
KFC-Uerdingen-Investor Michail Ponomarew, Foto: Imago
Rheinpfalz: Diskussionen um Investor Ponomarew
Michail Ponomarew will einem Bericht der "Rheinpfalz" zufolge als Investor beim 1. FC Kaiserslautern einsteigen. Der russische Multi-Millionär, gleichzeitig auch Präsident des KFC Uerdingen, entzweit allerdings den Aufsichtsrat.
Ponomarew ist bereits als Investor am Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen und am Eishockey-Erstligisten Krefeld Pinguine beteiligt. Früher investierte er auch beim englischen AFC Bournemouth (Fußball) sowie der Düsseldorfer EG (Eishockey).
Der mögliche Einstieg Ponomarews beim FCK ist laut "Rheinpfalz" umstritten. Im Aufsichtsrat der Roten Teufel gebe es demnach unterschiedliche Auffassungen darüber, wie weit der Einfluss eines einzelnen Geldgebers gehen dürfe - andere Klubs bieten hierfür mahnende Beispiele. Tritt Ponomarew als Kreditgeber auf, hätte er je nach Vertragsgestaltung mehr oder weniger Einfluss, als er es als Aktionär hätte. Der Vorsitzende des Kontrollgremiums Patrick Banf stehe laut "Rheinpfalz" dem Einstieg eines zu stark mitbestimmen wollenden Großinvestors skeptisch gegenüber.
Banf: "Aber wir müssen und werden jedes seriöse Angebot prüfen"
"Aber wir müssen und werden jedes seriöse Angebot prüfen", wird Banf in dem Zeitungsbericht zitiert. "Und für mich ist es dann ein seriöses Angebot, wenn es mit dem Vier-Säulen-Modell, der Vereinssatzung und dem Gesellschaftervertrag konform ist." Über den Verkauf von Anteilen entscheiden die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader, unter Zustimmung des Aufsichtsrates bzw. Beirates.
Da die rechtlichen Rahmenbedingungen in der durch die Ausgliederung entstandenen FCK GmbH & Co. KGaA sehr eng gesetzt sind, müsste ein Investor - nach jetziger Bewertung - rund 24 Millionen Euro investieren, um selbst einen der bis zu fünf Sitze im Beirat besetzen zu können.
Der komplette Artikel zu den Verhandlungen mit Investor Michail Ponomarew ist bei der "Rheinpfalz" online (kostenpflichtig) sowie in der morgigen Zeitungsausgabe veröffentlicht.
Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz
Ergänzung, 17.01.2019:

Eskalation? Banf soll das Vertrauen entzogen werden
Der Streit über den möglichen Einstieg von Investor Michail Ponomarew steht vor der Eskalation. Der "SWR" berichtet von einem möglichen Vertrauensentzug für den Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf. Derweil werden weitere Details über das angebliche Angebot des Russen bekannt.
Der Konflikt über das Ponomarew-Angebot droht den Aufsichtsrat endgültig zu entzweien. Wie der "SWR" am Donnerstagvormittag berichtet, planen mit Michael Littig, Paul Wüst und Jürgen Kind drei Aufsichtsräte im Rahmen der Sitzung am kommenden Montag den Vertrauensentzug für Patrick Banf. Der Vorsitzende des Kontrollgremiums wollte sich gegenüber dem Sender nicht dazu äußern.
30 Millionen Euro im Gespräch?
Derweil nennt der "SWR" weitere Details zu dem Angebot des russischen Investors. Ponomarew habe bereits eine Absichtserklärung beim FCK hinterlegt. Im Gespräch ist eine Summe von angeblich 30 Millionen Euro, die der Russe in den Klub investieren möchte.
Die Verhandlungen soll dem Bericht zufolge im Wesentlichen Aufsichtsratsmitglied Michael Littig geführt haben. Eine zeitnahe Entscheidung über den möglichen Investoreneinstieg stehe in den Gremien allerdings noch nicht an. Hierfür müssten die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader beim Beirat der gegründeten GmbH vorstellig werden.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 17.01.2019:
Ponomarew dementiert: "Das sind nur Gerüchte"
Mikhail Ponomarew hat die Gerüchte um einen Einstieg beim 1. FC Kaiserslautern zurückgewiesen. Nach Informationen der "Rheinischen Post" hat der Russe auch keine Absichtserklärung unterzeichnet.
