
Vorbericht: Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern
Die letzten Reserven mobilisieren
Derbyzeit im Wildpark! Wenn der 1. FC Kaiserslautern beim Karlsruher SC aufläuft, ist das Spiel tabellarisch ein Mittelfeld-Duell. Emotional ist es aber wie immer viel mehr.
Noch zwei Auftritte, dann ist diese über weite Strecken sehr gute Zweitliga-Saison für den FCK vorbei. Da das Saisonziel Klassenerhalt schon lange erreicht ist, fällt es verständlicherweise etwas schwer, sich für manches Spiel noch so zu motivieren, wie es eigentlich sein müsste. Aber da steht ja zum Glück am vorletzten Mai-Wochenende nochmal eine Partie im Spielplan, die vor allem für die Fans eine große Bedeutung hat: Das Derby beim KSC. Da sollte die Motivation von Spielern und Anhängern doch schon beim Lesen dieses Vorberichts automatisch vorhanden sein. Denn dem badischen Konkurrenten nochmal eine vor den Latz zu hauen, wäre zum Abschluss dieser Spielzeit sicherlich die Kirsche auf der Torte. Zumal es auch noch darum geht, wer am Saisonende in der Tabelle die Nase vorn haben wird. Dafür gilt es nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Auf dem Platz und im Gästeblock. Auf geht´s, ihr Jungs aus Lautern! Gemeinsam zum Derbysieg! Bemerkenswert vom DFB: Als Schiedsrichter der Partie setzte der Verband Florian Heft an. Heft leitet erstmals seit dem 10. September 2021 wieder ein FCK-Spiel. Damals verteilte er im Derby gegen den SV Waldhof zehn Gelbe und vier Rote Karten. Anpfiff am Sonntag im Wildparkstadion ist um 13:30 Uhr.
Was muss man zum 33. Spieltag wissen? Hier sind die wichtigsten Vorab-Informationen zum letzten Auswärtsspiel 2022/2023 in Karlsruhe:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Eine Saison vor einem Rivalen wie dem KSC zu beenden, ist immer eine gute Sache. Das kann der 1. FC Kaiserslautern mit einem Auswärtssieg im Wildpark vorzeitig sicherstellen. Weil der Motor aber zuletzt stotterte - in den vergangenen zehn Spielen gelang nur ein Sieg -, muss die Mannschaft natürlich nochmal ein anderes Gesicht zeigen als zum Beispiel in der ersten Halbzeit letzte Woche gegen Bielefeld. Aber ein Derbysieg kann eine Stimmung sowieso schnell drehen und sollte dieser gelingen, dürfte auch der zuletzt (nachvollziehbar) etwas zweifelnde Teil der Lautrer Fans endgültig mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen.
Auch in Karlsruhe werden Kevin Kraus und Marlon Ritter verletzungsbedingt ausfallen. Nachwuchstalent Aaron Basenach leidet weiter unter Problemen mit dem Knie. Robin Bormuths Einsatz ist noch fraglich, ihn könnte nach seinem guten Joker-Auftritt gegen Bielefeld Lars Bünning ersetzen. Vorsicht: Fünf FCK-Spielern droht am Sonntag eine Gelbsperre für das anschließende Saisonfinale gegen Düsseldorf.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Rückblick: Nach der Vorrunde schwebte der Karlsruher SC mit nur 18 Punkten aus 17 Partien in großer Abstiegsgefahr. Nach dem wilden 4:4 zum Jahresausklang gegen St. Pauli stellten erste Kritiker bereits Trainer Christian Eichner in Frage. Nur ein Zähler betrug zu diesem Zeitpunkt der Vorsprung auf die gefährlichen Plätze der Liga. Doch mit Beginn der Rückrunde schafften die Badener den Turnaround. Stück für Stück setzte man sich von den unteren Plätzen ab und hat mit nun 42 Punkten den Klassenverbleib lange sicher. Nun soll der Südwest-Konkurrent aus der Pfalz in der Tabelle noch überholt werden, was die Lautrer natürlich verhindern wollen.
Neben den Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Tim Breithaupt muss Eichner auch auf Mittelfeldspieler Leon Jensen, der beim 1:2 in Kiel letzte Woche seine 5. Gelbe Karte sah. Zudem fehlt Stephan Ambrosius wegen eines Muskelfaserrisses und der Einsatz von Angreifer Simone Rapp ist aufgrund einer Handverletzung noch fraglich .
Frühere Duelle
Der letzte Auftritt der Roten Teufel im Wildparkstadion liegt schon über vier Jahre zurück. Beim 1:0-Sieg im Februar 2019 erzielte Dominik Schad nach Vorlage von Antonio Jonjic das goldene Tor für den FCK. Insgesamt ist die Bilanz für Lautern positiv. 23 der bisher 62 Duelle konnten gewonnen werden. 14 Mal siegte der KSC, 25 Mal wurden die Punkte geteilt. Das Hinspiel gewann der FCK im November 2022 mit 2:0 durch Treffer von Terrence Boyd und Kenny Redondo.
Fan-Infos
Das Spiel ist mit rund 23.000 Zuschauern restlos ausverkauft. Obwohl alle Tickets für den Heimbereich im Mitgliederverkauf weggingen, konnten sich einige Lautrer auch dort Karten besorgen, sodass wohl etwa 3.500 Mitreisende die Roten Teufel nach vorne peitschen werden. Das umgebaute Wildparkstadion öffnet zwei Stunden vor Anpfiff. Wer kurzfristig noch ein Ticket sucht oder übrig hat, kann es über die DBB-Kartenbörse mit fairen Preisen von Fans für Fans versuchen. Die Chancen sind aber wie bei allen stark nachgefragten Spielen sehr gering. Wie der KSC mitteilt, erhalten erkennbare Gästefans aus Sicherheitsgründen an den Zugängen zu den ausgewiesenen Heimbereichen Ost, Süd und Nord auch mit gültigem Ticket keinen Zutritt zum Stadion. Solltet ihr in einem der genannten Bereiche Karten haben, lasst eure Fanuntensilien also am besten zuhause. Aufgrund der Sicherheitseinstufung der Begegnung wird am Sonntag kein Alkohol ausgeschenkt.
Zusätzlich zum Regelverkehr stellt die Bahn für das Spiel einen Entlastungszug zur Verfügung, der um 08:53 Uhr in Kaiserslautern startet. Der Zug hält in Neustadt/Weinstraße, Schifferstadt sowie Ludwigshafen. Wer mit dem Auto anreist, kann für deftige 10,- Euro auf dem Gäste-Parkplatz in Stadionnähe parken, solange hier noch Plätze frei sind. Alle weiteren Informationen zur Anreise, Parken, den zugelassenen Fan-Utensilien und zu vielem mehr findet Ihr auf der Homepage des FCK.
In der Heimkurve ist wohl eine Choreo mit Anti-FCK-Symbolik geplant, deren Inhalt am Freitagabend schon im Internet geleakt wurde. Zusätzlich verkaufen die KSC-Anhänger für fünf Euro extra zum Derby angefertigte Schals und haben ab 11:00 Uhr einen Fanmarsch vom Schlossplatz zum Stadion angekündigt.
O-Töne
FCK-Trainer Dirk Schuster: "Das Thema in Karlsruhe ist ja, dass sie uns in der Tabelle noch überholen wollen. Wir werden alles dafür tun, dass sie das nicht schaffen. Wir wollen den siebten Platz verteidigen und den KSC hinter uns lassen."
KSC-Trainer Christian Eichner: "Wir spielen gegen eine von Dirk Schuster trainierte Mannschaft, da sind Torchancen des Gegners eher selten. Ganz klar: Wir wollen den FCK schlagen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
Karlsruher SC: Gersbeck - Thiede, Franke, Kobald, Brosinski - Gondorf - Wanitzek, Nebel, Choi - Kaufmann, Schleusener
Es fehlen: Ambrosius (Muskelfaserriss), Breithaupt (Reha nach Knöchel-OP), O’Shaughnessy (Hüft-OP), Jensen (Gelb-Sperre), evtl. Rapp (Handverletzung)
1. FC Kaiserslautern: Luthe - Zimmer, Tomiak, Bünning (Bormuth), Zuck - Rapp, Niehues - Redondo, Klement, Opoku - Boyd
Es fehlen: Basenach (Knieprobleme), Kraus (Sprunggelenksverletzung), Ritter (Muskelfaserriss), evtl. Bormuth (muskuläre Probleme)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 16.05.2023:

Sonntag, 13:30 Uhr: Derbyzeit im neuen Wildparkstadion
Die Zweitliga-Saison ist so gut wie zu Ende, aber auf den 1. FC Kaiserslautern wartet mit dem badisch-pfälzischen Duell beim Karlsruher SC noch ein echtes Highlight. Die gute Derby-Bilanz soll ausgebaut werden.
Wenn man herausfinden will, wann der FCK gegen einen echten Regionalrivalen das letzte Mal den Kürzeren gezogen hat, muss man ganz schön lange suchen: Am 24. Oktober 2015 war es, da verlor die Elf des damaligen Trainers Konrad Fünfstück auswärts mit 0:2. Gegner damals: Der KSC. Seitdem haben die Lautrer kein Prestigeduell mehr verloren. Ob gegen Saarbrücken, Waldhof oder eben Karlsruhe: Meist hieß es nach dem Spiel: Der Südwesten ist und bleibt rot-weiß-rot! Gerade gegen den KSC ist die Bilanz gut. Seit jener Niederlage vor acht Jahren gab es zwischen beiden Mannschaften sechs Duelle. Dreimal gingen die Männer in Rot als Sieger vom Platz, dreimal endete die Partie mit einem torlosen Unentschieden. Vor allem die letzten beiden Aufeinandertreffen dürften den FCK-Fans in bester Erinnerung sein. Das Hinspiel im Fritz-Walter-Stadion wurde nach hartem Kampf durch Treffer von Terrence Boyd und Kenny Redondo mit 2:0 gewonnen, beim letzten Aufeinandertreffen im Wildpark siegte der FCK durch ein Tor von Dominik Schad mit 1:0. Auch insgesamt ist die Bilanz gegen die Badenser positiv: In 62 Partien ging der FCK 23 Mal als Sieger vom Platz, nur 14 Mal hieß der Gewinner Karlsruhe.
Es geht um mehr als nur Platz 7: Holt Euch den Derbysieg!
Apropos Wildpark: Erstmals werden die Fans in rot-weiß das Karlsruher Stadion nach seinem Umbau besuchen. Insgesamt werden wohl rund 3.000 Schlachtenbummler ihre Teufel nach Baden-Württemberg begleiten. 8.000 oder mehr Mitreisende aus der Pfalz wie in früheren Jahren sind nach dem Stadionumbau nicht mehr möglich, jedenfalls in dieser Saison nicht: das Derby mit einer Kapazität von rund 25.000 Plätzen war innerhalb eines Tages ausverkauft, die Heimtickets gab es ausschließlich für KSC-Mitglieder und -Dauerkartenbesitzer.
Sportlich kämpft der FCK gegen seine Ergebniskrise an, ist aber als Aufsteiger längst vor dem Abstieg gerettet. Seit ein paar Wochen gilt das auch für die Elf von Christian Eichner, die sich trotz desolatem Saisonstart dank einer ordentlichen Rückrunde mittlerweile auf den zehnten Tabellenplatz vorgeschoben hat - drei Zähler hinter dem FCK. Sollten die Roten Teufel am Sonntag erneut die Oberhand behalten, würden sie die Saison in der Tabelle definitiv vor dem KSC abschließen und die Position als Nummer Eins im Südwesten eindrucksvoll untermauern. Es geht also noch um jede Menge Prestige sowie auch um ein gutes Gefühl für die Sommerpause. Kämpft für den Derbysieg!
Ritter verpasst Derby, Bangen um Kraus und Durm
Nach einem trainingsfreien Montag startet in Kaiserslautern am heutigen Dienstag die Vorbereitung auf den KSC. Am Mittwoch können sich interessierte Kiebitze ein Bild von der Mannschaft machen, dann wird um 13:30 Uhr eine öffentliche Trainingseinheit am Fritz-Walter-Stadion stattfinden. Definitiv fehlen wird Marlon Ritter, der weiter wegen eines Muskelfaserrisses pausieren muss. Fraglich ist auch der Einsatz von Kevin Kraus und Erik Durm, die beide an Sprunggelenksblessuren laborieren. Der KSC muss auf Mittelfeldspieler Leon Jensen verzichten, der bei der 1:2-Niederlage in Kiel seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat. Zudem fällt Mittelfeldspieler Tim Breithaupt (Reha nach Knöchel-OP) aus.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 17.05.2023:
Gegner-Check Karlsruhe: Bühne frei fürs Topscorer-Trio
Der Karlsruher SC ist in etlichen Nerd-Statistiken Zweitbester, tatsächlich aber nur Tabellen-10. Im Hinspiel fanden die Badener kein Mittel gegen den "Schusterball". Drum bestellen Fans des 1. FC Kaiserslautern für Sonntag: "Nochmal das Gleiche, bitte."
So lief’s seit dem Hinspiel: Die 0:2-Niederlage, die der FCK am 16. Spieltag dem KSC im Fritz-Walter-Stadion beibrachte, war für die Badener damals die fünfte in Folge. Dementsprechend begannen die Alarmglocken zu schrillen, ein Zustand, der die gesamte Winterpause über andauerte. Im neuen Jahr jedoch befreite sich das Team von Trainer Christian Eichner geradezu explosionsartig von allen Abstiegssorgen. Zwischen dem 20. und dem 24. Spieltag gewann es gleich fünf Mal hintereinander, danach stand es fast durchgängig auf einem einstelligen Tabellenplatz und war zeitweise das beste Rückrundenteam hinter dem FC St. Pauli. Derzeit ist es immer noch das siebtbeste Team der Rückserie. Lautern ist übrigens immer noch 12., holte in den jüngsten zehn Partien aber nur sieben Zähler und punktete in diesem Zeitraum damit so schlecht wie kein anderer Zweitligist. Doch auch der KSC verzeichnete zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen. Das 1:2 in Kiel vergangenes Wochenende brachte den Coach auf die Palme: "Das war nicht gut genug, um ein Spiel in der Zweiten Liga zu gewinnen." Seine Mannschaft hatte sich vorgenommen, die Störche mit einem Sieg in der Tabelle zu überflügeln. Die gleiche Chance bietet sich nun im Regionalderby gegen den FCK. Bei einem Erfolg mit zwei Toren Differenz wäre es geschafft. Noch stärker aber fiebern Verein und Umfeld der kommenden Saison entgegen: Da soll das neue Stadion endgültig fertig sein, und mit Lars Stindl hat kürzlich ein absoluter Klassespieler zugesagt, in seiner Heimat Karlsruhe mit seinen nunmehr 34 Lenzen seinen Altersruhesitz zu beziehen.
Das hat sich geändert: Die Meldung kam so überraschend, dass sich der KSC angesichts des Datums - es war der 1. April - in seiner Pressemitteilung veranlasst sah, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es sich um keinen Aprilscherz handelte: Der Verein trennte sich von Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer. Nach sieben Jahren, in denen der langjährige KSC-Profi zunächst das Amt des Sportdirektors ausgeübt hatte. Zuvor war Kreuzer schon einmal von 2011 bis 2013 in dieser Funktion tätig. Die neuerliche Trennung erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Team gerade aus der Abstiegszone freigeschwommen hatte. Hintergrund sei eine "strategische Neuausrichtung", hieß es. Vor allem solle sich ändern, dass die Badener auf den Einnahmefeldern der TV-Gelder und der Transfererlöse unter dem Liga-Durchschnitt lägen. Nun ja, am ungerechten Verteilungsschlüssel der Fernsehgelder konnte und kann ein einzelner Sportmanager auch nichts ändern. An der Struktur des Kaders hingegen schon, und da fällt auf, dass die Topscorer Fabian Schleusener und Marvin Wanitzek bereits in einem Alter sind, in dem sich keine fetten Ablösen mehr erzielen lassen. Und die beiden Jungs mit dem höchsten Potenzial in Sachen Marktwertsteigerung, Paul Nebel und Mikkel Kaufmann, sind lediglich Leihspieler. Wer’s nun besser machen soll als Kreuzer, ist noch offen. Konstanz herrscht weiterhin auf der Trainerposition. Der eloquente Eichner tut bereits seit Februar 2020 Dienst. Er bevorzugt eine 4-4-2 Grundordnung mit Raute, die er gelegentlich variiert, dann wird auch mal mit Doppelsechs gespielt.
Gewinner und Verlierer: Stürmer Schleusener spielt die beste Saison seiner Karriere, zwölf Treffer und sechs Vorlagen sprechen für sich. Der 31-Jährige ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch in späten Jahren noch gut durchstarten lässt: Auf seinen vorangegangen Stationen in Nürnberg, Freiburg und Sandhausen hat er nicht annähernd so gut performt. Mikkel Kaufmann hat von seinen zehn Treffern acht in der Rückserie erzielt, auch da erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Ebenso zu Marvin Wanitzek: zehn Saisontreffer, zwölf Assists, und das als Mittelfeldspieler. Das beeindruckt und gibt seinen Wert für die Mannschaft dennoch nicht vollständig wieder. Für viele ist Wanitzek der beste Achter der Liga. Gut entwickelt hat sich der Ösi Christoph Kobald, der sich in der Rückrunde als Stamm-Innenverteidiger neben dem erfahrenen Marcel Franke etabliert hat. Auf der linken Verteidigerposition präsentierte sich zuletzt der zwischenzeitlich vertragslose Ex-Mainzer Daniel Brosinski, den der KSC in der Winterpause unter Vertrag nahm. Weniger gut lief die Saison für den Südkoreaner Kyoung-rok Choi. Den langjährigen Aktivposten warfen immer wieder Verletzungen zurück. Der Schotte Daniel O’Shaughnessy kam aus diesem Grund noch gar nicht zum Einsatz.
Zahlen, Daten, Fakten: Von allen Zweitligaklubs spielt der Karlsruher SC die meisten Pässe ins Angriffsdrittel, holt die meisten Eckbälle heraus, schlägt die zweitmeisten Flanken, spielt die zweitmeisten langen Bälle, hat die zweitmeisten Ballberührungen (Quelle: Wyscout) und ist laut "Kicker" Drittbester in Sachen Chancenverwertung. Und warum steht ein Klub, der in so vielen Rankings oben steht, nicht auf einem Aufstiegsplatz? Tja, da kann der Statistik-Nerd nur die Achseln zucken. Womöglich, weil die Wahrheit am Ende eben doch auf dem Platz liegt und nirgendwo sonst. Für Dirk Schuster und seine Jungs wäre unbedingt noch zu beachten: Die Badener sind auch Zweitbester in Sachen Torerzielung von außerhalb des Strafraums, da haben sie schon elf Mal zugeschlagen. Nur Heidenheim ist besser.
Fazit: Nur 38 Prozent Ballbesitz, aber über 90 Minuten die qualitativ besseren Einschussgelegenheiten, mehr Torabschlüsse im gegnerischen Strafraum, sogar mehr Ecken rausgeholt - und natürlich 2:0 gewonnen. Das Hinspiel war ein Triumph dessen, was manche FCK-Anhänger mittlerweile "Schusterball" getauft haben. Als FCK-Anhänger lässt sich da eigentlich nur die Bestellung aufgeben: Nochmal das Gleiche, bitte. Doch so einfach wird’s am Sonntag nicht werden. Nach dem 1:2 gegen Bielefeld vergangenen Samstag war Schuster stinksauer, sprach sogar von einer "eigentlich unwürdigen" ersten Halbzeit seiner Jungs und kündigte eine "genaue Analyse" an. Ob mit dieser auch personelle Konsequenzen einher gehen? Die Frage ist, welche Möglichkeiten sich dem Trainer so kurz vor Rundenschluss noch bieten. Jungs wie Julian Niehues und Boris Tomiak, die eine Riesensaison gespielt haben, offenbarten zuletzt öfter Konzentrationsschwächen. Die Rückkehr von Kevin Kraus könnte zumindest einem von ihnen eine schöpferische Pause ermöglichen, doch ob der Routinier nach seiner Sprunggelenksverletzung in dieser Spielzeit nochmal eingesetzt werden kann, ist zur Stunde noch offen. Lars Bünning könnte eine Alternative sein, womöglich als linker Verteidiger in einer Dreierkette. Die böte sich an, da in den jüngsten beiden Partien in Nürnberg und gegen Bielefeld das Spiel der Roten Teufel besser lief, wenn auf sie umgestellt wurde. Und Dreierkette gegen einen Zweier-Sturm mit Raute dahinter, das macht ohnehin Sinn. Drei Mann hinten, die die langen Bälle auf Kaufmann und Schleusener abräumen, davor ein kampf- und laufstarkes Mittelfeld, das den ebenfalls torgefährlichen Nebel und Wanitzek keine Räume lässt. Womit sich glatt wieder die Frage stellt, ob Schuster dem weniger kampfstarken Philipp Klement … nein, lassen wir das. Darüber wird schon genug debattiert.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 17.05.2023:
Entlastungszug ab Kaisersautern zum Derby in Karlsruhe
Am Sonntag, dem 21.05.2023, findet um 13:30 Uhr das Fußballspiel Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern statt. Um den Gästefans aus Kaiserslautern eine sichere und bequeme An- und Abreise mit der Bahn zu ermöglichen, wird eine zusätzliche Zugfahrt von Kaiserslautern nach Karlsruhe und wieder zurück angeboten.
Der Zusatzzug startet um 08:53 Uhr in Kaiserslautern Hbf und fährt mit Zwischenhalten in Neustadt (Weinstr) Hbf (09:18 Uhr), Schifferstadt (09:30 Uhr) sowie Ludwigshafen (Rh) Hbf (09:40 Uhr) und danach ohne weiteren Halt bis Karlsruhe. Die Ankunft in Karlsruhe Hbf ist für 10:38 Uhr vorgesehen.
Eine zusätzliche Rückfahrtmöglichkeit von Karlsruhe in Richtung Kaiserslautern bietet sich um 16:24 Uhr mit Zwischenhalten in Ludwigshafen (Rh) Hbf (17:22 Uhr), Schifferstadt (17:31 Uhr) sowie Neustadt (Weinstr) Hbf (17:44 Uhr). Der Zug fährt dann ohne Zwischenhalt weiter bis Kaiserslautern Hbf (Ankunft um 18:13 Uhr).
Bitte beachten Sie, dass diese zusätzlichen Züge das Rhein-Neckar-Gebiet zwischen Ludwigshafen/Rhein und Karlsruhe verlassen und daher das Kombiticket dort keine Gültigkeit besitzt. Die Züge können z.B. mit dem Deutschland-Ticket genutzt werden.
Alle Fahrplangaben ohne Gewähr.
Quelle: ZÖPNV Süd
Ergänzung, 17.05.2023:
Mittwochstraining am Betze mit Durm und ohne Bormuth
Der 1. FC Kaiserslautern bereitet sich auf Hochtouren auf das badisch-pfälzische Derby gegen den Karlsruher SC vor. Erik Durm scheint dafür wieder eine Option zu sein, Robin Bormuth musste am Mittwoch pausieren.
Insgesamt 19 Feldspieler begrüßte Dirk Schuster um 13:30 Uhr auf Platz 4 neben dem Fritz-Walter-Stadion. Die rund 70-minütige öffentliche Einheit wurde unter den Augen von rund 150 Kiebitzen wie gewohnt intensiv geführt, wobei insbesondere sauberes Passspiel und Zweikampfführung im Mittelpunkt standen. Gegen Ende standen außerdem Flanken und Torabschlüsse auf dem Programm. Etliche Spieler blieben zudem nach Trainingsschluss noch auf dem Platz und trainierten individuell weiter.
Wieder voll mitwirken konnte Außenverteidiger Erik Durm, der seine Sprunggelenksprobleme überwunden zu haben scheint. Und auch Avdo Spahic konnte nach seiner Fingerblessur mit seinen Torhüterkollegen auf dem Platz stehen. Neben Marlon Ritter (Muskelfaserriss) und Aaron Basenach (Knieverletzung) fehlte dagegen weiterhin Kevin Kraus, der seit einigen Wochen ebenfalls an einer Sprunggelenksverletzung laboriert. Zudem suchte man heute seinen Kollegen in der Innenverteidigung Robin Bormuth vergeblich. Nach DBB-Informationen hat der 27-Jährige ein wenig mit muskulären Problemen zu kämpfen, sein Aussetzen war eine reine Vorsichtsmaßnahme. Inwieweit die genannten Spieler am Sonntag das Derby im Wildpark werden bestreiten können, ist derzeit noch unklar.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 19.05.2023:
"Platz 7 verteidigen": Lautern will vor Karlsruhe bleiben
Der 1. FC Kaiserslautern fiebert dem Derby beim Karlsruher SC entgegen. Während die ganz große sportliche Brisanz fehlt, erwartet Trainer Schuster im letzten Auswärtsspiel der Saison noch einmal große Emotionen.
"Wenn ich drei Wörter für die Partie wählen muss, dann: Kämpferisch, intensiv und hoffentlich erfolgreich. Es ist ein Spiel mit absolutem Derby-Charakter. Die Fans fiebern darauf hin, wir auch, und wissen um die Bedeutung. Wir wollen im letzten Auswärtsspiel unser Ziel erreichen, den 7. Platz zu verteidigen und den KSC hinter uns zu lassen. Das Thema in Karlsruhe scheint ja zu sein, den FCK noch zu überholen. Da wollen wir alles dafür tun, dass dies nicht gelingt. Es wird an uns liegen, dass wir besser als in den letzten Spielen die Balance finden, sowohl das Spiel mit dem Ball voranzutreiben, aber auch die Defensivarbeit mit mehr Konsequenz und Kompromisslosigkeit zu führen", beschreibt Dirk Schuster die Situation vor dem prestigeträchtigen Duell im Karlsruher Wildparkstadion (Anstoß: Sonntag, 13:30 Uhr). Der alte Rivale Karlsruhe steht in der Tabelle drei Punkte und drei Tore hinter dem FCK auf Platz 10.
Ritter und Kraus fallen aus - Bormuth fraglich - Neue Chance für Bünning?
Personell muss der FCK-Trainer auch am Sonntag ohne Marlon Ritter auskommen, der nach einem Muskelfaserriss allenfalls für das letzte Saisonspiel gegen Düsseldorf eine Option werden könnte. Auch Kevin Kraus fällt wegen einer Sprunggelenksverletzung erneut aus. Fraglich ist der Einsatz seines Innenverteidiger-Kollegen Robin Bormuth, der wegen muskulärer Probleme zeitweise nicht trainieren konnte. Damit könnte gegebenenfalls Lars Bünning zu seinem Startelf-Debüt im Trikot der Roten Teufel kommen.
Der FCK hat ein Gäste-Kontingent von 3.034 Karten erhalten, hinzu kommen voraussichtlich einige Fans in den umliegenden Blöcken. Es ist das erste badisch-pfälzische Derby im neugebauten und komplett ausverkauften Wildparkstadion.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel beim Karlsruher SC
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Karlsruhe folgen morgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 19.05.2023:
Karlsruher Derby-Choreo vorab im Internet aufgetaucht
Das wäre der Super-Gau für die Ultras des Karlsruher SC: Im Internet kursiert seit Freitagabend ein Foto, das Teile der Choreo zum Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigen soll.
Verschiedene Fans haben das Foto, dessen Urheber unbekannt ist, auf Twitter und Facebook hochgeladen. Die Drohnen-Aufnahme zeigt Teile einer großen Blockfahne, deren Ausmaße genau auf die neue Heimkurve im Wildparkstadion passen würden. Das Luftbild lässt zudem darauf schließen, dass die Blockfahne auf einem der Nebenplätze des Stadions ausgerollt wurde. Als Motiv ist eine Vulkanlandschaft zu erkennen, in deren Lavaströmen das FCK-Logo sowie ein Betzi-Teufel untergehen, dazu der nicht komplett entrollte Spruch: "Manche gehen im Feuer unter" (oder ähnlich).
Denkbar könnte sein, dass es sich hierbei um die eine Hälfte der Choreo handelt und in der anderen Hälfte die bekannte Karlsruher Symbolik vom "Phönix aus der Asche" aufgegriffen wird. Sollte der Leak sich bewahrheiten, wäre dies nicht nur eine selten gesehene Blamage für die Karlsruher Ultraszene, sondern es dürfte auch mit einer kreativen Antwort der FCK-Ultras zu rechnen sein. Auflösung am Sonntag gegen 13:30 Uhr im Wildparkstadion!
Quelle: Der Betze brennt




