
Vorbericht: VfL Osnabrück - 1. FC Kaiserslautern
Die Bremer Brücke bestehen
Nach 13 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen reist der 1. FC Kaiserslautern als Favorit zum VfL Osnabrück. Die Atmosphäre und der letzte Auftritt des Gegners dienen aber als Warnung vor dem Schlusslicht.
Es gibt Fußballstadien, die haben etwas besonderes. Es passieren Dinge, mit denen keiner rechnet. Denkwürdige Spiele sind die Folge. Das alles war natürlich schon sehr oft im Fritz-Walter-Stadion der Fall, aber auch die Bremer Brücke in Osnabrück bewies mehr als einmal, was dort möglich sein kann. Beispielsweise am 27. Mai dieses Jahres. Im Saisonfinale der 3. Liga läuft bereits die Nachspielzeit, Wehen Wiesbaden wähnt sich schon als Aufsteiger und die Fans stürmen den Platz, Saarbrücken in den Relegationsspielen. Doch dann trifft der VfL zwei Mal in der Nachspielzeit, dreht die Partie gegen Dortmund II von 0:1 auf 2:1 und feiert nach zwei Jahren die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Folge sind ekstatische Bilder auf den Rängen und auf dem Rasen. Nicht nur in Kaiserslautern dauert ein Spiel also länger als 90 Minuten und diese Episode sollte Warnung genug sein, die Möglichkeiten von Osnabrück nicht zu unterschätzen. Anpfiff am Sonntag ist um 13:30 Uhr.
Was muss man zum 8. Spieltag wissen? Hier sind die wichtigsten Vorab-Informationen zum Spiel in Osnabrück:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Immerhin: Gleich nach dem 3:1-Sieg ihres 1. FC Kaiserslautern gegen Rostock beteuerten Spieler wie Kevin Kraus und Ragnar Ache die Schwierigkeit der Aufgabe in Osnabrück. Die Betze-Buben sind gut drauf und mit auf die Reise nach Niedersachsen dürfte auch eine Menge Selbstvertrauen gehen. In der Startelf sind erneut keine Änderungen zu erwarten, zu erfolgreich waren die letzten Wochen.
Afeez Aremu musste in dieser Woche erneut das Training abbrechen. Bei ihm wurde einen Oberschenkelverletzung festgestellt, die weiterer Abklärung bedarf. Der 23-Jährige fällt gegen Osnabrück schon das dritte Spiel in Folge aus. Auch Erik Durm muss wegen muskulärer Probleme erneut passen. Aaron Opoku hat seine Gesäßmuskelverhärtung soweit auskuriert und könnte zumindest eine Option für den Kader sein, sofern er die letzten Belastungstests vor der Abfahrt gen Norden schmerzfrei übersteht.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Sieben Spiele, 18 Gegentore, Tabellenletzter mit vier Punkten. Auf den ersten Blick wirkt die bisherige Bilanz des VfL Osnabrück verheerend. Allerdings gelang der Mannschaft von Trainer Tobias Schweinsteiger am vergangenen Wochenende der erste Saisonsieg. Das 2:1 zuhause gegen den HSV war sogar mehr als verdient. So wittert der Aufsteiger vor dem Duell mit den Pfälzern wieder Morgenluft.
Im Kampf um den Klassenerhalt soll auch Lennart Grill helfen. Der ehemalige FCK-Torwart wurde vor der Saison von Union Berlin ausgeliehen und steht gegen seinen Ex-Verein im Osnabrücker Kasten. Kapitän Timo Beermann ist nach einem Knöchelbruch seit dieser Woche wieder im Mannschaftstraining, ein Einsatz am Sonntag ist aber unrealistisch. Niklas Wiemann sitzt das letzte Spiel einer Rot-Sperre ab.
