Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 28.07.2019, 17:54


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AOMV beantragt: Mitglieder sammeln Unterschriften

Rund 170 FCK-Mitglieder sind am Sonntag der Einladung des Vereinsvorstands gefolgt und haben mit dem Beirat und der Geschäftsführung über die Querelen der letzten Monate diskutiert. Eine Konsequenz daraus: Es werden ab sofort Unterschriften zur Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AOMV) gesammelt.

Viereinhalb Stunden und damit deutlich länger als erwartet liefen die Diskussionen im Presseraum des Fritz-Walter-Stadions. Dabei ging es kontrovers, auch teils emotional oder gar hitzig, über den größten Zeitraum aber doch sehr sachlich und hintergründig zu. Fragen beantworteten nicht nur die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader, sondern auch die im Mai unterlegenen Investoren-Kandidaten Hans Sachs und Klaus Dienes, welche von den anwesenden Mitgliedern mit hohem Interesse ausgefragt wurden. Auch der Beirat um seinen Vorsitzenden Patrick Banf, der Ehrenrat und Vereinsrat sowie die nicht mehr im Amt befindlichen FCK-Funktionäre Andreas Buck (heute Abend auch zu Gast bei "SWR Sport", vormals "Flutlicht"; Anm. d. Red.), Michael Littig und Rainer Keßler nahmen an der Informationsveranstaltung teil, welche vom Vorstandsvorsitzenden Wilfried de Buhr in ruhigem Ton moderiert wurde. Themen waren vor allem die Investoren-Verhandlungen im Frühjahr und die daraus entstandenen vereinsinternen Streitigkeiten beim 1. FC Kaiserslautern.

Vorgezogene Neuwahl des Aufsichtsrates? 600 Unterschriften notwendig

Ans Mikrofon traten auch mehrere Vereinsmitglieder, die einen Aufruf für eine Außerordentliche Mitgliederversammlung starteten. Die ersten der dafür notwendigen 600 Unterschriften seien schon gesammelt worden. Dem Antrag der Erstunterzeichner Ken Kinscher und Johannes B. Remy (Vereinsmitglieder und frühere Aufsichtsratskandidaten; Anm. d. Red.) zufolge sollen vor allem zwei Tagesordnungspunkte diese Versammlung bestimmen: Zum einen die Beratung über einen Vereinsausschluss des umstrittenen Beiratsvorsitzenden Patrick Banf. Und zum anderen die Entlastung bzw. eine mögliche vorgezogene Neuwahl des Aufsichtsrates. Diese Themen seien zu umfangreich und auch zu wichtig, um sie als zusätzliche Punkte im Rahmen einer normalen Jahreshauptversammlung zu klären, hieß es unter anderem zur Begründung.

» Weitere Informationen zum AOMV-Aufruf: http://www.FCK-jetzt.de

Ein ausführlicher Bericht zum Mitgliederforum folgt heute Abend auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 22:10 Uhr:

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Im Blickpunkt: Mitgliederforum beim FCK
Kontroverse Diskussionen im Fritz-Walter-Stadion


Beim 1. FC Kaiserslautern fand an diesem Sonntag das erste Mitgliederforum statt - eine Diskussionsrunde mit den Funktionären, welche vor allem Aufklärung zu den vereinsinternen Querelen der letzten Monate liefern sollte. Phasenweise schlugen die Emotionen hoch, aber die meiste Zeit wurde doch sachlich diskutiert und interessante Informationen geliefert.

Der Vormittag startete mit einer ausführlichen Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden Wilfried de Buhr und einer ersten Einordnung des kaufmännischen Geschäftsführers Michael Klatt. Was vorab bekanntgegeben wurde: Die Fan-Säule, also die Investitionsmöglichkeit für Kleinanleger, soll noch in diesem Jahr geöffnet werden - entgegen der ursprünglichen Planungen allerdings nur für Vereinsmitglieder und nicht für alle Fans. Zudem möchte der Vereinsvorstand die Mitglieder künftig regelmäßiger informieren, etwa auch über die heutige Diskussionsrunde, und zu diesem Zweck einen Mitglieder-Newsletter einführen.

Gleich die erste Wortmeldung aus dem Kreis der etwa 170 anwesenden FCK-Mitglieder war dann etwas kurios: "Ein Lob an Martin Bader und Michael Klatt für die Entscheidung mit Flavio Becca. Wenn das wirklich so klappt mit der Champions League, dann wird hier alles gut." Während dieser Beitrag bei den Zuhörern noch eher für Schmunzeln sorgte, wurde es danach umso informativer. Der Betze brennt fasst im Folgenden einige Stich- und Gesprächspunkte des Mitgliederforums zusammen. Aufgrund der reinen Dauer von mehr als vier Stunden ist es uns aber leider nicht möglich, hier eine vollständige Wiedergabe sämtlicher besprochener Punkte zu leisten - wir freuen uns jedoch über weitere Eindrücke von persönlich Anwesenden in unserem Diskussionsforum.

Klatts Piloten-Bild:

"Wir hatten Turbulenzen beim Flug", beschrieb Geschäftsführer Michael Klatt den schwierigen Weg des FCK zur Lizenz im letzten Halbjahr. Die zwischenzeitlichen Streitigkeiten hätte man doch besser nach der Landung klären sollen, stattdessen habe man sich so nur selbst ein Schlechtwettergebiet kurz vor der Zielankunft geschaffen. "Wir sind zwar mit dem Tower verbunden, hören uns alle Ratschläge an, aber die Landung müssen die Piloten (gemeint sind die Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader; Anm. d. Red.) dann doch selbst machen."

Nicht bei jedem Zuhörer kamen diese malerischen Vergleiche gut an, aber was Klatt damit sagen wollte: Die Geschäftsführung habe eine Entscheidung getroffen, auch vor dem Hintergrund der persönlichen Haftung und möglicher Insolvenzgefährdung. Die Empfehlung am 16. Mai, dem Tag der Beiratsentscheidung beim FCK, sei für das Angebot von Flavio Becca ausgefallen. Und dem sei der Beirat dann auch mehrheitlich gefolgt.

Sachs und Dienes geben ausführlich Auskunft:

Überraschend für viele Beobachter waren auch Hans Sachs und Klaus Dienes beim Mitgliederforum anwesend. Die beiden pfälzischen Investoren waren bei der Abstimmung am 16. Mai gegen das Angebot von Flavio Becca unterlegen. Dabei hätte man sogar eine gemeinsame Zusammenarbeit in Erwägung gezogen, so Dienes: "Wir haben versucht, Flavio Becca zu kontaktieren, aber unsere Kontaktperson in Kaiserslautern hat das nicht ermöglicht - das war Patrick Banf." Banf entgegnete, dass er zunächst die Namen der pfälzischen Investoren ja gar nicht gekannt habe, später sei eine Kontaktherstellung dann nicht mehr rechtzeitig möglich gewesen. Letzten Endes sei es so zu einer Konkurrenzsituation der beiden Investoren gekommen anstatt zu einer Zusammenarbeit.

Natürlich kam von den Mitgliedern auch die Nachfrage, weshalb das Angebot von Sachs und Dienes erst so spät kam? Sachs dazu: "Der damalige Vereinswert (120 Millionen; Anm. d. Red.) war aus unserer Sicht nicht darstellbar und darüber wollten wir zunächst verhandeln. Die Idee dazu gab es schon Monate vorher, wir sahen uns zunächst auch nicht unter Zeitdruck. Aber dann war im Mai plötzlich die Lizenz wieder gefährdet und wir mussten schnell handeln. Hinzu kam diese unmoralische Forderung, das Kopfgeld auf Michael Littig." Dass auch noch Quattrex seinen Kredit zurückgezogen habe, sei dann völlig überraschend gekommen und vorher anders dargestellt gewesen, so Sachs. Aber man habe auch diese Lücke ausgleichen wollen, von Dienstag auf Donnerstag (den 16. Mai; Anm. d. Red.) ein Treffen zur Klärung der Modalitäten angeboten - und keine Antwort mehr auf diese letzte E-Mail erhalten.

Littigs SMS an Becca:

Ebenfalls anwesend war der an jenem 16. Mai zurückgetretene, damalige Aufsichtsratsvorsitzende Michael Littig. Er las eine SMS vom 10. Mai vor, in welcher er Flavio Becca weitere Gespräche über eine Zusammenarbeit angeboten habe: "Es wäre schade, wenn es nicht gelingt, Ihre Stärke im FCK einzubringen. Ich bitte Sie daher um ein persönliches und absolut vertrauliches Gespräch. (...) Natürlich wünsche ich mir, dass Sie hier mit anpacken."

Die Aussagen von Littig sowie auch von Sachs und Dienes wurden vom damaligen Vereinsvorstand Andreas Buck bestätigt: "Um es klar festzuhalten: Niemand war gegen Flavio Becca. Aber dann kam im Mai diese unmoralische Forderung. Erst dann fing es an."

Die immer noch nicht ganz aufgeklärte Rücktrittsforderung gegen Michael Littig wurde erwartungsgemäß auch wieder thematisiert. Hierzu offenbarte Aufsichtsratsmitglied Jochen Grotepaß seine erste interne Reaktion: "Diese Rücktrittsforderung ist nicht annehmbar." Er selbst habe dazu am 03. Mai eine E-Mail an Flavio Becca geschrieben, jedoch keine Antwort erhalten. Aber, so Grotepaß: "Es gab viele Dinge von allen Seiten, die nicht korrekt gelaufen sind." Als Beispiel nannte er auch die zehn Prozent Anteile plus Sitz im Beirat, welche die pfälzischen Investoren Sachs und Dienes gefordert hatten.

Auch FCK-Sponsor Dieter Buchholz äußerte sich zu einem Gespräch seinerseits mit Flavio Becca: "Den Rücktritt von Littig zu fordern, das geht nicht, das ist einzig die Entscheidung der Mitglieder." Becca habe ihm darauf geantwortet: "Man kann über alles reden." Nach Buchholz' Einschätzung war die Rücktrittsforderung nicht die Ultima Ratio. War Michael Littigs Rücktritt also wirklich notwendig oder hätte er noch verhindert werden können? Wirklich aufgeklärt werden konnte diese Frage auch beim Mitgliederforum nicht.

Unterschriftensammlung für Außerordentliche Mitgliederversammlung:

Im Zentrum der Kritik stand auch weiterhin der Beiratsvorsitzende Patrick Banf, an dessen Fähigkeit zur Friedensstiftung mehrere Mitglieder zweifelten. Banf ließ die Vorwürfe gegen seine Person weitgehend unkommentiert. Möglicherweise muss er sich aber auf einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung verantworten, welche mehrere Anwesende in ihren Wortbeiträgen forderten. Die Querelen der letzten Monate müssten nicht nur aufgearbeitet, sondern auch Konsequenzen gezogen werden, lautete die Kernaussage - die Mitglieder sollen per Entlastung über die Arbeit des zerstrittenen Aufsichtsrates entscheiden. Deshalb werden seit heute die 600 notwendigen Unterschriften für die Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung gesammelt (siehe separate DBB-Meldung).

Emotionen bei Klatt und Littig:

Besonders hitzig wurde es, nachdem schon drei Stunden diskutiert worden war. Zunächst war es Geschäftsführer Michael Klatt, der sich selten aufbrausend zeigte und viel Applaus für seine Kernaussage erntete: "Es wird hier alles kaputt geredet beim FCK!"

Der Eklat des Tages folgte dann wenig später, als es nochmals um die Rücktrittsforderung gegen Michael Littig ging. Dessen damaliger Aufsichtsratskollege Jochen Grotepaß sagte, dass Littig ja "nicht die Pistole im Rücken gehabt habe", was für ungehaltenes Raunen im Publikum sorgte - und für eine heftige Reaktion des bis dahin insgesamt sachlichen Littig. Dieser fuhr aus seiner Haut und antwortete, respektive brüllte quer durch den Raum, dass er das nicht so auf sich sitzen lassen könne. Auf dem Höhepunkt der ganzen Intrigen im Mai habe er sogar Angst um sein Leben gehabt, ein Bekannter hätte ihm eine Wohnung in Südafrika angeboten, um aus der Schusslinie zu geraten. Es folgte ein Moment totaler Stille im Mitgliederforum. Man merkte vielen der Anwesenden, die vorne sitzenden Funktionäre eingeschlossen, deutlich den Kloß im Hals und die Schwere dieser Aussagen an.

Weitere Aussagen aus dem Mitgliederforum:

Am Sonntagmittag wurden auf dem Betze noch viele weitere Themen angesprochen. Eine komplette Darstellung würde an dieser Stelle jedoch den Rahmen sprengen. Abschließend aber zumindest noch einige einzelne Zitate und Anekdoten des heutigen Tages:

Beiratsmitglied Paul Wüst sagte zu seiner viel diskutierten Entscheidung am 16. Mai: "Mit zehn Prozent Restrisiko habe ich mich nicht getraut, für Sachs/Dienes und gegen Becca zu stimmen. Es ging um die Lizenz, um die Insolvenz, wie hätte ich das anschließend erklären sollen? Denn am nächsten Tag können aus diesen zehn Prozent beim FCK schnell hundert Prozent werden, das habe ich mittlerweile gelernt."

Geschäftsführer Martin Bader äußerte sich zum Thema Eigenkapital und Darlehen: "Wir haben mit Flavio Becca ein halbes Jahr lang nur auf der Maßgabe Eigenkapital verhandelt. Und wir versuchen weiter alles, um Flavio Becca dafür zu gewinnen."

Auch einen "Alleinherrscher" auf Investoren-Ebene wollen die Geschäftsführer keinesfalls haben. Bader dazu: "Das Vier-Säulen-Modell wurde mit 92 Prozent beschlossen und es ist das, wofür wir stehen. Und wir werden jeden kleinen Anteil des Vereins so teuer wie möglich verkaufen." Und auch Michael Klatt pflichtete dem bei: "Ich will niemanden, nach dessen Pfeife ich tanzen muss."

Du warst auch beim heutigen Mitgliederforum dabei? Welche Diskussionspunkte sind bei Dir hängen geblieben? Teile Deine Eindrücke mit anderen Fans und Mitgliedern im DBB-Forum!

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Frühere JHV statt AOMV - Fragerunde für Mitglieder geplant


Ergänzung, 28.07.2019:

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Buck: "Das hat mich wahnsinnig enttäuscht"

Andreas Buck hat sich bei "SWR Sport" (ehemals Flutlicht) am Sonntagabend für eine Außerordentliche Mitgliederversammlung ausgesprochen. Der Ex-Vorstand erhob außerdem indirekt Vorwürfe in Richtung der aktuellen FCK-Geschäftsführung.

Buck betonte zwar, dass der FCK dringend Ruhe brauche - es könne jedoch nicht sein, dass "von einer Seite" falsche Dinge kommuniziert würden, die dann unwidersprochen im Raum stehen bleiben. "Ich denke, eine Außerordentliche Mitgliederversammlung wäre angeraten", so Buck. "Wenn die Gremien so bestätigt werden, wie sie gerade aussehen, kann man ja in Ruhe weiterarbeiten."

Buck über Becca: "Alle waren froh, dass er bei uns einsteigt"

Der ehemalige Profi und Deutsche Meister von 1998 unterstrich in diesem Kontext erneut seine Kritik am Zustandekommen der Zusammenarbeit mit dem luxemburgischen Kapitalgeber Flavio Becca. Diese Kritik, so betonte Buck ausdrücklich, basiere vor allem auf der Rücktrittsforderung in Richtung Michael Littig. "Alle waren froh, dass er bei uns einsteigt. Nur das ging aus meiner Sicht zu weit", sagte der 51-Jährige. "Und wenn man eine Alternative hat, die die Lizenz rettet, hätte ich erwartet, dass man diese Option wählt. Es kam anders und das hat mich wahnsinnig enttäuscht, weil ich es einfach nicht nachvollziehen konnte."

Er habe sich außerdem gewünscht, mit Becca im Zuge der Verhandlungen ins Gespräch zu kommen. "Aber es wurde immer von Herrn Bader, Herrn Klatt und Herrn Banf kommuniziert, dass das Herr Becca nicht wünscht." Mit umso größerem Erstaunen habe er jetzt erfahren, dass Flavio Becca zu Gesprächen mit weiteren Vereinsverantwortlichen bereit gewesen sei.

Buck traut den Roten Teufeln den Aufstieg zu

Angesprochen auf die sportliche Zielsetzung übte Buck ebenfalls Kritik an den Verantwortlichen. "Es macht beim FCK keinen Sinn zu sagen: 'Platz acht in der 3. Liga ist okay'", sagte er mit Blick auf die jetzigen, offizielle Zielvorgabe. Der FCK könne durchaus mit Selbstbewusstsein in die neue Saison gehen - der Aufstieg sei möglich: "Diese Mannschaft kann das schaffen, wenn sie einen Lauf kriegt."

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 30.07.2019:

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Becca dementiert Darstellung im AOMV-Aufruf

Flavio Becca hat die Argumentation zurückgewiesen, mit der die Antragsteller zu einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung beim 1. FC Kaiserslautern aufrufen: Die Rücktrittsforderung gegen Michael Littig sei demnach nicht auf Initiative des FCK-Führungstrios Patrick Banf, Martin Bader und Michael Klatt entstanden.

In dem vorgestern veröffentlichten Antrag zur Außerordentlichen Mitgliederversammlung heißt es: "Herr Becca beschreibt u.a., wie es zum Satzungsbruch gekommen ist, und widerspricht ganz offen der Darstellung von Patrick Banf, Michael Klatt und Martin Bader, indem er festhält, dass die drei Herren nicht nur Littig von den Gesprächen selbst ferngehalten haben, sondern die Absetzung Littigs, ursächlich auf Initiative dieser drei Personen beschlossen wurde."

Flavio Becca dementiert diese Darstellung wie folgt: "Das entspricht so nicht der Wahrheit. Ich persönlich habe eine Absichtserklärung - einen 'Letter of Intent' - vorgelegt, der vor Zeugen unterschrieben wurde: Patrick Banf, Martin Bader, Michael Klatt und ich haben unterschrieben, drei weitere Personen saßen mit am Tisch. In dieser Absichtserklärung waren mein Angebot und meine Forderungen festgehalten, unter anderem der Rücktritt von Michael Littig. Mit den Unterschriften wurde die Kenntnisnahme dieses Angebots dokumentiert und die FCK-Vertreter konnten es zurück in Kaiserslautern bei ihren Gremien vorlegen. Ich werde diese und weitere Behauptungen gegen meine Person nicht auf mir sitzen lassen und behalte mir juristische Schritte gegen die dafür Verantwortlichen vor."

Da sich diese Aussagen auf das mit Der Betze brennt geführte Interview beziehen, können auch wir die Darstellung von Flavio Becca so bestätigen. In dem DBB-Interview wurde nicht explizit behauptet, dass die Absetzungsforderung von Banf, Bader und Klatt ausgegangen sei - sondern wörtlich heißt es dort: "Frage: Wie bekommen wir Ruhe rein? Antwort: Wenn die Leute, die gegen dieses Projekt steuern, nicht mehr da sind. Littig muss gehen, so lautete die Konsequenz. Das habe ich dann schriftlich als Absichtserklärung aufgesetzt und alle vier haben es unterschrieben: Flavio Becca, Patrick Banf, Martin Bader, Michael Klatt. Das ist genau das, was passiert ist, und nichts anderes."

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 07.08.2019:

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FCK-Meisterspieler Andreas Buck; Foto: Imago

Buck pro AOMV: "Wenn es rappelt, muss man reden"

Beim FCK-Fantalk im Fan-Treff "Zum zwölften Mann" wurde heute Abend über die Vereinspolitik diskutiert. Die überwiegende Meinung der Gesprächsteilnehmer lautete: Der 1. FC Kaiserslautern braucht eine Außerordentliche Mitgliederversammlung (AOMV), um auf die Streitereien der letzten Monate endlich einen Deckel draufmachen zu können.

Laut Auskunft des Moderators von "Antenne Kaiserslautern" wurden auch FCK-Vertreter von Aufsichtsrat und Vorstand für die heutige Ausgabe des "Layenberger Fantalk" angefragt. Letzten Endes bestand die Runde dann aber doch überwiegend aus Kritikern der aktuellen Vereinsführung. Auch die Zuschauer im "Zwölften Mann" durften sich während der einstündigen Talkrunde, die immer mittwochs vor Heimspielen ausgestrahlt wird, mit ihren Fragen und Anmerkungen zu Wort melden.

Vorgezogene Neuwahl statt AOMV: Remy macht Kompromissvorschlag

Einer der Redner war FCK-Mitglied Johannes B. Remy, der zurzeit Unterschriften für die AOMV sammelt (online unter http://www.FCK-Jetzt.de). Die normale Jahreshauptversammlung (JHV) sei schon rein zeitlich nicht ausreichend, um zusätzlich zu den üblichen Tagesordnungspunkten noch die Vereinsquerelen der letzten Monate aufzuarbeiten. Den großen Redebedarf habe beispielsweise das Mitgliederforum vorletzte Woche gezeigt - dieses habe viereinhalb Stunden gedauert, und dabei sei nichtmal eine Entscheidung getroffen worden, sondern man habe "nur" Fragen und Antworten ausgetauscht.

Remy schlug aber gleichzeitig auch einen Mittelweg vor: Wenn sich der Aufsichtsrat zu einer vorgezogenen Neuwahl - dann schon 2019 statt erst 2020 - durchringen könne, dann werde er den Antrag auf AOMV zurückziehen. Remy: "Wir sind keine Gegner. Wir sind ein Verein. Wir sind der 1. FC Kaiserslautern. Bei einer freiwilligen Neuwahl des Aufsichtsrates müsste niemand per Nichtentlastung aus dem Amt gehoben werden. Und alle weiter Interessierten, auch Patrick Banf, könnten wieder antreten und das Votum der Vereinsmitglieder entscheiden lassen." Er habe diesen Kompromissvorschlag beim Aufsichtsrat vorgebracht, dieser stehe dem aber ablehnend gegenüber, so Remy.

Somit laufe weiterhin die Unterschriftensammlung im Internet und auch beim kommenden Heimspiel gegen Mainz (Samstag, 15:30 Uhr). Zum aktuellen Stand - 600 Unterzeichner werden benötigt - wollte sich Remy nicht öffentlich äußern, deutete aber einen guten Verlauf an: "Wir zählen nicht mehr, wieviele Unterschriften wir schon haben, sondern wieviele wir noch brauchen."

Eckel: "Der Verein muss zusammenstehen, ist aber in zwei Lager gespalten"

Die weiteren Gäste der Talkrunde sprachen sich ebenfalls für eine AOMV aus, auch aus dem Publikum gab es keine wirklich kritischen Stimmen dagegen.

Andreas Buck, Ex-Spieler und -Vorstand des FCK, drückte es mit folgenden Worten aus: "Ich habe auch Verständnis für die Leute, die sich wünschen, dass Ruhe einkehrt. Aber gerade dafür ist Kommunikation ganz, ganz wichtig. Es ist wie in einer Ehe: Wenn es rappelt, dann muss man darüber reden."

Dem schloss sich auch Dagmar Eckel, frühere Aufsichtsratskandidatin und Tochter von FCK-Legende Horst Eckel, an: "Der Verein ist in zwei Lager gespalten, was ich sehr schade finde, denn ein Verein muss zusammenstehen. Der beste Weg dahin zurück, dass wir wieder eine Familie werden, führt über Transparenz für die Fans. Es muss in die Diskussion gegangen und Erklärungen geschaffen werden."

In das gleiche Horn stieß FCK-Hauptsponsor Harald Layenberger, der mit "Antenne Kaiserslautern" und dem Fan-Treff "Zum zwölften Mann" der Gastgeber dieser Talkshow ist: "Wir müssen es klären, wir müssen wieder zueinander finden. Und das geht nur, indem wir miteinander reden. Für eine normale JHV würde dieses Thema zu lange dauern."

Einer der Zuschauer ergänzte per Wortmeldung: "Immer nur 'Deckel drauf' in der Vergangenheit hat uns genau zu den Situationen geführt, in denen wir heute sind. Wir brauchen aber Aufarbeitung und Aufklärung. Erst danach kann der Deckel drauf."

Buck zum Sportlichen: "Ich wünsche mir ein selbstbewussteres Auftreten"

Auch zum sportlichen Saisonauftakt der Roten Teufel äußerte sich Andreas Buck im "Layenberger Fantalk". Der FCK-Meisterspieler von 1998 hat in den ersten vier Spielen gute Ansätze beim Team von Sascha Hildmann festgestellt, plädiert aber aus der eigenen Erfahrung heraus auch: "Ich würde mir ein selbstbewussteres Auftreten wünschen. Man muss den Gegnern zeigen: Wir sind der FCK, heute wird es schwer und heute gibt es keine Punkte für euch."

» Zum Video: Der komplette Layenberger-Fantalk aus dem Fan-Treff "Zum 12. Mann"

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 10.08.2019:

AOMV: Antragsteller äußern sich zur Diskussion

Liebe FCK Familie,

im Nachgang zum "Layenberger Fan Talk" auf "Antenne KL" sind vor allem sechs Punkte rund um unseren Antrag heftig diskutiert worden, bei denen wir glauben mit einer Klarstellung zur Versachlichung der Diskussion beitragen zu können.


