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3. Spieltag SCP-FCK | Klement auf Ache: FCK holt späten 1:0-Sieg in Münster (Der Betze brennt)

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Kohlmeyer
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Beitrag von Kohlmeyer »

Für einen Mann wird es am Samstag ein ganz. besonderes Spiel - Sascha Hildmann:

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Foto: Imago Images

Gegner-Interview: Sascha Hildmann / Preußen Münster
"Vertrauen, Wertschätzung, Menschlichkeit"


Sascha Hildmann ist bei Preußen Münster drauf und dran, der Trainer mit der längsten Amts­zeit der Vereinsgeschichte zu werden. Beim 1. FC Kaiserslautern waren dem ge­bür­ti­gen Lautrer nur 284 Tage vergönnt. Dennoch blickt er "ohne Groll" auf diese Zeit zurück.

Das Foto ist immer noch auf seinem PC gespeichert. Ständig anklicken muss er es aber nicht, denn es hat sich tief in sein Gedächtnis eingebrannt. Es zeigt die Ultras der Westkurve, wie sie ein Banner hochhalten: "Hildmann - Einmal Lautrer, immer Lautrer". Entstanden ist die Aufnahme vor dem FCK-Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg am 21. September 2019. Sascha Hildmann war am Montag davor entlassen worden, nach einem 1:6 beim SV Meppen. Und ein paar Tage darauf verabschieden ihn die Fans mit diesem Banner. "Das hat mich tief berührt", nickt der einstige Betze-Coach.

Obwohl es sich im Grunde ja lediglich um die Feststellung einer Tatsache handelte. Sascha Hildmann ist nun einmal Lautrer. In der Stadt geboren, daher gewissermassen FCK-Fan von Geburt. Als Junge stand er selbst in der Westkurve, träumte den großen Traum jedes Lautrer Buben, auch mal selbst "uffem Betze" aufzulaufen. Schnürte dann lange Jahre die Schuhe für die Roten Teufel, kam aber nicht über die Zweite Mannschaft hinaus, die damals immerhin drittklassig spielte. Dafür erfüllte sich später sein Traum, einmal Cheftrainer seines Heimat- und Herzensklubs zu werden. Für 284 Tage.

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Mehr Trainertage in Münster schaffte nur ein anderer Lautrer

Am kommenden Wochenende trifft Sascha Hildmann als Trainer von Preußen Münster auf den FCK. Wozu er nur trocken kommentieren kann: "Wenn ich behaupten würde, das wäre ein Spiel wie jedes andere, würde es mir doch niemand glauben." An diesem Samstag wird er in Münster 1.700 Tage im Amt sein. Mehr hat bei den Preußen bislang nur Richard Schneider geschafft, ebenfalls gebürtiger Lautrer, ebenfalls zuvor FCK-Trainer. 1951 und 1953 hat er bekanntlich mit Fritz Walter und Co. zweimal die Deutsche Meisterschaft gewonnen.

In Kaiserslautern wies zu Bundesliga-Zeiten nur Erich Ribbeck eine vergleichbar lange Amtszeit auf. Er coachte von 1973 bis 1978, übergab dann an Kalli Feldkamp, der die Roten Teufel insgesamt zwar öfter betreute, dafür aber zwei Amtszeiten beanspruchte. Die zweite, von 1990 bis 1992, krönte "King Kalli", das weiß ebenfalls jeder Pfälzer, mit Pokalsieg mit Meisterschaft.

Trainer-Amtszeiten von über vier Jahren sind in der Branche aber auch generell selten geworden. Was es braucht, damit es dennoch zu einer so langen Zusammenarbeit kommt? Sascha Hildmann denkt einen Moment nach: "Vertrauen, Wertschätzung - und Menschlichkeit."

Vom Abstieg bis zum Durchmarsch: Vier bewegte Jahre

Es lief weiß Gott nicht alles rund, seit er im Januar 2020 das Trainer-Zepter von Sven Hübscher übernahm. Die Preußen rangierten zu Beginn der Rückrunde bereits auf Platz 19 der 3. Liga, der Abstand zum Nicht-Abstiegsrang betrug fünf Punkte. Hildmann schaffte die Mission Klassenverbleib nicht. Die Verantwortlichen in Münster hielten dennoch an ihm fest. Das ist ungewöhnlich. Und war möglich, "weil die Verantwortlichen gesehen hatten, dass wir trotz allem gute Arbeit geleistet und uns verbessert hatten."

Es folgten zwei verflixte Jahre in der Regionalliga West, der wohl schwierigsten aller vierten Ligen. 2020/21 holten die Preußen in 40 Partien 78 Punkte, mussten aber Rot-Weiß Essen und Borussia Dortmund II an sich vorbeiziehen lassen, die beide Traumresultate einfuhren. Im Jahr darauf sicherten sie sich sage und schreibe 87 Zähler - doch Essen wies ein um ein drei Treffer besseres Torverhältnis auf. "Unfassbar eigentlich", erinnert sich Hildmann, "aber wir sind nicht zusammengebrochen, sondern haben uns gesagt: Aller guten Dinge sind Drei."

Und manchmal bewahrheiten sich Kalenderweisheiten. Die Saison 2022/23 schloss Münster mit 13 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten Wuppertal ab. Die Rückkehr in 3. Liga war geschafft. Doch Hildmann setzte noch einen drauf: Der Aufsteiger schaffte 2023/24 den Durchmarsch - und findet sich nun in der 2. Bundesliga wieder.

"Beim FCK hat es an Realitätssinn gefehlt"

Vertrauen, Wertschätzung, Menschlichkeit. In Kaiserslautern sind sie Sascha Hildmann versagt geblieben. Allerdings nur von Seiten der Vereinsführung. "Mit den Fans hatte ich immer ein gutes Verhältnis, und das habe ich auch heute noch." Er geht gerne nach wie vor gerne durch die Stadt, und das tut er oft. Sein Haus in Enkenbach-Alsenborn bewohnt er mit seiner Familie nach wie vor. In Münster hat er sich mittlerweile eine komfortable Zweitwohnung eingerichtet, die auch Frau und Tochter regelmäßig für ausgedehnte Besuche nutzen.

Auf seine Trainerzeit beim FCK blicke er "ohne Groll" zurück, versichert er. "Ich habe alles gegeben, und, ja, ich war auch traurig, als ich entlassen wurde." Aber der Druck, aufsteigen zu müssen, lastete einfach zu stark auf dem Klub. "Dafür aber war die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt nicht stark genug." Da habe es der Vereinsführung an Realitätssinn gefehlt. Dass auch seine Nachfolger Boris Schommers und Jeff Saibene diese Ansprüche nicht erfüllen konnten, deutet daraufhin, dass er mit dieser Einschätzung durchaus richtig liegen könnte.

Zudem fiel Hildmanns Engagement in die Zeit der Umtriebe des Aufsichtratsvorsitzenden Patrick Banf, des Sportgeschäftsführers Martin Bader sowie des zwischenzeitlich als Investor gehandelten Unternehmers Flavio Becca. Damals soll der Cheftrainer nicht so in die Transferpolitik eingebunden gewesen sein, wie es sich gehört, heißt es. Man betrachte sich nur die Zahl der Spieler, die seinerzeit - für eine "Mission Aufstieg", wohlgemerkt - verpflichtet wurden, aber auch später nie über Drittliga-Mittelmaß hinauskamen oder in die Regionalliga abtauchten. Vor allem die von Bader und Becca propagierte Verpflichtung des Stürmers Lucas Röser, der der ihm zugedachten Torjägerrolle trotz fürstlichem Gehalt auf Zweitliga-Niveau nie gerecht wurde, soll Hildmann intern nie befürwortet haben. Er selbst soll auch nie Baders Wunschkandidat für den Trainerjob gewesen sein. Klingt alles gar nicht nach Vertrauen, Wertschätzung, Menschlichkeit.

Sascha Hildmann möchte diese Gerüchte auch fünf Jahre danach weder bestätigen noch dementieren. Sondern fasst nur kurz und knapp zusammen "De Betze iss halt de Betze. Es gibt nur gut oder schlecht, nichts dazwischen."

Die Preußen: Bescheidene Möglichkeiten, aber kein Underdog

Dafür genießt er in Münster nun weiter Vertrauen, Wertschätzung, Menschlichkeit. Die wirtschaftlichen Möglichkeiten in Münster sind im Wettbewerbsvergleich bescheiden, laut "Transfermarkt.de" stellen die Preußen den Kader mit dem geringsten Marktwert. In die Underdog-Ecke will sich der Trainer dennoch nicht drängen lassen. Seine Jungs sollen weiter den Offensivstil pflegen, der sie in den vergangenen beiden Spielzeiten zunächst an die Spitze der Regionalliga und danach auf den zweiten Aufstiegsplatz der dritten Klasse führte. "Wobei es natürlich Spiele geben wird, in denen wir hinten reingedrängt werden, das wird sich nicht vermeiden lassen."

Die bisherigen Auftritte deuten darauf hin, dass die Preußen auch weiter bereit sind, schnell zu schießen. Sowohl bei der 1:3-Niederlage bei der SpVgg Fürth zum Saisonauftakt als auch beim anschließenden 0:0 zum Heimdebüt gegen Hannover war jeweils mehr drin, wie auch die "expected Goals"-Werte bestätigen. Und dass das Team mit Malik Batmaz und Joel Grodowski über ein Sturmduo mit Zweitliga-Qualität verfügt, bezweifelt niemand. Batmaz hat nun aber einen Kreuzbandriss erlitten und fällt monatelang aus. Ein Rückschlag, den ein Aufsteiger erst einmal verkraften muss.

Dennoch blickt Sascha Hildmann mit Zuversicht und vor allem Vorfreude der Partie entgegen, die für ihn keine wie jede andere ist. Missmutig stimmt ihn nur eines: "Dass ich nicht alle Kartenwünsche erfüllen konnte, die aus Kaiserslautern an mich herangetragen wurden."

