
Wintertransfers wohl nicht vor Mitte Januar
Ob der 1. FC Kaiserslautern in der Winterpause neue Spieler verpflichtet - oder vorhandene Spieler abgibt - wird sich voraussichtlich nicht vor Mitte Januar entscheiden. Dies meldet der "Kicker" (Donnerstagsausgabe).
Demnach solle der neue FCK-Trainer Sascha Hildmann in der Wintervorbereitung zunächst die passende Grundformation für sein Team entwickeln. Erst dann sei klar, ob und auf welchen Positionen eventuell Nachholbedarf bestehe. Geschäftsführer Martin Bader hielt sich gegenüber dem Sportmagazin noch bedeckt und erklärte: "Wir leben von der Geschlossenheit. Jeder hat seine Chance, im Kader dabei zu sein. Das soll auch so bleiben."
Quelle: Der Betze brennt / Kicker
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Ergänzung, 11.01.2019:

Kummt Senf druff
Wintertransfers? Die Zurückhaltung ist richtig
von paulgeht
Der 1. FC Kaiserslautern bewegt sich auffallend ruhig auf dem Transfermarkt. Die vorläufige Zurückhaltung ergibt jedoch in mehrfacher Hinsicht Sinn.
Das Transferkarussell in der 3. Liga nimmt Schwung auf. Nach ruhigen Tagen zu Beginn des Monats vermelden die Konkurrenten der Roten Teufel immer mehr Spielerwechsel. Vor allem bei Eintracht Braunschweig wird der Kader kräftig umgebaut. Das Schlusslicht hat in nur wenigen Tagen zehn Transfers bekanntgegeben. Auch andere Vereine nehmen Kaderkorrekturen vor, wie etwa der KFC Uerdingen mit der Verpflichtung von Osayamen Osawe. Weitere Spekulationen um namhafte Akteure wie Adriano Grimaldi (ebenfalls zum KFC Uerdingen?) oder Manuel Schäffler (zu 1860 München?) halten sich.
Auf dem Betzenberg bleibt die Gerüchteküche in dieser Transferperiode allerdings noch kalt. Weder Zugänge noch Abgänge bahnen sich kurzfristig an (siehe DBB-Meldung: Wintertransfers wohl nicht vor Mitte Januar). Auch die üblichen Meldungen über das angebliche FCK-Interesse an Spielern bleiben bislang weitgehend aus. Ein Fingerzeig, dass die Roten Teufel mittlerweile im Mittelmaß der 3. Liga versunken sind?
Eine ungewohnte Passivität, die aber angemessen ist
Die Kaderplaner vom Betzenberg üben sich in Zurückhaltung. Spielerwechsel stehen, wenn überhaupt, erst zum Ende der Transferperiode an. Und der Blick für Neuzugänge richtet sich wohl ausschließlich auf die Offensive. Eine - gemessen an früheren Jahren - merkwürdige Passivität, die allerdings der jetzigen Situation genau angemessen ist. In vielerlei Hinsicht.
Es mag zwar ein merkwürdiges Gefühl hervorrufen, wenn andere Klubs teils namhafte Transfers verkünden und der FCK scheinbar tatenlos zusieht. Doch die momentan aktivsten Klubs gehen in deutlicher anderer Ausgangslage in die Restsaison als der Betze. Braunschweig, Großaspach und Aalen wollen sich zum Beispiel für die Aufholjagd im Tabellenkeller rüsten. Uerdingen, Karlsruhe, Osnabrück und Halle kämpfen um den Aufstieg und versuchen die Kaderqualität punktuell zu steigern.
Aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht wenig sinnvoll
Der FCK bewegt sich im Tabellen-Mittelfeld, hat einen kaum noch einzuholenden Rückstand auf die Spitzengruppe. Selbst durch größere Investitionen in den Kader würde die Wahrscheinlichkeit, doch noch einen der oberen drei Plätze zu belegen, wohl nicht entscheidend ansteigen. Von daher sind auch Ausleihen wenig zielführend, sofern die Spieler nicht über das Saisonende hinaus in Kaiserslautern bleiben könnten.
Wohl auch deshalb hat FCK-Coach Sascha Hildmann mehrmals betont, den Fokus verstärkt auf die Entwicklung der vorhandenen Spieler zu legen, insbesondere der jungen. Sollten die Roten Teufel ein weiteres Jahr in der 3. Liga feststecken, sind wohl auch dann keine größeren Sprünge auf dem Transfermarkt möglich. Umso wichtiger ist die Förderung der eigenen Nachwuchsspieler, die schon jetzt durch Training und Spielpraxis an die Profi-Ebene herangeführt werden können.
Die wichtigste Wirkung hat der Verzicht auf viele Transfers auf vor allem auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Roten Teufel. Die notwendigen Voraussetzungen für die Lizenz müssen bis März geplant werden. Angesichts des weiterhin nicht in Aussicht stehenden Investors wird jeder Cent benötigt. Transfers, die womöglich die Qualität nicht nachhaltig anheben, machen da erst recht keinen Sinn.
Quelle: Der Betze brennt