Dauer der Versammlung: Die Tagesordnung hinsichtlich der regulären JHV und der AOMV unterscheiden sich voraussichtlich einzig und allein in den "Standard-TOPs" der regulären JHV. Eine reguläre JHV ist also viel, viel umfangreicher und deshalb aus unserer Sicht ungeeignet, um für vollständige Aufklärung zu sorgen. Zusätzlich wird es bei der JHV voraussichtlich noch reichlich Anträge geben, u.a. zu Satzungsänderungen. Hier würde eine vorgelagerte AOMV die Möglichkeit geben, die bereits durch den Ehren- und Vereinsrat ausgearbeiteten Vorschläge zu erläutern und zu diskutieren - um dann auf der regulären JHV eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Vereinsausschluss und Versammlung: Das Ansetzen einer zeitnahen MV oder AOMV zur Behandlung des Vereinsausschlusses von Patrick Banf, basiert auf der Einschätzung des Ehrenrats zu diesem Thema. Nicht auf der Einschätzung der Antragsteller. Auch wenn hier immer wieder gegenteiliges behauptet wird. Die Behandlung des Tagesordnungspunktes selbst, resultiert aus der Entscheidung des Vorstandes im Verfahren, nicht auf einem besonderen Wunsch der Antragsteller.

Zahl der Unterstützer: Natürlich lassen wir uns zum jetzigen Zeitpunkt ungern in die Karten gucken. Wir tun uns aber auch deshalb schwer genaue Zahlen zu nennen, da uns der Verein bis jetzt den Abgleich von Mitgliederdaten verweigert, dabei nur sehr schleppend und vor allem anonym mit uns kommuniziert. Soll heißen, aus den Emails des Vereins geht nicht hervor, wer diese eigentlich verfasst hat. Dies verzögert den Prozess zusätzlich.

Zur Frage der Hürde: Selbstverständlich kennen und akzeptieren wir die von der Satzung vorgegebene Zahl notwendiger Unterstützer für unseren Antrag. Trotzdem noch etwas zur Einordnung. Wer eine Zustimmungserklärung in seinem Namen zu unserem Antrag abgibt, dokumentiert damit, dass er unser Anliegen gegenüber dem Verein teilt und schließt sich diesem im Wortlaut an. Dies haben aktuell schon mehr Mitglieder getan, als bei der letzten Mitgliederversammlung für die Mehrheit notwendig gewesen wären. Die relevante Größe für eine AOMV sollte sich deshalb aus unserer Sicht immer auf die sogenannte Präsenzmehrheit beziehen. Denn ähnlich wie bei Aktiengesellschaften kommt es eben darauf an, wieviel Mitglieder bzw. Aktionäre üblicher Weise auf einer Versammlung anwesend sind - nicht wieviel Mitglieder ein Verein hat oder wieviel Aktionäre eine AG hat. Den wenigsten Mitgliedern ist dabei bekannt, dass die Hürde zur Einberufung einer AOMV mit der letzten großen Satzungsänderung deutlich höher gelegt wurde als vorher, obwohl sich die Zahl der Teilnehmer an einer gewöhnlichen JHV nicht verändert hat.

Kandidatur der Antragsteller: Ob die Antragsteller oder andere Personen ein Amt beim FCK anstreben, ist aktuell überhaupt nicht relevant. Im Gegenteil, es wäre aus unserer Sicht sogar respektlos gegenüber den Amtsinhabern, sich zu diesem Thema zu äußern. Wir gehen aber ohnehin davon aus, dass es gar nicht zu Neuwahlen kommen wird, es sei denn es käme zum Kompromiss. Ist das nicht der Fall und es scheiden z.B. zwei Mandatsträger freiwillig aus dem Amt aus oder verlieren dieses, so ziehen für die ausgeschiedenen Mitglieder die zwei verbliebenen Nachrücker in das Gremium ein. Wer sich unserem Antrag anschließt, der unterstützt uns in der Sache. Ein Votum für ein späteres Mandat der Antragsteller ist darin nicht enthalten.

Kompromissvorschlag vorgezogene Neuwahlen: Der Vorschlag die Wahlen zum Aufsichtsrat wegen der besonderen Situation vorzuziehen, wurde ganz am Anfang gemacht, noch bevor wir begonnen haben im Internet um Unterstützung zu werben. Um es klar zu sagen, ein solches Vorgehen ist ein Kompromiss. Das Wesen des Kompromisses beinhaltet es immer, dass beide Seiten schmerzhafte Zugeständnisse machen müssen. Das wäre auch hier der Fall, weil wir die AOMV als einzigen Weg sehen, um eine vollständige Aufarbeitung herbeizuführen. Wir haben den Vorschlag trotzdem gemacht, weil sich bei vorgezogenen Wahlen entsprechende Alternativen auch positionieren könnten. Dies würde zum einen die leidige Diskussion beenden, wer welches Amt anstrebt aber vor allem den Mitgliedern die Möglichkeit geben, eine Wahl zu treffen, denn die jetzigen Amtsinhaber können ja alle wieder antreten. Zum anderen würde dieser Schritt definitiv die Notwendigkeit einer weiteren Versammlung verhindern. Denn was gerne übersehen wird: Bei Nichtentlastung oder Abwahl des AR auf der regulären JHV wird definitiv eine weitere AOMV zur Neuwahl notwendig. Auch wenn dies formal nur die Fortsetzung der regulären Versammlung wäre, liegen doch bis zu vier Wochen zwischen den Terminen. Dies war der Grund, warum wir im Sinne des FCK diesen Kompromiss vorgeschlagen haben, obwohl wir dazu den von uns als richtig betrachteten Weg der AOMV verlassen müssten. Am Ende würde so aber das wichtigste Ziel, den Mitgliedern in dieser schwierigen Situation eine Wahl zu ermöglichen, schließlich doch erreicht. Wie gesagt, Kompromisse sind schmerzhaft. Aber manchmal auch eine Lösung.

Abschließend möchten wir uns bei allen bedanken, die unseren Antrag bereits unterstützt haben und all jene bitten, die sich derzeit Sorgen um unseren FCK machen, diesen jetzt zu unterstützen!

Vielen Dank!

Mit teuflischen Grüßen

Johannes B. Remy und Ken Kinscher

Quelle: FCK jetzt


Ergänzung, 14.08.2019:

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Wagner pro AOMV: "Mir als Fan blutet das Herz"

Mit Martin Wagner hat sich ein weiterer Meisterspieler von 1998 für eine Außerordentliche Migliederversammlung (AOMV) beim zerstrittenen 1. FC Kaiserslautern ausgesprochen.

"Ich habe lange überlegt, ob ich mich zu diesem Thema hier überhaupt melden sollte", schreibt der 51-jährige Wagner in seinem Statement von Mittwochabend. "Mir wurde in letzter Zeit viel zugetragen, was den FCK und seine Führung betrifft. Natürlich gibt es viele offene und unerklärte Fragen aus der jüngeren Vergangenheit, diese gilt es aus meiner Sicht klar und deutlich zu beantworten, damit man geschlossen und einheitlich einen gemeinsamen Weg und den damit angestrebten Erfolg erreichen kann! (...) Ich bin sicher kein Stimmungsmacher, kein Polemiker oder nur ein ehemaliger Spieler, ich bin Fan meines Vereines und mir blutet das Herz, dass es so ist wie es ist!"

» Zur kompletten Stellungnahme von Martin Wagner

Unterschriftensammlung zur AOMV läuft weiter

FCK-Mitglieder sammeln zurzeit die 600 nötigen Unterschriften zur Einberufung einer AOMV, auf der dann unter anderem über die Arbeit des zerstrittenen Aufsichtsrates entschieden werden soll. Auch eine vorgezogene Neuwahl des Gremiums steht zur Debatte. Mehrere hundert Unterschriften für die AOMV sind schon eingegangen - die genaue Zahl wurde noch nicht bekanntgegeben.

» Weitere Informationen zum AOMV-Aufruf: http://www.FCK-jetzt.de

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 16.08.2019:

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Littig: "Die Lager schaukeln sich gegenseitig hoch"

"Ich will kein Amt mehr, aber unterstütze den Wunsch nach Aufarbeitung": Auch der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, Michael Littig, hat sich in einer sehr ausführlich begründeten Stellungnahme für die Einberufung einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AOMV) ausgesprochen.

"Es ist menschlich, dass Vorgänge offen geklärt werden müssen, um dann anschließend ein gemeinsames belastbares und faires Fundament für ein weiteres gemeinsames (!!!!) Miteinander zu erhalten! Nur wenn man gemeinsam einen Haken an schwierige Vorgänge macht, kann es auch gemeinsam wieder nach vorne gehen. Gelingt das nicht, dann tickt die Zeitbombe im Untergrund und bei nächster Gelegenheit spielt jemand mit dem Feuerzeug an der Zündschnur. Das müssen wir verhindern", schreibt der Kaiserslauterer IT-Unternehmer Littig in seiner öffentlichen Stellungnahme. "Ich kann den Widerstand gegen eine AOMV nicht nachvollziehen, es sei denn, man hat keine Antworten auf wichtige Fragen oder man befürchtet persönliche Repressalien. Aber das sollte unbegründet sein! Darum geht es auch nicht!! Es geht um den FCK, es geht darum, den FCK für die Zukunft aufzustellen und es geht nicht um einzelne Personen."

» Zur kompletten Stellungnahme von Michael Littig:

Genialer Sieg gegen Mainz! Positive Energie nutzen! AOMV jetzt!

Wie lange wollen die Verantwortlichen noch zuschauen, wie sich Menschen, Mitglieder und Fans, Ehemalige uvm. positionieren und reiben, statt einen geeigneten Rahmen zu schaffen, um ungetrübt für die gemeinsame Sache zu kämpfen? Wie lange wollen die Verantwortlichen es noch zulassen, dass die Altlasten unnötigen Stoff für die Medien bieten? Gerade, nachdem wir mit dem Pokalspielsieg gegen Mainz einmal mehr gewaltige Emotionsausbrüche zusammen erleben durften!?

Alle träumen von solchen Erlebnissen! Nachdem auch bei mir seit Samstag mein Grinsen über den Sieg über die Mainzelmänner im Gesicht eingefroren ist und erst so langsam wieder Entspannung einkehrt, gilt es den Blick nach vorne zu richten.

Wir alle wissen, dass am ganz langen Ende nur der sportliche Erfolg die Vereinsseele beruhigen kann und unseren FCK zu einer starken Gemeinschaft werden lässt. Genau in dieser Atmosphäre kann es nun auch gelingen, fair und offen miteinander zu diskutieren und auch schwierige Situationen der Vergangenheit aufzubereiten und dann - ganz wichtig - zu begraben!!! Mehrere hundert Mitglieder haben wohl schon ihren Bedarf an einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung unterschrieben. Diese Fans haben offensichtlich unzählige Fragen, die es zu beantworten und einzuordnen gilt!

Jeder weiß, dass dies im Rahmen einer normalen JHV nicht gelingen kann bzw. der Rahmen wird bis über jede Schmerzgrenze hinaus gesprengt! Oder wollen die aktuell Verantwortlichen tatsächlich nach Berichten, Mitgliederehrung, Totengedenken, sportlichem Bericht, Satzungsdiskussionen auf Tagesordnungspunkt 10 plus x und nach Mitternacht hinaus dann für die versprochene Transparenz sorgen?

Auch ich persönlich möchte einen Schlusspunkt unter viele Geschehnisse setzen. Das sogenannte Mitgliederforum hat sich leider als absolut ungeeignet entpuppt. Wichtige Fragen wurden schlicht nicht beantwortet und Informationen unverbindlich und mehr irritierend als aufklärend gegeben. Es war nicht der angekündigte Rahmen, um die notwendige Verbindlichkeit zu schaffen oder evtl. sogar wahrheitsgemäß informieren zu müssen. Durch dieses Schauspiel hat der FCK leider Monate verloren, um die angeblich gewünschte Ruhe zu finden. Es ist menschlich, dass Vorgänge offen geklärt werden müssen, um dann anschließend ein gemeinsames belastbares und faires Fundament für ein weiteres gemeinsames (!!!!) Miteinander zu erhalten! Nur wenn man gemeinsam einen Haken an schwierige Vorgänge macht, kann es auch gemeinsam wieder nach vorne gehen. Gelingt das nicht, dann tickt die Zeitbombe im Untergrund und bei nächster Gelegenheit spielt jemand mit dem Feuerzeug an der Zündschnur. Das müssen wir verhindern!

Niemand hat ein Interesse daran, nach weiteren Niederlagen im alten Sumpf zu wühlen. Ich kann den Widerstand gegen eine AOMV nicht nachvollziehen, es sei denn, man hat keine Antworten auf wichtige Fragen oder man befürchtet persönliche Repressalien. Aber das sollte unbegründet sein! Darum geht es auch nicht!! Es geht um den FCK, es geht darum, den FCK für die Zukunft aufzustellen und es geht nicht um einzelne Personen. AOMV heißt nicht "Absetzen Oller Manager und Vorstände" sondern schlicht "AußerOrdentliche MitgliederVersammlung". 

Die angeblichen Kosten einer AOMV sind m.E. nur ein vorgeschobenes Argument, es sei denn die FCK-Gastronomie oder die KGaA will sich so am e.V. bereichern? 

Ganz im Gegenteil!!!! Sollte keine AOMV stattfinden, es aber im Rahmen einer JHV tatsächlich Nichtentlastungen o.ä. geben, welche im schlimmsten Fall Neuwahlen auslösen, dann muss zeitnah eine erneute Versammlung einberufen werden - mit allen Kosten! Der FCK ist in einer Sondersituation und die erfordert eben eine angemessene Verarbeitung! Der Vorstand hätte dies entsprechend umsetzen müssen: statt einer Placeboveranstaltung (Mitgliederforum) eine klar strukturierte und verbindliche Mitgliederversammlung mit der verbindlichen Abarbeitung der Bedürfnisse und dem gemeinsamen Ziel im Interesse der zukunftsfähigen Gestaltung des FCK zu handeln. Die JHV hätte dann ohne Stress geordnet angesetzt und durchgeführt werden können.

Das hätte verhindert, dass nun 100erte Mitglieder mobilisieren, die Fans gegeneinander agieren, ehemalige Spieler sich positionieren müssen uvm.

Das hätte Ordnung und Ruhe gebracht bzw. gesichert. Nun schaukeln sich die verschiedenen "Lager" gegenseitig hoch und sollten nur 599 Unterschriften gesammelt werden, dann werden 599 Fragende die JHV sprengen. Daher nochmals mein Appell an den Vorstand des FCK Verantwortung zu zeigen und endlich die Fragen in einem angemessenen Rahmen abzuarbeiten! Der Vorstand kann ohne Unterschriften eine MV einberufen. Gründe gibt es genug.

Wer Ruhe will, muss die Themen anpacken und lösen und bereit sein Verantwortung für die möglichen Konsequenzen zu tragen. Ich bin überzeugt: das ist im Interesse aller vermeintlichen Lager. 

Wer keine Ruhe will, schaut weiter zu wie belastende Themen wabern, wie Mitglieder und Fans miteinander oder besser gegeneinander streiten.

Wer keine Ruhe will, lässt zu, dass die Atmosphäre weiter getrübt und blockiert wird, dass die Presse noch Monate unsäglichen Stoff außerhalb des sportlichen Bereichs erhält.

Wer keine Ruhe will, provoziert, dass sich die bedauerlichen Fronten verhärten und irgendwann Mauern entstehen statt Brücken gebaut werden.

Wer keine Ruhe will, der drückt sich vor Aufklärung, vor Fragen, vor Transparenz und lässt dann 100erte Mitglieder in einer absehbar unsäglich langen JHV-Schlacht aufeinander los!

Nur wer etwas zu verbergen hat, nur wer darauf wettet, dass anderer Dinge zumindest temporär die vorhandenen Fragen der Mitglieder überlagern, nur wer so hofft, noch einmal Zeit zu gewinnen, nur der versucht das sprichwörtlich auszusitzen und lässt viele engagierte Mitglieder tatsächlich auflaufen. 

https://www.fck-jetzt.de

Liebe FCK´ler: nach einer verbindlichen Mitgliederversammlung besteht die Chance geeint und gestärkt nach vorne zu marschieren. Jede Verschleppung oder auch ein unzureichender Rahmen, wie das absehbar in einer JHV sein wird, verhindert das Schließen der offenen Wunden. Daher meine Bitte und weil offensichtlich der verantwortliche Vorstand die selbst unterzeichnete Notwendigkeit einer Aufklärung sowohl der potentiellen Satzungsverstöße als auch der Verantwortlichkeiten der verschiedenen handelnden Personen nicht mehr unterstützt: unterschreibt den Antrag zur AOMV, schafft damit Klarheit, Verbindlichkeit und Ruhe. Ich möchte mich irgendwann wieder ungetrübt über unseren FCK freuen können. Das gelingt mir aktuell noch nicht wirklich. 

Über mich: 

Und auch um hier Klarheit zu meiner Person und Motivation zu schaffen: Ich möchte mit dem Begraben der jüngsten auch mich betreffenden Vergangenheit einen verbindlichen Schlussstrich eben unter die bekannten Punkte machen. Ich wünsche mir, dass die Lager aufgelöst werden und alle im FCK wieder an gemeinsamen Zielen arbeiten und sich ungetrübt engagieren!

Ich habe gezwungener Maßen und zugegeben unter Tränen mein Amt aufgeben müssen. ICH WERDE IN DIESER FUNKTION AUCH NICHT ZUR VERFÜGUNG STEHEN!!! Nur nebenbei: es gab nie ein "Lager Littig" und es gibt kein "Lager Littig". Diese Terminologie ist Teil einer Medienstrategie - von wem auch immer - mehr nicht. Im Gegenteil: bereits im November 2018, also lange vor manchem öffentlich gewordenen Ereignis, hatte ich meinen Rücktritt erwogen. Und nur falls es interessiert, werde ich auch das transparent machen.

Nach allen Erlebnissen kann ich eine Wiederaufnahme einer AR-Aufgabe weder meiner Familie zumuten noch wäre das eine gute Lösung in Anbetracht der jüngeren Vereinsgeschichte - auch wegen der erfolgreich diffamierenden und unhaltbaren Berichterstattung in manchem Medium. Ich muss das akzeptieren und will hier schlicht nicht weiter belastend wirken. Ich werde auch keine Unterlassungserklärungen verlangen und auch niemanden, der mich diskreditiert, beklagen. Wenn jemand in ein solches Amt geht, der muss es auch aushalten können, dass er öffentlich zerrissen wird. Sogar Lügen, die wohl definitiv verbreitet wurden, muss man bis zu einem bestimmten Grad schlucken.

ABER!!!!!!: Ich bin ganz sicher nicht bereit, den FCK aufzugeben und auf unseren FCK zu verzichten!

Nicht auf den FCK, den wir in unseren Herzen tragen und mit dem wir seit Jahrzehnten mit Stolz verbunden sind: dieser außergewöhnliche Verein hat nicht nur Geschichte geschrieben. Der FCK ist das Symbol vieler gewaltiger positiver Emotionen. Der FCK verbindet Generationen von Menschen auf der ganzen Welt und prägt viele tolle Erinnerungen. Der FCK ist hier auch das Symbol für viele wichtige Werte in unserer Gesellschaft und dafür, dass unmöglich Geglaubtes gelingen kann, dass Unmögliches wahr werden kann! Dass Menschen viel bewegen können.  

Es liegt an uns allen, das zu bewahren und in die Zukunft zu retten. Nur deshalb möchte ich auf einer fairen und sachlichen AOMV die jüngere Geschichte abhaken und die Basis für eine weitere emotionsgeladene Zukunft sichern.

Wer Ruhe will , wer stark genug ist die Realitäten aufzunehmen, wer bereit ist auch schwierige Zustände und Entscheidungen zu akzeptieren, wer das Ziel hat den FCK wieder konsequent und ehrlich nach vorne zu bringen, der unterstützt eine AOMV. Und nochmal: ganz schlicht und einfach, weil eine AOMV einen eigenen und geeigneten Rahmen mit hinreichend Zeit bieten kann. 

Was ist die Alternative? Klar: eine JHV mit absehbar chaotischen Zuständen und dem absehbaren Risiko, dass die Themen weiter wabern, da sie nicht befriedigend gelöst wurden.

Liebe "Gegner" einer AOMV: beraubt den Befürwortern der AOMV schon heute die Chance sich nach einer JHV beschweren zu können, dass mangels geeignetem Rahmen die Themen noch immer nicht gelöst werden konnten!

Ich bin der festen Überzeugung, dass "leider" beides notwendig ist: AOMV UND JHV! Altlasten in einer AOMV begraben und eine unbelastete konstruktive auf die Zukunft ausgerichtete JHV.

https://www.fck-jetzt.de

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 20.08.2019:

Remy: "Es braucht eine neue Legitimation der Basis"

Seit dem „Mitgliederforum“ am 28. Juli sammelt die Initiative "fck-jetzt.de" Stimmen, um eine Außerordentliche Mitgliederversammlung (AOMV) des 1. FC Kaiserslautern einzuberufen. In diesen sollen die Ereignisse rund um die Investorensuche und -entscheidung in den vergangenen Monaten aufgearbeitet werden, über die Entlastung des Aufsichtsrats abgestimmt und gegebenenfalls dessen Abwahl eingeleitet werden. Auch die Beratung und Beschlussfassung über den Vereinsausschluss von Patrick Banf steht auf der Tagesordnung. Für manche sind die Initiatoren von "fck-jetzt.de" nur Querulanten, die einfach keine Ruhe geben wollen - sie selbst sagen, nur durch eine neue Legitimation der FCK-Führung durch die Basis lasse sich Ruhe herstellen. Wir sagen: Jedes Mitglied sollte für sich selbst das Für und Wider abwägen und entscheiden. Dazu braucht es aber den Willen und die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren. Drum baten wir Initiator Johannes B. Remy zum Interview.

(Anm. der Red.: Die Interviewpartner duzen sich, weil sie seit rund 15 Jahren gemeinsam auf transfermarkt.de aktiv sind und lange Jahre abwechselnd eine Kolumne betreut haben. Dabei waren sie absolut nicht immer einer Meinung. Sich nur der Form halber zu siezen, wäre ihnen unglaubwürdig erschienen. Die journalistische Distanz ist dennoch gewahrt. Die Anrede "Ben" entschlüsselt zudem die Bedeutung des "B." in Johannes B. Remy.)

Block 4.2: Ben, du willst dir nach wie vor nicht in die Karten schauen lassen, wie viele Unterschriften Ihr bereits zusammen habt, um einen Außerordentliche Mitgliederversammlung zu beantragen?

Johannes B. Remy: Stimmt. Ist aber nur zur Hälfte richtig. Eine genaue Zahl kann ich dir auch deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen, weil der Verein sich weigert, uns wenigstens beim Abgleich der von uns bereits gesammelten Unterschriften zu unterstützen. Ich kann aber sagen: Wir sind inzwischen auf die Zielgerade eingebogen.

Block 4.2: Offenbar aber habt Ihr noch keine 600 Unterschriften beisammen, denn das würdet Ihr ja sofort bekanntgeben. Warum eigentlich? Nach den Eindrücken, die das "Mitgliederforum" am 28. Juli vermittelte, sah es aus, als wären diese schnell gesammelt.

Remy: So einfach ist es eben doch nicht. Uns war von Anfang an klar, dass das ein Langstreckenlauf wird. Obwohl wir stark gestartet sind, braucht es Geduld und Ausdauer. Wir stellen zum Beispiel immer noch fest, dass gerade viele ältere Mitglieder noch gar nichts von unserem Antrag und den Hintergründen wissen, weil sie nicht im Internet unterwegs sind. Die lokalen Printmedien, aus denen sich gerade die Senioren immer noch bevorzugt informieren, schreiben leider nicht viel über fck-jetzt.de. Und eine Liste mit Kontaktdaten aller Mitglieder, mit deren Hilfe wir diese einfach anschreiben könnten, stellt uns der Verein natürlich auch nicht zur Verfügung.

Block 4.2: Das ist, aus datenschutzrechtlichen Gründen, ja wohl auch korrekt so.

Remy: Da stimme ich dir zu. Es wäre aber sowohl mit dem Datenschutzrecht als auch mit unserer Vereinssatzung absolut vereinbar, wenn der Verein selbst ein Rundschreiben an alle Mitglieder verschickte, das diese – vollkommen wertungsfrei - über unseren Antrag informiert und es ihnen überlässt, darüber zu entscheiden. Die Kosten dafür hätten wir gern übernommen, wären aber durchaus auch schon mit einer Mail an die Mitglieder zufrieden gewesen, die eine Emailadresse hinterlegt haben. Auch einer neutralen Berichterstattung zu unseren Antrag im aktuellen Newsletter hätten wir sofort zugestimmt. Das entspräche, glaube ich, nicht nur meinen Vorstellungen von einer transparenten Vereinsführung. Und das ist leider nicht der einzige Punkt, zu dem sich der Verein nicht sehr kooperativ zeigt.

Block 4.2: Wo gibt’s denn außerdem Probleme?

Remy: Wir würden zum Beispiel die Unterschriften, die wir bereits gesammelt haben, gerne schon blockweise verifizieren, damit wir, sobald wir 600 zusammen haben, auch schnell sicher sein können, dass ausnahmslos Mitglieder unterschrieben haben. Eine entsprechende Bitte meinerseits schlug der Verein mit der Begründung ab, ein solcher Abgleich sei nur mit Zustimmung des Unterzeichner möglich. Auf dem Schreiben war leider kein direkter Ansprechpartner vermerkt, soll heißen, die Mail war nicht unterzeichnet. Ich schrieb daraufhin zurück, dass jeder, der bei uns unterschrieben hat, auch bereits eine Zustimmung zum Abgleich erteilt hat und ich daher um einen Vorschlag für das weitere Vorgehen bitte. Das war vor zwei Wochen. Bis heute habe ich keine Antwort erhalten.

