Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Sandbersch » 08.01.2020, 18:34


Ergänzung: Als FCK würde ich wirklich mal ernsthaft darüber nachdenken, dann auch die Stadt im Regen stehen zu lassen und in einem anderen Stadion zu spielen. Wenn man in Pirmasens oder Homburg z.B. spielt belastet das den Etat deutlich weniger. Bei den Wucher-Mieten für das überdimensionierte Ding sollte sowas zumindest zu Drittliga-Zeiten kein Tabu sein. Wenn die Stadt Denkmodelle liefert und dort nur die Wirtschaftlichkeit noch im Mittelpunkt steht ist das für den FCK genau so legitim. Wir sind als Mieter nicht an dieses Stadion geknebelt. Wäre zwar für die Fans bitter, aber für den Etat und die Existenzfähigkeit Gold wert.



Beitragvon ExilDeiwl » 08.01.2020, 18:39


Weichel fordert Anteile am FCK? Mensch, da könnte man doch Kla.. glatt sowas wie Interesse am FCK erahnen? Aber nein, dass das nur sehr bedingt besteht, kann man aus der Spitze herauslesen, dass die bisherigen Leistungen als selbstverständlich hingenommen worden seien. Alla hopp.

Ich freue mich über ein Interesse der Stadt am FCK. Ehrlich. Aber fände ich es gut, wenn der FCK Anteile an die Stadt veräußern würde für einen Mietnachlass? Ich weiß nicht, ob ich erst noch einmal darüber nachdenken sollte, aber meine erste Reaktion ist: Nein. Auf keinen Fall. Warum? Ganz einfach. Weil es alles andere als eine nachhaltige Lösung wäre. Es wäre wieder nur herumgedoktert am maroden Status Quo. Leben von der Hand in den Mund. Anteile für Mietnachlass. Nachhaltig wäre die Lösung, wenn der FCK Anteile veräußern würde und dafür Anteile am Stadion bekäme. Zug um Zug. Und mit jedem Anteil am Stadion auch weniger Miete zahlen müsste. Wobei selbst das in meinen Augen noch keine sinnvolle Lösung wäre.

Weiterer Gedanke, der mir durch den Kopf schießt: wir verkaufen Anteile am FCK an die Stadt, die behält das Stadion. Nö, sie verkauft‘s an... sagen wir einen Investoren aus... sagen wir Luxusuhr.. Luxemburg. Damit er ein paar Euros mehr für,das Stadion berappt fordert er von der Stadt deren Anteile am FCK. Und schwupps gehen die Anteile an einen Dritten über, mit dem wir vielleicht gar nicht...?! Ihr wisst schon...

Nö, für mich ist das ein schlechtes Angebot, keines was tragfähig ist. Und Herr Weichel sollte sich über die Folgen im Klaren sein, wenn der FCK aufgrund der hohen Pachtkosten... sagen wir: nicht mehr zahlungsfähig wäre.



Beitragvon Devil's Answer » 08.01.2020, 19:09


Mich würde mal die Bilanz der ganzen Geschichte interessieren. Wer hat bisher - von Anfang bis heute - wieviel bezahlt?!

Könnte mir gut vorstellen, dass der Verein da nicht gerade wenig beigetragen hat.

Und das Stadion gehört der Stadt via Betreibergesellschaft.

Wer ist da Kuh? Und wer hat gemolken?
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world



Beitragvon Wuttke_Weinfest » 08.01.2020, 19:17


Also: Ich finde die Position Weichels vollkommen richtig. Das ist seine Pflicht. Der FCK ist nun eine AG, da kann man nicht zugleich Staatsunternehmen und Privatunternehmen sein. -- Deutlich ist, dass die Stadt, bei furchtbarer Finanzlage, einen Riesenhaufen an den FCK gegeben hat und das Stadion-Geschäft ein Millionengrab für die Stadt war,

Das hat nichts mit FCK-Fan oder nicht zu tun. Die Stadt - Schulen, Kindergärten, Straßen, Möglichkeiten für kleinere Unternehmen usw - sind doch wohl wichtiger als ein Drittligaklub, oder?



