Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Rückkorb » 03.07.2020, 15:06


Kann mir mal bitte wer erklären, warum hier der Sachwalter so in Frage gestellt wird, als dass er - im Sinne der Gläubiger - einen Schuldenschnitt bei 90 % jetzt nicht so pralle findet?

Warum sollten Gläubiger sich darauf einlassen?

Schließlich ist der Verein noch in der Nachhaftung, und die Spieler sind noch einiges Wert, zusätzlich zu weiteren Vermögenswerten wie nichtzuletzt dem Frönerhof.

Muss man denn nicht erst mal die Hausaufgabe mit den Gläubigern erledigen, bevor man diejenigen beschimpft, die auf einen Schuldenschnitt nicht sofort anspringen?
Auch das kann ein Rückkorb noch aufladen.



Beitragvon MarcoReichGott » 03.07.2020, 15:13


Rückkorb hat geschrieben:Muss man denn nicht erst mal die Hausaufgabe mit den Gläubigern erledigen, bevor man diejenigen beschimpft, die auf einen Schuldenschnitt nicht sofort anspringen?


So ist es. Ich kann nicht am 15.06 einen Insolvenzantrag stellen und dann erwarten, dass zum 30.06 der Sachwalter einen Investor mit mindestens 90% Schuldenschitt toll findet und diesen Weg ohne weitere Prüfung mitgeht...



Beitragvon Lonly Devil » 03.07.2020, 15:16


Rheinteufel2222 hat geschrieben:
Zur Erinnerung: Becca fanden zuerst auch alle gut.


Hier muss ich deine Erinnerung doch etwas korrigieren.
Becca fanden bei weitem NICHT ALLE gut. Es gab durchaus auch skeptische und kritische Stimmen zu hören.
Rede in diesem Zusammenhang BITTE nicht mehr davon, dass alle Becca gut fanden.
DANKE!.
Rheinteufel2222 hat geschrieben:Dann hat er ein ausführliches Interview auf dbb gegeben (immerhin Transparenz) und danach begannen so langsam die Zweifel an ihm, die sich dann auch sehr bald als mehr als berechtigt herausgestellt haben.

Da kamen, zu den anfänglich schon kritischen Stimmen, Leute hinzu die anfingen zu denken und ihre ersten Zweifel einbrachten mit hinzu.


Rheinteufel2222 hat geschrieben: Wer garantiert, dass das bei dem jetzigen Kandidaten nicht anders ist?

Wer garantiert, dass die vermeintliche "Flickschusterei" (kein Schuldenschnitt - weiter Schulden zu Wucherbedingunen) der (von der B..D) sogenannten Regionalen Investoren besser wäre?
HIER kann keiner irgendgwas garantieren.
Diese "Regionalen" wollen allerdings einen weiteren zusätzlichen Sitz im AR der KG, wodurch sie dann ( Theiss + Gregorius + 1 ) den 1.FCK völlig unter ihrer Kontrolle hätten.
Ein Zustand, der den potentiellen neuen Investoren, ohne bisher bekannte Forderungen, zum Vorwurf gemacht wird.
Zudem sieht das "Angebot der Regionalen" für mich eher danach aus, dass jemand mit Krumen lockt und mit der Vermutung auf noch mehr, versucht die Leute zu locken und zu lenken.
Ähnlich wie in diesem netten Spiel.
https://www.youtube.com/watch?v=-PVFBGN_zoM

Rheinteufel2222 hat geschrieben: Weil er (Anm.: Investor) von Wilhelm kommt? Wir kennen doch Wilhelm gar nicht wirklich.

Wer sagt denn dass dieser Investor von Hr. Wilhelm kommt?
Das ist lediglich ein Gerücht, das sich als Tatsache verselbstständigt hat.
Der größte Unterschied wird aber darin liegen, dass die aktuell FÜR den 1.FCK agierenden Leute, wesentlich vertrauenserweckender sind und seriöser wirken, als deren Vorgänger (BBBKG).

Rheinteufel2222 hat geschrieben: Ich hätte da jedenfalls gerne mehr Informationen, bevor ich mir eine Meinung bilde.

Ich denke, Du hast aus der Vergangenheit genug Informationen, um eine ziemlich aussagekräftige Meinung über Becca und die sogenannten "Regionalen Investoren" zu bekommen.
Die dürfte eigentlich nicht all zu gut ausfallen. :wink:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Achim71 » 03.07.2020, 15:18


Die Schlammschlacht hat also begonnen, natürlich auf dem Rücken des Vereins. Für FCK Verhältnisse hat es recht lange gedauert.. Ich gehe davon aus, ab jetzt gibt es täglich neue "Infos" von Personen oder Zeitungen. Ob der FCK Ende Juli aber als Gewinner, in dem Fall als sanierbar hervorgeht, darf dringend bezweifelt werde.



Beitragvon SalinenBetze » 03.07.2020, 15:23


Prof. Dr. Wilhelm hat soeben eine weitere Ausgabe des Magazins "Klartext" angekündigt... Erscheinungsdatum: noch heute.



Beitragvon Forever Betze » 03.07.2020, 15:28


SalinenBetze hat geschrieben:Prof. Dr. Wilhelm hat soeben eine weitere Ausgabe des Magazins "Klartext" angekündigt... Erscheinungsdatum: noch heute.

Was der Mann auf Twitter veranstaltet ist sowas von unfassbar unprofessionel. Es ist kaum zu glauben.



Beitragvon steff-5.1 » 03.07.2020, 15:28


Hefeweizen hat geschrieben:
diabolo666 hat geschrieben:Wenn das das Angebot ist, sollte man die Finger davon lassen. Es wäre absolut sinnlos, soviele ANteile am FCK zum aktuellen Vereinswert zu verkaufen. Sonst wird man nie nachlegen können. Steigt der Wert der Anteile, hat nur der Investor etwas davon.


Steigt der Wert der Anteile, so kann der Investor diese auch wieder verkaufen. Der FCK hat dann ein Vorkaufsrecht.

Beispiel: Der Investor kauft jetzt das ganze FCK-Paket für völlig von mir aus den Fingern gesogenen 30 Mio. Euro.

Das Geld hauen wir sinnvoll in die Mannschaft und plötzlich spielen wir in Liga 2.

Mehr Fernsehgelder, mehr Spielerwerte, bessere Sponsoringeinnahmen. Plötzlich ist der FCK viel mehr wert. 60 Mio.

Dann kann der Investor verkaufen. Und er muss zuerst den FCK fragen.

Der hat in einer solchen Situation dann am Besten einen weiteren Investor in der Hand, der bereit ist, vielleicht 90 Mio springen zu lassen, weil sein Ziel 1. Liga ist . Schon hat der FCK wieder 30 Mio zum Ausgeben.

Grob vereinfacht. Sachlich vielleicht nicht 100% richtig. Aber das ist das ungefähre Prinzip.



:lol:

Was hier los ist...
Der Investor kauft für 30 Millionen und dann spielen wir 2. Liga und dann kauft der nächste Investor für 90 Millionen vom vorherigen Investor...
...und Zack...
Dann kauft der übernächste Investor vom vorherigen nächsten Investor für 200 Millionen und wir spielen Champions League....

Und außerdem ist das Angebot aber auch nicht gut und müsste abgelehnt werden. Weil die Anteile ja irgendwann noch mehr wert sind!

Genau dieses schwachsinnige und unrealistische Gespräch der Fans hat den FCK (mit) dorthin gebracht wo er jetzt ist!

Der FCK ist so gut wie weg vom Fenster! Aus de Maus!
Letzte Chance ist den Toten durch lebenserhaltende Maßnahmen (Abgabe von 75% oder mehr an einen Investor) noch 2-3 Jahre über Wasser zu halten und mit viel Glück ein paar Jahre mal wieder 2. Liga zu spielen.