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Samstag, 13:00 Uhr: Die Qual der Wahl für Markus Anfang (Der Betze brennt)
MartinKrauß
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Beitrag von MartinKrauß »

Ich behaupte immer noch, dass, am Tag als das erwähnte (und gezeigte) Bild entstand, Sascha Hildmann nach dem Spiel wenige Meter vor mir die West verließ und im Rausgehen am Ausgang von Block 7 mit einem lauten "Lautre!" die Faust nach oben stieß. :love:

Eigentlich bin ich mir sogar ganz sicher. Fünf Tage nach der Entlassung als Cheftrainer wieder in der West gestanden. Geil.
Vielleicht ist hier ja jemand im Forum, der ihn damals auch gesehn hat.
K-Townboy
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Beitrag von K-Townboy »

Ich gönne ihm den Erfolg mit Preußen Münster von Herzen, denn bei ihm hat/te man immer das Gefühl, dass er den Betze im Herzen trägt und auch noch ernsthaftes und kein gespieltes Interesse am FCK hegt!

Gerne darf er am 3. sowie am 20. Spieltag „seinem FCK als Präsent“ die Punkte überlassen, doch ansonsten wünsche ich ihm jeglichen Erfolg!
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Schulbu_1900
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Beitrag von Schulbu_1900 »

@Eric Scherer,
sehr Wertschätzend geschrieben. Ich bin mir relativ sicher der Empfang für Hilde wird spätestens beim Rückspiel uffem Betze ähnlich sein. Etwas Beifall könnte er auch jetzt schon am Wochenende bekommen..... :love:

Am geilsten fand ich dem ironischen Absatz die Bemerkung "Damals soll der Cheftrainer nicht so in die Transferpolitik eingebunden gewesen sein, wie es sich gehört, heißt es." :lol: :lol:
Aber nun ja, jetzt hat Hilde es ja wohl besser....

Wir könnten aber durchaus 3 Punkte aus Münster entführen...
Ich bin da aufgewachsen, da rutscht man automatisch rein, wenn man die Stimmung mitbekommt, weil es was großes ist, das ist Tradition.....jetzt bin ich irgendwo anders...
M.Klose Nov.24

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Ultradeiweil
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Beitrag von Ultradeiweil »

Hildmann gehört wie auch Antwerpen für mich in die Kategorie gerne gesehen gerne wieder..
Und das soll was heißen bei den Kandidaten die wir so hatten in den letzten jahren...


Das Pokalspiel gegen den Depp unvergesslich.. :love:
:pyro:
ChrisW
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Beitrag von ChrisW »

Wie Ulm und Regensburg gehört Münster zu den Teams, gegen die du in Hin- und Rückspiel mindestens 4 Punkte holen MUSST, um nicht wieder in Abstiegsgefahr zu geraten.
Anfangseuphorie hin oder her, wir haben aktuell die besseren Spieler mit 2 Siegen und einem Unentschieden im Rücken und können von der Bank jederzeit nachlegen.
Bei den Preußen wiegt der Ausfall ihres Goalgetters da schon schwer.
Allerdings dürfen wir die 3-4 krassen Abspielfehler aus der letzten Reihe nicht mehr wiederholen.
Wär der Ingolstädter nicht so überrascht gewesen, hätte es nach einer Minute schon 0-1 gestanden.
Unsere Offensive ist immer für ein Tor gut, da muss man nicht auf Gedeih und Verderb mit Harakiri-Flachpässen die Mittelfeldspieler in Bedrängnis bringen.
Wenn wir da noch die richtige Balance finden, müsste es am Wochenende eigentlich 3 Punkte geben.
Mayonnaise598
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Registriert: 02.03.2024, 10:01

Beitrag von Mayonnaise598 »

Meiner Meinung gibt es keine Qual der Wahl am Samstag.
Nach dem souveränen Auftreten in Ingolstadt sollte Anfang die gleiche Startelf wählen, wie letzten Samstag.
Alles andere wäre unklug.
DevilsRightHand
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Beitrag von DevilsRightHand »

Hallo Leute ,Münster ist ne total symphatisch Truppe. Auch Hildmann sollte man feiern,er ist einer von uns , aus der West!!
:teufel2:
NureinFan
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Registriert: 30.07.2020, 20:50

Beitrag von NureinFan »

FCK1104 hat geschrieben:Finde es aktuell nicht so einfach, da eine richtige Stammelf herauszuarbeiten.
Gerade wegen der 1. HZ am Samstag, in der die Startelfwechsel richtig gut miteinander harmoniert haben.
Größte Baustelle ist für mich immer noch die 6, bin damit bei allen Varianten nicht so wirklich zufrieden.

[ Bild ]
Top Aufstellung FCK1104 - würde ich 1-1 so versuchen und Ache, Klement, Robinson und Zimmer je nach Spielverlauf einwechseln. :daumen:
StefanBetze69
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Beitrag von StefanBetze69 »

Wertschätzung hin oder her. Aber die Punkte nimmt der FCK am Samstag mit :teufel2:

@Ktownboy: Solange Münster hinter uns bleibt ist mir alles egal :teufel2:
MartinKrauß
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Beitrag von MartinKrauß »

DevilsRightHand hat geschrieben:Hallo Leute ,Münster ist ne total symphatisch Truppe. Auch Hildmann sollte man feiern,er ist einer von uns , aus der West!!
Das Heimspiel gegen die Preussen wird für mich zu einem der Charaktertests für unsere Kurve diese Saison.

Die beiden anderen werden sein
- die Begrüßung von "Hecke" im Heimspiel gegen Magdeburg und
- die Begrüßung von Felix Götze beim Heimspiel gegen Paderborn.

Beides Spieler, die uns nicht gerne verlassen haben und immer den Kopf für uns hingehalten haben. Bei Götze im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist auch (ein) Grund, dass ich nie mit rufe "steh' auf du S**!" Ich stelle mir immer vor was los gewesen wäre, hätten die Fans von Victoria Berlin das damals gerufen.
iceman65
Beiträge: 1574
Registriert: 12.05.2018, 12:13

Beitrag von iceman65 »

Bild

Sascha ist ein guter, wird seinen Weg gehen, aber nicht gegen uns.

Auf drei Punkte
AUS---WÄRTS---SIEG
diago
Beiträge: 2051
Registriert: 04.08.2016, 16:10

Beitrag von diago »

Mayonnaise598 hat geschrieben:Meiner Meinung gibt es keine Qual der Wahl am Samstag.
Nach dem souveränen Auftreten in Ingolstadt sollte Anfang die gleiche Startelf wählen, wie letzten Samstag.
Alles andere wäre unklug.
Das geht selbst in der Theorie nicht, Toure ist noch gesperrt.
Olamaschafubago
Beiträge: 1230
Registriert: 30.08.2018, 03:57

Beitrag von Olamaschafubago »

Sascha Hildmann bleibt ein Sympathieträger, damals war es wohl wegen der Konstellation im Verein nicht die richtige Zeit, aber da auch er sich als Trainer in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, sollte man für die Zukunft nichts ausschließen. Münster ist ein Musterbeispiel dafür, dass man mit Vertrauen in eine Trainer, das über ein paar Misserfolge hinausgeht, trotzdem mittelfristig erfolgreich sein kann. Selbst in einem (kleinen) Traditionsklub.

Die Aufstellung ist gar nicht so leicht, aber ich würde es mal so probieren:
Krahl
Gyamerah Elvedi Heuer Wekesser
Tomiak
Ritter Raschl
Hanslik Mause Opoku

Wie die Grundformation aussieht, ist letztlich auch egal. Diesen Spielern traue ich aktuell am meisten zu.

Hoffe, dass niemand Münster unterschätzet, nur weil Batmaz fehlt. Das ist immer noch ein euphorisierter und eingespielter Aufsteiger, der gerade den Durchmarsch aus der Regionalliga hingelegt und wenig zu verlieren hat.
Tippe dennoch auf den Auswärtssieg. Aktuell können wir auch von der Bank gut nachlegen, da sehe ich uns auch klar im Vorteil. 7 Punkte aus drei Spielen wäre dann auch wirklich ein gelungener Saisonauftakt.
Syndrom
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Beitrag von Syndrom »

In vielen Wunschaufstellungen sieht man hier die Konstellation mit Mause als Mittelstürmer und Hanslik (nominell) als Außenstürmer. Nach dem, was ich bis jetzt gesehen habe glaube ich nicht, dass wir die beiden gemeinsam von Beginn an stürmen sehen werden. Persönlich hätte ich nix dagegen. Mauses kompromissloser und abgeklärter Abschluss hat mir imponiert. Hanslik mag ich aufgrund seiner Laufstärke und Zweikampfwucht. Die "Notlösung" mit Ritter auf dem Flügel als offensiver Freigeist plus spielstarker zentraler Mittelfeldspieler gefällt mir persönlich besser, auch wenn ich um die defensive Balance fürchte... Es fehlt eine Holding Six mit Startelfanspruch. Tomiak macht das zwar bisweilen ordentlich, aber in der IV sehe ich ihn deutlich lieber. We'll see. Das Gute ist, dass ich bei (fast) keiner Aufstellung ein schlechtes Bauchgefühl hätte. Der Kader wirkt diese Saison homogener und tiefer. Kleinhansl, Redondo, Gyamerah z.b. können sich im Laufe der Saison noch für die erste Elf empfehlen, Sirch vielleicht sogar auch noch. Bin optimistisch
BetzeDubbe
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Beitrag von BetzeDubbe »

Schnullibulli hat geschrieben: Im Reca Thema kamen auch schon Worte in der Art "bester Trainer der letzten Jahre".
Das ist mir nach drei Spielen ebenfalls zu früh.
Dennoch is the Trend aktuell unser friend.
Tja, im Grunde wäre es eine gute Saison, wenn:
a) Markus Anfang die Saison 24/25 als Trainer des 1. FCK beendet. (Antwort zählt dreifach) :teufel2:
b) Wir am Ende auf Platz 1-12 landen.
c) Ache schmerzfrei und gesund bleibt.
d) Wir den DfB-Pokal gewinnen. (Oder zumindest ins Viertelfinale kommen) :daumen:

Positiver Ausblick, würde ich mal sagen.
Aber wie Hildmann schon sagte: "De Betze iss halt de Betze".
Da kann alles passieren.
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Ultradeiweil hat geschrieben:Hildmann gehört wie auch Antwerpen für mich in die Kategorie gerne gesehen gerne wieder..
Und das soll was heißen bei den Kandidaten die wir so hatten in den letzten jahren...


Das Pokalspiel gegen den Depp unvergesslich.. :love:

Ich mag deine Posts und es macht immer Spaß mit dir zu diskutieren.
Im Punkt Antwerpen werden wir uns aber wohl niemals grün werden, ein Trainer der gegen den FCK klagte, Prämien wollte auch wenn er einen neuen Verein... Nein...

Aber lassen wir das, hat hier nix verloren.


Hildmann hat sich hingegen nix zu schulden kommen lassen. Da einzige was man ihm "vorwerfen" kann ist dass er vielleicht zu brav war. Andererseits... Bei der damaligen Situation...

Vielleicht ist die große Liebe nicht immer die passende. Ich wünsche ihm jedenfalls den Klassenerhalt und eine starke Saison, mit einem Platz hinter uns :daumen:

Dennoch halte ich es bei ihm, wie auch erwähnten ehemaligen Spielern während dem Spiel völlig neutral!
Vor dem Spiel, gerne höflichen Applaus. Während dem Spiel gibt's keine Sympathie und ich denke das erwartet auch niemand.


Zur Aufstellung noch was:
Ja, die erste HZ in Ingolstadt war stark.
Dennoch kann ich nicht ganz nachvollziehen weshalb jetzt alles (außer Touré) so bleiben sollte.
Anfang hat diesen kuriosen Matchplan wie auch in der Analyse beschrieben ausbaldovert. Matchplan, also für EIN Spiel. Dazu gegen einen Drittligisten. Ich glaube kaum dass wir Samstag wieder ähnlich antreten, auch wenn Münster bloß ein Aufsteiger ist.

Ich denke wir werden die rechte Seite offensiv wieder mehr besetzt sehen. Da Touré das eh nicht übernehmen kann und ich keine Gründe finde Hanslik rauszunehmen würde ich Hanslik aus dem Zentrum heraus die rechte Flanke übergeben.

Was wir dann mit RV und 6 machen... Knifflig. Eigentlich wünsche ich mir Tomiak eben NICHT mehr mehr vor der Abwehr zu sehen und spielerisch ist Gyamerah stärker als Zimmer.
Anfang scheint "Gyambo" aber tatsächlich auf der 6 zu sehen... Oder doch RV?


@Betzedubbe

Ach ja, lass mich doch träumen dass vielleicht ein bisschen rosa zwischen Rot und Weiß in Lautern entstehen könnte :lol:
ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Freut mich wirklich für Hilde, dass er mit Preußen Münster einen Verein gefunden hat, wo man ihm Vertrauen schenkt und er ausreichend Zeit bekommen hat, um wirklich gute Ergebnisse einzufahren. Ich wünsche ihm, dass er dort weiter gute Arbeit machen kann. Und ja klar, das bedeutet trotzdem, dass er auf die Punkte gegen Lautern verzichten müsste, aber so ist es halt.

Auf seine Rückkehr auf den Betze als Preußen-Trainer freue ich mich schon ein wenig, da ich hoffe, dass er einen warmen und freundlichen Empfang bekommt. :daumen:

Die Erinnerungen an die Figuren, die wir damals im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung hatten, die sind hingegen nicht so schön. Da denke ich lieber schnell an was anderes. Is besser fer‘s Herz. Nid, dass mer widder die Dribbe braucht. Wu noch kä Minnud gschbielt is… :lol:
#keindeutbesser

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DieWalzFunDePalz
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Beitrag von DieWalzFunDePalz »

Einmal Betze , immer Betze. Das gilt auch bei Hildmann, der ja bekanntlich von hier ist. Ich fand es auch schade, wie man damals mit Ihm umgegangen ist. Den Erfolg hat er sich absolut verdient. Und weil Antwerpen angesprochen wurde, natürlich hatte er das FCK Gen und hat alles für den Club rausgehaun, aber die Art und Weise wie er es rüber gebracht hat, war manchmal schon zum fremdschämen. Aber anderes Thema.

Für Samstag erhoffe ich mir einen Punkt, alles drüber hinaus wäre natürlch ein Traum. An der Aufstellung würde ich nicht großartig rum basteln, lediglich Toure durch Elvedi ersetzen.
Der Typ ist so quirlig, der geht nach dir in die Drehtür und kommt vor dir wieder raus.“
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Schulbu_1900
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Beitrag von Schulbu_1900 »

Schnullibulli hat geschrieben:
Ultradeiweil hat geschrieben:Hildmann gehört wie auch Antwerpen für mich in die Kategorie gerne gesehen gerne wieder..
Und das soll was heißen bei den Kandidaten die wir so hatten in den letzten jahren...

Ich mag deine Posts und es macht immer Spaß mit dir zu diskutieren.
Im Punkt Antwerpen werden wir uns aber wohl niemals grün werden, ein Trainer der gegen den FCK klagte, Prämien wollte auch wenn er einen neuen Verein... Nein...

Aber lassen wir das, hat hier nix verloren.
Warum kommst Du den damit rum, wenn es hier nix verloren hat ?
Ante hatte zum Zeitpunkt der Klage keinen neuen Verein. Und wenn eine Klage das Maß der Dinge für Dich ist, da ist er nicht der einzige.
Ohne Antwerpen wären wir heute längst schon in der Versenkung. Dafür werde ich ihm immer Dankbar sein.
Ich bin da aufgewachsen, da rutscht man automatisch rein, wenn man die Stimmung mitbekommt, weil es was großes ist, das ist Tradition.....jetzt bin ich irgendwo anders...
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Beitrag von Ultradeiweil »

Weicht etwas ab aber zu Ante..bei den einen überwiegt das positive bei den anderen das negative..muss man akzeptieren..

Hatte mich mit schnulli da ja schon mehrfach ausgetauscht.. :D

Über das wie und warum kann kan sich immer streiten . für mich bleibt er ein Held weil er den verein in der aller dunkelsten stunde mit seiner ( sicherlich speziellen ) art gerettet hat.

Um den kreis zu schließen hildmann war damals ebenfalls einfach betze pur..nur nicht ganz so "auf krawall" wie ante eher ruhiger aber bei ihm war man sich ebenfalls sicher
..da steht ein typ an der linie für den ist es mehr als ein Job.


Trotzdem gönne ich ihm keinen Erfolg gegen uns..versteht sich :wink: ..
:pyro:
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Wow...

Ich wollte grad im Preußenforum bisschen lesen. Die buddeln aber ganz böse tief...

Zitat aus deren Spieltagethema


******

Werden die roten Teufel durch den Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Saison 1997/98 deutschlandweit viel Sympathie gewonnen haben, wird diese sicherlich spätestens nach dem ausgesetzten Punktabzug in der Saison 2019/20 bei vielen wieder verloren gegangen sein.

Passend dazu nochmal:

Fragen und Antworten zur Insolvenz des 1. FC Kaiserslautern – liga3-online.de

Bekanntlich mussten wir in diesem Jahr den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Die Chancen auf den Klassenerhalt wären aber gestiegen, wenn man den üblichen Punktabzug konsequent umgesetzt hätte.

Umso schöner wäre es demnach, wenn wir dann in der kommenden Woche die ersten drei Points in Liga 2 einfahren würden!

*****

Neben ein paar Links war's dann auch schon.
Kein Kommentar zu den ersten Spielen oder was Aktuelles...

Erwartet keine freundliche Begrüßung
ExilDeiwl
Beiträge: 7633
Registriert: 12.08.2015, 19:58

Beitrag von ExilDeiwl »

Also nur für den Fall, dass man auf diese Diskussion eingehen möchte: wir haben die Saison 2019/2020 mit 55 Punkten auf Platz 10 beendet, wenn die Tabelle auf TM stimmt. Preußen Münster war mit 44 Punkten drittletzter. Mit 9 Punkten Abzug wären wir mit 56 Punkten auf Platz 14 gelandet. Also Nichtabstiegsplatz.

Weiterhin: Die Insolvenz wurde im Juni 2020 bekannt gegeben, da waren zugegebenermaßen noch ein paar Spieltage zu spielen wegen der Corona-Unterbrechung. Mag sein, dass der psychologische Effekt sich noch negativ auf die Ergebnisse ausgewirkt hätte. Ist aber Spekulation. Tatsächlich haben wir im Saisonendspurt ordentlich performt. Muss aber keiner glauben, dass so eine Insolvenz an sich nicht auch in den Köpfen der Spieler einnistet.

Letztlich hat es Münster sportlich nicht geschafft, über‘m Strich zu landen. Und das hat mit der Insolvenz rein gar nichts zu tun. In sofern kann sich Münster m.E. nicht auf unsere Insolvenz berufen, sondern muss sich für schlechte sportliche Leistungen an die eigene Nase fassen statt auf uns zu zeigen. Und wer weiß, ob es Münster gelungen wäre, so durchzustarten, wenn sie nicht runter gegangen wären. Nur für den Fall, dass jemand spekulieren möchte. :wink:

Stolz bin ich auf unsere Insolvenz jedenfalls nicht. Sie gehört zu den dunkelsten Kapiteln unserer Vereinsgeschichte. Hätte ich nicht haben müssen. Wenngleich sie letztlich trotzdem dazu geführt hat, dass wir unseren Schuldenberg losgeworden sind. Na zumindest teilweise. Denn der e.V. hat jetzt noch damit zu kämpfen, seine Schulden loszuwerden. Ich hoffe, dass dieser Kampf bald gewonnen wird, die Mitgliederzahlen lassen much jedenfalls hoffen.
#keindeutbesser

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Kohlmeyer
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Registriert: 01.10.2017, 14:55

Beitrag von Kohlmeyer »

Die Stärken und Schwächen von Preußen Münster? Hier kommt unser Gegner-Check:

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Foto: Imago Images

Gegner-Check Münster: So schnell schießen die Preußen

Zweites Auswärtsspiel für den 1. FC Kaiserslautern, und wieder geht's gegen einen Auf­stei­ger: Preußen Münster. Die müssen den Ausfall ihres Torjägers verkraften. Das schwächt na­tür­lich, macht sie aber auch schwerer berechenbar.

Anspruch und Wirklichkeit: Erstmals seit 1991 spielt Preußen Münster wieder in der 2. Bundesliga - und einer der Architekten des Erfolgs ist bekanntlich der gebürtige Lautrer Sascha Hildmann, dem beim FCK nur eine kurze Trainerkarriere beschieden war. Nach zwei dramatischen Jahren in der Regionalliga West, in denen die Preußen jeweils knapp scheiterten, starteten sie im wahrsten Sinne des Wortes durch: 2022/23 Regionalliga-Meister mit 79 Punkten und einem Torverhältnis von 89:39, 2023 Tabellenzweiter der 3. Liga mit 67 Punkten und 68:49 Toren. Dem Durchmarsch zum Trotz sind die Verantwortlichen nicht abgehoben: "Wir wissen, dass wir infrastrukturell und finanziell noch nicht auf Zweitliga-Niveau sind", räumt Sportchef Ole Kittner im aktuellen "Kicker"-Sonderheft ein. Diese Problematik zeigte sich gerade bei einem vermurksten Ticket-Vorverkauf, zu dem die Preußen Anfang der Woche Stellung nahmen. Dass sie sportlich nicht mithalten können, ist bei den ersten beiden Liga-Auftritten hingegen nicht erkennbar gewesen: Beim 1:3 zum Saisonauftakt bei der SpVgg Fürth spielten die Adlerträger eine Fülle von Torchancen heraus. Auch beim anschließenden Heimdebüt, einem 0:0 gegen Hannover, war nach einer starken Leistung mehr drin. Eingespielt ist das Team auf jeden Fall: Der Aufstiegskader ist zusammengeblieben, sieht man mal vom Abgang des langjährigen Stammkeepers Max Schulze Niehues ab, der seine Karriere beendete. Allerdings verletzte sich Routinier Sebastian Mrowca (30) in der Vorbereitung schwer und fällt wohl die gesamte Vorrunde aus. Und zuletzt erlitt Torjäger Malik Batmaz (24), der im Sommer gerüchteweise auch mal in Lautern gehandelt wurde, einen Kreuzbandriss. Das sind Hammerschläge, die gerade einen Aufsteiger schwer treffen.

Die Neuen: Nach Mrowcas Ausfall verpflichteten die Preußen Jorrit Hendrix (29), einen weitgereisten Defensiv-Allrounder, der auch schon mal für Fortuna Düsseldorf aktiv war. Er hat Mrowcas Strategen-Rolle im hinteren Mittelfeld übernommen. Mit Etienne Amenyido (26) (zuletzt FC St. Pauli) und Charalambos Makridis (28) (VfL Osnabrück) kamen zwei zweitligaerprobte Stürmer, die nach Batmaz' Ausfall nun erst recht als Alternativen gefragt sind. Reichlich Erfahrung in der Klasse hat auch Joshua Mees (28) (Holstein Kiel) schon gesammelt, der auf den Flügeln zum Einsatz kommt, mit dem nun aber auch eine Variante mit "hängendem" Stürmer denkbar wäre. Ebenfalls vom Bundesliga-Aufsteiger kam der linke Defensivmann Mikkel Kirkeskov. Zudem zog Münster mit Innenverteidiger Torge Paetow (29) (SC Verl) und Linksverteidiger Luca Bolay (22) (Waldhof Mannheim) zwei Leistungsträger der 3. Liga mit hoch. Mit Morten Behrens (27) (Darmstadt 98) kam ein neuer Keeper. In den ersten beiden Saisonspielen allerdings setzte Hildmann auf den jungen Johannes Schenk als neue Nummer 1, der im Nachwuchs des FC Bayern groß wurde und nach einjähriger Leihe nun fest verpflichtet wurde.

Die Formation: Das Sturmduo mit Knipser Batmaz und Tempomacher Joel Grodowski (26) war in der Vergangenheit das große Plus der Münsteraner, und da beide am liebsten vorne an der Abseitslinie lauern, drängte sich ein 4-4-2 als Grundordnung förmlich auf. Mal sehen, wie es ohne Batmaz weitergeht. Im zentralen Mittelfeld gibt neben Hendrix der Deutsch-Italiener Luca Bazzoli (23) die Kampfsau, während der Niederländer mehr für den Aufbau zuständig ist. Als Gegenüber von Mees präsentiert sich auf der linken Seite mit Kapitän Marc Lorenz (36) ein schon betagtes Modell. Die Innenverteidigung bilden seit dem Saisonstart Lukas Frenkert (24) und Niko Koulis (25), als Rechtsverteidiger behauptet sich weiterhin Jano ter Horst. Wenigstens wieder im Kader steht der Ex-Lautrer Dominik Schad. An dessen Wadenbeinbruch, den er im Oktober 2020 auf dem Betzenberg im Spiel gegen Ingolstadt erlitt, erinnern sich viele FCK-Fans noch heute mit Grauen. Sein 1:0-Siegtreffer anno 2019 gegen den KSC ist da doch eine viel schönere Erinnerung, unter FCK-Trainer Hildmann seinerzeit übrigens. In Münster warf ihn vergangenes Jahr ein Innenbandriss zurück. Jetzt hat sich Schad erneut zurückgekämpft, zum Saisonauftakt in Fürth stand er 18 Minuten auf dem Platz.

Zahlenspiele: Sascha Hildmann weiß, dass das Studium von Statistiken zu den Hausaufgaben eines Trainers gehört, allerdings weiß er auch um deren Tücken. In der 3. Liga führten die Münsteraner die Rankings der meisten Torchancen, der meisten zu erwartenden Torchancen (xGoals) und der meisten herausgespielten Großchancen an. Nach zwei Spieltagen in der Zweiten Liga gehören sie ebenfalls zu den Topteams der Liga, was xGoals angeht (3,88), haben faktisch aber erst einen Treffer erzielt und die meisten Großchancen vergeben. Zum Vergleich: Der FCK liegt mit 3,58 xGoals - da war allerdings ein Tomiak-Elfmeter dabei - hinter den Preußen, hat aber schon vier Treffer erzielt. Hildmann ist überzeugt, dass der Offensivgeist seines Teams irgendwann belohnt wird: "Ich werde den Teufel tun, jetzt einen defensiven Stil zu pflegen, das will die Mannschaft auch nicht." Der Vergleich der erwartenden Gegentore (xGoals against) fällt wesentlicher knapper aus. Beide Teams haben bislang drei Treffer gefressen, es hätten aber auch mehr sein können. Die Betze-Buben weisen 3,16 xGoals against auf, die Westfalen 3,57. Am Samstag wird’s also drauf ankommen, wer's hinten besser macht.

Fazit: Der Ausfall von Torjäger Batmaz schwächt die Gastgeber natürlich. Gleichzeitig aber macht er sie unberechenbarer. Wer wird für ihn in die Startelf rücken? Amenyido wäre mehr Mittelstürmer als Makridis, der eher auf dem Flügel zuhause ist. Oder stellt Hildmann auf eine Formation mit nur einem Stürmer um? Das müsste keinesfalls zwangsläufig zu weniger Offensivpower führen. Umgekehrt wird es aber auch der Preußen-Coach schwer haben, seine Jungs auf die Roten Teufel einzustellen. Beim Pokalspiel in Ingolstadt hatte Coach Markus Anfang gegenüber der vorangegangenen Partie fünf Neue in die Startelf nominiert, von denen keiner enttäuschte. Darüberhinaus überraschte er mit so vielen Umstellungen und Neuordnungen, dass sich nur rätseln lässt, was ihm diesmal einfallen könnte. Fakt ist lediglich, dass aus der Ingolstädter Formation Almamy Touré fehlen wird, da er in der Liga noch gesperrt ist. Ansonsten können wir nur bescheidene Prognosen wagen. Etwa, dass Filip Kaloc, der in den ersten beiden Liga-Spielen gesetzt war, nicht zurückkehrt. Der Tscheche hatte in den neuen Anfang-Stil noch nicht so recht reingefunden, Tobias Raschl, Mitbewerber um die Achter-Position, trumpfte im Pokal stärker auf. Aber ob Jan Elvedi nochmal auf der Bank beginnt? Oder Daniel Hanslik? Und mit welchen Kniffen der Trainer diesmal überrascht? Diese Fragen werden sich erst am Samstag gegen 13:00 Uhr beantworten lassen.

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

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- Samstag, 13:00 Uhr: Die Qual der Wahl für Markus Anfang (Der Betze brennt)
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Beitrag von Talentfrei »

Die Qual der Wahl hat sich erledigt falls die Verletzung von Opuko, heute im Training, heftig ist. Wurde von den Spielern gestützt und dann vom Trainingsplatz gefahren.
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