Beitragvon Ronsen » 08.01.2020, 19:17


Der Hammer was eine Ironie.
Und wenn die Stadt dann alle Anteile hat. Plus stadion. Wie bezahlen wir dann die Miete.
Achso wir spielen dann Bundesliga. :wink:
Also eigenlich net schwer er gibt uns das stadion zurück dafür bekommt er ein paar Aktien. Der Wert vom fck erhöht sich damit. Gleichzeitig sind die Aktien mehr wert. Die er dann gerne verkaufen kann.
Alles andere wäre Blödsinn.
Und meiner Meinung nach sollten wir uns dann Gedanken machen wo anders zu spielen.so schwer es fällt.



Beitragvon carpe-diabolos » 08.01.2020, 19:25


Damit haben wir unseren Ankerinvestor gefunden.

Welch ein cleverer Schachzug...

Weichsel wird zu Becca reloaded und verspricht pro Jahr Anteile in Höhe von ca 2,5 Millionen zu "erwerben".
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon BetzePower67 » 08.01.2020, 19:31


Na ja, ganz so dumm scheint mir der Vorschlag aus Sicht des OB nicht zu sein. Erhält die Stadt für die Pachtminderung Anteile am FCK in gleicher Höhe, dann kann die Stadt damit eigentlich nur Gewinn machen. Nämlich dann, wenn der FCK wieder aufsteigen sollte und die Anteile dann im Wert steigen. Vertraglich müsste das dann natürlich so fixiert werden, dass der FCK bei einem Weiterverkauf der Anteile ein Vorkaufsrecht hat, damit diese nicht in "unerwünschte" Hände fallen.
Mal angenommen wir kehren wieder in die 2. Liga zurück, bedeutet dies ja nicht zwangsweise das die Stadt die Anteile sofort wieder verkauft. Sie könnte ja auch auf einen weiteren Aufstieg (irgendwann) spekulieren und die Anteile weiterhin im Besitz halten.
Daher ist die Idee gar nicht so dumm und vor allem weiß man mit wem man es zu tun hat und auch was der Antrieb des neuen "Investors" ist. Auf einen Teil einer vertraglich festgelegten Pacht zu verzichten ist ja irgendwie auch eine Investition. Und diese erfolgte bisher ohne Gegenleistung, was dem Bürger nur sehr schwer zu vermitteln ist.
Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, dass es noch sehr viel ernster ist. (Bill Shankly, Manager)



Beitragvon NiederrheinDevil » 08.01.2020, 20:53


BetzePower67 hat geschrieben:Na ja, ganz so dumm scheint mir der Vorschlag aus Sicht des OB nicht zu sein. Erhält die Stadt für die Pachtminderung Anteile am FCK in gleicher Höhe, dann kann die Stadt damit eigentlich nur Gewinn machen. Nämlich dann, wenn der FCK wieder aufsteigen sollte und die Anteile dann im Wert steigen. Vertraglich müsste das dann natürlich so fixiert werden, dass der FCK bei einem Weiterverkauf der Anteile ein Vorkaufsrecht hat, damit diese nicht in "unerwünschte" Hände fallen.
Mal angenommen wir kehren wieder in die 2. Liga zurück, bedeutet dies ja nicht zwangsweise das die Stadt die Anteile sofort wieder verkauft. Sie könnte ja auch auf einen weiteren Aufstieg (irgendwann) spekulieren und die Anteile weiterhin im Besitz halten.
Daher ist die Idee gar nicht so dumm und vor allem weiß man mit wem man es zu tun hat und auch was der Antrieb des neuen "Investors" ist. Auf einen Teil einer vertraglich festgelegten Pacht zu verzichten ist ja irgendwie auch eine Investition. Und diese erfolgte bisher ohne Gegenleistung, was dem Bürger nur sehr schwer zu vermitteln ist.


Zuerst einmal bekam die Stadt eine Gegenleistung seit 1900 ohne unseren FCK würde keine Sau die Stadt Kaiserslautern kennen. Dank unseres Vereins kennt man Kaiserslautern europaweit. Die Stadt und das Land wollten unbedingt die WM 2006. so wurde der Verein mit immensen Schulden allein gelassen und das Stadion hat man gönnerhaft unterm Arsch weggepfändet. Noch heute bringen viele Leute der Stadt Geld, wenn sie ins Stadion gehen nicht nur dem Verein, auch Hotels, Kneipen, Restaurants usw. Ohne den FCK gäbe es verschwindend wenig Touristen in KL.
Alles selbstverständlich.
Die Stadt sollte mal lieber still sein. Ich persönlich und auch viele andere werden es den politischen „Größen“ die da am Werke waren nie vergessen.



Beitragvon EchterLauterer » 08.01.2020, 20:58


Wuttke_Weinfest hat geschrieben:Deutlich ist, dass die Stadt, bei furchtbarer Finanzlage, einen Riesenhaufen an den FCK gegeben hat und das Stadion-Geschäft ein Millionengrab für die Stadt war


Die Stadt hat aufgrund der "genialen" Struktur der Stadiongesellschaft bis heute keinen Cent für das Stadion gezahlt. Erst am Ende der Vertragslaufzeit wird irgendjemand für das Konstrukt bezahlen.
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.



Beitragvon Betze_FUX » 08.01.2020, 21:05


Spricht weichel von der Gesellschaft oder der Stadt ansich. Mir war garnicht bewußt, dass der Staat Aktien kaufen kann/darf.
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon Excelsior » 08.01.2020, 22:01


Spannender Vorschlag.

Da würde ich als Geschäftsführung der Management GmbH doch gleich mal schlagartig die Miete für die nächsten 15 Jahre in voller Höhe zahlen ... also naja, natürlich in Form einer entsprechenden Aktienemission. :)

-So allein schon als Signal an alle Beteiligten, dass es mir wichtig ist, gesamtgesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen... 8-)



Beitragvon jürgen.rische1998 » 08.01.2020, 22:33


Ist Weichel jetzt "The Mouth of Sauron" und verhökert dann hinterher an "Null Cent Beca"? Bevor wir solchen Leuten Anteile in die Hand geben, ohne einen Cent zu sehen, spielen wir lieber in Pirmasens. Dann soll der OB doch mal sehen was er alles rausholen kann aus dem großem Stadion auf dem Berg. Kann er mit König Kurt Poker spielen. Finden sich sicher noch genug ehemalige WM Befürworter die mit zocken. Und die Standgebühr für den Pokertisch ersetzt dann die Mietzahlung des FCK :)
Omnia vincit amor



Beitragvon Sandbersch » 08.01.2020, 22:39


Wuttke_Weinfest hat geschrieben:Also: Ich finde die Position Weichels vollkommen richtig. Das ist seine Pflicht. Der FCK ist nun eine AG, da kann man nicht zugleich Staatsunternehmen und Privatunternehmen sein. -- Deutlich ist, dass die Stadt, bei furchtbarer Finanzlage, einen Riesenhaufen an den FCK gegeben hat und das Stadion-Geschäft ein Millionengrab für die Stadt war,


Die Sichtweise ist nachvollziehbar aber in meinen Augen sehr einseitig. Für die Tatsache, dass das Stadiongeschäft ein Millionengrab war, kann der FCK deutlich weniger als die Stadt. Was kann der FCK dafür, dass ein größenwahnsinnig überdimensioniertes Ding da steht und er die Miete für eine übergroße Hütte bezahlen muss? Es ist deshalb ein Unding dass Weichel den FCK dafür voll in die Verantwortung nimmt. Das war keine FCK-WM für die das Stadion ausgebaut wurde sondern eine Aktion von Stadt und Land. Der FCK muss in dieser Hütte spielen und sie fast alleine finanzieren. Sonst hat die Stadt ja keinen der irgendetwas für die Nutzung zahlt (übrigens ist daran die Stadt und die Stadiongesellschaft schuld, andere vergleichbare Städte bekommen für solche Immobilien durchaus wesentlich mehr zahlende Nutzer, wie Konzert-Agenturen, Events...).Dafür, dass es nur einen Mieter gibt, kann der FCK auch nichts. Weder die Größe, noch die Miete ist für die momentanen Verhältnisse angemessen. Wenn ich mir privat eine Wohnung nicht mehr leisten kann ziehe ich aus in eine kleinere, die ich finanzieren kann. Diese Möglichkeit hat der FCK bisher nicht. Auch wegen diesen Fakten hat der FCK bisher zurecht eine Mietminderung bekommen. Die Stadt hatte durchaus auch Eiigenintreresse und war nicht nur Gönner als sie ihren einzigen Mieter durch die Subventionen am Leben erhalten hat. Sonst hätte man ja die eigene Stadiongesellschaft schon längst abwickeln müssen und sich selbst eingestehen müssen, dass die vollkommen versagt hat. Eine Stadt hat auch da eine Verantwortung und sie ist salopp gesagt mehr als dämlich und auch wirtschaftlich absolut unfähig, wenn sie dem Hauptmieter die Wirtschaftlichkeit nimmt. Weichel will seinem Mieter aber jetzt immer mehr die Liquidität nehmen. Aus diesen Aktien kann der FCK dann kein Kapital mehr generieren. Auch da der Vergleich mit dem freien Markt. Kein Vermieter ist so blöd und erhöht seinem Mieter die Miete so stark, dass der insolvent wird und er dann keinen Cent mehr bekommt. Natürlich ist die Position von Weichel legitim. Aber wenn der hier nicht seine OB-Funktion wahr nimmt, sondern auf knallharten Business-Man machen will muss der FCK eigentlich auch knallhart reagieren: Ausziehen in ein anderes Stadion, das kleiner und angemessen ist on der Miete. Dann kann sich Weichel ja mal einen suchen, der seine Miete zahlt. Wenn er in der Rheinpfalz inseriert, stehen die Stadionmieter bestimmt Schlange. Dann würde unser OB mal feststellen, dass nicht nur der FCK die Miete zahlt, sondern was sonst auch übers Jahr gesehen bei immer noch über 15.000 pro Heimspiel in der Stadt auch sonst noch an Gewerbesteuer flöten geht und wie toll das einige Kleinunternehmer in der Stadt finden, wenn diese Einnahmen an den Spieltagen wegfallen.



Beitragvon Excelsior » 08.01.2020, 22:52


Sandbersch hat geschrieben:Aus diesen Aktien kann der FCK dann kein Kapital mehr generieren.


An der Stelle unterliegst du glaube einem gewaltigen Denkfehler.

Die Aktien wären durchaus (Eigen-)Kapital.
Und zwar in Höhe von vertraglich festgelegten 3,2 Mio. € pro Jahr, für die der FCK dann das Fritz-Walter-Stadion nutzen kann, ohne dafür einen einzigen Cent "anderweitiger" liquider Mittel für Miete bereitstellen zu müssen.



Beitragvon Sandbersch » 08.01.2020, 23:18


Excelsior hat geschrieben:
Sandbersch hat geschrieben:Aus diesen Aktien kann der FCK dann kein Kapital mehr generieren.


An der Stelle unterliegst du glaube einem gewaltigen Denkfehler.

Die Aktien wären durchaus (Eigen-)Kapital.
Und zwar in Höhe von vertraglich festgelegten 3,2 Mio. € pro Jahr, für die der FCK dann das Fritz-Walter-Stadion nutzen kann, ohne dafür einen einzigen Cent "anderweitiger" liquider Mittel für Miete bereitstellen zu müssen.


Nein, kein "gewaltiger Denkfehler", sondern da hab ich mich eher nicht klar ausgedrückt:

Ist Situation:
Mietminderung ohne Gegenleistung FCK = keine Aktien müssen an die Stadt abgetreten werden = keinerlei Einschränkung Liquidität für den Betrag der Mietminderung

Weichel-Plan:
Mietminderung mit Gegenleistung Aktienpaket = Aktien für Miete = insgesamt weniger Liquidität im Vergleich zu vorher



Beitragvon -=knight=- » 08.01.2020, 23:24


An Dreistigkeit kaum zu überbieten. Aber so sind sie, die Genossen in Stadt und Land.

Anstelle endlich die Verantwortung für das Stadiondesaster zu übernehmen und einen überfälligen Schnitt durchzuführen, wird das erste Lebenszeichen des FCK im Keim erstickt. Die Miete und insbesondere die Betriebskosten sind absolut nicht wettbewerbsfähig, man schaue nur in andere vergleichbare Fußballstandorte wie Essen.

Lasst es eskalieren, geht eine Saison nach Pirmasens. :!:



Beitragvon Sandbersch » 08.01.2020, 23:32


Übrigens zum Thema der FCK hält nur die Hand auf und die arme Stadt profitiert gar nicht und muss nur zahlen ist eine Studie der Uni Mainz hochinteressant. Die ist zwar etwas älter (Saison 2008/09) zeigt aber wissenschaftlich untersucht, wie stark Stadt und Land vom den Besuchern des FCK und vom FCK pro Saison profitiert haben:

"Folglich kann davon ausgegangen werden, dass durch den Verein 1. FC Kaisers- lautern und seine Bundesliga- Mannschaft im Verlauf der Saison 2008/09 saldiert ca. 11 Mio. Euro an zusätzlichen Mitteln nach Rheinland-Pfalz flossen. (...) Mit anderen Worten sind ca. 18 Mio. Euro im Verlauf der Saison zusätzlich in die Stadt Kaiserslautern geflossen bzw. nur in der Stadt verblie- ben, weil der 1. FC Kaiserslautern am Spielbetrieb der 2. Fußball-Bundesliga teilnahm und als Verein seinen Sitz in Kaiserslautern hatte"

Quelle und Details:
https://www.sport.uni-mainz.de/Preuss/D ... bnisse.pdf

Natürlich ist die Studie etwas älter und das ist jetzt nicht mehr so stark. Aber wenn man diese Fakten über die Jahre hochrechnet und man bedenkt, dass das über etliche Jahre 1. Liga sogar deutlich höher war relativiert sich dieses Gönnergehabe der Stadt und man sieht vor allem dass nicht nur der Vereint von der Mietminderung profitiert hat. Das war schon immer eine Win-Win Situation. Vielleicht sollte Herr Weichel diese Studie mal lesen.



Beitragvon Excelsior » 08.01.2020, 23:56


Sandbersch hat geschrieben:Nein, kein "gewaltiger Denkfehler" ...


Doch. :)

Sandbersch hat geschrieben:Ist Situation:
Mietminderung ohne Gegenleistung FCK = keine Aktien müssen an die Stadt abgetreten werden = keinerlei Einschränkung Liquidität für den Betrag der Mietminderung


= Ist Situation:
Vertragsbruch seitens des FCK.

Sandbersch hat geschrieben:Weichel-Plan:
Mietminderung mit Gegenleistung Aktienpaket = Aktien für Miete = insgesamt weniger Liquidität im Vergleich zu vorher


Nein. Mehr Liquidität. Da es künftige Kosten für die Nutzung des Stadions spart.
Eben erkauft durch Ausgabe von Anteilen an der GmbH & Co. KGaA.


Klar, die bessere Alternative wäre natürlich die Stadionkosten prinzipiell zu reduzieren...

Inwiefern das (womöglich mittelfristig) schlauer wäre und dafür auch tatsächlich entsprechende realistische Möglichkeiten vorhanden sind, steht aus meiner Sicht aber bislang noch mehr in den Sternen, als die Umsetzbarkeit von Weichel's Vorschlag.

Und Ja, die Inzidenz, die der FCK für die Stadt herbeiführt oder wieder herbeiführen könnte, sollte definitiv nicht in der Betrachtung außer acht gelassen werden.

Schätze aber, das ist dem OBM an der Stelle durchaus bewusst...

Deswegen bietet er für meine Deutung auch an, dass sich die Stadt mittel- oder unmittelbar am FCK beteiligen könnte.



Beitragvon Rückkorb » 09.01.2020, 00:06


@Sandbersch
Du schreibst hier allgemein nur ganz wenig und echauffierst Dich jetzt so auffällig und umfangreich gehäuft, und zwar nun gegen den SPD-OB, dass man das nicht für einen Zufall halten darf.

Mit @wuttke_weinfest halte ich die Vorgehensweise der unbestritten armen Stadt nicht nur für legitim, sondern sogar für alternativlos.

Die Stadt ist mit der Stadiongesellschaft sowie schon abgeschmiert. Für den Verzicht der letzten Jahre kann man nur dankbar sein. Daher ist es aus Sicht der Lautrer Bevölkerung nur sinnvoll, für einen weiteren Verzicht ersatzweise Anteile zu erwerben. Einzelheiten sind Verhandlungssache. Der Ansatz Weichels ist jedenfalls nachvollziehbar.

Gegen eine vertiefte Partnerschaft von FCK und Kl spricht nichts. Im Gegenteil steht da, wohl bedacht, idealerweise ein win-win-Situation im Raum.
Auch das kann ein Rückkorb noch aufladen.



Beitragvon Sandbersch » 09.01.2020, 00:22


Rückkorb hat geschrieben:@Sandbersch
Du schreibst hier allgemein nur ganz wenig und echauffierst Dich jetzt so auffällig und umfangreich gehäuft, und zwar nun gegen den SPD-OB, dass man das nicht für einen Zufall halten darf.


Lass bitte diese persönlichen Unterstellungen. Es ist korrekt dass ich wenig schreibe. Das nimmt mir nicht das Recht eine Meinung zu haben und zu Themen zu denen ich etwas zu sagen habe, habe ich diese schon immer ausführlich geschrieben (siehe z.B. Hildmann-Verpflichtung und andere). Ist es so schlimm wenn ich zu Themen zu denen ich nichts zu sagen habe dann auch die klappe halte? Ich hab persönlich nichts gegen Weichel. Ich echauffiere mich immer wenn es so dargestellt wird, dass eine Stadt oder ein Land zwar Steuern einnimmt, aber sich gesellschaftlich und wirtschaftlich trotzdem nur als "Geber" und "Opfer" darstellt. Das habe ich an anderer Stelle auch gegen die Forderung der Bezahlung von Polizeieinsätzen an die Vereine gemacht. Dafür zahlen wir als Konsumenten und die Vereine schon genug Steuern. Das hat überhaupt nichts mit Weichel zu tun. Ich greife ihn hier nur wegen seiner Position FCK und Stadionmiete an und wegen der Politik im Bezug auf das Stadion. Das hat überhaupt nichts mit seiner Partei oder seiner Person zu tun. Ich nehme auch nicht in Anspruch, dass ich die Wahrheit gepachtet habe und es ist mir klar, dass man dass auch durchaus so sehen kann wie viele andere hier und wie auch viele Bürger und Steuerzahler in der Stadt. Das Thema ist heikel und schwierig. Die Sichtweise ist auch nachvollziehbar. Aber genau so wie die Ihre Meinung hier äußern nehme ich auch in Anspruch dass ich meine äußern darf, ohne dass mir gleich unterstellt wird, dass ich was gegen die Person Weichel habe. Gehört zwar nicht hierher: Ich habe ihn sogar gewählt weil es auch andere Themen als der FCK in der Stadt gibt. Aber in Sachen Stadion und FCK hab ich eine extrem andere Position



Beitragvon Sandbersch » 09.01.2020, 00:25


Excelsior hat geschrieben:
Nein. Mehr Liquidität. Da es künftige Kosten für die Nutzung des Stadions spart.
Eben erkauft durch Ausgabe von Anteilen an der GmbH & Co. KGaA.




Na dann ist uns die Lizenz ja sicher :daumen: Warum haben wir das dann nicht schon viel früher gemacht? Erklär das mal dem DFB dass wir durch die Abtretung der Aktien mehr Liquidität haben. Da bin ich doch sehr gespannt.



Beitragvon Excelsior » 09.01.2020, 00:42


Dein Ernst? :wink:

1. besteht die Möglichkeit einer derartigen Handhabung (wie dir vermutlich absolut bewusst ist) noch nicht all zu lange...

2. wird es die Entscheidung zur Lizenzerteilung gewiss nicht negativ beeinflussen, wenn man (bei angenommener gleicher Einnahmensituation) als Antragsteller auf einen Zugewinn von EK verweisen kann, welches einen bisherigen Kostenfaktor eliminiert...

Etwas anderes wäre es selbstredend, wenn man weiterhin die verminderte Miete bezahlen würde und die Differenz zu den ursprünglich festgelegten 3,2 Mio. € dazu noch als Aktien an die Stadt (oder deren Mittelsmänner) ausgeben würde ... dies wäre in der Tat nicht sonderlich clever ... und auf Frist gewiss auch nicht im Interesse sämtlicher Beteiligter...



Beitragvon Mr.Blum » 09.01.2020, 07:12


Ankerinvestor oder Insolvenz jetzt. Ich sehe dazu keine Alternativen, wenn man langfristig aus der Misere/Abwärtsspirale raus will. Mittlerweile wäre mir sogar die Insolvenz lieber.



Beitragvon Marki » 09.01.2020, 07:59


jürgen.rische1998 hat geschrieben:Ist Weichel jetzt "The Mouth of Sauron" und verhökert dann hinterher an "Null Cent Beca"? Bevor wir solchen Leuten Anteile in die Hand geben, ohne einen Cent zu sehen, spielen wir lieber in Pirmasens. Dann soll der OB doch mal sehen was er alles rausholen kann aus dem großem Stadion auf dem Berg. Kann er mit König Kurt Poker spielen. Finden sich sicher noch genug ehemalige WM Befürworter die mit zocken. Und die Standgebühr für den Pokertisch ersetzt dann die Mietzahlung des FCK :)



Sandbersch hat geschrieben:Ergänzung: Als FCK würde ich wirklich mal ernsthaft darüber nachdenken, dann auch die Stadt im Regen stehen zu lassen und in einem anderen Stadion zu spielen. Wenn man in Pirmasens oder Homburg z.B. spielt belastet das den Etat deutlich weniger. Bei den Wucher-Mieten für das überdimensionierte Ding sollte sowas zumindest zu Drittliga-Zeiten kein Tabu sein. Wenn die Stadt Denkmodelle liefert und dort nur die Wirtschaftlichkeit noch im Mittelpunkt steht ist das für den FCK genau so legitim. Wir sind als Mieter nicht an dieses Stadion geknebelt. Wäre zwar für die Fans bitter, aber für den Etat und die Existenzfähigkeit Gold wert.

Und da ist sie wieder, die weitverbreitete Arroganz hier im Forum. Klar, wir sind der große FCK, gebt uns Geld oder wir spielen woanders. Schonmal daran gedacht, in Pirmasens odert Homburg nachzufragen, ob die uns überhaupt in deren Stadion spielen lassen wollen? Und natürlich muß der OB an die katastrophale Finanzlage der Stadt denken, und natürlich wäre eine erneute Mietminderung eine Subvention eines Profi-Fußball-Vereins aus Steuergeldern. Schon mal daran gedacht, dass Kaiserslautern pleite ist? Wo soll das Geld herkommen? Wir schmeißen einen Trainer nach dem anderen raus, wir holen für fast eine Million neue Spieler vor der Saison, wir haben einen überdurchschnittlichen Etat in der 3. Liga und wir haben mit Becca einen Milliardär als vermeintlichen Investor und da willst Du der Stadt vorschreiben, dass sie uns erneut finanziell unter die Arme greifen muß? Nein, die Stadt handelt absolut richtig, und das sage ich als glühender FCK-Fan. Ich habe es ja schon öfters geschrieben, dass mir ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende ist, diese ewige Bettelei bei der Stadt und bei irgendwelchen Investoren ist einfach absolut beschämend und würdelos. Eine geordnete Insolvenz und Neuanfang (in der 3. Liga) ohne Altlasten und Schulden wäre ein gangbarer Weg, wenn irgendjemand ein 20000er Stadion aus dem Boden stampfen würde. Nur wer und wo, das ist die Frage. Ich hänge nicht am Betonklotz FWS und würde auch in einem kleinen, einfachen und günstigen Stadion meinen FCK unterstützen.



Beitragvon scheiss fc köln » 09.01.2020, 09:32


Marki hat geschrieben:(...) und natürlich wäre eine erneute Mietminderung eine Subvention eines Profi-Fußball-Vereins aus Steuergeldern. Schon mal daran gedacht, dass Kaiserslautern pleite ist? (...)Ich habe es ja schon öfters geschrieben, dass mir ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende ist, diese ewige Bettelei bei der Stadt und bei irgendwelchen Investoren ist einfach absolut beschämend und würdelos. Eine geordnete Insolvenz und Neuanfang (in der 3. Liga) ohne Altlasten und Schulden wäre ein gangbarer Weg (...)


Du widersprichst dir doch selbst! Du sagst, die Stadt/der Steuerzahler subventioniert einen Proficlub. Meinetwegen. Der FCK steht bei der Öffentlichkeit und anderen Gläubigern in der Kreide. Ja.

Wenn man sich dann aber in die Insolvenz "verpisst" - obwohl man es gar nicht muss, weil es andere Möglichkeiten gibt - um diese "Altlasten" loszuwerden, dann prellt man schlicht und ergreifend die Zeche. Für die Stadt ist dann alles verloren und der FCK wäre Geschichte.

Solange man eine Insolvenz vermeiden kann, muss man dies auch tun. Entweder ist man zahlungsunfähig, oder eben nicht. Insolvenz ist doch kein Wunschkonzert. Dieser eigenartige Traum davon, man könne sich einfach all seiner Probleme entledigen und mal eben zackig in Liga 3 neu anfangen... Woher kommt der?
R.I.P Can i get a witness?




Zurück zu Fritz-Walter-Stadion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste