Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Ingo » 13.03.2018, 21:19


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Stadtrat beschließt geringere Stadionmiete

Der 1. FC Kaiserslautern muss in den beiden kommenden Spielzeiten eine geringere Pacht für das Fritz-Walter-Stadion bezahlen. Nach wochenlangen, teils emotional geführten Diskussionen stimmte der Stadtrat am Dienstagabend mit breiter Mehrheit der entsprechenden Beschlussvorlage zu.

Die mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP, FWG und FBU beschlossene Vorlage sieht in der 2. Bundesliga eine Stadionmiete von 2,4 Millionen Euro, in der 3. Liga von 425.000 Euro vor (die zugehörigen Dokumente aus dem Referat Finanzen: Beschlussvorlage vom 08.03.2018 / Ergänzungsvorlage vom 13.03.2018). Ohne diesen Beschluss hätte die Pacht künftig ligaunabhängig 3,2 Millionen Euro betragen.

Als Ausgleich für entgangene Mieteinnahmen führt die Stadt der Stadiongesellschaft Kapital zu. Im Gegenzug für die erneute Mietminderung würde die Stadionpacht in der Bundesliga zudem auf 3,6 Millionen bis maximal 4,6 Millionen Euro steigen. In der 3. Liga steigt die Pacht zudem um 100.000 Euro, wenn durchschnittlich mindestens 19.000 Zuschauer zu den Heimspielen der Roten Teufel ins Fritz-Walter-Stadion kommen. Die zehn Politiker der Fraktionen der Grünen und der Linkspartei - die zuvor einen Änderungsantrag gestellt hatte - stimmten der Vorlage nicht zu.

Lizenzunterlagen für die 3. Liga müssen Donnerstag eingereicht werden

Für den FCK ist die reduzierte Stadionmiete ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Finanzierung eines Drittliga-Spielbetriebs im Abstiegsfall. An diesem Donnerstag muss der Verein die entsprechenden Lizenzunterlagen beim DFB einreichen. Ein bereits seit Ende Februar vorliegendes Votum des Aufsichtsrats der Fritz-Walter-Stadiongesellschaft für eine geringere Pacht hätte nach Einschätzung der FCK-Verantwortlichen nicht ausgereicht.

Mit dem Beschluss des Stadtrats von Dienstagabend endet nun eine wochenlange, teils heftig geführte Diskussion. Vor allem die von Oberbürgermeister Klaus Weichel auf Anraten der ADD ursprünglich angedachte Anhebung der Grundsteuer B zur Gegenfinanzierung der geringeren Mieteinnahmen hatte einiges an Wirbel verursacht. Zwischenzeitlich war in diesem Zusammenhang auch populistisch aufgeblasen vom Begriff einer "FCK-Steuer" die Rede.

FCK-Vorstand Klatt: "Ein wichtiger Meilenstein für den Verein"

Der FCK-Vorstandsvorsitzende Michael Klatt sagte in einer ersten kurzen Stellungnahme: "Für uns ist diese Entscheidung ein wichtiger Meilenstein. Aber wir wissen natürlich auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen." Auch die Gegenstimmen im Stadtrat bezeichnete Klatt als legitim: "Aber umso wichtiger ist es uns, dass wir konstruktiv ins Gespräch gekommen sind."

Weitere Informationen aus dem Kaiserslauterer Stadtrat und Stimmen der Beteiligten von Verein und Stadt folgen am Mittwoch auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Diskussion um künftige Stadionpacht für den FCK


Ergänzung, 14.03.2018:

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Kummt Senf druff
Ein Meilenstein - weitere müssen folgen

Für die Mehrheit im Kaiserslauterer Stadtrat war die Entscheidung für eine geringere Stadionmiete am Ende alternativlos. Für den FCK ist sie ein wichtiger Meilenstein. Die Art und Weise, wie der Verein in den vergangenen Wochen agiert hat, ist zudem ein Fingerzeig, dass auch die weiteren Hürden für eine Zukunft des Profifußballs am Betze zu meistern sind.

Am Ende ging es einigermaßen schnell. Eine Stunde und 25 Minuten dauerte die außerordentliche Sitzung des Kaiserslauterer Stadtrats am Dienstagabend, in der eine Kapitalzuführung aus dem Haushalt der Stadt an die Stadiongesellschaft und damit die Reduzierung der Stadionmiete für den 1. FC Kaiserslautern auf 2,4 Millionen Euro in der 2. Liga bzw. auf 425.000 Euro im Abstiegsfall beschlossen wurde.

Angesichts des bei lediglich zehn Gegenstimmen klaren Abstimmungsergebnisses musste man sich über die heftigen Diskussionen der vorausgegangenen Wochen fast ein bisschen wundern. Letztlich kamen die meisten der Fraktionen dann doch zu der Erkenntnis, dass es zum Antrag auf Mietminderung keine wirkliche Alternative gibt. Dass der Ausfall des Vereins als einziger Mieter des Fritz-Walter-Stadions die hoch verschuldete Stadt noch um einiges teurer zu stehen kommen würde als eine erneut reduzierte Stadionpacht.

Weitblick und Beharrlichkeit

Gerade rechtzeitig vor der Einreichung der Lizenzunterlagen hat der FCK nun also Planungssicherheit - auch für den Fall des Abstiegs in die 3.Liga. Der Weitblick und die Beharrlichkeit, mit der die Klub-Spitze um Finanzvorstand Michael Klatt bereits im November den Antrag auf Mietreduzierung gestellt, die Verantwortlichen der Stadt von dessen Notwendigkeit überzeugt und zuletzt auch auf ein entsprechendes Votum des Stadtrats gedrängt hatte, wirkt auf das leidgeprüfte FCK-Umfeld trotz aller sportlichen und finanziellen Sorgen durchaus wohltuend.

Gleiches gilt für andere Entscheidungen des Vereins in den vergangenen Wochen. Nicht nur präsentierte der neue Aufsichtsrat mit Sportvorstand Martin Bader und Trainer Michael Frontzeck zwei in der Branche etablierte, erfahrene Kräfte. Die Verträge der beiden womöglich wichtigsten Mitarbeiter eines Profivereins gelten darüber hinaus auch im Abstiegsfall. Statt eines "Wir beschäftigen uns nicht mit der 3. Liga", wie es der mittlerweile ausgeschiedene Vorstandschef Thomas Gries auf der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern zugerufen hatte, treibt der Verein die Vorbereitungen auch für den "Worst Case" konsequent voran.

Wichtige Hürde genommen

Das heißt natürlich nicht, dass man sich bereits mit einem Abstieg abgefunden hätte. Er ist angesichts der Tabellensituation aber nun mal eine realistische Option. Und für diese wollen Mitarbeiter, Mitglieder und Fans auch ein realistisches Szenario für eine Zukunft des Profifußballs am Betze aufgezeigt bekommen.

Mit der geringeren Stadionmiete ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Hürde genommen. Eine nächste ist nun, weitere Spieler mit Verträgen für Liga drei auszustatten, um im Fall der Fälle auch mit einer schlagkräftigen Mannschaft an den Start gehen zu können.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 14:28 Uhr:

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Stimmen und Reaktionen zum Stadtratsbeschluss

Die Stadt Kaiserslautern hat den Weg für eine geringere Pacht für das Fritz-Walter-Stadion freigemacht. "Es war ein Prozess, der uns nicht leicht gefallen ist", bekannte Oberbürgermeister Klaus Weichel nach dem Votum des Stadtrats. Wir haben Stimmen und Reaktionen zur Sondersitzung noch einmal zusammengefasst.

"Ich bitte Sie um Unterstützung, um Schlimmeres zu verhindern": Mit diesen Worten schloss Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) sein Eingangsstatement zur außerordentlichen Sitzung des Stadtrats am Dienstagabend. Rund eineinhalb Stunden später stand eine deutliche Mehrheit für eine geringere Stadionmiete in den kommenden beiden Spielzeiten. Abgesehen von den Fraktionen der Grünen und der Linken gab es für die Politiker dazu keine Alternative.

Einige Reaktionen nach dem Votum des Stadtrats:

Michael Klatt (Vorstandsvorsitzender 1. FC Kaiserslautern): "Die Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein. Aber wir wissen natürlich auch, dass wir weiter hart arbeiten müssen."

Patrick Banf (Vorsitzender des FCK-Aufsichtsrats): "Wir wissen ganz genau: Für die Lizenzierung ist für den FCK noch sehr, sehr viel zu tun. Beim Abstieg in die dritte Liga geht der Umsatz von 40 auf 13 Millionen Euro zurück."

Klaus Weichel (SPD, Oberbürgermeister): "Wir retten damit die Stadiongesellschaft. Aber mit dem Geld könnte man andere Dinge tun. Insofern stellen sich da keine Glücksgefühle ein."

René Quante (Geschäftsführer Steuerzahlerbund): "Wir hatten gehofft, dass sich im Stadtrat dieses Mal eine Mehrheit zugunsten der Bürger von Kaiserslautern formieren würde. Aber leider haben sich die FCK-Fans im Rat durchgesetzt (...). Den Vertretern der Stadt ist es (...) nicht gelungen, das 'Pachtangebot' des FCK auch nur um einen einzigen Euro zu erhöhen. Stattdessen hat die Stadt die Pachtminderung zusätzlich auf die Spielzeit 2019/2020 ausgedehnt."

Kommentar "Rheinpfalz": "Der Stadtrat von Kaiserslautern hatte gar keine andere Möglichkeit, als einer Senkung der Stadionmiete zuzustimmen. (...) Eine Verweigerung des Stadtrats, die Stadionmiete der sportlichen und wirtschaftlichen Talfahrt des 1. FCK anzupassen, würde den Verein ins Aus schießen und die Stadiongesellschaft und in der Folge die Stadt in eine große finanzielle Krise stürzen."

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Kommentar: Ein Meilenstein - weitere müssen folgen (Der Betze brennt)
- Stadtrat beschließt geringere Stadionmiete (Der Betze brennt)
- Chronologie im DBB-Forum: Diskussion um künftige Stadionpacht für den FCK


Ergänzung, 05.04.2018:

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Regressansprüche: Rombach kritisiert Stadtrat

Im Zuge der Stadtratssitzung am 13. März hat die SPD-Fraktion angeregt, etwaige Regressansprüche gegen die ehemalige FCK-Vereinsführung an die Stadiongesellschaft abzutreten. Beim ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Rombach sorgt das für Unverständnis.

Mitte März hatte der Stadtrat im Zuge einer außerordentlichen Sitzung der aus Sicht des 1. FC Kaiserslautern dringend notwendigen Mietreduzierung zugestimmt. Diese gilt als wichtiger Baustein für eine mögliche Drittliga-Lizenz der Roten Teufel, aber auch für bessere finanzielle Rahmenbedingungen im Falle des Klassenerhalts.

Im Zuge dessen wurde von der SPD-Fraktion angeregt, dass der FCK etwaige Regressansprüche an die ehemalige Vereinsführung um die Vorstände Stefan Kuntz und Fritz Grünewalt sowie den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Rombach an die Stadiongesellschaft abtritt. Bei der CDU fand dieser Vorschlag Anklang. Gegenüber der "Rheinpfalz" zeigte sich Rombach nun über die Diskussion enttäuscht.

"Fake News werden auch durch Wiederholung nicht besser"

Aus seiner Sicht handele es sich bei diesem Schritt um eine "populistische Wiederaufwärmung" alter Vorwürfe. "Ich empfinde es nicht als persönlich ehrverletzend, sondern als absolut unverständlich, wenn der Stadtrat nach all den negativ verlaufenden Prüfungen - nicht nur durch den Aufsichtsrat selbst, sondern auch mehrfach durch externe Experten wie die international renommierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young sowie die DFL - offenbar den Quertreibern im Hintergrund mehr Glauben schenkt als all diesen unabhängigen Prüfern", so Rombach. Aus seiner Sicht seien die Stadtratsmitglieder von "schlechten Beratern" beeinflusst, "denen Populismus mehr am Herzen liegt als der 1. FC Kaiserslautern. Fake News werden auch durch Wiederholung nicht besser".

Rombach sieht eigene Amtszeit trotz Kritik positiv

Rombach war nach massiven Vorwürfen auf der Jahreshauptversammlung 2015 nicht entlastet worden und einer anschließenden Abwahl durch Rücktritt zuvorgekommen. Seine Kritiker bemängelten unter anderem mangelhafte Kontrolle und mehrfache Lügen, auch der zweifelhafte Umgang mit der Betze-Anleihe wurde immer wieder thematisiert. Sein Rückzug habe aber angeblich nicht im Zusammenhang mit der Nicht-Entlastung gestanden, sagt Rombach heute rückblickend. Vielmehr sei von ihm schon vorab erklärt worden, seinen Posten aufzugeben, sollten die Aufsichtsratsmitglieder einzeln und nicht als komplettes Gremium entlastet werden.

Seine Amtszeit bewertet Rombach in der Rückschau trotzdem positiv: "Zwei Jahre Erste Liga sowie fünf Jahre Zweite Liga, immer unter den Top fünf, jedes Jahr über 30.000 Zuschauer im Schnitt, da kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass wir die finanziellen Entscheidungen des Vorstands mit allen dem Aufsichtsrat zur Verfügung stehenden Mitteln geprüft haben."

Vertrauen in die neue Vereinsführung um Banf und Bader

Inzwischen verfolgt der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende die Spiele "nur" als Fan im Stadion und beobachtet die Entwicklung des FCK genau. Von der neu aufgestellten Vereinsführung ist er überzeugt. "Wir sollten ihnen das notwendige Vertrauen schenken, damit unser FCK wieder in ruhiges Fahrwasser kommt", sagt der 64-Jährige.

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz



Beitragvon babsack » 13.03.2018, 22:02


Na endlich ist es fix und man kann die Planungen und Lizenz Unterlagen weiter bearbeiten.

Zu der erhöhten Miete in Liga 1, warten wir mal ab bis es soweit ist, das man dem FCK aber jetzt mit der Miete entgegen kommt auch bei Klassenerhalt ist schon sehr gut.



Beitragvon Westkurvenalex » 13.03.2018, 22:23


Na endlich. Das Problem wurde zwar eigentlich nur 2 Jahre hinaus geschoben aber zumindest haben wir 2 Spielzeiten Planungssicherheit. Was mich mal interessieren würde ist , mit welcher Begründung Linke und Grüne den Beschluss ablehnten und was deren Änderungsantrag war.



Beitragvon Thomas » 13.03.2018, 23:45


Westkurvenalex hat geschrieben:Was mich mal interessieren würde ist , mit welcher Begründung Linke und Grüne den Beschluss ablehnten und was deren Änderungsantrag war.

@Westkurvenalex:
Meines Wissens lautete der Änderungsantrag der Linkspartei, dass die Pachtreduzierung zunächst nur für ein Jahr beschlossen werden soll (statt zwei Jahre) und dass der FCK sie wie früher durch Besserungsscheine absichert.

Die "Rheinpfalz" hat hier noch ein paar Einzel-Aussagen der Fraktionen dokumentiert:

- FWG: "Bürger dürfen nicht von Steuererhöhungen belastet werden"
- FDP: "FCK braucht Beinfreiheit"
- Linke: "Verein muss die Gehälter anpassen"
- Grüne: "Subventionspolitik kann nicht Aufgabe der Stadt sein"
- CDU: "Steuererhöhungen wären nicht vermittelbar"
- SPD: Verkauf keine Lösung

Vom DBB-Team war außerdem unser Kollege Ingo vor Ort bei der Stadtratssitzung anwesend und wird sicherlich morgen noch etwas hierzu ergänzen können.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Westkurvenalex » 13.03.2018, 23:55


@Thomas:
Danke für die Info. 1 Jahr und Besserungscheine. Da haben es welche immer noch nicht verstanden was die Stunde schlägt.



Beitragvon eye of the tiger » 14.03.2018, 00:28


Gut für uns, gibts uns etwas Luft zum Atmen. Vllt würde es dann die 3.Ligalizenz geben...

Zu den Aussagen der Grünen und Linken sag ich mal nix. Erstere subventionieren jeden Dreck, solange sie es selbst befürworten (Erneuerbare Energie...), letztere raffen offenbar nicht, dass das "Gehälter senken" 1. nicht mal eben geht, 2. ne ganz andere Baustelle in der Planung ist, 3. bei nem Abstieg sowieso keine Spieler mehr da sind, also auch keine Gehälter gezahlt werden, es aber trotzdem verdammt eng mitm Geld ist...



Beitragvon Miro.Klose » 14.03.2018, 01:12


eye of the tiger hat geschrieben:Gut für uns, gibts uns etwas Luft zum Atmen. Vllt würde es dann die 3.Ligalizenz geben...

Zu den Aussagen der Grünen und Linken sag ich mal nix. Erstere subventionieren jeden Dreck, solange sie es selbst befürworten (Erneuerbare Energie...), letztere raffen offenbar nicht, dass das "Gehälter senken" 1. nicht mal eben geht, 2. ne ganz andere Baustelle in der Planung ist, 3. bei nem Abstieg sowieso keine Spieler mehr da sind, also auch keine Gehälter gezahlt werden, es aber trotzdem verdammt eng mitm Geld ist...


Die Welt muss so einfach aussehen wenn man so denkt...
Also nur die Spieler beziehen ein Gehalt?

Vorstände, Angestellte in der Geschäftstelle, Stadioncrew, Scouts, Trainer, Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Ticketshop Mitarbeiter usw bekommen also keine Gehälter ?



Beitragvon eye of the tiger » 14.03.2018, 01:16


Miro.Klose hat geschrieben:
Die Welt muss so einfach aussehen wenn man so denkt...
Also nur die Spieler beziehen ein Gehalt?

Vorstände, Angestellte in der Geschäftstelle, Stadioncrew, Scouts, Trainer, Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Ticketshop Mitarbeiter usw bekommen also keine Gehälter ?


Und genau diesen Leuten will die Linke also den Job wegnehmen? :) Well done, du hast erkannt, worauf ich hinaus wollte :)



Beitragvon Südpälzer » 14.03.2018, 02:04


Wie soll das in den Augen der Linken gehen?
Die Gehälter auf allen Ebenen auf Regionalliga-Niveau herunterfahren? Dort angekommen dann Amateure mit Verbandsligavergütung locken?
Machen wir also Bader zum ehrenamtlichen Spielleiter :nachdenklich:



Beitragvon babsack » 14.03.2018, 04:29


Bader und Frontzek werden schon entsprechende Verträge haben die eine geringere Entlohnung für die 3. Liga vorsieht.

Klatt muss bei Abstieg auch den Gürtel enger schnallen oder Falls der Abstieg fest steht wird er den FCK verlassen.

An den Gehältern der normalen Angestellten wurde sicherlich bei der Aussage nicht gedacht, da wird man auch nicht ran gehen wollen.

Für Spieler gibt es bei Abstieg auch neue Verträge, da ja eh fast keiner mehr da ist.

Von daher alles im Grünen Bereich.



Beitragvon wernerg1958 » 14.03.2018, 07:42


Das war ja jetzt keine Ueberraschung, da ist die Aussage von Herrn Banf doch um so ueberraschender dass der FCK da noch nicht alles geklaert hat was seime Finanzen angeht! Hat man da zu sehr drauf gebaut? dass man bis Dato mit dem Abstieg nichts mehr zutun hat. Das waere dann fahrlaessig gewesen!



Beitragvon MäcDevil » 14.03.2018, 08:14


Wieso soll der FCK alle Spieler rausschmeissen...die Qualität der Mannschaft ist leider zur Zeit drittklassig. Frage ist: Wer geht mit in dritte Liga ?
Ich gehe mal davon aus, dass 70% der Spieler gehalten werden kann. Um in der dritten Liga bestehen zu können, muss man schon eine gewisse Qualität mitbringen...vor allem wenn der direkte Aufstieg wieder angepeilt wird.
Mich beschleicht die Angst, dass der FCK sonst in RL weitergereicht wird. Dass ist anderen Vereinen auch schon so gegangen, die gemeint haben die dritte Liga schafft man links... :nachdenklich:
***********??????????????????????????*************



Beitragvon FW 1920 » 14.03.2018, 08:37


Da ist noch längst nicht alles in trockenen Tüchern. Wir müssen abwarten, ober der FCK absteigt. Wenn Ja, dann ist die Drittliga-Lizenz doch noch nicht sicher. Bleiben wir drin (was ich hoffe, aber nicht erwarte), geht der ganze Mist von vorne los. Kein Geld, kein Investor, keine zweitligataugliche Mannschaft (beachte die Abgänge)!
Schwere Zeiten, aber da müssen wir durch.
Zuerst muss der Abstieg verhindert werden, das wird schwer genug!!



Beitragvon Block9.3Andreas » 14.03.2018, 09:03


@Thomas: Thema wurde ja hier schon angeschnitten, vielleicht kann Ingo sich dazu noch expliziter äußern:

1. welche Bedingungen werden gestellt, man hört von Kostensparen, gar von Personalabbau? Vielleicht wurde dies ja näher bezeichnet?

2. Interessant dazu, wie die entsprechenden Pläne vom FCK aussehen werden, evtl. kommt DBB irgendwann mal an Infos?

Gibt es ausser den Jahresbilanzen Infos, in welchen Bereichen man wie Geld einspart, man sieht die Ausgaben in Bereich X wurden weniger, aber warum man dies erreichte?

Danke und Gruß
Andreas
Niemand hat bislang den FCK so gespalten, wie Stefan Kuntz...heute noch!



Beitragvon Troglauer » 14.03.2018, 09:57


FW 1920 hat geschrieben:...Bleiben wir drin (was ich hoffe, aber nicht erwarte), geht der ganze Mist von vorne los. Kein Geld, kein Investor, keine zweitligataugliche Mannschaft (beachte die Abgänge)!
Schwere Zeiten, aber da müssen wir durch.
Zuerst muss der Abstieg verhindert werden, das wird schwer genug!!


Wenn man sich dann noch ansieht, welche Kaliber da aller Voraussicht nach aus der Bundesliga absteigen, kann es einem anders werden.

Die Luft wird dünner, nicht nur im Abstiegskampf. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Aber wie du richtig geschrieben hast, steht der Abstiegskampf jetzt an erster Stelle.



Beitragvon SEAN » 14.03.2018, 10:04


eye of the tiger hat geschrieben:Gut für uns, gibts uns etwas Luft zum Atmen. Vllt würde es dann die 3.Ligalizenz geben...

Ich denk schon, das man so die Lizenz bekommt. Der dickste Fisch ist erstmal weg, und wenn die Sponsoren bleiben, könnte man vielleicht sogar die Saison ohne große Schuldenanhäufung durchziehen. Arbeiten am Stadion könnte man im Notfall auch verschieben.
Maßgeblich entscheidend wird sein, wie man die Saison angehen will. Da gibt es für mich 2 Möglichkeiten.
1. Man zieht es mit aller Macht auf die "Kuntzche" Art durch mit nem teuren Kader oder
2. Man baut eine junge Mannschaft auf, die notfalls 2 Jahre in Liga 3 spielt. Saison 1 zum "einspielen", und in der zweiten Saison mit wenigen, aber gezielten und qualitativ hochwertigen Spielern ergänzen.
Beides hat seine vor- und Nachteile. Das Risiko bei Plan 1 ist halt, man muß bis zum äußersten der finanziellen Möglichkeiten gehen, wärscheinlich sogar drüber. Wenn es dann in die Hose geht, wird das zweite Jahr wohl eher ne Liga tiefer stattfinden.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Betze_FUX » 14.03.2018, 12:53


babsack hat geschrieben:Klatt muss bei Abstieg auch den Gürtel enger schnallen oder Falls der Abstieg fest steht wird er den FCK verlassen.
.

wieso verlässt Klatt den Verein bei Abstieg?
ES IST NICHT IRGENDEIN VEREIN!!!

Wacken ist nur einmal im Jahr!



Beitragvon Wutti10 » 14.03.2018, 12:57


Wichtiges Signal des Stadtrates! :daumen:
Die Linken sollte man von allen Entscheidungen ausschließen, die mit Geld zu tun haben und die Grünen generell von allen Entscheidungen.
Da denke ich doch immer wieder gerne an ein bekanntes Zitat des Philosophen M.Scholl.



Beitragvon Seb » 14.03.2018, 13:05


Betze_FUX hat geschrieben:
babsack hat geschrieben:Klatt muss bei Abstieg auch den Gürtel enger schnallen oder Falls der Abstieg fest steht wird er den FCK verlassen.
.

wieso verlässt Klatt den Verein bei Abstieg?


Ich denke nicht, dass sein Abschied bei einem Abstieg unbedingt zu erwarten ist. Wobei es zu diesem Thema in den letzten Monaten unterschiedliche Zitate von Vereinsvertretern gab. Von "der FCK kann sich nur noch einen Vorstand in Liga 3 leisten" bishin zu "die Vorstände werden in Liga 3 stark reduzierte Bezüge erhalten". Die Frage wird sicherlich sein, wie er die Perspektiven sieht und ob er den direkten Wiederaufstieg für realistisch ansieht oder nicht.



Beitragvon Ingo » 14.03.2018, 13:18


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Kummt Senf druff
Ein Meilenstein - weitere müssen folgen

Für die Mehrheit im Kaiserslauterer Stadtrat war die Entscheidung für eine geringere Stadionmiete am Ende alternativlos. Für den FCK ist sie ein wichtiger Meilenstein. Die Art und Weise, wie der Verein in den vergangenen Wochen agiert hat, ist zudem ein Fingerzeig, dass auch die weiteren Hürden für eine Zukunft des Profifußballs am Betze zu meistern sind.

Am Ende ging es einigermaßen schnell. Eine Stunde und 25 Minuten dauerte die außerordentliche Sitzung des Kaiserslauterer Stadtrats am Dienstagabend, in der eine Kapitalzuführung aus dem Haushalt der Stadt an die Stadiongesellschaft und damit die Reduzierung der Stadionmiete für den 1. FC Kaiserslautern auf 2,4 Millionen Euro in der 2. Liga bzw. auf 425.000 Euro im Abstiegsfall beschlossen wurde.