Block 4.2: Das heißt, sobald Ihr bei Euch 600 Unterschriften gezählt habt, müsst Ihr diese erst an den Verein weitergeben, und der prüft dann, ob diese auch allesamt von eingetragenen Mitgliedern stammen. Das kostet ja nochmal zusätzlich Zeit.

Remy: Laut Wilfried de Buhr, dem Vorsitzenden des Vereinsvorstands, dauert es sogar bis zu vier Wochen, wie er am Rande des "Mitgliederforums" erklärte… Das ist schon erstaunlich, mir war gar nicht bekannt, dass sich unsere Geschäftsstelle technisch noch auf dem Stand von vor 30 Jahren befindet. Und selbst damals, als 1996 die berühmte AOMV von Atze Friedrich einberufen wurde, ging das viel schneller. Mit den heute zur Verfügung stehenden Software-Programmen müsste eine solche Überprüfung eigentlich in ein paar Stunden abgeschlossen sein. Dazu muss ich dann auch nicht auf fehlende Mitarbeiter verweisen. Zumal wir parallel ja auch eine Excel-Datei führen, die sich wie jeder weiß, auf Knopfdruck nach Mitgliedsnummer oder Namen sortieren lässt. Wer da von Wochen spricht, setzt sich meiner Meinung nach dem Verdacht aus, er wolle auf Zeit spielen. Dabei muss der Verein nur sagen, wie er die Daten gern hätte. Aber da kommt nichts.

Block 4.2: Je länger sich Euer Antrag hinzieht, desto näher rückt er zeitlich an die Jahreshauptversammlung, die auf den 19. oder 20. Oktober vorgezogen wurde. Da stellt sich schon die Frage, ob zwei Veranstaltungen hintereinander Sinn machen.

Remy: Eine Außerordentliche Mitgliederversammlung, auf der ausschließlich die Ereignisse der vergangenen Monate aufgearbeitet werden, macht auf jeden Fall Sinn. Im Rahmen einer JHV würde eine solche Diskussion jede Zeitvorgabe sprengen, das hat man doch bereits beim sogenannten "Mitgliederforum" gesehen. Da waren es rund viereinhalb Stunden. Für einen einzigen Tagesordnungspunkt. Ohne Auskunftspflicht und Rederecht. Und wenn wir unsere AOMV durchsetzen, muss der Termin für die JHV auch zeitlich so angepasst werden, wie es im Gesamtablauf sinnvoll erscheint. Und da gibt es dann immer noch genug zu besprechen. Im übrigen möchte ich noch einmal betonen: Wenn der Aufsichtsrat zur JHV auch seine eigene Neuwahl vorzieht, die turnusgemäß erst 2020 anstünde, sind wir immer noch bereit, unseren Antrag zurückzuziehen. Das haben wir gleich zu Anfang angeboten. Und dazu stehen wir auch jetzt noch. Selbst wenn es mit jeder Unterschrift, die wir bekommen, schmerzhafter wird. Aber das hat natürlich auch Grenzen. (…)

Quelle und kompletter Text: Block 4.2


Ergänzung, 21.08.2019:

De Buhr kontert Remy: "Ich spiele nicht auf Zeit"

Unser Interview mit "fck-jetzt.de"-Initiator Johannes B. Remy hat einigen Nachhall verursacht. Am gestrigen Dienstagabend erreichte uns eine Stellungnahme Wilfried de Buhrs. Darin stellt der Vorstandsvorsitzende des 1. FCK-Kaiserslautern e.V. seine Sicht dar, weshalb der Verein auf die Unterschriftensammlung zur Beantragung einer  Außerordentlichen Mitgliederversammlung (AOMV) nicht auf eigenen Informationskanälen aufmerksam machen kann. Zudem sieht sich de Buhr von Remy falsch wiedergegeben, was die Bearbeitungsfrist für den Abgleich der Unterschriftenliste mit Mitgliederdaten angeht. Auch Remys Zweifel an seinen Angaben zu den Kosten einer AOMV kann der Vereinschef nicht nachvollziehen. Unterdessen haben die Initiatoren von fck-jetzt.de erneut die Herausgabe der Mitgliederkartei beantragt, um umfassend über ihr Anliegen informieren zu können. Auf eine entsprechende Rechtsgrundlage sind sie von einem Leser aufmerksam gemacht worden, der auf das Remy-Interview über einen Link im Internetforum "Der Betze brennt" stieß.

"Natürlich haben wir die Aktivitäten von Mitgliedern für die Beantragung einer AOMV zur Kenntnis genommen und respektieren diese", versichert Wilfried de Buhr zu Beginn seines Schreibens. "Wir müssen uns als Vorstand aber neutral verhalten, auch gegenüber den Mitgliedern, die eine ordentliche JHV wünschen."

Zu diesem Thema habe sich der Vorstand mehrfach mit dem Vereinsrat abgestimmt, in dem alle Abteilungen des FCK vertreten seien, ebenso der Vorsitzende des Ehrenrats, der regelmäßig als Gast teilnehme. Dieses Gremium habe sich mehrheitlich gegen eine AOMV ausgesprochen. Daher könne der Verein über den Antrag weder im Newsletter noch in separaten Mails informieren.

Anonym? Antwortmail enthielt Telefonnummer

Dass Johannes B. Remy moniert, er hätte auf eine erste Anfrage zum Abgleich der gesammelten Unterschriften mit der Mitgliederkartei nur eine "anonyme" abschlägige Antwort erhalten, weist de Buhr zurück. Die beiden Mitarbeiter des Mitgliederwesens, von denen eines sich noch in der Einarbeitung befindet, versendeten ihre Mails stets ohne Namensnennung, aber mit Telefonnummer. "Ein Anruf hätte hier sicherlich sofort Aufklärung gebracht." Unabhängig davon würden Mails aber in Zukunft mit Namensnennung erfolgen.

Auf den weiteren Kritikpunkt Remys, er habe auf seine Replik, die Antragsunterzeichner hätten ihr Einverständnis zum Abgleich ihrer Daten bereits erteilt, bis heute keine Antwort erhalten, geht Wilfried de Buhr allerdings nicht ein.

Des weiteren bestreitet der Vorstandsvorsitzende, jemals, wie von Remy behauptet, eine Frist von vier Wochen genannt zu haben, die der Verein zur Prüfung der Unterschriften benötige. Er habe von zwei bis drei Wochen zur Prüfung und Vorbereitung einer AOMV gesprochen, dazu komme die vorgeschriebene Ladungsfrist von vier Wochen.

Antrag "wird sauber und unbeeinflusst" abgearbeitet

Ebenso wenig kann de Buhr Remys Zweifel an den von ihm genannten Kosten einer AOMV nachvollziehen: "Nach mir vorliegenden Zahlen haben die Jahreshauptversammlungen des 1. FC Kaiserslautern e.V. im Schnitt der letzten vier Jahre über 145.000 Euro gekostet." Durch das Engagement von Finanz-Geschäftsführer Michael Klatt sei dieser Betrag zuletzt auf unter 100.000 Euro gedrückt worden. "Die von mir auf Befragung hierzu in einem Presseinterview genannte Schätzung von 60.000 bis 80.000 Euro für die anstehende Versammlung ist daher sehr realistisch", so de Buhr.

"Den geäußerten Verdacht, auf Zeit zu spielen, weise ich daher entschieden zurück", schließt der Vereinschef. Und betont, dass ein von 600 Mitgliedern unterschriebener Antrag auf Einberufung einer AOMV für den Vorstand "verpflichtend" sei und von dessen Mitarbeitern "sauber und unbeeinflusst" abgearbeitet werde. "In der Zwischenzeit werden sich die beiden ehrenamtlichen Vorstände, einer davon in Köln lebend, vorrangig der Verwirklichung des Aktienkaufprogramms für Mitglieder und der Betreuung seiner aktiven Sportler in 10 Abteilungen, sowie vielfältigen Anliegen seine großen Mitgliederzahl widmen."

Remy bleibt bei seinen Darstellungen

Von uns mit dem Statement konfrontiert, erklärte Johannes B. Remy zu den einzelnen Punkten:

Bei der von de Buhr genannten Telefonnummer in der abschlägigen Mail habe es sich lediglich um die Nummer der Telefonzentrale des FCK gehandelt. Die habe er auch angerufen, doch wurde er nicht weiterverbunden, da er keinen zuständigen Ansprechpartner nennen konnte. Ihm wurde jedoch ein Rückruf versprochen, der nie kam. Im übrigen habe de Buhr ihm bereits im Rahmen des Mitgliederforums einen persönlichen Anruf binnen zweier Tage zugesagt und sich auch seine Handynummer notiert. Auch dieser sei nie erfolgt.

Zu der von de Buhr genannten Bearbeitungsfrist bleibt Remy bei seiner Darstellung, de Buhr hätte von vier Wochen gesprochen. "Da steht nun Aussage gegen Aussage. Ich halte aber auch drei Wochen für inakzeptabel."

Wie die 60.000 bis 80.000 Euro Kosten für eine AOMV zustande kommen sollen, ist Remy nach wie vor ein Rätsel: "Ich bleibe dabei. In diesem Betrag wären dann auch alle Beträge enthalten, die dem e.V. von der eigenen Kapitalgesellschaft in Rechnung gestellt werden, und nichts anderes habe ich ja gesagt. Ansonsten freue ich mich, wenn Herr de Buhr mir und allen Mitgliedern die Zahlen auf der nächsten Mitgliederversammlung darlegt."

Nach Hinweis von DBB-User: FCK-jetzt.de beansprucht Mitgliederdaten

Parallel haben die Initiatoren von fck-jetzt.de einen neuen Antrag auf Herausgabe der Mitgliederkartei gestellt, um umfassend über ihren Antrag informieren können. "Wenn die Übermittlung von Namen und Anschriften der anderen Vereinsmitglieder dazu dient, dem Vereinsmitglied zu ermöglichen, das sich aus seiner Mitgliedschaft ergebende Recht auf Mitwirkung an der Willensbildung im Verein wirkungsvoll ausüben zu können, ist die Datenübermittlung nach § 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BDSG (Bundesdatenschutzgesetz - Anm. der Red.) zulässig, ohne dass es auf eine Einverständniserklärung der Mitglieder ankommt", heißt es in dem Schreiben.

Dies sei "ständige Rechtsprechung", bestätigt vom Oberlandesgericht München (Endurteil v. 24.03.2016 - 23 U 3886/15). Im Februar 2019 argumentierte auch das Landgericht Hannover in dieser Richtung, als Mitglieder von Hannover 96 die Mitgliederkartei des Vereins nutzen wollten, um einem Informationsanspruch gerecht zu werden.

In dem Urteil heißt es: "Ein überwiegendes Bedürfnis (der) Mitglieder an der Geheimhaltung [...] gegenüber den Klägern ist (...) nicht erkennbar. Sie [die Mitglieder] [haben] damit zu rechnen und es ist ihrerseits zu dulden, dass ein anderes Mitglied ihre Kontaktdaten einsehen und zur Kontaktaufnahme in Bezug auf Vereinsbelange nutzen kann." Und weiter: "Die Kläger wären [andernfalls] ihrer Mitgliedschaftsrechte beraubt, die der Beklagte (Vereinsvorstand) hier vollständig und im Hinblick auf ein bestehendes Informationsrecht unzulässig verweigert."

Auf diese Rechtslage aufmerksam gemacht wurden die Initiatoren von "fck-jetzt.de" von einem Besucher des Internetforums "Der Betze brennt", das unser Remy-Interview gestern verlinkte. Den Eingang ihres Antrags hat Vorstandsmitglied Jürgen Kind den Initiatoren noch gestern Abend bestätigt.

Da bleibt uns nur zu sagen: Fortsetzung folgt.

Quelle: Block 4.2


Ergänzung, 28.08.2019:

Antrag auf AOMV wird vorläufig "ruhend" gestellt

Die Initiative "FCK jetzt" teilt mit, dass der Antrag auf eine Außerordentliche Mitgliederversammlung beim 1. FC Kaiserslautern vorläufig ruhend gestellt wird. Bisher wurden über 500 der nötigen 600 Unterschriften gesammelt.

Liebe Mitunterzeichner,
Liebe FCK Familie,

wir haben immer wieder sporadisch versucht, euch über unser Anliegen und unsere Position zu informieren. Leider ist es so, dass wir seit dem 28. Juli 2019 vergeblich versuchen, beim FCK Zugriff auf die Mitgliederkartei zu erhalten. Dieser Zugriff ist erforderlich, um alle Mitglieder über unser Vorhaben zu informieren, unabhängig davon, welche Medien sie nutzen und welche nicht. Selbstverständlich müssen wir die eingegangenen Zustimmungserklärungen auch mit der Kartei abgleichen um zu wissen ob unsere Unterstützer auch tatsächlich antragsberechtigte Mitglieder sind.

Die Rechtssprechung sagt dazu folgendes:

"Ein berechtigtes Interesse eines Vereinsmitglieds, Kenntnis von Namen und Anschriften der übrigen Mitglieder zu erhalten besteht [dann], wenn das Mitglied nach den Umständen des konkreten Falls die in der Mitgliederliste enthaltenen Informationen ausnahmsweise benötigt, um die sich aus seiner Mitgliedschaft ergebenden Rechte auf Mitwirkung an der Willensbildung im Verein wirkungsvoll ausüben zu können. Wenn die Übermittlung von Namen und Anschriften der anderen Vereinsmitglieder dazu dient, dem Vereinsmitglied zu ermöglichen, das sich aus seiner Mitgliedschaft ergebende Recht auf Mitwirkung an der Willensbildung im Verein wirkungsvoll ausüben zu können, ist die Datenübermittlung nach § 28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BDSG zulässig, ohne dass es auf eine Einverständniserklärung der Mitglieder ankommt."

(Siehe auch u.a. OLG München, Endurteil v. 24.03.2016 - 23 U 3886/15. An der rechtlichen Bewertung hat auch die zwischenzeitlich erfolgte Einführung der DSGVO nichts geändert.)

Wie notwendig dieser Zugriff ist, zeigt der Umstand, dass wir im Stadion auch Unterstützung von Vereinsmitgliedern erhalten haben, die überhaupt noch gar nichts von unserem Antrag wussten. Wir bedauern trotzdem einräumen zu müssen, dass wir trotz vieler Anläufe und schließlich einer Fristsetzung, keine Entscheidung des Vereins herbeiführen können. Wir sind dabei ohne weiters bereit gewesen, auf Datensätze von Mitgliedern zu verzichten, die der Weitergabe widersprochen haben, obwohl ein solcher Widerspruch in der laufenden Rechtssprechung gar nicht vorgesehen ist. Wir haben dabei über Treuhänder genauso gesprochen, wie über objektive Berichterstattung über unser Anliegen, durch den Verein selbst. Eine Lösung, die parallel zur Veröffentlichung unseres Antrages sehr sinnvoll gewesen wäre und natürlich viel Unruhe im und um den Verein verhindert hätte.

Wir haben allerdings immer darum gebeten, uns diese Punkte verbindlich, in Schriftform vorzulegen. Das ist bis heute nicht passiert. Jetzt kann man argumentieren, dass es auf ein paar weitere Tage nicht ankomme. Da wir aber seit einem Monat versuchen, unser Recht durchzusetzen, ist dies keine Bagatelle. Und wir können und wollen auch nicht länger so tun, als sei es eine.

Wir waren zuletzt in konstruktivem Dialog mit Herrn de Buhr und letztlich auch Paul Wüst, und haben über die Anpassung der Tagesordnung gesprochen, um AOMV und JHV mit ausreichend Zeit für die Aufklärung zusammenlegen zu können. Unsere Eckpunkte dazu veröffentlichen wir in Anlage 2 dieses Schreibens. Was uns hierbei jedoch besonders übel aufstößt, ist ein permanentes "Spiel auf Zeit". Mails werden abschlägig oder gar nicht beantwortet, Entscheidungen nicht getroffen oder verschoben. Letztlich ist das komplette Handeln darauf gerichtet, Mitglieder von Informationen abzuschneiden und die Willensbildung im Verein einseitig zu beeinflussen. Wie man auf dieser Basis Mitglieder einen will, ist uns schleierhaft. Der Aufsichtsrat hat sich offensichtlich daran gewöhnt, es weder mit der Satzung noch mit der geltenden Rechtslage besonders genau zu nehmen.

Wir sind damit an einem Punkt angelangt, wo wir den FCK verklagen müssten, um unsere Rechte als Mitglieder wahrnehmen zu können. Dass diese Klage erfolgreich wäre, steht vor dem Hintergrund der ständigen Rechtsprechung zu diesem Thema und nach der Meinung aller beratenden Anwälte, außer Zweifel. Das weiß auch der Aufsichtsrat. Aber eine solche Klage nimmt Zeit in Anspruch und auch nach einer richterlichen Verfügung dauert es wieder, bis das Urteil auch tatsächlich umgesetzt werden muss. Kosten, Zeit, weitere Kosten. Mehr Zeit. Das führt in eine absurde Situation.

Wir haben uns unabhängig davon jedoch gefragt, ob wir das überhaupt wollen. Wollen wir den FCK, unseren Verein, verklagen? Wir haben also eine Abwägung treffen müssen. Und wir haben uns entschieden: Wir wollen diesen Weg nicht gehen.

Wir möchten unsere mittlerweile über fünfhundert Unterstützer um Verständnis bitten, aber vor allem möchten wir uns bei Ihnen bedanken. Auch unseren vielen Helfern, die vor Ort gesammelt haben, die versucht haben, unser Anliegen auch außerhalb der Online-Medien bekannt zu machen, möchten wir danken. Kommt zur regulären Mitgliederversammlung und zeigt der aktuellen Führung, wer das oberste Gremium, der Souverän in unserem Verein ist. Wir müssen wieder zu einem Verein werden, der sich an externe und interne Regeln, Gesetze und Leitlinien hält. Egal ob Funktionäre, Mitarbeiter und Spieler, einfache Vereinsmitglieder, Investoren oder Sponsoren, alle diese Interessengruppen brauchen eines: Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit. Eine grundlegende Ordnung der alles folgt und keine Beliebigkeit, bei der Entscheidungen von persönlichen Motiven, Eitelkeiten, Ambitionen oder Launen abhängig sind. Wir wissen, dass wir nun auch einige Unterzeichner enttäuschen, aber letztlich wäre eine Klage gegen den Verein nur eine weitere Stufe der Eskalation.

Eskalation ist für uns ein wichtiges Stichwort. Wer Ruhe im Verein haben will, sollte zunächst schauen, wie er selbst dazu beitragen kann. Neben einigen irritierenden Stellungnahmen in der "Rheinpfalz", zu denen selbst amtierende Aufsichtsräte eine andere Meinung haben, sollte man zumindest versuchen, den Vereinsmitgliedern ein neutrales Bild zu vermitteln. In diesem Zusammenhang möchten wir darauf verweisen, dass wir uns in unseren Antrag auf Gremien des FCK gestützt haben. Besonders ans Herz legen möchten wir Ihnen die Einschätzung des Ehrenrates zum Satzungsbruch und zur Einberufung einer AOMV aus Mitte Juni 2019 (also lange nach dem Rücktritt Littigs). Dieses Dokument wurde uns vor dem Start unseres Antrages vorgelegt und hat wesentlich zu unserer Entscheidung beigetragen. Wir veröffentlichen die entscheidenden Passagen im Anhang zu diesem Schreiben (siehe Anlage 1). Weitere Dokumente, die uns ebenfalls vorliegen, bestätigen diese Einschätzung.

Vor dem Hintergrund der deutlichen Empfehlung und Analyse ist uns schleierhaft, warum die operativen Gremien hiervon abgewichen sind. Es ist für uns auch nicht nachvollziehbar, dass weder die Tatsache, dass es diese Einschätzung zu der dringenden Notwendigkeit einer AOMV gab, noch die Tatsache, dass die Organvertreter vor ihrer Entscheidung zur Annahme von Investorenangeboten auf Satzungsbrüche hingewiesen wurden, auf dem Mitgliederforum transparent gemacht wurde. Um es deutlich zu sagen: Die Herren wussten ganz genau was sie taten, als sie es taten.

Das Mitgliederforum hat aus unserer Sicht einmal mehr gezeigt, dass es nicht nur einen Riss innerhalb der Mitglieder und der Fangemeinde gibt - sondern auch einen tiefen Riss innerhalb der Gremien. Offenheit, Transparenz oder gar die Wiedervereinigung der Mitgliedschaft scheinen nicht das Ziel einzelner AR-Mitglieder zu sein. Das Mitgliederforum hat auch offenbart, dass es wohl weder Herrn Becca noch der breiteren Öffentlichkeit bewusst und bekannt war, mit welchen Mitteln massiver Druck auf Organ- und Vereinsmitglieder mit abweichender Meinung, ausgeübt wurde. Dass die höchste moralische Instanz des Vereins den Straftatbestand der Nötigung in der Analyse des Geschehens erwähnt, spricht aus unserer Sicht für sich selbst. Die selbstgefälligen, unreflektierten und eskalierenden Äußerungen von Jochen Grotepaß, gegenüber Michael Littig auf dem Mitgliederforum, tun das ebenfalls.

Abschließend möchten wir noch auf die bereits erwähnten Punkte für eine gemeinsame JHV / AOMV hinweisen, die wir mit Herrn de Buhr im wesentlichen schon abgestimmt hatten. Die entsprechend vorbereiteten Eckpunkte, haben wir als Anlage 2 beigefügt. Auch an der Umsetzung dieser Punkte können die Mitglieder die handelnden Akteure messen.

Wir stellen unseren Antrag hiermit vorläufig ruhend und bealten uns vor, falls der Aufsichtsrat die JHV Versammlung plötzlich doch noch verschieben oder die besprochene Tagesordnung wesentlich verändern sollte, den Antrag wieder aufzunehmen. Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei allen Unterzeichnern und vor allem bei unseren Helfern vor Ort. Ihr habt einen tollen Job gemacht! Wir bitten euch noch einmal um Verständnis für unsere Entscheidung und hoffen euch auf der regulären Jahreshauptversammlung zu sehen.

Mit teuflischen Grüßen
Johannes B. Remy & Ken Kinscher


Anlage 1

Auszug aus der Stellungnahme des Ehrenrates:

Außerordentliche Mitgliederversammlung

Entgegen dem eindeutigen und einstimmigen Votum der legitimierten Vereinsgremien Vorstand/Ehrenrat/Vereinsrat/Rechnungsprüfer vom 06.05. 2019, der Forderung des Kreditgebers Herrn Flavio Becca nach Rücktritt des AR-Vorsitzenden M. Littig wegen Verstoß gegen Art. 9 der Vereinssatzung nicht zu entsprechen, hat der Beirat der GmbH in seiner Sitzung vom 16.05.2019 dessen Angebot mehrheitlich angenommen, was zum Rücktritt von M. Littig von all seinen Ämtern führte.

Hier ist - entgegen öffentlicher Bekundungen: "zum Wohle des Vereins" - von keinem freiwilligen oder höchst persönlichem Rücktritt des AR-Vorsitzenden auszugehen (s.a. persönliche Begründung von M. Littig vom 03.06.19).
Vielmehr wurde auf mehrmalige Nachfrage (noch während laufender Sitzung) des Beiratsvorsitzenden bei Herrn Becca die erhobene Forderung aufrechterhalten, was zu einer "Drucksituation" ( kein Geld - keine Lizenz?) geführt hat, die M. Littig letztlich zu einem Ämterverzicht veranlasste.

Der Art. 6 Abs. 4 (a) unserer Satzung:
"Jedes Mitglied ist verpflichtet das Ansehen des Vereins zu wahren sowie die Satzung einzuhalten"
wurde hier wissentlich unterlaufen, da Wahl/Abwahl von AR-Mitgliedern in der ausschließlichen Kompetenz unserer Mitglieder (Art. 9 u.a.) liegt.

Ohne näher auf die moralische Dimension einer solchen Forderung einzugehen oder mal den § 240 StGB - Nötigung durch Drohung mit einem empfindlichen Übel - außer Acht zu lassen, stellt die erhobene Bedingung einen gravierenden Eingriff in die Kompetenz von Vereinsgremien dar und ist deshalb als satzungswidrig abzulehnen.

Wenn also gewählte und angestellte Führungskräfte eine solche Bedingung akzeptieren, muss die Frage nach deren Satzungsverständnis gestellt und auch beantwortet werden.

Erstes Fazit:

Die von Herrn Becca gestellte und letzlich auch "erfüllte" Bedingung greift unzulässigerweise massivst in die Satzung unseres Vereins ein und ist daher weiterhin als satzungswidrig abzulehnen.

Zweites Fazit:

Oberstes Vereinsorgan und Souverän ist und bleibt die Mitgliederversammlung; unser Verein steht vor großen Veränderungen mit Blick auf seine künftige Ausrichtung (siehe Einflussnahme der Kreditgeber Quattrex/Becca auf vereinsinterne Entscheidungen (wer "passt" als Investor, wem ist das sportliche Konzept vorzulegen) und sein Selbstverständnis wie sein Führungspersonal in der Kritik; die Mitgliederschaft scheint gespalten.

Auch nach der satzungswidrigen Entscheidung des Beirates und in der Folge nach dem Rücktritt des AR-Vorsitzenden hält die Unruhe im Verein an (siehe Amtsaufgabe A. Buck vom 13.05.19 und seine nachgelegte Begründung vom 18.05.19, Amtsverzicht von Sepp Stabel mit Begründung in der "Rheinpfalz" vom 20.05.19) .

So ist es dringend angezeigt, dass die gewählten Räte des Vereins in einer zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzuberufenen außerordentlichen MV Rechenschaft darüber ablegen, welche Abläufe und welche Gründe sie genau dazu bewogen haben, so zu entscheiden wie sie entschieden haben und damit den Satzungsverstoß auch bewusst in Kauf zu nehmen.

(Anmerkung: Fettschrift dieser Passage zur besseren Hervorhebung von "FCK jetzt" eingefügt)

Unseren Mitgliedern gegenüber soll damit die ihnen versprochene und auch zustehende Transparenz zu vereinsentscheidenden Vorgängen gewährt und ihr Votum zu diesem Vorgehen abgerufen werden. Nur so lässt sich möglicherweise verloren gegangenes Vertrauen wieder herstellen oder aber auch nicht ...

Der Ehrenrat des 1.FC Kaiserslautern e.V.

Michael Koll, Ottmar Frenger, Peter Glöckner, Wolfgang Erfurt,
Hardy Höfli

(Quelle: Stellungnahme des Ehrenrates FCK zur Vereinsratssitzung am 17.06.2019 / Das Dokument liegt uns vollständig vor.)


Anlage 2

Eckpunkte zur Zusammenlegung von JHV und AOMV

Als Ergebnis der Telefonate mit Wilfried de Buhr und Paul Wüst, halten wir die Eckpunkte fest, die aus unserer Sicht einen sinnvollen Weg darstellen,ein gemeinsames Zeichen für unseren FCK zu setzen. Um dem Wunsch des Aufsichtsrates, keine AOMV einzuberufen einerseits entgegenzukommen, andrerseits aber auch dem Willen der Antragsteller zur Aufklärung der Vorgänge der letzten Monate andererseits, stellen wir die folgenden drei Eckpunkte vor, um die reguläre JHV mit der AOMV zusammenzulegen:

1. Standardpunkte der regulären JHV werden, soweit möglich, im Rahmen der Einladung bereits schriftlich abgehandelt. Es besteht das gemeinsame Ziel, die zeitaufwendigen Punkte (Aussprache zur Entlastung, beantragte Satzungsänderungen, Vereinsausschluss Patrick Banf) möglichst weit nach vorne zu ziehen und ausreichend Zeit für eine ausführliche Diskussion zu geben.

2. Die nicht mehr amtierenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder bekommen ein vollumfängliches Rede- und Antwortrecht. Zeitlich und inhaltlich deckungsgleich mit den noch amtierenden Amtsinhabern. Die Versammlungsleitung wird dies durch ihr Handeln aktiv unterstützen. Aufgrund ihrer Zusicherung diesbzgl. können dann auch entsprechende Anträge und Formalien auf der JHV entfallen und zusätzlich Zeit für das wesentliche frei gemacht werden.

3. Es ist aus unserer Sicht unmöglich, den 1. FC Kaiserslautern e.V. über einen längeren Zeitraum mit rechtswidriger Satzung zu belassen. Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat, bringt eine Satzungsänderung ein, die Vereinsausschlußverfahren von Organmitgliedern unmittelbar und abschließend gesetzeskonform regelt. Dies bedeutet, dass der Ehrenrat als sanktionsfähiger, ständiger Ausschuss aus gewählten Vertretern, mit den von den Mitgliedern auf ihn delegierten Rechten in der Satzung festgeschrieben wird. Die Mitgliederversammlung stellt dann nur noch die Revisionsinstanz dar.

Optional: Wir empfehlen die vom Ehrenrat angestrebte, bzw. bereits ausgearbeitete Satzungsänderung bzgl. einer Direktwahl des Präsidenten, ohne Handlungsempfehlung zur Abstimmung zu stellen. Nicht nur das angestrebte Vereinsausschlussverfahren von Patrik Banf, sondern auch der offensichtliche Interessenkonflikt der Gremien bei der Beantragung der AOMV, auf Basis der Handlungsempfehlung der Vereinsgremien aus dem Mai 2019 hat gezeigt, dass eine faktische Weisungsabhängigkeit des Vorstands vom Aufsichtsrat, jenseits der reinen Aufsichtspflicht, in der aktuellen rechtlichen Struktur nicht zielführend ist. Letztlich bedingt dies auch einen direkten Sitz des Vereinspräsidenten im Beirat, um Interessenkonflikte wie den von Rainer Keßler zu vermeiden (gesetzliche Pflicht zur Einsichtnahme als 100% Gesellschafter vs. ggf. vorhandene Vertraulichkeitspflichten).

Abschließende Anmerkung: Sowohl der Vorstand, als auch die Antragsteller haben die Absicht den Vereinsausschluss von Patrik Banf als TOP hinter die Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand zu verschieben um das Verfahren nicht noch unnötig zusätzlich zu polarisieren. Ob dies rechtlich möglich ist, wird durch den Vorstand geprüft. Wir empfehlen im Übrigen, dass in dieser schwierigen Situation der Vorsitzende des Ehrenrates die Versammlungsleitung übernimmt, wie es unsere Satzung optional vorsieht.

Mit sportlichen Grüßen
Johannes B. Remy & Ken Kinscher

Quelle: FCK jetzt


Ergänzung, 10.09.2019:

Klarstellung zu den Gesprächen mit dem FCK

Vertreter der Initiative "FCK jetzt" und aus der Vereinsführung des 1. FC Kaiserslautern haben miteinander gesprochen, um gemeinsam einen angemessenen Rahmen für die anstehende Mitglieder­versammlung zu erarbeiten. Eine bereits in Aussicht stehende Einigung wurde jedoch verpasst.

Liebe Unterstützer,
Liebe FCK Familie,

im Nachgang zur aktuellen Ausgabe des Formats "Block 4.2" von Eric Scherer, halten wir es für sinnvoll, etwas richtig zu stellen. Nach mehreren, teils sehr ausführlichen Vorgesprächen, unter anderem mit Paul Wüst, kam es am 29.08.2019 zu einer abschließenden Telefonkonferenz, an der für den Vorstand Wilfried de Buhr, für den Aufsichtsrat Jochen Grotepaß und für "FCK Jetzt!" Ken Kinscher und Johannes B. Remy teilgenommen haben. Ziel war es, gemeinsam Eckpunkte und Rahmenbedingungen festzulegen, um auf der regulären JHV genug Zeit zu haben, möglichst umfangreich die Geschehnisse der letzten Monate aufarbeiten zu können.

Dazu haben sich alle Beteiligten über eine Stunde Zeit genommen und eine Lösung gefunden. Vereinbart wurde abschließend, die Eckpunkte schriftlich zu fixieren, um als Zeichen für das Umfeld und in den Verein eine gemeinsame Presseerklärung abzugeben. Zu dieser öffentlichen Mitteilung ist es nicht gekommen, weil die erreichte Einigung offenbar auf massiven Widerstand im restlichen Aufsichtsrat traf. Wir bedauern das und hängen den letzten Entwurf der Meldung an, damit jeder den es interessiert, die Kompromisslinie kennt. Es sind dort ausdrücklich nur Punkte vermerkt, die auch fest vereinbart wurden.

Eine Variante, in der einige Ergebnisse nicht genannt werden, haben wir abgelehnt.

Mit sportlichen Grüßen
Johannes B. Remy & Ken Kinscher

Anhang: Finaler Entwurf der gemeinsamen Pressemitteilung

Verein und "FCK Jetzt!" finden gemeinsame Linie bei der Planung der kommenden JHV

Die Initiatoren von "FCK Jetzt!", Vorstand und Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern e.V. haben am 29. August 2019 eine gemeinsame Linie hinsichtlich des Ablaufs der kommenden JHV am 19. oder 20. Oktober abgestimmt.

Es galt, genügend Zeit für die Aussprache zu ermöglichen. Die Versammlung, bei der ein Versammlungsleiter durch Wahl bestimmt wird, soll bereits am Vormittag starten. Ehemalige Mandatsträger, die auf der JHV entlastet werden müssen, erhalten das selbe Rede- und Antwortrecht, wie die aktiven Amtsinhaber. Es gibt keine Redezeitbeschränkung.

Die geplante Tagesordnung orientiert sich an der in der Satzung verankerten Reihenfolge, wo möglich, werden Berichte vorab schriftlich erstellt, um den Ablauf zu verkürzen.

Zu der anstehenden, umfangreichen Satzungsänderung wurde vereinbart, dass die Mitglieder noch in diesem Jahr ausführlich im Rahmen eines Mitgliederforums informiert werden sollen. Es wird angestrebt, im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung nach Ende dieser Saison, das Ergebnis der Arbeit des Satzungsausschusses zu verabschieden.

"Ich begrüße die positive Entwicklung in dieser Sache, die durch die intensiven Gespräche in den letzten Tagen zustande gekommen ist", erklärt Jochen Grotepaß für den Aufsichtsrat.

"Wir bitten alle Mitglieder ihre Meinung in der kommenden JHV aktiv und konstruktiv einzubringen. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der strategischen Entscheidungen, ist es wichtig, Einigkeit über den künftigen Weg des FCK zu erzielen", kommentieren Johannes B. Remy und Ken Kinscher das erzielte Ergebnis.

"Ich bin froh über die Einigung, zeigt sie doch die Fähigkeit unserer Mitglieder, auch in schwierigen Situationen aufeinander zugehen zu können", führt abschließend Wilfried de Buhr dazu aus.

Quelle: FCK jetzt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 28.07.2019, 17:57


Vorbemerkung: Wir wissen auch hier wieder um die Emotionalität des Themas, aber auch gleichzeitig um dessen Wichtigkeit für unseren FCK. Deswegen bitten wir Euch direkt zu Beginn dieses Threads ganz explizit um sachliche und argumentative Beiträge - Provokationen, Einzeiler, Nonsense, Falschbehauptungen und natürlich Beleidigungen werden ggf. gelöscht.

:danke:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon wkv » 28.07.2019, 18:02


Die Aufarbeitung des Themas ist viel zu wichtig, als dass man dies an einer normalen JHV abhandeln kann. Es ist somit unerheblich, dass die AOMV zeitlich recht nah an einer JHV stattfindet. Es wird keiner mehr Lust haben, an einem Sonntag abend, 22.00 Uhr die Aufarbeitung dieser Geschichte anzufangen.

Es geht hier auch nicht um die Person Becca und sein Angebot an den FCK.
Es geht um unsere Verhandlungsführer, den Aufsichtsrat, die Vorkommnisse rund um dieses Kapitel, und um die Wahrheit.

Hier sind zuviele offene Fragen, die auch das Mitgliederforum nicht hat klären können, im Gegenteil.

Kommen die 600 Unterschriften nicht zustande, dann ist das der Wille der Mitglieder und zu respektieren. Aber ebenso zu respektieren wäre es, kämen die 600 Unterschriften zustande.



Beitragvon iceman2008 » 28.07.2019, 18:05


Ich verstehe es einfach nicht. Was soll das jetzt wieder mit dieser AOMV? Die Fans und Mitglieder fordern Ruhe und Geduld und gleichzeitig wollen sie eine AOMV? Ich hoffe die 600 Unterschriften kommen nicht zustande und man kann Bader Klatt Banf etc. endlich mal ruhig arbeiten lassen. Und mann muss froh sein das man Becca hat, denn ohne Ihn wären wir scheinbar nicht mehr da!!!!!



Beitragvon wkv » 28.07.2019, 18:10


@iceman2008:
Genau. Du verstehst es nicht. "DIE MITGLIEDER" gibt es nicht, und "DIE FANS" haben wenig zu fordern, was Vereinspolitik angeht.

Richtig ist, dass ein TEIL der Mitglieder gerne den Mantel des Schweigens über das hängen würde, was sie lieber nicht ans Licht kommen lassen wollen.

Der andere Teil will das vermutlich nicht. Und kommen die Stimmen zusammen, ist das zu akzeptieren. Falls nicht gilt dies ebenfalls.



Beitragvon daachdieb » 28.07.2019, 18:12


Der Antrag ist richtig und wichtig. Das Zeitschinden muss ein Ende haben und sich darauf verlassen, dass von Seiten der Vereinsoffiziellen schnellstmöglich Aufklärung betrieben wird, kann man nicht erst seit heute nicht.

Das Forum hat heute gezeigt, das zwar von allen Seiten Ruhe und ein Zuschütten von Gräben gefordert wird, aber es hat eben auch gezeigt, dass man die Leute dazu zwingen muss. Denn freiwillig wird da nichts kommen. Im Gegenteil, es werden weiter Nebelkerzen gezündet (Kesslers Beitrag zur Versicherungsfrage) Antworten verwigert (wer steckt den Medien Interna) und auf Zeit gespielt.

Je schneller die 600 Unterschriften zusammen kommen um so besser für den FCK. Das ist dann auch DIE Gelegenheit der momentan Verantwortlichen für Ruhe im Umfeld zu sorgen. Eigentlich hätten ALLE auf dem Podium den Antragstext unterschreiben sollen - nein, müssen.

Bitte nehmt dieses Angebot an und unterstützt die AOMV!
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Orschel » 28.07.2019, 18:13


iceman2008 hat geschrieben:Ich verstehe es einfach nicht. Was soll das jetzt wieder mit dieser AOMV? Die Fans und Mitglieder fordern Ruhe und Geduld und gleichzeitig wollen sie eine AOMV?


Also ich will keine Ruhe nur des Ruhe willens. ich will Aufklärung und ich will die AOMV! Bitte nur von sich selber sprechen und nicht von der Allgemeinheit!



Beitragvon bladde3.0 » 28.07.2019, 18:16


wkv hat geschrieben:"DIE MITGLIEDER" gibt es nicht, und "DIE FANS" haben wenig zu fordern, was Vereinspolitik angeht.


Was macht ein MITGLIED wichtiger als einen FAN? Die paar Euro Jahresbeitrag gibt der FAN vielleicht für die nach ihm benannten FANartikel aus.



Beitragvon Rieddevil » 28.07.2019, 18:18


Nachdem was heute gelaufen ist muß das aufgearbeitet werden und das geht in einer normalen JHV nicht. Einfach so weiter machen geht nicht und würde auch keine Ruhe bringen. Ruhe kommt durch Klärung und fairen Umgang miteinander. Beides haben wir aktuell nicht und es gibt auch keine Idee, außer Appelle, das wurde heute deutlich.
Wir sind Betze - Unterstützt mit uns den FCK!

https://www.facebook.com/groups/2588448 ... page_panel



Beitragvon daachdieb » 28.07.2019, 18:18


bladde3.0 hat geschrieben:Was macht ein MITGLIED wichtiger als einen FAN?

Wichtig ist der falsche Begriff. Anders wäre meine Wahl.

Während einem Spiel ist das vollkommen egal. Aber versuche mal ohne Mitgliederausweis auf eine JHV zu kommen.

Ohne Mitglieder kein Fußball mit FCK Logo auf den Trikots. So einfach ist das.
Oderint, dum metuant
fck-jetzt.de



Beitragvon Mia » 28.07.2019, 18:19


Frage: In welcher Zeit müssen die 600 Unterschriften "eingesammelt" werden?



Beitragvon Orschel » 28.07.2019, 18:19


bladde3.0 hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Genau. Du verstehst es nicht.
"DIE MITGLIEDER" gibt es nicht, und "DIE FANS" haben wenig zu fordern, was Vereinspolitik angeht.

Richtig ist, dass ein TEIL der Mitglieder gerne den Mantel des Schweigens über das hängen würde, was sie lieber nicht ans Licht kommen lassen wollen.

Der andere Teil will das vermutlich nicht.
Und kommen die Stimmen zusammen, ist das zu akzeptieren. Falls nicht gilt dies ebenfalls.


Was macht ein MITGLIED wichtiger als einen FAN? Die paar Euro Jahresbeitrag gibt der FAN vielleicht für die nach ihm benannten FANartikel aus.


Na super, dann ist es doch kein Problem wenn Sie Mitglied werden. Der Verein wirbt seit Monaten damit. Ein Mitglied ist nun mal das Kernstück eines Vereins! Das ist auf dem Dorf so und auch beim FCK!



Beitragvon Jo1954 » 28.07.2019, 18:20


Da habe ich jetzt mal eine Frage, als absoluter Befürworter der AOMV:

Unterschreiben die jetzigen Verantwortlichen und der potentielle Investor aus Luxemburg morgen irgendwelche Verträge und die AOMV findet zB im Oktober statt

Haben dann die Verträge Gültigkeit, zumal man in der letzten Krisensitzung eine MV im September versprochen hat - obwohl man wusste, dass das satzungsgemäß nicht machbar war? :nachdenklich:



Beitragvon Orschel » 28.07.2019, 18:20


Mia hat geschrieben:Frage: In welcher Zeit müssen die 600 Unterschriften "eingesammelt" werden?


Gibt keinen Zeitraum, aber wir wollen diese natürlich so schnell wie möglich haben um schnellstmöglich eine AOMV beantragen zu kömmen



Beitragvon SEAN » 28.07.2019, 18:21


Von Beirats- und Vorstandsseite ist man selbst schuld, das es soweit gekommen ist. Nicht nur generell mit den Verstößen, die AOMV könnte schon gelaufen sein, bzw. der Termin stehen, wenn man vor Wochen nicht die Kosten vorgeschoben hätte, um Zeit zu gewinnen. Dann kommt das Interview mit Becca raus, und die "Verfehlungen" werden immer deutlicher. Wie gesagt, man hätte alles vorher schon geklärt haben können, bzw. sich an die Regeln halten können, und es wär alles gut.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Pinolino » 28.07.2019, 18:22


daachdieb hat geschrieben:Je schneller die 600 Unterschriften zusammen kommen um so besser für den FCK. Das ist dann auch DIE Gelegenheit der momentan Verantwortlichen für Ruhe im Umfeld zu sorgen. Eigentlich hätten ALLE auf dem Podium den Antragstext unterschreiben sollen - nein, müssen.

Bitte nehmt dieses Angebot an und unterstützt die AOMV!


Ich betrachte das jetzt mal aus der Sicht derjenigen, die da ständig dagegen ansprechen, allen voran aus der Sicht des Mehrfachaccountlers. Wenn man doch davon überzeugt ist, dass alles seine Ordnung hat und alles zum Wohle des Vereins abgelaufen ist. Sollten diejenigen dann nicht erst recht für eine AOMV sein?

1: wäre das die Gelegenheit, der kritischen Seite die Mäuler zu stopfen.
Schließlich wäre das Ergebnis ja ein tolles, alles is super, alles fair gelaufen, der FCK blickt in eine rosige Zukunft.

2: mir wäre nicht nur meine Zeit zu schade. Nein, es würde mich viel zu viel Kraft kosten, hier ständig unsinnig zu diskutieren.

Wenn ich mir doch so sicher bin, dann unterschteib ich für die AOMV, halte hier den Mund. Ergebnis wie bei Punkt 1.

Seltsam, dass diese Seite dennoch gegen eine AOMV plädiert. Ebenso seltsam, wie dass die "Oberen" dagegen argumentieren. Ihr habt nix zu verbergen? Dann ist es doch in eurem Interesse, auf einer AOMV alles offen zu legen. Dann habt ihr Ruhe und könnt in selbiger weiterarbeiten.

Wieso nur argumentiert man stattdessen unaufhörlich dagegen , im sich immer wiederholenden Muster? Und was würdet ihr den Kritiker vorwerfen, wenn die Rollen umgekehrt wären?

Na?



Beitragvon wkv » 28.07.2019, 18:23


Ich hoffe, nachdem der Ehrenrat die AOMV empfohlen hatte wird er dies auch. Am besten offiziell und öffentlich.

bladde3.0 hat geschrieben:Was macht ein MITGLIED wichtiger als einen FAN? Die paar Euro Jahresbeitrag gibt der FAN vielleicht für die nach ihm benannten FANartikel aus.

Wichtiger? Nichts. Rechtlich aber hat ein Fan nichts mit der Vereinspolitik zu tun, das haben nur Mitglieder. So einfach ist die Laube. Aber ist ein schöner Gedanke für die Zukunft. Der Kunde, der mehr kauft von der Firma ist dann wichtiger.

Orschel hat geschrieben:
Mia hat geschrieben:Frage: In welcher Zeit müssen die 600 Unterschriften "eingesammelt" werden?

Gibt keinen Zeitraum, aber wir wollen diese natürlich so schnell wie möglich haben um schnellstmöglich eine AOMV beantragen zu kömmen

Und dann gelten die Fristen der Satzung. Natürlich müssen die Unterschriften überprüft werden.

Und ist es nicht drollig, dass ein Aufsichtsrat, der entgegen einem Mitgliedervotum seinen eigenen Untersuchungsausschuß gegen Kuntz und Grunewald durchzog, dort immer Transparenz forderte, jetzt sich diesem verweigert?
Zuletzt geändert von Thomas am 28.07.2019, 18:33, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Doppelbeiträge zusammengefügt.



Beitragvon Orschel » 28.07.2019, 18:27


Pinolino hat geschrieben:Ich betrachte das jetzt mal aus der Sicht derjenigen, die da ständig dagegen ansprechen, allen voran aus der Sicht des Mehrfachaccountlers. Wenn man doch davon überzeugt ist, dass alles seine Ordnung hat und alles zum Wohle des Vereins abgelaufen ist. Sollten diejenigen dann nicht erst recht für eine AOMV sein?

1: wäre das die Gelegenheit, der kritischen Seite die Mäuler zu stopfen.
Schließlich wäre das Ergebnis ja ein tolles, alles is super, alles fair gelaufen, der FCK blickt in eine rosige Zukunft.

2: mir wäre nicht nur meine Zeit zu schade. Nein, es würde mich viel zu viel Kraft kosten, hier ständig unsinnig zu diskutieren.

Wenn ich mir doch so sicher bin, dann unterschteib ich für die AOMV, halte hier den Mund. Ergebnis wie bei Punkt 1.

Seltsam, dass diese Seite dennoch gegen eine AOMV plädiert. Ebenso seltsam, wie dass die "Oberen" dagegen argumentieren. Ihr habt nix zu verbergen? Dann ist es doch in eurem Interesse, auf einer AOMV alles offen zu legen. Dann habt ihr Ruhe und könnt in selbiger weiterarbeiten.

Wieso nur argumentiert man stattdessen unaufhörlich dagegen , im sich immer wiederholenden Muster? Und was würdet ihr den Kritiker vorwerfen, wenn die Rollen umgekehrt wären?

Na?


Genauso schauts aus, passt aber ins Schema. Seit Wochen wird Ruhe gefordert, bloss keine Aufarbeitung. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Sollte bei einer AOMV nichts rauskommen oder die Mitglieder für den Vorstand entscheiden, dann haben wir das zu akzeptieren und es muss Ruhe einkehren. Aber eine AOMV MUSS sein!



Beitragvon Talentfrei » 28.07.2019, 18:30


Die Antwort auf Jo54 würde mich auch interessieren. Was passiert mit den Verhandlungen mit Becca. Was wenn Becca sagt ihr könnt mich jetzt mal.



Beitragvon Jo1954 » 28.07.2019, 18:31


Was ist hier los? Ihr könnt doch solche Beiträge wie zB von SEAN bzgl Littig nicht einfach löschen! Habt ihr im anderen Thread auch schon, sorry - geht gar nicht!



Beitragvon SEAN » 28.07.2019, 18:31


Talentfrei hat geschrieben:Die Antwort auf Jo54 würde mich auch interessieren. Was passiert mit den Verhandlungen mit Becca. Was wenn Becca sagt ihr könnt mich jetzt mal.

Dann war er offensichtlich nicht der richtige und hatte kein Interesse am Verein. Ihm sollte viel dran liegen, das es im Verein so zugeht, wie es rechtlich nötig ist.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon scareface1982 » 28.07.2019, 18:33


Wenn ich als erziehungsberechtiger für die Kids unterschreibe geht das auch oder?
Football is for you and me not for fucking Industry. ANTI RB



Beitragvon Orschel » 28.07.2019, 18:33


SEAN hat geschrieben:
Talentfrei hat geschrieben:Die Antwort auf Jo54 würde mich auch interessieren. Was passiert mit den Verhandlungen mit Becca. Was wenn Becca sagt ihr könnt mich jetzt mal.

Dann war er offensichtlich nicht der richtige und hatte kein Interesse am Verein. Ihm sollte viel dran liegen, das es im Verein so zugeht, wie es rechtlich nötig ist.


Richtig. Er müsste dieses explizit in den Vertrag mit aufnehmen, aber wenn er das macht können wir noch mal mehr froh sein ihn los zu sein!



Beitragvon wkv » 28.07.2019, 18:35


Würde ein Investor damit drohen, sich zurück zu ziehen, wenn eine satzungskonforme AOMV abgehalten wird, müsste ich sagen, dass es ihn gar nichts angeht. Das ist der Verein. Um den Aufsichtsrat des Vereins, der Vertreter in den Beirat entsendet, in die Firma.


Die Firma hat nur zur Kenntnis zu nehmen, wer da vom Verein entsandt wird, würde ich mal behaupten.

Zumal die Regionalen Investoren Berichten zufolge da waren und ihr Angebot erneuert hätten. Also, Dienes und Sachs. Die Anonymen waren anonym da. :love:



Beitragvon FCKPersey1962 » 28.07.2019, 19:29


Antrag unterschrieben und im Postkasten.
Vielen Dank an Ken und Johannes B. Remy.
Einen schönen Restsonntag noch. :daumen:




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