Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Mr.Blum » 17.02.2020, 16:19


Mal ein Gedanke wie man aus der Geschichte gut rauskommen könnte.

Der Stadtrat stimmt "mit Vorbehalt" der Pachtminderung zu, bzw. delegiert das ganze weiter. Dies behindert uns ggf. bei der Einbindung von Investoren. Ist es vollkommen abwegig mit Investoren eine Vereinbarung zu finden, die nur unter der Bedingung einer genehmigten Pachtreduzierung wirksam wird?

In diesem Fall könnte man aktiv werden und würde die Verantwortung ans Land weitergeben. Eine Lösung "mit Vorbehalt", sozusagen.



Beitragvon Michimaas » 17.02.2020, 16:58


Mr.Blum hat geschrieben:Mal ein Gedanke wie man aus der Geschichte gut rauskommen könnte.

Der Stadtrat stimmt "mit Vorbehalt" der Pachtminderung zu, bzw. delegiert das ganze weiter. Dies behindert uns ggf. bei der Einbindung von Investoren. Ist es vollkommen abwegig mit Investoren eine Vereinbarung zu finden, die nur unter der Bedingung einer genehmigten Pachtreduzierung wirksam wird?

In diesem Fall könnte man aktiv werden und würde die Verantwortung ans Land weitergeben. Eine Lösung "mit Vorbehalt", sozusagen.

Genau das ist das was ich an Merks Aussage scheisse finde. In diesem Fall muss schnellsten weiterverhandelt werden und zwar zweigleisig. Mann braucht ja die Investoren in jedem Falle. Die sollen ihre Beteiligung beschreiben für beide Szenarien: mit Zustimmung ADD und ohne. Ich kann mich doch jetzt nicht einfach hinsetzen und abwarten....



Beitragvon super-jogi » 17.02.2020, 17:00


wer sagt denn, dass die abwarten ? Nur weil nichts nach ausen dringt heisst das doch nicht, dass alle wie gelähmt warten.
Das Leben ist wie eine Klobrille. Man macht so einiges durch !



Beitragvon BernddasBrot2 » 17.02.2020, 17:06


Glaubt ihr denn wirklich Merk sitzt zu Hause im Stuhl und wartet was passiert?
Leute, Leute, ich bitte euch.
Der weis wie man verhandelt und der verhandelt oder bespricht sich mit den Investoren.
Er lässt sich aber nicht in die Karten schauen.
Der will etwas und versucht es zu erreichen.
Für eine entsprechende Nachricht hat Merk garantiert mehr als einen Plan B.
Jetzt gilt es aber zu taktieren und das bestmögliche für den FCK zu erreichen.
Ich bin mir sicher, Merk bohrt nach Erdoel, dem geht es nicht nur um den Mietnachlass.
Ich will im Grund auch nicht wissen, welche Pfeile er noch im Köcher hat.
Verhandeln ist eben auch, sich nicht in die Karte schauen zu lassen.
Weder vom OB vom Stadtrat und der Stadiongesellschaft.
Merk will was und was er will, das wird die große Lösung sein.
Einfältig ist weder Merk, noch das Team.
Vielleicht gibt es ja das all in.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Lonly Devil » 17.02.2020, 17:51


Danke für den ganzen Beitrag, wenn ich mir auch nur diesen Teil rauspicke.

Ke07111978 hat geschrieben:Lasst doch endlich mal dieses schwarz weis denken. FCK und Politik wollten beide eine WM und ein WM Stadion.
... ...

Das interessiert dir Politik aber heute nicht mehr.
Die verweisen viel lieber auf den hochverschuldeten Verein, der immer wieder vom Stadtkässel was abgreifen will.

Ist doch viel einfacher so. 8-)
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon LDH » 17.02.2020, 18:15


Lonly Devil hat geschrieben:Danke für den ganzen Beitrag, wenn ich mir auch nur diesen Teil rauspicke.

Ke07111978 hat geschrieben:Lasst doch endlich mal dieses schwarz weis denken. FCK und Politik wollten beide eine WM und ein WM Stadion.
... ...

Das interessiert dir Politik aber heute nicht mehr.
Die verweisen viel lieber auf den hochverschuldeten Verein, der immer wieder vom Stadtkässel was abgreifen will.

Ist doch viel einfacher so. 8-)

Stimmt. Das haben alle vergessen. Und zur Not heißt es, ich hab das damals ja nicht entschieden. ABER: Zur Wahrheit gehört auch, dass der FCK mit im Boot saß und noch immer sitzt. Und aufgrund des damals gestalteten Vertrags und der Finanzierung muss man anerkennen, dass die Stadt dem Verein schon oft entgegen kam.

Beide Parteien haben da einen Betonklotz am Bein den sich eigentlich niemand leisten kann. Aber es zeichnet sich doch ab, dass eine finale Lösung her muss. Der Verein hat sie bisher nicht gefunden. Die Stadt auch nicht. Also frage ich mich wie das gelöst werden soll. Sprich wer zuerst Insolvenz anmeldet. FCK oder Stadiongesellschaft.
„Das beginnt bei den Erwartungen des Umfelds, das den Klub immer noch im historischen Kontext von Fritz Walter, Otto Rehhagel und vier Meistertiteln sieht. Das setzt sich fort bei der Vereinnahmung des Vereins durch die Politik und bei den vielen Fraktionen, die um Einfluss rangeln.“ (SZ)



Beitragvon BTZNBRG » 17.02.2020, 18:39


Gibt es eine Möglichkeit zu erwirken dass die Stadiongesellschaft Insolvenz anmeldet? Dann würde das Stadion versteigert werden, wenn ich richtig informiert bin.



Beitragvon Thomas » 17.02.2020, 19:00


Anbei ein DBB-Kommentar mit einem rein pragmatischen Lösungsvorschlag vor den Gesprächen mit der ADD, über den bisher noch kaum diskutiert wurde:

Bild

Kummt Senf druff
Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?


In der Frage der Stadionpacht des 1. FC Kaiserslautern schieben sich alle Beteiligten munter den Schwarzen Peter hin und her. Dabei liegt eine pragmatische (Not-)Lösung offen auf dem Tisch. Ein Kommentar.

Seit mehreren Monaten wird jetzt schon verhandelt und diskutiert, wie hoch in den kommenden zwei Jahren die Pacht für das Fritz-Walter-Stadion sein soll (siehe Chronologie im DBB-Forum). Bei dieser Debatte geht es eigentlich gar nicht primär darum, wieviel der FCK bezahlen kann, was eine marktgerechte Pacht wäre oder warum des Oberbürgermeisters Idee mit den Aktien nicht zu Ende gedacht war. Nein. Die entscheidende Frage ist: Wer kommt für die 2,95 Millionen Euro Zinsen auf, welche die Stadiongesellschaft jedes Jahr an die kreditgebende Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bezahlen muss? Dieses Jahr. Nächstes Jahr. Übernächstes Jahr. An diesen Zinsen orientiert sich die reguläre Stadionpacht (3,2 Millionen Euro; Anm. d. Red.), aufgrund dieser Zinsen wurde damals keine nach Ligazugehörigkeit gestaffelte Miete vereinbart.

Die Bank bekommt 2,95 Millionen Zinsen - egal von wem

Die knapp drei Millionen Euro Zinsen müssen von irgendjemandem bezahlt werden. Aber der FCK hat dieses Geld in der 3. Liga nicht. Die hochverschuldete Stadt ebenfalls nicht, weil ihr von der Aufsichtsbehörde ADD harte Fesseln für jeden auszugebenden Euro angelegt werden. Und auch die rheinland-pfälzische Landesregierung wird sich hüten, ihren Kritikern ein Jahr vor der Wahl eine solche Steilvorlage zu liefern.

Einem alleine die Schuld für die Vergangenheit oder die Verantwortung für die Zukunft zuzuschieben, ist aber sowieso unfair. Alle Beteiligten - Verein, Stadt und Land - haben Fehler gemacht, deshalb müssen sie die nun auch gemeinsam ausbaden. Wir FCK-Fans stehen natürlich alle auf der Seite des Vereins. Aber eine neutrale Umfrage unter den Bürgern der Stadt Kaiserslautern würde schon ein durchwachseneres Bild ergeben. Und diejenigen außerhalb von Kaiserslautern, die keine FCK-Fans sind, sollte man der Nerven halber besser gar nicht befragen.

ADD und Land: Gebt die Tilgungsrücklage frei!

Solange der FCK keinen sportlichen Erfolg hat, endet die Stadionfrage mit den 2,95 Millionen Euro Zinsen pro Jahr immer wieder in einem Teufelskreis. Dabei könnte die jetzige Zwickmühle eigentlich relativ einfach gelöst werden, wenn der politische Wille dazu gefunden wird: Denn trotz aller Finanzsorgen von Verein, Stadt und Land hat die Stadiongesellschaft noch rund 16 Millionen Euro auf dem Konto schlummern - die sogenannte "Tilgungsrücklage". Dieses Geld soll eigentlich im Jahr 2036 in die Abzahlung des Kredits bei der Helaba fließen. Eine Verwendung der Tilgungsrücklage für mögliche Pachtreduzierungen hatte die ADD der Stadt seit 2006 stets verweigert, zuletzt wurde dieses Verbot im Jahr 2018 nochmals bekräftigt.

Aber jetzt, zwei Jahre später, hat sich die Notsituation aller Beteiligten noch weiter verschärft. Die Bank fordert ihre Zinsen, der FCK kann sie in der 3. Liga nicht zahlen, aber Schwimmbäder schließen oder Steuern erhöhen will in der Stadt auch niemand. Und gleichzeitig zu dieser Zwickmühle hat die Stadiongesellschaft 16 Millionen Euro auf der hohen Kante, mit denen sie bis 2036 sowieso nichts anfangen kann. Deshalb muss ein Teil dieses Geldes jetzt zugunsten einer marktgerechten Stadionpacht freigegeben werden. Immerhin ist mit dem Team um Markus Merk die erste Vereinsführung seit über zehn Jahren am Werk, die eine langfristige Win-Win-Lösung, nämlich einen möglichen Stadionrückkauf durch den Verein - mithilfe von Investoren - in Angriff zu nehmen gedenkt. Aber für diese langfristige Lösung braucht es jetzt eben nochmal eine kurzfristige Hilfe. Der Griff in die Tilgungsrücklage wäre zwar keine schöne, aber eine pragmatische Lösung.

Geht der FCK pleite, wird es für den Steuerzahler richtig teuer

Auch das wäre freilich eine Wette auf die Zukunft, die nur mit zukünftigem sportlichen Erfolg des FCK tragfähig wird - aber es ist doch besser auf eine gute Zukunft zu wetten, als gar keine mehr zu haben. Denn wenn der FCK pleite gehen würde, dann müsste die Stadiongesellschaft sowieso an die Tilgungsrücklage gehen und wäre nach rund fünf Jahren ohne Mieteinnahmen ebenfalls insolvent. Der 65-Millionen-Stadionkredit und alle weiteren Kosten blieben dann komplett am Steuerzahler hängen.

Weisungsbefugt gegenüber der ADD, die die Tilgungsrücklage freigeben müsste, ist der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz. Der sitzt auch zusammen mit dem FCK-Aufsichtsratsvorsitzenden Rainer Keßler im Vorstand der Fritz-Walter-Stiftung. Lewentz muss jetzt handeln - oder er könnte selbst derjenige sein, der nach den großen Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Fritz Walter am 31. Oktober 2020 das Fritz-Walter-Stadion zuschließen muss.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK beantragt Pachtreduzierung - Zustimmung unter Vorbehalt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon vhelou77 » 17.02.2020, 19:22


hunsrückdeuwel hat geschrieben: Ich weiß von Privatdarlehn, bei denen eine Zinsfestschreibung bereits länger als 10 Jahre läuft, dass es dort eine außerordentliche Darlehnskündigungsmöglichkeit gibt, ohne dass Vorfälligkeitsgebühren anfallen mit dem Ziel das Darlehn zinsgünstiger umzuschulden. Habe das selbst schon exerziert.
Ob es diese Möglichkeit auch bei einem solchen Darlehn wie das von der Stadiongesellschaft gibt, weiß ich allerdings nicht. Ich befürchte, dass es nicht geht. Aber es wäre sinnvoll, wenn es mal einer überprüft, der mehr Ahnung hat als ich :o

Im privaten gibt es das gesetzliche außerordentliche Kündigungsrecht. Im kommerziellen müsste dies zwischen den Parteien verhandelt sein. Dies ist es in diesem Fall nicht geschehen. Ein außerordentliches Kündigungsrecht ist recht selten bei kommerziellen Anleihen.



Beitragvon ExilDeiwl » 17.02.2020, 19:22


Ja um Himmels Willen, auf die Tilgungsrücklage zurückgreifen? Die größte Sorge wird doch sein, wie die wieder aufgefüllt wird, wenn es nicht schief geht.

Hinweis: Dieser Beitrag enthält Spuren von Sarkasmus. Also nicht „könnte enthalten“. Nur zur Klarstellung!

Unabhängig davon bin ich gespannt, was die Experten zu diesem Vorschlag sagen. :wink:



Beitragvon carpe-diabolos » 17.02.2020, 19:45


Danke Thomas für diesen loesungsorientierten Beitrag. Es wäre ein salomonisches Urteil und Durchschlagen des Gordischen Knotens in einem.

Wenn Weichel im Kontext seiner Potemkinschen Dörfer namens Kaiser Karree mit der Tilgungsruecklage spekuliert, dann kann man handfestere und realitaetsnaehere Gespräche mit Lewentz führen.

Vorteil: Bei diesem Deal können alle ihr Gesicht wahren
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon Rossobianco » 17.02.2020, 20:08


Hochintelligenter Beitrag und exakte Analyse. Journalistisch ein Highligt der letzten Wochen, in denen wir jaeine investigative Diaspora erleben durften, ... abgesehen von den wenigen treffenden Quotes aus diversen Blogs und dem "Wocheblättche" KL in Form von Herrn Vesters Kommentaren.

Hut ab, Thomas. Chapeau. Sollten sich Herr R. von der RP und S. von der BILD mal durchlesen. So geht kommentierender Journalismus! :daumen:
"Ich weiß, wie die Deutschen ticken,... ich war in Kaiserslautern"
(Pep Guardiola, 1991 als Spieler des FC Barcelona in der Champions League am Betzenberg zu Gast, vor seinem Engagement in München.)
rossobianco | fidei defensor
:teufel2:



Beitragvon ATS » 17.02.2020, 20:20


Im Lewe ned wird doo ebbes freigäbbb......se lebb daach ned....
Heubach mit klarer Ansage, warum es in Lautern nicht einfach ist als Spieler: „Die Unzufriedenheit auf den Rängen war vor dem Spiel schon spürbar“.



Beitragvon SEAN » 17.02.2020, 20:25


Denn trotz aller Finanzsorgen von Verein, Stadt und Land hat die Stadiongesellschaft noch rund 16 Millionen Euro auf dem Konto schlummern - die sogenannte "Tilgungsrücklage". Dieses Geld soll eigentlich im Jahr 2036 in die Abzahlung des Kredits bei der Helaba fließen.


Und für die Kohle zahlt der Verein jedes Jahr Zinsen, für Bankguthaben! Und zwar seit Beginn des Kredites. Was da an Kohle verblasen wurde, ist unfassbar. Man hätte jedes Jahr ca. 800.000 Euro tilgen können, und wäre bei guten 2 Millionen Zinsen gewesen, die sich mit schwindendem Kredit immer jährlich verringert hätten.
Ich glaub nicht, das Weichel die Kohle dafür verwenden will und wird, das ist doch die Kohle für sein KaiserKarree.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon wernerg1958 » 17.02.2020, 20:38


@Thomas, sehr guter Beitrag und die einzigste realistische umsetzbare Lösung! Gebe das doch bitte als Lösungsansatz an den FCK die Fraktionen der Stadt und besonders dem Innenminister weiter. Dass es hier auf DBB allein steht ist zu schade, dieser Ansatz hat erhebliche Lösungsqualität! Auch unser Prof und Anwalt sollte dies haben etc. Wird es helfen? Ich hoffe...........



Beitragvon Jo1954 » 17.02.2020, 20:40


Unsere BBK-W Presse hat folgende "Neuigkeiten":

DIE RHEINPFALZ schreibt:

.....Oberbürgermeister Klaus Weichel erklärte am Montag gegenüber der RHEINPFALZ, dass er einen Termin mit der Aufsichtsbehörde ADD vereinbaren werde. Er ging davon aus, dass er den Termin für eine Unterredung zügig bekommt. Weichel sagte, die Dringlichkeit dürfte der Aufsichtsbehörde bewusst sein. Er hoffte, bis Ende der Woche in der Sache klarer zu sehen.....


Quelle und kompletter Text, selbstverständlich kostenpflichtig https://www.rheinpfalz.de/lokal/kaisers ... laufsicht/

Michael Littig bedauert, dass es im Stadtrat kein einmütiges Votum in Sachen FCK-Stadionmiete gegeben hat; betont aber auch, dass sich alle Parteien bewegt hätten!



Beitragvon Oktober1973 » 17.02.2020, 20:43


wernerg1958 hat geschrieben:@Thomas, sehr guter Beitrag und die einzigste realistische umsetzbare Lösung! Gebe das doch bitte als Lösungsansatz an den FCK die Fraktionen der Stadt und besonders dem Innenminister weiter. Dass es hier auf DBB allein steht ist zu schade, dieser Ansatz hat erhebliche Lösungsqualität! Auch unser Prof und Anwalt sollte dies haben etc. Wird es helfen? Ich hoffe...........


Ich gehe doch mal stark davon aus, dass DBB in ganz Fussballdeutschland von allen Involvierten gelesen wird.
Wenn nicht spätestens von allen Journalisten aufgenommen wird. Da mach ich mir keine Sorgen; selbst der Stadtrat hatte während den Sitzungen mitgelesen, was gepostet wurde. Das rote Design war bis auf die Zuschauertribüne zu sehen. :D



Beitragvon Satanische Ferse » 17.02.2020, 20:57


Bei der Verabschiedung von Horst Konzok hat sich Chefredakteur Garthe bei seiner Lobhudelei fast überschlagen. Auf welch herausragende journalistische Künste man in Zukunft leider nicht mehr zurückgreifen könne. Was bei der Gelegenheit ins Auge fiel, war dessen Seitenhieb auf die sozialen Medien. Auch Horst Konzok bemühte dieses Feindbild allzuoft.

Habe mich dabei immer gefragt - haben die so etwas tatsächlich nötig? Offenbar - denn die Triebfeder war purer Neid! Toller und konstruktiver Beitrag wieder einmal von Thomas. Und nicht zu vergessen das Interview von Thomas und Moritz Kreilinger mit Flavio Becca. Da wollte der Horst dann aber auch gleich eins...
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon wernerg1958 » 17.02.2020, 21:04


@oktober1973, sicher lesen die Leute mit, nur wenn man sie direkt und persönlich mit diesem Vorschlag konfrontiert erhält dieser doch eine ganz andere Qualität. Zum Beispiel: Sie Herr Innenminister und Vorstand der Fritz Walter Stiftung usw. das hat sicher eine andere Wirkung als die Post hier im Forum was diese Personen angeht. Du verstehst?



Beitragvon Oktober1973 » 17.02.2020, 21:17


@wernerg1958......ich verstehen :wink: war letztendlich auch Lob für Thomas.
Ich wäre ja schon lange Dauergast in Trier, wenn es nach mir ginge. Die bekämen keine Luft zum Atmen.
Aber wahrscheinlich hat der OB schon Schnappatmung, wenn er an die nächsten Treffen mit den OBs, Landräten und sonstigen Kommunalpolitikern auf Landesebene denkt. Weiss nicht, ob er unsere heisseste Speerspitze wird, die wir dahinschicken müssen gezwungenermassen durch Kraft des geborenen Amtes. Drück uns trotzdem die Daumen.



Beitragvon Satanische Ferse » 17.02.2020, 22:11


In dem heutigen Beitrag hat @ Ke detailliert und für alle nachvollziehbar nochmal dargestellt wie der Schaden - fahrlässig? - angelegt wurde. Und den muss man jetzt Jahre später ausbaden bzw. einer Lösung zuführen. Und zwar einer Lösung, die einen - bereits eingetretenen Schaden !! - minimiert. Wenn man sich aber dämlich dran stellt, dann wird der Schaden so tiefgreifend, dass er vor allem für die Bürger der Stadt richtig schmerzhaft und spürbar wird.

Wie beschrieben, die Lunte war gelegt und da der FCK nicht - wie man es damals naiv annahm und für ein Naturgesetz hielt - die 1. Bundesliga auf Dauer halten konnte und zudem die Verantwortlichen auch noch die Stadtfinanzen in ein Schuldenfiasko gelenkt haben, kann man das aus eigenen lokalen Kräften alleine einfach nicht mehr stemmen.

Nicht zu vernachlässigen, es war genau diese sagenumwobene ADD, die bei dem damaligen Finanzroulette eine sehr aktive Rolle gespielt hat. Die ganze Chose wurde schön in die Stadiongesellschaft verlagert, um das Geschehen aus der öffentlichen Wahrnehmung (der Stadtfinanzen) raus zu nehmen. Wie diese Aufgabenstellung dann später aufgeht, das sollten andere bewerkstelligen. Dass da jetzt wieder die ADD bzw. das Innenministerium mit befasst werden, das ist nur folgerichtig. Denn die haben es schließlich damals angewiesen bzw. genehmigt.

Übrigens: Die Stadt hat damals niemand gezwungen, sich für diese WM zu entscheiden. Andere Städte haben dem widerstanden, waren schlauer und haben sich nicht selbst überschätzt. Man hat sich das selbst eingebrockt. Wer feiert muss auch für den Kater einstehen, wenn man mehr getrunken hat, als man verträgt... Die Pulle Schnaps ist leer, aber die Flasche existiert noch. Die kann man im Container entsorgen. Aber in dem Fall ist die Bottle das Fritz-Walter-Stadion. Das passt in keinen Container. Und vor allem: Fritz Walter wäre dieses Jahr stolze 100 Jahre alt geworden. Und mit diesem hat man sich damals schön geschmückt vor der WM, um mit seinem Namen Punkte zu machen.

Das sollte doch alleine schon Grund genug sein, dass alle Kräfte des Stadtrats vereint alles nur Erdenkliche unternehmen, dass wir kein Desaster erleben müssen. Diesen Eindruck hat man aber leider nicht...
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Lonly Devil » 17.02.2020, 22:47


LDH hat geschrieben:... ...
Stimmt. Das haben alle vergessen. Und zur Not heißt es, ich hab das damals ja nicht entschieden. ABER: Zur Wahrheit gehört auch, dass der FCK mit im Boot saß und noch immer sitzt. Und aufgrund des damals gestalteten Vertrags und der Finanzierung muss man anerkennen, dass die Stadt dem Verein schon oft entgegen kam.
... ...

Ja, der 1.FCK sitzt immer noch in diesem Boot.
Als Einziger und mit dem Vertragskonstrukt von Stadt und Land auf sich allein gestellt.

Wenn der Verein dann so wie jetzt in Nöte gerät, "darf" er als Bittsteller um ein entsprechendes Entgegenkommen ersuchen.
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Thomas » 18.02.2020, 00:13


Bitte sachlich beim Thema bleiben und nicht gegenseitig anpöbeln! Die betreffenden Beiträge wurden gelöscht.

:danke:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Jen » 18.02.2020, 08:57


Thomas hat geschrieben:Anbei ein DBB-Kommentar mit einem rein pragmatischen Lösungsvorschlag vor den Gesprächen mit der ADD, über den bisher noch kaum diskutiert wurde:
....


Also ich habe mir mal den Spaß gemacht, die Rheinpfalz anzuschreiben, mit der Frage, warum man nicht einen solch konstruktiven Artikel mal als Gastbeitrag veröffentlicht bekommt. Dieser ist das komplette Gegenteil zur einseitig oberflächlichen Rheinpfalz-Berichterstattung. :teufel2:
Vielleicht bekäme dann auch eine breitere Öffentlichkeit einen besseren Überblick über die Gesamtproblematik.



Beitragvon rotwoi » 18.02.2020, 09:20


Wenn der Stadionkredit tatsächlich bei der Helaba hängt, wundert es mich nicht, dass die Stadt KL nicht an einer Neuverhandlung der Zinskonditionen interessiert ist. Öffentlich-rechtliche Institutionen tun sich nicht gegenseitig weh. Dann lieber einen Geschäftspartner, der schon lange am Boden liegt, weiter belasten, statt Lösungen anzubieten. So gesehen, sind wir am Arsch.




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