
Sonntag, 15:30 Uhr: Bereit zum Showdown
Der FCK bekommt sein "Endspiel" in Köln. Auch wenn die Erfolgsaussichten ungefähr so niedrig sind wie letztes Jahr gegen Leverkusen. Aber was lässt sich schon im Fußball und erst recht in dieser verrückten Zweitliga-Saison sicher vorhersagen?
Komplizierte Tabellenkonstellation und viel Stress bei den Kölnern
Die Ausgangslage ist klar: Der 1. FC Kaiserslautern kann rechnerisch noch Dritter werden und es damit in die Relegation zur Bundesliga schaffen. Dafür muss zunächst einmal das eigene Auswärtsspiel beim 1. FC Köln, der seinerseits noch einen Punkt für den sicheren direkten Aufstieg benötigt, gewonnen werden. Zeitgleich müssten noch die SV Elversberg (bei Schalke 04) und der SC Paderborn (beim Karlsruher SC) ihre Partien verlieren. Und dann müsste der FCK auch noch zumindest zwei Treffer im Torverhältnis auf Fortuna Düsseldorf (beim 1. FC Magdeburg) aufholen. Alles klar? Kürzer zusammengefasst: Der FCK muss gewinnen und wäre dann noch auf Schützenhilfe von drei anderen Plätzen angewiesen.
Der ganz große Druck liegt aber nicht bei den Roten Teufeln, sondern bei den Geißböcken. Weil der Bundesliga-Absteiger sich schon die ganze Saison sehr wackelig durchmogelt, herrscht Muffensausen in der Domstadt. Mit nur drei Punkten Rückstand und einem jeweils besseren Torverhältnis lauern Elversberg und Paderborn auf einen Ausrutscher des FC am Sonntag. Für Köln wäre das der Super-Gau. Und der FCK gilt vielen Kölnern immer noch als "Angstgegner", was sie zuletzt 2023/24 im DFB-Pokal in Erinnerung gerufen bekamen. Zu allem Überfluss droht nun auch noch Topscorer Tim Lemperle auszufallen, der am Sonntag - laut Medienberichten angeblich betrunken - in eine Schlägerei geriet und einen Nasenbeinbruch davontrug. All das sorgt, kontinuierlich befeuert durch die Kölner Presse, für eine hohe Nervosität beim "Effzeh". Einzig der vor einer Woche als neuer Trainer verpflichtete Friedhelm Funkel strahlt seine auch in Lautern gut bekannte Ruhe aus. Der 71-jährige führte sein neues Team zuletzt zu einem emotionalen Last-Minute-Sieg in Nürnberg (2:1). Kurioser Nebenfakt noch zum Abschluss: Der FCK kann nur Dritter werden, wenn Köln Zweiter bleibt. Es werden am Sonntag also vermutlich viele Blicke auf die Ergebnisse der anderen Plätze gehen.
Redondo fehlt wegen Gelb-Sperre
Torsten Lieberknecht muss im Müngersdorfer Stadion auf Kenny Redondo verzichten, der beim 2:1 gegen Darmstadt seine fünfte Gelbe Karte sah. Diese Woche finden drei öffentliche Trainingseinheiten statt, und zwar am Mittwoch (11:00 Uhr, NLZ), Donnerstag (11:00 Uhr, Platz 4) und Freitag (11:00 Uhr, Platz 4).

Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 14.05.2025:
Gegner-Check Köln: Zum Finale nochmal funkeln
Auf zum letzten Gefecht. Können sich die Roten Teufel ihre Mini-Chance auf Relegationsrang 3 so schönreden, dass sie "volle Pulle" zur Sache gehen? Für die Kölner ist die Ausgangslage einfacher zu fassen: Nicht verlieren, und alles ist gut.
So lief's seit dem Hinspiel: Zum Jahresabschluss 2024 gewann der 1. FC Köln im Fritz-Walter-Stadion mit 1:0 und sicherte sich so den wunderschönen Titel des "Wintermeisters", den Kölns österreichischer Trainer Gerhard Struber an diesem Tag in Deutschland einführte - klingt das nicht irgendwie nach "Game of Thrones"? Es war bereits das fünfte 1:0 der "Effzeher" innerhalb weniger Wochen, und der gemeine Fußball-Beobachter fragte sich: Zeugt diese Häufung knapper Siege wirklich nur von Matchglück, das sich bald auch wieder wendet - oder vielleicht doch von der speziellen Qualität einer Mannschaft, eben keinen mehr reinzulassen, sobald sie den Führungstreffer erzielt hat? Im Kölner Vorstand setzte sich am 32. Spieltag offenbar die erste These durch. Nach einem 1:1 zuhause gegen Absteiger Regensburg trennte sie sich nicht nur von Coach Struber, sondern auch von Sportchef Christian Keller - obwohl der "Effzeh" zu diesem Zeitpunkt noch immer Tabellenzweiter war. Vorausgegangen war eine Rückrunde, in der zwar zwei Mini-Serien mit drei Siegen in Folge gefeiert werden durften, es aber auch ständig Rückschläge gab. Wer verliert schon ein Heimspiel gegen Hertha BSC? Okay, der 1. FC Kaiserslautern, insofern eher schlechtes Beispiel. Für Struber kam, wie vor allem die Pfalz mit angehaltenem Atem registrierte, der Mann, der vergangene Saison den Lautrern den Allerwertesten rettete und sie gegen Saarbrücken ins DFB-Pokal-Finale führte: Friedhelm Funkel. Der 71-Jährige soll in den zwei verbleibenden Spielen den direkten Aufstieg klarmachen. Das erste in Nürnberg gewann er direkt mit 2:1 - mit einem Führungsstil, der, so der "Kicker", von "Ruhe, Vertrauen und Schmunzlern" geprägt war. Möglich gemacht hat den Erfolg hauptsächlich allerdings ein kapitaler Bock des FCN-Keepers Michal Kukucka, der eigentlich nur dritter Torwart der "Glubberer" ist, dem Trainer Miro Klose aber ausgerechnet in dieser Partie Spielpraxis spendierte. Drum dürfte der Name Klose im Lautrer Umfeld seither von einigen Freundeslisten getilgt worden sein. Zum Finale benötigt der FC nun nur noch einen Punkt, um sicher zu gehen, dass er nicht doch noch von Paderborn und/oder Elversberg eingeholt wird, die beide drei Zähler Rückstand und ein besseres Torverhältnis aufweisen.
Das hat sich geändert: In der Winterpause endete die Transfersperre, mit der Köln vergangenen Sommer belegt worden war. Daraufhin investierte Sportchef Keller über fünf Millionen Euro in Rechtsverteidiger Jusuf Gazibegovic (25), Mittelstürmer Imad Rondic (26) und InnenverteidigerJoël Schmied (26), lieh zudem von Hull City Torwart Anthony Racioppi (26). Eingeschlagen hat keiner der Genannten, was einer der Kritikpunkte war, die Keller am Ende den Job kosteten. Für ihn ist nun Ex-Keeper Thomas Kessler zum Sportdirektor aufgerückt. Der hatte vorher eher wenig zu sagen, war "Bereichsleiter Fußball" - ein Titel, der "Kicker"-Kollege Frank Lußem an die TV-Serie "Stromberg" erinnerte. Egal, fürs anstehende Spiel sind die Änderungen interessant, die Funkel in Nürnberg vornahm. So kehrte der alte Fuchs zu einer 4-2-3-1-Formation zurück, in der sich wohl jeder Profi seit seiner Juniorenzeit bewegen kann. Auch begann der FC die Partie tiefer positioniert als unter Struber, rückte mit Dauer des Spiels aber auf. Unterm Strich hat Kollege Lußem am Valznerweiher eine Leistungssteigerung erkannt, die, dem Kukucka-Bock zum Trotz, "nichts mit Glück und Zufall zu tun" hatte. Den Erfolg habe das "situative Angriffspressing" gebracht, das Funkel verordnet habe ... Na ja, an diesem taktischen Mittel versuchten sich diese Saison eigentlich alle Zweitliga-Teams, nur beherrschten es manche besser, manche schlechter. Bitter für Köln ist der drohende Ausfall von Tim Lemperle (23). Der Stürmer wurde am Sonntagabend in eine Schlägerei verwickelt und erlitt dabei Verletzungen im Gesicht. In der Domstadt wird diese Geschichte natürlich von allen Seiten ausgeschlachtet und selbst wenn Lemperle noch rechtzeitig fit werden sollte, kann es gut sein, dass Funkel angesichts der Nebengeräusche trotzdem auf seinen Topscorer verzichtet.
Gewinner und Verlierer: Für Lemperle endet diese Zweitligasaison damit sehr unglücklich, nachdem sie zuvor bestens gelaufen war: Zehn Treffer, sechs Assists und ein neuer, lukrativer Vertrag, den er schon im Januar bei Erstligist Hoffenheim unterschrieb. Bei Aufstieg womöglich halten kann der FC Jungstürmer Damion Downs (20), der ebenfalls schon zehnmal traf und entsprechend umworben ist. In Nürnberg aber ließ Funkel den Jungen 90 Minuten auf der Bank schmoren. Dafür blühte Florian Kainz (32) auf, der beide Treffer erzielte. Zum wertvollsten Spieler des Kaders gemausert hat sich jedoch Eric Martel (23) mit konstant starken Leistungen auf der Sechs. Auch ihn haben mittlerweile einige Erstligisten auf dem Zettel. In Nürnberg nur eingewechselt wurde Linton Maina (25), mit zehn Assists der beste Vorlagengeber des Teams, der nach Verletzungspause noch nicht wieder 100 Prozent ist. Auch sein Vertrag dürfte sich wohl nur im Aufstiegsfall verlängern lassen. Bei Funkels Debüt wiedererstarkt ist Jan Thielmann (22), der im 4-2-3-1 wieder rechts offensiv aufspielen durfte, was ihm besser liegt als die defensivere Rolle. Am Ende warf der Trainer zudem Mark Uth (33) nochmal in die Schlacht - der Veteran wird seine Zelte in Köln am Ende der Saison abbrechen, ebenso wie Eigengewächs Marvin Obuz (23), das seinem Talent nicht gerecht werden konnte. Auch Stürmer Steffen Tigges (26) war angesichts der Konkurrenz der aufstrebenden Jungspunde Lemperle/Downs zuletzt nicht mehr gefragt. Schon im Februar aussortiert wurde Nikola Soldo (24), der schon vergangene Saison als Leihgabe in Kaiserslautern zeigte, dass er seine Schnelligkeitsdefizite im deutschen Profi-Fußball nicht kaschieren kann.
Zahlenspiele: Mittlerweile haben die Kölner bereits acht Spiele 1:0 gewonnen. Das schlägt sich auch im Torverhältnis insgesamt nieder. Mit nur 49 erzielten Treffern beschäftigen sie die schwächste Offensive unter den sogenannten "Topteams" der Liga. Dafür stellen sie mit nur 38 Gegentoren die drittbeste Defensive. Umso erstaunlicher, dass der "Effzeh" so oft aufs Tor schießt wie kein anderes Zweitligateam - und nach xGoals eigentlich hätte zwölf Buden mehr machen müssen. Den "xGoals against" zufolge dagegen könnten es lediglich zwei Gegentreffer mehr sein. Innenverteidiger Timo Hübers (28) gewinnt die zweitmeisten Kopfballduelle in der Liga, Lauterns Ragnar Ache die drittmeisten - das verspricht ein spannendes Aufeinandertreffen. Bei welchem dem FCK-Stürmer aber ein paar Flanken mehr serviert werden müssten, wenn er sich da erfolgreich behaupten soll. Denn im "Flanken aus dem Spiel heraus"-Ranking ist der FCK nur der 13., während Linton Maina und Co. den zweitbesten Wert der Liga verzeichnen. Bei der speziellen Betrachtung des Funkel-Debüts in Nürnberg fällt auf, dass der FC mit auffallend wenig mit langen Bällen operierte. Und sich wenn, dann über seine Zweikampfstärke den Sieg verdiente: 56 Prozent aller Duelle entschied er für sich.
Fazit: Friedhelm Funkel hat es einfach, seinen Jungs die Ausgangslage zu erklären: Ein Punkt, und alles ist gut. Torsten Lieberknecht dagegen sollte vielleicht ein Flipchart benutzen, um seinem Team darzulegen, was parallel auf den anderen Plätzen alles geschehen muss, beziehungsweise nicht geschehen darf, damit es vielleicht doch noch für Relegationsrang 3 reicht. Die Kurzversion wäre: "Erstmal selbst gewinnen, dann auf die anderen gucken." Aber ob die Formel genügt, die Truppe wirklich nochmal scharf zu machen - gegen einen Gegner, der nur noch einen so kurzen Weg zum großen Ziel vor sich hat? Standardsituationen besser verteidigen, die sogenannten "Tiefenläufe" des Gegners unterbinden, wie Lieberknecht es nach dem 2:1 gegen Darmstadt ansprach - es gibt einiges zu verbessern, wenn das gutgehen soll. Vor allem aber darf Julian Krahl nicht den Kukucka machen. Gegen die Lilien war er zweimal nah dran. Vielleicht sind es aber am Sonntag auch die Kölner, die aufgrund ihrer Ausgangssituation zu nervösen Aktionen neigen?
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer
Ergänzung, 16.05.2025:
Neben Redondo drohen auch Ache und Yokota auszufallen
Geht noch was für den 1. FC Kaiserslautern? Torsten Lieberknecht will jedenfalls alles versuchen, um die Mini-Chance auf Platz 3 noch zu nutzen. Gegen den 1. FC Köln drohen allerdings bis zu drei Stammspieler in der Offensive auszufallen.
Das sagt der Trainer: "Es ist definitiv nicht nur aufgrund der sportlichen Konstellation eine sehr besondere Partie. Darauf sollte man sich freuen", sagt FCK-Trainer Lieberknecht vor dem letzten Spieltag der Zweitliga-Saison 2024/25. Für die Kölner geht es um alles, sprich den direkten Aufstieg oder im Falle einer Niederlage die Relegation oder gar nur Platz 4. Die Roten Teufel können im besten Fall noch Rang 3 erreichen, sind dafür aber neben einem eigenen Auswärtssieg auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen. Seine Spieler möchte Lieberknecht jedoch zumindest zu Beginn des Spiels nicht mit Ergebnissen von den anderen Plätzen belasten: "Ich bin immer hin und her gerissen, was das Beste in diesen Momenten ist. Aber erstmal bin ich voll auf meine eigene Mannschaft fokussiert, das wir taktisch und inhaltlich unseren Plan abliefern."
Der FCK hat diese Woche relativ kurze Trainingseinheiten absolviert und dabei auch vermehrt den Kontakt zu den Fans gesucht. "Wir haben in den letzten Wochen nicht den besten Fußball gespielt, wie ich es mir vorstelle. Aber wir haben Ergebnisse geliefert", zieht Lieberknecht ein kleines Zwischenfazit seiner ersten Wochen auf dem Betze. In Köln soll nun möglichst der dritte Sieg im vierten Spiel unter seiner Regie folgen - und wenn alles zusammenkommt, sprich Elversberg, Paderborn und Düsseldorf patzen, vielleicht sogar noch Platz 3 und die damit verbundene Bundesliga-Relegation geschafft werden.
Team-Status: Der FCK muss in Köln auf Kenny Redondo (5. Gelbe Karte) verzichten, der in den bisherigen drei Spielen unter Torsten Lieberknecht immer in der Startelf stand. Zwei Fragezeichen stehen außerdem noch hinter Ragnar Ache (Wadenprobleme) und Daisuke Yokota (Schambeinprobleme). Der medial ausgerechnet mit einem Wechsel nach Köln in Verbindung gebrachte Torjäger Ache trainierte heute nur individuell, bei ihm wird es laut Lieberknecht ein "Wettlauf mit der Zeit". Yokota konnte seit zwei Tagen gar nicht mehr trainieren. Sollten alle drei Stammspieler ausfallen, wird der Coach ziemlich viel umstellen müssen - eine System-Änderung in der Offensive erwägt er aber eher nicht. Schneller als erwartet wieder fit geworden ist derweil Afeez Aremu, der nach Kapselabriss in der Schulter und anschließender Operation diese Woche alle Trainingseinheiten absolvieren konnte. Auch der letzte Woche angeschlagene Mika Haas ist wieder einsatzbereit.
Zuschauer: Das Müngersdorfer Stadion ist mit 50.000 Zuschauern ausverkauft. 4.832 FCK-Fans haben Karten für den Gästeblock ergattert.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim 1. FC Köln
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Köln folgen am Samstag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 17.05.2025:
Vorbericht: 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern
Nochmal alles raushauen
Showdown in der Domstadt: Der 1. FC Kaiserslautern braucht beim 1. FC Köln einen Sieg und eine große Portion Schützenhilfe der Konkurrenz, um seine erfolgreiche Saison doch noch verlängern zu können.
Wenn man Hoffnung machen will, bemüht man oft die Historie. So kann man auch hier zwei geschichtsträchtige Duelle zwischen Köln und Kaiserslautern an den letzten Spieltagen einer Saison herausstellen. Einmal wäre da das "Herzblutfinale" am 18. Mai 2008, als die Roten Teufel schon mit eineinhalb Beinen in der 3. Liga standen, dann aber doch noch den Klassenerhalt schafften - durch einen 3:0-Heimsieg gegen Köln. Josh Simpson und Marcel Ziemer (2), die Namen der Torschützen weiß noch heute jeder Fan ohne groß zu überlegen.
Noch bedeutender für die 125-jährige Vereinsgeschichte sind die Bilder des sensationellen Meistertitels unter Trainerlegende Kalli Feldkamp am 15. Juni 1991. Der FCK siegte am letzten Spieltag in Müngersdorf vor über 40.000 Lautrer Fans mit 6:2 und Stefan Kuntz reckte die Meisterschale in den Kölner Himmel. Auch hier wissen die meisten sofort die Namen der Torschützen: Marco Haber (2), Bernhard Winkler (2), Tom Dooley und Markus Schupp. Ähnlich dicht befahren wie damals dürften die Autobahnen aufgrund des Kartenmangels am Sonntag wohl nicht sein, wenn die Mannschaft von Torsten Lieberknecht versucht, doch noch den Relegationsplatz zu erreichen. Wieder in einem "Endspiel" gegen den Effzeh. Anpfiff der Partie im Müngersdorfer Stadion ist um 15:30 Uhr (!). Wir werden sehen, ob Wunder erneut geschehen.
Was muss man zum 34. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Man muss es sich mal vor Augen halten: Der 1. FC Kaiserslautern spielt die beste Saison seit zehn Jahren und ist durch das 2:1 gegen Darmstadt sogar die stärkste Heimmannschaft der Liga. Trotzdem waren am vergangenen Sonntag viele unzufriedene Stimmen und bei ein, zwei vergeigten Aktionen sogar Pfiffe von den Rängen zu hören.
Klar, von den Mannschaften, die für den dritten Platz noch in Frage kommen, hat der FCK die schlechteste Ausgangslage. Und die ist so: In Köln muss ein eigener Sieg gelingen, die Konkurrenten Elversberg (auf Schalke) und Paderborn (in Karlsruhe) müssen ihre Spiele verlieren und sollte Düsseldorf in Magdeburg gewinnen, müssen die Rheinländer auch noch in Sachen Tordifferenz überholt werden. Viele Eventualitäten also, die den Begriff Fußballwunder rechtfertigen. Durch die bisher sieben Punkte aus drei Spielen unter der Ägide von Torsten Lieberknecht können die Betze-Buben dennoch mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Und selbst wenn es mit der Relegation nicht klappen sollte - dann greift der wieder auf gesunden Füßen stehende FCK eben nächste Saison neu an.
Personell wäre ein Ausfall von 18-Tore-Mann Ragnar Ache ein herber Schlag. Der FCK-Torjäger laboriert an Wadenproblemen. Sein Einsatz ist ebenso fraglich wie der von Daisuke Yokota (Schambeinprobleme). Auch Kenny Redondos Saison ist aufgrund einer Gelb-Sperre vorzeitig beendet, es sei denn es geht eben doch noch in die Relegation. In der Offensive muss Trainer Lieberknecht also schlimmstenfalls gehörig tüfteln.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Es war mal wieder eine wilde Woche beim 1. FC Köln. Tim Lemperle, der nach der Saison nach Hoffenheim wechselt, sorgte für einen Skandal, als er Medienberichten zufolge am vergangenen Sonntag auf einem Partyschiff betrunken in eine Schlägerei verwickelt war. Ob der Stürmer, der einen Nasenbeinbruch erlitten hat, gegen Lautern spielen kann, ist noch offen. Zumindest trainierte Lemperle am Freitag mit einer Maske wieder mit.
Und dann ist da ja noch die Geschichte mit dem Duell mit dem Ex-Trainer. Friedhelm Funkel vermittelte in der Causa Lemperle zumindest nach außen Ruhe und zeigte sich auch sonst zuversichtlich, am letzten Spieltag alles klar zu machen. Ein ähnliches Verhalten konnte man auch in der vergangenen Saison beim Abstiegskampf in Kaiserslautern beobachten. Mal sehen, ob diese Herangehensweise erneut aufgeht.
Sportlich braucht Funkels Mannschaft noch einen Punkt, um aus eigener Kraft direkt aufzusteigen. Verlieren die Geißböcke aber und Elversberg und Paderborn gewinnen ihre Spiele, ist sogar auch noch das Abrutschen auf den vierten Platz möglich. Auch in Köln ist die Anspannung vor dem Showdown mit den Roten Teufeln riesengroß. Sollte Lemperle noch fit werden, stehen bis auf den Langzeitverletzten Luca Kilian zumindest alle Profis zur Verfügung.
Frühere Duelle
Das Traditionsduell zwischen Geißböcken und Roten Teufeln findet am Sonntag bereits zum 102. Mal statt. 47 Spiele gewann der FCK, 27 die Kölner. Der letzte dieser Siege gelang dem Effzeh im Hinspiel, als ein Treffer Dejan Ljubicics zum 1:0-Erfolg und der daraus resultierenden Herbstmeisterschaft reichte.
Fan-Infos
Das Müngersdorfer Stadion ist mit 50.000 Zuschauern seit Wochen ausverkauft. Darunter werden auch voraussichtlich 6.000 oder vielleicht bis zu 7.000 FCK-Fans ihre Mannschaft unterstützen. Mehr Karten waren trotz aller Versuche nicht zu bekommen, auch wenn durchaus vielleicht wieder 40.000 Verkäufe wie 1991 möglich gewesen wären. In der DBB-Kartenbörse werden ganz vereinzelt noch übrige Tickets für den Gästeblock angeboten. Aber die Chancen stehen schlecht. Der FCK rät offiziell von einer Anreise ohne Karte nach Köln ab, was aber einige Fans trotzdem nicht abhalten wird. Dem Vernehmen nach rund 900 Betze-Anhänger werden von Koblenz aus mit dem Schiff anreisen.
Weitere Informationen zu Anreise, Parkmöglichkeiten und Stadionumfeld findet ihr in den vom Verein veröffentlichten Fan-Infos. [/url] Auch die Gastgeber informieren umfassend auf ihrer Website rund um die Partie. Aufgrund der Verkehrssituation und mehrerer Parallelveranstaltungen in Köln ist eine frühzeitige Anreise auf jeden Fall angebracht. Der Gästeblock öffnet um 13:30 Uhr, also zwei Stunden vor Anpfiff.
O-Töne
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Beide Mannschaften haben eine sehr gute Ausgangsposition und die Chance, Großes zu erreichen. Wir haben in den letzten Wochen zwar nicht immer den Fußball gespielt, wie ich ihn mir vorstelle, haben aber immer unsere Leistungen erbracht und Punkte geholt. Beide Teams verspüren einen gewissen Druck und Anspannung, denn der letzte Schritt ist meistens der Schwerste. Wir wollen uns den Weg weiter erarbeiten und dafür brauchen wir den Sieg."
Köln-Trainer Friedhelm Funkel: "Es gab schon schwierigere Situationen für mich, um ein Ziel zu erreichen. Ich war vom ersten Tag an sehr optimistisch, weil ich die Mannschaft die ganze Saison schon verfolgt habe und von ihr total überzeugt bin. Wenn sie vom Kopf her gelöst ist und frei aufspielen kann, kann sie sehr gute Spiele abliefern. Ich bin davon überzeugt, dass das die Mannschaft am Sonntag im eigenen Stadion machen wird. Ich habe selten eine solche Überzeugung von einer Mannschaft in der kurzen Zeit gehabt. Deshalb bin ich sehr optimistisch, dass wir das hinkriegen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Köln: Schwäbe - Gazibegovic, Hübers, Heintz, Pacarada - Martel, Huseinbasic - Thielmann, Waldschmidt, Kainz - Downs
Es fehlen: Kilian (Reha nach Kreuzbandriss), evtl. Lemperle (Nasenbeinbruch)
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Elvedi, Sirch, Heuer - Zimmer, Ritter, Kaloc, Kleinhansl - Hanslik, Ache (Alidou), Yokota
Es fehlen: Redondo (Gelb-Sperre), Heck (Kahnbeinbruch), Zuck (Kreuzbandriss), evtl. Ache (Wadenprobleme), evtl. Yokota (Schambeinprobleme)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Ergänzung, 18.05.2025:
Debakel zum Saisonabschluss: FCK verliert 0:4 in Köln
Die kleine Resthoffnung auf die Relegation war für den 1. FC Kaiserslautern schon zur Halbzeitpause nur noch theoretischer Natur: Beim 1. FC Köln verlor der FCK das Saisonfinale verdient mit 0:4 (0:2) und beendet die Spielzeit auf Platz sieben.
Mit Ragnar Ache, aber ohne Daisuke Yokota startete der 1. FC Kaiserslautern in den Showdown beim 1. FC Köln. Neben Yokota stand Torsten Lieberknecht auch Kenny Redondo (Gelbsperre) nicht zur Verfügung, für die beiden nominierte der Lautrer Coach Florian Kleinhansl als linken Verteidiger und Erik Wekesser vor ihm. Und der FCK kam gut in die Partie, die erste Chance der Partie hatten die Roten Teufel: Einen zu kurzen Rückpass konnte Ache erlaufen, scheiterte aber mit seinem Abschluss an FC-Torwart Marvin Schwäbe, den anschließenden Kopfball nach Flanke von Daniel Hanslik setzte der Torjäger knapp vorbei (7.). Kurz darauf meldeten sich auch die Kölner im FCK-Strafraum an, den Schuss von Luca Waldschmidt kratzte Julian Krahl stark von der Linie. Wenig später musste Krahl ein weiteres Mal in höchster Not gegen Waldschmidt retten, bevor Lauterns Schlussmann bei Eric Martels Kopfball chancenlos war (14.). Die Gastgeber hatten das Spiel nun im Griff und ließen hinten wenig zu, ohne vorne große Gefahr zu verströmen. Bis zur 29. Spielminute, als Luca Waldschmidt den Ball am Ende eines Konters zum 0:2 über die Linie drücken konnte. Der FC überließ Lautern nun den Ball, doch die Roten Teufel wussten wenig damit anzufangen, bis auf einen Freistoß von Marlon Ritter (38.) und einen Abschluss durch Wekesser (44.) verströmte die Lieberknecht-Elf wenig Gefahr für das Kölner Tor.
Das änderte sich auch nicht in der zweiten Halbzeit, die im ausverkauften Müngersdorfer Stadion, darunter rund 6.500 Betze-Fans, zeitweise einem Sommerkick glich. Bis zum ersten Aufreger dauerte es knapp zehn Minuten: Filip Kaloc klammerte so lange an Waldschmidt, bis Schiedsrichter Sören Storks auf Elfmeter entscheiden musste. Im Duell zwischen Krahl und Waldschmidt behielt diesmal der Lautrer die Oberhand und hielt den FCK zumindest noch im Spiel (57.). Anschließend passierte wieder wenig bis gar nichts auf dem Rasen, bis Köln die erste gefährliche Situation im Lautrer Strafraum zum 0:3 durch Florian Kainz nutzte (76.) und auch die letzte kleine Hoffnung auf einen Sieg zum Abschluss zunichtemachte. In der 87. Minute machte Mark Uth mit dem 0:4 noch den Deckel auf die Klatsche drauf.
Nach der Niederlage in Köln und den Ergebnissen auf den anderen Plätzen beenden die Roten Teufel die Saison auf Platz 7.
Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Auswärtsspiel beim 1. FC Köln.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern 4:0
Ergänzung, 18.05.2025:
Stimmen zum Spiel
Lieberknecht: "Für uns ist es ein enttäuschender Tag"
Der 1. FC Kaiserslautern beschließt mit einer derben 0:4-Packung die Saison. Das Fazit nach dem Spiel beim Zweitliga-Meister 1. FC Köln fällt unterschiedlich aus. Trainer Lieberknecht wirft bereits den Blick nach vorne.
Lieberknecht: "Defensiv hat uns das Level gefehlt"
"Ich trauere ein bisschen der 6. Minute nach und der Chance von Ragnar Ache. Wenn wir da in Führung gehen, weiß man nicht, wie das Spiel weiter läuft. Danach hat uns defensiv das Level gefehlt, um das Spiel länger 0:0 zu halten. Herzlichen Glückwunsch an Friedhelm Funkel und den 1. FC Köln zum Aufstieg und der Zweitliga-Meisterschaft. Für uns ist es letztlich ein enttäuschender Tag, weil wir hier gerne etwas mitgenommen hätten. Dafür hatten wir im Spiel aber einfach nicht dieses Level. Wir wollten das Spiel heute gewinnen. Das haben wir nicht geschafft", resümierte Trainer Torsten Lieberknecht das letzte Saisonspiel.
Das fiel mit 0:4 am Ende sehr deutlich aus, zumal Torwart Julian Krahl mit einigen starken Paraden und einem gehalten Foulelfmeter noch weitere Gegentreffer verhinderte. Bei der von Lieberknecht angesprochenen Situation hatte Torjäger Ragnar Ache nach einem Patzer in der Kölner Hintermannschaft zunächst eine sehr gute Abschlusschance aus dem Lauf. Unmittelbar danach setzte er einen Kopfball aus kurzer Distanz knapp vorbei. Näher kamen die Lautrer an diesem Sonntag einem Treffer nicht mehr, in den zweiten 45 Minuten hatten sie keine einzige nennenswerte Torgelegenheit mehr. Der ohnehin ferne Traum von Platz 3 und der damit verbundenen Relegation war somit schon früh geplatzt. Am Ende schließt der FCK die Zweitliga-Saison 2024/25 auf Platz 7 ab - trotz verschiedener Turbulenzen und schlechter ebenso wie guter Auftritte immer noch das beste Ergebnis der letzten zehn Jahre.
Hengen: "Wir müssen auf 30 bis 40 Gegentore runterkommen"
"Ich fand die erste Halbzeit gut, muss ich wirklich sagen. Wir haben ein ordentliches Auswärtsspiel gemacht. In so einem Spiel zählt halt oft das Momentum. Ich glaube, die größte Chance zum 1:0 hatten zuerst wir. Das wäre schon ein Stimmungskiller gewesen", sagte Geschäftsführer Thomas Hengen, der allerdings auch die sich durch die komplette Saison ziehenden Defizite in der Defensive ansprach: "Wir bekommen definitiv zu viele Gegentore, aber das fängt ja auch vorne im Sturm schon an, das ist ja immer ein gemeinschaftliches Projekt. Mehr als 50 Gegentore sind zu viele. Wir müssen auf einen Wert von 30 bis 40 kommen. Dann haben wir eine reelle Chance, um oben mitzuspielen", so der FCK-Boss weiter, der sich zum Abschluss auch noch einmal an die Anhänger wandte: "Großen Respekt an unsere Fanbase, was die hier wieder über das Wochenende in Köln abgezogen haben. Leider konnten wir uns heute nicht richtig verabschieden, aber das war eben so wegen des Platzsturms der Kölner Fans."
Recht deutliche Worte für die Niederlage wählte Julian Krahl: "Der FC hat ein richtig gutes Spiel gemacht, aber wir haben einfach nicht dagegen gehalten. Man kann hier natürlich verlieren. Mit dem Momentum und der Stimmung hier kann das passieren. Mir hat aber ein bisschen gefehlt, dass wir uns wehren. Am Ende haben wir uns ein bisschen ergeben. Da hat die Überzeugung gefehlt", kritisierte der Lautrer Schlussmann, ordnete dann aber auch die Gesamtsituation ein: "Alles in allem war die Saison FCK-like turbulent. Trotzdem sollten wir im Großen und Ganzen demütig sein. Wir wissen, was letztes Jahr passiert ist und wie glücklich wir die Klasse gehalten haben. Ich denke, wir haben einen riesigen Schritt nach vorne gemacht."
Lieberknecht sieht nach Platz 7 Ambitionen für nächste Saison
Ein kleines Fazit seiner ersten vier Spiele zog auch Trainer Lieberknecht und er warf zudem bereits einen Blick auf die neue Saison: "Heute ist ein Spiel in die Hose gegangen. Jetzt haben wir eben diesen Moment der Enttäuschung, und die ist bei mir groß. Es ist aber total hilfreich, dass ich jetzt schon einen guten Einblick in die Mannschaft und in die Mannschaftskultur gewinnen konnte und wie sich die Spieler eben als Team präsentieren. In zwei Monaten beginnt eine neue Saison. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich da sehr ambitioniert reingehe. Ich will mehr Spiele gewinnen als ich verliere."
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 18.05.2025:
Blick in die Kurve
Betze-Fans zum Saisonfinale noch einmal auf großer Fahrt
An den Fans des 1. FC Kaiserslautern liegt es nicht, dass das Saisonfinale beim 1. FC Köln zu einer sehr einseitigen Angelegenheit wird. Die Auswärtsfahrer-Zahlen sind auch in dieser Spielzeit beeindruckend.
Köln gegen Lautern: Ein Traditionsduell, das insgesamt zum bereits 102. Mal, aber in der Domstadt erstmals wieder seit September 2013 auf dem Programm steht. Entsprechend dick werden sich viele FCK-Fans den Termin schon bei Erscheinen des Spielplans im Kalender markiert haben. Und dass zum Saisonfinale beide Klubs noch die Chance auf den Aufstieg haben - Köln natürlich mit einer um einiges höheren Wahrscheinlichkeit - hat die Vorfreude, das Kribbeln und den Run auf die Tickets natürlich nur noch mehr angefacht.

Per Bus, Pkw, im Zug oder sogar mit zwei Schiffen aus Koblenz machen sich die Lautrer auf den Weg nach Köln. Viele davon auch ohne Eintrittskarte und nicht wenige auch schon am Samstag. FCK-Trikots und FCK-Gesänge sieht und hört man am Abend vor dem Spiel in der Kölner Innenstadt jedenfalls reichlich. Im rappelvollen Stadion sind es etwa 6.500 FCK-Fans, die sich vereinzelt auch außerhalb des Gästeblocks eine der heiß begehrten Eintrittskarten sichern konnten. Mit dem letzten Auswärtsspiel der Saison steigt die Zahl der durchschnittlichen Auswärtsfahrer noch einmal leicht an auf über 4.200 im Schnitt. Damit steht in dieser Statistik zum dritten Mal in Folge eine "4" ganz vorne. Und es könnten sogar noch mehr sein, wären viele der Stadion, in denen der FCK in dieser Saison zu Gast war, nicht schlichtweg ausverkauft gewesen. In 15 von 17 Liga-Partien machten die Betze-Fans diese Saison den Auswärtsblock komplett voll, in zwei Pokalspielen ebenfalls.

Zum Intro zeigt der Gästeblock eine größere Pyroshow mit Bengalos und buntem Rauch. Und auch akustisch halten die FCK-Fans zunächst lautstark dagegen. Wie schon in anderen Stadien mit Oberrang sind die Ultras zur besseren Koordination mit jeweils einem Stimmungszentrum im unteren und im oberen Bereich des Blocks verteilt. Angesichts des “Alle in Weiß”-Mottos der Kölner grenzt sich der in rot gehaltene Gästebereich auch optisch schön vom Rest des Stadions ab.

Der enttäuschende Spielverlauf färbt mit zunehmender Spieldauer allerdings auch auf die Stimmung ab. Trotzdem recken die FCK-Anhänger in der Schlussphase noch einmal trotzig die Betze-Schals in die Luft. Vorher gibt es auch mehrere Spruchbänder zu sehen. Dabei protestieren die Ultras einmal mehr für den Erhalt traditioneller Eintrittskarten, die es in dieser Saison auswärts fast gar nicht mehr gab. Außerdem wird dem befreundeten FC Metz Glück gewünscht für die anstehende Relegation um den Aufstieg in die Ligue 1.


Die direkte Rückkehr in die deutsche Bundesliga feiern in Köln derweil die Anhänger des “Effzeh”. Dass es an diesem letzten Spieltag vor allem für die Geißböcke um sehr viel geht, wird weit vor dem Spiel schon deutlich beim Blick auf die Fanmassen in der Stadt, von denen sich viele schon Stunden vor Anpfiff in Richtung Müngersdorfer Stadion aufmachen. Eine Choreo haben die Ultras der Kölner zwar nicht vorbereitet, trotzdem ist im Stadion-Inneren schnell klar, dass an diesem Sonntag einiges an Druck auf dem Kessel ist. Leider ebenso schnell biegen die Gastgeber sportlich auf die Siegerstraße ein, so dass zu kaum einem Zeitpunkt ein echter Zweifel an deren Rückkehr ins Fußball-Oberhaus aufkommt. Mit dem Schlusspfiff gibt es im Stadion endgültig kein Halten mehr und tausende Kölner stürmen trotz der vorausgegangenen Bitte des Stadionsprechers den Rasen. Zwischen Heim- und Gästefans kommt es dabei zwar zu kleineren Pöbeleien, aber unterm Strich bleibt alles friedlich.

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Auswärtsspiel in Köln:
- Fotogalerie | 34. Spieltag: 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 19.05.2025:
Viele Fünfer und eine Sechs: Die FCK-Noten aus Köln
Ein Saisonabschluss zum Vergessen und schnell abhaken. Für das 0:4 des 1. FC Kaiserslautern beim 1. FC Köln hagelt es bei der Benotung Fünfen und schlimmeres. Nur ein Roter Teufel hat auch positive Momente.

Julian Krahl kassiert vier Gegentore und zeigt doch eine "gute" Leistung - so geschehen am Sonntag in Köln. Der Lautrer Keeper verhindert ein weiteres Mal in dieser Saison zusätzliche Treffer gegen sein Team und hält sogar einen Elfmeter. Bei bisher 3.357 abgegebenen Fan-Noten auf Der Betze brennt ist er mit einer 2,8 der mit Abstand beste Rote Teufel dieses Spieltags. Der Journalist des "Kicker" gibt Krahl eine 2, die der "Rheinpfalz" eine 3. Über alles weitere sollte man eigentlich den Mantel des Schweigens legen. Dennoch ein kurzer Blick auf die Feldspieler: Jan Elvedi bekommt vom "Kicker" eine glatte 6 - absolute Höchststrafe! "Rheinpfalz" (5,5) und DBB (5,2) sehen den Innenverteidiger nicht wesentlich besser. Mit einer 4 wird allgemein noch am ehesten Daniel Hanslik eine knapp "ausreichende" Leistung bescheinigt, bei den Fans landen auch Luca Sirch und Jean Zimmer ungefähr auf diesem Niveau. Der Rest … wie gesagt, Mantel des Schweigens, oder einfach unten auf die Noten-Tabelle schauen.
Die Spielernoten werden auch an diesem 34. und letzten Spieltag wieder präsentiert von Weinstraßen Energie, unserem Partner für nachhaltige und gleichzeitig preiswerte Energieversorgung.
» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern

Die DBB-Noten zum Auswärtsspiel in Köln können noch bis heute, 17:15 Uhr abgegeben werden: Zur Notenabgabe Köln-FCK.
Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker
