
Samstag, 20:30 Uhr: Unter Flutlicht gegen die Fortuna
Wie meldet sich der 1. FC Kaiserslautern nach zuletzt nur einem Sieg aus fünf Partien aus der Länderspielpause zurück? Die Ausgangslage vor dem Flutlicht-Knaller gegen Fortuna Düsseldorf ist klar: Es ist weiterhin alles möglich!
Paderborn (Tabellen-3.) duelliert sich am Samstagmittag mit Köln (2.), das heißt der FCK (4.) könnte mit einem Erfolg im Abendspiel gegen Düsseldorf (8.) auf jeden Fall Boden im Kampf um die Aufstiegsplätze gutmachen. Umgekehrt könnte aber auch die Fortuna mit einem Auswärtssieg an den Roten Teufeln vorbeiziehen. So eng geht es weiterhin in der oberen Tabellenhälfte zu. Apropos obere Hälfte, vor dem 3:5 in Paderborn hatten wir es schon einmal thematisiert: Der FCK wartet seit nun schon 16 Spieltagen auf einen Sieg gegen ein Team aus den Top 9. Der Gegner beim letzten Dreier: Fortuna Düsseldorf. Das 4:3 nach 1:2 im Rheinstadion war ein Wendepunkt für beide Mannschaften, denn F95 ging seinerzeit als Spitzenreiter in jenes Samstagabendspiel, während der FCK nur Elfter war. Jetzt wird das Flutlichtduell auf dem Betzenberg nach der Länderspielpause die alles entscheidende Saisonphase einleiten. Die kommenden acht Wochenenden entscheiden über Aufstieg und Klassenverbleib, Freude und Frust, Ekstase und Ernüchterung!
Simoni für Krahl: Wechsel im Tor und die Rückkehr des Kapitäns
Für Lautern brachte die Länderspielpause ein paar kleinere Stolpersteine mit sich. Da ist zum einen der Disput um Grant Ranos, der seine Nominierung für Armenien nach einer Uneinigkeit mit dem Nationaltrainer abbrach. Und zum anderen ist da die Länderspielreise von Simon Simoni, die für den FCK noch relevanter ist, weil sie einen zukünftigen Stammspieler betrifft. Denn die 20-jährige Leihgabe aus Frankfurt soll in den kommenden Wochen Julian Krahl ersetzen, dessen Blessur aus Paderborn sich als Innenband-Teilabriss herausstellte. Dass Ersatzkeeper Simoni ausgerechnet jetzt nicht mit seinen Lautrer Teamkollegen trainieren konnte, ist sicher nicht optimal. Am Freitag in England stand er nichtmal im Spieltagskader von Albanien, die zweite Partie steht am Montagabend gegen Andorra an. Simoni wird am Dienstag in Kaiserslautern zurück erwartet, so dass trotzdem noch genügend Zeit für die Vorbereitung auf Düsseldorf bleiben sollte. Am Samstag ebenfalls wieder dabei: Kapitän Marlon Ritter, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat und trotz Zuschauer-Rolle auch die Reise nach Paderborn mit angetreten hatte.
Die Termine der nächsten Tage: Nach einem freien Wochenende finden am Montag (15:00 Uhr, Platz 4 am Stadion) und am Dienstag (11:00 Uhr, Sportpark Rote Teufel) öffentliche Trainingseinheiten statt. Die Pressekonferenz ist noch nicht terminiert, dürfte aber zum üblichen Zeitpunkt, also Donnerstag um 14:00 Uhr steigen. Am Samstagabend wird das Fritz-Walter-Stadion fast ausverkauft sein. Für den Heimbereich gibt es nur noch ganz vereinzelte Karten, der Gästeblock wird aber wohl nicht ganz voll werden.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 26.03.2025:
Gegner-Check F95: Wer ist bereit, sich neu zu erfinden?
Für den 1. FC Kaiserslautern geht es im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf darum, sich fürs Saisonfinale neu aufzustellen. Der Gegner musste dies im bisherigen Rundenverlauf schon mehrmals tun. Auf Aufstiegskurs bleiben wollen beide.
Das hat sich geändert: Als der FCK zum Hinspiel nach Düsseldorf kam, war die Fortuna Tabellenführer, schien das Relegations-Trauma des vergangenen Sommers und die anschließenden Abgänge der Leistungsträger Christos Tzolis, Yannik Engelhardt und Ao Tanaka bestens verkraftet zu haben. Die Lautrer dagegen hatten sich nach einem mauen Saisonstart in der Woche zuvor mit einem 3:0 gegen Paderborn erstmals ein wenig berappelt. Umso deutlicher ließ der 4:3-Coup aufhorchen, den die Pfälzer am Niederrhein landeten. Er brachte die Düsseldorfer auch über diesen Abend heraus aus dem Takt. Es folgten vier weitere Spiele ohne Sieg, darunter zwei Niederlagen. Am 15. Spieltag aber meldeten sie sich mit einem 5:0 gegen Eintracht Braunschweig zurück. Von den anschließenden zehn Partien ging nur noch eine verloren, die allerdings spektakulär: 2:5 zuhause gegen Magdeburg. Zuletzt aber setzte es erneut zwei Niederlagen, ein heftiges 1:4 gegen den Hamburger SV und ein noch schmerzhafteres 1:2 zuhause gegen die SpVgg Fürth. Vor der Länderspielpause sicherten sich die Jungs von Daniel Thioune jedoch wieder einen Dreier - gegen den Tabellenletzten Regensburg. Für das anspruchsvolle Düsseldorfer Publikum sah dieses 1:0 allerdings nicht überzeugend genug aus: Es quittierte den Auftritt mit Pfiffen. Doch wie kommentierte Kapitän Andre Hoffmann (32): "Ich werde eins nie tun - mich für einen Sieg entschuldigen." Tabellenletzter hin oder her, wie schwer die Regensburger zu bespielen sind, hat man nicht zuletzt auch "uffem Betze" gesehen. Aktuell ist die Fortuna Tabellen-8., was in dieser engen Liga nicht viel heißt. Mit einem Sieg am Samstag wären sie an ihrem Gastgeber, der auf Platz 4 steht, vorbei.
Das hat sich geändert: Daniel Thioune hat im Lauf der Runde immer öfter mit Dreier-Abwehrkette spielen lassen, auch in den jüngsten beiden Partien wieder. Das macht diese Variante für den Samstag zumindest wahrscheinlich. Begeisterte Analysten werden es als Erklärung eher langweilig finden, gesagt werden muss es dennoch: Hauptgrund für das Auf und Ab der Kicker von der Kö ist in dieser Saison das Verletzungspech, von dem sie permanent heimgesucht werden. Aktuell fehlen Sechser Giovanni Haag (24), Verteidiger Valgeir Lunddal (23), Offensivkraft Moritz-Broni Kwarteng (26) sowie die Flügelspieler Tim Rossmann (21) und Dennis Jastrzembski (25), vom Dauerpech der langjährigen Stammkraft Marcel Sobottka (30) ganz zu schweigen. Beim Test während der Länderspielpause gegen Heracles Almelo (0:0) verletzten sich auch noch der erfahrene Stürmer Vincent Vermeij (30) und Talent Karim Affo (18). Viel schlimmer geht's wirklich nimmer.
Gewinner und Verlierer: Den größten Sprung nach vorne hat wohl Ísak Jóhannesson (22) gemacht, der im zentralen Mittelfeld zum Dreh-und Angelpunkt seines Teams gereift ist und schon neun Treffer und sechs Vorlagen auf dem Konto hat. "Transfermarkt.de" beziffert seinen Marktwert gegenwärtig auf fünf Millionen Euro, das dürfte charmant untertrieben sein. Wer die aktuelle "Kicker"-Rangliste durchgeht, stößt nur auf Fortunen, die ihm schon lange bekannt sind. Keeper Florian Kastenmeier (27), Innenverteidiger Tim Oberdorf (28), Sechser Matthias Zimmermann (32) - dass sie zu den Besten der Liga gehören, ist nichts Neues. Nicht gelistet ist Abwehrspieler Jamil Siebert (22), weil er in der Hinrunde lange verletzt war. Seit Jahresbeginn aber ist er wieder zurück, fehlte nur zuletzt in Regensburg wegen Gelb-Sperre. Aktuell wird Siebert heftig aus Italien umworben. Keine Gnade bei den "Kicker"-Redakteuren fand Stürmer Dawid Kownacki (28), mit zehn Treffern und vier Assists immerhin der Topscorer neben Jóhannesson. Fünfmal getroffen hat bislang die Wolfsburger Leihgabe Dzenan Pejcinovic (20) aus Wolfsburg, Mitte Februar erzielte er beim 2:1-Sieg gegen Hertha BSC beide Treffer. Shinta Appelkamp (24) musste sich wegen diversen Verletzungen im Lauf der Runde oft hinten anstellen, durfte zuletzt aber wieder häufiger starten. Der aus Mainz verpflichtete Stürmer Danny Schmidt (22) indes kam bislang noch nicht über die Rolle des Einwechselspielers hinaus.
Zahlenspiele: Jóhannesson ist nicht nur das Herz des Teams, sondern auch die Lunge. Niemand in dieser Liga rennt so viel wie der Isländer, auf dem Betzenberg wird er als erster die 300-Gesamtkilometer-Marke überschreiten. Mit Kapitän Hoffmann haben die Fortunen auch den passsichersten Zweitliga-Spieler in ihren Reihen - 95,2 Prozent Passpräzision. Mit Jona Niemiec (23) auch einen der schnellsten - gemessene Höchstgeschwindigkeit: 36,35 km/h -, der aber kommt meist von der Bank. Keinen anderem Team sind in dieser Saison so viele Elfmeter zugesprochen worden wie den Düsseldorfern: acht. Sieben davon haben sie verwandelt. Mit 86,8 Prozent Präzision stellen sich nach dem HSV auch die passsicherste Truppe der Klasse, allerdings sind sie keine ausgesprochene Ballbesitzmannschaft: 50 Prozent im Schnitt sind ein Mittelwert, den gleichen weist der FCK auf. Der "Kicker" veröffentlichte zuletzt eine "Expected Points"-Tabelle, nach der die Roten Teufel rein von der Wahrscheinlichkeit her zehn Punkte weniger haben müssten, als sie tatsächlich auf dem Konto haben. Demnach wäre, wenn man den xGoals-Nerds glauben darf, bis Saisonende gegebenenfalls noch die berühmte "Regression zur Mitte" zu erwarten. Sprich: Der FCK müsste noch einige Punkte ziemlich unverdient verlieren. Romantiker werden dagegenhalten: Diese Zahlen belegen lediglich, dass die Anfang-Elf einfach mehr aus weniger macht. Beim Datenanbieter "Wyscout" fällt der Unterschied übrigens nicht ganz so krass aus: Da liegt zwischen den xPoints und tatsächlich geholten 43 Punkten lediglich ein Wert von 8,1. Allerdings hätten sich auch die Düsseldorfer demnach über Wert verkauft: 41 Punkte geholt, nach xPoints aber nur 34,7 verdient. Will sagen: Wer am Samstagabend im Stadion sitzt, sollte einfach nur das Spiel genießen - und nicht solche Zahlen in seinem Kopf herumspuken lassen.
Fazit: Nur ein Sieg aus den jüngsten fünf Spielen - wenn der FCK auf Aufstiegskurs bleiben will, muss er wieder öfter dreifach punkten. Und wenn die Düsseldorfer auf Aufstiegskurs bleiben wollen, müssen sie zeigen, dass das 1:0 gegen Regensburg die erneute Trendwende zum Positiven markierte. Die Vorzeichen für eine offenen Schlagabtausch sind also gegeben, zumal der Betzenberg ohnehin für sehenswerte Samstagabend-Unterhaltung steht. Allerdings ist es nicht sehr sinnvoll, auf solchen Meta-Ebenen zu fabulieren. Für die Männer in Rot wird entscheidend sein, dass Simon Simoni ein guter Start in die Restsaison glückt. Und ist Daisuke Yokota endlich wieder soweit, in die Startelf zurückzukehren - und sich wieder in der Form der Hinrunde zu präsentieren? Wo wird sich Marlon Ritter nach abgesessener Gelb-Sperre einordnen?Ein paar Fragezeichen gibt es also noch. Womöglich wird sich der FCK am Samstagabend ein Stück weit neu erfinden müssen. Zum Start ins Saisonfinale wäre das jedenfalls kein schlechter Zeitpunkt. Und erhöht die Spannung umso mehr.
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer
Ergänzung, 27.03.2025:
Anfang: "Nullkommanull" Beschäftigung mit dem Aufstieg
Der 1. FC Kaiserslautern kann personell gegen Fortuna Düsseldorf nahezu aus dem Vollen schöpfen, muss aber auf einer ganz wichtigen Position umstellen. Über die Tabellensituation oder andere Statistiken will Trainer Anfang derweil noch nicht groß sprechen.
"Es ist ein Heimspiel, das wollen wir natürlich gewinnen. Aber wir wissen, wie schwer es ist, in dieser Zweiten Liga Spiele zu gewinnen. Mit den anderen übergeordneten Themen werden wir uns nullkommanull beschäftigen", sagt Markus Anfang vor dem Top-Spiel gegen die nur zwei Punkte hinter dem FCK stehende Fortuna (Anstoß: Samstag, 20:30 Uhr). Was der Coach damit meint: Das Thema Aufstieg und den Endspurt bei nur noch acht ausstehenden Spieltagen nach der Länderspielpause. Auch dass seine Mannschaft schon seit 16 Spieltagen nicht mehr gegen ein Team aus den aktuellen Top 9 gewonnen hat, ist dem 50-Jährigen zwar bewusst, möchte er aber nicht überbewertet wissen: "Wir waren immer in der Lage, diese Spiele auch für uns zu gestalten, wir waren nicht klassisch unterlegen. Aber Fakt ist auch, dass wir es nicht geschafft haben gegen diese Mannschaften. Wir hatten zuletzt häufiger Spiele, wo wir einen Schritt nach vorne hätten machen können, und die haben wir auch nicht gewonnen. Es ist eine Entwicklung und irgendwann werden wir diese Spiele dann vielleicht auch für uns entscheiden. Dafür müssen wir besser werden."
Außer Krahl und Zuck sind alle Spieler einsatzbereit
Einen bedeutenden Wechsel muss das Trainerteam im Tor vornehmen, denn Julian Krahl fällt mit einem Teilabriss des Innenbandes bis auf weiteres aus. Ihn wird der im Winter von Eintracht Frankfurt ausgeliehene Simon Simoni ersetzen. "Er hatte bisher wenig Spielzeit, aber das ist halt so. Jetzt kommt er ans spielen und ich habe damit kein Problem. Simon kann jetzt zeigen, dass er den nächsten Schritt macht", versucht Anfang dem 20-jährigen Simoni Selbstvertrauen mitzugeben. Auf der Bank wird entweder Fabian Heck oder Avdo Spahic sitzen - die Entscheidung über den Ersatztorwart für die kommenden Wochen soll laut Anfang erst nach dem Abschlusstraining fallen. Außer Krahl und dem Langzeitverletzten Hendrick Zuck (Kreuzbandriss) stehen dem Trainer alle Spieler zur Verfügung. Auch die Akteure, die zuvor angeschlagen waren, konnten ihre Rückstände aufholen. Kapitän Marlon Ritter hat seine Gelb-Sperre abgesessen und ist gegen einen seiner Lieblingsgegner ebenfalls wieder am Start.
Der Heimbereich des 49.327 Zuschauer fassenden Fritz-Walter-Stadions ist so gut wie ausverkauft. Insgesamt sind bislang 47.512 Tickets abgesetzt, davon 3.617 an mitreisende Fans aus Düsseldorf.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Düsseldorf folgen am Freitag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt.