Man kann dem Investor aber auch so nen Schwachsinn an den Kopf werfen wie „Tradition“ , „beste Fans, usw...dann melden wir halt in den nächsten 1-2 Jahren ab.

Die Fans des FCK sind sicherlich die unrealistischsten Menschen im Fußballgeschäft!
Ich seh jetzt schon die Beiträge hier, wenn der Investor einsteigt:

„JETZT GEHTS AB! Nächstes Jahr 2. Liga, dann 1. Liga...CL muss bis 2024 drin sein!“ :lol:



Beitragvon Rheinteufel2222 » 03.07.2020, 15:43


Lonly Devil hat geschrieben:Ich denke, Du hast aus der Vergangenheit genug Informationen, um eine ziemlich aussagekräftige Meinung über Becca und die sogenannten "Regionalen Investoren" zu bekommen.
Die dürfte eigentlich nicht all zu gut ausfallen. :wink:


Ehrlich gesagt tut sie das auch nicht. Aber das reicht mir noch nicht, um "automatisch" ein Gegenangebot besser zu finden, bei dem man noch nicht einmal weiß, wer dahintersteckt.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Hefeweizen » 03.07.2020, 15:43


steff-5.1 hat geschrieben:Was hier los ist...
Der Investor kauft für 30 Millionen und dann spielen wir 2. Liga und dann kauft der nächste Investor für 90 Millionen vom vorherigen Investor...
...und Zack...


Man muss Texte auch manchmal falsch verstehen wollen. Oder wie glaubst Du, ist die Rechnung bei einem Fußball-Investment? So abwegig ist es für einen möglichen Investor nicht zu denken, dass wir nun am absoluten Tiefpunkt angelangt sind und dass man billiger nicht an den FCK kommt.
Tradition gleicht den Laternen, die den Weg erhellen. Nur Betrunkene klammern sich an ihnen fest.



Beitragvon jupp77 » 03.07.2020, 15:45


Kann hier jemand mit insolvenzrechtlicher Expertise ein wenig Licht ins Dunkel werfen, wie es mit der Beantwortung der folgenden Fragen aussieht?

Welche Schranken existieren für das Handeln des Insolvenzverwalters hinsichtlich seiner Bewertung und folglich Annahme bzw. Ablehnung der jeweiligen Investorenangebote?

Welcherlei Vorrang genießt die Berücksichtigung des Erreichens der Quote für die Gläubiger gegenüber der langfristigen Perspektive für den 1. Fußballclub Kaiserslautern?

Eine wie starke Betonung ist der fettgedruckten Passage im seitens Kapilendos gestern, am 2.7., geäußerten Credo, die Verhandlungen würden "unter der Prämisse geführt, das Verfahren durchzufinanzieren, die Quote zu finanzieren und die bevorstehende Saison zu finanzieren", beizumessen?



Beitragvon diabolo666 » 03.07.2020, 15:45


Marc222 hat geschrieben:Der Investor hat doch aber ein Interesse, dass der Vereinswert steigt und das kommt durch sportlichen Erfolg und gutes Wirtschaften.
Also wird der Investor doch finanziell nachlegen wollen.


achja? Und in welcher Form, wird er nachlegen wollen?? Schenkt er dem FCK zig Millionen?? Weitere Anteile kann er dann ja nicht mehr erwerben, wenn alle verkauft sind. Er kann dem FCK dann nur via Kredit weiteres Geld geben. Und das bringt den FCK dann wieder in eine finanziell schlechtere Situation.

steff-5.1 hat geschrieben:

Und außerdem ist das Angebot aber auch nicht gut und müsste abgelehnt werden. Weil die Anteile ja irgendwann noch mehr wert sind!



Und du hast es einfach nicht verstanden. Der Investor will 75% der Anteile JETZT kaufen. Die anderen 25 % sollen dann für weitere Investoren und die Fansäule zur Verfügung gestellt werden. Dann sind 100% der Anteile weg. FÜr den derzeitigen Wert. WÜrde man dem Ankerinvestor nur 50% oder meinetwegen 51% der Anteile verkaufen, hätte man noch ANteile in der Hinterhand, die man verkaufen kann, wenn der Verein mehr wert ist.



Beitragvon LDH » 03.07.2020, 15:49


Wenn ich das so alles lese komme ich zu dem Schluss, dass
1.Ein Machtkampf entbrannt ist darum welcher Investor es werden soll. Der Senator hat einen geliefert, der nicht von allen gewollt ist aufgrund seiner Forderungen und anderer Gründe. Die regionalen tun sich mit den Gläubigern zusammen und wollen wieder ihre Chance nutzen.
2. Die „Spielchen“ haben begonnen und die Öffentlichkeit soll beeinflusst werden um die eigenen Ziele zu erreichen.
3. Die Gläubiger kämpfen darum nicht auf 90% verzichten zu müssen
4. Der Sachverwalter macht seinen Job und nimmt nicht das 1. Angebot an, da er wohl denkt es wäre noch mehr drin.

Und das alles wundert jemand? Ich habe nichts anderes erwartet. Leute, um den FCK geht es schon lange nicht mehr in erster Linie. Hat wirklich jemand geglaubt das Team Merk bringt einen Investor der übernimmt und fertig? Wir sind hier noch immer beim FCK. Da muss noch einiges passieren...



Beitragvon GerryTarzan1979 » 03.07.2020, 15:51


Wir befinden uns in "K-Town", im tiefsten Wilden Westen. Lange war es ruhig, zu ruhig. Nun werden die Geschütze in Stellung gebracht, die Pferde gesattelt, Gewehre und Pistolen geölt und in die Pistolengürtel gesteckt. Man steigt auf die Pferde und reitet in die Stadt. Ob in der Gruppe der "Glorreichen Sieben" oder alleine.
Es kristallisiert sich jedenfalls heraus, dass es zum High Noon kommt. Wer bleibt stehen, wenn es zum Shootout kommt?

Wer wird den geschichtsträchtigen Satz sagen:

"Die Stadt ist zu klein für uns beide!" ??

Oder wird man sich im Saloon zusammen eine Runde Whiskey gönnen?

Es bleibt spannend in und um "K-Town".
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon Flo » 03.07.2020, 15:57


Der FCK hat zu dem in dem Schreiben des potentiellen Investors aus Dubai Stellung bezogen:

Bild

FCK nimmt Stellung: "Es gibt kein Team Keßler"

Derzeit geht in den sozialen Medien ein Post zu einem angeblichen „Team Kessler“ viral, das es überhaupt nicht gibt. Somit kann es auch keine Stellungnahme von einem solchen Team geben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des Beirats der FCK KGaA distanzieren sich ausdrücklich von diesem Post – formell wie inhaltlich!

Insbesondere das in diesem Post genannte Mitglied des Gremiums, Rainer Keßler, weist für den Beirat nachdrücklich darauf hin, dass die Führungsverantwortlichen des FCK die Befugnisse des vorläufigen Gläubigerausschusses respektieren und achten. Sie werden diesem Gremium ausschließlich Dokumente vorlegen, die den gesetzlichen Vorgaben zu Bonitätsprüfung, zu Geldwäsche und zu Compliance ebenso entsprechen wie den Regularien und Statuten des DFB und der Satzung des FCK.

Der vorläufige Sachwalter kommt seinen gesetzlichen Pflichten nach und arbeitet im Interesse aller Gläubiger vertrauensvoll mit den zuständigen Gremien zusammen. Im Gegensatz zu den interessierten Kreisen, die den Post lanciert haben, achten die Führungsverantwortlichen die Vertraulichkeitsvereinbarungen, die mit allen Interessenten vereinbart wurden und werden – allen nicht nachvollziehbaren Widerständen und Störfeuern zum Trotz – hier im besten Interesse des FCK und der Gesamtgläubigerschaft unbeirrt das Sanierungsverfahren und den Investorenprozess gesetzestreu und anständig weiter verfolgen.

Die Verantwortlichen arbeiten hier sehr konzentriert an der besten Lösung für den FCK – dafür sind sie zum Jahreswechsel angetreten, das werden sie hartnäckig und konsequent weiter verfolgen.

Quelle: Pressemeldung FCK

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Konkrete Angebote von potentiellen Investoren an den FCK
Bild



Beitragvon Hefeweizen » 03.07.2020, 15:59


Hefeweizen hat geschrieben:Bei solchen Datenlecks gilt es aber, immer zwei Seiten zu beachten. Es gibt einen, der von der Information erfahren will (klar, das sind wir hier). Und es gibt einen, dem es nutzt, dass diese Information öffentlich ist.

Ich wäre auf Seiten von DBB sehr vorsichtig als Multiplikator zu dienen. Also: Quellen checken, noch mal checken und verantwortungsvoll mit eurer publizistischen Macht umgehen.


Der FCK hat geschrieben:Im Gegensatz zu den interessierten Kreisen, die den Post lanciert haben, achten die Führungsverantwortlichen die Vertraulichkeitsvereinbarungen, die mit allen Interessenten vereinbart wurden und werden – allen nicht nachvollziehbaren Widerständen und Störfeuern zum Trotz – hier im besten Interesse des FCK und der Gesamtgläubigerschaft unbeirrt das Sanierungsverfahren und den Investorenprozess gesetzestreu und anständig weiter verfolgen.


Wie gesagt. Stirnrunzeln. Etwas ratlos.
Tradition gleicht den Laternen, die den Weg erhellen. Nur Betrunkene klammern sich an ihnen fest.



Beitragvon Betze1974 » 03.07.2020, 16:00


Nehmt doch alle mal jetzt die Stellungnahme zur Kenntnis und haltet die Füße still.
Ich weiß es ist schwer, wenn man Langeweile hat.

Aber alles andere ist nicht wirklich vorteilhaft.

Danke. Schönes Wochenende!!



Beitragvon Newtrial » 03.07.2020, 16:04


Der Investor will ja den Erfolg seines Investments. Wenn er also weiteres Geld dafür zuschießen will (etwa indem er das Stadion kauft und es als Eigenkapital dem FCK zur Verfügung stellt) kann er ja eine Kapitalerhöhung durchführen. Geld kann man also immer zuschießen, das ist eine Frage der Interessenslage und keine dahingehend, dass bereits alle Anteile veräußert wurden.

Da die regionalen Investoren ihr Angebot gestern eingereicht haben sollen - der Anwaltsbrief mit dem revidierten Angebot aber schon ein paar Tage alt sein soll - sind die Regionalen ja scheinbar nicht auf das Angebot eines Co-Investments eingestiegen. Im Brief heißt es ja noch, dass sie dazu grundsätzlich bereit seien.

Jetzt geht es um den Handlungsrahmen des Sachwalters. Dass er die Interessen der Gläubiger zu wahren hat, sollte eigentlich ja auch Schranken haben. Es kann ja nicht im Interesse des Gesamtverfahrens sein, dass eine sehr gute Fortführungsprognose zerstört wird, weil der Sachwalter ein viel schlechteres Angebot annehmen muss, weil dieses den Gläubigern ein paar Euro mehr in die Kassen spült. Da muss es doch ein System von Checks und Balances geben - eine Art "Obstruktionsverbot für den Sachwalter".

Bevor man hier Dr. Kleinschmidt an den Pranger stellt, sollte man seinen institutionellen Handlungsrahmen in dieser Situation kennen. Was darf er, was muss er? Wäre schön, wenn ein sachkundiger User dazu mal Aufklärung verschaffen könnte.

Edit: Die FCK-Stellungnahme wirft ja nun auch mehr Fragen auf als sie beantwortet. Ist ja schließlich Jörg Wilhelm selbst, der hier "publizistisch" tätig wird - und nicht nur irgendein Sch(l)auberger.
Zuletzt geändert von Newtrial am 03.07.2020, 16:07, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon Rheinteufel2222 » 03.07.2020, 16:04


jupp77 hat geschrieben:Kann hier jemand mit insolvenzrechtlicher Expertise ein wenig Licht ins Dunkel werfen, wie es mit der Beantwortung der folgenden Fragen aussieht?

Welche Schranken existieren für das Handeln des Insolvenzverwalters hinsichtlich seiner Bewertung und folglich Annahme bzw. Ablehnung der jeweiligen Investorenangebote?

Welcherlei Vorrang genießt die Berücksichtigung des Erreichens der Quote für die Gläubiger gegenüber der langfristigen Perspektive für den 1. Fußballclub Kaiserslautern?

Eine wie starke Betonung ist der fettgedruckten Passage im seitens Kapilendos gestern, am 2.7., geäußerten Credo, die Verhandlungen würden "unter der Prämisse geführt, das Verfahren durchzufinanzieren, die Quote zu finanzieren und die bevorstehende Saison zu finanzieren", beizumessen?


Eine grundsätzliche Anmerkung zu allen drei Punkten:

Es geht darum, das insolvente Unternehmen zu sanieren. Das Mittel hierfür ist der Insolvenzplan. Der Insolvenzplan kommt nur zustande, wenn er von der Gläubigersammlung (in den gebildten Gruppen) angenommen wird. Der Sachwalter muss daher im jetzigen Stadium des Verfahrens eine Lösung finden, die bei den Gläubigern mehrheitsfähig ist.

Liegen mehrere Angebote vor, denen die Gläubiger zustimmen würden, wird er das für das insolvente Unternehmen bessere nehmen.

Sind die Gläubiger mit nur einem einzigen Angebot einverstanden, wird er dieses Angebot nehmen müssen.

Gibt es kein mehrheitsfähiges Angebot, scheitert die Sanierung und die noch verbliebene Insolvenzmasse wird verteilt.

Zusammengefasst gesagt wird er damit das für das insolvente Unternehmen beste Angebot annehmen. mit dem die Gläubiger auch einverstanden sind.

Das Ganze kann allerdings abgekürzt bzw. umgangen werden, wenn sich insolventes Unternehmen und Gläubiger unmittelbar miteinander einigen (z.B. durch Schuldenerlass, Stundung etc.) und damit den Insolvenzgrund beseitigen. Wenn man Schauberger glauben darf, wird das gerade von den Regionalen angestrebt.

Das ist jetzt zugegebenerweise sehr allgemein gefasst, aber als Grundregel kann man das Geschilderte mMn so stehen lassen.
Zuletzt geändert von Rheinteufel2222 am 03.07.2020, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon sacred » 03.07.2020, 16:07


Nochmal eine allgemeine Frage, unabhängig von den beispielhaften Zahlen.

Verstehe ich das richtig?

Der Investor würde 75% + 1 Anteile an der KGaA erhalten und ein Mitspracherecht (Stimmrecht) in der KGaA welches aber nicht 49% übersteigen kann aufgrund der 50+1 Regel.

Der e.V. wäre davon also überhaupt nicht betroffen?!

Das Stimmrecht in der KGaA würde sich je nach Anteil der regionalen und anderen Investoren dann berechnen.

Wäre super wenn mich da jemand aufklären kann.

Danke



Beitragvon Rheinteufel2222 » 03.07.2020, 16:09


Flo hat geschrieben:Der FCK hat zu dem in dem Schreiben des potentiellen Investors aus Dubai Stellung bezogen:

[ Bild ]

FCK bezieht Stellung zu Post in sozialen Medien

Derzeit geht in den sozialen Medien ein Post zu einem angeblichen „Team Kessler“ viral, das es überhaupt nicht gibt. Somit kann es auch keine Stellungnahme von einem solchen Team geben. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des Beirats der FCK KGaA distanzieren sich ausdrücklich von diesem Post – formell wie inhaltlich!....


Klatsch!

Eine Stellungnahme wie die Faust von Bud Spencer.

Gute Reaktion vom FCK! Schade, dass sie notwendig wurde.
:teufel2:
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Allievi89 » 03.07.2020, 16:12


Alle schön Ruhe bewahren. Lasst den Vorstand arbeiten, über unabgesicherte/unbestätigte/schleierhafte Posts/Schreiben zu diskutieren bringt niemandem was.

Irgendwo hieß es ja, DBB hielte das Schreiben für authentisch. Wie kommt ihr denn zu dieser Einschätzung?



Beitragvon PabloforFCK » 03.07.2020, 16:16


Meiner Meinung müsste man zum Selbstschutz, aktuell das Forum schliessen.
Sicherlich ist hier vieles sachlich.
Aber hier wird definitiv auch viele schlechte Stimmung und Histerie verbreitet.



Beitragvon Marc222 » 03.07.2020, 16:16


diabolo666 hat geschrieben:
Marc222 hat geschrieben:Der Investor hat doch aber ein Interesse, dass der Vereinswert steigt und das kommt durch sportlichen Erfolg und gutes Wirtschaften.
Also wird der Investor doch finanziell nachlegen wollen.



achja? Und in welcher Form, wird er nachlegen wollen?? Schenkt er dem FCK zig Millionen?? Weitere Anteile kann er dann ja nicht mehr erwerben, wenn alle verkauft sind. Er kann dem FCK dann nur via Kredit weiteres Geld geben. Und das bringt den FCK dann wieder in eine finanziell schlechtere Situation.


Newtrial hat geschrieben:Der Investor will ja den Erfolg seines Investments. Wenn er also weiteres Geld dafür zuschießen will (etwa indem er das Stadion kauft und es als Eigenkapital dem FCK zur Verfügung stellt) kann er ja eine Kapitalerhöhung durchführen. Geld kann man also immer zuschießen, das ist eine Frage der Interessenslage und keine dahingehend, dass bereits alle Anteile veräußert wurden.


Danke, du hast es verstanden was ich meinte!



Beitragvon Betzebayer » 03.07.2020, 16:16


Oh man was gibt es doch für Leute echt ...Verschwörungstheoretiker und Wichtigtuer dir Zeug posten was überhaupt nicht stimmt. Zum kotzen echt

Es ist eine Schande das der FCK da Stellung beziehen muss und wieder in sämtlichen Foren Halbwahrheit und Hirngespinste und sonstiger bullshit gepostet wird! Wenn der FCK eine Chance haben will dann sollen wir uns alle mal zurück halten an Spekulationen und gewisse Sachen die man liest hier ohne seriöse Quelle einfach mal ignorieren!



Beitragvon harryyy » 03.07.2020, 16:17


Allievi89 hat geschrieben:
Irgendwo hieß es ja, DBB hielte das Schreiben für authentisch. Wie kommt ihr denn zu dieser Einschätzung?

Ja, das würde mich auch interessieren.

Ach, hätte ich doch heute die Finger von dbb gelassen. Jetzt lese ich dieses erbärmlich schlechte, komplett unseriöse statement und hab keine Ahnung was ich damit anfagen soll. Außer dass es mir ein verdammt ungutes Gefühl gibt.
Also, vergesse ich es lieber ganz schnell, übe mich wieder in dbb-Abstinenz, und steige wieder ein, wenn es (hoffentlich bessere) Neuigkeiten gibt.




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