
Vorbericht: Würzburger Kickers - 1. FC Kaiserslautern
Vorlegen am Dallenberg
Während der 1. FC Kaiserslautern mit einem Sieg die Aufstiegskonkurrenz weiter unter Druck setzen könnte, dürfte die Partie am Freitagabend für die Würzburger Kickers der letzte Strohhalm im Abstiegskampf sein.
Die Saison 2021/22 biegt immer mehr auf die Zielgerade ein und das Kribbeln bei allen, die es mit den Roten Teufeln halten, wird immer stärker. Marlon Ritter brachte die Euphorie bei den Fans in "SWR Sport" ziemlich gut auf den Punkt: "Wie ich mitbekommen habe, haben wir nicht mehr mehr wirklich ein ‘Auswärtsspiel’. Ich glaube, wir haben jetzt nur noch ‘Heimspiele’." Die Spieler haben also schon eine leise Vorahnung, was sie im Saisonfinale erwarten könnte, und wie Recht Ritter hat, dürfte sich auch zum Auftakt des 33. Spieltages beim Gastspiel in Würzburg wieder zeigen. Zwar werden nicht ganz so viele FCK-Fans mitreisen wie zuletzt nach Freiburg, das Stadion am Dallenberg wird stimmungstechnisch aber trotzdem fest in Lautrer Hand sein.
Apropos Stimmung: In dieser Woche stand bei den Fans der rasend schnelle Kartenvorverkauf für das mit knapp 47.000 Zuschauern schon ausverkaufte Derby gegen Saarbrücken am Ostersonntag und die damit einhergehende Vorfreude auf das Spiel im Fokus. Doch vorher findet noch die nahezu genauso wichtige Partie in Würzburg statt. In beiden Duellen geht es um gleichermaßen drei wichtige Punkte für den Aufstieg. "Von Spiel zu Spiel denken" ist im Saisonendspurt dementsprechend mehr als nur eine Floskel. Anstoß im Stadion am Dallenberg ist am Freitag um 19:00 Uhr.
Was muss man zum Auswärtsspiel in Würzburg wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen zum 33. Spieltag:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Der 1. FC Kaiserslautern marschiert mit großen Schritten in Richtung 2. Bundesliga. Der 5:1-Sieg am vergangenen Samstag gegen Duisburg war ein Statement, das in dieser Form wohl nur die wenigsten Fans erwartet hätten. Bereits sieben Punkte liegen die Roten Teufel bei einem mehr absolvierten Spiel vor Platz 4. Am Freitag kann die Antwerpen-Elf nun vorlegen und den Konkurrenten aus Braunschweig, der am folgenden Tag in Wiesbaden antritt, unter Druck setzen. Ebenfalls am Samstag werden sich Saarbrücken und der Waldhof im Verfolgerduell gegenseitig die Punkte wegnehmen. 1860 München spielt am Sonntag bei Freiburg II, Osnabrück empfängt am Montag Verl.
Kapitän Hendrick Zuck kehrt nach seiner Gelb-Sperre wieder in die Startelf zurück, sodass der gegen den MSV gut aufspielende Youngster Neal Gibs wieder auf der Bank Platz nehmen muss. Kenny Redondo hat seine muskulären Probleme auskuriert und steht für das Spiel in Würzburg ebenfalls wieder zur Verfügung. René Klingenburg laboriert immer noch an einer Fußprellung und fällt weiter aus. Antwerpen hat nach der Gala gegen Duisburg aber mit Ausnahme von Zuck keinen Grund für weitere Veränderungen in der Startelf, zumal einige Einwechselspieler am leicht ärgerlichen Gegentreffer kurz vor Schluss beteiligt waren.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Mai 2021 droht den Würzburger Kickers der Fall in die Regionalliga Bayern. Grund dafür ist auch die eklatante Heimschwäche. Nur eins (!) der bislang 15 Heimspiele konnte der FWK siegreich gestalten. Am vergangenen Spieltag mussten die Kickers, die in dieser Saison mit Ralf Santelli schon den den dritten Übungsleiter beschäftigen, tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz im Tabellenkeller wichtige Punkte einfuhr. Während die Partie der Mainfranken bei Türkgücü aus bekannten Gründen ausfiel, gewannen Verl (3:1 gegen Freiburg II) und Berlin (2:1 gegen Magdeburg). Der Rückstand auf das rettende Ufer wuchs für den Tabellen-18. bei noch sechs ausstehenden Spielen auf sieben Punkte an. Die Partie gegen den FCK muss der FWK, der mit nur 25 erzielten Treffern die schwächste Offensive der Liga stellt, also unbedingt gewinnen, um zumindest die theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren. Bei einer weiteren Niederlage kann sich der am Mittwoch als neuer Sportvorstand installierte Jürgen Kost wohl noch stärker auf die Planungen für die vierte Liga konzentrieren. In der Länderspielpause holten sich die Würzburger auch kein Selbstvertrauen. Ganz im Gegenteil: Beim 1:3 bei Regionalligist Illertissen blamierte man sich und schied im Landespokal-Halbfinale aus. Vorher konnten aber immerhin drei der vergangenen fünf Drittliga-Partien siegreich gestaltet werden.
Santelli, der den unter Vorgänger Danny Schwarz suspendierten Ex-FCK’ler Marvin Pourié reaktivierte, muss gegen Kaiserslautern auf die gelbgesperrten Innenverteidiger Tobias Kraulich und Leon Schneider verzichten und wird seine Abwehrkette entsprechend umbauen. Der seit Dezember verletzt gewesene Lars Dietz könnte an dieser Stelle sein Comeback geben.
Frühere Duelle
Der FCK verlor die letzten vier Duelle mit den Kickers allesamt. In insgesamt sieben Begegnungen gelang den Roten Teufeln nur ein Sieg, den Robert Glatzel im Februar 2017 mit seinem 1:0-Siegtreffer eintütete. Im Hinspiel unterlagen die Lautrer am 31. Oktober 2021 mit 0:2 - es ist die bislang einzige FCK-Heimniederlage in dieser Saison.
Fan-Infos
Das Stadion am Dallenberg darf am Freitag mit einer Kapazität von bis zu 13.090 Zuschauern voll ausgelastet werden. Sämtliche Corona-Regeln sind aufgehoben, das Tragen einer Maske und die Einhaltung des Mindestabstandes wird nur noch empfohlen. Bis Donnerstag waren etwas mehr als 7.000 Karten verkauft, geschätzt um die 4.000 Fans werden den FCK unterstützen. Alle Sitzplatzkarten für das Spiel sind bereits vergriffen. Restkarten für den Gästebereich gibt es an den Tageskassen oder im Online-Ticketshop der Kickers. Zudem werden auch in der DBB-Kartenbörse von Fans regelmäßig übrige Tickets zum Einkaufspreis angeboten.
Mitreisende FCK-Anhänger sollten dran denken, dass es am Freitagabend kalt und sehr wahrscheinlich auch regnerisch werden wird - der Gästebereich am Dallenberg ist nicht überdacht. In der Fankurve wird es eine Aktion zum Gedenken an den vergangenes Wochenende verstorbenen Vorsänger Daniel († 30) geben.
Stadionöffnung ist zwei Stunden vor dem Anpfiff, also um 17:00 Uhr. Es wird aufgrund des für Würzburger Verhältnisse hohen Zuschauerandrangs um eine frühzeitige Anreise gebeten. Alle sonst noch wichtigen Informationen für mitreisende Fans hat der FCK auf seiner Homepage veröffentlicht.
Das Spiel ist aufgrund des Freitagtermins nicht live im Free-TV zu sehen.
O-Töne
FCK-Trainer Marco Antwerpen: "Es freut uns, dass wir eine so großartige Unterstützung in Würzburg dabei haben. Wir wollen die Fans, die vermutlich einige Strapazen auf sich nehmen, mit zwei guten Halbzeiten und einem Sieg belohnen."
Würzburg-Trainer Ralf Santelli: "Es werden sechs Endspiele. Wenn Magdeburg gegen Berlin verlieren kann, warum soll es denn nicht auch möglich sein, dass Kaiserslautern bei uns Federn lässt?"
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
Würzburger Kickers: Bonmann - Waidner, Dietz, Strohdiek, L. Breunig - Hägele, Perdedaj - Kopacz, Stefaniak, Herrmann - Pourié
Es fehlen: M. Breunig (Adduktorenverletzung), Kraulich, Schneider (beide Gelb-Sperre)
1. FC Kaiserslautern: Raab - Tomiak, Kraus, Winkler - Ritter - Hercher, Ciftci, Wunderlich, Zuck - Hanslik, Boyd
Es fehlen: Bakhat (Muskelfaserriss), Klingenburg (Fußprellung), Senger (muskuläre Probleme), Röser (Kreuzbandriss), Zimmer (Trainingsrückstand)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 04.04.2022:

Freitag, 19:00 Uhr: Das nächste "Endspiel" für den FCK
Noch fünf Spiele! Der 1. FC Kaiserslautern kann am Freitag vorlegen und die Konkurrenz mit einem guten Ergebnis bei den Würzburger Kickers unter Druck setzen. Die Fan-Unterstützung wird wieder groß sein, personell gibt es noch zwei Fragezeichen.
Der FCK startet nach dem 5:1-Statement gegen Duisburg mit einem freien Montag in die Woche, ehe dann am Dienstag die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe im Aufstiegsrennen beginnt. Ob René Klingenburg (Fußprellung) und Kenny Redondo (muskuläre Probleme) am Freitag wieder zur Verfügung stehen, steht laut Auskunft von Marco Antwerpen noch nicht fest. Zudem plagen Philipp Hercher momentan Adduktorenprobleme, er wurde aber am Samstag rechtzeitig ausgewechselt - Stichwort: Belastungssteuerung - und bleibt somit einsatzbereit. Möglicherweise wird auch Kapitän Jean Zimmer diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Aber bei ihm möchten die Verantwortlichen weiterhin keinen Zeitplan aufstellen und in aller Ruhe vorgehen.
Würzburg hatte am Wochenende spielfrei, weil das eigentlich vorgesehene Duell gegen Türkgücü München annulliert wurde. Der FCK profitiert insofern davon, dass mit Leon Schneider und Tobias Kraulich beide Stamm-Innenverteidiger ausfallen - sie müssen ihre Gelb-Sperren gegen Lautern absitzen anstatt gegen Türkgücü. Mit Lars Dietz (Knieprobleme) fehlt ein weiterer Abwehrspieler schon seit Dezember. Würzburg empfängt den FCK mit dem neuen Trainer Ralf Santelli, der für einen sportlichen Aufschwung sorgte (siehe unten), sowie dem im Dezember suspendierten und im Februar begnadigten Ex-Lautrer Marvin Pourié (bisher sechs Saisontreffer).
Klingenburg und Redondo weiter fraglich - Wohl über 3.000 Fans mit dabei
Das Spiel Würzburg gegen Kaiserslautern gibt es im Profifußball erst seit dem Jahr 2016 - und die Bilanz ist aus FCK-Sicht noch ziemlich ausbaufähig: Erst einmal gewannen die Roten Teufel (1:0 durch Robert Glatzel im Februar 2017). Vier Mal siegten die Kickers, zwei Partien endeten Unentschieden. Doch am Freitag geht der FCK als ganz klarer Favorit in die Partie am Dallenberg: Würzburg droht nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ernsthaft der "Durchmarsch" in die Regionalliga. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt schon sechs Punkte. Und weil der langjährige Sponsor und Investor "Flyeralarm" wohl aussteigt, könnte der FWK längerfristig von der überregionalen Bühne verschwinden. All diese Probleme hinderten das Team um Torschütze Pourié bekanntlich nicht am 2:0-Hinspiel-Sieg in Kaiserslautern. Dies war die einzige Heimniederlage des FCK in den letzten 14 Monaten. Dementsprechend dürfte das Team von Marco Antwerpen gewarnt nach Mainfranken fahren, aber zugleich auch selbstbewusst und sicher nochmal extra motiviert. Trotzdem aufgepasst: Neun seiner gerade mal zehn Rückrunden-Punkte holte Würzburg aus den letzten fünf Spielen (zum Vergleich auf "Fussballdaten.de": Die Formtabelle der letzten fünf Spiele und die komplette Tabelle der bisherigen Rückrunde).
Im Stadion am Dallenberg wird ein halbes Heimspiel für die Roten Teufel erwartet: Die erste Ladung von 1.800 Karten für den Gästeblock war in weniger als einer Stunde ausverkauft. Vermutlich doppelt so viele oder vielleicht sogar noch mehr FCK-Fans werden die Reise ins beschauliche Würzburg antreten.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 06.04.2022:

Gegner-Check FWK: Zähne zeigen gegen die Zaghaften
Die letzten vier Spiele gegen die Würzburger Kickers verlor der 1. FC Kaiserslautern allesamt. Damit soll, damit muss nun Schluss sein. Denn dieser Gegner ist zu packen, wie unser Check zeigt.
Kickers im freien Fall: Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga stehen die Würzburger vor dem Abgang in die Regionalliga - aktuell beträgt der Rückstand auf den rettenden Rang 15 sieben Punkte. In wenigen Zeilen lässt sich dieser Absturz nicht angemessen analysieren, insbesondere nicht, inwieweit Trainer-Legende Felix Magath "verbrannte Erde" hinterließ, als er im Mai 2021 als "Global Sports Director" des Kickers-Sponsors "Flyeralarm" und starker Mann der sportlichen Leitung der Kickers ausschied. Was einigermaßen offenkundig ist: Die Kickers verloren nach dem Abstieg beinahe einen kompletten Spielerkader. Das neu verpflichtete Personal versprach zumindest auf dem Papier ordentliches Drittliga-Niveau. Allerdings fielen vorgesehene Leistungsträger permanent wegen Verletzungen und Corona aus, so dass sich nie ein Kernteam herausbildete. Dass mit Marvin Pourié zudem der vermeintliche Königstransfer zwischenzeitlich mehr Ärger als Freude bereitete, ist sicher nicht allein ursächlich, aber ein weiterer Mosaikstein.
Zaghaft im Spiel nach vorne: Wo es konkret hapert, lässt sich schon am Torverhältnis ablesen: Erst 27 Tore haben die Kickers erzielt, nur Tabellennachbar Havelse traf genauso schlecht. Der Eindruck bestätigt sich auch bei der tiefergehenden Analyse: Kickers-Spieler berühren im Schnitt nur 13,61 mal pro Partie den Ball im gegnerischen Strafraum, da ist nur Havelse schlechter. Lautern liegt mit 17.25 Kontakten im Schnitt im Tabellen-Mittelfeld. Und keine andere Mannschaft schießt seltener aufs Tor: im Mittel nur 9,15 mal pro 90 Minuten. Die Männer in Rot präsentieren sich da mit 12,24 Torschüssen im Schnitt ebenfalls in der Tabellenmitte. Zudem erlauben die Kickers ihren Gegnern im Durchschnitt 11,64 Abspiele, ehe sie attackieren. Nur das mittlerweile aus der Tabelle getilgte Türkgücü München ging zaghafter zur Sache (13,43 Abspiele). Der FCK präsentiert sich mit 10,92 "Passes per defensive Action" allerdings ebenfalls nicht gerade aggressiv, das ist der fünftschlechteste Wert der Liga. Die Roten Teufel haben aber schon gezeigt, dass sie zumindest phasenweise auch Angriffspressing beherrschen. Diese Phasen gegen diesen Gegner auszudehnen, könnte ein Mittel sein, das Erfolg verspricht.
Über Eckbälle geht was: Die Würzburger lassen im Schnitt 6.05 Eckbälle pro Spiel gegen sich zu, nur Havelse und Berlin erlauben mehr. Lautern muss im Mittel nur 4,36 Ecken abwehren, nur Mannheim und Magdeburg gestatten weniger. Und der FCK kann ja seit dieser Saison wieder Standards, da könnte also was gehen. Zu beachten ist allerdings: Mit Christian Strohdiek und Daniel Hägele hat der Gastgeber zwei Spieler in seinen Reihen, die überdurchschnittlich viele Kopfballduelle gewinnen. Unschlagbar sind sie allerdings nicht: Acht Mal schon sind die Würzburger in dieser Saison per Kopf überwunden worden, davon zwei Mal nach Ecken und zwei Mal nach Freistoßflanken.
Vorsicht vor Würzburger Ecken: Erstaunlich - so offensivschwach sich die Würzburger präsentieren, nach vorne kommt ihre Kopfballstärke bestens zum Tragen. Neun Treffer haben sie bereits nach Eckbällen erzielt. Das ist, man glaubt es kaum, Liga-Bestwert. Allein vier Treffer erzielte der Innenverteidiger Tobias Kraulich - einen davon bekanntlich im Hinspiel auf dem Betzenberg. Gut für Lautern: Weil die Kickers vergangenes Wochenende spielfrei hatten, da das Spiel gegen Türkgücü auf dem Plan gestanden hätte, muss Kraulich seine anstehende Gelb-Sperre nun am Freitag absitzen - diese Gefahr ist also schon mal gebannt. Mit Leon Schneider fehlt zudem ein zweiter Innenverteidiger gesperrt.
Eigenartige Trainerbilanzen: Seit nunmehr sechs Liga-Spielen steht Ralf Santelli als Cheftrainer an der Seitenlinie des FWK. Von denen hat er bereits drei gewonnen. Seinen Vorgängern Danny Schwarz und Torsten Ziegner glückte jeweils nur ein Sieg, diese aber landeten sie erstaunlicher Weise gegen die beiden aktuellen Top-Teams Magdeburg und Kaiserslautern. Santelli begnadigte auch den zwischenzeitlich suspendierten Pourié, der dies seither unter anderem mit zwei weiteren Treffern dankte, so dass er mit nunmehr sechs Einschlägen "trotz allem" bester Torschütze des Teams ist. Öfter genetzt hat übrigens auch kein FCK-Spieler, wobei Neuzugang Terrence Boyd freilich erst im Winter kam und mittlerweile auch schon bei sechs Toren für seinen neuen Verein steht. Mit Trainer Santelli schieden die Franken unlängst allerdings auch im Verbandspokal mit 1:3 gegen bayrischen Regionalligisten FV Illertissen aus. Das versetzte den aufkeimenden Hoffnung am Dallenberg einen empfindlichen Dämpfer.
Das Talent: Schon im Hinspiel fiel der rechte Flügelspieler des FWK auf: Der ungemein antrittsstarke David Kopacz legte auch Marvin Pourié das 2:0 für Würzburger auf. Mit vier Treffern und sieben Vorlagen ist der Deutsch-Pole erfolgreichster Scorer des Gastgebers. Und mit 22 Jahren ist er in einem Alter, das dem Verein, zu dem er als nächstes wechselt, ein starkes Marktwertpotenzial verspricht. Was ihn zum begehrtesten Kickers-Kicker machen dürfte, wenn Würzburg absteigt. Laut "Wyscout" spielt Kopacz die meisten "progressiven" Pässe der Liga, die auch ankommen. Der Datensammler listet ihn zudem als fünftbesten "Außenangreifer" der Liga auf, während er in der "Kicker"-Rangliste vom Januar gar nicht auftaucht - das Fachblatt geht gnadenlos mit Spielern um, die nicht bei Teams der oberen Tabellenhälfte aktiv sind. Vielleicht schaut ja auch FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen bei Kopacz mal genauer hin.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 07.04.2022:

"In den Flow kommen": Die Lage vor dem Freitagsspiel
Der 1. FC Kaiserslautern kann im Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers wieder auf Hendrick Zuck und Kenny Redondo zurückgreifen. Für Trainer Antwerpen geht es darum, im Endspurt um den Aufstieg weiter alles rauszuhauen.
"Wir warten darauf, dass unsere Mannschaft jetzt in einen richtigen Flow kommt. Vielleicht haben wir das schon mit dem Spiel gegen Duisburg erreicht", blickt Marco Antwerpen nach dem jüngsten 5:1-Statement gegen den MSV hoffnungsvoll auf die nächste von insgesamt noch fünf regulären Saisonpartien (Anstoß: Freitag, 19:00 Uhr). Gegen den schon sieben Punkte hinter den Nichtabstiegsplätzen liegenden, aber zuletzt im Aufwind befindlichen Gegner aus Würzburg kann sich der Trainer unterschiedliche Herangehensweisen vorstellen: "Wir treffen auf eine Mannschaft, die definitiv drei Punkte braucht, um sich im Abstiegskampf zu positionieren. Würzburg hat jetzt den dritten Trainer in dieser Saison und dadurch schon verschiedene Spielsysteme gespielt. Aktuell ist die Ausrichtung wieder etwas defensiver, aber vielleicht sagt der Trainer von Würzburg morgen auch: Wir spielen jetzt offensiv. Da haben wir keinen Einfluss drauf, aber wir sind auf alles vorbereitet und können alle Varianten bespielen."
Zuck wieder da, Klingenburg noch lädiert - "Den Fans etwas zurückzahlen"
Personell kann der FCK wieder auf Kapitän Hendrick Zuck (nach Gelb-Sperre) und Kenny Redondo (nach muskulären Problemen) zurückgreifen. Zuck dürfte für seinen jungen Ersatzmann Neal Gibs wieder zurück in die Startelf rücken. Weiterhin pausieren müssen dagegen René Klingenburg (Fußprellung), Marvin Senger (muskuläre Probleme), Anas Bakhat (Muskelfaserriss) sowie die schon länger verletzten Jean Zimmer (Aufbautraining) und Lucas Röser (Kreuzbandriss).
In Würzburg wurden bislang über 7.000 Eintrittskarten verkauft und es wird davon ausgegangen, dass mehr als die Hälfte davon an Fans des FCK gingen. Auch daraus schöpft seine Mannschaft zusätzliche Kraft, wie Antwerpen betont: "Es ist für uns sehr, sehr wichtig, dass wir viele Fans dabei haben. Denen wollen wir jetzt auch auswärts etwas zurückzahlen."
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel in Würzburg folgen heute Abend im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
