 1. FC Kaiserslautern kündigt via Facebook weitere Infos an, sobald diese vorliegen: "Die Stadt Magdeburg und das zuständige Gesundheits- und Veterinäramt haben Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt. Ob dadurch das Spiel des FCK beim 1. FC Magdeburg am Samstag abgesagt wird oder ohne Zuschauer gespielt wird, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Die Vereine, Verbände und Behörden stehen im Austausch. Wir informieren Euch, sobald es neue Informationen gibt."

Quelle: Der Betze brennt / Stadt Magdeburg / 1. FC Kaiserslautern


Ergänzung, 20:54 Uhr:

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DFB-Ausschuss empfiehlt Verlegung von FCM-FCK

Viele Fans und insbesondere über tausend Auswärtsfahrer des 1. FC Kaiserslautern fragen sich heute: Wie wird bezüglich des Gastspiels beim 1. FC Magdeburg entschieden? Der DFB-Ausschuss 3. Liga empfiehlt eine Verlegung der eigentlich für Samstag geplanten Partie anstatt einer Austragung ohne Zuschauer.

In einer Online-Übersicht schreibt der DFB explizit zur 3. Liga und zum Spiel FCM-FCK: "(…) Betroffen ist unter anderem das Heimspiel des 1. FC Magdeburg am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern. DFB und Vereine sind nun in Abstimmung, wie mit dem Spiel verfahren wird. Der Ausschuss 3. Liga hat sich in seiner heutigen Sitzung grundsätzlich dafür ausgesprochen, in solchen Fällen die betroffenen Partien zunächst eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb signifikant für die finanzielle Stabilität der Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. Aktuell wird geprüft, inwieweit die Empfehlung des Ausschusses umgesetzt werden kann."

Für FCM-FCK sind schon über 19.000 Karten verkauft

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Stadt Magdeburg heute Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt. Für das Fußballspiel am Samstag wurden schon 19.000 Karten verkauft, aus Kaiserslautern sollte ein Sonderzug mit mehr als 600 Fans rollen. Ein möglicher Nachholtermin könnte der 08. April 2020 sein, aber auch andere Daten sind denkbar (siehe frühere DBB-Meldung). Rein finanziell wären Geisterspiele für die Vereine in der 3. Liga deutlich schmerzhafter als in der Bundesliga, weil die meisten Klubs hier stärker auf diese Einnahmen angewiesen sind.

Eine endgültige Entscheidung für das Spiel Magdeburg gegen Kaiserslautern soll am morgigen Dienstag fallen.

Quelle: Der Betze brennt / DFB


Ergänzung, 10.03.2020:

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Coronavirus: FCK stellt Ticket-Vorverkauf vorerst ein

Aufgrund der Unsicherheit wegen des Coronavirus hat sich der 1. FC Kaiserslautern dem Vorgehen anderer Vereine angeschlossen und den Ticket-Vorverkauf für alle Spiele vorläufig eingestellt. In den nächsten Wochen könnte es möglicherweise zu mehreren Geisterspielen und/oder Spielverlegungen kommen.

Auf Facebook schreibt der Verein: "Hallo liebe FCK-Fans, aufgrund der aktuellen Lage und der damit verbundenen Unsicherheit, ob und wie die kommenden Partien der Roten Teufel ausgetragen werden, setzt der FCK vorerst den Vorverkauf für alle Spiele aus. Über das weitere Vorgehen werden wir informieren, sobald entsprechende Entscheidungen vorliegen."

Bayern will Großveranstaltungen für mehr als einen Monat untersagen

Momentan wird noch darüber beraten, ob das kommende FCK-Spiel in Magdeburg am Samstag ohne Zuschauer ausgetragen oder auf einen späteren Termin verlegt wird. In Bayern will die Staatsregierung laut Medienberichten heute Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis einschließlich Karfreitag (10. April 2020) verbieten. Sollte dieser Beschluss tatsächlich gefasst werden, ist es denkbar, dass auch andere Bundesländer nachziehen werden - und dann wären auch vom FCK deutlich mehr Spiele als nur jenes in Magdeburg betroffen (siehe kompletter Spielplan des FCK).

Quelle: Der Betze brennt / FCK


Ergänzung, 10.03.2020:

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Auch FCK-Spiel an Ostern in Würzburg betroffen

Die Coronavirus-Epidemie wird den deutschen Fußball voraussichtlich noch lange beschäftigen: In Bayern wurden nun alle Großveranstaltungen bis nach Ostern (!) untersagt. Betroffen ist somit auch das Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern bei den Würzburger Kickers.

Ursprünglich sollten im Freistaat Bayern bis zum 10. April alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Zuschauern abgesagt werden. Nun wurde dieser Beschluss sogar offiziell noch bis zum 19. April 2020 ausgeweitet - und betrifft damit neben Partien der Champions League und der Bundesliga auch noch ein weiteres Drittliga-Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern: Am Osterwochenende (11./12./13. April 2020) sollen die Roten Teufel regulär bei den Würzburger Kickers antreten, diese Partie ist noch nicht fest terminiert. Nach der jetzt neuen Regelung in Bayern muss dieses Spiel entweder ohne Zuschauer ausgetragen oder auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Das gleiche gilt bereits für das FCK-Auswärtsspiel diese Woche beim 1. FC Magdeburg - hier wird mit einer Entscheidung im Laufe des heutigen Tages gerechnet.

FCK berät und informiert über das Vorgehen bei Heimspielen

Zwischen den genannten Auswärtsspielen in Magdeburg und Würzburg stehen für den FCK außerdem noch vier Heimspiele (inklusive Verbandspokal) und eine weitere Auswärtspartie (am 21. März 2020 in Jena) auf dem Spielplan. Auch hier sind Zuschauerausschlüsse und Verlegungen je nach weiterer Entwicklung realistisch. Der FCK hat Informationen über das weitere Vorgehen angekündigt, sobald entsprechende Entscheidungen vorliegen (siehe Chronologie im DBB-Forum).

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 10.03.2020:

Entscheidung zum Spiel Magdeburg-FCK vertagt

1. FC Magdeburg strebt Verschiebung des Kaiserslautern-Heimspiels an

Am gestrigen Montag hat die Landeshauptstadt Magdeburg aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus festgelegt, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern in der Ottostadt vorerst auszusetzen. Am heutigen Dienstag erfolgte ein gemeinsamer Austausch zwischen dem Ausschuss 3. Liga und dem DFB, um die aktuelle Situation zu bewerten. Mittlerweile sind mehrere Drittligisten in den entsprechenden Kommunen und Bundesländern von dieser Festlegung betroffen.

Aktuell strebt der 1. FC Magdeburg an, das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu verlegen (Termin: Samstag, 14.03.2020, 14:00 Uhr, MDCC-Arena). Eine Entscheidung zur möglichen Verlegung der Partie steht aus, der 1. FC Magdeburg informiert, sobald es einen neuen Stand gibt.

Quelle: Pressemeldung FCM


Ergänzung, 10.03.2020:

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Corona-Infos für Spiele in Jena und Kaiserslautern

Mit Thüringen und Rheinland-Pfalz haben sich zwei weitere Bundesländer zur Austragung von Fußballpartien positioniert: Das Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern bei Carl Zeiss Jena wird demnach ebenfalls verschoben oder ohne Zuschauer stattfinden. Noch keine sichere Regelung gibt es hingegen für die anstehenden Heimspiele der Roten Teufel.

Wie zuvor schon unter anderem der Freistaat Bayern sowie das Land Sachsen-Anhalt bzw. die Stadt Magdeburg hat nun auch der Freistaat Thüringen mit einer Frist bis zum 10. April 2020 alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt. Die "Deutsche Presse-Agentur" schreibt dazu: "Um eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen, sollen in Thüringen vorerst keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern stattfinden. Eine entsprechende Weisung sei am Dienstag allen Kommunen gegeben worden, sagte Gesundheitsministerin Heike Werner am Dienstag in Erfurt." Das FCK-Auswärtsspiel bei Carl Zeiss Jena soll regulär am Samstag, den 21. März 2020 stattfinden - ebenso wie für die Partien beim 1. FC Magdeburg (14. März 2020) und den Würzburger Kickers (Mitte April 2020) wird nun über eine Verlegung oder ein "Geisterspiel" ohne Zuschauer beraten.

Rheinland-Pfalz: Ministerpräsidentin Dreyer fordert Regelung vom DFB

In Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung am Nachmittag ebenfalls eine Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern empfohlen - allerdings nur in geschlossenen Räumen. Der "Trierische Volksfreund" schreibt unter Bezugnahme auf Ministerpräsidentin Malu Dreyer: "Bei Fußballspielen, die unter freiem Himmel ausgetragen werden, forderte Dreyer die Verbände DFB und DFL auf, Lösungen für die Bundesligen und die Amateurklassen zu finden. Es könne nicht sein, dass Vereine selber darüber zu entscheiden haben, ob sie Spiele ohne Zuschauer austragen und dass es in allen Teilen der Bundesrepublik verschiedene Lösungen gebe, sagte Dreyer."

FCK-Heimspiele gegen München, Morlautern, Duisburg und Chemnitz

Der 1. FC Kaiserslautern soll laut Spielplan in den kommenden dreieinhalb Wochen zuhause im Fritz-Walter-Stadion vier Partien bestreiten, und zwar gegen 1860 München (17. März 2020), den SV Morlautern (Verbandspokal, 25.03.2020), den MSV Duisburg (28.03.2020) und den Chemnitzer FC (04.04.2020). Der Vorverkauf für diese Spiele wurde heute Morgen wegen der unklaren Lage vorläufig eingestellt (siehe Chronologie im DBB-Forum).

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 10.03.2020:

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3. Liga: DFB berät Partien des 28. und 29. Spieltags

Der DFB hat vor wenigen Minuten seine Informationen zu Spielplan-Änderungen aufgrund des Coronavirus aktualisiert: Demnach soll "in Kürze" zunächst die Austragung des 28. und 29. Spieltags geklärt werden.

Viele Klubs der 3. Liga sind stark auf ihre Zuschauereinnahmen angewiesen, weshalb sich die Verbände hier mit Geisterspielen nicht so leicht tun wie in der Bundesliga. Am gestrigen Montag hatte der zuständige DFB-Ausschuss noch eine Verlegung der betroffenen Partien empfohlen - nach den neuesten Entwicklungen scheint dies aber nicht mehr komplett möglich zu sein (siehe Chronologie im DBB-Forum). Geklärt werden sollen nun in Rücksprache mit den Vereinen zunächst die Spieltage 28 am Wochenende und 29 am nächsten Dienstag/Mittwoch.

"Meinungsbild der Vereine wird in die Entscheidungsfindung einfließen"

In der heute Abend aktualisierten Stellungnahme schreibt der DFB folgendes: "Der DFB ist aktuell mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in Klärung, wie zunächst mit dem Spieltag am Wochenende und dem direkt anschließenden 29. Spieltag unter der Woche verfahren wird. In seiner Sitzung am Montag hatte sich der Ausschuss 3. Liga in einer ersten Einschätzung grundsätzlich dafür ausgesprochen, betroffene Partien zunächst eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb signifikant für die finanzielle Stabilität der Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. In der abschließenden Entscheidungsfindung und Risikoabschätzung sind auch rechtliche Aspekte sowie die Einschätzung weiterer möglicher Szenarien im Hinblick auf die Entwicklung der Pandemie zu berücksichtigen, um den Spielbetrieb sportlich ordnungsgemäß und bestmöglich fortführen zu können.

Die Abstimmung mit den Klubs zu den nächsten beiden Spieltagen soll - auf Grundlage der bisher offiziell vorliegenden behördlichen Anordnungen - in Kürze abgeschlossen sein. Das Meinungsbild der Vereine wird dann in die weitere Entscheidungsfindung mit einfließen. Zudem haben DFB und Ausschuss die Klubs der 3. Liga für nächsten Montag nachmittags zu einer außerordentlichen Versammlung nach Frankfurt eingeladen, um das weitere Vorgehen nach dem 29. Spieltag zu besprechen."

Quelle: Der Betze brennt / DFB


Ergänzung, 11.03.2020:

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Nächste zwei Spieltage der 3. Liga werden verlegt

Nach Informationen des "SWR" werden die nächsten zwei Spieltage der 3. Liga aufgrund des Coronavirus verschoben. Dies hat auch der DFB mittlerweile bestätigt. Betroffen davon sind die Spiele des 1. FC Kaiserslautern auswärts beim 1. FC Magdeburg sowie zuhause gegen 1860 München.

Die beiden Spiele sollen demnach an einem Termin "nach Ostern", voraussichtlich frühestens Anfang Mai, nachgeholt werden. Eigentlich hätte die nun abgesagte Partie in Magdeburg diesen Samstag (14. März 2020) und die gegen 1860 kommenden Dienstag (17. März 2020) stattfinden sollen. Über die Durchführung dieser und weiterer Spiele wurde schon seit Montag intensiv diskutiert (siehe Chronologie im DBB-Forum).

Weiteres Vorgehen in der 3. Liga wird nächsten Montag beraten

Der DFB hat zusammen mit den Klubs der 3. Liga zunächst über die nun betroffenen Spieltage 28 (Magdeburg-FCK) und 29 (FCK-1860) entschieden. Wie mit den späteren Spieltagen verfahren wird, soll eine außerordentliche Liga-Versammlung am nächsten Montag beraten. Weil mit einer deutlich längerfristigen Ausbreitung des Coronavirus gerechnet wird, die durch das deutschlandweite Verbot von Großveranstaltungen verlangsamt werden soll, ist mit weiteren Verlegungen, Spielen ohne Zuschauer und/oder sonstigen Maßnahmen zu rechnen.

Die komplette Pressemitteilung des DFB im Wortlaut:

3. Liga verlegt 28. und 29. Spieltag

Die beiden nächsten Spieltage in der 3. Liga werden verlegt. Mit dieser Entscheidung folgt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Liga-Träger der Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, die im Austausch mit den 20 Klubs ausgesprochen wurde. Der 28. und 29. Spieltag, die ursprünglich für dieses Wochenende sowie kommenden Dienstag und Mittwoch terminiert waren, werden frühestens Anfang Mai nachgeholt. Die genauen Zeitpunkte werden noch festgelegt.

Die Frage, wie aufgrund des Coronavirus' ab dem 30. Spieltag in der 3. Liga verfahren wird, soll am kommenden Montag geklärt werden. Der DFB hat an diesem Tag den Ausschuss und alle Klubs der 3. Liga zu einer außerordentlichen Versammlung in Frankfurt am Main eingeladen.

"Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation"

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagt: "Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, nahezu stündlich ergeben sich neue Sachlagen. Klar ist: Die Gesundheit steht über allem. Klar ist darüber hinaus, dass wir unserer Verantwortung für die Vereine gerecht werden wollen und müssen. Vor diesem Hintergrund ist vom DFB für den Fußball in Deutschland ein vernünftiges und entschlossenes Handeln gefragt. Dies muss stets auf Grundlage der von den zuständigen Gesundheitsbehörden ausgesprochenen Verfügungen und im engen Austausch mit den beteiligten Klubs - wie nun in der 3. Liga - geschehen."

Der Ausschuss 3. Liga, der sich zum großen Teil aus Klubvertretern zusammensetzt, hatte sich bereits am Montag in einer ersten Einschätzung grundsätzlich dafür ausgesprochen, die von behördlichen Anordnungen betroffenen Partien zunächst eher zu verlegen statt Geisterspiele auszutragen. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga, in der die Erträge aus dem Spielbetrieb existenziell für die Klubs sind und mehr als 21 Prozent der jährlichen Gesamteinnahmen ausmachen. Die Haltung des Ausschusses erhärtete sich mehrheitlich im weiteren Austausch mit den Klubs. Der daraus folgenden Empfehlung hat sich der DFB unter Beachtung zahlreicher weiterer Faktoren und in Abwägung der Gesamtsituation nun angeschlossen.

Alle Beteiligten sind sich dabei im Klaren, dass die weiteren Folgen des Coronavirus auf den Spielbetrieb der laufenden Saison noch nicht in vollem Umfang abzusehen sind. Zum Schutze des Wettbewerbs wurde sich daher darauf verständigt, die kompletten Spieltage 28 und 29 zu verlegen und nicht ausschließlich die Partien, die aktuell von behördlichen Anordnungen betroffen sind. So ist gewährleistet, dass alle Klubs dieselbe Anzahl von Spielen absolviert haben und kein verzerrtes Tabellenbild entsteht. Das weitere Vorgehen wird am Montag in der Versammlung mit den Vereinen abgestimmt.

Quelle: Der Betze brennt / DFB / SWR


Ergänzung, 11.03.2020:

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Kummt Senf druff
Dann lieber die Saison komplett beenden...
von Flo

Das Coronavirus hat (Fußball)-Deutschland fest im Griff. In der Bundesliga finden am Wochenende nur Geisterspiele ohne Zuschauer statt. Die weniger finanzkräftige 3. Liga geht zunächst einen anderen Weg und verschiebt die kommenden beiden Spieltage auf einen späteren Zeitpunkt. Ein Kommentar von DBB-Autor Flo.

Bergamo, Cremona, Verona, Mailand, Monza, Lecco. Als ich Mitte Januar in Italien zum Fußball schauen unterwegs war, war vom Coronavirus nur in Bezug auf Asien die Rede. Sprich: Es war weit weg. Nur einige Wochen später war das Virus aber plötzlich da. Mitten in Europa. Die italienische Regierung ordnete für den Fußball zunächst Geisterspiele an, um diese Woche dann die Profiligen endgültig bis Anfang April auszusetzen. Ja, irgendwie ist es ein komisches Gefühl, jetzt zu sehen, dass beispielsweise in der Mailänder Innenstadt praktisch niemand mehr unterwegs ist. Und wenn, dann nur mit Maske. Als ich dann am Dienstagabend einen Krisenbericht aus Italien beim "Spiegel" gelesen habe, fuhr es mir durch die Glieder. Das Land ist binnen zwei Monaten praktisch von der Außenwelt abgeschnitten.

Hysterie. Völlig übertrieben. Dachte ich vor wenigen Wochen...

Ja, ich gebe zu: Ich habe vor wenigen Wochen selbst über das Coronavirus gelacht. Hysterie, völlig übertrieben. Dachte ich. Jetzt ist das Virus in Deutschland angekommen und hat auch Auswirkungen auf den Fußball. In nahezu jedem Bundesland gibt es Empfehlungen oder Bestimmungen, Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmern zu verbieten. Diese sind mal mehr, mal weniger scharf. Deshalb finden vorerst alle Spiele der Bundesliga und der 2. Bundesliga unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das ist aber auch erst seit heute klar. Auch wenn die Entscheidung für den Erlass einer solcher Verfügung jedes einzelne Bundesland selbst trifft, scheint es im Profifußball keine einheitliche Linie zu geben. So preschte Union Berlins Präsident Dirk Zingler nach vorne und wollte das Spiel gegen Bayern München mit Zuschauern austragen und sich nichts von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn diktieren lassen. Unsäglich und peinlich. Geisterspiele mögen für dieses Wochenende aufgrund der Kurzfristigkeit eine gute Lösung sein. Dass beide Bundesligen aber bis zum Saisonende ohne Zuschauer spielen, sehe ich nicht. Dann lieber die Saison komplett beenden. Und zwar zeitnah!

Immer ein guter Rat: Informieren statt sofort lospoltern

Ich will mir nicht anmaßen, eine Prognose abzugeben, wie sich das Virus entwickelt. Da lausche ich lieber Experten wie dem Virologen Prof. Dr. Alexander Kekulé am Dienstagabend im ZDF. Und wenn dieser zum Beispiel sagt, dass der Höhepunkt der Corona-Krise in Deutschland erst noch bevorsteht, dann halte ich auch einen kompletten Abbruch der Saison nicht mehr für unmöglich. Nebenbei: Sich informieren anstatt sofort loszupoltern, hilft immer. Vor allem in dieser komplexen Thematik.

Die weniger finanzkräftige 3. Liga löst das Problem vorerst mit der Verlegung von zwei Spieltagen. Da aber viele Landesbehörden bis Mitte April keine Großveranstaltungen zulassen, wird das Problem nur nach hinten verschoben. Am nächsten Montag soll das weitere Vorgehen beraten werden. Sicher spielen auch juristische und finanzielle Überlegungen eine Rolle und man will sich so Zeit erkaufen. Es zeigt sich aber auch, dass man zukünftig mal über das Modell 3. Liga nachdenken sollte. Die finanziellen Nachteile dieser Spielklasse gegenüber der ersten beiden Profiligen sind hinlänglich bekannt. Dass da dann für die Vereine keine dauerhaften Geisterspiele sinnvoll sind, ist völlig klar.

Im Eishockey wurde die Saison abgebrochen - und im Fußball?

Wie kann es jetzt weitergehen? Vorzeigebeispiel in der "Causa Corona" ist für mich die Deutsche Eishockey Liga (DEL). Selbige sagte gestern die heißeste Saisonphase ab: Die Play-Offs finden dieses Jahr nicht statt und es gibt somit auch keinen neuen Deutschen Meister. Ich gehe selbst gerne zum Eishockey und auch mir hat diese Entscheidung wehgetan. Nicht umsonst heißt es "Geilste Zeit", wenn über die Play-Offs gesprochen wird. Auch im Eishockey geht es um Geld. Schließlich ist die Endrunde immer ein gutes Geschäft für die Klubs. Aber wenn man heute das Statement von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hört, dann sind die Gründe für die Beendigung der Saison durchaus plausibel. Geisterspiele waren für die Klubs keine Option und da spannt sich der Bogen irgendwie zurück zur 3. Fußball-Liga.

Als Fan die Ruhe bewahren und erstmal einfach abwarten

Abschließend: Eine Coronavirus-Infektion verläuft bei den meisten Betroffenen glimpflich, aber sie kann im schlimmsten Fall eben auch tödlich enden. Vor allem für alte und geschwächte Menschen, die fast jeder von uns in seinem Umfeld haben dürfte. Genau deswegen werden derzeit viele Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung zu verlangsamen und das Gesundheitssystem zu stützen. Dazu gehören unter anderem auch die Absagen von Großveranstaltungen. Nicht nur für die Fußballfans gilt es jetzt, die Ruhe zu bewahren und erstmal einfach abzuwarten. Fußball ist nicht das Wichtigste auf diesem Planeten. Und irgendwann wird der Ball auch wieder normal rollen. Bis demnächst im Stadion!

Wie ist Deine Meinung zu diesem Thema? Sind die Spielabsagen richtig? Und wie sollte im (Profi-)Fußball verfahren werden, wenn man mal weiter als nur sieben Tage im Voraus denkt? Tausche Deine Argumente mit anderen Fans im DBB-Forum aus!

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 12.03.2020:

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Wie geht es weiter? Verbände prüfen alle Szenarien

Die Maßnahmen, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden soll, verschärfen sich von Tag zu Tag - auch im Sport. Die Wahrscheinlichkeit einer längerfristigen Spielpause oder gar von Saisonabbrüchen wird größer. Die Fußballverbände wie DFB, DFL und Uefa werden sich dazu in den nächsten Tagen weiter beraten.

In einem bereits am Mittwoch verfassten Gastbeitrag für den "Kicker" (Printausgabe) schreibt DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius: "(...) Wir müssen uns mit allen Szenarien beschäftigen, um vorbereitet zu sein, wenn der Fall eintreten sollte, dass der Spielbetrieb unterbrochen oder die Saison sogar vorzeitig beendet werden müsste. Ziel bleibt natürlich, die Saison regulär sportlich zu Ende zu spielen. Das entscheidende Wort aber haben die Gesundheitsbehörden. In der 3. Liga sind gestern die kommenden beiden Spieltage auf Mai verlegt worden. Anders als in Bundesliga und 2. Liga wird bewusst zunächst auf Geisterspiele verzichtet. Der DFB ist damit als Träger der 3. Liga der Empfehlung des für die Liga zuständigen Ausschusses und seiner Vereinsvertreter gefolgt. Hintergrund ist die besondere wirtschaftliche Sensibilität in der 3. Liga. Hier sind wir wieder bei unserer Verantwortung gegenüber den Klubs. Die Frage, wie darüber hinaus in der 3. Liga verfahren wird, soll am Montag mit den Vereinen geklärt werden. In diesem Zusammenhang müssen wir uns auch damit beschäftigen, wie die aus der Krisensituation entstehenden wirtschaftlichen Probleme für die Vereine bewältigt werden können, in der 3. Liga beispielsweise mit einer vorübergehenden Anpassung des Zulassungsverfahrens zur Entlastung der Klubs."

L'Equipe berichtet: Europameisterschaft könnte auf 2021 verschoben werden

Von einer Videokonferenz der 55 Uefa-Mitgliedsverbände am kommenden Dienstag berichtet unterdessen aktuell die französische "L'Equipe". Der Sportzeitung zufolge soll dann die Aussetzung von Champions League und Europa League sowie die Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft um ein Jahr auf Sommer 2021 beschlossen werden. Hierfür seien allerdings weitere Abstimmungen unter anderem mit dem Weltverband Fifa notwendig. Sollte die Europameisterschaft verschoben werden, hätten wiederum die nationalen Fußballverbände zusätzliche Zeit gewonnen, um die jetzt ausfallenden Spiele vielleicht im Sommer nachzuholen.

In anderen Sportarten wie dem Eishockey in Deutschland (DEL) oder dem Basketball in Nordamerika (NBA) wurden die laufenden Saisons bereits abgebrochen bzw. unterbrochen.

Quelle: Der Betze brennt / Kicker / L'Equipe


Ergänzung, 13.03.2020:

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Kaiserslautern sagt Großveranstaltungen bis Juli ab

Der Landkreis und die Stadt Kaiserslautern haben eine Allgemeinverfügung veranlasst, gemäß der sämtliche Großveranstaltungen bis Juli 2020 untersagt sind. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Betroffen davon sind auch alle Heimspiele des 1. FC Kaiserslautern.

"Sämtliche öffentliche und nicht-öffentliche Veranstaltungen (…) ab einer voraussichtlichen Besucherzahl von 1.000 sind bis zum 10. Juli 2020 völlig untersagt", erklärte Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz von Stadt Kaiserslautern, Landkreis Kaiserslautern und dem Bezirksverband Pfalz (im unten verlinkten Video ab Minute 33:45). Als konkrete Beispiele wurden die Maikerwe, das Altstadtfest, der Firmenlauf, verkaufsoffene Sonntage und weitere Veranstaltungen genannt. Laut Weichel werden auch in allen anderen Regionen in Rheinland-Pfalz ähnliche Maßnahmen ergriffen werden.

"Auf dem Betzenberg wird kein Spiel mehr mit Besuchern möglich sein"

In Bezug auf den 1. FC Kaiserslautern sagte Weichel: "Ich habe heute Morgen um 07:05 Uhr mit [FCK-Geschäftsführer] Soeren Voigt telefoniert und diese Regelung gilt natürlich auch für jedes FCK-Spiel am Betzenberg. Dort wird kein Spiel mehr mit Besuchern möglich sein. Ob ohne Zuschauer oder gar nicht weitergespielt wird, da hat der DFB noch keine Entscheidung getroffen." (im Video ab Minute 51:20)

» Zum Video: Die komplette Pressekonferenz zum Coronavirus in Kaiserslautern

3. Liga berät am Montag - Unterbrechung oder Abbruch der Saison denkbar

Die 3. Liga tagt am Montag in einer Sondersitzung über die Fortsetzung, Unterbrechung oder Abbruch der laufenden Saison (siehe Chronologie im DBB-Forum), von der dann auch der 1. FC Kaiserslautern betroffen wäre. Die nächsten zwei Spieltage wurden bereits vorläufig abgesagt. Laut aktuellen Medienberichten wird wohl auch die Bundesliga und 2. Bundesliga ab Montag ihre Saison unterbrechen. Andere Sportverbände wie die Eishockey- und die Handball-Bundesliga haben ihre Spielzeiten bereits ausgesetzt. Auch - und vor allem - außerhalb des Sports nehmen die Maßnahmen zur Verlangsamung der Coronavirus-Ausbreitung weiter zu: Laut SWR könnte heute Nachmittag im Landtag verfügt werden, dass in Rheinland-Pfalz ab Montag die Schulen und Kitas geschlossen werden.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 13.03.2020:

Weitere Maßnahmen zur Coronavirus-Vorbeugung

Der 1. FC Kaiserslautern hat weitere Maßnahmen beschlossen, um in den kommenden Wochen das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus bei seinen Spielern, Mitarbeitern, Fans und Partnern bestmöglich zu verringern. Darüber hinaus hat die Stadt Kaiserslautern am Freitag, 13. März 2020, alle Großveranstaltungen im Stadtgebiet bis zum 10. Juli 2020 ausgesetzt.

Die Verbreitung des Coronavirus stellt die Gesellschaft aktuell vor unplanbare Herausforderungen. Die Bundesregierung und viele Experten rufen daher dazu auf, Sozialkontakte möglichst zu vermeiden und auf wirklich notwendige Fälle zu beschränken. Nach ausführlicher Beratung hat der 1. FC Kaiserslautern daher am Freitag weitere Maßnahmen beschlossen, die das Ansteckungsrisiko sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und deren jeweilige Umfelder, als auch für die Fans und Ansprechpartner in der Region bestmöglich zu verringern. Die beschlossenen Maßnahmen treten ab sofort in Kraft und behalten bis auf Weiteres ihre Gültigkeit.

Ab sofort gelten beim 1. FC Kaiserslautern folgende Maßnahmen:
  • Die Geschäftsstelle des 1. FC Kaiserslautern bleibt für Besucher geschlossen. Telefonisch ist die Geschäftsstelle weiterhin zu erreichen.
  • Der Fanshop am Stadion bleibt ab Montag geschlossen. Der Fanshop in der Innenstadt (Riesenstraße 15) bleibt zunächst geöffnet.
  • Der 1. FC Kaiserslautern wird aktuell keine öffentlichen Termine wahrnehmen, alle bereits geplanten Veranstaltungen wie Autogrammstunden oder der Besuch in den Fanregionen wurden vorerst gestrichen.
  • Es werden derzeit keine Pressekonferenzen veranstaltet.
    Interviews mit Spielern und Verantwortlichen werden nur noch telefonisch geführt.
  • Die Spieler des FCK stehen vorerst nicht für Autogramme und Selfies zur Verfügung.
Quelle: fck.de


Ergänzung, 13.03.2020:

Spielbetrieb der FCK-Nachwuchsteams ausgesetzt

Sowohl der Südwestdeutsche Fußballverband als auch der Fußball-Regionalverband Südwest haben am Freitag, 13. März 2020, beschlossen, den kompletten Spielbetrieb bis 31. März 2020 auszusetzen. Betroffen sind davon alle FCK-Nachwuchsmannschaften von der U21 bis zur U10.

Bei der U21 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar sind von dieser Maßnahme aktuell folgende Partien betroffen:
  • das Heimspiel gegen die Sportfreunde Eisbachtal am Samstag, 14. März 2020
  • das Auswärtsspiel bei Wormatia Worms am Samstag, 21. März 2020
  • das in Idar-Oberstein geplante Heimspiel gegen Eintracht Trier am Samstag, 28. März 2020
Auch die Partien in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest sind bis vorerst mindestens 26. März 2020 ausgesetzt, so dass auch das bereits für heute Abend geplante Auswärtsspiel der U19 beim Karlsruher SC nicht stattfinden wird. Ob das Nachholspiel gegen den SSV Ulm am 29. März 2020 wie geplant stattfindet oder ebenfalls verschoben wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final fest.

Alle Spiele der U17- bis U10-Mannschaften der Roten Teufel sind ebenfalls von den Absagen bis Ende März betroffen. Die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Kaiserslautern werden zunächst eine Trainingspause bis zum 30. März 2020 einlegen. Ob der Trainingsbetrieb dann wieder aufgenommen wird, wird noch entschieden.

Quelle: fck.de


Ergänzung, 13.03.2020:

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Archivfoto: FCK-Trainingseinheit am Fritz-Walter-Stadion

"Belastung hochhalten": FCK trainiert vorerst weiter

Die Klubs der 3. Liga entscheiden am Montag, ob die Saison fortgesetzt, vorläufig unterbrochen oder sogar komplett beendet wird. Das Profitraining beim 1. FC Kaiserslautern läuft mindestens bis zu dieser Entscheidung normal weiter. Einen Corona-Fall gibt es auf dem Betze bislang nicht.

"Stand jetzt bereiten wir uns auf das Auswärtsspiel in Jena vor"

"Aktuell wird bei den FCK-Profis die Belastung hochgehalten und intensiv trainiert, so als ob am Wochenende ein Ligaspiel wäre", berichtet FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf auf Nachfrage von Der Betze brennt vom aktuellen Stand der Dinge. Am Freitagnachmittag hat das Team von Boris Schommers eine umfangreiche Trainingseinheit absolviert, am Samstag werden weitere folgen - allerdings als eine von vielen Vorsichtsmaßnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Am Sonntag und Montag haben die FCK-Spieler regulär frei, ehe es dann am Dienstag mit dem Training weitergehen soll. Roßkopf: "Stand jetzt bereiten wir uns auf das Auswärtsspiel in Jena am 21. März vor."

Ob diese Partie überhaupt stattfinden wird, nachdem bereits die Spiele gegen Magdeburg (regulär am 14. März) und München (17. März) verschoben wurden, entscheidet sich allerdings erst auf der Drittliga-Versammlung am Montag. Sollte die Saison dann länger unterbrochen oder gar abgebrochen werden, würde natürlich auch der FCK entsprechend reagieren.

Fans rufen zur Unterstützung auf - Bislang kein Corona-Fall beim FCK

"Das Allerwichtigste ist jetzt erstmal die Gesundheit der Menschen", betont Pressesprecher Roßkopf auch mit Blick auf die vielen weiteren Themen, die sich durch weitere Spielabsagen ergeben würden. Einige Fans haben heute beispielsweise schon zur finanziellen Unterstützung des Vereins aufgerufen, sei es durch Nicht-Rückzahlung verfallender Tickets oder durch den Kauf von "Geistertickets", nachdem die Behörden sämtliche Großveranstaltungen bis zu den Sommerferien verboten haben. Auch diese finanziellen Themen haben die FCK-Verantwortlichen im Blick und würden die Fans im Fall der Fälle nächste Woche über alles Wichtige informieren.

Abschließend ungeachtet aller Unwägbarkeiten noch eine gute Nachricht: Beim FCK gibt es bislang keinen bestätigten Coronavirus-Fall.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 13.03.2020:

Corona: DFB prüft Unterstützungsprogramm

Die Auswirkungen der Corona-Krise für den Fußball sind gravierend und in ihrem vollen Umfang weiterhin nicht abzusehen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) prüft deshalb ein Unterstützungsprogramm zur Aufrechterhaltung der Liquidität für den Fall, dass der Spielbetrieb weiter ruhen muss und Verbände oder Klubs hierdurch in Liquiditätsengpässe geraten sollten.

Dies betrifft den unmittelbaren Zuständigkeitsbereich des DFB e.V., namentlich die 3. Liga, die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und die Regional- und Landesverbände.

"Wir erleben eine Situation, die der organisierte Sport noch nie erlebt hat und die uns alle vor riesige Herausforderungen stellt", sagt DFB-Präsident Fritz Keller. "Der DFB will in dieser Krise im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten seiner Verantwortung für den deutschen Fußball gerecht werden." DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge betont vor diesem Hintergrund: "Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um unserem Vereinsfußball und Wettbewerben bestmöglich zu helfen."

Darlehen, um akute Liquiditätsprobleme zu überbrücken

Vorbehaltlich der Zustimmung des DFB-Präsidiums würde das Unterstützungsprogramm die Möglichkeit von Darlehen vorsehen, um akute, durch die Corona-Krise entstehende Liquiditätsprobleme zu überbrücken und Insolvenzen zu vermeiden. Aus rechtlichen Gründen könnten solche Sonderdarlehen des DFB ausschließlich von Klubs aus den vom DFB organisierten Spielklassen wie der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie von den Regional- und Landesverbänden in Anspruch genommen werden. Gegenüber den Klubs der Spielklassen, die - wie beispielsweise die Regionalliga - nicht direkt dem DFB unterstellt sind, ist der Dachverband dazu nicht berechtigt.

Die genaue Ausgestaltung und Konkretisierung des Unterstützungsprogramms ist derzeit in Arbeit. Die offizielle Entscheidung über die Umsetzung trifft das Präsidium des DFB.

Quelle: DFB


Ergänzung, 15.03.2020:

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Vorstand empfiehlt Trainingspause für FCK-Sportler

Wie geht es beim 1. FC Kaiserslautern mit dem Breitensport weiter? Der Vorstand ruft seine Abteilungen zu einer Trainings- und Wettkampfpause bis mindestens nach Ostern auf - und weist nochmals auf den wichtigen "Faktor Zeit" im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie hin.

Der Vereinsvorstand empfiehlt seinen Abteilungen und Sportlern, bis vorerst zum 19. April 2020 das Mannschaftstraining einzustellen. Dieser Aufruf richtet sich nicht an die ausgegliederten Fußballprofis, die vorerst normal weiter trainieren, sondern die Abteilungen wie Basketball, Leichtathletik oder auch die Fußball-Traditionsmannschaft. Die fünf FCK-Vorstandsmitglieder schreiben auf der Facebook-Seite des Vereins: "Der Schutz und die Gesundheit der Sportler und damit auch eine maximale Reduzierung der Möglichkeit von Virusverbreitung steht an allerhöchster Stelle. Bis zur Änderung und Beruhigung der Situation soll gewährleistet sein, dass dieser Schutz in größtem Umfang gewahrt ist. Aus diesem Grund spricht der Vorstand diese Empfehlung aus, auch in dem Wissen, dass damit sicherlich auch ein Verlust in vielen Bereichen (sei es sportlich, zwischenmenschlich und sozial) verbunden ist."

Kampf gegen Corona: Das wirksamste Mittel ist der Faktor Zeit

Zudem hat der FCK-Vorstand nochmal die mittlerweile weitgehend bekannte Grafik publiziert, mit welcher der Hintergrund der momentanen Einschränkungen des öffentlichen Lebens erklärt wird: Es geht nicht mehr um die Verhinderung einer Coronavirus-Ausbreitung, sondern nur noch um eine Verlangsamung. Ansonsten könnte es passieren, dass bald die Kapazität des Gesundheitssystems nicht mehr ausreichend wäre.

» Der komplette Aufruf des FCK-Vorstands im Wortlaut:

"Liebe Abteilungsleiter und Sportler unseres 1. FC Kaiserslautern

In Anbetracht der aktuellen Situation und damit verbundenen Unsicherheit, spätestens nach der Stellungsnahme der Stadt Kaiserslautern zur Absage aller größeren Veranstaltungen bis 10.07.2020, empfiehlt der Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V. seinen Abteilungen und Sportlern, bis vorerst 19.04.2020 das Mannschaftstraining einzustellen.

Der Schutz und die Gesundheit der Sportler und damit auch eine maximale Reduzierung der Möglichkeit von Virusverbreitung steht an allerhöchster Stelle.

Bis zur Änderung und Beruhigung der Situation soll gewährleistet sein, dass dieser Schutz in größtem Umfang gewahrt ist. Aus diesem Grund spricht der Vorstand diese Empfehlung aus, auch in dem Wissen, dass damit sicherlich auch ein Verlust in vielen Bereichen (sei es sportlich, zwischenmenschlich und sozial) verbunden ist.

Wir hoffen auf Euer Verständnis, bleibt gesund und lasst uns hoffen, dass es bald bessere Empfehlungen und Nachrichten gibt.

Mit sportlichen Grüßen

Euer Vorstand
Wolfgang Erfurt
Tobias Frey
Dagmar Eckel
Steven Dooley
Gero Scira"

Quelle: Der Betze brennt / FCK-Vorstand


Ergänzung, 16.03.2020:

FCK-Fanshop in der Innenstadt vorerst geschlossen

Der 1. FC Kaiserslautern hat bereits in der vergangenen Woche verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus bei seinen Spielern, Mitarbeitern, Fans und Partnern bestmöglich zu verringern. Zur weiteren Vorsorge wird auch der FCK-Fanshop "Westkurve" in der Riesenstraße 15 ab Dienstag, 17. März 2020, vorerst geschlossen bleiben.

Die Fallzahlen des Coronavirus‘ steigen in Deutschland weiter. Aufgrund der Entwicklung treffen Landesregierungen, örtliche Behörden und Unternehmen immer mehr Vorsichtsmaßnahmen, um die Ausbreitung des Erregers zu stoppen. Auch der FCK weitet seine bereits getroffenen Maßnahmen aus und schließt neben dem FCK-Fanshop am Stadion bis auf Weiteres auch den FCK-Fanshop "Westkurve" in der Lautrer Innenstadt.

Fans, die weiterhin vollumfänglichen Zugriff auf das Sortiment des FCK haben möchten, können rund um die Uhr ihre Fanartikel im Onlineshop der Roten Teufel bestellen. Um keinen Nachteil gegenüber dem Kauf in den Fanshops zu haben, werden alle Bestellungen ab Dienstag, 17. März 2020, versandkostenfrei versendet. Bei Rückfragen stehen wir Euch natürlich wie gewohnt über unsere Hotline unter 0631 - 3188 0 zur Verfügung.

Hier findet ihr nochmal alle aktuell vom FCK getroffenen Maßnahmen auf einen Blick:

• Die Geschäftsstelle des 1. FC Kaiserslautern bleibt für Besucher geschlossen. Telefonisch ist die Geschäftsstelle weiterhin zu erreichen (0631 – 3188 0).
• Der Fanshop am Stadion bleibt ab Montag (16. März 2020) geschlossen. Der Fanshop in der Innenstadt bleibt ab Dienstag (17. März 2020) geschlossen.
• Der 1. FC Kaiserslautern wird aktuell keine öffentlichen Termine wahrnehmen, alle bereits geplanten Veranstaltungen wie Autogrammstunden oder der Besuch in den Fanregionen wurden vorerst gestrichen.
• Es werden derzeit keine Pressekonferenzen veranstaltet.
• Interviews mit Spielern und Verantwortlichen werden nur noch telefonisch geführt.
• Die Spieler des FCK stehen vorerst nicht für Autogramme und Selfies zur Verfügung.
• Das FCK-FUSSBALLCAMP präsentiert von der IKK Südwest in den Osterferien findet nicht statt.

Quelle: fck.de


Ergänzung, 16.03.2020:

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3. Liga beschließt Saison-Unterbrechung bis 30. April

Die 3. Liga unterbricht ihren Spielbetrieb zunächst bis 30. April. Darauf hat sich die Spielleitung der 3. Liga mit dem Ausschuss 3. Liga und den Vertretern der 20 Drittligisten im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Montag verständigt. Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen.

Die Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, alle Teilnehmer aus den Klubs der 3. Liga waren von ihren heimischen Standorten zugeschaltet. Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) waren neben dem zuständigen Vizepräsidenten Peter Frymuth unter anderem Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sowie als medizinischer Experte Nationalmannschaftsarzt Prof. Dr. med. Tim Meyer vertreten.

Der Entscheidung, die Saison weiter auszusetzen, waren intensive Diskussionen unter den Drittligisten zum grundsätzlichen Vorgehen in der Corona-Krise vorausgegangen. Ziel der Drittligisten bleibt es, die Saison unter Ausnutzung aller terminlichen Möglichkeiten fortzusetzen und sportlich zu Ende zu spielen – sofern dies aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist.

Wie es über den 30. April hinaus in der 3. Liga weitergeht, dazu soll die Sitzung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Dienstag mit ihren Ergebnissen weitere Hinweise liefern. Mit Blick auf die sich ständig ändernde Faktenlage wird sich der DFB mit dem Ausschuss 3. Liga und den Klubs in den nächsten Wochen weiterhin eng abstimmen und alle denkbaren Szenarien für die aktuelle Saison einer genauen Prüfung unterziehen.

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt: "An erster Stelle stehen Gesundheit und Solidarität. Zur effektiven Bekämpfung des Coronavirus’ und Bewältigung der Krise haben wir alle unseren Beitrag zu leisten und die zuständigen Behörden bestmöglich zu unterstützen. Auf uns warten gewaltige Herausforderungen – in der Gesellschaft, im organisierten Sport, in der 3. Liga. Dessen sind wir uns bewusst. Auch während der Sitzung haben uns die aktuellen Ereignisse im Land mit neuen Verfügungen immer wieder überholt. Für die 3. Liga ist die heutige Entscheidung ein nächster Schritt, um auf die weiteren Entwicklungen reagieren zu können."

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, erklärt: "Die Tragweite der aktuellen Krise ist immer noch nicht in vollem Ausmaß abzusehen. Unter Abwägung aller Aspekte und Interessen sind Verantwortung und Vernunft für uns die obersten Gebote. Vor diesem Hintergrund begrüßt der Ausschuss die heutige Entscheidung, die in Absprache mit den Klubs getroffen worden ist. Wir brauchen untereinander die größtmögliche Solidarität. Wir müssen uns intensiv mit der Aufgabe auseinandersetzen, wie der gesamte deutsche Profifußball und seine Vereine die Corona-Krise bewältigen können."

Quelle: DFB


Ergänzung, 16.03.2020:

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Voigt zeigt Verständnis: "Es geht um die Gesundheit"

Die 3. Liga lässt wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens zum 30. April 2020 den Spielbetrieb ruhen. Was bedeutet das für den 1. FC Kaiserslautern?

"So gerne wir auch Fußball spielen würden, in der aktuellen Situation geht es in erster Linie um die Gesundheit der Menschen. Da ist es selbstverständlich, dass sich auch die Vereine hintenanstellen und ihren Beitrag leisten", sagt FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt nach der Entscheidung der Drittliga-Klubs am Montagabend.

FCK gibt morgen weitere Infos - Thema Lizenz wird weiter bearbeitet

Weiterführende Informationen, auch was die Mannschaft und die Geschäftsstelle betrifft, will der Verein am morgigen Dienstag bekanntgeben. Die Spieltage 28 bis 35 sind zunächst nur verschoben, die Saison ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgebrochen, so dass die gekauften Eintrittskarten erstmal ihre Gültigkeit behalten. Denkbar könnte nun sein, dass die Tätigkeiten beim FCK erstmal auf "Sparflamme" zurückgefahren werden, etwa wie zwischen Weihnachten und Neujahr - zumal das öffentliche Leben wegen des Coronavirus ja sowieso eingeschränkt ist. Die Fanshops wurden bereits geschlossen, öffentliche Termine abgesagt und weitere Maßnahmen ergriffen (siehe Chronologie im DBB-Forum). Weitergeführt werden können hingegen die Planungen bezüglich der Lizenz und die Gespräche mit Investoren. Der DFB hat bereits angekündigt, finanziell strauchelnden Drittliga-Klubs so gut wie möglich entgegenzukommen.

Ob die Drittliga-Saison nach dem 30. April 2020 fortgesetzt und zu Ende gebracht werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 17.03.2020:

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Mehr Zeit für die Ligen: Fußball-EM wird verschoben

Die Europameisterschaft wird wegen der Coronavirus-Pandemie um ein Jahr verschoben - das hat die Uefa jetzt auch offiziell bestätigt. Durch diese Entscheidung gewinnen die nationalen Fußball-Ligen wertvolle Zeit, um ihre Saisons möglicherweise im Mai/Juni noch zu Ende spielen zu können.

Gestern Abend hatte die 3. Liga beschlossen, den Spielbetrieb zunächst bis zum 30. April 2020 auszusetzen. Über die Wochen danach soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden, je nachdem wie die weltweite Pandemie sich bis dahin weiterentwickelt. In der Liga wären Stand jetzt noch elf Spieltage zu absolvieren, beim 1. FC Kaiserslautern und weiteren Klubs kämen noch ein bis zwei Partien im Verbandspokal hinzu.

Die EM-Absage bringt den Ligen sechs Wochen Zeitgewinn

Durch die Verschiebung der Fußball-EM haben die nationalen Verbände rund sechs Wochen zusätzliche Zeit gewonnen. Die 3. Liga hätte eigentlich am 16. Mai 2020 enden sollen, jetzt kann rein theoretisch erstmal bis zum 30. Juni 2020 weitergeplant werden. Eine sichere Prognose, ob und wie es in anderthalb Monaten weitergehen wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch niemand geben.

Die offizielle Mitteilung der Uefa im Wortlaut:

EURO 2020 um zwölf Monate verschoben

In einer einzigartigen Solidaritätsaktion räumt die UEFA dem Abschluss der nationalen Wettbewerbe Priorität ein und bildet eine Arbeitsgruppe, um Möglichkeiten für die UEFA Champions League und die UEFA Europa League der laufenden Saison zu prüfen.

Die UEFA hat heute die Verschiebung ihres wichtigsten Nationalmannschaftswettbewerbs, der EURO 2020, bekanntgegeben, die im Juni und Juli dieses Jahres hätte stattfinden sollen. Die Gesundheit aller Beteiligten hat höchste Priorität und es soll vermieden werden, dass die in die Ausrichtung von Spielen involvierten nationalen Behörden unnötig unter Druck gesetzt werden. Durch diese Verschiebung erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass alle nationalen Wettbewerbe, die derzeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie unterbrochen sind, abgeschlossen werden können.

Sämtliche UEFA-Wettbewerbe und -Spiele (einschließlich Freundschaftsspielen) für Vereins- und Nationalmannschaften (Männer und Frauen) sind bis auf Weiteres ausgesetzt. Die Playoffs zur EURO 2020 und die Freundschaftsländerspiele, die Ende März angesetzt waren, werden nun vorbehaltlich einer Lagebeurteilung in der Länderspielperiode Anfang Juni ausgetragen.

Es wurde eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Vertretern von Ligen und Klubs eingesetzt, die erörtern soll, wie die laufende Saison zu Ende gespielt werden kann und welche sonstigen Konsequenzen die heute getroffenen Entscheidungen nach sich ziehen.

Den heutigen Beschlüssen des UEFA-Exekutivkomitees gingen Videokonferenzen mit den Präsidenten und Generalsekretären der 55 UEFA-Mitgliedsverbände sowie Vertretern der Europäischen Klubvereinigung (ECA), European Leagues und FIFPro Europe voraus; UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hatte die Sitzungen mit dem Ziel einberufen, einen kohärenten Plan angesichts der sich infolge der Ausbreitung des Coronavirus in Europa häufenden Spielabsagen zu fassen.

Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidungen sagte Aleksander Čeferin:

"Wir sind die Führungsinstanz eines Sports, der für viele Menschen ein echtes Lebenselixier bedeutet, aber jetzt vor einem unsichtbaren und schnellen Gegner kapitulieren musste. In Zeiten wie diesen muss die Fußballgemeinde Verantwortung, Einheit, Solidarität und Uneigennützigkeit an den Tag legen.

Die Gesundheit von Fans, Mitarbeitenden und Spielern muss unsere höchste Priorität sein; in diesem Sinne hat die UEFA eine Reihe von Optionen geprüft, wie die laufende Saison sicher abgeschlossen werden kann, und die Reaktion meiner Kollegen im gesamten europäischen Fußball erfüllt mich mit Stolz. Es herrschte ein aufrichtiger Geist der Zusammenarbeit; alle Beteiligen haben anerkannt, dass sie Opfer bringen müssen, um insgesamt das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.

Es war wichtig, dass die UEFA als Dachverband des europäischen Fußballs diesen Prozess angeführt und das größte Opfer gebracht hat. Die Verschiebung der EURO 2020 ist für die UEFA mit gewaltigen Kosten verbunden, doch wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass die so wichtige Finanzierung des Breiten- und Frauenfußballs sowie der allgemeinen Fußballentwicklung in unseren 55 Mitgliedsländern aufrechterhalten wird. Ideale zählen mehr als Gewinne – von diesem Prinzip haben wir uns leiten lassen und eine Entscheidung zum Wohle des gesamten europäischen Fußballs getroffen.

Der Fußball ist ein mitreißender und bedeutender gesellschaftlicher Faktor. Ein europaweites Fußballfest mit leeren Stadien, verwaisten Fanzonen und einem Kontinent unter Quarantäne ist eine bedrückende Vorstellung; das 60-jährige Bestehen der Fußball-Europameisterschaft unter diesen Umständen zu begehen, kam für uns nicht in Frage.

Ich danke der Europäischen Klubvereinigung, den European Leagues und der FIFPro Europe für ihren großartigen Einsatz und die heutige Zusammenarbeit. Ich möchte auch von ganzem Herzen den 55 europäischen Nationalverbänden, ihren Präsidenten und Generalsekretären sowie meinen Kollegen im Exekutivkomitee für ihre Unterstützung und Weitsicht danken. Über die Einzelheiten wird in den kommenden Wochen entschieden, doch die grundsätzlichen Entscheidungen sind getroffen, was einen wesentlichen Schritt nach vorne bedeutet. Wir alle haben heute Führungsverantwortung gezeigt, ebenso wie Solidarität und Einheit. Ideale zählen mehr als Gewinne. Diesen Beweis haben wir heute erbracht.

Ich möchte auch Alejandro Domínguez und der CONMEBOL danken, die sich bereit erklärt haben, die Copa América 2020 zu verschieben; sie haben damit der Verlegung der EURO 2020 Rechnung getragen und sind der Empfehlung der internationalen Gesundheitsorganisationen gefolgt, drastische Maßnahmen zu ergreifen. Dies bedeutet, dass die Vereine und Ligen in Europa mit Blick auf die Verfügbarkeit ihrer Spieler so wenig wie möglich beeinträchtigt sein werden. Diese gemeinsamen Bemühungen und insbesondere die in gegenseitiger Absprache getroffene, verantwortungsvolle Entscheidung wird von der gesamten europäischen Fußballgemeinde sehr geschätzt.

Ich möchte auch der FIFA und ihrem Präsidenten Gianni Infantino danken, der darauf hingewiesen hat, dass die FIFA alles unternehmen werde, damit der neue Spielkalender funktioniert. Angesichts dieser Krise hat sich der Fußball von seiner besten Seite gezeigt und Offenheit, Solidarität und Toleranz bewiesen."

Die UEFA EURO 2020 hätte vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 in zwölf europäischen Städten stattfinden sollen. Der vorgeschlagene neue Austragungstermin ist 11. Juni bis 11. Juli 2021. Die UEFA möchte Inhabern von Tickets und Hospitality-Paketen, die das Turnier 2021 nicht besuchen können, versichern, dass der Nennwert ihrer Eintrittskarten bzw. Pakete vollständig erstattet wird. Aktuelle Ticketinhaber werden innerhalb des nächsten Monats per E-Mail und auf euro2020.com/tickets über das weitere Vorgehen und das Rückerstattungsverfahren informiert.

Entscheidungen über die Termine anderer Klub- und Nationalmannschaftswettbewerbe der Männer und Frauen werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

Quelle: Der Betze brennt / UEFA


Ergänzung, 17.03.2020:

Trainingsstopp und Kurzarbeit: So reagiert der FCK

Nach der Entscheidung des DFB, den Spielbetrieb in der 3. Liga bis zum 30. April 2020 ruhen zu lassen, hat auch der 1. FC Kaiserslautern reagiert und wird den Trainingsbetrieb der FCK-Profis zunächst bis zum 19. April 2020 aussetzen.

"Wir werden die nächsten Wochen nicht gemeinsam am Betze trainieren, sondern unsere Spieler individuell belasten. Unsere Spieler haben für die kommenden Wochen einzeln abgestimmte Trainings- und Laufpläne erhalten. Entscheidend ist jetzt, dass wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Die Gesundheit der Spieler hat für uns Vorrang, gerade angesichts der sich zuletzt häufenden Corona-Vorfälle in den Profimannschaften in Deutschland. Wir wollen mit dieser Maßnahme eine eventuelle Quarantäne-Situation umgehen, in der ein individuelles zielgerichtetes Training nicht mehr möglich ist", erklärt FCK-Sportdirektor Boris Notzon.

Die Geschäftsstelle des 1. FC Kaiserslautern am Betzenberg wird in den kommenden Wochen für Besucher geschlossen sein, die telefonische Erreichbarkeit ist weiterhin gegeben. Dazu Soeren Oliver Voigt, Geschäftsführer des FCK: "Wir werden den Betrieb beim FCK aufrecht halten, jedoch auf das Nötigste runterfahren. Wir werden sozusagen auf Sparflamme laufen. Zudem haben wir heute entschieden, dass alle Mitarbeiter des FCK, inklusive der Spieler der ersten Mannschaft, in Kurzarbeit gehen."

Die Fanshops am Stadion und in der Innenstadt bleiben bis auf Weiteres geschlossen, über den Online-Shop ist der Kauf von Fanartikeln weiterhin möglich.

Sowohl der Südwestdeutsche Fußballverband als auch der Fußball-Regionalverband Südwest haben bereits am 13. März 2020 beschlossen, den kompletten Spielbetrieb bis 31. März 2020, bei der U19 bis zum 19. April 2020, auszusetzen. Die Nachwuchsmannschaften des 1. FC Kaiserslautern werden ebenfalls eine Trainingspause einlegen. Wann der Trainingsbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum wieder aufgenommen wird, wird noch entschieden und hängt von den Entscheidungen der Regionalverbände ab.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 19.03.2020:

U21: Längere Saison-Pause auch in der Oberliga

Auf Grund der aktuellen Verfügungen und Verordnungen im Bereich des Südwestdeutschen Fußballverbandes hat das Präsidium des SWFV folgendes beschlossen:

Der Spielbetrieb in allen Senioren-, Aktiven- und Jugendklassen für Pflicht- und Freundschaftsspiele wird weiterhin bis auf weiteres - jedoch bis mindestens 20.04.2020 - ausgesetzt.

Für die Zeit danach wird eine erneute Bewertung vorgenommen. Über getroffene Entscheidungen wird zeitnah informiert.

Alle Lehrgänge und Auswahlmaßnahmen sowie sonstige Maßnahmen finden bis einschließlich 20.04.2020 nicht statt.

Tagungen und Sitzungen finden in dieser Zeit nicht statt; ausgenommen sind Video- und Telefonkonferenzen.

Bis einschließlich 01.05.2020 findet kein Kreistag-, Kreisjugendtag oder Kreisschiedsrichtertag statt. Neue Termine werden noch bekanntgegeben.

Die Geschäftsstelle in Edenkoben ist für Publikumsverkehr geschlossen. Sie ist am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag telefonisch oder per E-Mail/E-Postfach zu den üblichen Öffnungszeiten zu erreichen. Mittwochs ist die Geschäftsstelle geschlossen und nicht erreichbar. Die Sportschule bleibt geschlossen.

Quelle: SWFV


Ergänzung, 22.03.2020:

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DFB-Vize Rainer Koch (l.) mit Präsident Fritz Keller; Foto: Imago Images

DFB-Vize Koch: Geisterspiele statt Spielabsagen

Im Angesicht der Coronavirus-Pandemie wird es immer unwahrscheinlicher, dass ab Mai wieder Fußballspiele mit Zuschauern stattfinden können. DFB-Vizepräsident Rainer Koch plädiert deshalb jetzt erneut für Geisterspiele - ansonsten würden die finanziellen Folgen für die Vereine noch viel bedrohlicher.

"Diese Geister muss man rufen, ansonsten setzt man die Existenzfähigkeit des gesamten Profifußballs aufs Spiel. Da hängen zigtausende Arbeitsplätze dran", sagte DFB-Vize Koch am Sonntag bei "Sport1". Mit dieser Aussage bezog er sich zwar auf die Bundesliga, deren Saison-Unterbrechung zunächst nur bis zum 02. April 2020 gilt - aber auch die bis zum 30. April 2020 pausierende 3. Liga könnte davon betroffen sein. Neben den Zuschauereinnahmen geht es schließlich auch um TV-Gelder, deren Verlust im Falle eines Saisonabbruchs die Klubs in noch größere Schwierigkeiten stürzen könnte. Die Verbände müssten vorbereitet sein, auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt erstmal noch wichtigere Themen gebe: Zunächst gehe es um die Gesundheit aller. Danach müsse man sich um die Liquidität der Vereine kümmern und als drittes darum, mögliche Einnahmen zu sichern - und dazu seien mit Hinblick auf die TV-Gelder eben auch Geisterspiele ein Instrument, so Koch.

Virologe Drosten: Ein Jahr lang keine vollen Fußballstadien?

Hintergrund der neuen Diskussion über Geisterspiele ist unter anderem eine aktuelle Prognose von Professor Christian Drosten. Der renommierte, mittlerweile deutschlandweit bekannte Virologe von der Berliner Charité sagte gestern im "Stern": "Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben." Auch Geisterspiele empfindet der Berater der Bundesregierung als schwierig, da diese auch außerhalb der Stadien - zum Beispiel in Kneipen oder auf Plätzen - zu größeren Menschenansammlungen führen könnten. Drosten vermutet: "Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten."

Die kürzlich beschlossene Pause in der 3. Liga läuft vorerst noch fünfeinhalb Wochen. In der laufenden Saison 2019/20 stehen noch elf Spieltage auf dem Spielplan, die bisher nur verschoben und noch nicht komplett abgesagt wurden (siehe Chronologie im DBB-Forum).

Quelle: Der Betze brennt / Sport1 / Stern


Ergänzung, 25.03.2020:

Horst Eckel "total von der Umwelt abgeschottet"

Horst Eckel, der letzte lebende Fußball-Weltmeister von 1954, wird von seiner Familie in der aktuellen Corona-Krise besonders geschützt. "Wir haben die Eltern total von der Umwelt abgeschottet", sagte Eckels Tochter Dagmar der "Bild"-Zeitung. Der 88 Jahre alte Eckel und seine Frau Hannelore leben im pfälzischen Vogelbach. "Der Papa fühlt sich fit, wird langsam ungeduldig. Nur daheim und das ohne Fußball. Aber er akzeptiert, dass es keine Alternative gibt, bis der Spuk vorbei ist", sagte sie weiter. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 03.04.2020:

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DFB mit umfassenden Änderungen der Spiel- und Jugendordnung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nimmt aufgrund der Corona-Krise und deren Auswirkungen auf den Spielbetrieb umfassende Anpassungen in der DFB-Spielordnung und DFB-Jugendordnung vor. Das vom DFB-Vorstand beschlossene Maßnahmenpaket beinhaltet neben einem vorübergehend veränderten Vorgehen bei Insolvenzfällen unter anderem die Möglichkeit, zeitliche Veränderungen für das Ende der Spielzeit 2019/2020 und den Beginn der Saison 2020/2021 vorzunehmen.

In diesem Zuge können die zuständigen Verbände weitere Regularien passend angleichen, beispielsweise zu Spielberechtigungen, Wechselfristen oder Vertragsspielerinnen und -spielern.

Die beschlossenen Änderungen sind bis zum 30. Juni 2021 gültig. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen wieder die vorherigen Bestimmungen in Kraft treten. Es handelt sich um einen der weitreichendsten Eingriffe in die Spielordnung und Jugendordnung in der Geschichte des DFB.

Frymuth: "Größtmögliche Flexibilität in der Krisensituation"

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Wir haben mit diesem Beschluss einen großen und sehr wichtigen Schritt gemacht. Mein Dank gilt allen Beteiligten für die schnelle und gleichzeitig sorgfältige Umsetzung. Die Erarbeitung folgte zwei übergeordneten Zielsetzungen: Zum einen ging es um größtmögliche Flexibilität in der aktuellen Krisensituation, zum anderen um Erleichterungen für die Vereine. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen, um die nächsten Herausforderungen in dieser besonderen Zeit anzugehen."

Dr. Rainer Koch, als 1. DFB-Vizepräsident Amateure auch zuständig für Recht und Satzungsfragen, sagt: "Die Covid-19-Pandemie hat den Spielbetrieb auf weiterhin unbestimmte Zeit stillgelegt. Das Maßnahmenpaket gibt vor allem den für den Amateurspielbetrieb zuständigen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden nun statuarisch die Möglichkeit, so flexibel wie möglich auf diese Ausnahmesituation und neue Entwicklungen zu reagieren."

Koch: "Saison kann über 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden"

Der Grundsatz, dass ein Spieljahr zum 1. Juli eines Jahres beginnt und zum 30. Juni des folgenden Jahres endet, ist für die nächsten 15 Monate aufgehoben. Koch: "Das bedeutet, die laufende Saison kann, sofern nötig und kein Abbruch gewollt ist, in allen Spielklassen über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert werden und das Spieljahr 2020/2021 zu einem späteren Zeitpunkt beginnen oder notfalls sogar ganz oder teilweise entfallen."

Dies hat gleichzeitig Auswirkungen auf Spielberechtigungen, Wechselperioden, das Aufrücken in höhere Altersklassen im Jugendbereich sowie auf Verträge von Vertragsspielerinnen und Vertragsspielern oder Abmeldefristen für Amateurspielerinnen und Amateurspieler. All diese Bereiche können ebenfalls angepasst werden, sollten sich Ende und Anfang der Spieljahre 2019/2020 und 2020/2021 verschieben.

Auch die Regelung, wonach ein Amateur den Verein ohne Zustimmung des abgebenden Klubs sofort wechseln kann, sobald er mindestens ein halbes Jahr kein Spiel bestritten hat, ist modifiziert worden. Zum Schutz der Klubs können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Corona-Krise kein Spielbetrieb durchgeführt werden konnte, bei der Berechnung der Sechs-Monats-Frist nicht berücksichtigt werden.

Bestimmungen bei Insolvenzfällen gelockert

Ein weiterer Kernpunkt des Maßnahmenpakets betrifft die Handhabung von Insolvenzfällen. Bislang galt: Wenn ein Verein der 3. Liga, der Regionalliga der Männer, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga oder 2. Frauen-Bundesliga einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellte, bekam er neun Punkte in den Männer-Spielklassen beziehungsweise sechs Punkte in den Frauen-Spielklassen in der betreffenden Saison abgezogen. Diese Bestimmung ist für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gelockert worden. Bei Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug in den genannten Wettbewerben verhängt. Tritt der Fall in der Saison 2020/2021 ein, werden in den Spielklassen der Männer dem jeweiligen Klub drei Punkte abgezogen, in den Frauen-Spielklassen wären es zwei Zähler.

Für Spielklassen unterhalb der Regionalliga der Männer und 2. Frauen-Bundesliga besagen die Statuten, dass bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung der Eröffnung des Verfahrens mangels Masse die klassenhöchste Mannschaft des Vereins automatisch ans Ende der Tabelle gesetzt wird und als Absteiger feststeht. Von dieser Regelung können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun abweichende Regelungen für ihre Spielklassen treffen - mit maximaler Gültigkeit bis 30. Juni 2021.

Zusätzliche Informationen zu den heutigen Beschlüssen finden sich hier:

» Wechsel, Fristen, Nachwuchs: Die DFB-Anpassungen im Überblick
» Frymuth: "Erleichterungen für die Klubs, Flexibilität für die Verbände"

Quelle: DFB


Ergänzung, 09.04.2020:

Wiederaufnahme des Spielbetriebs bleibt Ziel der 3. Liga

Der DFB, der Ausschuss 3. Liga und die Verantwortlichen der 20 Klubs haben sich am heutigen Donnerstag im Rahmen einer außerordentlichen Managertagung im intensiven und kritischen Diskurs zum möglichen weiteren Vorgehen in der 3. Liga ausgetauscht. Die Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt. Ziel der 3. Liga ist weiterhin, die Saison 2019/2020 fortzusetzen und zu einem sportlichen Ende zu bringen.

Entscheidend bleiben die vorliegenden behördlichen Verfügungsgrundlagen, auf deren Basis sich auch alle weiteren Entscheidungen und Maßnahmen für die 3. Liga ableiten werden. Darin besteht unter allen Klubs Einigkeit.

Als Grundsatz gilt für den DFB und seine Klubs, dass eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht zu Lasten der Allgemeinheit und des Gesundheitsschutzes gehen darf. An erster Stelle steht klar die Gesundheit.

Aktuell ist der Spielbetrieb in der 3. Liga bis 30. April ausgesetzt, elf Spieltage sind noch zu absolvieren. In Anbetracht der bisher bestehenden behördlichen Verfügungsgrundlagen bleiben verschiedene Szenarien denkbar, eine Konkretisierung ist noch nicht möglich. Weitere Maßnahmen werden erst eingeleitet, sobald veränderte staatliche Verfügungen und gesundheitliche Vorgaben vorliegen. Alle 20 Klubs der 3. Liga haben vor diesem Hintergrund Bereitschaft signalisiert, aktiv an der Erarbeitung und Umsetzung von Lösungen für den weiteren Spielbetrieb der 3. Liga mitzuwirken.

Quelle: DFB


Ergänzung, 10.04.2020:

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3. Liga diskutiert: Weiterspielen ab dem 16. Mai?

Gestern debattierten die Drittligisten in einer Videokonferenz darüber, ob und wie die wegen der Coronakrise pausierende Saison 2019/20 vielleicht noch fortgesetzt werden könnte. Eines von mehreren in der Diskussion stehenden Szenarien: Geisterspiele ab dem 16. Mai 2020.

In diesem Fall würde die 3. Liga den gleichen Weg wie die Bundesliga anvisieren, in der ein bis zwei Wochen früher gestartet werden soll. Allerdings ist die 3. Liga erheblich abhängiger von Zuschauereinnahmen, die in diesem Fall wegbrechen würden - was gerade für Vereine wie den 1. FC Kaiserslautern zu einem Problem werden könnte. Welche Szenarien sonst noch zur Debatte stehen, wurde bislang nicht bekannt. Aber auch bei anderen denkbaren Möglichkeiten wie etwa einem Abbruch der Saison wären noch sehr viele offene Fragen zu klären.

DFB-Sprecher: "Es sind momentan allerdings nur Planspiele"

Über die vorgeschlagene Saison-Fortsetzung ab dem 16. Mai hatte zuerst die "Bild" berichtet. Ein Sprecher des Deutschen Fußball-Bundes erläuterte die Herangehensweise wie folgt: "Es gehört zur professionellen Vorbereitung auf den Wiedereinstieg in den Spielbetrieb, dass man sich mit mehrere Szenarien beschäftigt. Bei den Planungen orientiert sich der DFB mit der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga auch an der DFL und ihren Modellen für den Spielbetrieb der Bundesligen. Dies sind momentan allerdings nur Planspiele, die von vielen äußeren Faktoren abhängig sind."

Mehrheit der Klubs will die Saison auf jeden Fall zu Ende spielen

Dass die noch elf ausstehenden Saison-Spieltage - sechs davon wären Heimspiele für die Roten Teufel - möglichst zu Ende gespielt werden sollen, hatten die Drittligisten gestern bereits in einer gemeinsamen DFB-Mitteilung bekanntgegeben. Das letzte Wort hierzu werden aber die Gesundheitsbehörden und die Politik haben.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 15.04.2020:

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Bis 31. August keine Fußballspiele mit Zuschauern

Wegen der Coronavirus-Pandemie wird es bis mindestens zum 31. August 2020 keine Fußballspiele mit Zuschauern in Deutschland geben. Die Drittligisten beraten nun weiter darüber, ob sie die Saison mit Geisterspielen zu Ende bringen können.

Auf die weitere Vorgehensweise in der Coronakrise haben sich heute Bund und Länder verständigt: Demnach dürfen ab dem 19. April unter strengen Hygiene-Auflagen wieder kleine und mittelgroße Geschäfte öffnen, Schulen sollen schrittweise ab dem 04. Mai folgen. Großveranstaltungen wie Fußballspiele, Konzerte und Volksfeste bleiben hingegen bis zum 31. August weiter untersagt (genauere Informationen zu den heutigen Beschlüssen u.a. auf tagesschau.de). Neben sämtlichen Heim- und Auswärtsspielen des 1. FC Kaiserslautern ist somit auch das Open-Air-Konzert von Mark Forster am 29. August im Fritz-Walter-Stadion von der neuen Regelung betroffen.

Bundesliga will Geisterspiele, 3. Liga noch unentschlossen

Aus der Bundesliga und 2. Bundesliga war bereits durchgesickert, dass die Saison - falls es die Politik erlaubt - ab 02. oder 09. Mai mit Geisterspielen fortgesetzt werden soll. Die Entscheidung hierüber könnte nächste Woche Donnerstag in einer weiteren virtuellen Mitgliederversammlung der 36 DFL-Vereine fallen. Momentan ist die Saison 2019/20 noch offiziell bis zum 30. April unterbrochen.

Auch die 3. Liga hatte bereits bekundet, dass die laufende Saison unbedingt noch regulär zu Ende gebracht werden soll - dies wäre jetzt ebenfalls nur noch mit Geisterspielen möglich. Auf der virtuellen Managertagung am letzten Donnerstag soll hierüber allerdings ein heftiger Streit zwischen den Drittligisten entbrannt sein, wie der MDR berichtet. Hintergrund ist die höhere Bedeutung der Zuschauereinnahmen in der 3. Liga: Manche Vereine fürchten die Insolvenz, wenn sie wieder die vollen Kosten für Spielergehälter tragen müssen, aber gleichzeitig die Einnahmen durch Ticketverkäufe wegbrechen.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 16.04.2020:

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Quarantäne für den Fußball – Geisterspiele sind keine Lösung!

In der Bundesliga und 2. Bundesliga, aber auch in der 3. Liga wird zurzeit über eine Fortsetzung der Saison mit Geisterspielen diskutiert. Der Zusammenschluss "Fanszenen Deutschlands", zu dem auch die Ultragruppen des 1. FC Kaiserslautern gehören, hat dazu folgende Stellungnahme veröffentlicht.

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unübersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld geführt. Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema äußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbar – schon gar nicht unter dem Deckmantel der gesellschaftlichen Verantwortung. Eine baldige Fortsetzung der Saison wäre blanker Hohn gegenüber dem Rest der Gesellschaft und insbesondere all denjenigen, die sich in der Corona-Krise wirklich gesellschaftsdienlich engagieren. Der Profifußball ist längst krank genug und gehört weiterhin in Quarantäne.

Wir vertreten die klare Position, dass es keine Lex Bundesliga geben darf. Fußball hat in Deutschland eine herausgehobene Bedeutung, systemrelevant ist er jedoch ganz sicher nicht. Beschränkungen, die für vergleichbare Bereiche der Sport- und Unterhaltungsindustrie gelten, müssen auch im Fußball Anwendung finden. In einer Zeit, in der wir alle sehr massive Einschränkungen unserer Grundrechte im Sinne des Gemeinwohls hinnehmen, ist an einen Spielbetrieb der Bundesligen nicht zu denken. Wenn seit Wochen über einen Mangel an Kapazitäten bei CoVid-19-Tests berichtet wird, ist die Idee, Fußballspieler in einer extrem hohen Taktung auf das Virus zu untersuchen, schlicht absurd. Ganz zu schweigen von der Praxis eines Fußballspiels mit Zweikämpfen, eines normalen Trainingsbetriebes in Zeiten von Versammlungsverboten und eines gemeinsamen Verfolgens potenzieller Geisterspiele durch Fans.

Die Rede von gesellschaftlicher Verantwortung und Pläne für exklusive Testkontingente (über 20.000 Stück) für den Profifußball passen nicht zusammen. Wir verstehen, dass Vereinsfunktionäre durchaus rechtliche Verpflichtungen haben, im Sinne des finanziellen Wohls ihres Vereins zu handeln. In einer Situation jedoch, in der die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft vor enormen Herausforderungen stehen, ist es für uns nicht nachvollziehbar, dass offenbar sämtliche Bedenken hintenangestellt werden, wenn es darum geht, den Spielbetrieb möglichst lange aufrechtzuerhalten, bzw. erneut zu starten.

Ganz offensichtlich hat der Profifußball viel tieferliegende Probleme. Ein System, in das in den letzten Jahren Geldsummen jenseits der Vorstellungskraft vieler Menschen geflossen sind, steht innerhalb eines Monats vor dem Kollaps. Der Erhalt der Strukturen ist vollkommen vom Fluss der Fernsehgelder abhängig, die Vereine existieren nur noch in totaler Abhängigkeit von den Rechteinhabern.

Die Frage, weshalb es trotz aller Millionen keinerlei Nachhaltigkeit im Profifußball zu geben scheint, wie die Strukturen und Vereine in Zukunft robuster und krisensicherer gemacht werden können, wurde zumindest öffentlich noch von keinem Funktionär gestellt. Das einzig kommunizierte Ziel ist ein möglichst schnelles "Weiter so!", das jedoch lediglich einer überschaubaren Zahl an Beteiligten weiterhin überragende Einkünfte garantiert. Das Gerede von zigtausenden Jobs halten wir schlicht in den meisten Fällen für einen Vorwand, weiterhin exorbitante Millioneneinkünfte für wenige extreme Profiteure zu sichern. Dies zeigt sich auch in der absoluten Untätigkeit des DFB, im Hinblick auf den Fußball unterhalb der 2. Bundesliga. Dass Geisterspiele hier viel stärkere Folgen hätten, als in den Ligen der DFL, wird ausgeblendet. Hauptsache das „Premiumprodukt“ kann weiterexistieren. Hier wird der DFB seiner Rolle nicht nur nicht gerecht, er zeigt auch wiederholt, wessen Interessen er vertritt.

Seit Jahren fordern Fans Reformen für eine gerechtere Verteilung der TV-Einnahmen und kritisieren die mangelnde Solidarität zwischen großen und kleinen Vereinen. Wir weisen auf Finanzexzesse, mangelnde Rücklagenbildung und die teils erpresserische Rolle von Spielerberatern hin. Die Gefahr der Abhängigkeit von einzelnen großen Geldgebern haben wir anhand von Beispielen wie 1860 München, Carl Zeiss Jena und anderen immer wieder aufgezeigt.

Spätestens jetzt ist es aller höchste Zeit, dass sich Fußballfunktionäre ernsthaft mit diesen Punkten auseinandersetzen. Die jetzige Herausforderung ist auch eine Chance: Die Verbände sollten diese Krise als solche begreifen und die Strukturen des modernen Fußballs grundlegend verändern. Es ist höchste Zeit!

In diesem Zusammenhang fordern wir:

- Der aktuelle Plan der DFL, den Spielbetrieb im Mai in Form von Geisterspielen wieder aufzunehmen, darf nicht umgesetzt werden. Wir maßen uns nicht an, zu entscheiden, ab wann der Ball wieder rollen darf. In einer Situation, in der sich der Fußball auf diese Weise so dermaßen vom Rest der Gesellschaft entkoppeln würde, darf es jedoch nicht passieren.

- Eine sachliche Auseinandersetzung mit der aktuellen Lage muss forciert und eine Abkehr vom blinden Retten der TV-Gelder vollzogen werden. Auch ein möglicher Abbruch der Saison darf kein Tabu sein, wenn die gesellschaftlichen Umstände es nicht anders zulassen. In diesem Fall sollten nicht nur Horrorszenarien in Form von drohenden Insolvenzen skizziert werden, sondern Lösungsmöglichkeiten in Form von Förderdarlehen, erweiterten Insolvenzfristen und anderen Kriseninstrumenten, denen sich auch die restliche Wirtschaft stellt, diskutiert werden.

- Eine kommende Lösung muss maximal solidarisch sein. Es darf unter den Vereinen keine Krisengewinner - und verlierer geben. Die Schere zwischen "groß" und "klein" darf nicht noch weiter auseinandergehen. Ausdrücklich schließen wir damit auch die Vereine der dritten Liga und der Regionalligen mit ein, für die Geisterspiele ohnehin keine Option sind.

- Die Diskussion über grundlegende Reformen, um den Profifußball nachhaltiger und wirtschaftlich krisensicherer zu gestalten, muss jetzt beginnen. Sie darf nicht nur von Fans und Journalisten geführt werden, sondern ist die zentrale Aufgabe der Verantwortlichen der Clubs und Verbände. Strukturen und Vereine müssen auf einen finanziell und ideell sicheren Boden zurückgeholt werden. Dabei muss die 50+1-Regel weiterhin unberührt bleiben.

Die Phase einer von der restlichen Gesellschaft komplett entkoppelten Fußballwelt muss ein Ende haben!

Fanszenen Deutschlands im April 2020

Quelle: Fanszenen Deutschlands


Ergänzung, 17.04.2020:

Neuer Vorstoß für zweigleisige 3. Liga

Vorschläge für eine zweigleisige 3. Liga trafen bislang auf wenig Gegenliebe. Das könnte sich in der Corona-Krise, die diese Liga nochmal heftiger trifft als Bundesliga und 2. Liga, ändern. Beim DFB wurde in diesen Tagen nach kicker-Informationen ein Vorstoß in diese Richtung von einem Klub eingereicht.

Denn den handelnden Personen in der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt/Main wurde ein Konzept präsentiert, das auch der kicker einsehen konnte. Und dieses plädiert für eine zweigleisige 3. Liga unter Beibehaltung der aktuell bestehenden fünf Regionalligen oder einer Erweiterung dieser auf sechs. Demnach würde ab 2020/21 eine 3. Liga Nord und eine 3. Liga Süd gebildet werden mit je 20 Teams. Für die Aufstockung von 20 auf dann 40 Mannschaften sieht das Papier mehrere Lösungsmodelle vor aus sportlichen und infrastrukturellen Kriterien.

Die Zweigleisigkeit ist im Drittligaausschuss offenbar kein Thema - auch nach einem entsprechenden Vorschlag von Oliver Bierhoff Mitte Oktober im kicker. Da hatten sich die Drittligisten zur Eingleisigkeit bekannt. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 17.04.2020:

Streit der Klubs eskaliert: Kein Konsens mehr möglich

Schon seit einigen Tagen kündigt sich die Spaltung der 3. Liga an, mit dem von gleich acht Klubs geforderten Abbruch ist sie nun endgültig vollzogen. Damit ist klar: Ein Konsens ist nicht mehr möglich.

Mehrfach war zuletzt von einer "gemeinschaftlichen" und "solidarischen" Lösung die Rede. Dass es diese nicht geben wird, wurde in den letzten Tagen immer deutlicher. Während sich die fünf bayrischen Drittliga-Klubs 1860, Unterhaching, Ingolstadt, Würzburg, Ingolstadt und Bayern II in einer gemeinsamen Erklärung für die Fortführung der Saison ohne Zuschauer aussprechen, fordert eine Allianz aus acht Klubs den Abbruch der Saison.

Insgesamt 13 Vereine haben sich damit klar positioniert, auch Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig wollen die Spielzeit sportlich zu Ende bringen. Duisburg, Köln, Kaiserslautern, Uerdingen und Meppen haben sich bisher nicht eindeutig geäußert, derzeit tendieren diese Klubs aber offenbar zu einer Saison-Fortsetzung. Noch scheint es damit eine 12:8-Mehrheit pro Geisterspiele zu geben. Nicht ausgeschlossen aber, dass in den kommenden Tagen noch weitere Vereine einen Abbruch fordern werden. (…)

Quelle und kompletter Text: liga3-online.de


Ergänzung, 17.04.2020:

Fortsetzung oder Abbruch? Das sagt der FCK

Geisterspiele oder Saisonabbruch wegen Corona? Während immer mehr Drittliga-Klubs öffentlich vorpreschen, um ihre Meinung durchzudrücken, will der 1. FC Kaiserslautern sich an diesem Schauspiel nicht beteiligen. Die Lösung müsse in einer intern gehaltenen Diskussion gefunden werden.

In einem über Facebook und Twitter verbreiteten Statement lässt sich FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt wie folgt zitieren: "Wir werden uns zum jetzigen Zeitpunkt an einer öffentlichen Debatte über die Fortführung der Saison nicht beteiligen. Es ist für die 3. Liga existentiell, als Einheit für die Interessen der Klubs in einer intern geführten Diskussion eine Lösung zu den bekannten Problemen zu erarbeiten. Auch ist uns bewusst, dass die aktuelle Situation eine Vielzahl von unterschiedlichen Sichtweisen mit sich bringt. Gerade deshalb ist es jedoch alternativlos, miteinander und nicht gegeneinander zu agieren. Wir sehen daher im nächsten Schritt der Sitzung der Klubs mit dem DFB entgegen."

Acht Klubs für Saisonabbruch, wohl mindestens ebensoviele für Geisterspiele

Hintergrund ist der öffentlich Streit in der 3. Liga, der durch Stellungnahmen mehrerer Vereine geschürt wurde: Aus in den meisten Fällen offensichtlich egoistischen Motiven fordern acht Klubs einen Saisonabbruch und fünf Klubs plädieren für Geisterspiele. Für einen Abbruch mit Aufsteigern und ohne Absteiger sind der Tabellenzweite Mannheim sowie die Abstiegskandidaten Chemnitz, Magdeburg, Halle, Zwickau, Münster, Großaspach und Jena. Geisterspiele wollen die noch größtenteils mit dem Aufstieg liebäugelnden bayrischen Vertreter 1860, Unterhaching, Ingolstadt, Würzburg, Ingolstadt und Bayern II - und laut Medienberichten auch mehrere der an diesen Stellungnahmen nicht beteiligte Vereine, darunter Rostock und Braunschweig (siehe ältere Meldungen). Zu der eigenen sportlichen Situation der Klubs kommen in allen Fällen außerdem noch finanzielle Probleme hinzu, die sowohl Geisterspiele als auch ein Saisonabbruch mit sich bringen würden.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 20.04.2020:

DFB beruft Krisen-Konferenz für die 3. Liga ein

Die Vereine der 3. Liga sind sich uneins, ob eine Saisonfortsetzung ohne Zuschauer Sinn ergibt. Eine Abstimmung soll am Dienstag Licht ins Dunkel bringen.

(...) Nach SPORT1-Informationen wird der DFB den Vereinen am Dienstag in einer umfangreichen Power-Point-Präsentation aufzeigen, welche Auswirkungen ein Abbruch in vollem Umfang haben wird - wirtschaftlich, rechtlich, sportlich.

Im Nachgang soll es dann eine geheime und schriftliche Anfrage an alle Vereine geben, welche Position sie letztlich vertreten: Abbruch oder Weiterspielen? Mit diesem Votum wird sich dann der "Ausschuss 3. Liga" befassen, dem neben den DFB-Vertretern auch zwei DFL- und fünf Vereinsvertreter angehören, und eine Empfehlung an die entscheidenden Verbandsgremien aussprechen. Die Entscheidung liegt letztlich beim DFB.

Ein Sprecher teilte auf Nachfrage mit, dass am Dienstag definitiv noch keine Entscheidung gefällt wird. Am Freitag gibt es eine turnusmäßige Präsidiumssitzung, auf der auch die 3. Liga Thema sein wird. In der kommenden Woche soll dann eine erneute Videokonferenz mit den Vereinen zu einer finalen Entscheidung führen. (…)

Quelle und kompletter Text: Sport1



Ergänzung, 21.04.2020:

Struktur erhalten: 3. Liga bekennt sich zu gemeinsamem Ziel

Der DFB, der Ausschuss 3. Liga und die Führungen der 20 Klubs haben sich in einer weiteren Sitzung zur aktuellen Situation der 3. Liga und dem weiteren Vorgehen ausgetauscht. Der DFB lieferte in seiner Eigenschaft als Ligaträger vertiefende Informationen und Fakten zu den Szenarien, die in der 3. Liga diskutiert werden. Der Verband brachte dabei unter anderem zum Ausdruck, dass seine grundsätzliche Aufgabe statutengemäß die Organisation, Durchführung und Sicherstellung des Spielbetriebs ist.

Als wichtigstes Ergebnis der Sitzung wurde festgehalten: Ungeachtet zum Teil unterschiedlicher Auffassungen unter den Klubs ist es das gemeinsame Ziel aller Beteiligten, eine tragfähige Lösung zu finden, um die 3. Liga in ihrer bewährten Struktur zu erhalten und ihre Zukunft als Profiliga zu sichern. In diesem Zuge verständigten sich alle Klubvertreter mit dem DFB und dem zuständigen Ausschuss darauf, sich nach den öffentlichen Auseinandersetzungen der vergangenen Tage wieder auf eine versachlichte, konstruktive und vor allem zielführende Diskussion zu konzentrieren.

"Dies ist unerlässlich für eine sachgerechte Entscheidungsfindung", erklärt Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga. "Öffentliche Konfrontationen beschädigen - völlig unabhängig vom Inhalt der einzelnen Meinungen - die 3. Liga und ihre Vereine. Darüber hinaus tragen sie nicht zu Lösungen bei, sondern erschweren sie nur."

Gesundheitspolitische Vorgaben strikt zu beachten

Neben der sportlichen Betrachtung wurden im Rahmen der Videokonferenz seitens des DFB wirtschaftliche, rechtliche und kommunikative Aspekte in verschiedenen Facetten beleuchtet, um eine vertiefende Meinungsbildung innerhalb der Klubs zu ermöglichen. Auch Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung wurden erörtert. Hierbei besteht klare Einigkeit, dass weitergehende Entscheidungen in Bezug auf den Spielbetrieb der 3. Liga zwingend von den behördlichen Verfügungsgrundlagen abhängig sind und unter strikter Beachtung der gesundheitspolitischen Vorgaben erfolgen werden.

Im nächsten Schritt wird sich das DFB-Präsidium am Freitag in seiner turnusmäßigen Sitzung mit den Rahmenbedingungen für eine gegebenenfalls mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Bundesspielklassen befassen. Auf dieser Grundlage werden die Drittligisten zu Beginn der kommenden Woche zur nächsten gemeinsamen Sitzung zusammenkommen, um auf der dann vorliegenden Faktenlage gemeinsam zu einem fundierten Meinungsbild zu kommen.

Die Entscheidung über eine Fortsetzung der Saison in der 3. Liga würde - abhängig von der konkreten Ausgestaltung - durch den DFB-Vorstand beziehungsweise das DFB-Präsidium getroffen werden. Über den Abbruch der Saison in der 3. Liga müsste ein Außerordentlicher DFB-Bundestag unter Beachtung der damit verbundenen Fristen entscheiden.

Quelle: DFB


Ergänzung, 22.04.2020:

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Plan der 3. Liga: Geisterspiele und keine Absteiger?

Wie kann oder soll in der 3. Liga die Saison beendet werden? Nach den Streitigkeiten der letzten Woche deutet sich eine Lösung an, die sich an dem - politisch noch nicht abgesegneten - Konzept der Bundesliga orientiert.

Maximal 300 Personen im Stadion und regelmäßige Corona-Tests

Laut "Kicker" (Printausgabe) präsentierte DFB-Chefjustiziar Dr. Jörg Englisch den Drittligisten am Dienstag vier verschiedene Szenarien mit jeweils unterschiedlichen Folgen. Eines davon ist offensichtlich mit dem Konzept der DFL abgeglichen, über das derzeit ganz Fußball-Deutschland diskutiert: Demnach soll die Saison in der Bundesliga und 2. Bundesliga mit strikt regulierten Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Maximal je 100 Personen in drei Stadion-Zonen (Innenraum, Tribünenbereich, Außengelände) dürfen bei den Spielen dabei sein. Die Spieler werden streng abgeschottet und regelmäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Insbesondere der letztgenannte Punkt ist aufgrund der begrenzten Test-Kapazitäten politisch noch umstritten, aber auch sonst wird gesellschaftlich kontrovers über eine Sonderstellung für den Profifußball diskutiert.

DFL-Konzept: Erst die Bundesligen, dann die 3. Liga, dann der Rest

Sollten die Geisterspiele in der Bundesliga erlaubt werden, sieht das von der Sport­minister­konferenz begutachtete Konzept laut "Kicker" folgende Prioritäten vor: Zunächst sollen Bundesliga und 2. Bundesliga starten. Danach folgt zeitlich versetzt - falls möglich - die 3. Liga. Danach die Frauen-Bundesliga, dann der DFB-Pokal und dann die Länderspiele. Eine politische Entscheidung über den Profifußball könnte am 30. April fallen, wenn Bund und Länder das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten.

Wegen unterschiedlicher Trainingsbedingungen: Keine Absteiger?

Das von den DFB-Verantwortlichen wohl favorisierte Szenario für die 3. Liga sieht also vor, die restlichen elf Spieltage ohne Zuschauer zu absolvieren. Und: Es soll dann trotz sportlichem Abschluss keine Absteiger geben, weil zurzeit in den Bundesländern noch eine Ungleichheit bezüglich der Trainingsbedingungen besteht. So darf beispielsweise der 1. FC Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz) in Kleingruppen wieder trainieren, Waldhof Mannheim (Baden-Württemberg) hingegen nicht. Am Freitag tagt das zuständige DFB-Präsidium und könnte eine Empfehlung für die 3. Liga abgeben.

Ein Saisonabbruch in der 3. Liga ist unwahrscheinlicher geworden

Ein anderes Szenario ist derweil unwahrscheinlicher geworden: Über einen Abbruch der Saison würden nicht die Drittligisten und auch nicht das DFB-Präsidium entscheiden, sondern hierfür wäre ein außerordentlicher DFB-Bundestag erforderlich. Dafür gilt eine mehrwöchige Einladungsfrist, zudem wäre die Entscheidung der Landesdelegierten völlig ungewiss. Letzte Woche hatten noch acht Drittliga-Klubs einen Saisonabbruch gefordert, fünf Klubs plädierten öffentlich für Geisterspiele, die restlichen sieben Klubs hielten sich noch mehr oder weniger zurück.

Regionalliga West vor Abbruch - weitere Amateurklassen könnten folgen

Vor einem Abbruch steht derweil die Regionalliga West, der dann weitere Regionalligen und tiefere Spielklassen folgen könnten. Dies wäre wiederum für die Auf-/Abstiegsregelung in der 3. Liga relevant. Und es macht zusätzlich die Zwickmühle deutlich, in der die höchste DFB-Spielklasse steckt: In der Bundesliga und 2. Bundesliga wird wegen der milliardenschweren Fernsehgelder eine Fortsetzung der Saison forciert, ab der Regionalliga abwärts steht hingegen die Gesundheit über dem Sport - und in der 3. Liga diskutieren die finanziell oft klammen Vereine mit Argumenten sowohl für das eine als auch für das andere.

Quelle: Der Betze brennt / Kicker


Ergänzung, 23.04.2020:

7,5 Millionen Euro Rettungsgeld für die 3. Liga und die Bundesliga der Frauen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will den durch die Covid-19-Pandemie bedrohten Klubs der 3. Liga und der Bundesliga der Frauen finanziell zu Hilfe kommen. Auf der Video-Vollversammlung der DFL soll an diesem Donnerstag (ab 11 Uhr) eine Rettungsaktion beschlossen werden, wie der SPIEGEL erfuhr. Insgesamt 7,5 Millionen Euro sollen den Vereinen der beiden Ligen zur Verfügung gestellt werden. Ausgenommen davon sollen die Teams sein, die einen Bundesliga-Klub als Mutterverein haben wie die Frauen- und die zweite Mannschaft des FC Bayern und das Frauenteam des VfL Wolfsburg.

Das Geld stammt von den vier deutschen Champions-League-Startern, FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen. Die vier Großklubs hatten Ende März angekündigt, insgesamt 20 Millionen Euro zur Rettung von in wirtschaftliche Nöte geratenen Vereinen zur Verfügung zu stellen. (…)

Quelle und kompletter Text: Der Spiegel


Ergänzung, 24.04.2020:

Szenario Saisonabbruch: DFB-Bundestag in Planung

Wird die Saison in der 3. Liga mit Geisterspielen fortgesetzt oder wird sie abgebrochen? Um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, plant der DFB die Einberufung eines außerordentlichen Bundestages.

Die 3. Liga steckt nicht nur finanziell - Stichwort Geisterspiele und Fernseheinnahmen - in einer besonders komplizierten Situation, sondern auch verbandsrechtlich: Als einzige Liga der Herren ist hier der Deutsche Fußball-Bund (DFB) der verantwortliche Verband. Für die Bundesliga und 2. Bundesliga ist die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zuständig, ab der Regionalliga abwärts die jeweiligen Landesverbände.

Aufgrund dieser Besonderheit müsste in der 3. Liga ein außerordentlicher DFB-Bundestag die Entscheidung treffen, ob die Saison 2019/20 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wird. Dieser Bundestag soll nun nach der heutigen Sitzung des DFB-Präsidiums einberufen werden. Für einen Abbruch der Saison hatten sich letzte Woche acht Drittligisten öffentlich ausgesprochen. Eine Weiterführung mit Geisterspielen - zu der wohl auch der DFB tendiert und die ohne Bundestag beschlossen werden könnte - befürworteten öffentlich fünf Drittligisten.

» Die heutige Pressemitteilung des DFB im Wortlaut:

DFB plant Einberufung eines außerordentlichen Bundestages

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich auf seiner Sitzung am heutigen Freitag für die Einberufung eines Außerordentlichen DFB-Bundestagesausgesprochen. Mit Blick auf die laufenden Diskussionen bezüglich einer Fortsetzung des Spielbetriebs in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und der 3. Liga sowie die möglichen Entscheidungen in den kommenden Wochen wurde die formelle Einberufung noch nicht vollzogen. Dies wird zu gegebener Zeit im schriftlichen Umlaufverfahren erfolgen.

Angesichts der aktuellen Situation wird den Delegierten die Möglichkeit eröffnet, Teilnahme- und Stimmrechte in digitaler Form auszuüben.

Quelle: Der Betze brennt / DFB


Ergänzung, 27.04.2020:

Der FCK informiert

Der 1. FC Kaiserslautern informiert zu seiner Positionierung im Rahmen eines heute eingeholten Meinungsbildes zum weiteren Vorgehen in der Dritten Liga.

Der 1. FC Kaiserslautern möchte die Saison 2019/20 grundsätzlich auf sportlichem Wege beenden und würde daher die restlichen Spiele gegebenenfalls auch unter Ausschluss der Zuschauer austragen. Der 1. FC Kaiserslautern legt jedoch großen Wert darauf, dass die Saison zum 30. Juni 2020 beendet wird, sofern offene rechtliche Fragen nicht geklärt sind. Da die im Rahmen der heutigen Gespräche entstandene Vorlage des DFB eine Beendigung der Spielzeit bis zum 30. Juni 2020 nicht zwingend vorsieht, hat sich der 1. FC Kaiserslautern in einem heutigen Votum zur Meinungsbildung enthalten. Die Beantwortung offener Fragen bezüglich der rechtlichen Voraussetzungen und Konsequenzen einer Fortführung der Saison über den 30. Juni 2020 hinaus ist für den 1. FC Kaiserslautern elementar und die Grundvoraussetzung für eine finale Zustimmung.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 27.04.2020:

3. Liga: Zehn Klubs für Geisterspiele, acht für Abbruch, zwei Enthaltungen - darunter der FCK

Der DFB und der Ausschuss 3. Liga haben in ihrer heutigen Sitzung mit den 20 Klubs die aktuelle Sachlage besprochen und ein Meinungsbild eingeholt. Fest steht, dass der Spielbetrieb in der 3. Liga über den 30. April hinaus bis auf Weiteres ausgesetzt wird.

In einer offenen Abfrage sprachen sich zehn Klubs für eine mögliche Fortsetzung der Saison aus, sofern dies die behördlichen Verfügungsgrundlagen und politischen Genehmigungen erlauben, stets unter strenger Beachtung der damit verbundenen Vorgaben zum Gesundheitsschutz.

Im Einzelnen handelte es sich um die SpVgg Unterhaching, den FC Ingolstadt, TSV 1860 München, Eintracht Braunschweig, den FC Bayern München II, FC Hansa Rostock, FC Würzburger Kickers, KFC Uerdingen, Viktoria Köln und den Chemnitzer FC. Das Vorgehen folgt der Empfehlung des Ausschusses 3. Liga, welche das Gremium in seiner Sitzung am Samstag einstimmig beschlossen und in der heutigen Videokonferenz allen Klubvertretern präsentiert hatte. Soweit möglich, wird weiterhin der sportliche Abschluss der Saison bis zum 30. Juni angestrebt.

Meinungsbild, keine Beschlussfassung

Mit dem 1. FC Kaiserslautern und dem SV Meppen enthielten sich zwei Klubs in der Liga-Sitzung einer Stimme. Gegen die mögliche Wiederaufnahme der Saison und für einen freiwilligen Abbruch der Spielzeit votierten acht Drittligisten. Dies waren: SV Waldhof Mannheim, 1. FC Magdeburg, Hallescher FC, FSV Zwickau, SC Preußen Münster, SG Sonnenhof Großaspach, FC Carl Zeiss Jena und MSV Duisburg.

Es handelt sich hierbei um das Meinungsbild der Klubs der 3. Liga, nicht um eine Beschlussfassung. Der Ausschuss 3. Liga und die in Folge zuständigen DFB-Gremien werden sich auf dieser Grundlage nun mit dem weiteren Vorgehen und den damit verbundenen Detailfragen befassen. Gegebenenfalls nötige Beschlüsse für die Fortsetzung der Spielzeit müssten dann vom DFB-Präsidium oder DFB-Vorstand gefasst werden.

Eine mögliche Fortsetzung der Saison entspricht den satzungsgemäßen Aufgaben des DFB. Die Satzung sieht die Organisation, Durchführung und Sicherstellung des Spielbetriebs vor – natürlich in Abhängigkeit von der behördlichen Verfügungsgrundlage. Darüber hinaus würde sich der DFB als Träger und Zentralvermarkter der 3. Liga bei einem freiwillig gewählten Saisonabbruch erheblichen Haftungs- und Schadenersatzrisiken gegenüber Drittparteien aussetzen. Diese grundsätzlichen Betrachtungsweisen machten DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius und DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge im Rahmen der Videokonferenz deutlich.

Frymuth: "Gesamtwohl der Liga über Einzelinteressen stellen"

Peter Frymuth, als DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung zuständig für die 3. Liga, sagt: "Wir haben nun ein tatsächliches Meinungsbild in der 3. Liga vorliegen. Damit ist ein sehr wichtiger Schritt gemacht. Das Ergebnis der Abfrage ist von allen zu respektieren und akzeptieren. Auch wenn das Bild nicht einheitlich ist, besteht eine mehrheitliche Meinung unter den Klubs, wie im Falle einer veränderten behördlichen Verfügungslage verfahren werden sollte. Auf dieser Basis wird der DFB in seiner Funktion als Liga-Träger die weiteren Prüfprozesse und Maßnahmen angehen. Klar ist: Das Gesamtwohl der Liga ist über Einzelinteressen zu stellen."

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: "Die Klubs der 3. Liga sind letztlich knapp mehrheitlich der einstimmig gefassten Empfehlung des Ausschusses gefolgt. Wir haben einen intensiven Diskussionsprozess in den vergangenen Tagen und Wochen hinter uns, in dessen Verlauf leider an einigen Stellen der angemessene Ton verloren gegangen ist. Ich habe nun den Wunsch und die klare Erwartungshaltung, dass in der 3. Liga wieder mehr Sachlichkeit, Ehrlichkeit und Ruhe im Sinne der gemeinsamen Sache einkehrt – nämlich die 3. Liga in ihrer Struktur als Profiliga zu erhalten und ihre Zukunft zu sichern."

Im Vorfeld der Sitzung in der 3. Liga war allen Klubs das Konzept zugegangen, das bei einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs bestmögliche medizinische Rahmenbedingungen gewährleisten soll. Die in der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" gemeinsam von DFB und DFL erarbeiteten Vorgaben sehen unter anderem strenge Hygienevorgaben, engmaschige Testungen sowie permanentes Monitoring vor. Das Konzept für die 3. Liga entspricht grundsätzlich den von der DFL vorgestellten Inhalten für die Bundesliga und 2. Bundesliga. Das Konzept unterscheidet sich lediglich in organisatorischen Nuancen, beispielsweise bei der Personenzahl für die drei definierten Zonen im Innen- und Außenbereich des Stadions während eines Spiels. Der Personalaufwand in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien soll an Spieltagen auf ein Minimum reduziert werden, für die 3. Liga sind hierbei 210 Personen pro Partie vorgesehen. Die gesundheitlichen und hygienischen Vorgaben sind identisch mit den DFL-Ligen.

3. Liga und Frauen-Bundesliga erhalten finanzielle Hilfe

Im Zuge einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs stehen den Klubs der 3. Liga gemeinsam mit der FLYERALARM Frauen-Bundesliga insgesamt 7,5 Millionen Euro als Unterstützung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) zur Verfügung. Aus diesem Topf sollen zunächst die ansonsten durch die Klubs unmittelbar zu tragenden Kosten für die Testungen in der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga zentral gezahlt werden. So sieht es ein Beschluss des DFB-Präsidiums vor, der einstimmig getroffen worden ist.

Die weiteren Ausschüttungen werden dann anteilig nach jedem durchgeführten Spieltag an die partizipierenden 25 Klubs der beiden DFB-Spielklassen erfolgen. Dies soll dabei helfen, die zu erwartenden Zusatzkosten und Einnahmeausfälle durch die Organisation des Spielbetriebs unter den besonderen Rahmenbedingungen von Spielen ohne Zuschauerinnen und Zuschauer zu decken.

DFB-Vizepräsident Peter Frymuth sagt dazu: "In der aktuellen Ausnahmesituation durch die Corona-Krise ist es wichtiger denn je, dass der Fußball zusammensteht. In der angespannten Lage trägt die Solidarzahlung der DFL und ihrer Klubs zur Entlastung der Klubs in der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga bei, um eine Fortsetzung des Spielbetriebs in allen Profispielklassen zu ermöglichen, sobald die behördlichen Verfügungsgrundlagen dies erlauben."

DFB-Präsident Fritz Keller hatte bereits vergangene Woche die zugesagte finanzielle Hilfe durch die DFL als "starken Akt der Solidarität" gewürdigt und allen 36 Bundesligaklubs gedankt. Die Unterstützungsleistung wird aus einem DFL-Solidarfonds bestritten, für den die Champions-League-Teilnehmer FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen zusammen 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hatten.

Quelle: DFB


Ergänzung, 28.04.2020:

Deswegen enthielt sich der FCK bei der Abstimmung

Die Drittligaklubs haben darüber abgestimmt, ob die derzeit aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochene Saison 2019/2020 fortgesetzt werden soll. Dabei votierte zwar eine Mehrheit für eine Wiederaufnahme der Spielzeit, ein eindeutiges Stimmungsbild zeichnete sich jedoch nicht ab. Der 1. FC Kaiserslautern indes enthielt sich seiner Stimme. Was steckt dahinter?

(...) Die ungeklärten rechtlichen Fragen betreffen aus FCK-Sicht vor allem den Wechsel von Keeper Lennart Grill zu Bayer Leverkusen. Der U-21-Nationaltorhüter sollte - Stand vor der Corona-Krise - für rund zwei Millionen Euro Ablöse zum 01.07.2020 zum Werksklub wechseln. Geld, das der klamme FCK dringend braucht. Doch nun ist offen, ob und wann der Ball wieder rollt, was das vertragsrechtlich heißt und wie es mit den Spielern weitergeht, die den Klub wechseln wollen oder deren Kontrakt ausläuft. (…)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 28.04.2020:

Drittliga-Szenario: Start am 16. Mai - Fünf englische Wochen

Die 3. Liga soll im Idealfall mit fünf englischen Wochen bis zum 30. Juni zu Ende gespielt werden. Das ist die Quintessenz eines Szenarios, das der dpa vorliegt. Demnach würde die Liga ihren Betrieb am 16. Mai mit dem 28. Spieltag wieder aufnehmen. Der letzte Spieltag wäre für das Wochenende 20./21. Juni geplant. Die Relegationsspiele sind in dem Plan für den 25./26. sowie 29./30. Juni angesetzt. Ob es zur Umsetzung des ambitionierten Zeitplans kommt, ist offen und von den Entscheidungen der Politik abhängig.

Am Montag hatten sich 10 der 20 Drittliga-Klubs für eine Fortsetzung der Saison auch über den 30. Juni hinaus ausgesprochen. Dieses Meinungsbild soll nun im Liga-Ausschuss diskutiert werden. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 29.04.2020:

Oberligisten wollen spielen - aber nur bis 30. Juni

Mit einer 16:2-Mehrheit haben sich die Teams der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar am Mittwochabend in einer Videokonferenz mit Vertretern des Regionalverbandes Südwest dafür ausgesprochen, die derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison vorzeitig zu beenden - sollte kein sportlicher Abschluss bis 30. Juni möglich sein. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 30.04.2020:

Stichtag 30. Juni: Was passiert mit auslaufenden Spielerverträgen?

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich bei der Abstimmung, ob die Saison zu Ende gespielt oder abgebrochen werden soll, enthalten. Der Grund: Es herrsche keine juristische Klarheit, was mit Spielerverträgen passiert, wenn die Saison über den 30. Juni hinaus andauert. SWR Sport hat nachgefragt.

Sowohl Anna Klär von der ARD-Rechtsredaktion als auch der renommierte Arbeits- und Sportrechtler Professor Philipp Fischinger von der Universität Mannheim sind sich in ihrer Einschätzung einig: Die Verträge werden wahrscheinlich weiter gültig sein. Grundlage für diese Auffassung ist die "ergänzende Vertragsauslegung".

Dabei muss man sich folgende Frage stellen: Was hätten die Vertragspartner vereinbart, wenn sie vorher gewusst hätten, dass es eine Corona-Krise und deshalb eine Saisonverlängerung geben könnte? (…)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 30.04.2020:

DFB beruft Außerordentlichen Bundestag am 25. Mai ein

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat im schriftlichen Umlaufverfahren einen Außerordentlichen Bundestag einberufen, was bereits in der Sitzung am vergangenen Freitag angekündigt worden war. Der Bundestag wird am 25. Mai 2020 (ab 13 Uhr) stattfinden und soll wegen der aktuellen Corona-Pandemie erstmals virtuell durchgeführt werden. Das heißt, dass alle 262 Delegierten von überall aus in digitaler Form teilnehmen und auch ihr Stimmrecht ausüben können.

Im Vordergrund des DFB-Bundestages stehen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den deutschen Fußball. Es wird daher Beratungen und Beschlussfassungen über die Durch- und Fortführung beziehungsweise den möglichen Abbruch von DFB-Spielklassen einschließlich der erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg und die gegebenenfalls notwendigen Änderungen der Statuten geben. Zu den DFB-Spielklassen zählen die 3. Liga, die FLYERALARM Frauen-Bundesliga, die 2. Frauen-Bundesliga sowie die B-Juniorinnen-Bundesliga und die beiden Junioren-Bundesligen.

Auswirkungen auf den Spielbetrieb

Auch über wirtschaftliche und weitere spieltechnische Auswirkungen auf den Spielbetrieb wird beraten. Zudem soll es einen Beschluss über Haftungsbeschränkungen für die gesetzlichen Vertreter, Organe und Ausschussmitglieder des DFB geben.

Der DFB-Bundestag setzt sich generell zusammen aus den Delegierten der DFB-Landes- und -Regionalverbände sowie der DFL, den Mitgliedern aus DFB-Präsidium und -Vorstand, den Ehrenmitgliedern sowie den Mitgliedern der Rechtsorgane, der Ausschüsse und der Ethik-Kommission. Aktuell kommen somit 262 stimmberechtigte Delegierte zusammen.

Quelle: DFB


Ergänzung, 06.05.2020:

Neustart oder Abbruch: Was wird aus der 3. Liga?

Von der Politik gab es am Mittwoch grünes Licht für den Re-Start der 1. und 2. Bundesliga, doch wie geht es in der 3. Liga weiter? DFB-Präsident Fritz Keller gibt sich ebenso wie 1860-Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel mit Blick auf einen Re-Start optimistisch, Halle, Magdeburg, Jena und Mannheim dagegen nicht. Die Liga bleibt gespalten.

Keller sieht die Entscheidung, die Saison der Bundesliga und 2. Liga im Mai wieder fortsetzen zu dürfen, als einen "Vertrauensbeweis der Gesundheitsbehörden und der Politik" und richtet den Blick auch auf die 3. Liga. Der DFB-Boss geht davon aus, "dass in diese Öffnung neben der Bundesliga und 2. Bundesliga auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Berufsfußballerinnen und -fußballern ebenso die unter dem Dach des DFB organisierten Profispielklassen der 3. Liga und Frauen-Bundesliga sowie der DFB-Pokalwettbewerb grundsätzlich eingeschlossen sind, zumal das gemeinsam von DFB und DFL erarbeitete Hygienekonzept selbstverständlich auch dort voll umfänglich umgesetzt wird". (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 07.05.2020:

"Positives Signal für die 3. Liga und Frauen-Bundesliga"
DFB-Bosse äußern sich zur Situation in der 3. Liga


Wie geht es in der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga weiter? Was bedeuten die politischen Entwicklungen und Entscheidungen vom Mittwoch? Wie beurteilt der DFB die weiterhin ausgeprägten öffentlichen Diskussionen in der 3. Liga? Welche festen Grundsätze und Regularien sind zu beachten? Welche Missverständnisse, auch im Bereich Finanzen, sind dringend auszuräumen? Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident für die 3. Liga, und DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge nehmen Stellung.

DFB.de: Die Bundesliga und 2. Bundesliga dürfen den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Wie ordnet der DFB die Situation für die 3. Liga, den DFB-Pokal und die FLYERALARM Frauen-Bundesliga ein?

Peter Frymuth: Wir werten die gestrigen Entscheidungen der Politik als positives Signal - auch für die Profispielklassen des DFB. Unser Präsident Fritz Keller hat bereits öffentlich zum Ausdruck gebracht, dass wir davon ausgehen, dass grundsätzlich auch in der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga sowie im DFB-Pokal die Saison bald fortgesetzt werden kann. Auf dieses Ziel arbeiten wir unverändert hin, das ist unser Auftrag als Verband - und das ist auch der Auftrag, der uns über die abgefragten Meinungsbilder bei den jüngsten Managertagungen der beiden Ligen mit auf den Weg gegeben worden ist. Wir sind hier optimistisch.

Dr. Stephan Osnabrügge: Das kann ich nur unterstreichen. Ich habe für eine Differenzierung zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga auf der einen sowie 3. Liga, DFB-Pokal und Frauen-Bundesliga auf der anderen Seite wenig Verständnis. Zunächst einmal: Der professionelle, also berufsmäßige Fußball hat insgesamt keine Sonderrolle. Deutschlandweit wird die Wirtschaft wieder hochgefahren. Möbelhäuser, Autohäuser und auch Tanzschulen dürfen wieder an den Start, übrigens ohne dass jedes Unternehmen ein Konzept vorzulegen hat. Dann muss dasselbe Recht auch für den Wirtschaftszweig Sport gelten. Die Sonderrolle besteht allenfalls darin, dass Fußball ein Kontaktsport ist. Um dem Rechnung zu tragen, haben DFB und DFL gemeinsam wissenschaftlich begleitete Konzepte vorgelegt - und zwar nicht nur für Bundesliga und 2. Bundesliga, sondern auch für die anderen berufsmäßig betriebenen Spielklassen. In diese Reihe gehören ganz klar die FLYERALARM Frauen-Bundesliga, die 3. Liga und der DFB-Pokal. Auch dort üben Menschen ihren Beruf aus. Und sie haben ein grundrechtlich verbrieftes Recht darauf, dies zu tun.

DFB.de: Nun wurde die Forderung geäußert, der DFB müsse ein Konzept für die 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga vorlegen.

Frymuth: Hier scheint an einigen Stellen ein grundlegend falsches Verständnis vorzuliegen. Es wird der Eindruck erweckt, es gibt ein Konzept der DFL für die Bundesliga und 2. Bundesliga und der DFB müsse nun nachziehen für seine Profispielklassen. Das stimmt aber nicht. Richtig ist: Das vorliegende Gesundheits- und Hygienekonzept war vom ersten Tag an die gemeinsame Arbeit von DFL und DFB. Die Task Force Sportmedizin und Sonderspielbetrieb setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern beider Institutionen zusammen. Folglich ist das Konzept von Anfang an so entwickelt worden, dass es für alle vier Profiligen des deutschen Fußballs, nämlich Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga, sowie die DFB-Pokalwettbewerbe angewendet werden kann - sofern die behördlichen Verfügungsgrundlagen gegeben sind. Einziger Unterschied in den Konzepten ist, dass für die drei definierten Zonen im Stadionbereich in unseren Spielklassen weniger Personen vorgesehen sind als in Bundesliga und 2. Bundesliga. Sonst sind die Vorgaben und Umsetzungen deckungsgleich.

DFB.de: Wie gestaltet sich das weitere Vorgehen im nächsten Schritt?

Frymuth: Die Papiere für die 3. Liga, den DFB-Pokal und die FLYERALARM Frauen-Bundesliga sind den zuständigen Behörden nun noch einmal separat zugegangen. Zudem wurden alle Vereine beider Spielklassen, denen das Konzept seit rund zwei Wochen vorliegt, gestern angeschrieben und mit weiteren Unterlagen versorgt. Die Vereine, die noch keinen Hygienebeauftragten benannt haben, sind angehalten, dies nun schnellstmöglich zu tun.

DFB.de: Im Raum steht eine Forderung, der DFB müsse zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs ein Finanzkonzept für die 3. Liga vorlegen. Was sagt der DFB-Schatzmeister dazu?

Osnabrügge: Die Klubs der 3. Liga sind eigenverantwortliche Unternehmen. Der DFB darf und wird nicht die Finanzplanungen für die Klubs übernehmen. Es wäre auch absurd, wenn ausgerechnet der Staat, der durch die Ausgestaltung der Hilfsprogramme verantwortlich dafür ist, dass die wirtschaftenden Klubs im Sport keinen Zugang dazu haben, nun ein Finanzkonzept des Verbandes verlangen würde. Daher bin ich sicher, dass diese Forderung in Wirklichkeit anders gemeint ist. Natürlich wird der DFB als Organisator der 3. Liga und der FLYERALARM Bundesliga sehr darauf achten, dass alle Klubs in der Lage sind, die zwingend gebotenen organisatorischen Vorgaben der Hygiene in eigener Verantwortung auch zu erfüllen. Es geht also in Wirklichkeit um die Frage, ob die Konzepte auch wirtschaftlich realistisch umsetzbar sind. Genau darauf achten wir als Dachverband selbstverständlich.

DFB.de: Einige Vereine der 3. Liga äußern öffentlich, dass das Konzept an ihren Standorten nicht umzusetzen sei. Aus mancher Region kommen Aussagen der Politik, Spielbetrieb sei dort nicht möglich.

Frymuth: Festzuhalten ist, dass alle Äußerungen in diese Richtung aus Standorten kommen, die sich seit Wochen klar für einen Saisonabbruch aussprechen. Mir kommen all die Klubs, die konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison, dem Erhalt der 3. Liga als Profiliga und daran arbeiten, so schnell wie möglich wieder ihren Beruf auszuüben, nämlich Fußball zu spielen und anzubieten, viel zu kurz. Hierbei sprechen wir von der Mehrheit. In all den Diskussionen sei auch die Frage erlaubt, ob es tatsächlich darum geht, etwas nicht umsetzen zu können, oder eher darum, es nicht zu wollen. Klar ist: Die Entscheidungen trifft die Politik, auf dieser Grundlage bestimmt der DFB dann das weitere Vorgehen in seinen Spielklassen. Möglicherweise werfen die gestern bekanntgegebenen Lockerungen der Regierung für andere Bereichen und Branchen ein neues Licht auf die Diskussionen. Ich denke hierbei vor allem an den getroffenen Beschluss, dass viele Freiluftsportanlagen in Deutschland öffnen dürfen und die dortigen Amateurvereine ihren Trainingsbetrieb unter Auflagen wieder aufnehmen können.

Osnabrügge: An der Wiederaufnahme des Spielbetriebs müssten die Klubs der 3. Liga das größte Eigeninteresse haben, auch wirtschaftlich. Denn nur dann kann sichergestellt werden, dass ein Aufstieg in die 2. Bundesliga stattfindet - mit den damit verbundenen Erlösen aus der Zentralvermarktung. Darüber hinaus können nur durch den Willen, den Spielbetrieb wiederaufzunehmen, erhebliche Schadensersatzforderungen von Sponsoren und Partnern vermieden werden, die ansonsten die Klubs zu tragen hätten.

DFB.de: Irritieren Sie die Diskussionen in der 3. Liga?

Frymuth: Nein. Aber der Wunsch nach der letzten Tagung und der Abfrage des Meinungsbildes, dass wieder mehr Sachlichkeit einkehrt, hat sich leider nicht erfüllt. Das schadet der gesamten Liga und damit auch jedem einzelnen Klub. Was mir bei den Befürwortern eines Saisonabbruchs außerdem fehlt, ist eine konstruktive Vorstellung, wann und wie die 3. Liga dann wieder Fußball spielen soll, wenn wir jetzt aus freien Stücken sagen, wir können nicht mehr weiterspielen. Am wichtigsten ist mir aber ein ganz anderer Punkt - nämlich: Wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns im Sport alle an festen Grundsätzen zu orientieren haben.

DFB.de: Welche Grundsätze meinen Sie genau?

Frymuth: Zunächst einmal ist das Gesamtinteresse einer Liga und einer Mehrheit der Vereine über Einzelinteressen zu stellen - gerade bei solch komplexen Themenstellungen wie aktuell. Dazu sollte es immer das Ansinnen von Verbänden, Vereinen und Aktiven im Sport sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am Grünen Tisch. Diesen Grundgedanken lassen einige aktuell vermissen. Hinzu kommt die satzungsgemäße Aufgabe des DFB, die lautet, Spielbetrieb zu organisieren, durchzuführen und sicherzustellen. Im Zulassungsvertrag der 3. Liga ist klar geregelt: Der DFB hat die Pflicht, Spielbetrieb anzubieten - sofern nicht durch höhere Gewalt oder Behörden verboten. Gleichzeitig sind die Vereine der Liga verpflichtet, am angebotenen Spielbetrieb teilzunehmen.

DFB.de: Was tut der DFB wirtschaftlich für die 3. Liga?

Osnabrügge: Der DFB vermarktet die dafür bereit gestellten Rechte zentral. Wir unterscheiden uns damit nicht von dem, was die DFL für die Bundesliga und die 2. Bundesliga tut. Natürlich sind die Summen geringer. Alleine der Ausfall aus TV würde pro Spieltag in der Bundesliga circa 60 Millionen Euro, für die 3. Liga nur rund 420.000 Euro bedeuten. Insgesamt sorgt der DFB aber durch die zentrale Vermarktung für einen Mittelzufluss in die Klubs der 3. Liga von jährlich circa 25 Millionen Euro. Das alles natürlich nur, wenn auch gespielt wird. Wenn nicht, drohen Rückzahlungen und Schadensersatzforderungen der Vermarktungspartner.

DFB.de: Was ist in Bezug auf den Unterstützungstopf der DFL für die 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga zu beachten?

Osnabrügge: Diese 7,5 Millionen Euro, die die DFL über die Champions-League-Klubs FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen bereitstellt, kommen noch hinzu. Von dem Geld werden zunächst die ansonsten durch die Klubs unmittelbar zu tragenden Kosten für die Testungen in der 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga bestritten und zentral durch den DFB gezahlt. Der Restbetrag wird ohne jegliche Abzüge an die Klubs ausgezahlt, und zwar als Starthilfe für die Durchführung der weiteren Spiele der Saison. Diese Auszahlung soll anteilig nach jedem durchgeführten Spieltag erfolgen. Insgesamt partizipieren maximal 25 Klubs aus beiden Spielklassen.

DFB.de: Wie sieht der weitere Zeitplan für die 3. Liga aus?

Frymuth: Der Ausschuss 3. Liga hat heute in seiner Sitzung das weitere Vorgehen abgestimmt. Um für den erhofften Fall der Saisonfortsetzung vorbereitet zu sein, arbeiten wir parallel zu den Gesprächen und Entscheidungsprozessen weiter. Am Freitag tagt der DFB-Spielausschuss unter anderem zur Anpassung des Rahmenspielplans, nächste Woche soll das DFB-Präsidium darüber offiziell entscheiden. Außerdem ist am Freitag eine Videokonferenz mit den Geschäftsführern, Sportlichen Leitern und Hygienebeauftragten angesetzt. Die Testungen bei den Vereinen könnten gegebenenfalls bereits am 11. oder 12. Mai beginnen. Nach der zweiten Testung wenige Tage später könnte dann grundsätzlich wieder das Mannschaftstraining starten, sofern es die behördliche Verfügungslage zu diesem Zeitpunkt zulässt.

Quelle: DFB


Ergänzung, 08.05.2020:

SWFV behält Saisonende am 30. Juni 2020 bei

Die Amateurfußball-Saison im Bereich des Südwestdeutschen Fußballverbandes wird nicht über den 30. Juni 2020 hinaus verlängert. Die Entscheidung des SWFV-Präsidiums von Donnerstag, 07. Mai 2020, betrifft unter anderem die FCK-Nachwuchsmannschaften, deren Spielbetrieb in einer vom SWFV organsierten Liga stattfindet.

Nachdem sich bei einer entsprechenden Abfrage 77% der Vereine des SWFV für ein Saisonende am 30. Juni 2020 ausgesprochen hatten, entschied nun das Präsidium des Verbandes, diesem Votum zu entsprechen. Die Regelung der Spielordnung, dass die Meisterschaftssaison 2019/20 zum 30. Juni endet, wird somit beibehalten. Dementsprechend bleiben auch die üblicherweise geltenden Regelungen zum Saisonübergang, beispielsweise was Vereinswechsel und die dazugehörigen Wechselfristen angeht, unverändert gültig.

Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass aufgrund der aktuell geltenden behördlichen Verfügungen die Saison 2019/20 zum 30. Juni 2020 sportlich unvollständig beendet sein wird und nicht zu Ende gespielt wird. Was den Spielbetrieb der U21 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar angeht, soll vom SWFV mit den weiteren Mitgliedsverbänden im Regionalverband Südwest – den Fußballverbänden Rheinland und Saarland – eine vergleichbare Regelung erreicht werden.

Wie die sportliche Wertung aller Spielklassen aussehen wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Über die Folgen aus der sportlich unvollständigen Beendigung der Saison 2019/20, beispielsweise was Auf- und Abstiege angeht, soll ein außerordentlicher Verbandstag im Juni 2020 entscheiden. Der Rahmenterminkalender des SWFV für die kommende Spielzeit mit einem geplanten Saisonstart im August bleibt nach jetzigem Stand der Dinge erst einmal gültig - vorbehaltlich anderslautender staatlicher Verfügungen in Bezug auf den Spielbetrieb für Mannschaftssportarten.

Offen ist dagegen noch, wie es mit dem aktuell ebenfalls ausgesetzten Verbandspokal weitergehen wird. Der SWFV wird das weitere Verfahren gemeinsam mit den drei noch im Wettbewerb verbliebenen Vereinen - neben dem 1. FC Kaiserslautern sind dies der SV Morlautern und Alemannia Waldalgesheim - abstimmen. Klar ist bisher nur, dass der Finaltag der Amateure nicht an seinem ursprünglichen Termin am 23. Mai 2020 stattfinden wird.

Quelle: fck.de


Ergänzung, 08.05.2020:

Re-Start der 3. Liga: DFB stellt Hygienekonzept vor

Nachdem die DFL das Go für den Re-Start der ersten und zweiten Bundesliga erhalten hat, war nun der DFB mit Blick auf die 3. Liga, den DFB-Pokal und die Frauen-Bundesliga gefordert. Am Freitagabend wurde ein Hygienekonzept veröffentlicht - und damit der Rahmen gesetzt. Das heißt aber noch nicht, dass der Spielbetrieb auch wirklich fortgesetzt wird.

Wie erwartet, orientiert sich das DFB-Konzept sehr stark am von der "Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb" entwickelten Konzept der DFL für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga und 2. Bundesliga. Mit Blick auf den DFB-Pokal sind die Vorgaben sogar identisch.

Abweichungen gibt es indes bei den Vorgaben für die Frauen-Wettbewerbe (Bundesliga und Pokal) sowie die 3. Liga. Hierbei wird für die Austragung der Geisterspiele ein geringerer Personalbedarf veranschlagt. Demnach sollen in der 3. Liga und bei den Frauen lediglich 214, respektive 128 Menschen rund um die Spiele beschäftigt sein. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 08.05.2020:

DFB-Vizepräsident: Auch 3. Liga vor dem Re-Start

Die 3. Liga wird ihre Saison auf jeden Fall fortsetzen. Dies erklärte Erwin Bugar, Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Einige Klubs hatten sich gegen einen Re-Start positioniert, denen könnten rechtliche Konsequenzen drohen.

"Die Information ist so, dass die 3. Liga auf jeden Fall spielen wird und dass man das Sicherheits- und Hygienekonzept der 1. und 2. Bundesliga übernimmt - ob das nun 1:1 übertragbar ist, ist erstmal dahingestellt - und dass die Spiele ausgetragen werden", sagte Bugar, der auch Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbands ist, in einem Video-Interview mit dem MDR.

Das Interview fand nach einer Sitzung des DFB-Spielausschusses am Freitag (08.05.2020) statt. Bugar erklärte auch, "dass vielleicht - wenn jemand von den Vereinen nicht spielen will - das mit rechtlichen Konsequenzen geahndet werden könnte." (...) Am Montag soll die Fortsetzung der Saison voraussichtlich offiziell verkündet werden.

(…)

Quelle und kompletter Text: BR24


Ergänzung, 09.05.2020:

E-Mail des DFB: 3. Liga soll wohl am 26. Mai starten

Noch stehen die Planungen unter Vorbehalt, aber der DFB hat schon einen konkreten Zeitplan für die 3. Liga entwickelt, der ein Saisonende im Juni ermöglichen würde. Schon bevor die Politik die Planungen absegnet, soll mit Testreihen begonnen werden. Die kurzfristige Umsetzung des Hygienekonzepts sei aber nicht möglich, klagt etwa Carl Zeiss Jena.

Nur mit knapper Mehrheit haben die 20 Vereine in der 3. Liga entschieden, dass auch sie die Saison zu Ende spielen wollen. Anders als Bundesliga und 2. Liga kann die 3. Liga aber aus verschiedenen Gründen nicht schon am 16. Mai ihren Betrieb aufnehmen. Es fehlt die Erlaubnis der Politik, es fehlen die beiden im Hygienekonzept vorgeschriebenen Testreihen auf das Coronavirus. Außerdem wird auch den Drittligisten vorgeschrieben, dass sie mit ihrer Mannschaft in ein mindestens sieben Tage langes Trainingslager unter Quarantänebedigungen gehen müssen, bevor die Saison fortgesetzt wird.

Die Zeit drängt also enorm, um vielleicht auch noch spätestens am 30. Juni die Spielzeit zu beenden. An diesem Tag laufen viele Verträge aus, nicht nur mit Spielern, auch etwa mit Sponsoren.

Fahrplan sieht Neustart am 26. Mai vor

Dieser Eile hat der zuständige Deutsche Fußball-Bund nun Rechnung getragen. Es wurde ein Fahrplan erstellt, der für Dienstag, 26. Mai, vorsieht: "Wiederaufnahme Spielbetrieb, sofern Freigabe durch Politik erfolgt."

Am Freitag (08.05.20) verschickte der DFB eine Mail mit dem Fahrplan an die 20 Vereine. Das Schreiben liegt der Sportschau vor. Darin heißt es, dass sich "die zuständigen Gremien des DFB über die Anpassung des Rahmenterminkalenders verständigt" hätten. Dieser solle am Montag (11.05.20) vom Präsidium des Verbandes verabschiedet werden, sei jedoch "selbstverständlich abhängig von der Freigabe durch die politischen Verantwortungsträger". Nach Informationen der Sportschau aus Kreisen der Drittligisten ist diese Freigabe der Politik für Montag zugesagt. (…)

Quelle und kompletter Text: Sportschau


Ergänzung, 09.05.2020:

Ausschuss kontra Abbruchfraktion: Antrag auf neutrale Spielorte

Die Segel stehen auch in der 3. Liga auf Re-Start, der - eine Erlaubnis der Politik vorausgesetzt - laut einem internen Papier auf den 26. Mai terminiert werden soll. Darüber hatte zunächst die Sportschau berichtet. Dabei hat der im DFB zuständige Ausschuss nach kicker-Informationen einen Plan, um im Fall lokaler Beschränkungen neutrale Spielorte festlegen zu können.

Demnach hat man sich in dem zwölfköpfigen Gremium bei einer Gegenstimme darauf verständigt, einen Antrag beim DFB-Präsidium sowie beim DFB-Vorstand einzubringen. Die Idee des Drittliga-Ausschusses sieht vor, dass Spielausschussleiter Manfred Schnieders einen neutralen Spielort festlegen kann, wenn die angesetzte Partie am regulären Standort nicht durchgeführt werden kann. Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn eine Kommune wegen eines Anstiegs der Neu-Infektionen mit COVID-19 neuerliche Restriktionen erlassen müsste. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker



Ergänzung, 11.05.2020:

3. Liga soll ab dem 26. Mai die Saison fortsetzen

Die 3. Liga soll am 26./27. Mai 2020 ihre Saison fortsetzen und die verbleibenden elf Spieltage durchgehend in englischen Wochen absolvieren - sofern die Politik zustimmt. Diesen Beschluss hat das DFB-Präsidium heute per Pressemitteilung verkündet.

Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat im Rahmen seiner heutigen Sitzung die Anpassung des Rahmenterminkalenders für die 3. Liga und den DFB-Pokal beschlossen. Die vorgenommenen Änderungen erfolgen vorbehaltlich der übergeordneten behördlichen Verfügungslagen und legen die terminlichen Grundlagen für den Fall, dass die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den beiden genannten Wettbewerben durch die Politik und Gesundheitsbehörden kurzfristig ermöglicht wird. Dazu steht der DFB in intensivem Austausch mit der Politik.

Auf seiner außerordentlichen Sitzung hat sich das DFB-Präsidium heute erneut für die Fortsetzung des Spielbetriebs in der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und im DFB-Pokal ausgesprochen – immer unter der Voraussetzung, dass die politische Beschlusslage dies erlaubt. Im Rahmenterminkalender enthalten ist auch der Zeitplan für die behördlich bereits genehmigte Saisonfortsetzung in der Bundesliga und 2. Bundesliga mit den dort noch ausstehenden Spieltagen.

Durchgehend Englische Wochen

Für die 3. Liga würden sich nun folgende Eckdaten ergeben: Sollte es die behördliche Verfügungslage erlauben, würde die Saison 2019/2020 frühestens am 26./27. Mai mit einem Wochenspieltag wiederaufgenommen werden. Die noch zu absolvierenden elf Spieltage sollen im durchgehenden Rhythmus Englischer Wochen absolviert werden, so dass die reguläre Saison in der 3. Liga sportlich mit dem letzten Spieltag am 30. Juni zu Ende gehen würde.

Die beiden Relegationsspiele zwischen dem Drittplatzierten der 3. Liga und dem Tabellen-16. der 2. Bundesliga würden sich laut der aktuellen Planungen bis 7. Juli anschließen. Terminliche Abweichungen, beispielsweise bedingt durch Mannschaftsquarantänen, sind weiter möglich. So ist der 4. Juli auch als potenzieller Nachholspieltag für die 3. Liga hinterlegt. In diesem Fall würde die Relegation zur 2. Bundesliga gegebenenfalls erst am 7. und 11. Juli ausgespielt werden.

Frymuth: "Wir sind vorbereitet"

Das Halbfinale im DFB-Pokal, für das neben den Bundesligisten FC Bayern München, Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen der Regionalligist 1. FC Saarbrücken qualifiziert ist, wäre im Falle einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs für den 9. und 10. Juni angesetzt. Das DFB-Pokalfinale würde gemäß neuem Rahmenterminkalender am 4. Juli ausgetragen werden.

Peter Frymuth, zuständiger DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Mit dieser Entscheidung des DFB-Präsidiums haben wir den Rahmen gesteckt, sollte der Ball in der 3. Liga und im DFB-Pokal zeitnah wieder rollen können. Ein weiterer Schritt ist gemacht, wir sind vorbereitet. Nun hoffen wir, dass die gesundheitliche Situation und die bevorstehenden Entscheidungen der Politik die baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf Grundlage der von DFB und DFL erarbeiteten Hygienekonzepte erlauben. Darauf bestmöglich hinzuarbeiten, ist unser Auftrag als Verband, und es ist auch der Auftrag, der uns vom Ausschuss 3. Liga und über das abgefragte Meinungsbild unter den Klubs der 3. Liga mehrheitlich mit auf den Weg gegeben worden ist."

"Entscheidungen auf dem Spielfeld und nicht am grünen Tisch"

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: "Die 3. Liga arbeitet konzentriert an einer möglichen Fortsetzung der Saison und ihrem Erhalt als Profiliga. Wir würden uns freuen, ab 26. Mai wieder unseren Beruf im Spielbetrieb ausüben zu können. Es sollte stets unser grundsätzliches Ansinnen sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch. Dies hat auch die Mehrheit der Vereine bei allen vorherrschenden Kontroversen immer klar zum Ausdruck gebracht."

Noch festgelegt werden muss vom DFB-Spielausschuss der Meldetermin für die vier Aufsteiger aus den Regionalligen. In Abhängigkeit davon soll anschließend die Terminfestlegung für die Aufstiegsrunde zur 3. Liga zwischen den Vertretern der Regionalliga West und Regionalliga Nordost erfolgen.

Quelle: DFB


Ergänzung, 12.05.2020:

Kaiserslautern zum Drittliga-Streit: Noch einmal austauschen

Im Streit um die Fortführung der 3. Fußball-Liga hat sich der 1. FC Kaiserslautern für weitere Gespräche ausgesprochen. Der Verein sei unter den gegebenen Umständen dafür, dass noch einmal abgestimmt werde, teilten die Pfälzer am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst mit. "Es geht nicht um eine Abstimmung. Wir halten es dennoch für sinnvoll, uns bezüglich der Umsetzung und Realisierbarkeit des Rahmenterminkalenders hinsichtlich denkbarer Verzögerungen im Hinblick auf den 30. Juni nochmals auszutauschen", erklärte Sportdirektor Boris Notzon später. (…)

Quelle und kompletter Text: RTL / dpa


Ergänzung, 12.05.2020:

Stellungnahme von DFB-Generalsekretär Curtius zur 3. Liga

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius nimmt Stellung zur aktuellen Situation in der 3. Liga und den heute erhobenen Vorwürfen, der DFB habe Druck auf Politik und Vereine ausgeübt. Darüber hinaus äußert sich Curtius zur Kritik einiger Klubs, die einen Saisonabbruch befürworten.

Wir erleben durch die Corona-Krise eine Ausnahmesituation, die so noch keiner erlebt hat. Für die aktuellen Problematiken in der 3. Liga sorgen aktuell leider vor allem einige wenige Klubs, nicht der DFB und auch nicht die Mehrheit der Vereine. Die Mehrheit arbeitet konzentriert und engagiert an einer möglichen Saisonfortsetzung - ebenso wie die komplette Frauen-Bundesliga oder auch Viertligist 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal. Wieso ist dies überall dort möglich, aber ausgerechnet bei den Klubs nicht, die sich seit Wochen für einen Saisonabbruch aussprechen? Dies ist rein sachlich und faktisch nicht nachvollziehbar. Und es muss auch die Frage erlaubt sein: Kann man nicht oder will man nicht?

Mit Verwunderung haben wir die heutigen Äußerungen von Ministerpräsident Haseloff aus Sachsen-Anhalt zur Kenntnis genommen. Richtig ist, dass DFB-Präsident Fritz Keller und ich gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten telefoniert haben. Nicht um Druck auf die Politik auszuüben, schon gar nicht um mit Zulassungsentzug und Konsequenzen für Vereine zu drohen, die sich gegen die Wiederaufnahme des Spielbetriebs aussprechen. Das weisen wir zurück, hier wird ein unzutreffendes Bild gezeichnet. Vielmehr ging es darum, die Perspektive des DFB zu hinterlegen, der allein aus statuarischen Gründen dazu verpflichtet ist, alle Möglichkeiten zu prüfen, den Spielbetrieb wiederaufzunehmen. Wir haben die Gesprächsatmosphäre als konstruktiv und lösungsorientiert empfunden. Ministerpräsident Haseloff hat uns in diesem Rahmen auch signalisiert, aktiv in einer Arbeitsgruppe zur wirtschaftlichen Stabilität der 3. Liga mitzuarbeiten.

Der Fußball ist der Politik sehr dankbar, dass im Rahmen der Lockerungen auch Wiedereinstiegsszenarien konkret in der Prüfung und Vorbereitung sind, auch über die Bundesliga hinaus. Allen Entscheidungsträgern ist die Verantwortung absolut bewusst.

Unser grundsätzliches Ansinnen im Sport muss immer sein, dass die sportlichen Entscheidungen auf dem Spielfeld fallen und nicht am grünen Tisch. Diese Haltung würde ich mir von allen Beteiligten wünschen. Gleichzeitig sollte es das Ziel eines jeden sein, wieder seinen Beruf ausüben zu können - immer in dem Rahmen, der durch die Politik und Gesundheitsbehörden vorgegeben wird. An diesen Zielen arbeiten wir als DFB, das ist unsere Verantwortung.

Was bisher in der Diskussion von den Abbruchsbefürwortern ausgeblendet wird, ist die Frage nach der Alternative. Wie soll es eigentlich in der 3. Liga weitergehen, wenn wir die Saison nicht abbrechen müssen, sondern aus freien Stücken abbrechen? Die angeführten Kritikpunkte, das Spielen ohne Zuschauer, die Umsetzung eines Hygienekonzepts - all dies gilt wahrscheinlich auch in einigen Monaten noch. Wollen diese Klubs dann bis nächstes Jahr mit der 3. Liga aussetzen? Diese Antworten bleiben alle Befürworter des Saisonabbruchs schuldig.

Die Risiken wären enorm, die Auswirkungen in vollem Ausmaß kaum abzuschätzen, angefangen von erheblichen Regress- und Schadenersatzrisiken für die Liga und ihre Vereine. Die 3. Liga wäre bei einem freiwilligen Saisonabbruch in ihrer kompletten Struktur als Profiliga gefährdet und in Frage gestellt.

Quelle: DFB


Ergänzung, 15.05.2020:

3. Liga würde bei möglicher Saison-Fortsetzung erst nach dem 26. Mai starten

Der Spielausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich in seiner heutigen Sitzung zur aktuellen Situation der 3. Liga beraten. Bislang liegt weiterhin keine politische und übergeordnete behördliche Freigabe für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs der 3. Liga vor. Vor diesem Hintergrund ist der DFB-Spielausschuss zum Ergebnis gekommen, dass der 26. Mai als ursprünglich vorgesehener Termin für den Wiedereinstieg in die laufende Saison nicht mehr möglich ist, da den Drittligisten eine vergleichbar lange Vorbereitungszeit wie den Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga ermöglicht werden soll.

Am grundsätzlichen Vorgehen und der Zielsetzung ändert dies nichts. Gemäß Empfehlung des Ausschusses 3. Liga und der Mehrheit der beteiligten Klubs sowie gemäß Beschluss des DFB-Präsidiums vom 11. Mai soll die Spielzeit 2019/2020 fortgesetzt werden, sofern es die politische Beschlusslage erlaubt. Sobald dies der Fall wäre, würde die Spieltagsplanung für den sportlichen Wiedereinstieg angepasst und vom DFB-Präsidium offiziell verabschiedet werden.

Möglicherweise auch Spieltage nach 30. Juni

Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme der Saison in der 3. Liga könnte daher sehr kurz nach dem 26. Mai liegen. Auch mit dem Szenario, dass gegebenenfalls reguläre Spieltage der 3. Liga über den 30. Juni hinaus durchgeführt werden müssen, beschäftigt sich der DFB in Anbetracht der noch offenen politischen Beschlusslage. Die 3. Liga hat noch elf Spieltage zu absolvieren.

Die 20 Vereine der 3. Liga sind direkt im Anschluss an die Sitzung des DFB-Spielausschusses über die aktuelle Sachlage in Kenntnis gesetzt worden.

Quelle: DFB


Ergänzung, 18.05.2020:

DFB hofft auf zeitnahe Entscheidung zur 3. Liga

Wird der 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison nochmal spielen - und wenn ja, ab wann? Die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes hoffen "auf eine übergeordnete politische Entscheidung" in den kommenden Tagen.

In einer aktuellen Mitteilung des DFB heißt es dazu im Wortlaut: "In der Frage nach der möglichen Fortsetzung der laufenden Saison hofft der Ausschuss 3. Liga auf eine übergeordnete politische Entscheidung in den nächsten Tagen. Auf deren Grundlage würden die weiteren Entscheidungen wie der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, die Terminierung der noch ausstehenden elf Spieltage und die Festlegung des Saisonendes zeitnah getroffen werden."

FCK-Sportdirektor Notzon: "Ungeklärte arbeitsrechtliche Fragen"

Die Zeit drängt, nachdem letzte Woche zunächst der 26. Mai als Re-Start-Termin angekündigt wurde, dann aber wegen fehlender behördlicher Zustimmung doch wieder zurückgezogen werden musste. "Dieses Szenario war für mich absehbar", hatte FCK-Sportdirektor Boris Notzon der "Allgemeinen Zeitung" zu dem Hü-Hott-Spiel des DFB gesagt und einen lösungsorientierten Austausch aller Beteiligten gefordert. Ein weiterer Knackpunkt der knappen Zeitplanung: "Wenn wir über den 30. Juni hinausgehen, wirft dies arbeitsrechtliche Fragen auf, die ungeklärt sind."

Außerordentlicher DFB-Bundestag am kommenden Montag

Sollte es diese Woche nicht zu einer finalen Entscheidung über die Fortsetzung der Drittliga-Saison kommen, wird sich am nächsten Montag (25. Mai) auch der Außerordentliche DFB-Bundestag mit der speziellen Situation in der 3. Liga befassen müssen: Während die Bundesliga und die 2. Bundesliga mit Geisterspielen wieder in den Betrieb eingestiegen sind, stehen alle anderen Spielklassen ab der Regionalliga abwärts vor dem coronabedingten Abbruch - und die 3. Liga steckt genau zwischen diesen beiden Lösungsmodellen fest.

Quelle: Der Betze brennt / DFB


Ergänzung, 19.05.2020:

DFB plant Re-Start in der 3. Liga nun am 30. Mai

Der Deutsche Fußball-Bund plant den Neustart in der 3. Liga am 30. Mai. Dieses Datum nannte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag in einem Video-Pressegespräch. Entscheidend dafür sei aber die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger. "Die Saison sollte auf dem Rasen entschieden werden und nicht am grünen Tisch", bekräftigte DFB-Präsident Fritz Keller. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


Ergänzung, 21.05.2020:

Re-Start am 30. Mai wird offenbar konkreter

"Wir gehen davon aus, dass wir am 30. Mai wieder starten können", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag. Nun scheint der 30. Mai als Datum für den Re-Start konkreter zu werden.

Wie die "Bild" berichtet, soll der DFB die 20 Klubs am Mittwochabend darüber informiert haben, sich auf einen Start am 30. Mai vorzubereiten - inklusive aller organisatorischen Aspekte, wie die Buchung eines einwöchigen Quarantäne-Trainingslagers. Zuletzt hatten neun Drittligisten in einem Schreiben an den DFB einen verbindlichen Termin für den Re-Start gefordert. Endgültig fix ist der 30. Mai aber noch nicht, da aus einigen Bundesländern noch das grüne Licht für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs fehlt. (…)

Quelle und kompletter Text: liga3-online.de


Ergänzung, 21.05.2020:

DFB beschließt: Saison wird ab 30. Mai fortgesetzt

Der Deutsche Fußball-Bund hat vor wenigen Minuten offiziell bestätigt, dass die Saison der 3. Liga ab dem 30. Mai 2020 fortgesetzt werden soll. Der 1. FC Kaiserslautern startet demnach in die erste englische Woche mit dem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg (30. Mai) und dem Heimspiel gegen 1860 München (03. Juni). (zum kompletten Spielplan)

Die heutige Pressemitteilung des DFB im Wortlaut:

Die 3. Liga wird den bundesweiten Spielbetrieb ab dem 30. Mai wieder aufnehmen und die aktuelle Saison fortsetzen. Die spieltechnische Voraussetzung dafür hat das DFB-Präsidium mit einer aktuellen Anpassung des Rahmenterminkalenders geschaffen. Der Beschluss wurde im schriftlichen Umlaufverfahren getroffen. Die bevorstehende Rückkehr in den bundesweiten Spielbetrieb der 3. Liga erfolgt unter Berücksichtigung der politischen Verfügungslagen. In zahlreichen Bundesländern liegen inzwischen positive Bescheide für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs vor, auch für die 3. Liga. Der Saisonfortsetzung zugrunde liegt das Hygienekonzept, das DFB und DFL gemeinsam für alle Profiwettbewerbe im deutschen Fußball erarbeitet haben und das in der Bundesliga sowie 2. Bundesliga bereits entsprechend zur Anwendung kommt.

Den Auftakt nach fast dreimonatiger Spielpause in der 3. Liga macht der 28. Spieltag am 30. Mai. Der Rest der Saison wird durchgehend im Rhythmus englischer Wochen absolviert, elf Spieltage sind noch auszutragen. Beendet werden soll die Saison mit dem 38. Spieltag am 4. Juli. Die anschließende Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Diese Rahmenplanungen sind in enger Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga erfolgt. Terminliche Abweichungen, beispielsweise durch etwaige Mannschaftsquarantänen bedingt, sind weiterhin möglich.

Die 20 Klubs der 3. Liga sind in Kenntnis gesetzt. Die Vereine, an deren Standorten per Verfügungslage noch kein Profispielbetrieb erlaubt ist, sind nun noch einmal dazu aufgefordert, in aktive Klärung mit den zuständigen Behörden zu treten. Sollte einem Klub zum Zeitpunkt eines Heimspiels nicht sein gewohntes Stadion zur Verfügung stehen, müsste er gemäß Statuten in eine andere Spielstätte ausweichen.

Frymuth: "Mehr Planungssicherheit und ein gemeinsames Ziel"

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: "Es ist wichtig und nötig, dass nun Klarheit über den weiteren Fahrplan in der 3. Liga herrscht. Die 3. Liga ist eine bundesweite Profispielklasse, negative politische Verfügungslagen an vereinzelten Standorten dürfen hier nicht den deutschlandweit mehrheitlich möglichen Spielbetrieb komplett unterbinden. Wir hoffen sehr, dass letztlich ein einheitliches Bild herrschen wird und überall in der 3. Liga wie geplant wieder der Ball rollt. Wir haben durchaus positive Signale erhalten. Uns allen muss immer wieder bewusst sein: Wir erleben eine Ausnahmesituation, in der es keine einfachen Lösungen gibt."

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: "Das Signal für die 3. Liga ist gegeben. Wir werden sehr zügig alle weiteren Maßnahmen in die Wege leiten. Die 3. Liga hat nun mehr Planungssicherheit und ein gemeinsames Ziel, auf das alle Vereine konkret hinarbeiten können. Im Zentrum stehen dabei zwei Dinge: die gewissenhafte Umsetzung des Hygienekonzepts und die Möglichkeit, den Wettbewerb auf sportlichem Weg zu entscheiden. Unbedingt notwendig ist jetzt die Solidarität aller, die sich der 3. Liga verbunden fühlen. Das offizielle Motto der 3. Liga heißt seit Jahren 'Zeigt's uns', es ist gleichzeitig eine Verpflichtung, gemeinsam aufs Spielfeld zurückzukehren und die Saison sportlich zu Ende zu bringen."

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: "Die Klubs der 3. Liga haben nun einen ähnlichen Vorlauf bis zum ersten Spiel wie zuvor die Bundesligisten und Zweitligisten. Natürlich ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebs unter den aktuellen Voraussetzungen eine Herausforderung für alle Drittligisten. Doch sie ist auch eine große Chance, denn wir sind die erste 3. Liga der Welt, in der wieder Fußball gespielt werden kann."

28. und 29. Spieltag zeitgenau angesetzt

Die ersten zwei Spieltage sind bereits zeitgenau angesetzt. Die 3. Liga beginnt mit sieben Spielen am Samstag, 30. Mai, und drei Partien am Sonntag, 31. Mai. An den übrigen Wochenendspieltagen verteilen sich die zehn Spiele jeweils auf eine Begegnung am Freitag, sechs Partien am Samstag und drei Spiele am Sonntag. An den Spieltagen unter der Woche werden jeweils fünf Partien dienstags und fünf mittwochs ausgetragen.

Nachdem die spieltechnischen Voraussetzungen geschaffen sind, wird sich am Montag noch der Außerordentliche DFB-Bundestag mit der Fortsetzung der Saison in der 3. Liga beschäftigen. In der Sitzung des höchsten Gremiums des Deutschen Fußball-Bundes mit seinen 262 stimmberechtigten Delegierten steht zudem die Gründung einer Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" zur Abstimmung. Zu einer gegebenenfalls nötigen Entscheidung über einen möglicherweise später doch noch erforderlichen Abbruch der Saison und zu der Frage, wie in diesem Fall mit der Auf- und Abstiegsregelung sowie der folgenden Spielzeit zu verfahren wäre, soll der Außerordentliche DFB-Bundestag gemäß vorliegendem Antrag den DFB-Vorstand ermächtigen

Quelle: Der Betze brennt / DFB


Ergänzung, 22.05.2020:

MDR: Magdeburg will Spiel gegen FCK verlegen

Kann das Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg nächste Woche wirklich stattfinden? Wie der MDR meldet, haben die Gastgeber Probleme mit den notwendigen Corona-Tests. Deswegen wolle der FCM die Partie verschieben.

"Der FCM hat jetzt die erste von zwei notwendigen Corona-Testreihen absolviert, kann die Tests aber nicht vor Montag auswerten lassen - weil das zuständige Labor keine Kapazitäten hat. Deshalb will Magdeburg das Heimspiel gegen Kaiserslautern kommenden Samstag verlegen lassen", berichtete "MDR aktuell" am Freitagabend.

Die Testlabore werden den Vereinen in der Regel vom DFB zugewiesen. Der FCK wurde beispielsweise ins saarländische St. Ingbert geschickt und hat die zwei notwendigen Corona-Testreihen schon fertig absolviert. In Magdeburg hingegen ist bis kommenden Mittwoch sogar noch das Mannschaftstraining behördlich untersagt, der Verein selbst ist ein scharfer Kritiker des geplanten Re-Starts der 3. Liga. Wo genau nun das Problem bei dem Testlabor liegt, wurde noch nicht näher definiert.

Quelle: Der Betze brennt / MDR


Ergänzung, 23.05.2020:

Bild

Notzon: "Wir gehen davon aus, dass gespielt wird"

Der Deutsche Fußball-Bund und der 1. FC Magdeburg schicken sich gegenseitige Schuldzuweisungen, was den Re-Start der 3. Liga angeht. Können alle geplanten Spiele am kommenden Wochenende stattfinden? Beim indirekt betroffenen 1. FC Kaiserslautern gibt man sich betont entspannt.

"Das Spiel wurde vom DFB angesetzt, also gehen wir auch davon aus, dass das Spiel gespielt wird", sagte FCK-Sportdirektor Boris Notzon gegenüber der [url=https://www.rheinpfalz.de/sport_artikel,-und-täglich-grüßt-die-protestnote-_arid,5068026.html]"Rheinpfalz"[/url]. Zuvor hatte Gegner Magdeburg beantragt, die eigentlich für nächsten Samstag um 14:00 Uhr angesetzte Partie gegen die Roten Teufel zu verlegen (siehe ältere DBB-Meldungen). Die Roten Teufel werden am morgigen Sonntag das vom DFB geforderte einwöchige Quarantäne-Trainingslager beziehen, laut Medienberichten zunächst in der Pfalz und dann Ende der Woche in der Nähe von Magdeburg.

FCK ab Sonntag im Quarantäne-Trainingslager

Unterdessen senden sich der FCM und der DFB gegenseitige Schuldzuweisungen, was die Spielansetzung und die vorher benötigten Corona-Tests betrifft. So begründete Magdeburgs Leiter Spielbetrieb Matthias Kahl am Samstagmorgen: "Die erste Testreihe konnte am Freitag nicht durchgeführt werden, da das vom DFB gestellte Labor uns mitteilte, dass derzeit alle Testkapazitäten erschöpft sind und frühestens am Montag eine Testreihe stattfinden kann: Dadurch geraten wir in Zeitprobleme." Der Neustart in einer Woche sei aktuell somit nicht haltbar. Ursprünglich habe der 1. FC Magdeburg die erste Testreihe für vergangenen Mittwoch geplant gehabt, diese jedoch aufgrund einer Mitteilung des DFB verschoben, in der ein Liga-Start am 30./31. Mai als unwahrscheinlich dargestellt worden sei. » Zur kompletten Stellungnahme des 1. FC Magdeburg

FCM und DFB verrennen sich in Schuldzuweisungen

Der DFB veröffentlichte dazu am Samstagmittag eine Gegen-Stellungnahme - ließ dabei aber die eigentlich wichtige Frage zunächst unbeantwortet, ob eine Verlegung des Spiels gegen den FCK in Frage kommt oder nicht. Stattdessen stellte der Dachverband seine Sichtweise zu den fehlenden Corona-Tests beim FCM ausführlicher dar, unter anderem heißt es: "Tatsache ist, dass der 1. FC Magdeburg einen für vergangenen Mittwoch geplanten Termin zur Testung am gleichen Tag kurzfristig ohne Nennung von Gründen abgesagt hatte. Am Freitag meldete sich der Klub erneut beim Labor und fragte eine Testung für denselben Tag an, obwohl im Hygienekonzept für die Bestellung des Labors eine Vorlaufzeit von 48 Stunden verankert ist. Dennoch signalisierte das Labor, am Freitag oder Samstag die Analyse durchzuführen - wenn die Proben vom Klub angeliefert werden könnten. 'Dies ist im Hygienekonzept nicht vorgesehen. Wir hätten aber angesichts der Dringlichkeit sicherlich gemeinsam einen Weg finden können. Stattdessen vereinbarte der Klub mit dem Labor einen Termin für Montag', erklärt [DFB-Berater] Dr. Kainzinger." » Zur kompletten Stellungnahme des Deutschen Fußball-Bundes

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / FCM / DFB


Ergänzung, 23.05.2020:

Magdeburg wird zum Spiel gegen Lautern antreten

Der Streit zwischen dem DFB und dem 1. FC Magdeburg ist weiter eskaliert. Der Drittligist beharrt wegen Wettbewerbsverzerrung auf eine Spielverlegung, habe zudem keine Testungen am Freitag abgeben können. Der DFB widerspricht, der FCM könne auch ohne Testung ins Quarantäne-Hotel. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik erklärt im Gespräch mit "Sport im Osten" die Sicht der Magdeburger. Wichtigster Punkt: Der FCM wird, wenn auch unter Vorbehalt, am 30. Mai gegen den 1. FC Kaiserslautern antreten.

MDR: Der DFB hat in einer Pressemitteilung die Darstellung des 1. FC Magdeburg widersprochen, dass Corona-Proben am Freitag nicht abgegeben werden konnten. Was sagen Sie zu den Vorwürfen? Und warum hat der FCM die Testreihe am Mittwoch abgesagt?

Mario Kallnik: Wir hatten am 18. Mai einen Labortermin beantragt, für den 20. wurde ein Test eingeräumt. Am 19. Mai kam eine Mail des DFB, dass man die politischen Entscheidungen abwarten will und es noch keinen Spielbetrieb gibt. Die Tests wären damit umsonst gewesen. Darum haben wir diese abgesagt. Nachdem der DFB den Spieltermin am 30. festgelegt hatte, haben wir einen neuen Test beantragt. Wir haben Freitag eine schriftliche Meldung vom Labor bekommen, dass der Kurierdienst die Proben nicht abholen kann.

MDR: In der Mitteilung des DFB heißt es, dass man die Proben auch selbst ins Labor hätte bringen können.

Kallnik: Der Prozessablauf ist klar geregelt: Die Tests müssen von einem Kurierdienst abgeholt werden. Damit nicht manipuliert werden kann. Wenn der Hygienebeauftragte jetzt sagt, dass wir das selbst bringen können, nehmen wir das zur Kenntnis.

MDR: Das heißt, am Montag wird nun die erste Testreihe stattfinden?

Kallnik: Nein. Der DFB hat uns informiert, am heutigen Samstag ist ein Test möglich. Und wir dürfen die Proben selbst zum Labor fahren. Am Montag findet dann die zweite Testreihe statt. (…)

Quelle und kompletter Text: MDR


Ergänzung, 25.05.2020:

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DFB-Bundestag bestätigt Fortsetzung der 3. Liga

Jetzt ist es endgültig und offiziell: Ab dem kommenden Wochenende wird in der 3. Liga wieder Fußball gespielt, unter anderem mit der Partie des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Magdeburg.

Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag wurde über die beantragte Fortsetzung der 3. Liga wie folgt abgestimmt: Von den 253 Delegierten, die an der virtuellen Versammlung teilnahmen, votierten 222 (94,87%) dafür und 12 (5,13%) dagegen. Ein nachfolgender Antrag zum Abbruch der Drittliga-Saison wurde durch diese Abstimmung hinfällig.

Ebenfalls beschlossen wurde die zukünftige Einrichtung einer "Task Force", die sich mit der wirtschaftlichen Stabilität und der Struktur der 3. Liga beschäftigen soll (siehe DFB-Mitteilung). Abgelehnt wurde hingegen ein Antrag des Saarländischen Fußballverbandes, der auf Initiative der SV Elversberg und weiterer Regionalliga-Klubs eine Aufstockung und Zweiteilung der 3. Liga ab der Saison 2020/21 gefordert hatte.

» Zum Live-Stream: Außerordentlicher DFB-Bundestag am 25. Mai 2020

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 26.05.2020:

FCM zieht Antrag auf Spielverlegungen zurück

Der 1. FC Magdeburg hat seinen Antrag auf Verlegung der beiden kommenden Drittliga-Spiele "zum Schutz der Gesundheit der Spieler" zurückgezogen. Das Land Sachsen-Anhalt machte indes den Weg für Heimspiele des FCM frei.

Wie der Drittligist am Dienstag auf seiner Website vermeldete, habe er den am vergangenen Freitag beim DFB eingereichten Antrag zur Verlegung der Partien gegen den 1. FC Kaiserslautern (30. Mai) und bei den Würzburger Kickers (2. Juni) zurückgenommen.

Das Heimspiel gegen den FCK können die Magdeburger am Samstag sehr wahrscheinlich im eigenen Stadion austragen. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt machte den Weg - auch für die Heimspiele des Halleschen FC - am Dienstag frei. Das Kabinett teilte auf einer Pressekonferenz mit, dass man Kreisen und Städten Ausnahmeregelungen für Berufssportler ermöglichen wolle. Das letzte Wort liegt allerdings bei den Städten. Bisher galt in dem Bundesland bis zum 27. Mai ein striktes Verbot für Mannschaftstraining und Wettkämpfe. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 27.05.2020:

Magdeburg erteilt Spielgenehmigung für FCM-FCK

Der 1. FC Magdeburg kann am Samstag, den 30. Mai, den Spielbetrieb in der 3. Liga wieder aufnehmen. Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt machte dafür den Weg mit der notwendigen Ausnahmegenehmigung frei. Somit erfolgt der Re-Start für den Zweitliga-Absteiger mit dem Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern (14 Uhr, LIVE! bei kicker). (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Schobbe77 » 09.03.2020, 14:53


Gruselig spielen sie ja schon lange, da passen Geisterspiele natürlich.

Vielleicht ist ja da der Druck dann weg, wenn eingewechselte Spieler nicht mehr beleidigt und ausgepfiffen werden.

Denke (leider) in 2 Wochen haben wir italienische Verhältnisse.

Da brauchen wir nicht mehr über so belanglose Themen diskutieren. Gesundheit geht vor...



Beitragvon Zamorano » 09.03.2020, 14:59


Ich möchte meinem Vor-Vorschreiber gern widersprechen. Die Absage von Veranstaltungen, bei denen viele Menschen zusammenkommen, ist richtig, um Infektionsketten möglichst zu kappen. Auch wenn man damit erst einmal nur Zeit erkauft, ist diese Zeit für manche Menschen, die zu besonders gefährdeten Gruppen gehören, vielleicht überlebenswichtig.

Es geht ja nicht nur darum, die Anwesenden zu schützen, sondern auch deren Kollegen, Freunde, Verwandte. Wie fatal es sich auswirken kann, wenn Infektionsträger unbewusst noch auf Karnevalssitzungen gehen, hat man in NRW gesehen. Kurz und schlecht: Im Moment gilt, dass weniger soziale Kontakte besser sind.

Fußball ist nicht wichtig genug, um Menschenleben zu riskieren.



Beitragvon LaOla43 » 09.03.2020, 14:59


Bitte erstmal noch abwarten -- NOCH sind keine 3. Liga Spiele betroffen !! Trotzdem -- möchte ich mal die Leute hören - wenn es zu einer noch stärkeren Pandemie käme :o ( bei den vielen Zuschauern - die Ansteckungsgefahr)

@Zamorano: Volle Zustimmung.



Beitragvon BernddasBrot2 » 09.03.2020, 15:27


@Zamorano
weniger kann manchmal mehr sein.
Du kannst dir alles kaufen, nur keine Gesundheit.
Ich bin mir sicher, wer wirklich schonmal erkrankt war, der sieht den Geisterspielen nicht negativ entgegen.
:daumen:
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Forever Betze » 09.03.2020, 15:39


Das ist ne Grippe. Mehr nicht. Wie kann man denn so die Hosen voll haben. Dann müsste es jeden Winter Geisterspiele geben. Damals gab es die Vogelgrippe, dann die Schweinegrippe. Jetzz Corona.
Und trotzdem sterben Menschen öfter an ener normalen Grippe.
Corona hat 1000 infizierte in Deutschland, davon 1 der gestorben ist. An der normalen Grippe sterben jährlich Millionen
Wie kann man sich so in die Hose machen. Das ist ne normale Grippe und fertig. Am Corona sterben nur Menschen mit geschwächtem Imunsystem, genau wie an einer Grippe. Wenn man jedem Virus nach geht müsste jedes Spiel gesperrt sein. Wisst ihr wie viele Lungenentzündungen pro Jahr in Deutschland fest gestellt werden. Etliche. (Corona ist ja der Lungenentzündung sehr nah)
Aber dieses Thema ist so präsent und covert die grössten Magazine, Zeitungen und Nachrichten, dass man von den wirklichen Problemen die Deutschland hat, schön abkenken kann.



Beitragvon MarcoReichGott » 09.03.2020, 15:43


Ich hatte vor 15 Jahren als Anfang 20 jähriger im Sommer eine schwere Grippe und lag später dann mit Lungenentzündung im Krankenhaus. Nach aktuellem Stand ist der Conronavirus deutlich ansteckender und führt deutlich häufiger zu schweren Verläufen. In Italien sind über 300 Leute schon dran gestorben (gestern alleine über 100) und dabei sind gerade einmal ca. 7000 Leute bislang betroffen und der Virus ist überhaupt erst seit wenigen Wochen in Italien.

Das heißt nun nicht, dass man als Individuum gerade Panik haben muss, dass man sich draußen direkt ansteckt oder gar dran stirbt. Aber angesichts dieser krassen Zahlen bin ich ich höchst beunruhigt wie langsam die Politik hier überhaupt am reagieren. Deutschland ist gerade das Land mit dem 6. meisten Infektionen und ist mit Abstand am langsamsten drauf am reagieren.



Beitragvon Bastel90 » 09.03.2020, 15:44


Wenn es wirklich zu Geisterspielen kommt, dann gibt's für jeden Verein viele Organisatorische Angelegenheiten zu klären wie zum Beispiel die Rückabwicklung der Ticketverkäufe, Entschädigung für die Dauerkarteninhaber denn ein Geisterspiel soll in diesem besonderen Fall nicht zum Nachteil der Fans sein.

Das gleiche gilt auch für den Verein was das ausbleiben der Einnahmen betrifft.

Aber selbst bei Geisterspielen sind doch die Fans vom 1. FC Kaiserslautern erfinderisch, sei es mit großen Choreos über die Westkurve hinweg die vor dem Spiel angebracht werden, Stimmung über die Stadionlautsprecher, vielleicht sind trotzdem Fangruppen vor Ort und machen dann halt Stimmung vor dem Stadion. :D



Beitragvon Märtzeher » 09.03.2020, 15:46


Zumindest die Heimspiele müssten wir nicht absagen, ist ja genug Platz im Stadion um zwischen jedem Zuschauer 2m Abstand zu halten :wink:



Beitragvon Forever Betze » 09.03.2020, 15:48


Vielleicht haben Geisterspiele was gutes für unsere Truppe. Vielleicht spielen die ohne Fans nicht so ängstlich.



Beitragvon salamander » 09.03.2020, 15:50


Forever Betze hat geschrieben:Das Thema nervt einfach nur noch. Unnötige Panikmache. Jetzt werden Spiele abgebrochen, als nächstes kommt dann die Ausgangssperre oder was? Ausgerechnet in Magdeburg dann ein Geisterspiel. Schade für die Ultras. Magdeburg war sicher das Spiel auf das sich die Fans am meisten gefreut haben (abgesehen vom Waldhof Spiel). Die Auswärtsreise nach Magdeburg, da haben sich alle Ultras drauf gefreut.


Ja, hatten sich so gefreut, die Ultras und jetzt das. Dummerweise würden sich andere Leute, ältere Menschen, Kranke, Krebspatienten, Immungeschwächte, Rollstuhlfahrer und viele andere, auch freuen, nämlich darüber, noch ein bisschen weiterleben zu dürfen. Sie haben dem Virus wenig entgegenzusetzen. Da es kein Medikament und keine Impfung gibt, besteht Ihre einzige Chance darin, dass das Virus sich nicht zu weit ausbreitet in der Bevölkerung. Das müssen wir versuchen, das sind wir diesen Leuten, unseren Eltern und Großeltern schuldig. Geisterspiele sind ein Baustein, da sich gerade hier viele (Jüngere, Gesunde) anstecken können, die das Virus dann zu den Gefährdeten tragen.

Übrigens sterben gerade nur ein paar hundert Kilometer weiter südlich Tag für Tag mehr als 100 Menschen. Und Du schreibst was von „unnötige Panik“. :kotz:



Beitragvon Betzenberg1985 » 09.03.2020, 15:53


Panik nein! Hamsterkäufe nein! Angst nein!

Aber Vorsicht? Ja!!

Die Infektionen laufen zwar zu 80% milde und die Todesfälle in Italien sind fast ausschließlich ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen, dennoch sollte man aber die Infektionsketten unterbrechen. Die Gefahr besteht darin, dass das Gesundheitssystem nicht in der Lage ist den Leuten zu helfen, bei denen die Infektion nicht so milde verläuft. Von daher kann ich etwaige Absagen verstehen.

Man hätte auch die ganzen Karnevalveranstaltungen lieber mal abgesagt.

Wir haben zwar erst offiziell 1150 Fälle. Hängt da aber mal ne Null dran. Die meisten Leute merken eine Infektion nicht mal.



Beitragvon Forever Betze » 09.03.2020, 15:55


salamander hat geschrieben:
Forever Betze hat geschrieben:Das Thema nervt einfach nur noch. Unnötige Panikmache. Jetzt werden Spiele abgebrochen, als nächstes kommt dann die Ausgangssperre oder was? Ausgerechnet in Magdeburg dann ein Geisterspiel. Schade für die Ultras. Magdeburg war sicher das Spiel auf das sich die Fans am meisten gefreut haben (abgesehen vom Waldhof Spiel). Die Auswärtsreise nach Magdeburg, da haben sich alle Ultras drauf gefreut.


Ja, hatten sich so gefreut, die Ultras und jetzt das. Dummerweise würden sich andere Leute, ältere Menschen, Kranke, Krebspatienten, Immungeschwächte, Rollstuhlfahrer und viele andere, auch freuen, nämlich darüber, noch ein bisschen weiterleben zu dürfen. Sie haben dem Virus wenig entgegenzusetzen. Da es kein Medikament und keine Impfung gibt, besteht Ihre einzige Chance darin, dass das Virus sich nicht zu weit ausbreitet in der Bevölkerung. Das müssen wir versuchen, das sind wir diesen Leuten, unseren Eltern und Großeltern schuldig. Geisterspiele sind ein Baustein, da sich gerade hier viele (Jüngere, Gesunde) anstecken können, die das Virus dann zu den Gefährdeten tragen.

Übrigens sterben gerade nur ein paar hundert Kilometer weiter südlich Tag für Tag mehr als 100 Menschen. Und Du schreibst was von „unnötige Panik“. :kotz:

Vergleiche die Zahlen einer normalen Grippe mit den Zahlen des Corona. Wenn es nach dir geht dürfte nie wieder ein Spiel vor Fans statt finden, weil sich jedes Mal ne Grippe erweitern kann. Am besten nie wieder Fans ins Stadion und am besten nie wieder vor die Tür gehen. Sind wir ja den kranken Leuten schuldig. Die können sich auch mit anderen Grippen anstecken.
Du hast dir leider den Kopf vernebeln lassen, durch Panikmache. Einfach mal etwas recherchieren, statt der Überschrift der BILD zu glauben.



Beitragvon MarcoReichGott » 09.03.2020, 16:05


Forever Betze hat geschrieben:Vergleiche die Zahlen einer normalen Grippe mit den Zahlen des Corona. Wenn es nach dir geht dürfte nie wieder ein Spiel vor Fans statt finden, weil sich jedes Mal ne Grippe erweitern kann.


Sag mal: Du hast wirklich keiner Ahnung von was du schreibst und willst nur mal ein bißchen Stammtischgeschwätz raushauen, oder?

Guck dir die Zahlen doch mal an und wirf das anderen nicht vor. Italien hat gerade eine Letalitätsrate von 4%. Und hierbei ist die Dunkelziffer ziemlich gering, weil selbst Leute OHNE Symtome getestet werden, was du normalerweise bei einer Grippe natürlich nicht machst, Wissenschaftler vermuten momentan daher, dass die Rate vermutlich irgendwo zwischen 1%-3% liegt. Typische Grippviren hingegen liegen bei ca. 0,2%. Nur mal so im Vergleich: Selbst mit ner Lebensgefährlichen Krankheit wie ner Thrombose hast du nur ne Letalitätsrate von ca. 10%.

Zusätzlich ist das Ding deutlich ansteckender als nroamle Gruppeviren. Zum einen scheint es im oberen Rachenraum eine höhere Virenanzahl zu geben. Zum anderen gibt es schlichtweg keine Imunisiuerung in der BEvölkerung bislang. Impfstoffe für Risikogrippen gibt es ebensowenig. Das einzig gute scheint gerade zu sein, dass Corona wohl wirklich erst kurz vor Auftreten der Symptome und nicht schon am Anfang der Inkurbationszeit stark ansteckend ist.

Also sorry, aber wer "Ist doch nur ne Grippe" schreibt, der disqualifiziert sich einfach für jede weitere Diskussion.



Beitragvon Mittendrin » 09.03.2020, 16:16


Forever Betze hat geschrieben:Das ist ne Grippe. Mehr nicht. Wie kann man denn so die Hosen voll haben. Dann müsste es jeden Winter Geisterspiele geben. Damals gab es die Vogelgrippe, dann die Schweinegrippe. Jetzz Corona.
Und trotzdem sterben Menschen öfter an ener normalen Grippe.
Corona hat 1000 infizierte in Deutschland, davon 1 der gestorben ist. An der normalen Grippe sterben jährlich Millionen
Wie kann man sich so in die Hose machen. Das ist ne normale Grippe und fertig. Am Corona sterben nur Menschen mit geschwächtem Imunsystem, genau wie an einer Grippe. Wenn man jedem Virus nach geht müsste jedes Spiel gesperrt sein. Wisst ihr wie viele Lungenentzündungen pro Jahr in Deutschland fest gestellt werden. Etliche. (Corona ist ja der Lungenentzündung sehr nah)
Aber dieses Thema ist so präsent und covert die grössten Magazine, Zeitungen und Nachrichten, dass man von den wirklichen Problemen die Deutschland hat, schön abkenken kann.


Sorry, aber lass doch einfach deine unqualifizierten Kommentare.
Ist ja nicht auszuhalten. :shock:
Bring dich einfach mal auf den neuesten Stand der Faktenlage.

Gott sei Dank entscheiden dass bei uns Leute, die von Virologen und Epidemologen sehr gut beraten werden.



Beitragvon BernddasBrot2 » 09.03.2020, 16:21


@Forevr Betze
Genau solche Aussagen lassen mich am Verstand der Menschen zweifeln.
Unterhalte dich einmal mit einem KRANKEN.
Der kann dir vielleicht die Augen öffnen.
Keine einzige Sportart, bzw. Gr0ßveranstaltung kann so wichtig wie Gesundheit sein.
Das hat nichts mit Panik zu tun.
Eine Erkrankung durch Conora, ohne Impfstoff und ohne Medikamente zur Behandlung ist sicherlich nicht so schlimm wie die Dünnpfiff.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon gari » 09.03.2020, 16:22


Coronavirus kann man nicht mit dem Grippevirus vergleichen oder mit etwas anderem. Wichtig ist, dass man sich an die Basics der Hygiene hält und schon würde die Epidemie deutlich eingeschränkt.

Beginnend mit dem ersten Punkt, dass regelmäßiges Händewaschen einfach dazugehört, ist wohl jedem klar. 20 Sekunden intensives Einreiben der Seife (egal ob flüssig oder fest - wichtig ist nur mit FEUCHTEN Händen) und gründlich abwaschen und trocknen. Dazu das Verhalten, dass man in den Armbeuger niest und nicht ungeschützt in die Menschenmenge, sollte auch jedem klar sein.

Übrigens empfiehlt das RKI (kann ich sowieso jedem bei jedweden Infektionen zu lesen) einige Punkte, die ihr euch da mal anschauen könnt:
RKI empfiehlt

PS: Nutzt kein Sagrotan Desinfektionsmittel sondern lieber ein durch das IHO, VAH oder bestenfalls RKI empfohlenes Produkt. Wichtig ist die Kennung auf dem Handdesinfektionsmittel, dass das mindestens begrenzt viruzid ist. Sagrotan hat meiner Kenntnis nach kein richtiges Handdesinfektionsmittel gegen Viren.


Zu den Geisterspielen bin ich bedingt dafür. Natürlich birgt die Gefahr der Menschenansammlung eine höhere Infektionsgefahr, allerdings müsste man dann alle Schulen, Universitäten und öffentliche Nahverkehrsknotenpunkte sowie Bahnen sperren. Herr Spahn empfiehlt eine Ansammlung von über 1.000 Menschen abzusagen oder zu meiden - dann käme ich in Berlin nicht mehr auf die Arbeit. :D
Allerdings ist der monetäre Aspekt auch kritisch zu begutachten und könnte bei finanzschwächeren Vereinen zu ungewollten Finanzeinbußen führen. Keine Versicherung würde sowas abdecken.

Deshalb wäre ich für eine bessere Alternative, die einem dem Spaß am Leben (das Fußballschauen im Allgemeinen) nicht nehmen und gleichzeitig die Gesundheit fördern kann: Stellt mobile Desinfektionsspender vor den Toiletten, teilt ggf. merchandisingtypisch Handdesinfektionsfläschchen aus, nutzt Schwarzlichttests zur Sensibilisierung der Fans hinsichtlich ihrer Sauberkeit der Hände. (kostet alles nicht viel Geld und nützt dem Verein sowie dem Gesundheitsschutz) All das sind kleine Gimmicks, die helfen können!

Aufklärung ist noch immer wichtiger als Abschottung.

Und mit einem Mund-Nasen-Schutz herumlaufen bringt übrigens nichts, weder beim CoVid-19, noch bei Grippe oder Norovirus. Hierfür gibt es geeignete FFP-Masken, bestenfalls eine FFP3-Maske und die bietet euch bei korrekter Anbringung Schutz. Wohl gemerkt sind das auch nur Einmalprodukte.

Liebe Grüße und auf ein hoffentlich geisterspielfreies Wochenende.
Pfälzer in Berlin - gebabbelt werd trotzdem platt :daumen: :teufel2:



Beitragvon Forever Betze » 09.03.2020, 16:29


MarcoReichGott hat geschrieben:
Forever Betze hat geschrieben:Vergleiche die Zahlen einer normalen Grippe mit den Zahlen des Corona. Wenn es nach dir geht dürfte nie wieder ein Spiel vor Fans statt finden, weil sich jedes Mal ne Grippe erweitern kann.


Sag mal: Du hast wirklich keiner Ahnung von was du schreibst und willst nur mal ein bißchen Stammtischgeschwätz raushauen, oder?

Guck dir die Zahlen doch mal an und wirf das anderen nicht vor. Italien hat gerade eine Letalitätsrate von 4%. Und hierbei ist die Dunkelziffer ziemlich gering, weil selbst Leute OHNE Symtome getestet werden, was du normalerweise bei einer Grippe natürlich nicht machst, Wissenschaftler vermuten momentan daher, dass die Rate vermutlich irgendwo zwischen 1%-3% liegt. Typische Grippviren hingegen liegen bei ca. 0,2%. Nur mal so im Vergleich: Selbst mit ner Lebensgefährlichen Krankheit wie ner Thrombose hast du nur ne Letalitätsrate von ca. 10%.

Zusätzlich ist das Ding deutlich ansteckender als nroamle Gruppeviren. Zum einen scheint es im oberen Rachenraum eine höhere Virenanzahl zu geben. Zum anderen gibt es schlichtweg keine Imunisiuerung in der BEvölkerung bislang. Impfstoffe für Risikogrippen gibt es ebensowenig. Das einzig gute scheint gerade zu sein, dass Corona wohl wirklich erst kurz vor Auftreten der Symptome und nicht schon am Anfang der Inkurbationszeit stark ansteckend ist.

Also sorry, aber wer "Ist doch nur ne Grippe" schreibt, der disqualifiziert sich einfach für jede weitere Diskussion.

Mach dich ruhig weiter verrückt. Unfassbar was ne Angst du hast. Genieße lieber das Leben statt dich so verrückt zu machen. Die Vogelgrippe und Schweinegrippe hast du auch überlegt und die war sooo so schlimm.



Beitragvon Rohrbacher » 09.03.2020, 16:33


@Forever Betze
Gegen die Grippe kann man sich aber impfen lassen und es gibt verschiedene Medikamente und Therapien und man weiß mit was man es zu tun hat und das hast du bei diesem Neuartigen Virus halt noch nicht. Und wenn ich dann höre, es trifft ja nur die Alten, Schwache oder Kranken Menschen, dann könnt ich kotzen! Diese Leute mal übertrieben gesagt bzw geschrieben, zu"opfern", nur um sich zu vergnügen finde ich sehr egoistisch. Wir werden alle mal alt und können wenn wir Pech haben, eine schwere Erkrankung bekommen. Und ich denke keiner von uns wäre dann scharf darauf mit Mitte 60 oder 70 schon ins Gras zu beißen, nur weil die Jungen jedes Wochenende Fussball, Partys und Konzerte im Kopf haben und auf nichts verzichten wollen.



Beitragvon Forever Betze » 09.03.2020, 16:40


Ich habe es jetzt verstanden
Hackt nicht so auf mir rum :?



Beitragvon SEAN » 09.03.2020, 16:47


Zu dem Thema kann jeder stehen wie er will.
Ich kann nur sagen, nach 3 Chemotherapien, 2 Stammzellentransplantationen und einem dadurch angegriffenem Immunsystem geht mir schon der Stift ein wenig.....
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon betzegeier » 09.03.2020, 16:50


ob der Spahn u.a noch wissen wo links und rechts ist? Warum ab 1.000 Besucher und nicht ab 325 oder 780?



Beitragvon Betziteufel49 » 09.03.2020, 17:22


betzegeier hat geschrieben:ob der Spahn u.a noch wissen wo links und rechts ist? Warum ab 1.000 Besucher und nicht ab 325 oder 780?


Also 500 Fans von jeder Mannschaft dürfen ins Stadion.
Das müsste natürlich vorher ausgelost werden. 8-)

Der Rest der Fans sollte sich abseits der Umzäunung verteilen mit Mundschutz oder Maske.

Pyro :pyro: :pyro: vertreibt das Corinna-Virus und die Stimmung kommt zurück.

Man könnte auch den Spielbetrieb ganz einstellen und die Bewertung der Tabelle so abschließen wie sie im Moment ist. :daumen:
Dann wären wir fein raus und die Ruhe würde einkehren. :teufel2:



Beitragvon allemann5 » 09.03.2020, 17:28


betzegeier hat geschrieben:ob der Spahn u.a noch wissen wo links und rechts ist? Warum ab 1.000 Besucher und nicht ab 325 oder 780?



Heute Abend ist Vollmond....Ich verzeihe Euch Euer "Fachwissen",aber Ihr solltet aufpassen das IHR nicht die nächsten seid um die wir weinen,evtl. :danke: :bitte:



Beitragvon ..:NECKARTEUFEL:.. » 09.03.2020, 17:44


salamander hat geschrieben: Dummerweise würden sich andere Leute, ältere Menschen, Kranke, Krebspatienten, Immungeschwächte, Rollstuhlfahrer und viele andere, auch freuen, nämlich darüber, noch ein bisschen weiterleben zu dürfen.


Als einer aus der von dir genannten Personengruppen sag ich dazu nur: Dann geh halt nicht hin, wenn du so ein Risiko darin siehst. Ich bleib auch daheim, warum deshalb Spiele absagen?
Dann darfst ja auch nicht mehr zur Arbeit, einkaufen oder zum Arzt gehen, weil du dich in der Öffentlichkeit generell infizieren kannst.

Aber schon klar:

Repent your sins, Corona Weltuntergang is coming!

Edith sagt Greta sagt: Was is jetzt eigentlich mit Klimawandel?
„Was maßt sich dieser Trainer an? Den hätte ich als Verantwortlicher dreimal hochkantig im Dropkick vom Betze geschossen. Überhaupt so eine Idee zu haben, ist unfassbar.“ Tim Wiese zur "Freistellung" von Gerry Ehrmann




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