Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Enntege » 17.05.2020, 08:20


Der Fall Jena ist eine Schande und schadet der Reputation der 3. Liga.
Diese Küngelei mit der Politik ist an Dreistigkeit kaum zu übertreffen.
Der Club hat bei mir auf immer versch*ssen.
Hoffentlich kommen sie damit nicht durch und steigen ab - und nie wieder auf.
Gleichsam wünsche ich dem Waldhof dass die Liga weitergeht und sie es noch verka..en. Alles armselige, unsportliche Egovereine, weg damit. Als Fan wäre mir das hochnotpeinlich!!



Beitragvon Wupperteufel82 » 17.05.2020, 09:09


Und das Hin und Her geht weiter. Der Chef vom Drittligaausschuss wirft einigen Verein einen Vorsatz vor um die eigenen Interessen durchzusetzen :o

https://www.liga3-online.de/drittliga-a ... n-skandal/

Bin mal gespannt wie es da weiter geht! Langsam ist es nur noch lächerlich :lol:



Beitragvon BernddasBrot2 » 17.05.2020, 09:57


Mich wundert die unverfrorenheit des DFB ganz gewaltig.
Da kommen jetzt Leute beim DFB aus der Versenkung heraus und fordern den Re Start.
Der DFB, der in der Verganheit durch Schmiergeld, Schmierentheater und sonstigen Verstössen auf sich aufmerksam gemacht hat.
Von Neuberger über Zwanziger, Niersbach und Grindel, du solltest nicht mit Fingern auf Vereine zeigen.
Deine Vergangenheit sollte dich mit sehr viel Demut ausstatten, statt richten zu wollen.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Lonly Devil » 17.05.2020, 16:44


@Geisterspielseher

Wie machen die das eigentlich bei der Freistoßmauer?

Wird da in der Mauer auch korrekt der Mindestabstand von 1,5m bzw. 2m eingehalten? :lol:
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!
Manche Ereignisse haben sich eingebrannt, als wäre es erst gestern gewesen.



Beitragvon Talentfrei » 17.05.2020, 18:09


Der DFB müsste klar sagen was bei einem Saisonabbruch passiert. Am besten die ersten zwei steigen auf und die letzten vier ab. Dann sollten die Vereine neu abstimmen ob man spielt oder nicht. Da wär ich aber mal auf das Ergebnis gespannt.



Beitragvon scheiss fc köln » 18.05.2020, 16:44


WernerL hat geschrieben:Der FCK ist auf sich alleine gestellt.
Das bietet Vorteile!
Nur dazu braucht man fähige BWLer die den Markt kennen/ verstehen und ihn für den FCK biegen können und Schlupflöcher nutzen um damit nach oben zu kommen.
Nichts anderes hat Bayern München über all die Jahre gemacht und sich seine Vorteile gesichert, gedeckt von Fans deutschlandweit.
Bei der Steueraffäre gabs gar Rückndeckung vom bayerischen Staat und Hoeness ist bei 70.000 ungeprüften seiten Steuerskandal bestens weggekommen.


Werner, reich´doch endlich mal Klage ein und dann kannnst du mit "Uhrenkalle" und "Würstchenuli" Schampus zischen.

In England, Spanien und Italien (etc) ist es doch schon so, wie du es dir erträumst! Sag´mal, wann wird Norwich City oder Huddersfield denn Meister? Es braucht ja nur "fähige BWLer" und ´nen Typen, der nicht weiß wo er mit seiner Kohle hin soll. Du glaubst ernsthaft, wenn man dem Fußball noch mehr Kohle reinpustet, gäbe es Chancengleichheit und der FCK würde Meister? Ist es nicht eher so, dass dann noch immer die selben Fußballer rumlaufen, nur viel höher bezahlt?

Den Markt muß man also kennen? Den Markt, der sich verselbständigt hat, aber immer nach der Allgemeinheit ruft, wenn er die Puste verliert?

Mach´die Beine nicht zu breit. Was dir am FCK liegt, ist mir wirklich ein Rätsel
R.I.P Herr, vergib ihnen nicht - denn sie wissen was sie tun



Beitragvon Thomas » 18.05.2020, 17:48


Wann fällt die immer noch offene Entscheidung zur 3. Liga? Laut DFB hoffentlich in den nächsten Tagen:

Bild

DFB hofft auf zeitnahe Entscheidung zur 3. Liga

Wird der 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison nochmal spielen - und wenn ja, ab wann? Die Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes hoffen "auf eine übergeordnete politische Entscheidung" in den kommenden Tagen.

In einer aktuellen Mitteilung des DFB heißt es dazu im Wortlaut: "In der Frage nach der möglichen Fortsetzung der laufenden Saison hofft der Ausschuss 3. Liga auf eine übergeordnete politische Entscheidung in den nächsten Tagen. Auf deren Grundlage würden die weiteren Entscheidungen wie der genaue Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs, die Terminierung der noch ausstehenden elf Spieltage und die Festlegung des Saisonendes zeitnah getroffen werden."

FCK-Sportdirektor Notzon: "Ungeklärte arbeitsrechtliche Fragen"

Die Zeit drängt, nachdem letzte Woche zunächst der 26. Mai als Re-Start-Termin angekündigt wurde, dann aber wegen fehlender behördlicher Zustimmung doch wieder zurückgezogen werden musste. "Dieses Szenario war für mich absehbar", hatte FCK-Sportdirektor Boris Notzon der "Allgemeinen Zeitung" zu dem Hü-Hott-Spiel des DFB gesagt und einen lösungsorientierten Austausch aller Beteiligten gefordert. Ein weiterer Knackpunkt der knappen Zeitplanung: "Wenn wir über den 30. Juni hinausgehen, wirft dies arbeitsrechtliche Fragen auf, die ungeklärt sind."

Außerordentlicher DFB-Bundestag am kommenden Montag

Sollte es diese Woche nicht zu einer finalen Entscheidung über die Fortsetzung der Drittliga-Saison kommen, wird sich am nächsten Montag (25. Mai) auch der Außerordentliche DFB-Bundestag mit der speziellen Situation in der 3. Liga befassen müssen: Während die Bundesliga und die 2. Bundesliga mit Geisterspielen wieder in den Betrieb eingestiegen sind, stehen alle anderen Spielklassen ab der Regionalliga abwärts vor dem coronabedingten Abbruch - und die 3. Liga steckt genau zwischen diesen beiden Lösungsmodellen fest.

Quelle: Der Betze brennt / DFB

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Spielabsagen und weitere Maßnahmen wegen Coronavirus
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon BetzePower67 » 18.05.2020, 18:19


In einer aktuellen Mitteilung des DFB heißt es dazu im Wortlaut: "In der Frage nach der möglichen Fortsetzung der laufenden Saison hofft der Ausschuss 3. Liga auf eine übergeordnete politische Entscheidung in den nächsten Tagen.


Das ist ja mal wieder typisch. Für den Wiederbeginn in der 1. und 2. Liga setzt die DFL der Politik die Pistole auf die Brust, Und was dem DFB alles unterhalb dieser beiden Ligen Wert ist zeigt sich hier doch ganz deutlich. 150 MIO für die DFB-Akademie als Prestigeobjekt verballern, aber auf das Fundament des Fußball sch... die Herren in Frankfurt.
Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly, Manager)



Beitragvon FCK-Ralle » 18.05.2020, 19:06


Talentfrei hat geschrieben:Der DFB müsste klar sagen was bei einem Saisonabbruch passiert. Am besten die ersten zwei steigen auf und die letzten vier ab. Dann sollten die Vereine neu abstimmen ob man spielt oder nicht. Da wär ich aber mal auf das Ergebnis gespannt.


Da sagst du was. Ob dann die Vereine ( sind ja vorrangig die "Abstiegsgefährdeten", bzw. die "Aufstiegsaspiranten" , die auf einen Abbruch pochen, immer noch bei ihrer Entscheidung bleiben.
Neutral betrachtet, ohne Vereinsbrille, ob man es mag oder nicht, ist der sportliche Weg immer noch der fairste.
Die 1. und 2. Liga haben vorgemacht wie es gehen kann.
Wie sich der DFB hier von vielen Seiten am Nasenring durch die Arena ziehen lässt ist schon grotesk.
Anstatt einfach mal ne Ansage zu machen, was passiert in welchem Fall und was wird gemacht.
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon Hauptstadt_Lautrer » 18.05.2020, 21:23


Ich muss sagen, dass das ganze, bei aller Dramatik, auch noch was "Gutes" hat. So führt diese scheinbar aussichtslose Situation dem deutschen Fussball vor Augen, dass die 3.Liga bzw. ihre Vereine finanziell so im Arsch sind, so unterfinanziert, dass das auch nach Corona auf Dauer nicht mehr so weitergehen kann.
Die 3.Liga bzw. ihre Finanzierung muss überdacht werden.
Eine Liga in der bis auf Bayern II und Uerdingen alle Vereine am Hungertuch nagen, das kann man nicht einfach mit schlechtem Wirtschaften wegwischen. Das sind auch gravierende strukturelle Probleme der Liga.
Hinzu kommt das ewige, leidige Problem, dass hinter der 3.Liga die Regionalligen Feuer machen und die 3.Liga gar nicht zur Ruhe kommt.
Betze-Szene Berlin-Kreuzberg



Beitragvon Rickstar » 18.05.2020, 22:02


Ich kann hier mittlerweile nur noch frustriert den Kopf schütteln. Der Profifussball ist einfach nur noch krank. Mir ist es zur Zeit komplett egal, ob jeder Verein ab der Oberliga aufwärts Insolvenz anmeldet. Auch danach wird es Sport und Fussball geben. Vielleicht wäre es mal ganz heilsam, ein paar Jahre ohne DFB und DFL Allüren auszukommen.



Beitragvon Crystal » 19.05.2020, 10:09


Hauptstadt_Lautrer hat geschrieben:Ich muss sagen, dass das ganze, bei aller Dramatik, auch noch was "Gutes" hat. So führt diese scheinbar aussichtslose Situation dem deutschen Fussball vor Augen, dass die 3.Liga bzw. ihre Vereine finanziell so im Arsch sind, so unterfinanziert, dass das auch nach Corona auf Dauer nicht mehr so weitergehen kann.
Die 3.Liga bzw. ihre Finanzierung muss überdacht werden.
Eine Liga in der bis auf Bayern II und Uerdingen alle Vereine am Hungertuch nagen, das kann man nicht einfach mit schlechtem Wirtschaften wegwischen. Das sind auch gravierende strukturelle Probleme der Liga.
Hinzu kommt das ewige, leidige Problem, dass hinter der 3.Liga die Regionalligen Feuer machen und die 3.Liga gar nicht zur Ruhe kommt.


Da sehe ich die Schuld aber eher bei den Vereinen als beim DfB oder der 3.Liga - wenn die Vereine sich keine Spielerbudgets wie Zweitligisten leisten würden, sondern nur das einplanen würden, was sie auch einnehmen können, dann gäbe es das Problem nicht. Wenn ich natürlich wie der FCK mit einem Spieleretat von 8,5 Mio pro Saison in einer Liga spiele, bei der es nichtmal 1 Mio. TV-Geld gibt, dann ist es klar, dass ich irgendwann Probleme bekomme.

Bei der aktuellen Lage kann man in der 3.Liga nur konkurrenzfähig sein, wenn man einen Gönner hat, der bereit ist, jedes Jahr 10+ Millionen rein zu pumpen. Da sollte man vielleicht mal drüber nachdenken, eine Budgetdeckelung in der 3.Liga einzuführen, damit alle gefahrlos auf ein Niveau abrüsten können, welches finanziell tragbar ist, ohne gleich den sicheren Abstieg in Kauf nehmen zu müssen.



Beitragvon WernerL » 19.05.2020, 10:52


Crystal hat geschrieben:
Da sehe ich die Schuld aber eher bei den Vereinen als beim DfB oder der 3.Liga - wenn die Vereine sich keine Spielerbudgets wie Zweitligisten leisten würden, sondern nur das einplanen würden, was sie auch einnehmen können, dann gäbe es das Problem nicht. Wenn ich natürlich wie der FCK mit einem Spieleretat von 8,5 Mio pro Saison in einer Liga spiele, bei der es nichtmal 1 Mio. TV-Geld gibt, dann ist es klar, dass ich irgendwann Probleme bekomme.


Das Problem hierbei ist leider unser Ligensystem, für mich auch eine Art Strukturproblem, welches die Pleiten hervorruft!

Was passiert denn an vielen Orten in unserem Land?

Clubs wie ein FCK oder Bremen oder Stuttgart haben sich als Institutionen in der 1. liga gesehen und haben über Jahrzehnte ihre Infrastrukturen an die Einnahmen der 1. Liga angepasst.
Haben vor allem riesen Stadien gebaut die immens teuer sind.
Und alle waren sich der Gefahr wohl nicht bewusst, dass wenn man absteigt, dass dann das Kartenhaus schnell zusammenbrechen kann.
Da bis heute viele Clubs Investoren nicht einbinden wollten (die einiges hätten abgfangen können) ist das passiert was dann eben passieren kann.
Clubs sind abgestiegen - was in unserem Ligensystem eben auch so gewollt ist und so angelegt ist.
Heisst diese Clubs sind runter und mussten bis heute direkt wieder aufsteigen weil sonst die Kosten ab der 2. Liga abwärts nicht aufgefangen werden können.
Fehlendes TV Geld, weniger Zuschauer etc etc pp.
Ist man unten MUSS man quasi ins Risiko gehen um aufzusteigen weil man sonst aufgrund der Kosten eben pleite gehen kann wenn man den Aufstieg viele Jahre nicht schafft.
Denn ein gebautes Stadion kann man ja nicht einfach mal wieder abreissen.
Abzusteigen und dann mit der 2. Liga zufrieden zu sein ist daher eigentlich keine Option.

Also sind viele Clubs wie FCK, 1860, sicher viele andere gezwungen sich wieder hoch kaufen zu müssen.
Zudem kommen jetzt alle anderen Teams hinzu die ja auch gerne mal aufsteigen wollen und auch das Recht dazu haben und ihre Chancen suchen.
Also gehen diese auch ins Risiko und halten den Etat hoch weil eben nur ein hoher Etat auch den Aufstieg besser irgendwo garantiert.
Vor allem kommt hier noch hinzu, dass "neue" Teams die vielleicht zum ersten mal oder nach langer Zeit mal wieder in eine 2. oder 1. liga aufgestiegen sind ebenfalls gezwungen sind zu investieren, in? Richtig, in Stadien weil der DFB z. B. hier dann vorschreibt wie groß diese sein und wie sie ausgestattet sein müssen, sonst erhält man keine Spiel-Berechtigungen.

Also fangen alle Clubs in Deutschland an Stadien zu bauen die für die obere Ligen gedacht sind.
Das Problem ist aber, dass es nur 18 plätze in der 1. liga gibt und bei Abstieg diese Teams wegen dem Stadion dann vor der pleite stehen.
In der 3. Liga ist alles noch viel weniger finanzierbar.
Aachen ein sehr gutes Beispiel, einmal kurz erfolgreich, dann Stadion gebaut, danach plete und man hat nie wieder was gehört.
Der FCK kommt für mich bereits als 2. mahnendes beispiel.

Das Grundproblem sehe ich in unserem Fussballsystem an sich.
In den USA gibt es das deswegen zu Recht nicht.
Auf- und Abstiege sind wirtschaftlicher Stuss, wozu? Wer ganz oben mitspielen will muss entsprechende Finanzen vorweisen und sich "einkaufen".
Damit passiert das alles dort nicht was bei uns in D oder Europa passiert, dass 54 Clubs um 18 Plätze ganz oben kämpfen aber alle die Einnahmen dafür eingeplant haben.
Zudem können Fahrstuhlteams niemals in einen Meisterkampf eingreifen weil sie lange finanziell von einem FCB oder BVB abgehangen sind, so dass jetzt hinzu kommt, dass die Titel immer an die selben Teams gehen, eben die Großen.

Teams wie Paderborn mögen ganz nett sein, aber auch sie sind großer Stuss, niemand will sie sehen sie werden sich das auch nur dann erarbeiten können wenn ein RB dort einsteigen würde.

Und zu guter Letzt kommt ein weitere Punkt für mich dazu der uns alle betrifft, dass eigentlich jeder von uns, jede Region ihr Recht auf ein 1. Liga-Spitzen-team hat.
Ich meine was ist denn mit dem FCK passiert? Abertausende sind Fan geworden eines legendären Clubs der plötzlich wenige Jahre später ein besdeutungsloser Zwerg in einem völligen Niemandland ist.
Sorry aber das hat niemand verdient!!!
Sollen wir uns jetzt ein anderes Team suchen?
Auch das machern viele und werden FCB Anhänger!
Ich habe auf 3. Liga, auch 2., null Bock!

In den USA kann es eben nicht passieren dass die GreenBay Packers plötzlich absteigen und vor der Pleite stehen und nicht mehr gegen die Vikings sondern die "Appalachian State University" spielen.
Auch wenn hier volle Zuschauerränge zu bestaunen sind.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon Wheymann » 19.05.2020, 12:47


Ich finde es voll in Ordnung, dass der DFB die Fortführung um jeden Preis möchte. Dies ist natürlich in einem föderalistischen Staat sehr schwierig, gerade wenn das Vorgehen so unterschiedlich ist. Was wäre eigentlich geschehen, wenn es einen Erstligisten aus Thüringen gäbe...?
Der Fussball muss auf dem Rasen entschieden werden. Wenn uns die Kohle ausgeht, dann ist das eben so und wir müssen die Konsequenzen tragen wie die anderen Vereine auch. Ich stehe voll hinter Herrn Frymuth!
Der FCK muss nun endlich Flagge zeigen, selbst wenn wir untergehen. Eine Allianz mit den Befürwortern des Abbruchs ist nicht mit den Tugenden des FCK vereinbar.

Es gibt übrigens Tests un Hülle und Fülle. Auch dieses Argument ist unsinnig.
Wuttke



Beitragvon LM2608 » 19.05.2020, 12:54


Du bringst gute Argumente an, aber meiner Meinung nach ist nicht das Liga-System Schuld an dem Schlamassel sondern das Pay-TV und der Verteilungsschlüssel.

Wir alle wollen Aufstiegs- und Abstiegskampf erleben. Das sind die emotionalsten Momente im Fußball und wer sportlich keine Leistung bringt, soll auch absteigen bzw. wer eine Liga sportlich dominiert, soll auch das Recht haben, sich eine Liga höher beweisen zu dürfen.

Ohne PayTV und Fernsehgeldverteilung würden aber die Strukturen bei Auf- und Abstieg nahezu gleich bleiben. Haupteinnahmequelle wären Zuschauer und Sponsoren. Traditionsvereine wie Stuttgart, HSV, FCK, Bremen wüssten bei einem Abstieg, wir haben einen Stamm von so und so vielen Zuschauern in dieser Liga, wir haben einen Stamm von Sponsoren von so und so vielen Sponsoren. Man hätte als solcher Verein auch die Möglichkeit zu sagen, wir halten eine Liga tiefer unsere Infrastruktur und bauen über zwei drei Jahre eine neue entwicklungsfähige Mannschaft auf. Das geht heute nicht mehr.
Außerdem könnten Regionen wie zum Beispiel die Pfalz den Abstieg des FCKs viel besser wieder auffangen, indem man sagt man geht weiterhin ins Stadion oder bleibt auch als Kleinsponsor weiterhin dem Verein verbunden...

Fußballer würden trotzdem nicht am Hungertuch nagen, Ablösesummen wären im realistischen Bereich und das System wäre immer noch offen für Mannschaften mit Investoren oder Mäzenen. Gute sportliche Arbeit wie in Freiburg würde sich noch stärker auszahlen.


Ich sag es manchmal ganz provokant:
Wer ein Sky-Abo hat, ist schuld am Untergang des Fußballs.



Beitragvon MarcoReichGott » 19.05.2020, 12:58


Crystal hat geschrieben:Da sehe ich die Schuld aber eher bei den Vereinen als beim DfB oder der 3.Liga - wenn die Vereine sich keine Spielerbudgets wie Zweitligisten leisten würden, sondern nur das einplanen würden, was sie auch einnehmen können, dann gäbe es das Problem nicht.


Natürlich liegt die Schuld beim Verband und nicht bei den Vereinen. Der Verband gibt die Richtlinien vor nach denen gemeinsam gegeneinander gespielt wird. Und da Aufstieg und Abstieg mit riesigen finanziellen VOr- und Nachteilen verbunden sind, geht hier jeder VErein eben immer ans Maximum desssen, was gerade so vom Verband zugelassen wird. Wer das nicht macht, der mag zwar "solider" wirtschaften, aber letztlich ist er sportlich chancenlos.

Genau das war ja eine Sache, die Klatt hier immer wieder vorgeworfen wurde: Er hätte im Abstiegsjahr nicht genug Mittel freigegeben und damit für den FCK den viel teureren Abstieg verursacht.



Beitragvon Carsten2707 » 19.05.2020, 13:37


Was momentan in der 3. Liga abgeht, zeigt meiner Meinung nach eine Haltung, die der DFB schon seit Jahrzehnten hat.

Die 3. Liga soll Bindeglied zwischen Profi- und Amateurfußball sein, wobei bereits die Regionalliga als nominell höchste Amateurklasse einige Vereine beinhaltet, bei denen Vollprofitum vorliegt.

Und wie lange hat der DFB denn darauf gepocht, dass Fußballprofis nur nicht zu viel verdienen? Meiner Meinung nach noch bis tief in die 1980er Jahre, zumindest was Liga 1 anbelangt (von Liga 2 und tiefer reden wir mal besser nicht). Insofern ist die 3 Liga doch weder Fleisch noch Fisch, vom DFB wohl als „so irgendwo Profiliga, aber dann doch nicht so ganz“ konzipiert. Und mit Corona werden die ganzen Schwächen im System offenbar.

Vereine, für die die 3. Liga das höchste der Gefühle darstellt, können sich darauf konzentrieren die Klasse zu halten, wer an die Fleischtöpfe der 1. und 2. Bundesliga will, muss Spieler haben, die das Potential haben ihren Beitrag hierzu zu leisten. Da die aber meist von Teams der 1. und 2. Liga (bzw. ausländischen Äquivalenten) zu verpflichten sind und man doch manchmal in der 1. und 2. Liga als Ergänzungsspieler mehr einstreicht denn als Stammspieler in der 3. Liga, muss die „neue sportliche Herausforderung“, die doch so viele suchen und finden, entsprechend versüßt werden.

Ferner haben wir ja auch noch die „acht Blockflöten“, die eben blocken und gerne die Saison beendet sehen würden. Da sehe ich aber keinen Grund mehr dafür, weil der DFB zeitig genug gesagt hat, dass und wann es weiter gehen soll. Ich mag mich irren, aber wenn ich ein Team für eine Liga melde, sollte ich auch dafür sorgen, dass ich eine Mannschaft aufbieten kann. Wenn meine Spieler (plus Leute im Mannschaftsumfeld) eine undisziplinierte Trötentruppe sind, die trotz mehrwöchigem Vorlauf dazu tendiert sich COVID 19 einzufangen, dann ist das bedauerlich, aber eher ein vereinsinternes Problem, was dadurch abgedeckt sein sollte, dass in den Fußballregeln der Fall des Nichtantritts der gegnerischen Mannschaft geregelt ist. Ich glaube, dass wir in der 3. Liga nicht mehr wie bei den F-Junioren denken müssen, wo jede Mannschaft mit einem tollen Gefühl nachhause fahren soll.

Auch wenn das jetzt leicht bescheuert klingt, würde ich beim DFB eruieren, ob die augenscheinlich finanziell klammen Drittligisten denn in ihren Stadien spielen müssen, oder ob nicht regelkonforme Plätze im Amateurstadion, im Nachwuchsleistungszentrum etc. ausreichen. Die Themen Rasenheizung und Zuschauerausschreitungen dürften jedenfalls nicht so ins Gewicht fallen.
Eine Erste Bundesliga ohne den 1. FC Kaiserslautern ist möglich aber sinnlos. - frei nach Loriot



Beitragvon Rheinteufel2222 » 19.05.2020, 15:24


MarcoReichGott hat geschrieben:Natürlich liegt die Schuld beim Verband und nicht bei den Vereinen. Der Verband gibt die Richtlinien vor nach denen gemeinsam gegeneinander gespielt wird. Und da Aufstieg und Abstieg mit riesigen finanziellen VOr- und Nachteilen verbunden sind, geht hier jeder VErein eben immer ans Maximum desssen, was gerade so vom Verband zugelassen wird. Wer das nicht macht, der mag zwar "solider" wirtschaften, aber letztlich ist er sportlich chancenlos.

Genau das war ja eine Sache, die Klatt hier immer wieder vorgeworfen wurde: Er hätte im Abstiegsjahr nicht genug Mittel freigegeben und damit für den FCK den viel teureren Abstieg verursacht.


Aber dennoch sind es die Vereine, die ans Maximum gehen. Niemand zwingt sie, es ist deren freie Entscheidung unter bewusster Inkaufnahme aller Risiken.

Die Dritte Liga verdient ebenso wie die anderen Ligen so viel wie sie angesichts des Interesses, das sie generiert, Wert ist. Zwei Klassen von der Bundesliga entfernt ist das nun einmal nicht mehr besonders viel. Aber diese Voraussetzung ist für alle teilnehmenden Vereine gleich.

Letztlich ist es die Diskrepanz zwischen eigener Erwartungshaltung und Selbstverständnis, nach dem sich viele der Drittligisten eigentlich in eine höhere Liga gehörend ansehen, und der tatsächlichen Leistungsfähigkeit, die dazu führt, dass fast alle immer am Rande des Abgrunds wirtschaften. Und kommt dann ein unerwartetes äußeres Ereignis wie diese Corona-Krisa, ist das Geschrei groß.

Aber das ist dann eben so. Da muss weder der DFB noch sonst irgendjemand Mitleid haben.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Thomas » 19.05.2020, 15:30


Der DFB hat nun ein neues Datum angekündigt - vorbehaltlich der behördlichen Erlaubnis:

Bild

DFB plant Re-Start in der 3. Liga nun am 30. Mai

Der Deutsche Fußball-Bund plant den Neustart in der 3. Liga am 30. Mai. Dieses Datum nannte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag in einem Video-Pressegespräch. Entscheidend dafür sei aber die Zustimmung der politischen Entscheidungsträger. "Die Saison sollte auf dem Rasen entschieden werden und nicht am grünen Tisch", bekräftigte DFB-Präsident Fritz Keller. (…)

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Spielabsagen und weitere Maßnahmen wegen Coronavirus
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon bladde3.0 » 19.05.2020, 15:50


Wheymann hat geschrieben:Ich finde es voll in Ordnung, dass der DFB die Fortführung um jeden Preis möchte. ...
Der FCK muss nun endlich Flagge zeigen, selbst wenn wir untergehen. Eine Allianz mit den Befürwortern des Abbruchs ist nicht mit den Tugenden des FCK vereinbar.

Es gibt übrigens Tests un Hülle und Fülle. Auch dieses Argument ist unsinnig.
Wuttke


Außer in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs. Dort gibts weit und breit keine.... :teufel2:



Beitragvon Dannyzk » 19.05.2020, 16:00


Naja also diese 4 Tage machen jetzt wirklich keinen Unterschied. Ich denke mal dass es somit dann auch am 30. Mai weitergehen wird.

Ob es bei Magenta Sport dann auch die Option gibt Stadionstimmung einzuschalten? Und ob ich sie im Endeffekt nutzen würde? Klar ist es besser wenn ein Tor fällt und man hört Gesänge und dergleichen, zum anderen ist das aber nicht echt und der Gedanke dass Fans "ersetzt" werden sollen gefällt mir GARNICHT. Der HSV beispielsweise sieht davon ab, da die Fans unersetzlich sind für sie.

Die Geisterspiele in der Bundesliga haben mir schonmal gezeigt dass es langweilig ist, ob das beim FCK auch so sein wird und ich mich über ein Tor genauso freuen kann wie beim 2:1 gegen Meppen als ich vor lauter Freude aber auch den Frust der letzten 7 Spiele an meinem Stuhl ausgelassen habe und ein Plastikstück kaputt geschlagen habe, man wird sehen..



Beitragvon BetzePower67 » 19.05.2020, 18:02


LM2608 hat geschrieben:Ich sag es manchmal ganz provokant:
Wer ein Sky-Abo hat, ist schuld am Untergang des Fußballs.


Das ist der entscheidende Satz. Da bin ich deiner Meinung.

Als das PayTV die Fußballbühne betreten hat, haben viele sogenannte Manager die Hosen runtergelassen und sich ganz weit nach vorne gebeugt, damit nur ja kein Widerstand mehr da ist. So konnte dieses System ganz tief in den Fußball eindringen. Der Fan rückte von da an immer mehr an den Rand des Interesses.
Gut zu sehen bei den Vereinen die in den letzten Jahren ihre Trainingscamps in Katar abgehalten haben oder Spielpausen dazu nutzten durch China oder USA zu touren. Und UEFA und FIFA führen ja einen regelrechten Überbietungswettwerb darin wer sich tiefer bücken kann. DFB, DFL, UEFA, FIFA - alle aus dem gleichen Holz geschnitzt und alle gleich biegsam. Hauptsache die Kohle stimmt.
Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly, Manager)



Beitragvon BetzePower67 » 19.05.2020, 18:35


Rheinteufel2222 hat geschrieben:Die Dritte Liga verdient ebenso wie die anderen Ligen so viel wie sie angesichts des Interesses, das sie generiert, Wert ist.


Na ja, ganz so ist es aber nicht wenn du dir mal die Zuschauerzahlen anschaust. Zwar gibt es in der 3. Liga ein großes Gefälle (wie übrigens in allen der ersten 3 Ligen), aber gerade im Vergleich zur 2. Liga sind die Unterschiede bei einigen Vereinen nicht so groß. Da würden einige 3.Ligisten in der 2. Liga unter den TopTen landen.
Und wenn du dir dann so ambitionierte "Vereine" wie Leverkusen, Hoffenheim und Wolfsburg aus der 1. Liga anschaust, dann sind die Zuschauerzahlen gemessen an den Ambitionen erbärmlich. Aber da wissen wir ja wo das herkommt, weil das "künstliche" Konstrukte ohne entsprechenden Background aus dem Fan-Bereich sind. Das sind Fußball-Firmen deren Zielsetzung in der Gewinnmaximierung liegt.
Von daher wäre es mir fast lieber die 3. Liga würde auch unter dem Dach der DFL vermarktet, und die Gelder würden gerechter aufgeteilt. Das Gefälle dürfte nicht so groß sein, wie es heute ist.
Stell dir mal vor das würde 60%, 30%, 10% von der 1. Liga bis zur 3. Liga aufgeteilt. Und innerhalb der Ligen müsste auch der Zuschauerschnitt der letzten X Jahre ein Rolle spielen.
Aber das wird alles Wunschdenken bleiben, denn die Großen werden ihre Geldtöpfe mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly, Manager)



Beitragvon MarcoReichGott » 19.05.2020, 18:50


Rheinteufel2222 hat geschrieben:Aber dennoch sind es die Vereine, die ans Maximum gehen. Niemand zwingt sie, es ist deren freie Entscheidung unter bewusster Inkaufnahme aller Risiken.
.


Gut: Der FCK hätte in die letzte Saison mit nem Etat von einer Millionen statt 6 Millionen gehen müssen. Anstatt mit gestandenen Drttliga Spielern und Talenten hätte man ein paar Amateure aus der 5. Liga spielen lassen, verstärkt mit ein paar Spielern aus der vierten Liga.

Was hättest du zu nem Management/Sportdirektor gesagt, die sowas probiert hätten?



Beitragvon scheiss fc köln » 19.05.2020, 19:04


MarcoReichGott hat geschrieben:
Rheinteufel2222 hat geschrieben:Aber dennoch sind es die Vereine, die ans Maximum gehen. Niemand zwingt sie, es ist deren freie Entscheidung unter bewusster Inkaufnahme aller Risiken.
.


Gut: Der FCK hätte in die letzte Saison mit nem Etat von einer Millionen statt 6 Millionen gehen müssen. Anstatt mit gestandenen Drttliga Spielern und Talenten hätte man ein paar Amateure aus der 5. Liga spielen lassen, verstärkt mit ein paar Spielern aus der vierten Liga.

Was hättest du zu nem Management/Sportdirektor gesagt, die sowas probiert hätten?



Dazu noch ettliche Auflagen seitens DFL/DFB was u.a. die Infrastruktur (Stadiongröße, NLZ, Medien, Ordner, etc.) betrifft. Gut, zu klein war unser Stadion nie. Aber warum sollen potentielle Absteiger ihre Schüsseln gefälligst ausbauen, und nach dem Abstieg dann selbst schauen, wo sie damit bleiben? Zumal man ja jetzt deutlich erkennt, dass Zuschauer im Stadion einen scheiß interessieren...
R.I.P Herr, vergib ihnen nicht - denn sie wissen was sie tun




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