Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Thomas » 05.11.2019, 22:21


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Stadion: FCK beantragt erneute Mietminderung

Der 1. FC Kaiserslautern hat bei der Stadt Kaiserslautern einen Antrag auf reduzierte Stadionpacht auch über die Saison 2019/20 hinaus gestellt. Dies meldet die "Rheinpfalz".

In der 3. Liga ist die volle Stadionpacht in Höhe von 3,2 Millionen Euro pro Jahr für den FCK kaum zu stemmen und wäre nur mit dramatischen Einsparungen bei der Fußballmannschaft möglich. Deshalb beantragt der Klub nun erneut das Modell, welches im März 2017 nach harten Diskussionen für zunächst zwei Jahre vom Stadtrat genehmigt wurde: Dieses sieht 425.000 Euro Pacht in der 3. Liga, 2,4 Millionen Euro in der 2. Bundesliga und gestaffelt bis zu maximal 4,6 Millionen Euro in der Bundesliga vor (siehe damalige DBB-Meldungen). Etwaige Minusbeträge muss die Stadt tragen.

Der Antrag des Vereins liegt nun beim Aufsichtsrat der städtischen Stadiongesellschaft vor. Sollte dieser zustimmen, müsste noch der Stadtrat die fälligen Ausgleichszahlungen genehmigen. Laut Oberbürgermeister Klaus Weichel gegenüber der "Rheinpfalz" sollen konkrete Gespräche mit den FCK-Verantwortlichen nach der Mitgliederversammlung am 01. Dezember 2019 geführt werden.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz


Ergänzung, 26.11.2019:

Stadt will Land um Hilfe für FCK-Stadion bitten

Der Stadtrat Kaiserslautern hat Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) beauftragt, mit dem Land Rheinland-Pfalz über eine finanzielle Hilfe der Stadiongesellschaft zu verhandeln.

Bislang ist der 1. FC Kaiserslautern als einziger Mieter für die Instandhaltung des Fritz-Walter-Stadions zuständig. Vor wenigen Tagen hatte der FCK in einem Antrag darum gebeten, dass die städtische Stadiongesellschaft sich in Zukunft teilweise an den Betriebskosten beteiligt. Die CDU-Fraktion im Stadtrat sieht die Stadt aufgrund ihrer angespannten finanziellen Lage damit jedoch überfordert. (…)

Quelle und kompletter Text: SWR


Ergänzung, 12.12.2019:

Stadtrat berät am 20.01. über FCK-Stadionkosten

Der Kaiserslauterer Stadtrat wird in einer Sondersitzung am 20. Januar 2020 über zwei Anträge des 1. FC Kaiserslautern debattieren: Der Verein hat eine erneute Reduzierung der Miete sowie eine Deckelung der Unterhaltskosten für das Fritz-Walter-Stadion beantragt.

Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) bestätigte diesen Termin gegenüber der "Rheinpfalz". Zuvor will Weichel beim rheinland-pfälzischen Innenministerium zwecks finanzieller Unterstützung vorsprechen. Aus den Reaktionen des Landes und des Stadtrates soll eine Weisung an den Aufsichtsrat der Stadiongesellschaft folgen, der wiederum am 29. Januar 2020 über eine Kostensenkung für den FCK beraten werde. Sollte es dann noch weitere Probleme geben, könnte der Stadtrat diese in seiner regulären Sitzung am 03. Februar 2020 nochmals aufgreifen.

FCK-Anträge für die 3. Liga: 425.000 Euro Miete & 500.000 Euro Unterhalt

Eingeladen zu der Stadtratssitzung am 20. Januar 2020 ist auch der neue FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt. Dieser hatte vor einer Woche bei seiner Vorstellung deutlich klargestellt, dass der Verein sich die vollen Stadionkosten in der 3. Liga schlicht und einfach nicht leisten könne. Voigts Vorgänger Michael Klatt und Martin Bader hatten deshalb folgende beiden Anträge gestellt: Zum einen soll die Stadionpacht wie zuletzt auf 425.000 Euro plus Bonuszahlungen in der 3. Liga und auf 2,4 Millionen Euro in der 2. Bundesliga abgesenkt werden. Und zum anderen möchten die FCK-Verantwortlichen erstmals auch die Instandhaltungskosten für den Verein auf maximal 500.000 Euro deckeln. Im regulären Stadionvertrag, der noch aus Bundesliga-Zeiten stammt, sind 3,2 Millionen Euro Pacht sowie sämtliche Unterhaltskosten zulasten des FCK vorgesehen. Da sowohl der Verein als auch die Stadt kaum noch finanzielle Spielräume haben, sind wie schon in den vergangenen Jahren wieder harte Diskussionen zu erwarten.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz


Ergänzung, 06.01.2020:

Stadionkosten: FCK zieht einen der Anträge zurück

Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern hat einen der beiden Anträge, über die der Stadtrat diesen Monat entscheiden sollte, zurückgezogen. Entsprechende RHEINPFALZ-Informationen bestätigte am Montag Oberbürgermeister Klaus Weichel. Zurückgezogen hat der Klub den Antrag, die Unterhaltungskosten für das Fritz-Walter-Stadion zu deckeln. Wenn der Stadtrat am 20. Januar zu einer Sondersitzung zu dem Thema zusammenkommt, geht es "nur" noch um die Stadionmiete für die Zukunft. Mehr Details zum zurückgezogenen und noch gültigen Stadion-Antrag des FCK.

Quelle: Rheinpfalz


Ergänzung, 08.01.2020:

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OB Weichel fordert FCK-Aktien für Mietnachlass

Am 20. Januar 2020 berät der Stadtrat Kaiserslautern über den Antrag des 1. FC Kaiserslautern, die Pacht für das Fritz-Walter-Stadion auch in der kommenden Saison abzusenken (siehe Chronologie im DBB-Forum). Oberbürgermeister Klaus Weichel bringt hierfür nun den Abtritt von FCK-Anteilen ins Spiel und hat dazu die nachfolgende Pressemitteilung veröffentlicht.

Mit dem erneuten Antrag auf eine Mietminderung für das Fritz-Walter-Stadion hat der 1. FC Kaiserslautern Ende 2019 zum Ausdruck gebracht, dass die wirtschaftliche Lage des Vereins aufgrund der sportlichen und finanziellen Situation in der dritten Liga weiterhin nicht tragbar ist. Die Stadt Kaiserslautern und die Stadiongesellschaft haben dies als Vermieter des Fritz-Walter-Stadions besorgt zur Kenntnis genommen. Als Voraussetzungen für Verhandlungen über eine mögliche Reduzierung der Pacht hat Oberbürgermeister Klaus Weichel im Vorfeld der Stadtratssitzung am 20. Januar jedoch erstmals Forderungen nach einem Gegenwert an die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern gestellt.

OB Weichel: "So sehr wir uns für die Region eine sportliche Wiederauferstehung des FCK wünschen, so sehr müssen wir als Stadt Kaiserslautern die Interessen der Steuerzahler, den städtischen Finanzhaushalt und die erdrückende Altschuldenlast Kaiserslauterns berücksichtigen. Mit unserer erstmaligen Forderung nach einem finanziellen Gegenwert reichen wir dem FCK nicht als geprellter Vermieter oder gar Mäzen die Hand, sondern als städtischer Partner, der die Interessen der Fans versteht und die Sorgen der Bürger im Blick hat."

Weichel: "Einen Gegenwert für die Stadt schaffen"

"Das finanzielle Entgegenkommen der Stadiongesellschaft gegenüber dem FCK ist bisher wiederholt zu Lasten des Finanzhaushalts ohne nennenswerten Gegenwert erfolgt", schildert das Stadtoberhaupt. "Darum hege ich den Wunsch, bei einem weiteren Mietnachlass auch eine konkrete Kompensation für die Stadiongesellschaft und somit auch für die Stadt zu erwirken - und zwar in Form von Aktien der Kapitalgesellschaft des 1. FC Kaiserslautern. Es kann nicht sein, dass diese Leistungen als selbstverständlich hingenommen werden." Eine solche Kompensation könne nach Ansicht des Oberbürgermeisters sowohl die Akzeptanz der Stadtratsmitglieder als auch der Kommunalaufsicht für weitere finanzielle Zugeständnisse an den FCK fördern. Seine Forderungen habe er den FCK-Verantwortlichen heute in einem Gespräch mitgeteilt.

"Diese neue Basis kann ein erstes Fundament sein, auf dessen Zukunft am Betzenberg gestaltet und in Einklang mit den Bürgerinteressen und den kommunalen Aufsichtsbehörden gebracht werden kann. Wir brauchen neue Ideen und innovative Wege, um uns gemeinsam aus der Negativspirale der letzten Jahre zu befreien", so OB Weichel abschließend.

Quelle: Stadt KL


Ergänzung, 09.01.2020:

Quante: Pachtnachlass für FCK nur mit Gegenwert

In der Debatte um die Pachtzahlungen für das Fritz-Walter-Stadion, über die am 20. Januar der Stadtrat Kaiserslautern berät, hat sich nun auch der Bund der Steuerzahler zu Wort gemeldet. Dessen Geschäftsführer René Quante unterstützt in einer Pressemitteilung den Vorschlag von Oberbürgermeister Klaus Weichel.

Der Steuerzahlerbund begrüßt den Vorstoß von Oberbürgermeister Klaus Weichel, dem 1. FC Kaiserslautern eine erneute Pachtsenkung nur gegen Anteile an deren Profi-Gesellschaft gewähren zu wollen. Damit greift Weichel einen BdSt-Vorschlag auf. Die kostspielige wie erfolglose Politik der Sportwetten muss endlich enden. Auch das Land Rheinland-Pfalz sieht der BdSt nicht in der Verantwortung, den Profifußball des FCK direkt oder indirekt zu finanzieren.

"Stolze Pachtsenkungen in der 2. und 3. Liga für illusorische Mondschein-Pachten in der 1. Bundesliga - die bisherige Politik der Sportwetten auf die Roten Teufel führte wiederholt zu unnötigen Millionenschäden zulasten der Stadtkasse. Deswegen sind wir froh, dass Oberbürgermeister Klaus Weichel davon wegkommen will und einen BdSt-Vorschlag aufgreift. Wenn schon eine Pachtsenkung bei der Nutzung des Fritz-Walter-Stadions, dann nur gegen einen angemessenen Gegenwert wie Anteile an der Profi-Gesellschaft der Roten Teufel. Wir hoffen, dass diese Sicht künftig auch von der Mehrheit im Stadtrat geteilt wird", so René Quante, Geschäftsführer des BdSt Rheinland-Pfalz. "Die Aktien sollte am besten die stadteigene Stadiongesellschaft halten. Auf diese Weise könnte ein interessierter Großinvestor wie Flavio Becca später die gesamte Stadiongesellschaft mit allen Vermögenwerten, aber auch allen Verbindlichkeiten kaufen. Was die Roten Teufel und der Investor dann unter sich ausmachen, wäre ihre Sache. Hauptsache die Steuerzahler sind endlich aus dem Spiel."

"Auch der 1. FC Kaiserslautern sollte sich von der Vorstellung verabschieden, dass die Stadtkasse immer wieder großzügig zur Lösung seiner Finanzprobleme beiträgt. Private Kreditgeber sowie die Betze-Anleihehalter bekommen jährliche Zinsen und am Ende ihr Geld zurück. Die Investoren sollen Anteile an der Profi-Gesellschaft, Einfluss und echte Rendite-Chancen erhalten. Da kann es nicht sein, dass das hochverschuldete Kaiserslautern über die Pacht-Konstruktion millionenschwere Schäden erleidet, aber private Dritte mit dem Profi-Fußball Kasse machen können", kritisiert Quante.

Vom Wunsch des Stadtrates von Kaiserslautern nach einer finanziellen Beteiligung des Landes Rheinland-Pfalz zur Unterstützung des FCK hält der Steuerzahlerbund gar nichts. "Wenn die Roten Teufel Spiele gewinnen und aufsteigen, dann lag es am tollen Fußball. Wenn dagegen die Roten Teufel spielerisch erfolglos sind, dann sind die Folgekosten aus dem Stadionausbau für die Weltmeisterschaft von 2006 mit schuld. Dieses Spielchen kennen wir nur zur Genüge", moniert der BdSt-Geschäftsführer. "Das Land Rheinland-Pfalz hat all seine vergangenen Pflichten erfüllt. Für die Spielerfolge ist wiederum einzig der FCK zuständig. Wenn die nicht geliefert werden, so ist es nicht Aufgabe der Landeskasse, erfolglosen Profi-Fußball zu subventionieren - auch nicht indirekt, wenn das Land die Stadt für neue Pachtreduzierungen teilentschädigen würde."

Quelle: Bund der Steuerzahler


Ergänzung, 09.01.2020:

Der 1. FC Kaiserslautern nimmt Stellung

Im folgenden nimmt der 1. FC Kaiserslautern Stellung zur Pressemitteilung der Stadt Kaiserslautern vom 8. Januar 2020 in Bezug auf die Pacht des Fritz-Walter-Stadions.

Die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern zeigen sich über den Zeitpunkt und Inhalt der am Mittwoch öffentlich getätigten Aussagen des Oberbürgermeisters der Stadt Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel, irritiert.

Bei allem Verständnis darüber, dass der Oberbürgermeister die Interessen der Stadt und seiner Bürger vertreten muss, können die FCK-Verantwortlichen nicht nachvollziehen, dass unter Berücksichtigung des Status Quo der laufenden Gespräche zur Lösungsfindung zwischen den Partnern, der 1. FC Kaiserslautern nun vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll.

Bereits im September sowie im Dezember 2019 hatte der Oberbürgermeister den Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern gegenüber erklärt, dass er den Verein in seinem Wunsch zur Fortschreibung der Pachtreduzierung unterstützen will.

An dieser Zielsetzung hält der 1. FC Kaiserslautern auch weiterhin fest und freut sich auf die Fortsetzung der vertrauensvollen Verhandlungen.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 10.01.2020:

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Merk zum Stadion: "Wir führen weiter Gespräche"

Der Vorstoß von Oberbürgermeister Klaus Weichel in Sachen Stadionpacht hat beim 1. FC Kaiserslautern für Irritation gesorgt. Die FCK-Verantwortlichen nehmen das Thema ernst, wollen aber weiter mit allen Beteiligten im konstruktiven Gespräch bleiben. Wir haben dazu bei Markus Merk nachgefragt.

"Wir haben viele Puzzlestücke und sind dabei, diese zu einem großen Bild zusammenzufügen. Aber wenn ein Mosaikstein nicht funktioniert, dann können auch andere ins Wanken geraten", erklärt der Beiratsvorsitzende Merk im Gespräch mit Der Betze brennt. Neben der Stadionpacht haben die neuen FCK-Bosse bekanntlich noch viele weitere Variablen, die sie auf dem Weg zur Lizenz für die kommende Saison berücksichtigen müssen. Und alle Schritte müssen dabei gut aufeinander abgestimmt werden.

"Im Dezember hatte uns der Oberbürgermeister noch unterstützt"

Für die 3. Liga hat der FCK einen Antrag zur erneuten Absenkung der Stadionpacht auf 425.000 Euro gestellt, gleichzeitig aber einen Antrag auf Beteiligung der Stadiongesellschaft an den Unterhaltskosten zurückgezogen. Umso überraschter waren die FCK-Verantwortlichen nun, als Kaiserslauterns Oberbürgermeister Weichel per Pressemitteilung die Forderung nach Aktienanteilen stellte. Merk dazu: "Wir haben über Wochen hinweg am großen Ganzen gearbeitet. Dabei hatte uns im Dezember auch der Oberbürgermeister konstruktiv unterstützt. Dass er nun im Januar unseren Antrag im Stadtrat verändert und dies auch sofort öffentlich kommuniziert hat - darüber waren wir irritiert und haben das auch so kundgetan."

Gesprächsangebot an Quante - Stadionrückkauf als Zukunftsvision

Am 20. Januar soll im Kaiserslauterer Stadtrat über die Pachtreduzierung und mögliche Gegenleistungen entschieden werden. Merk und Co. wollen die verbleibende Zeit nutzen, um weiter miteinander zu sprechen, haben neben den Politikern auch Kritikern wie Steuerzahlerbund-Chef René Quante ein persönliches Gespräch angeboten. Mittelfristig ist der Rückkauf des Fritz-Walter-Stadions die Vision der Vereinsbosse. Merk: "Wir führen weiter Gespräche in allen Bereichen und haben unsere Ideen, wie wir weiter vorgehen wollen. Gerade rund um das Thema Stadion streben wir eine zeitnahe, zukunftsorientierte, gesellschaftliche Lösung an."

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 13.01.2020:

Stadionpacht: Entscheidung wohl erst im Februar

Eigentlich sollte der Kaiserslauterer Stadtrat am 20. Januar darüber entscheiden, wieviel Pacht der 1. FC Kaiserslautern kommende Saison für das Fritz-Walter-Stadion bezahlen muss. Nun könnte der Beschluss aber um zwei Wochen auf den 03. Februar verschoben werden.

Diesen Wunsch haben einem Bericht der "Rheinpfalz" zufolge sowohl der FCK als auch die Fraktionen von CDU, Grünen und FWG geäußert. Aus Sicht der drei Parteien, die derzeit eine Koalition im Stadtrat gegen Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) vorbereiten, liegen momentan noch nicht genügend Informationen auf dem Tisch. Deshalb sollen auf der Sondersitzung am 20. Januar zunächst die noch offenen Fragen thematisiert werden, ehe auf der regulären Sitzung am 03. Februar dann die Entscheidung fallen soll. Ob es tatsächlich zu dieser Verschiebung kommt, steht aber noch nicht fest.

Stadtrat fordert genauere Infos vom Bürgermeister und vom FCK

Den Vorschlag von OB Weichel, der Stadiongesellschaft FCK-Aktien als Gegenleistung für einen Mietnachlass zu überschreiben, bewerten CDU, Grüne und FWG zunächst positiv. Aber auch hierzu sollten erstmal genauere Informationen gegeben werden. Im Vergleich zu den letzten Mietverhandlungen vor zwei Jahren hat sich zudem auch beim FCK einiges verändert: Der Verein hat seine Lizenzspielerabteilung ausgegliedert, verhandelt mit großen und kleineren Investoren, hatte letzten Sommer den Einstieg des Luxemburgers Flavio Becca mit bis zu 25 Millionen Euro angekündigt. Auch zu diesen Themen verlangen die Parteien weitere Erklärungen, ebenso wie zu der Frage, warum die Säule für "Fans und Mitglieder" als Investoren noch nicht geöffnet wurde. "Es sollte das gemeinsame Ziel sein, eine Lösung zur Sicherung der Existenz des 1. FCK zu realisieren", zitiert die "Rheinpfalz" aus dem gemeinsamen Antrag von CDU, Grünen und FWG.

Der komplette Bericht unter dem Titel "Wird am 20. Januar über die FCK-Stadionmiete überhaupt entschieden'" ist in der Online-Ausgabe der "Rheinpfalz" (kostenpflichtig oder mit Abonnenten-Login) verfügbar.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz


Ergänzung, 15.01.2020:

Stadtrat: Anträge zur Stadionmiete veröffentlicht

Am kommenden Montag tagt der Kaiserslauterer Stadtrat in einer Sondersitzung zum Thema Fritz-Walter-Stadion. Bezüglich der zukünftigen Pachtzahlungen des 1. FC Kaiserslautern liegen zwei Anträge vor, die heute online zugänglich gemacht wurden.

Die öffentliche Sitzung am Montag, den 20. Januar 2020 beginnt um 16:00 Uhr mit einer Einwohnerfragestunde. Schon hier könnten einige interessante Themen, sei es von FCK-Fans oder anderen Bürgern, genauer hinterfragt werden. Die komplette Tagesordnung der Sitzung wurde auf der Internetseite der Stadt Kaiserslautern veröffentlicht:

» Zur Tagesordnung: Sondersitzung Stadtrat Kaiserslautern am 20. Januar 2020

Antrag der Parteien: Mehr Informationen von allen Beteiligten

Nach der Einwohnerfragestunde folgt unter Tagesordnungspunkt 3 der gemeinsame Antrag der Fraktionen von CDU, Grünen und FWG, über den vor ein paar Tagen schon die "Rheinpfalz" berichtet hatte. Die drei Parteien wollen den FCK als wichtige Institution der Stadt unterstützen, so heißt es wörtlich: "Es sollte das gemeinsame Ziel sein, eine Lösung zur Sicherung der Existenz des 1. FCK zu realisieren!" Gleichzeitig solle aber auch sehr kritisch die Bedürftigkeit des Klubs sowie die Ausgestaltung einer möglichen Hilfestellung hinterfragt werden. Konkret werden die FCK-Verantwortlichen sowie der Oberbürgermeister aufgefordert, genauere Auskunft zu Entwicklungen, Konzepten und Verhandlungen sowie zum Interesse von Investoren geben.

» Zum kompletten Antrag der Fraktionen CDU, Grüne und FWG

Beschlussvorlage des Bürgermeisters: Mietnachlass gegen FCK-Aktien

Unter Tagesordnungspunkt 4 hat Oberbürgermeister Klaus Weichel einen Antrag des 1. FC Kaiserslautern aufgenommen und um einen Zusatzpunkt ergänzt: Demnach soll der Stadtrat darüber abstimmen, dem FCK in den Saisons 2020/21 und 2021/22 einen Mietnachlass zu gewähren. Die reguläre Stadionpacht in Höhe von 3,2 Millionen Euro soll in der 2. Bundesliga auf 2,4 Millionen Euro und in der 3. Liga auf 425.000 Euro (plus mögliche Bonuszahlungen) abgesenkt werden. In der Bundesliga würde die Pacht auf über 4 Millionen Euro ansteigen. Diesem Antrag des Vereins wurde - auch darüber wurde bereits berichtet - seitens des Bürgermeisters noch die Forderung nach einer Gegenleistung zum Beispiel in Form von FCK-Aktien hinzugefügt.

» Zur kompletten Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters

Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass die Entscheidung über die Stadionpacht am Montag um mindestens zwei Wochen vertagt wird. In der Zwischenzeit werden die Fraktionen die neu erhaltenen Informationen auswerten. Die nächste reguläre Sitzung des Stadtrats ist dann für Montag, den 03. Februar 2020 vorgesehen.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 16.01.2020:

Der FCK, die Stadt, das Stadion: Ein Teufelskreis

Das Fritz-Walter-Stadion: Ein seit Jahren heiß diskutiertes Thema. Nun fordert die Kommunalpolitik einen Wertausgleich für künftige Pachtsenkungen zugunsten des 1. FC Kaiserslautern. Eine Lösung des Problems ist es jedoch nicht. Im Gegenteil: Das verschiebt es nur in die Zukunft.

Australier, die mit aufblasbaren Kängurus ganz Kaiserslautern in eine einzige Partymeile verwandelten. Dazu der karibische Flair, den die tanzenden und singenden Anhänger aus Trinidad und Tobago verbreiteten. Was während der Weltmeisterschaft 2006 in der 100.000-Einwohner-Stadt Kaiserslautern los war, ist bis heute unvergessen. Die Vielfalt, die Stimmung in der mit Abstand kleinsten WM-Stadt des Landes war einzigartig. Rund eine Million Besucher bevölkerten die Stadt im Pfälzerwald, die das WM-Motto, "Die Welt zu Gast bei Freunden", auslebte, wie wohl kaum eine Zweite. Doch nach der WM folgte der große Kater - der eigentlich absehbar war.

Kurz gefasst: Der für die WM notwendige Ausbau endete in einem finanziellen Fiasko. Statt der ursprünglich veranschlagten Summe von rund 48 Millionen Euro - verteilt auf die Stadt, Land und Verein - stiegen die Kosten auf über 70 Millionen Euro. Lange war die Finanzierung unklar, doch Stadt und Land sprangen letztlich ein. Die drohende Insolvenz des sich auch abseits der Stadionthematik in Geldnot befundenen FCK konnte nur abgewendet werden, indem die Fritz-Walter-Stadion-Gesellschaft GmbH, deren einziger Gesellschafter die Stadt Kaiserslautern ist, das Stadion und das Nachwuchsleistungszentrum 2003 vom Verein erwarb. Der dafür nötige Kredit beläuft sich nach mehreren Umschuldungen auf rund 66 Millionen Euro und läuft bis ins Jahr 2036. Vorzeitige Tilgungen sind nicht vorgesehen, stattdessen hoffte man schon damals auf einen Investor - bis heute vergebens. Immerhin 14 Millionen Euro sind als Kapitalrücklage gebildet. (…)

Quelle und kompletter Text: Kicker


Ergänzung, 18.01.2020:

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Stadionmiete: Layenberger schreibt offenen Brief

In der Debatte um die Pachtzahlungen für das Fritz-Walter-Stadion hat sich Harald Layenberger mit einem offenen Brief an den Stadtrat und Oberbürgermeister Klaus Weichel gewandt. Der FCK-Hauptsponsor und gebürtige Kaiserslauterer schreibt: "Lautern ist und bleibt der FCK und der FCK ist Lautern."

"Schuldzuweisungen an Bund, Land und/oder Stadt zu tätigen, ist im Moment für mich genauso absurd wie mit hochtrabenden Theorien und Statistiken aufzuwarten um beweisen zu wollen, dass der alleinig Schuldige an der Misere der 1. FC Kaiserslautern und der allseits Leidtragende dadurch der Steuerzahler ist", so Layenberger vor der Sitzung des Stadtrats am Montag. Dann wird die Politik über Forderungen und Zugeständnisse an den FCK beraten, der sich die volle Stadionmiete in Höhe von 3,2 Millionen Euro in der 3. Liga nicht leisten kann (siehe Chronologie im DBB-Forum).

Layenberger appelliert: "Hört auf mit der Suche nach dem Schuldigen, konzentriert Euch auf eine zukunftsgerichtete dauerhafte Lösung. (…) Denn Lautern ohne FCK ist die schlechteste aller Lösungen für uns alle, auch für den Steuerzahler!"

» Zum kompletten Schreiben von FCK-Hauptsponsor Harald Layenberger

Offener Brief an alle Verantwortlichen und Mitveranwortlichen der Stadtpolitik, sowie an den Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern!

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates, liebe Politiker,
Werter Herr Dr. Weichel,

vorweg möchte ich betonen, dass ich weder einer politischen Partei angehöre noch in irgend einem politischen Lager stehe. In Sachen Fritz Walter Stadion und 1. FCK bin ich weder neutral noch unvoreingenommen. Ich bin gebürtiger Lautrer und langjähriger Bürger dieser Stadt. Groß geworden im Sog eines Traditionsvereins und bis heute darin gefangen, habe ich die WM 2006 in unserer Stadt hautnah miterlebt und wie viele andere den internationalen Flair auf der Partymeile in der Eisenbahnstrasse, fast rund um die Uhr genossen. Als Lautrer sollte, nein als Lautrer muss man eigentlich Fan des 1. FC Kaiserslautern sein. Aber Fußball ist ja bekanntlich nicht alles im Leben und somit gibt es sicher auch einige Menschen in unserer Stadt, deren Leidenschaft zum FCK sich in Grenzen hält und die wenig Verständnis dafür aufbringen, dass eine finanziell marode Stadt wie Kaiserslautern ständig einen Profiverein wie den 1.FCK unterstützt und dies natürlich ausschließlich mit Steuergeldern, also zu Lasten des Steuerzahlers, tut. Mit klarer Kante wird allseits absolutes Unverständnis gepredigt und immer wieder für Verunsicherung gesorgt.

Schuldzuweisungen an Bund, Land und / oder Stadt zu tätigen, ist im Moment für mich genauso absurd wie mit hochtrabenden Theorien und Statistiken aufzuwarten um beweisen zu wollen, dass der alleinig Schuldige an der Misere, der 1. FCK und der allseits Leidtragende dadurch der Steuerzahler ist.

Lautern ist und bleibt der FCK und der FCK ist Lautern. Der kleine gallische Ort, wie man uns früher bezeichnet hat, ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. Warum? Durch was? Durch wen? Na raten Sie doch mal.

Als Fan, Mitglied und als Hauptsponsor des 1. FCK fordere ich Sie auf, im Sinne des 1.FC Kaiserslautern zu denken und zu handeln. Hört auf mit der Suche nach dem Schuldigen, konzentriert Euch auf eine zukunftsgerichtete dauerhafte Lösung. Die neue Führung von Verein und Kapitalgesellschaft, sowie der neu formierte Aufsichtsrat des eV und Beirat der KGaA hat unser aller Vertrauen verdient, es sind durchweg ehrbare Leute, dass war nicht immer so! Auch diejenigen deren Leidenschaft nicht das runde Leder ist, sollten wissen, daß der 1. FCK ein wichtiger und wesentlicher Wirtschaftsfaktor in und um Kaiserslautern ist.

Hört auf mit den ewigen, gegenseitigen Schuldzuweisungen, denkt und handelt im Interesse von Kaiserslautern und somit im Interesse des 1. FCK, denn Lautern ohne FCK ist die schlechteste aller Lösungen für uns alle, auch für den Steuerzahler!

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Seit1969 » 05.11.2019, 23:54


Vielleicht sollte der Stadtrat dem Ganzen ein Ende bereiten und dem Ansinnen einen Riegel vorschieben.
Ich bin immer mehr bereit meinen FCK in einer "geregelten Insolvenz" und einem Neustart zu akzepzieren.
Das Sterben auf Raten, das ständige Betteln bei der Stadt und den Steuerzahlern ist entwürdigend. Einem FCK, seiner Geschichte und großer Vergangenheit, Bedeutung und großen Spielern wird das nicht gerecht.
Ein kompletter Neuanfang mit Merk und seiner Mannschaft birgt Hoffnung.
Fly with the eagle or scratch with the chicken



Beitragvon -Hans- » 06.11.2019, 00:14


Die Stadt wird sich mit dem Antrag befassen müssen, weil es vermutlich keine seriösen Alternativen gibt. Eine Insolvenz ist kein Allheilmittel und schon gar keine Garantie für ein Happyend. Im Gegenteil. Das Risiko abgewickelt zu werden ist immens.
Gruß
Hans



Beitragvon rotweiss76 » 06.11.2019, 06:42


Hört doch bitte auf mit dem Thema Insolvenz.
Das schlimmste was passieren kann ist die Insolvenz.
Da wäre der FCK von der Bildfläche verschwunden... und aus die Maus....

Das Thema Stadion muss gelöst werden. Egal, ob 1., 2. oder 3. Liga.



Beitragvon Shiro » 06.11.2019, 06:44


Seit1969 hat geschrieben:Vielleicht sollte der Stadtrat dem Ganzen ein Ende bereiten und dem Ansinnen einen Riegel vorschieben.
Ich bin immer mehr bereit meinen FCK in einer "geregelten Insolvenz" und einem Neustart zu akzepzieren.
Das Sterben auf Raten, das ständige Betteln bei der Stadt und den Steuerzahlern ist entwürdigend. Einem FCK, seiner Geschichte und großer Vergangenheit, Bedeutung und großen Spielern wird das nicht gerecht.
Ein kompletter Neuanfang mit Merk und seiner Mannschaft birgt Hoffnung.


Nach einer Insolvenz gibt es "deinen" FCK nicht mehr, so einfach ist das.

Fussball ist heute vor allem eines: Kommerz. Je länger ein Verein weg vom "großen" Geld ist, desto weniger Chancen hat, auch nur in die Nähe der oberen Ligen zu kommen.

Es gibt einen Grund, warum quasi schon ein Spieler eines 2-Ligisten mehr "Marktwert" hat, als der gesamte FCK-Kader.
Wen tun wir fressen?! Die rot-weiß-roten Essen!
Wen tun wir lynchen?! Die FC-Bayern-München!
Wen machen wir zur Sau?! Den H-S-V!
Und dann und dann und dann - kommt Ajax Amsterdam!
Aaaa-jax ist zum putzen daaa, Aaa-jax ist zum putzen daaa - Aaajax ist zum putzen da - haut sie auf die Schnauze!



Beitragvon Betzegeist » 06.11.2019, 07:07


Die Stadt KL ist sicherlich die Letzte die etwas von einer Insolvenz des FCK hält.

Schau mer mal was nach dem 01.12. passiert.
Unwahr und falsch ist, dass man euch diese Intrigen und Klüngeleien durchgehen lässt.



Beitragvon WernerL » 06.11.2019, 07:19


rotweiss76 hat geschrieben:Hört doch bitte auf mit dem Thema Insolvenz.
Da wäre der FCK von der Bildfläche verschwunden... und aus die Maus....

Das Thema Stadion muss gelöst werden. Egal, ob 1., 2. oder 3. Liga.


Die JHV die jetzt ansteht wird wahrscheinlich die wichtigste in unserer Geschichte sein!

Hier muss es um Lösungen gehen und nicht um Nachkarten und Schuldzuweisungen.
Schuld tragen wir ALLE!
Hier müssen alle Alternativen und bestehende Möglichkeiten auf den Tisch und besprochen werden!

Vor allem bin ich gespannt ob ÜBERHAUPT noch etwas geht.

Ladet alle ein: Becca, Weichel, Merk, Kinscher.
Alle mit Lösungen und Vorschlägen müssen her!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon wernerg1958 » 06.11.2019, 07:36


Nachdem ja abzusehen ist, daß es bald RL oder gar OL heist für den FCK, sollte weniger die Pacht für Liga 2 oder gar eins in dem Antrag stehen sondern wie oben schon angedeutet RL oder OL. Desweiteren bin ich der Meinung, da der Stadtrat nach der letzten Wahl neu besetzt wurde dass es hier keine Mietminderung für Liga 3 mehr gibt! Jetzt wird der Verkauf auf niedrigem Niveau angestrebt, genau nach Geschmack des Herrn Becca und seinen Investoren.



Beitragvon WernerL » 06.11.2019, 07:38


wernerg1958 hat geschrieben:Jetzt wird der Verkauf auf niedrigem Niveau angestrebt, genau nach Geschmack des Herrn Becca und seinen Investoren.


Bedi Insiolvenz zahlt der Steuerzahler den vollen Betrag um für den unfähigen FCK aufzukommen, das ist also besser?
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]



Beitragvon wernerg1958 » 06.11.2019, 07:47


Wer sagt das, erstens zahlt der Steuerzahler jetzt schon jede Menge! Denn die Pacht von 425000€ deckt nichtmal den Zins und zweitens nenne mir doch mal Alternativen? Und bitte nicht Becca der Milliardär. Zweitens ist eine Insolvenz der SG und ein Verkauf z.B für 30 Mio für die Stadt billiger als alles was da wie lange noch an Miete reduziert werden soll! Der FCK kann sich das Stadion nicht mehr leisten schon lange nicht mehr. Weiter müßte der FCK die Liga halten danach sieht es definitiv nicht aus, es kommt genau so, wie es sich die oberen vorgestellt haben. Alles andere sind Träumereien, und unrealistische Wünsche



Beitragvon Oktober1973 » 06.11.2019, 08:16


Shiro hat geschrieben:
Seit1969 hat geschrieben:Vielleicht sollte der Stadtrat dem Ganzen ein Ende bereiten und dem Ansinnen einen Riegel vorschieben.
Ich bin immer mehr bereit meinen FCK in einer "geregelten Insolvenz" und einem Neustart zu akzepzieren.
Das Sterben auf Raten, das ständige Betteln bei der Stadt und den Steuerzahlern ist entwürdigend. Einem FCK, seiner Geschichte und großer Vergangenheit, Bedeutung und großen Spielern wird das nicht gerecht.
Ein kompletter Neuanfang mit Merk und seiner Mannschaft birgt Hoffnung.


Nach einer Insolvenz gibt es "deinen" FCK nicht mehr, so einfach ist das.

Fussball ist heute vor allem eines: Kommerz. Je länger ein Verein weg vom "großen" Geld ist, desto weniger Chancen hat, auch nur in die Nähe der oberen Ligen zu kommen.

Es gibt einen Grund, warum quasi schon ein Spieler eines 2-Ligisten mehr "Marktwert" hat, als der gesamte FCK-Kader.


Deswegen hatte ich mich auch gefragt, warum Oliver Bierhoff mit der Idee um die Ecke kam, die 3. Liga noch weiter aufzupumpen, wo jeder weiss dass diese finanziell kaum zu stemmen ist.
Aber scheinbar beherbergt der Fussballzirkus viele, die vielleicht in der freien Wirtschaft keinen Fuss auf den Boden bekämen.
Mir ist es mittlerweile schon egal, ob ein AR Mitglied im Verein ist oder nicht.
Wenn er Expertise mitbringt, kein Söldner ist und dem Club helfen kann - dann her damit.
Dieses Kettenkarusell Fussballsumpf, wo in gleichförmiger Regelmässigkeit auf- und abgesprungen wird, mit den ewig gleichen Namen, muss mal angehalten werden.



Beitragvon Mr.Blum » 06.11.2019, 08:27


Seit1969 hat geschrieben:Einem FCK, seiner Geschichte und großer Vergangenheit, Bedeutung und großen Spielern wird das nicht gerecht.


Dem Verein ist die Bodenhaftung der Basis verlorengegangen und ja, ggf. könnte eine Insolvenz das korrigieren. Der FCK ist heute was er ist - ein sportlicher Nobody mit netter Historie.



Beitragvon carpe-diabolos » 06.11.2019, 08:29


Es ist dringend geboten, dass der neue AR/BR und GF mit Stadt und Stadiongesellschaft, aber auch mit der SSK ein tragfähiges Konzept erarbeiten, das

1.die Pachtzahlungen an den sportlichen erfolge (Ligazugehörigkeit) knüpfen

2.langfristig das Stadion von der Stadiongesellschaft ins Eigentum des FCK zurücküberführen.

Alle bisherigen Vorstände haben die Problematik vor sich hergeschoben und auf ein Wunder gehofft. Dies wird aber nicht eintreten, ohne dass man den scheinbar gordischen Knoten löst.
Ich hoffe sehr, dass die neuen verantwortlichen Bank und Politik an einen Tisch bringen und eine seriöse Lösung erarbeiten. Dann gewinnt man auch die Öffentlichkeit, die von dieser Thematik genervt ist.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon Seb » 06.11.2019, 08:29


Seit1969 hat geschrieben:Vielleicht sollte der Stadtrat dem Ganzen ein Ende bereiten und dem Ansinnen einen Riegel vorschieben.
Ich bin immer mehr bereit meinen FCK in einer "geregelten Insolvenz" und einem Neustart zu akzepzieren.
Das Sterben auf Raten, das ständige Betteln bei der Stadt und den Steuerzahlern ist entwürdigend. Einem FCK, seiner Geschichte und großer Vergangenheit, Bedeutung und großen Spielern wird das nicht gerecht.
Ein kompletter Neuanfang mit Merk und seiner Mannschaft birgt Hoffnung.


Auch nach einer Insolvenz können wir die volle Stadionmiete in Liga 3 nicht zahlen. Wie hier schon einige schreiben, wäre eine Insolvenz das Schlimmste, das uns passieren kann. Der einzige Weg aus der Misere ist sportlicher Erfolg und TV-Einnahmen in Liga 1 oder 2. Nach 3 Jahren Bundesliga hätten wir sicherlich einen riesen Schritt in Richtung Sanierung getan, aber das ist leider leichter gesagt als getan.



Beitragvon devil49 » 06.11.2019, 08:41


Irgendwo glaube ich einmal etwas von einem "Investor" gehört zu haben.

Man sollte diese Bettelei beim Steuerzahler endlich einstellen, zumal bei den Summen die für Fehl-Transfers und Gehälter für Leistungsverweigerungen gezahlt werden!



Beitragvon DerRealist » 06.11.2019, 08:50


Schwierige Situation.
Für die Mission "FCK sucht die nächste Lizenz" ist das ein Mehrfrontenkrieg.

Das wird ja für den Stadtrat gefühlt nur eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
Daumen hoch für weitere Mietminderung, Einnahmen (vielleicht auch eingeplant) gehen flöten. Und man macht sich äußerst beliebt beim Steuerzahler.
Daumen nach unten bedeutet immense (neben der sowieso katastrophalen Situation) Mehrbelastung für den FCK und Risiko des Totalausfalls dieses Vereins. Aber dann ist vom FCK garnichts mehr zu holen. Nichtmal der mittlere 6-stellige Betrag. Und das FWS droht zur Ruine zu werden.

Kann mir nur vorstellen, dass ein äußerst gutes Konzept der FCK-Verantwortlichen (nach der Mitgliederversammlung dann die Neuen??) den Stadtrat nochmal dazu bewegen kann die verringerte Stadionpacht durchzuwinken. Von daher weiß ich nicht, ob das "von Saison zu Saison denken" so überzeugend wirken kann (da man mit Investorengeld anscheinend auch nicht so bahnbrechend aus dem Quark kommt), dass der Daumen nicht doch nach unten geht.



Beitragvon carpe-diabolos » 06.11.2019, 09:04


Zunächst einmal verfügt die Stadiongesellschaft über hinreichend liquide Mittel, um den Kreditvertrag noch Jahre bedienen zu können.

Mit der Stadt gilt es nicht nur die Pachtzahlungen langfristig zu regeln, sondern auch die

a)
am Ende der Laufzeit die Ablösung des Kredites durch den FCK abzüglich der dann in der Stadiongesellschaft
befindlichen Finazmittel zu vereinbaren

b)
die Stadiongesellschaft ins 4-Säulen-Modell zu integrieren. Hätte man ein Konstrukt gwählt, das den Anteilsscheininhabern eine ligaabhängige Bonuszahlung gesichert hätte, hätte man einerseits in Zeiten von Nullzinsen locker Eigenkapital generieren können, andererseits Planungssicherheit bzgl der Ausgaben gehabt, teure Kredite schrittweise ablösen können bzw. auf die Aufnahme teurer Kredite verzichten können.
Zeit ist Geld. Leider nimmt die vergeudete Zeit uns allmählich die Luft zum Atmen. Viele Möglichkeiten wurden verschenkt - ohne Not!

Ich hoffe im neuen AR/BR + GF auf entsprechende juristische und wirtschaftliche Kompetenz.

Wenn die Gesprächspartner - Politik + Banken kompetente und seriöse Ansprechpartner, die auf Augenhöhe (oder darüber hinaus) verhandeln können, kann esauch zu allseits akzablen Lösungen kommen.
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Beitragvon wernerg1958 » 06.11.2019, 09:10


Wo bitte verfügt die Stadiongesellschaft über hinreichend liquide Mittel. Also da sehe ich weit und breit keine! Und bitte nenne nicht das angesparte Geld ca: 17 Mio die zur Tilgung dienen müßen, dies sind keine liquiden Mittel daraus Zinsen zu bezahlen! Die SG hat nix druff, weil der FCK auch nix druff hat und die Stadt muss die SG stützen sonst wäre sie schon Insolvenz.



Beitragvon Betze_FUX » 06.11.2019, 09:14


Es wäre so schön wenn unser FCK in wurde altern könnte....
Leider scheint uns diese Gnade nicht zu Teil zu werden...



Beitragvon Rheinteufel2222 » 06.11.2019, 09:15


Wie soll man da aus Sicht der Stadt entscheiden? Wahrscheinlich einfach so wie immer. Man holt vom Pächter FCK so viel wie halt geht, um den Verein noch so gerade am Leben zu erhalten, gibt sich zwangsläufig damit zufrieden und hofft mit wenig Zuversicht auf sportliche Besserung. Geht ja fast gar nicht anders.

Vielleicht wird die Pacht mal wieder etwas teuer, denn der FCK hatte ja Pokaleinnahmen, aber ansonsten bleibt wohl alles beim Alten.

Eine Insolvenz hätte für den FCK große Nachteile, aber durchaus auch ein paar Vorteile. Eine Katastrophe wäre sie vor allem für die Gläubiger, denen ihre Forderungen flöten gehen. Dazu gehört neben z.B. den Fan-Anlegern und Quattrex auch die Stadt. Die wird daher den Teufel tun und den FCK gezielt in die Insolvenz treiben, indem sie den Mietminderungsantrag ablehnt.Das wäre ein fettes Eigentor.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon EchterLauterer » 06.11.2019, 09:17


WernerL hat geschrieben:
wernerg1958 hat geschrieben:Jetzt wird der Verkauf auf niedrigem Niveau angestrebt, genau nach Geschmack des Herrn Becca und seinen Investoren.


Bedi Insiolvenz zahlt der Steuerzahler den vollen Betrag um für den unfähigen FCK aufzukommen, das ist also besser?


Und wer zahlt derzeit?
Und wer zahlt nach Ende der Kreditlaufzeit?
Bei der merkwürdigen Konstruktion der Stadiongesellschaft, die einen Mieter hat, den man einerseits nicht rausbekommt (außer bei Insolvenz) und der andererseits keine kostendeckende Miete zahlt?

Derselbe Steuerzahler ...
Wäre der Mieter draußen, könnte man immerhin Stadion und Umland verkaufen und so die Kosten für den Steuerzahler möglicherweise deutlich geringer halten als mit einem Mieter in der 3.Liga.

(und ich bin mir sicher, daß genau diese Gedanken bei Stadt und dem einen oder anderen Immobilienentwickler -nd ich rede jetzt nicht von Becca!- derzeit nächtelang im Kopf rumgehen. Ganz laut aussprechen tut sie keiner, aber man will sicherlich auf den nicht unmöglichen Fall des Abstiegs und/oder der Insolvenz des FCK vorbereitet sein. Alles andere wäre ja als Verantwortlicher auch fahrlässig.)
Zuletzt geändert von EchterLauterer am 06.11.2019, 09:36, insgesamt 2-mal geändert.
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
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Beitragvon wernerg1958 » 06.11.2019, 09:20


Aha @echter lauterer, und wo bleib bei deinem Gedanken der FCK? :nachdenklich:



Beitragvon EchterLauterer » 06.11.2019, 09:33


wernerg1958 hat geschrieben:Aha @echter lauterer, und wo bleib bei deinem Gedanken der FCK? :nachdenklich:


... auf der Strecke, in der Tat. Das ist meine ehrliche Befürchtung. Früher war mal der FCK das große Geld der Stadt, heute ist das große Geld anderswo. Aber weiterhin regiert das Geld die Welt.

Und so besteht die Gefahr, daß der FCK aufgerieben wird zwischen Interessen anderer - und daß er selber kein Mitspieler in diesem Spiel mehr ist, hat er durch inkompetente Führungsarbeit (angefangen sagen wir mal bei Friedrich'scher Hybris, weiter mit Jäggi und so weiter und so fort ...) über viele Jahre hinweg leider (mit) zu verantworten.

Daß an der reinen Stadionmisere nicht nur der FCK schuld ist sondern auch politische Spielchen gespielt wurden ... OK, geschenkt. Und daß die Politik auch zeitweise an der inkompetenten Führungsarbeit massiv beteiligt war (Hat jemand das scheue Reh zwischenzeitlich gesehen? Oder wurde das auch auf die Lichtung gestellt?), auch geschenkt.

Ja, Du hasts erkannt: Ich sehe derzeit sehr schwarz.

(Ich frage mich zum Beispiel: Warum hatten wir für die laufende Saison Lizenzschwierigkeiten? Wir hatten doch für die vorhergehende Saison einen ausgewogenen und sicheren Finanzplan und hatten einen deutlich höheren Zuschauerschnitt als für diesen Plan laut damaligen Aussagen erforderlich war. Wir hätten also gar keine großen Probleme haben sollen, sollten wir doch am Ende der vorhergehenden Saion mehr Geld als geplant in der Kasse gehabt haben. Aber wer bin ich, daß ich mir so einfache Fragen stelle ...? )
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Beitragvon 1:0 » 06.11.2019, 09:48


Ich bin dagegen!
War ich schon die letzten paar Runden.
Die Stadt lässt sich ewig erpressen.

Dann soll man halt das Stadion wechseln (undenkbar) oder bei den Spielern einsparen (Folgen denkbar).

Ich finde, dass wenn es dem FCK je wieder besser gänge, man Millioneneinnahmen hätte - der letzte, der dann etwas davon zusätzlich bekäme, wäre die Stadt.



Beitragvon bladde3.0 » 06.11.2019, 10:01


wernerg1958 hat geschrieben:Wer sagt das, erstens zahlt der Steuerzahler jetzt schon jede Menge! Denn die Pacht von 425000€ deckt nichtmal den Zins und zweitens nenne mir doch mal Alternativen? Und bitte nicht Becca der Milliardär. Zweitens ist eine Insolvenz der SG und ein Verkauf z.B für 30 Mio für die Stadt billiger als alles was da wie lange noch an Miete reduziert werden soll! Der FCK kann sich das Stadion nicht mehr leisten schon lange nicht mehr. Weiter müßte der FCK die Liga halten danach sieht es definitiv nicht aus, es kommt genau so, wie es sich die oberen vorgestellt haben. Alles andere sind Träumereien, und unrealistische Wünsche


Definiere „definitiv“ sind wir Jena, oder was? Gibts nur schwarz und weiß?! Sind Jena, Chemnitz, Sonnenhof, Münster, 1860... so viel besser?




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