Ergänzung, 28.03.2025:
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf
Spieltag der Spitzenspiele
Der 1. FC Kaiserslautern kann im Aufstiegskampf wieder einen Schritt nach vorne machen. Auf Fortuna Düsseldorf dürfte auf dem nahezu ausverkauften Betzenberg am Samstagabend ein wahrer Hexenkessel warten.
Der Erste HSV gegen den Neunten Elversberg, der Dritte Paderborn gegen den Zweiten Köln, der Sechste Hannover gegen den Fünften Magdeburg und der Tabellenvierte gegen den Rangachten. Letzteres trifft auf das Duell Kaiserslautern gegen Düsseldorf zu, aber man merkt es schon: Der 27. Spieltag der 2. Bundesliga ist man wieder ein bemerkenswerter, denn von den ersten neun Teams hat nur Nürnberg (in Regensburg) kein Duell gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf. Klar ist auch: Die Sieger der Spitzenspiele sind auch die großen Gewinner des Wochenendes. Anpfiff zum Samstagabend-Topspiel gegen die Fortuna ist um 20:30 Uhr im mal wieder proppevollen Fritz-Walter-Stadion.
Was muss man zum 27. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Die Wecker sollten dieses Mal gleich mit dem Anpfiff gestellt sein, denn eine Anfangsviertelstunde wie die beim 3:5 in Paderborn wird sich der 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegsendspurt nicht mehr erlauben können. In der zweiwöchigen Länderspielpause absolvierte die Anfang-Elf kein Testspiel, sondern konzentrierte sich nur auf die Trainingsinhalte. Nicht mitmachen konnte diese Stammkeeper Julian Krahl, der sich in der Nachspielzeit in Paderborn eine Knieverletzung zuzog und einige Wochen pausieren muss. Ihn wird Winterzugang Simon Simoni vertreten.
Positives gibt es aber auch zu vermelden: Gegen Düsseldorf kann Anfang auf fast sein komplettes Personal zurückgreifen, denn neben Krahl fällt nur der Langzeitverletzte Hendrick Zuck aus. So könnte es sein, dass es auf der ein oder anderen Position zu Veränderungen kommt. Beispielsweise Jan Gyamerah und Daisuke Yokota drängen in die Startelf, Kapitän Marlon Ritter nach abgesessener Gelb-Sperre sowieso. Andererseits muss Anfang aber auch einigen Spielern mehr mitteilen, dass sie nicht im Kader stehen.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Die auswärtsstarke Fortuna Düsseldorf, die von zwölf Partien in fremden Stadien nur zwei verlor, reist schon mit etwas Siegesdruck auf den Betzenberg. Vor dem 3:4 in der Vorrunde war die Mannschaft von Daniel Thioune noch Spitzenreiter, 17 Spiele später steht nur noch Rang 8. Aber wie jeder weiß, sind die Abstände eng. Zuletzt gab es ein 1:0 gegen Regensburg und davor ein 1:4 beim HSV.
Weil die Fortuna massive Personalprobleme hat, wird Thioune in seiner Aufstellung umstellen müssen. So fallen dem Coach sage und schreibe elf Akteure aus. Zwar las Thioune bei der Pressekonferenz vor dem Spiel den kompletten Kader vor, der mit nach Kaiserslautern reist, aber die Besetzung der Startelf dürfte wohl ein Puzzle und gegen 19:30 Uhr für jeden Beteiligten eine Überraschung werden. Sicher ist, dass einige Spieler aus der U23, die in der Regionalliga spielt, im Kader stehen werden.
Frühere Duelle
Kaiserslautern gegen Düsseldorf. Diese Begegnung garantierte in den vergangenen Jahren Tore. So endete das über die gesamte Distanz atemberaubende Hinspiel 3:4 für den FCK und auch in der vergangenen Saison hieß es einmal 4:3, damals allerdings siegten die Rheinländer. In den fünf Partien seit dem FCK-Aufstieg fielen 24 Treffer. Von den insgesamt bislang 63 Spielen beider Klubs gegeneinander gewann Kaiserslautern 28, Düsseldorf 23.
Fan-Infos
Etwa 48.500 Zuschauer werden im Fritz-Walter-Stadion erwartet. Der Heimbereich ist praktisch ausverkauft, es wird keine Tageskassen mehr geöffnet. Vereinzelte Sitzplatz-Tickets für die Partie sind immer mal im Zweitmarkt des FCK-Ticketshops erhältlich, wenn sie von anderen Fans eingestellt werden. Auch in der DBB-Kartenbörse gibt es noch ein paar Angebote zum Einkaufspreis. Aus Düsseldorf begleiten knapp 4.000 Fans ihr Team. Stadionöffnung ist um 18:00 Uhr.
Weil die Kapazität des Park&Ride-Parkplatzes "Schweinsdell" an der Autobahn 6 am Samstag voraussichtlich nicht ausreichen wird, werden zusätzliche Parkmöglichkeiten am Warmfreibad und auf dem Daennerplatz bereitgestellt. Das hat die Polizei am Freitag angekündigt und dazu geraten, bei der An- und Abreise ausreichend Zeit einzuplanen. Auch der P&R an der Uni hat wie gewohnt geöffnet. Der Messeplatz steht derweil wegen einer dort stattfindenden Baumesse nur eingeschränkt zur Verfügung. Hintergrund des erwarteten sehr hohen Auto-Aufkommens bei diesem und dem nächsten Heimspiel sind massive Streckensperrungen bei der Deutschen Bahn, die sowohl in Richtung Pfalz als auch in Richtung Saarland gehen. Der FCK empfiehlt deshalb, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.
O-Töne
FCK-Trainer Markus Anfang: "Wir befassen uns nur mit den Inhalten, die auf uns zukommen. Da ist es nicht so entscheidend, welcher Spieler der Fortuna dann auf dem Feld steht. Wir müssen unsere Inhalte auf den Platz bringen, unsere Zweikämpfe gewinnen, unsere Aggressivität ins Spiel bringen und schauen, dass wir das Stadion mitnehmen und eine Atmosphäre herstellen."
Fortuna-Trainer Daniel Thioune: "Es ist eine besondere Begegnung mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre – und eine große Chance, eine Mannschaft, die aktuell vor uns in der Tabelle steht, hinter uns zu lassen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Simoni - Elvedi, Sirch, Bauer - Gyamerah (Zimmer), Kaloc, Breithaupt, Kleinhansl - Hanslik, Ache, Ritter
Es fehlen: Krahl (Innenband-Teilabriss im Knie), Zuck (Kreuzbandriss)
Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier - Oberdorf, Siebert, Heyer - Appelkamp, Lunddal - Johannesson, Zimmermann, van Brederode - Niemiec, Kownacki
Es fehlen: Affo, Gavory, Haag, Iyoha, Rossmann, Sobotka (alle muskuläre Probleme), Jastrzembski, Kwasigroch (beide Aufbautraining), Kwarteng (Knöchelverletzung), Pejcinovic (Mittelfußbruch), Vermeij (Innenbandriss)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Ergänzung, 29.03.2025:
Zurück auf Platz 3: FCK siegt 3:1 gegen Düsseldorf
Der 1. FC Kaiserslautern meldet sich im Aufstiegsrennen zurück und besiegt Konkurrent Fortuna Düsseldorf mit 3:1 (1:0). Bedanken kann sich der FCK dabei wieder einmal bei den Rückrunden-Goalgettern Marlon Ritter, Ragnar Ache und Luca Sirch.
Gegen die ersatzgeschwächte Düsseldorfer Fortuna setzte FCK-Coach Markus Anfang auf eine von den Namen her leicht offensivere Mannschaft als zuletzt. Denn für Kapitän Marlon Ritter, der nach seiner Gelbsperre wieder in die Startelf rutschte, rotierte Anfang nicht etwa Kenny Redondo oder Daniel Hanslik auf die Bank, sondern überraschend Filip Kaloc. Zudem ersetzte erwartungsgemäß Simon Simoni den verletzten Stammkeeper Julian Krahl, während Daisuke Yokota wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Bevor Simoni jedoch erstmals wirklich eingreifen musste, explodierte der Betze bereits zum ersten Mal: Nachdem Ragnar Ache die erste Torchance nach Maßflanke von Jean Zimmer noch knapp neben das Tor setzte, machte es Ritter wenige Sekunden später genauer und traf aus 16 Metern platziert zum frühen 1:0 (14.). Nach der Führung nahmen die Roten Teufel das Heft in die Hand, ließen die Fortuna nicht zur Entfaltung kommen und kamen selbst zu gefährlichen Abschlüssen, doch Daniel Hanslik (23.) und Ache (24.) konnten die Chancen nicht nutzen. In der 32. Minute bebte das Fritz-Walter-Stadion zum zweiten Mal, als Jan Elvedi eine butterweiche Flanke von Luca Sirch zum vermeintlichen 2:0 einnickte, das nach VAR-Intervention aufgrund eines Handspiels von Maxi Bauer im Vorfeld des Treffers allerdings einkassiert wurde. Auch im Anschluss blieben die Lautrer giftiger und ließen bis zum Halbzeitpfiff weiter keinen einzigen gegnerischen Torschuss zu.
Düsseldorf kam vor 48.279 Zuschauern energisch aus der Kabine, den ersten gefährlichen Abschluss hatte aber wieder Ache, dessen Fernschuss abgefälscht knapp am Tor vorbei rauschte (47.). Kurz darauf kam die Fortuna dann zur ersten größeren Chance, doch Zimmer rettete in letzter Sekunde. Der FCK ließ sich nun aber weiter hinten reindrücken, machte Fehler und kassierte fast zwangsläufig den Ausgleich durch Tim Oberdorf (60.). Doch Fehler machte auch die Fortuna und bezahlte einen teuer: Torschütze Oberdorf spielte einen unsauberen Rückpass, die daraus resultierende Ecke streichelte Florian Kleinhansl platziert auf den Kopf von Ache, der per Aufsetzer zur erneuten Führung einnetzte (73.). Fast hätte die Freude nur kurz angehalten, als die Fortuna plötzlich in Überzahl vor Simoni auftauchte, den Ball aber nicht aufs Tor brachte (81.), auch Dawid Kownacki nutzte die letzte Chance der Fortuna in der Nachspielzeit nicht. Dafür machte Luca Sirch in der 93. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf.
Der erste Sieg gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten nach langer Zeit lässt die Roten Teufel am SC Paderborn vorbei auf den Relegationsplatz klettern. Den gilt es nun am kommenden Sonntag im nächsten Spitzenspiel beim 1. FC Magdeburg, einem weiteren Aufstiegsaspiranten, zu bestätigen. Anpfiff beim FCM ist um 13:30 Uhr.
Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf 3:1
Ergänzung, 30.03.2025:
Stimmen zum Spiel
Großer Jubel auf dem Betze: "Hat einfach Spaß gemacht"
Der 1. FC Kaiserslautern findet mit einem 3:1 gegen Fortuna Düsseldorf zurück in die Erfolgsspur. Der Schlüssel zum Sieg ist eine geschlossene Teamleistung. Ein Debütant und die Fans bekommen trotzdem ein Extralob.
Anfang: "Wahnsinniges Kompliment an den Support"
"Ich fand, dass wir eine richtig gute erste Halbzeit gespielt haben. Eine sehr konzentrierte Halbzeit gegen eine sehr gute Düsseldorfer Mannschaft. In der Pause haben wir darüber gesprochen, dass wir schauen müssen, dass wir weiter Druck erzeugen auf den Gegner. Wir haben das auch grundsätzlich gut gemacht, aber wir haben nach jeder Balleroberung direkt wieder einen Ballverlust gehabt. Und damit haben wir den Gegner stark gemacht. Man hat dann die Qualität von Fortuna gesehen, da waren wir nicht mehr so in der Partie. Durch eine Standardsituation bekommen wir aber wieder die Chance, in Führung zu gehen und schaffen das auch durch Ragnar Ache. Die Führung haben die Jungs richtig gut und leidenschaftlich verteidigt und machen hinten raus auch noch das 3:1. An der Stelle auch einfach mal ein wahnsinniges Lob und Kompliment an den Support hier im Stadion. Was unsere Fans, unsere Westkurve da veranstaltet haben vor dem Spiel - ein Gänsehaut-Moment. Es hat einfach Spaß gemacht, heute hier in diesem Stadion zu sein. Viele reden immer davon, was man so in der Vergangenheit alles erlebt hat. Wir können aber auch mal darüber reden, was wir heute alles erlebt haben. Es war einfach fantastisch", analysierte Trainer Markus Anfang in der Pressekonferenz den Heimsieg, mit dem seine Mannschaft in der Tabelle auf den dritten Platz klettert.
Den tollen Fußballabend im fast ausverkauften Fritz-Walter-Stadion leiteten die FCK-Ultras mit einer grandiosen und mehrteiligen Choreo ein. Auf dem Rasen legten die Roten Teufel den Grundstein zum Erfolg mit einer überzeugenden ersten Halbzeit, an deren Ende allerdings nur der Treffer zum 1:0 durch Marlon Ritter zu Buche stand. Ein zweites Tor durch Jan Elvedi wurde von Schiedsrichter Max Burda nach Ansicht der Videobilder aberkannt, weil Maxi Bauer wenige Momente davor den Ball mit der Hand spielte. Düsseldorf strahlte zunächst kaum einmal Gefahr vor dem als Vertreter von Julian Krahl sein FCK-Startelfdebüt feiernden Simon Simoni aus, wurde in Hälfte zwei aber stärker und dann auch mit dem Ausgleich durch Tim Oberdorf belohnt. In der Schlussphase machte schließlich einmal mehr Ragnar Ache den Unterschied, der im Anschluss an eine Ecke von Florian Kleinhansl unwiderstehlich zum 2:1 einköpfte. In der Nachspielzeit setzte Luca Sirch den Schlusspunkt.
Simoni: "Wir haben gewonnen, das ist das Allerwichtigste"
Jan Elvedi sagte zur Phase in der zweiten Halbzeit, als die Partie beinahe gekippt wäre: "Ich hatte fast das Gefühl, dass wir zu viel Tempo rausgenommen haben und dann nicht mehr richtig in Fahrt gekommen sind. Deswegen haben wir auch kurz nach dem 1:1 gleich alle zusammengetrommelt und gesagt, da muss wieder mehr kommen, wir müssen wieder mehr machen. Und dann haben wir wieder mehr investiert und uns Gott sei Dank gelohnt. Jeder Standard ist für uns immer Gold wert. Ich glaube, wir sind eine gute Standard-Mannschaft und haben das heute auch wieder gezeigt." Auch für Torwart Simoni fand der Abwehrmann lobende Worte: "Er hat das ganz unaufgeregt gemacht, so wie wir es trainiert haben. Ich habe ihm gesagt, er hat ein tolles Spiel gemacht. Er hat Ruhe ausgestrahlt und Sicherheit. Das hat uns unglaublich gut getan." Trainer Anfang sagte über seinen Debütanten, der heute und in den kommenden Wochen den verletzten Julian Krahl ersetzen muss: "Er ist 20 Jahre alt, ich finde, er hat es sehr ordentlich gemacht, er hatte auch eine gute Ausstrahlung."
"Ich bin sehr glücklich, dass ich mein Debüt feiern konnte. Und das dann noch in so einer irren Atmosphäre. Das war fantastisch für mich. Ich habe versucht, immer da zu sein, wenn die Mannschaft mich gebraucht hat. Am Ende haben wir gewonnen. Und das ist das Allerwichtigste. Julian Krahl hat mich sehr unterstützt. In der Halbzeit und auch vor dem Spiel. Das hat mir sehr geholfen", erklärte Simon Simoni selbst, während Marlon Ritter einmal mehr seine besondere Beziehung zur Fortuna herausstellte: "Ich spiele so gerne gegen Düsseldorf, das macht mir so Spaß. Wir haben gewonnen, das Hinspiel haben wir auch schon gewonnen. Und wir haben endlich wieder ein 20:30-Uhr-Spiel gewonnen. Ich glaube, heute kann jeder, der für den FCK ist, zufrieden nach Hause gehen oder noch ein bisschen in die Stadt."
Ritter: "Ich spiele so gerne gegen Düsseldorf"
"Im Endeffekt ist es schon ein verdienter Sieg. Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Düsseldorf hat dann in der zweiten Halbzeit sehr viel Druck gemacht, da mussten wir erstmal klarkommen. Wir haben dann auch viele Fehlpässe gespielt. Dann haben wir aber zum richtigen Zeitpunkt das 2:1 gemacht, danach alles weg verteidigt und am Ende noch das 3:1 geschossen", ergänzte Torschütze Luca Sirch und blickte zudem auch voraus: "Wir sind auf dem dritten Platz, wenn mich nicht alles täuscht. Wir haben jetzt wichtige Spiele mit Magdeburg auswärts und dann daheim gegen Nürnberg. Das sind jetzt einfach die Spiele. Aber die wollen wir gewinnen und dann schauen wir mal."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 30.03.2025:
Blick in die Kurve
"Luzifer, erhebe Dich": Teuflische Kurvenshow in der West
Topspiel, Pyro, Heimsieg: Der 1. FC Kaiserslautern und der Betzenberg starten mit einem Dreier gegen Fortuna Düsseldorf in die entscheidende Saisonphase. Eingeleitet wird der Abend mit einer mehrteiligen Choreo in der Westkurve.
Mit einer Lektion im Altsprachlichen verbindet man einen Besuch auf dem Lautrer Betzenberg gewöhnlich eher nicht. Beim Spitzenspiel gegen die Düsseldorfer Fortuna ist das ausnahmsweise anders und der eine oder andere Stadionbesucher dürfte seine alten Lateinkenntnisse bemüht haben. Alternativ hilft wohl vielfach eine der diversen Übersetzungs-Apps auf dem Smartphone, um die große Kurvenshow der FCK-Ultras vor Spielbeginn komplett zu verstehen.

"Exaudinos Lucifer Et Surge Ex Abysso Sume Animas Nostras", steht auf einem ersten riesigen Spruchband über 40 Meter Breite vor der Westkurve. Dazu gehen nach einem gemeinsamen Countdown tausende schwarze Folien in die Höhe, vor deren Hintergrund sich in rot ein fünfzackiger Stern, ein sogenanntes Pentagramm, abzeichnet. Wer genau hinsieht und erkennt, dass dabei nur eine Spitze nach unten und zwei nach oben zeigen, kann sich wohl bereits denken, was als nächstes kommt. Während an den fünf Ecken des Pentagramms zunächst jeweils zwei Fackeln brennen, steigt aus dessen Mitte langsam ein riesiger und furchteinflößender Teufel nach oben. Gleichzeitig ändert sich der Satz auf dem Spruchband: "Ad Lucem Nos Trahe Orbem Mundi Regna Surge ex Flammis et Appare."

"Erhöre uns, Luzifer, steige aus dem Abgrund auf und nimm unsere Seelen. Führe uns zum Licht, herrsche über die Welt, erhebe dich aus den Flammen und erscheine", lautet in etwa die Übersetzung der beiden Sätze auf den Spruchbändern. Darüber grinst der nun in voller Größe über der Kurve schwebende Rote Teufel, während mehrere im unteren Bereich der Kurve platzierte Bengalos mit ihrem Rauch sowie eine kleine Pyroshow das gigantische Gesamtbild abrunden.


Angeheizt von diesem spektakulären Intro und passend zur starken ersten Halbzeit der Männer in Rot geben die FCK-Fans im nahezu ausverkauften Fritz-Walter-Stadion auch nach dem Anpfiff mächtig Gas. Wiederholt werden Bengalos gezündet. Insbesondere bei den vier Lautrer Treffern - einer wird nach Video-Überprüfung nachträglich wieder aberkannt - leuchtet die Westkurve wie in alten Zeiten. Immer wieder steigen auch große Teile der Sitzplätze in den Support ein. Und nach Spielende hat man auch den Eindruck, als würde sich die Kurve nicht so schnell leeren wie bei den vergangenen Heimspielen, was aber auch daran liegen könnte, dass aufgrund des nahezu komplett lahmgelegten Regionalverkehrs kaum jemand seinen Zug erreichen muss.

Unterstützt werden die Roten Teufel gegen Düsseldorf einmal mehr von einer größeren Gruppe an befreundeten Fans des FC Metz, die zudem ihre große "Horda"-Zaunfahne dabei haben. Die Betze-Ultras schicken derweil per Spruchband solidarische Grüße nach Frankreich, wo mehreren Gruppen ein Verbot durch das Innenministerium droht ("Hintergrund"). Zu Ehren von Werner Kohlmeyer, dessen Todestag sich in der vergangenen Woche zum 51. Mal jährte, ist außerdem die Legenden-Fahne mit dem 54er-Weltmeister im Einsatz.

Aus Düsseldorf sind knapp 4.000 Fans mit nach Kaiserslautern gekommen und tragen sowohl optisch als auch akustisch ihren Teil zu einem stimmungsvollen Fußballabend im Fritz-Walter-Stadion bei. Wer den Betzenberg über die Treppe an der Ecke Nord-Ost erklimmt, kann den Gäste-Anhang schon weit vor dem Spiel lautstark vernehmen, als sich die Fortunen im Bauch der Osttribüne gemeinsam einsingen. Zum Einlaufen der Teams haben die Fortuna-Ultras ebenfalls eine Choreo vorbereitet, bestehend aus einem tausendfach verteilten Mottoschal mit dem F95-Logo, der in überdimensionierter Größe auch als Zaunfahne angebracht ist, sowie dem hochgezogenen Spruch: "Auf ewig unbesiegbar". Reichlich Pyro, viele Fahnen und eine stattliche Zaunbeflaggung haben die Gäste ebenfalls im Gepäck, die im Verlauf des Spiels auch immer wieder gut zu hören sind. Nur das Motto ihres Intros ist an diesem Abend nicht besonders gut gealtert.

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Heimspiel gegen Düsseldorf:
- Fotogalerie | 27. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 31.03.2025:
Ache und Sirch top: Die Noten zum FCK-Sieg gegen F95
In der Hinrunde galten Ragnar Ache, Daniel Hanslik und Daisuke Yokota eine zeitlang als das "magische Dreieck" des 1. FC Kaiserslautern. In der Rückrunde sind es bislang Ache, Marlon Ritter und Luca Sirch - so auch gegen Fortuna Düsseldorf.

Bei 3.382 abgegebenen Einzelnoten auf Der Betze brennt wird Ragnar Ache mit einem Schnitt von 1,8 zum Teufel des Tages gekürt. Die "Rheinpfalz" gibt dem Torschützen zum vorentscheidenden 2:1 eine 1,5, der "Kicker" bewertet ebenfalls mit einer 1,5 und Aches vierter Berufung in die Zweitliga-Spieltagself. Außerdem herausragend: Luca Sirch (DBB: 1,8 / Rheinpfalz: 2,0 / Kicker: 2,5 und ebenfalls "Elf des Tages"), der den 3:1-Endstand markierte, sowie Marlon Ritter (2,1 / 2,5 / 2,5). Der FCK-Kapitän zeigte sich nach abgesessener Gelb-Sperre gegen seinen Lieblingsgegner Düsseldorf von seiner besten Seite und ging mit dem 1:0 voran. Insgesamt lässt sich bei den Roten Teufeln eine starke Mannschaftsleistung konstatieren, die mit dem Sprung auf Tabellenplatz 3 belohnt wurde. Ein klein wenig auseinander gehen die Meinungen bei Kenny Redondo (2,7 / 2,0 / 3,5).
Die Spielernoten werden präsentiert von Weinstraßen Energie, unserem Partner für nachhaltige und gleichzeitig preiswerte Energieversorgung. Geschäftsführer und Betze-Fan Simon Willim fasst seine Eindrücke wie folgt zusammen: "Beide Mannschaften starteten gut, aber nach zehn Minuten konnte der FCK das Kommando übernehmen. Ritter eiskalt, dann das abgepfiffene 2:0 und ein kleiner Bruch im Spiel. Nach der Pause war unser Team zu leichtsinnig und es wirkte so, als ob die Konzentration ein bisschen weg war. Zum Glück kam nach dem Düsseldorfer Ausgleich aber eine starke kämpferische und spielerische Reaktion. Tolle Kulisse, verdienter Sieg - wir sind weiter oben dabei. Meine Teufel des Tages: Ragnar Ache und Marlon Ritter. Aber auch Tim Breithaupt gefällt mir immer besser."
» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker
Ergänzung, 07.07.2025:
DFB: 98.800 Euro Strafe für Teufelschoreo gegen F95
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern im Einzelrichterverfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen vier Fällen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer Geldstrafe in Gesamthöhe von 128.800 Euro belegt.
Davon kann der Verein bis zu 42.900 Euro für eigene sicherheitstechnische oder gewaltpräventive Maßnahmen verwenden, was dem DFB bis zum 31. Dezember 2025 nachzuweisen wäre.
Im Rahmen des Zweitligaspiels gegen Fortuna Düsseldorf am 29. März 2025 zündeten Zuschauer aus Kaiserslautern insgesamt 98 Bengalische Feuer und vier Feuerwerksbatterien. Hierfür beträgt die Strafe 98.800 Euro.
Zudem brannten FCK-Anhänger vor dem Zweitligaspiel beim 1. FC Magdeburg am 6. April 2025 20 Bengalische Feuer ab. Dafür gab es eine Strafe von 12.000 Euro.
Am 4. Mai 2025 brannten Kaiserslautern-Fans 16 Bengalische Feuer bei einer Choreo vor dem Zweitligaspiel beim Karlsruher SC ab. Hierfür beträgt die Strafe 9600 Euro.
Darüber hinaus zündeten FCK-Zuschauer vor dem Zweitligaspiels gegen SV Darmstadt 98 am 11. Mai 2025 14 Bengalische Feuer. Dafür gab es eine Strafe von 8400 Euro.
Der Verein hat den vier Urteilen zugestimmt, die Urteile sind damit rechtskräftig.
Quelle: DFB