Angesichts des bei lediglich zehn Gegenstimmen klaren Abstimmungsergebnisses musste man sich über die heftigen Diskussionen der vorausgegangenen Wochen fast ein bisschen wundern. Letztlich kamen die meisten der Fraktionen dann doch zu der Erkenntnis, dass es zum Antrag auf Mietminderung keine wirkliche Alternative gibt. Dass der Ausfall des Vereins als einziger Mieter des Fritz-Walter-Stadions die hoch verschuldete Stadt noch um einiges teurer zu stehen kommen würde als eine erneut reduzierte Stadionpacht.

Weitblick und Beharrlichkeit

Gerade rechtzeitig vor der Einreichung der Lizenzunterlagen hat der FCK nun also Planungssicherheit - auch für den Fall des Abstiegs in die 3.Liga. Der Weitblick und die Beharrlichkeit, mit der die Klub-Spitze um Finanzvorstand Michael Klatt bereits im November den Antrag auf Mietreduzierung gestellt, die Verantwortlichen der Stadt von dessen Notwendigkeit überzeugt und zuletzt auch auf ein entsprechendes Votum des Stadtrats gedrängt hatte, wirkt auf das leidgeprüfte FCK-Umfeld trotz aller sportlichen und finanziellen Sorgen durchaus wohltuend.

Gleiches gilt für andere Entscheidungen des Vereins in den vergangenen Wochen. Nicht nur präsentierte der neue Aufsichtsrat mit Sportvorstand Martin Bader und Trainer Michael Frontzeck zwei in der Branche etablierte, erfahrene Kräfte. Die Verträge der beiden womöglich wichtigsten Mitarbeiter eines Profivereins gelten darüber hinaus auch im Abstiegsfall. Statt eines "Wir beschäftigen uns nicht mit der 3. Liga", wie es der mittlerweile ausgeschiedene Vorstandschef Thomas Gries auf der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern zugerufen hatte, treibt der Verein die Vorbereitungen auch für den "Worst Case" konsequent voran.

Wichtige Hürde genommen

Das heißt natürlich nicht, dass man sich bereits mit einem Abstieg abgefunden hätte. Er ist angesichts der Tabellensituation aber nun mal eine realistische Option. Und für diese wollen Mitarbeiter, Mitglieder und Fans auch ein realistisches Szenario für eine Zukunft des Profifußballs am Betze aufgezeigt bekommen.

Mit der geringeren Stadionmiete ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Hürde genommen. Eine nächste ist nun, weitere Spieler mit Verträgen für Liga drei auszustatten, um im Fall der Fälle auch mit einer schlagkräftigen Mannschaft an den Start gehen zu können.

Quelle: Der Betze brennt



Beitragvon wernerg1958 » 14.03.2018, 13:43


Der FCK ist nicht alles und eben auch nicht für jeden alles! Daß es Gegenstimmen gab von wem auch immer ist nachvollziehbar und auch Demokratie! Und es ist auch falsch zu sagen Stadt und Land wollten das große Stadion nein auch der FCK wollte es, obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt schon das ( finanzielle) Wasser bis Unterkante Oberlippe stand. Richtig ist, daß der FCK wie kein andere Verein von der Kommune sprich Stadt finanziell unterstützt wird und auf Jahre unterstützt werden muß! Und das ist falsch und unfähr allen anderen Unternehmen gegenüber in der Stadt Kaiserslautern. Das noch viel schlimmere ist, daß es keine sichtbaren Bemühungen gibt diese Situation zu verbessern für beide Seiten. Daß man durch Augenwischerei eine höhere Miete in der ersten Liga in Aussicht stellt ist so als würde man einen Ochsen haben und behaupten er gibt in 3-4 Jahre jede Menge Milch.
Keiner der beiden Protakunisten wird ohne eine große Zäsur aus dieser verfahrenen Situation jemals wieder rauskommen. Der FCK und die Stadt sollten mindest jeden Freitag und Samstag einen Lottoschein abgeben vieleicht knackt ja mal einer den Big Jackpot. Oder es kommt ein reicher Onkel aus Amerika oder China. Aber Hoffen und Glauben bringt beide da keinen Schritt weiter auch nicht bei Klassenerhalt. Nur nochmal die Zahl Zins für das Stadion 3,2 Mio ohne einen Cent Tilgung, FCK zahlt 2,4 Mio Pacht in Liga 2 also ein Minus von 800000€ p.Jahr in Liga 3 ist das Minus rd. 2,8 Mio quasi Zuschuss von der Stadt! Wahnsinn das kann und wird auf Dauer nicht gut gehen! Und wenn ich es richtig weis sind 2019 Neuwahlen.............



Beitragvon TuK_Kugelfang » 14.03.2018, 13:46


Danach erhöht sich die Min-destpacht in Höhe von 0,425 Mio. Euro um 100.000,00 Euro, wenn der 1.FCK in den unter 1) c) genannten Spielzeiten durchschnittlich mindestens 19.000 zahlende Zuschauer hatte.


Geht es da um 100.000 Euro je Saison oder um einmalig 100.000 am Ende der zweiten Saison, wenn jeweils 19.000 Zuschauer da waren?
Lautern ist der geilste Club der Welt!



Beitragvon wernerg1958 » 14.03.2018, 13:59


Pro Saison, aber 100000 mehr oder weniger bei der Summe welche der Zins kostet da sag ich Peanuts!



Beitragvon FW 1920 » 14.03.2018, 14:06


wernerg1958 hat geschrieben:Der FCK ist nicht alles und eben auch nicht für jeden alles! Daß es Gegenstimmen gab von wem auch immer ist nachvollziehbar und auch Demokratie! Und es ist auch falsch zu sagen Stadt und Land wollten das große Stadion nein auch der FCK wollte es, obwohl ihm zu diesem Zeitpunkt schon das ( finanzielle) Wasser bis Unterkante Oberlippe stand. Richtig ist, daß der FCK wie kein andere Verein von der Kommune sprich Stadt finanziell unterstützt wird und auf Jahre unterstützt werden muß! Und das ist falsch und unfähr allen anderen Unternehmen gegenüber in der Stadt Kaiserslautern. Das noch viel schlimmere ist, daß es keine sichtbaren Bemühungen gibt diese Situation zu verbessern für beide Seiten. Daß man durch Augenwischerei eine höhere Miete in der ersten Liga in Aussicht stellt ist so als würde man einen Ochsen haben und behaupten er gibt in 3-4 Jahre jede Menge Milch.
Keiner der beiden Protakunisten wird ohne eine große Zäsur aus dieser verfahrenen Situation jemals wieder rauskommen. Der FCK und die Stadt sollten mindest jeden Freitag und Samstag einen Lottoschein abgeben vieleicht knackt ja mal einer den Big Jackpot. Oder es kommt ein reicher Onkel aus Amerika oder China. Aber Hoffen und Glauben bringt beide da keinen Schritt weiter auch nicht bei Klassenerhalt. Nur nochmal die Zahl Zins für das Stadion 3,2 Mio ohne einen Cent Tilgung, FCK zahlt 2,4 Mio Pacht in Liga 2 also ein Minus von 800000€ p.Jahr in Liga 3 ist das Minus rd. 2,8 Mio quasi Zuschuss von der Stadt! Wahnsinn das kann und wird auf Dauer nicht gut gehen! Und wenn ich es richtig weis sind 2019 Neuwahlen.............

Das, was Du beschreibst, ist ja nur die Spitze des Eisbergs, gegen die die Titanic dann gerammt ist und unterging.
Wir leben jetzt in Zeiten, in denen die Steuerquellen sprudeln (hier habe ich gelesen, auch in KL), diese Zeiten ändern sich mit Sicherheit. Dann sponsert eine Stadt, die auch ansonsten erheblichen finanziellen Nachholbedarf hat, einen Fußballverein mit Millionenbeträgen.
Ich war lange genug in dem Geschäft, ich sage Euch:
Das wird nicht gut gehen. Kosten-Nutzen-Analyse hin oder her, Politik wird auch über Stimmungen gemacht.
Was jetzt bei uns geschieht, ist nichts anderes, als einem Schwerkranken auf der Intensiv noch Mal eine weitere Infusion zu geben, dass er überlebt.
Von Strategien, wie es mit dem FCK überhaupt weitergehen soll, höre und lese ich nichts.
Ohne eine Lösung mit Investoren und Hilfe vom Land ist das alles Stückwerk.
Mir ist nicht zum Jubeln!



Beitragvon Es_war_Einmal... » 14.03.2018, 14:12


Westkurvenalex hat geschrieben:Na endlich. Das Problem wurde zwar eigentlich nur 2 Jahre hinaus geschoben aber zumindest haben wir 2 Spielzeiten Planungssicherheit. Was mich mal interessieren würde ist , mit welcher Begründung Linke und Grüne den Beschluss ablehnten und was deren Änderungsantrag war.


Grüne und Linke wollten , das der FCK in Insolvenz geht.
Und , das dieses Stadion eingestampft wird .
Eigentlich war dies zu erwarten ,
diese Jungs sind halt nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.




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