Gegenüber der "Rheinischen Post" dementierte Ponomarew die Berichte über einen möglichen Einstieg als Investor beim FCK. "Da ist nichts dran, das sind nur Gerüchte", betonte er. Wie die Zeitung außerdem erfahren hat, liegt auch keine Absichtserklärung des potenziellen Geldgebers vor.
Davon hatte der "SWR" am Donnerstagvormittag berichtet. Zuvor war bereits über die "Rheinpfalz" durchgesickert, dass der Investor und Präsident von Kaiserslauterns Ligakonkurrenten KFC Uerdingen vor einem Einstieg stehen könnte.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 18:22 Uhr:

KFC-Uerdingen-Investor Michail Ponomarew, Foto: Imago
Im Blickpunkt: Investoren-Debatte beim FCK
Russischer Sport-Investor: Wer ist Michail Ponomarew?
Die Meinungen sind gespalten: Ist Michail Ponomarew der (finanzielle) Heilsbringer für den 1. FC Kaiserslautern - oder der Teufel in Person? Wir haben uns umgehört und einen Blick auf die bisherigen Sport-Investments des gebürtigen Moskauers gerichtet.
Entweder als Investor - mit angeblich bis zu 30 Millionen Euro - oder als Kreditgeber könnte Michail Ponomarew dem finanziell taumelnden FCK aus der Patsche helfen. Diese Infos wurden aus Vereinskreisen an die Medien durchgesteckt und werden seit Mittwochabend leidenschaftlich debattiert. Das ist erstmal gar nicht so verkehrt, denn: Lieber vorher über Chancen und Risiken diskutieren, als hinterher über mögliche Fehler klagen.
Wer ist der potentielle FCK-Investor? 2001 gründete Michail Ponomarew in Moskau die Firmengruppe "Energy Consulting Group", die Unternehmen in Bereichen wie Personalverwaltung, Projektplanung, Investitionen und IT-Systeme berät. 2011 wurde eine Europa-Zentrale in Düsseldorf gebildet, seither lebt der heute 44-Jährige in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und bringt sich auch auf sportlicher Ebene in seine neue Wahlheimat ein.
Düsseldorf: Ponomarews zweifelhafte Zahlungsmoral
Im deutschen Sport tauchte der Name Ponomarew erstmals 2013 auf. Zusammen mit dem Stahl-Unternehmer Peter Hoberg wurde der Russe Gesellschafter beim Eishockey-Klub Düsseldorfer EG und sicherte so die weitere Zugehörigkeit des Traditionsvereins zur Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Das gesetzte Ziel Champions League erreichten die Düsseldorfer zwar unter seiner Führung, Ponomarew sprach aber auch von Meisterschaften und viel Geld, dass er ranholen wolle, steckte Medienberichten zufolge aber kaum eigenes Kapital in die DEG. Die meisten (Millionen-)Summen zahlte demnach sein Mitgesellschafter Hoberg, der den Verein so immer wieder vor dem Kollaps bewahrte. Auch mit der Presse geriet Ponomarew zu seiner Düsseldorfer Zeit mehrmals aneinander, ließ bei kritischen Artikeln auch mal seine Anwälte vorstellig werden.
In Düsseldorf wurde ebenfalls berichtet, dass Ponomarews Geld erst mit großer Verspätung fließe. Beim heutigen Bundesligisten Fortuna, bei dem er sich ebenfalls mal mit einer sechsstelligen Summe engagierte, sei es an der Tagesordnung gewesen, Abmahnungen rauszuschicken, bevor der Russe dann aber doch zahlte. Auch bei der DEG habe es Zahlungsrückstände für gemietete VIP-Logen gegeben, was der Investor selbst nur halbherzig dementierte. Da viele Verträge nicht schriftlich fixiert wurden, wartet die DEG dem Vernehmen auch heute noch auf Geld. Auch dadurch geriet der Klub 2016 finanziell in schwere Not. Sportlich erreichte die DEG tatsächlich die Champions League und auch das DEL Winter Game 2015 holte der Russe in die Stadt.
Im Mai 2016 verkaufte Ponomarew seine Anteile an Hoberg und bezeichnete die DEG im Anschluss in einem Interview als den "unprofitabelsten Klub Europas". Aktuell steht Düsseldorf auf Platz 3 der DEL-Tabelle.
Uerdingen: Sportlicher Erfolg, aber auch fragwürdige Auftritte
Auch im Fußball hat Ponomarew schon seine Spuren hinterlassen, gleichfalls mit Licht und Schatten, aber aus sportlicher Sicht deutlich erfolgreicher als im deutschen Eishockey. 2012 wurde er mit seiner Firma zunächst Hauptsponsor beim damaligen englischen Drittligisten AFC Bournemouth und stieg zusammen mit zwei russischen Landsleuten in den Vorstand ein. Drei Jahre später gelang dem Klub der erstmalige Aufstieg in die Premier League.
Mit der Vision, in den Profifußball zurückkehren, engagiert sich der russische Geschäftsmann seit März 2015 auch beim heutigen Ligakonkurrenten des FCK, dem KFC Uerdingen, wo er als Hauptinvestor und Vereinspräsident quasi allmächtig ist. Sportlich geht es für die Krefelder seither nach oben: In drei Jahren gelangen zwei Aufstiege, von der Oberliga über die Regionalliga in die 3. Liga. Begünstigt durch die Investitionen Ponomarews, der die 50+1-Regel ähnlich wie 1860-Investor Hasan Ismaik und Hannovers Martin Kind als Hindernis sieht. Der gebürtige Moskauer hält etwa 97,5 Prozent der Fußball GmbH, die übrigen 2,5 Prozent hält der e.V., der zur Wahrung der 50+1-Regel offiziell auch die Stimmenmehrheit in der Fußball GmbH besitzt.
Außerhalb des sportlichen Erfolges sorgt Ponomarew aber immer wieder für skurrile Auftritte und Skandale. So soll er nach einem Spiel in der vergangenen Saison mal der Mannschaft in der Kabine die Leviten gelesen oder auch einzelne Spieler nachgeäfft haben. Im Mai dieses Jahres drohte der Russe öffentlich damit, sich aus Uerdingen zurückzuziehen, sollte dem Verein die Drittliga-Lizenz nicht erteilt werden. Die KFC-Verantwortlichen hatten einen Liquiditätsnachweis zu spät erbracht, erhielten die Zulassung vom DFB erst haarscharf im zweiten Anlauf. Die laufende Saison spielen die Uerdinger nicht an der heimischen Grotenburg-Kampfbahn, sondern im Duisburger Exil, was ebenfalls Unzufriedenheit verursacht.
Auch Trainer sitzen unter Ponomarew keineswegs sicher im Sattel. So musste Aufstiegscoach Andre Pawlak noch vor der dem Start der Regionalliga-Saison gehen, Nachfolger Michael Wiesinger erging es im März 2018 nicht besser. Obwohl der Verein zu diesem Zeitpunkt nur zwei Spiele verloren hatte und auf Tabellenplatz zwei stand, musste Wiesinger gehen. Unter seinem Nachfolger Stefan Krämer klopfen die Uerdinger nun tatsächlich an die Tür zur zweiten Liga, hatten zwischendurch - rund um das verlorene Spiel in Kaiserslautern - aber auch schon eine Krise zu überstehen. In der Winterpause wurde mit dem Ex-Lautrer Osayamen Osawe ein weiterer teurer Transfer getätigt.
Neuestes "Spielzeug": Die Krefeld Pinguine - und der FCK?
Vor Beginn dieser Eishockey-Saison wurde bekannt, dass sich Ponomarew Anteile an den Krefeld Pinguinen und deren GmbH gesichert hat. Mit seinem Geld will der Krefelder Traditionsverein wieder an alte Erfolge anknüpfen. Michail Ponomarew hat seine Investitionen in den beiden Sportarten schon immer unterschieden. Eishockey bezeichnete er als "eine Herzensangelegenheit", Fußball sei für ihn "ein Geschäft".