Frühere Duelle
Neun Spiele stehen bislang zwischen dem VfL und dem FCK in der Bilanz. Sechs Partien konnten die Roten Teufel gewinnen, drei Mal die Gastgeber. Das letzte Aufeinandertreffen endete 1:0 für den FCK. Terrence Boyd, legendär mit zwei Kaffee und einem Mettbrötchen, traf am 05. März 2022 zum 1:0-Sieg. Ähnlich spektakulär ging es am 13. August 2010 zu, als der damals höherklassige FCK im DFB-Pokal vor dem Aus stand, ehe in der letzten Minute Sdrjan Lakic den Ausgleich erzielen konnte und Jimmy Hoffer in der Verlängerung doch noch die Zeichen auf Weiterkommen stellte.
Fan-Infos
Die Partie ist mit 15.741 Zuschauern ausverkauft. Die Tageskassen werden nicht geöffnet. 1.500 bis 2.000 Fans werden die Roten Teufel im und um den Gästeblock unterstützen. Alle wichtigen Fan-Informationen zum Spiel an der Bremer Brücke hat der FCK auf seiner Homepage veröffentlichtet.
Wer kurzfristig noch eine Eintrittskarte sucht, kann es in der DBB-Kartenbörse probieren. Die Angebote sind für dieses Spiel aber rar gesät.
O-Töne
FCK-Trainer Dirk Schuster: "Momentan macht es überhaupt keinen Sinn, auf die Tabelle zu schauen, die Abstände sind sehr gering. Sie hat keine große Aussagekraft. Die Liga ist brutal eng. Es kommt auf Kleinigkeiten und die Minimierung der Fehlerquote an."
VfL-Coach Tobias Schweinsteiger: "Der Sieg letzte Woche hat uns natürlich gut getan. Gegen Kaiserslautern wird es aber ein komplett anderes Spiel als gegen den HSV. Der FCK spielt komplett anderen Fußball. Das wird gegen den Ball extrem harte Arbeit für uns. Es wird viele Zweikämpfe geben."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
VfL Osnabrück: Grill - Ajdini, Gyamfi, Diakhite, Kleinhansl - Cuisance, Gnaase, Tesche - Wulff, Engelhardt, Conteh
Es fehlen: Wiemann (Rot-Sperre)
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Elvedi, Kraus, Tomiak - Zimmer, Niehues, Raschl, Puchacz - Ritter - Tachie, Ache
Es fehlen: Aremu (Prellung), Durm (muskuläre Probleme), evtl. Opoku (Gesäßmuskelverhärtung)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 26.09.2023:

Sonntag, 13:30 Uhr: Nagelprobe an der Bremer Brücke
Der 1. FC Kaiserslautern reist als derzeitiges Spitzenteam zum Kellerkind VfL Osnabrück. Im Gastspiel beim Aufsteiger ist Überheblichkeit jedoch fehl am Platz. Schließlich ist der VfL für Überraschungen gut.
Lautern gegen Osnabrück, das war in der Vergangenheit eine Paarung klarer Verhältnisse. Schaut man auf die Statistiken bei "Fussballdaten.de", bekommt man neun Aufeinandertreffen gelistet, die allesamt einen Sieger und einen Verlierer fanden. Sechsmal gewann der FCK, dreimal der VfL. Das letzte Duell fand am 5. März 2022 statt und es war vor allem aus Lautrer Sicht ein legendäres: Terrence Boyd markierte als Einwechselspieler in der 77. Minute den 1:0-Siegtreffer, nachdem er erst in letzter Minute nach einer Corona-Erkrankung fit geworden und mit "Kaffee und Mettbrötchen" im Magen gemeinsam mit Thomas Hengen in Windeseile der Mannschaft nachgereist war. Der Erfolg beim damals noch direkten Konkurrenten war ein wichtiger Meilenstein zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Ein Jahr später zog der VfL nach und verließ ebenfalls die 3. Liga nach oben.
Bloß nicht überheblich werden: Schuster mahnt zur Konzentration
Nun treffen beide Klubs wieder aufeinander. Und tabellarisch könnte das Bild kaum unterschiedlicher sein. Der FCK steht nach dem 3:1-Erfolg gegen Rostock und dem vierten Dreier innerhalb von fünf Spielen mit 13 Zählern auf Platz 4, nur einen Zähler hinter Spitzenreiter Düsseldorf. Aufsteiger Osnabrück ist mit vier Punkten Letzter, konnte aber am vergangenen Spieltag beim überraschenden 2:1 gegen den HSV den ersten Saisonsieg bejubeln, nachdem die Elf von Tobias Schweinsteiger nur eine Woche zuvor mit 0:7 in Hannover untergegangen war. Die Roten Teufel sollten Überheblichkeit und Arroganz tunlichst vermeiden, so wie es Dirk Schuster schon unmittelbar nach dem Sieg gegen Rostock angemahnt hat. Hamburg war nicht der erste und mit Sicherheit auch nicht der letzte Favorit, der an der stimmungsvollen Bremer Brücke gestolpert ist.
Hoffen auf Aremu und Opoku - Öffentliches Training am Mittwoch
Personell hofft der FCK-Trainer, in Niedersachsen endlich wieder auf die Dienste von Afeez Aremu zurückgreifen zu können, der schon seit der Länderspielpause aufgrund einer Prellung ausfällt. Gleiches gilt für Aaron Opoku, der gegen Rostock wegen einer Gesäßmuskelverhärtung gefehlt hatte. Erik Durm verpasste die Partie nach einer Hüftverletzung wegen Trainingsrückstandes, konnte aber bereits in der vergangenen Woche wieder mit seinen Mannschaftskollegen trainieren. Dies wird auch in dieser Woche wieder einmal öffentlich getan: Am Mittwoch können interessierte Kiebitze ihren Teufeln um 15:00 Uhr auf Platz 4 neben dem Fritz-Walter-Stadion über die Schulter und auf die Füße schauen. Auf Osnabrücker Seite wird Niklas Wiemann wegen einer Rot-Sperre erneut fehlen, dafür gibt es ein Wiedersehen mit dem ehemaligen FCK-Torwart Lennart Grill, der aktuell leihweise für den VfL zwischen den Pfosten steht. Das Stadion an der Bremer Brücke wird voraussichtlich ausverkauft sein, was knapp 17.000 Zuschauern inklusive 1.700 bis 2.000 Gästefans bedeutet.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 27.09.2023:

Foto: Imago Images
Gegner-Check Osnabrück: "Arroganzanfälle" unerwünscht
Nach 13 Punkten in fünf Partien reist der 1. FC Kaiserslautern zum Tabellenletzten. Da ist breite Brust erlaubt, aber kein Gebabbel von wegen "Sieg ist Pflicht". Der VfL Osnabrück hat zuletzt den Hamburger SV geschlagen - und brennt nun darauf nachzulegen.
Anspruch und Wirklichkeit: Vergangene Saison wurden die Roten Teufel vorübergehend mal "die Comebacker der Liga" genannt. Langfristig gesehen, hat jedoch einzig und allein der VfL Osnabrück diesen Titel verdient. Sechsmal schon sind die Niedersachsen ins Unterhaus aufgestiegen, nie blieben sie länger als zwei Jahre, drei Mal schon ging es direkt wieder in die 3. Liga zurück. Auch in dieser Spielzeit werden ihnen keine sonderlich großen Chancen eingeräumt: Ihr Etat ist für Zweitliga-Verhältnisse bescheiden, mit Torjäger Ba-Muaka Simkala, Mittelfeldspieler Sven Köhler und Außenverteidiger Omar Traoré tragen drei Säulen des Aufstiegsteams nun andere Vereinsfarben. Doch was heißt das schon? Die Stärke der Stehaufmännchen von der Bremer Brücke ist seit eh und je ihr Teamgeist, den aktuell insbesondere ein sportliches Führungstrio vorlebt: Trainer Tobias Schweinsteiger, Sportdirektor Amir Shapourzadeh und Geschäftsführer Michael Welling haben ablösefrei einiges an Zweitligaerfahrung verpflichtet, was die Mission Klassenverbleib gar nicht so unwahrscheinlich erscheinen lässt. Der Saisonstart verlief dennoch deprimierend: Nur ein Punkt aus sechs Partien. Negativer Höhepunkt: Eine 0:7-Schmach in Hannover. Vergangene Woche aber entfachte das Schweinsteiger-Team ein wahres Leuchtfeuer als Lebenszeichen: ein 2:1-Sieg gegen den Hamburger SV, bei dem der VfL Medienberichten zufolge zeitweise "berauschend" aufspielte. Nach diesem Endorphin-Doping starten die Stehaufmännchen nun mit einer verlockenden Aussicht ins Heimspiel gegen den FCK: Zwei Siege in Folge - und man hätte nach dem fatalen Saisonstart angedockt an die Nicht-Abstiegsränge.
Die Neuen: Ein Kicker, der 2020 noch einen Marktwert von 20 Millionen Euro aufwies, der mit seinen erst 24 Jahren bereits bei Borussia Mönchengladbach, dem FC Bayern und Olympique Marseille unter Vertrag stand, schnürt nun die Stiefel für Osnabrück? Kaum zu glauben, aber wahr: Dank seiner guten Kontakte zum Berater Régis Dorn konnte Shapourzadeh Michaël Cuisance leihweise ins beschauliche Niedersachsen lotsen. Sicher, der Franzose hat bei keinem der genannten Vereine den Durchbruch geschafft und ist zuletzt gleich mit zwei Vereinen aus Italiens Serie A abgestiegen. Dennoch sollte sich FCK-Trainer Dirk Schuster vor dem kommenden Spiel nur für dessen aktuelle Form interessieren - und die war gegen den HSV gut. Nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht hat bereits Flügelpfeil Christian Conteh, der ähnliche Skills aufweist wie sein Bruder Sirlord, der in Paderborn kickt. Der ehemalige Saarbrücker David Gnaase übernahm auf der Sechs zuletzt die Rolle, die eigentlich dem ehemaligen Paderborner und Regensburger Maximilian Thalhammer zugedacht war, doch der hat wegen Adduktorenbeschwerden die beiden vergangenen Partien verpasst. Flügelstürmer Charalambos Makridis, zuletzt in Regensburg aktiv, wurde vor dem HSV-Spiel aus dem Kader gestrichen, Mittelstürmer Kwasi Wriedt, eine Leihgabe aus Kiel, musste 90 Minuten auf der Bank schmoren. Nur als Einwechselspieler, wenn vorne ein Brecher gebraucht wird, fungiert der alte Zweitliga-Haudegen John Verhoek. Der ehemalige Sandhäuser Bashkim Ajdini dagegen hat sich einen Stammplatz als rechter Verteidiger gesichert. Innenverteidiger Oumar Diakhite, ebenfalls zuletzt beim SVS unter Vertrag, brauchte einige Zeit, um fit zu werden, gab gegen die Rothosen aber einen starken Einstand. Und die Nummer 1 im Tor ist seit Saisonbeginn ein alter FCK-Bekannter: Lennart Grill, den sich die Osnabrücker von Union Berlin ebenfalls per Leihe angelten.
Die Formation: In Liga Drei sorgte der VfL mit tollem Offensivspiel Furore. Viel Angriffspressing und ein bewegliches 4-3-3, in dem die Flügelstürmer oft in die Mitte zogen. Eine Liga höher tut Übermut bekanntlich aber selten gut, wie die ersten Ergebnisse zeigten. Nach der derben 0:7-Klatsche in Hannover hatte Schweinsteiger gegen Hamburg zwar nicht seine bevorzugte Grundordnung verändert, aber doch einiges an Personal ausgetauscht. Dass diese Startelf auch gegen Lautern ihre Chance erhält, darf daher als einigermaßen wahrscheinlich angesehen werden. Als zentraler Stürmer präsentierte sich statt Wriedt der bewegliche Erik Engelhardt zwischen den Außen Conteh und Jannes Wulff. Das Mittelfeldtrio mit Cuisance und Gnaase komplettierte der erfahrene Robert Tesche, der schon beim VfL Bochum und in England gegen den Ball trat. Die Viererkette hinten steht mit Ajdini, Kapitän Maxwell Gyamfi, Diakhite und dem etablierten Linksverteidiger Florian Kleinhansel. Den Kasten dahinter hütet wie oben erwähntLennart Grill.
Zahlenspiele: Nach xGoals siegte der VfL sogar mit 3,76 : 0,85 über die Norddeutschen - und das mit nur 42 Prozent Ballbesitz. Regelmäßige Beobachter des sogenannten "Schusterballs" wissen: Solche Werte müssen nicht unbedingt Ausdruck einer zurückhaltenden Spielweise oder einer besonderen "Effizienz" sein. Vielmehr deuten sie darauf hin, dass es in diesem Team bei Ballbesitz schnell und direkt nach vorne geht. Eine besondere Spezialität der Niedersachsen in der abgelaufenen Drittliga-Saison waren ruhende Bälle: Zehn ihrer 70 Treffer erzielten sie nach Eckbällen, neun weitere nach Freistoßflanken. Von den bislang erzielten acht Buden fielen ebenfalls schon drei nach Eckbällen. Davon wurde allerdings nur einer direkt verwandelt, ein weiterer nach Kopfballabwehr im Nachschuss, einer nach einem direkt wieder retournierten zweiten Ball. Die Schweinsteiger-Elf hat es also nicht verlernt. Und vor einem kann einfach nicht genug gewarnt werden: Christian Conteh ist der Zweitligaspieler, der bislang mit der höchsten Geschwindigkeit geblitzt wurde: Mit 36,23 km/h haben die Opta-Kameras ihn mal erwischt.
Fazit: Die Roten Teufel sind natürlich gut beraten, sich vor allem den jüngsten 2:1-Sieg der Osnabrücker anzuschauen, um diesem Gegner mit Respekt zu begegnen. Um eventuelle Schwächen auszumachen, lohnt sich aber wenigstens ein kurzer Blick auf die Art und Weise, wie die Lila-Weißen bislang ihre Gegentreffer kassierten - 18 an der Zahl sind weiterhin Liga-Höchstwert, daran ändert auch ein gutes Spiel nichts. Da passierte viel nach Stockfehlern in der eigenen Hälfte, sobald die Abwehrspieler ein wenig gestresst wurden. Auch Robert Glatzels Führungstreffer für den HSV wurde so eingeleitet. Die Pfälzer dürfen ihr forsches Offensivspiel, das sie zuletzt in der ersten Hälfte gegen Hansa Rostock an den Tag gelegt haben, gerne auch mal auswärts zeigen. "Arroganzanfälle", wie sie Dirk Schuster vergangenen Sonntag in einigen kurzen Momenten ausmachte, sind an der Bremer Brücke jedenfalls absolut nicht angezeigt, dazu dürfte es in diesem kleinen, engen und sicher proppenvollen Stadion einfach zu heiß hergehen. Dass sich nach 13 Punkten aus fünf Spielen der Anhang bereits in strahlenden Farben ausmalt, wo ihr Team nach einem weiteren Dreier in der Tabelle stehen könnte - geschenkt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 27.09.2023:

Aremu und Opoku im Training, Durm bricht Einheit ab
Der 1. FC Kaiserslautern bereitet sich fokussiert auf die Aufgabe beim VfL Osnabrück vor. Beim öffentlichen Training präsentieren sich alle Spieler auf dem Platz, aber hinter drei Akteuren steht noch ein Fragezeichen.
Bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen 26 Grad Celsius und unter den Augen von knapp 200 Fans zeigten sich die Roten Teufel am Mittwoch pünktlich um 15:00 Uhr auf Platz 4 neben dem Fritz-Walter-Stadion. Dabei standen zunächst alle Spieler auf dem Platz, auch die zuletzt angeschlagenen Affeez Aremu (Prellung), Aaron Opoku (Gesäßmuskelverhärtung) und Erik Durm (Hüft-/Leistenblessur).
Aremu hielt sich in der 90-minütigen Einheit wie vorher abgesprochen noch etwas zurück und agierte laut FCK-Trainer Dirk Schuster als sogenannter "neutraler Mann", macht aber Fortschritte und ist zumindest ein Kandidat für den Kader am Sonntag in Osnabrück (13:30 Uhr, Stadion an der Bremer Brücke). Das gilt auch für Opoku, der eine halbe Stunde nach seinen Kollegen den Platz betrat und mit Athletiktrainer Fabian Kobel ein individuelles Programm absolvierte. Sollte er davon keine Nachwehen spüren, soll der 24-Jährige bei der morgigen taktischen Einheit wieder komplett dabei sein. Etwas diffiziler ist die Situation bei Erik Durm: Bei dem 31-Jährigen traten heute erneut muskuläre Probleme auf, er musste die Einheit vorzeitig abbrechen. Doch auch für den Außenverteidiger ist laut Schuster das Kader-Rennen für das Wochenende noch nicht gelaufen.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 29.09.2023:

"Auf dem richtigen Weg": Die FCK-Lage vor Osnabrück
Der 1. FC Kaiserslautern will beim VfL Osnabrück seine gute Tabellenposition festigen. Trainer Schuster warnt vor Leichtsinnigkeit und muss auf zwei Spieler verzichten.
"Wir fahren mit gewissem Respekt, aber auch mit jeder Menge Selbstvertrauen dorthin, da unsere Entwicklung im spielerischen Bereich erste Früchte trägt und wir auf dem richtigen Weg sind", beurteilt Dirk Schuster die Situation vor dem Auswärtsspiel beim langsam in die Spur kommenden Schlusslicht aus Osnabrück (Sonntag, 13:30 Uhr, Stadion an der Bremer Brücke). Mit Blick auf die laufende Trainingswoche nach dem 3:1 gegen Rostock und dem damit verbundenen Sprung auf Tabellenplatz 4 sagt der FCK-Trainer: "Wir haben schon angesprochen, dass wir solche Arroganz-Anfälle, wie wir sie teilweise gegen Rostock hatten, vermeiden sollten. Wir müssen mit Mut nach vorne spielen, aber auch sauber und diszipliniert nach hinten arbeiten, um Osnabrück so wenig Möglichkeiten wie möglich zu geben, unser Tor zu belagern."
Durm und Aremu fehlen weiter - Abwarten bei Opoku
Personell musste Schuster in dieser Woche einen neuen, alten Ausfall hinnehmen: Außenverteidiger Erik Durm, der gerade seine Hüft-/Leistenprobleme auskuriert hatte, musste am Mittwoch das Training wegen muskulärer Probleme im Gesäß abbrechen. Er wird am Wochenende fehlen. Das gilt auch erneut für Mittelfeldspieler Afeez Aremu (Prellung), der in dieser Woche zwar auf den Platz zurückgekehrt ist, aber noch mit etwas angezogener Handbremse trainiert hat. Nicht gänzlich ausgeschlossen ist eine Kader-Nominierung von Aaron Opoku. Nach einer Gesäßmuskelverhärtung trainiert der 24-jährige Außenbahnspieler seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft, Schuster will aber die verbleibenden Einheiten abwarten.
Für das Duell an der Bremer Brücke konnte der FCK alle 1.500 zur Verfügung gestellten Gäste-Tickets absetzen.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Osnabrück folgen morgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt

