
Becca stellt klar: "Habe nicht mit Rückzug gedroht"
Flavio Becca hat die heutige Meldung des "Kicker" zurückgewiesen, laut der er seine Zukunft beim 1. FC Kaiserslautern an Patrick Banf, Martin Bader und Michael Klatt geknüpft habe. Er wolle sich nicht vom FCK zurückziehen, kritisiert aber das fortwährende Chaos auf dem Betze.
"Es gab keine Rückzugsdrohung, die an Banf, Bader und Klatt geknüpft war", stellte Becca am Dienstagabend gegenüber Der Betze brennt klar. Der "Kicker" hatte zuvor am Nachmittag berichtet: "[Becca] drohte nach kicker-Informationen in einer Telefonkonferenz am Sonntag damit, sein gesamtes Engagement zurückzuziehen, wenn seine Ansprechpartner (Banf, Bader, Klatt) sofort wegfallen würden." Dies stimme so nicht, betont Becca ausdrücklich.
"Ich sagte: Ist das hier ein Chaos, da verliert man ja die Lust"
Becca stellt wie folgt klar, was er in der FCK-Telefonkonferenz am Sonntag tatsächlich gesagt habe: "An die fünf Beiräte habe ich appelliert: 'Wir müssen zusammenhalten, wir müssen an einem Strang ziehen.' Zwei von ihnen sind trotzdem zurückgetreten, was ich ganz grundsätzlich respektiere. Die allgemeine Situation kommentierte ich dennoch deutlich, wie folgt: 'Ist das hier ein Chaos, da verliert man ja die Lust, um überhaupt weiterzumachen.' Das war aber keine Rückzugsdrohung, sondern eine Feststellung."
Quelle: Der Betze brennt
Die Meldung oben wurde um 20:29 Uhr ergänzt, hier die vorherige Meldung des "Kicker" von 15:23 Uhr:
FCK-Chaos: Geldgeber Becca drohte mit Rückzug
Der 1. FC Kaiserslautern steht erneut vor einem Scherbenhaufen. Trotz eines Spitzenetats droht der existenzgefährdende Abstieg in die Regionalliga. Mit Martin Bader ist ein Sportchef im Amt, der in zwölf Wochen gehen muss. Zudem droht in drei Wochen der Sturz der gesamten Vereinsführung. Immer fragwürdiger wird zudem die Rolle des potenziellen Investors Flavio Becca.
(...)
Zu guter Letzt gilt es die Rolle von Flavio Becca, dem potenziellen Investor, zu hinterfragen. Dieser drohte nach kicker-Informationen in einer Telefonkonferenz am Sonntag damit, sein gesamtes Engagement zurückzuziehen, wenn seine Ansprechpartner (Banf, Bader, Klatt) sofort wegfallen würden. Die Frage bleibt, was er denn zurückziehen möchte. Investiert hat er noch immer nicht in den Verein. Ausschließlich eine zu fünf Prozent verzinste Bürgschaft über drei Millionen Euro ist hinterlegt. Und diese ist rechtlich bindend, sonst hätte der DFB diese beim Lizenzierungsverfahren nicht anerkannt. Eine Insolvenz droht somit nicht.
Und für den Fall, dass das Team um Merk und Keßler die Macht am Betzenberg übernehmen wird, ist die gemeinsame Zukunft von Becca und dem FCK ohnehin mehr als fragwürdig. Sicher, die drei Millionen müsste der FCK zurückzahlen. Aber eine weitere Kooperation mit dem Luxemburger scheint doch ausgeschlossen. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
Ergänzung, 06.10.2019:

FCK-Kapitalgeber Flavio Becca; Foto: Imago Images
Becca und der FCK: Warten auf das Eigenkapital
Die Fans des 1. FC Kaiserslautern diskutieren weiter darüber, ob und wann Flavio Becca mit dem zugesagten Eigenkapital bei den Roten Teufeln einsteigt. Jetzt hat sich der Kapitalgeber aus Luxemburg gegenüber der "Rheinpfalz" dazu geäußert.
"Die Entscheidung steht", hatte die Tageszeitung Becca schon am 20. August 2019 zitiert. Die Bürgschaften in Höhe von rund drei Millionen Euro werden in Eigenkapital umgewandelt, lautete damals die verkündete Entscheidung. Becca würde dafür einen Aktienanteil von rund sieben Prozent der FCK-Kapitalgesellschaft bekommen. Was ist seitdem passiert?
Becca: "Du weißt nicht, wo die Karre hinläuft"
Vergangene Woche hat der FCK die unterschriftsreifen Verträge nach Luxemburg weitergeleitet. Endgültig unterschrieben ist allerdings noch nichts, was Becca nun in der "Rheinpfalz" mit Verweis auf die vereinsinternen Querelen wie folgt begründet: "Du weißt nicht, wo die Karre hinläuft. Morgen übernehmen möglicherweise Leute beim Verein die Führung, die ich nicht kenne. Wenn auch die Fehler machen, muss ich dann auch für die bezahlen ... Ich muss Stabilität haben. Wenn ich keine Garantie habe, kann ich keinen Vertrag unterschreiben."
Eigenkapital kommt frühestens nach der Mitgliederversammlung
Damit spielt Becca auf den wohl bevorstehenden Wechsel im FCK-Aufsichtsrat an, für den sich ein Team um den früheren Weltschiedsrichter und Betze-Urgestein Dr. Markus Merk bewerben will. Erst danach will er den Eigenkapital-Vertrag unterschreiben. Becca: "Wenn es einen Wechsel im Aufsichtsrat gibt, schaue ich mir das an. Egal, wer dann da sitzt …"
Fans fordern: "Hört auf, uns zu verarschen"
Beim gestrigen Heimspiel gegen Jena (3:1) hatten unterdessen die FCK-Ultras das Vorgehen von Becca und der Vereinsführung kritisiert und mit einem Spruchband abermals an das propagierte Vier-Säulen-Modell erinnert: "Das berühmte Lautrer Modell - Mitspracherecht ohne Investition! Hört auf uns zu verarschen!"
Der komplette Artikel unter dem Titel "Becca: Ohne Klarheit über die FCK-Führung kein Geld!" ist in der Online-Ausgabe der "Rheinpfalz" (kostenpflichtig oder mit Abonnenten-Login) verfügbar.
Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz
Ergänzung, 06.12.2019:
Becca stocksauer nach Wilhelms Rundumschlag: "Ich glaube, sie brauchen mich gar nicht!"
Flavio Becca ist sauer. Der mögliche Investor wartet verärgert auf ein Konzept der neuen Führung des Beirats der Kapitalgesellschaft des 1. FC Kaiserslautern.
"Ich warte ab - ich habe Zeit", sagte der Luxemburger am Donnerstagabend in einem Telefonat mit der RHEINPFALZ. Nachdem wegen der Rücktrittswelle im früheren FCK-Aufsichtsrat (und Beirat) der unterschriftsreife Vertrag zum Einstieg mit einem Vereinswert von 45 Millionen Euro nicht zustande kam, erklärte Becca, er wolle abwarten, welchen Weg die neue Führung einschlägt. (…)
Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz