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 20.01.2019:
FCK-Führungsetage vor der Zerreißprobe
Die internen Streitigkeiten beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern spitzen sich zu. Die Frage, wie die Finanzlücke von rund 12 Millionen Euro zum Lizenzerhalt zu schließen ist, entzweit die Führungsetage. Nach kicker-Informationen sind die Wogen im zerstrittenen Aufsichtsrat nicht mehr zu glätten. Patrick Banf droht die Abwahl als Vorsitzender des fünfköpfigen Gremiums.
An den Positionen zu einem möglichen Einstieg eines millionenschweren Investors wie dem Russen Michail Ponomarev ist die Situation in der Pfalz letztlich eskaliert. Weil Aufsichtsratschef Banf sich kritisch gegenüber mächtigen Großinvestoren zeigt und eine teure Zwischenfinanzierung in Kreditform favorisiert, erwägen die Aufsichtsräte Michael Littig, Paul Wüst und Jürgen Kind, auf einer Sitzung des Gremiums am Montag dem Vorsitzenden das Vertrauen zu entziehen. Da aktuell nur noch Kontrolleur Jochen Grotepaß auf Seiten Banfs steht, kann das Trio mit einer einfachen Mehrheit den bisherigen Chef absetzen und durch einen Neuen zu ersetzen. Hierfür gilt der Kommunalpolitiker und Software-Unternehmer Littig als Favorit. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
Ergänzung, 20.01.2019:

Laut Bild: Absage von Investor Ponomarew
Wie die "Bild" berichtet, soll der russische Sport-Investor Michail Ponomarew dem 1. FC Kaiserslautern abgesagt haben. Als neuer Kandidat steht angeblich der Luxemburger Flavio Becca im Raum.
Wie geht es weiter beim FCK? "Bild" meldet am Sonntagabend, dass der zuletzt vermehrt als möglicher Investor genannte Michail Ponomarew den Roten Teufeln eine Absage erteilt haben soll. Genauere Informationen nennt das Boulevardblatt nicht. Die Aufsichtsratsmitglieder Michael Littig und Jürgen Kind hätten den Russen demnach - laut der Zeitung ohne Mandat - in der letzten Woche getroffen und mit ihm verhandelt. Die Initiative dazu soll von Littig ausgegangen sein.
Banf soll Luxemburger Becca favorisieren
Der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf favorisiere der “Bild" zufolge hingegen den luxemburgischen Milliardär Flavio Becca und habe in der kommenden Woche bereits einen Termin mit selbigem vereinbart. Dort solle auch Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel dabei sein. Weichel und Becca, der angeblich großes Interesse am FCK zeige, seien demzufolge sehr verärgert über Littigs Alleingang mit Ponomarew.
Bei der morgigen Aufsichtsratssitzung des FCK droht nun der große Knall. Das Kontrollorgan scheint in zwei Parteien gespalten. Wer sich durchsetzen wird und ob es Entmachtungen oder Rücktritte gibt, wird sich frühestens am Montagabend zeigen.
Quelle: Der Betze brennt / Bild
Ergänzung, 21.01.2019:

Littig kontra Banf: Heute tagt der Aufsichtsrat
Die fünf Aufsichtsratsmitglieder des 1. FC Kaiserslautern entscheiden heute Abend darüber, ob Patrick Banf der Vorsitzende des Kontrollgremiums bleibt. In einem "Rheinpfalz"-Interview bezieht Banfs Kontrahent Michael Littig Stellung. Auch Hauptsponsor Harald Layenberger greift Banf scharf an.
Littig untermauert in dem ausführlichen Zeitungsinterview seine Kritik an Banf und nennt als Beispiel den schleppenden Verlauf der Investorensuche: "Die vielfach berichtete Sicht, wonach die Investorenansprache erst nach der Lizenzsicherung und folglich erst nach einer Zwischenfinanzierung intensiviert werden soll, halte ich für nicht richtig. Eine Zwischenfinanzierung muss in jedem Fall als Option verhandelt und gegebenenfalls auch genutzt werden. Ich wäre jedoch dankbar für jeden Euro echtes Eigenkapital, ganz gleich in welcher Säule." Auch zum Thema Vereinsvorstand habe es unterschiedliche Einschätzungen gegeben.
Littig denkt über Aufweichungen des Vier-Säulen-Modells nach
Littig bestätigt derweil, dass es im Rahmen des Uerdinger Auswärtsspiels in Kaiserslautern Kontakt mit dem russischen Investor Michail Ponomarew gegeben habe, allerdings sei eine tatsächliche Übereinkunft nicht in Sicht. "Es ist Aufgabe der Geschäftsführung des FCK, mit Investoren zu verhandeln", sagt der IT-Unternehmer und CDU-Politiker.
Ganz grundsätzlich stellte Littig allerdings den Status quo des bei der Ausgliederung beschlossenen Vier-Säulen-Modells infrage: "Was mir in Gesprächen mit potenziellen Investoren zunehmend gespiegelt wird, ist, dass unser Lautrer Modell zwar einen Top-Schutz für die Interessen des FCK bietet, aber Investoren zum Teil die aus deren Sicht notwendigen Zugänge verhindert, um eigene Investitionen in großer Höhe verantwortlich begleiten zu können." Littig weiter: "Eventuell muss hier perspektivisch noch nachjustiert werden und mit aller Sensibilität gestaltet werden."
Layenberger fährt volle Attacke gegen Banf: "Wenig Charakter"
Auch von Hauptsponsor Harald Layenberger kam am Sonntagabend harsche Kritik an Patrick Banf. In mehreren Facebook-Kommentaren warf er dem Aufsichtsratsvorsitzenden die gezielte Lancierung von Informationen in den Medien vor. "Hier wird gelogen bis sich die Balken biegen. Ich bin sprachlos wie man so wenig Charakter haben kann", so Layenberger.
Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz
Ergänzung, 21.01.2019:

Kein Rücktritt: Aufsichtsrat rauft sich zusammen
Die totale Eskalation ist ausgeblieben: Patrick Banf bleibt Aufsichtsratsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern. Das gab das Kontrollgremium am Abend bekannt.
Die mit Spannung erwartete Sitzung führte weder zu einer Abwahl des Vorsitzenden Banf noch zu Rücktritten von einzelnen Mitgliedern. Man wolle die anstehenden Aufgaben bis zur Abgabe der Lizenzunterlagen im März "gemeinschaftlich in dieser Zusammensetzung" bewältigen.
Das komplette Statement des Aufsichtsrats im Wortlaut:
"In einer Sitzung des Aufsichtsrates am Montag, 21. Januar 2019, fand innerhalb des Gremiums ein intensiver und lösungsorientierter Austausch von Sachargumenten statt. Allen Gremiumsmitgliedern ist bewusst, dass die anstehenden Aufgaben nur gemeinschaftlich in dieser Zusammensetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsführung bewältigt werden können.
Nach dem 15. März 2019 wird sowohl im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern e.V. als auch im Beirat der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA eine Rotation des Amtes des Vorsitzenden und des Stellvertreters geprüft."
Quelle: Der Betze brennt / Pressemeldung FCK
Ergänzung, 21.01.2019:

Layenberger wütet: "Die Unehrlichkeit hat gesiegt"
Nachdem es im Aufsichtsrat zu keinen personellen Konsequenzen gekommen ist, hat sich Hauptsponsor Harald Layenberger in einem weiteren Facebook-Statement zu Wort gemeldet - und erneut heftige Kritik geübt.
"Ich fühle mich benutzt und weggeworfen wie ein schmutziges Papiertaschentuch und ich bin traurig, dass die Unehrlichkeit gesiegt hat", schreibt Layenberger mit Blick auf die Entscheidung im Aufsichtsrat, dem Vorsitzenden Patrick Banf doch nicht das Vertrauen zu entziehen. "Denjenigen die sich wieder einmal selbst verraten haben, wünsche ich dicke eitrige Pickel ins Gesicht, Ihr habt auch die Fans und Mitglieder verraten." Indirekt schließt Layenberger sogar einen Abschied vom FCK nicht aus. "Herrn Banf fordere ich auf mich aus meinem Vertrag herauszukaufen, Sie wissen was Sie dafür investieren müssen, dann sind Sie mich los!"
Das Statement im Wortlaut:
"Ich bin gerade in Frankfurt gelandet und habe meinen Glauben an die Menschheit verloren. Nein es ist sicher falsch zu pauschalisieren, aber ich habe den Glauben an die Menschen verloren, die in unserem Verein das Sagen haben und im Aufsichtsrat sitzen. Ich fühle mich benutzt und weggeworfen wie ein schmutziges Papiertaschentuch und ich bin traurig, dass die Unehrlichkeit gesiegt hat. Das hätte ich nie gedacht! Denjenigen die sich wieder einmal selbst verraten haben, wünsche ich dicke eitrige Pickel ins Gesicht, Ihr habt auch die Fans und Mitglieder verraten. Herrn Banf fordere ich auf mich aus meinem Vertrag herauszukaufen, Sie wissen was Sie dafür investieren müssen, dann sind Sie mich los! Den Menschen die vielleicht im Hintergrund an Strippen ziehen und unseren Verein jetzt weiter instrumentalisieren können, wünsche ich Selbiges für Ihr Geschäft. Gute Nacht."
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 21.01.2019:

Kummt Senf druff
Schluss mit den Eitelkeiten!
Auch ohne Rücktritte und Vertrauensentzug im Aufsichtsrat steckt der 1. FC Kaiserslautern in einer tiefen Krise. Alle Verantwortlichen müssen nun dringend dem Auftrag der Mitglieder und Fans nachkommen. Für Machtspiele ist keine Zeit mehr!
Es herrscht Gewissheit: Patrick Banf bleibt Vorsitzender des Aufsichtsrats, das Gremium arbeitet trotz offen zu Tage getretener Differenzen in seiner jetzigen Besetzung weiter. Kann das funktionieren? Es muss! Unabhängig von der Entscheidung muss es für alle Beteiligten jetzt dringend heißen: Schluss mit den Eitelkeiten, kommt endlich dem Auftrag Eurer Mitglieder nach.
Der FCK gibt ein trauriges, nicht sehr seriöses Bild ab
Die Ausgliederung im vergangenen Sommer ging bemerkenswert harmonisch über die Bühne. Mehr als 90 Prozent schenkten den handelnden Personen ihr Vertrauen für das vorgestellte Konzept mit den vier Säulen zur Investorengewinnung. Ein nicht unerheblicher Teil dürfte spätestens in diesen Tagen bitter enttäuscht sein. Nicht eingelöste Ankündigungen auf der einen, wertvolle Zeit kostende Machtspielchen auf der anderen Seite - es ist ein trauriges, nicht sehr seriöses Bild, das der FCK momentan abgibt.
Während die Uhr für den Betze tickt, sind die versprochenen Geldgeber noch in weiter Ferne. Vielmehr noch: Die Protagonisten verheddern sich in Streitigkeiten, die zwar auf nachvollziehbare Bedenken über das Wohlergehen des FCK zurückzuführen sein mögen - die aber vor allem mal wieder durch Eitelkeiten, Sturheit und Machtspiele eskaliert sind.
Die Posse um Vereinsvorstand Keßler war nur ein Vorbote
Streit, Diskussionen und Konflikte gehören zur konstruktiven Arbeit. Doch während die Roten Teufel Stück um Stück dem sportlichen und wirtschaftlichen Abgrund entgegen taumeln, treten ein Teil der gewählten und auf der Jahreshauptversammlung entlasteten Verantwortungsträger den Wunsch und das Vertrauen der Mitglieder mit Füßen. Die Posse um Ex-Vereinsvorstand Rainer Keßler war nur ein Vorbote des großen Knalls.
Zu viele Alleingänge und Indiskretionen wären Banf beinahe zum Verhängnis geworden. Das Zerwürfnis der vergangenen Tage geht nicht nur auf die Gedankenspiele rund um Investor Michail Ponomarew zurück, diese waren letztlich wohl nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Auch Hauptsponsor Harald Layenberger schaltete sich via Facebook in die Debatte ein und erhob schwere Anschuldigungen gegen Banf. Das Chaos ist komplett. Doch nun muss endlich wieder zu konstruktiver Arbeit zurückgekehrt werden - unabhängig von Rang und Namen.
Alle müssen sich endlich klar machen, was die Stunde geschlagen hat: Der FCK steht mit dem Rücken zur Wand. Für Eitelkeiten ist kein Platz mehr! Durch das deutliche Votum bei der Ausgliederung und durch die eindeutige Entlastung bei der Mitgliederversammlung haben die verantwortlichen Personen einen glasklaren Auftrag bekommen. Werdet diesem nun endlich gerecht werden, vertretet Eure Mitglieder. Hört auf, dem Fritz-Walter-Klub nicht zuletzt in seinem Ansehen weiteren Schaden zuzufügen! "Chaoslautern" muss ein Ende haben.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 22.01.2019:

"Zu emotional": Layenberger entschuldigt sich
Hauptsponsor Harald Layenberger hat sich in einem weiteren Statement bei Facebook geäußert und sich für die Schärfe seines gestrigen Beitrages, der in der FCK-Gemeinde hohe Wellen schlug, entschuldigt.
Layenberger erklärte seinen gestrigen Kommentar mit einer tiefen menschlichen Enttäuschung. Er habe aus der Emotionalität heraus reagiert und entschuldigte sich für die Tonalität des Posts. Auch wolle er als Hauptsponsor des 1. FC Kaiserslautern nicht hinschmeißen. Allerdings schreibt Layenberger auch: "Nichts in der Sache muss ich zurücknehmen, weil alles der Wahrheit entspricht."
Das neuerliche Statement von Harald Layenberger im Wortlaut:
"Ich habe mir jetzt so ziemlich alle Kommentare durchgelesen. Dafür erstmal vielen Dank, sowohl für die positiven und Mut zusprechenden, aber auch für die anderen mit den Tritten in den Allerwertesten. Ich habe auf jeden Fall diesen Post in einem sehr emotionalen Moment abgesetzt. Niemand sonst bringt mich dazu so emotional zu reagieren wie der FCK. Meine Wortwahl in Bezug auf die Pickel wurde zurecht kritisieren, dieser Satz war unangebracht und resultierte aus einer tiefen menschlichen Enttäuschung, wenn man feststellen muss, dass man selbst instrumentalisiert wurde. Vielleicht hat man ja am heutigen Abend mit dem Schulterschluss des Aufsichtsrates etwas positives für den FCK und für dessen Zukunft erreicht. Ich hoffe das sehr und würde mich wie jeder Fan darüber freuen. Ab und an heiligt der Zweck dann eben doch die Mittel. Meine Enttäuschung werden Einige natürlich in keinster Weise nachvollziehen können. Ich werde hier jetzt nicht noch einmal alles zusammenfassen, da wirklich sehr viel geschrieben und gepostet wurde. Nichts in der Sache muss ich zurücknehmen, weil alles der Wahrheit entspricht. Für die Tonalität dieses Postes entschuldige ich mich. Mein Post hat auch nicht zu bedeuten, dass ich hinschmeißen will. Die Aufforderung an Herrn Banf mich durch einen besser zahlenden Hauptsponsor zu ersetzen, war im Sinne des FCK. Aber natürlich würde ich auch dann noch Sponsor bleiben und auch weiterhin Fan sein. Hoffen wir zusammen, dass sich alles zum Guten wendet und wir wieder viel Freude am FCK haben werden. Ich hoffe Ihr alle werdet am Samstag unsere Mannschaft im Stadion unterstützen, denn das ist jetzt das Wichtigste. Geht hoch und unterstützt das Team lautstark, bringt Freunde mit und macht das Stadion voll. Danke!"
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 22.01.2019:
FCK stellt Behauptungen der "Bild" richtig
BILD-Online hat am 20.01.2019 behauptet, "die Aufsichtsräte Michael Littig und Jürgen Kind" hätten sich "mit dem russischen Investor Ponomarew" getroffen, während der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick "Banf mit der Mannschaft im Trainingslager in Spanien weilte". BILD-Online hat weiter behauptet, dies sei "ohne Mandat – also hinter dem Rücken des Aufsichtrats-Gremiums" geschehen.
Diese Behauptungen treffen nicht zu. Ein Treffen der Aufsichtsräte Michael Littig und Jürgen Kind mit Herrn Ponomarew gab es zum behaupteten Zeitpunkt nicht. Soweit es Konktakte der Aufsichtsräte Michael Littig und Jürgen Kind zu möglichen Investoren gegeben hat, erfolgten diese in Abstimmung mit dem Verein. Der Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf weilte zum behaupteten Zeitpunkt auch nicht mit der Mannschaft im Trainingslager in Spanien.
Quelle: fck.de

