Neues vom Betzenberg

Stadtrat: FCK bietet Pokal-Einnahmen statt Aktien

Stadtrat: FCK bietet Pokal-Einnahmen statt Aktien


Die Entscheidung über die zukünftige Stadionpacht des 1. FC Kaiserslautern ist heute wie erwartet erneut verschoben worden und soll nun am 02. März 2020 fallen. Der Grund dafür ist ein neuer Vorschlag seitens der FCK-Verantwortlichen, der in der Zwischenzeit genauer geprüft und ausverhandelt werden soll.

Oberbürgermeister Klaus Weichel berichtete in der heutigen Sitzung des Stadtrats vom gestrigen Gipfeltreffen mit der Vereinsführung des FCK und dessen regionalen Investoren. In einem offenen und konstruktiven Gespräch habe die siebenköpfige Investorengruppe, so Weichel, keinerlei Einwände gegen die Übertragung von FCK-Aktien an die Stadiongesellschaft gehabt. Diese hatte der Oberbürgermeister zuvor als Kompensation für die Reduzierung der Stadionpacht gefordert und damit den Unmut der FCK-Verantwortlichen auf sich gezogen. Weichel sagte dazu im Stadtrat: "Die Probleme mit der Aktien-Lösung hat der FCK und nicht die Investoren."

Neuer Vorschlag des FCK: Höhere Beteiligung an DFB-Pokal-Einnahmen

Seitens der beiden FCK-Vorsitzenden Markus Merk und Rainer Keßler sei daraufhin am Sonntag folgender alternative Vorschlag unterbreitet worden: Die Stadiongesellschaft solle, anstatt Aktien zu erhalten, künftig höher als bisher an möglichen Einnahmen im DFB-Pokal beteiligt werden. Bisher seien bereits für die Teilnahme am Achtelfinale (100.000,- Euro für die Stadt), das Viertelfinale und Halbfinale (jeweils 250.000,- Euro) und das Finale (500.000,- Euro) gemäß §9 des Pacht- und Betreibervertrages hohe Prämienzahlungen des FCK an die Stadt vereinbart.

Merk und Keßler haben nun vorgeschlagen, der Stadiongesellschaft zusätzlich hierzu auch noch je 40 Prozent der Erlöse aus Teilnahme an der 2. Runde und des Achtelfinales anzubieten. In der aktuell laufenden Saison, wo der FCK morgen das Achtelfinale gegen Fortuna Düsseldorf bestreitet, würden sich diese Einnahmen auf geschätzt 410.000,- Euro belaufen. Bei einem früheren Aus in der 2. Runde hätte die Summe 140.000,- Euro betragen. Sollte diese neue Regelung zustande kommen, würde sie allerdings erst ab der kommenden Saison 2020/21 in Kraft treten. Der FCK-Beirat hat dem Kompromissvorschlag bereits zugestimmt.

Entscheidung vertagt auf die Stadtratssitzung am 02. März 2020

Aufgrund dieser neuen Faktenlage wurde die Entscheidung in der heutigen Stadtratssitzung vertagt. In den kommenden Wochen solle der Vorschlag des FCK juristisch überprüft und weitere Verhandlungen des Oberbürgermeisters mit dem Klub, der Aufsichtsbehörde ADD und dem Innenministerium Rheinland-Pfalz geführt werden. Auch die heute im Stadtrat als Zuschauer anwesenden FCK-Verantwortlichen haben laut Weichel der Vertagung zugestimmt. Sie haben die Reduzierung der Stadionpacht von regulär 3,2 Millionen Euro auf - wie zuletzt - marktkonforme 2,4 Millionen Euro in der 2. Bundesliga und 425.000 Euro in der 3. Liga beantragt. Wirtschaftsprüfer Jan-Christopher Kling bestätigte im Auftrag der Stadt und gemäß der ihm vorliegenden Zahlen des Vereins die Notwendigkeit einer Pachtreduzierung. Die Entscheidung über alle Einzelheiten soll nun auf der Stadtratssitzung am Montag, den 02. März 2020 fallen.

Fritz-Walter-Stadion

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK beantragt Mietminderung - Stadtrat berät im Februar

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