Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 02.10.2020, 08:35


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Sport1 meldet: Jeff Saibene wird neuer FCK-Trainer

Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen neuen Cheftainer gefunden und wird ihn am heutigen Freitag um 13:00 Uhr offiziell vorstellen. Laut "Sport1" soll es sich dabei um Jeff Saibene (52) handeln.

Sport1-Reporter Reinhard Franke schreibt dazu auf Twitter: "Breaking: Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen neuen Cheftrainer gefunden. Wie SPORT1 weiß, wird Jeff Saibene, Ex-Schanzer-Coach die "Roten Teufel" schon am Freitag übernehmen. Vertrag bis 2022."

Der Luxemburger Saibene trainierte letzte Saison bis zum 27. Spieltag den Lautrer Drittliga-Konkurrenten FC Ingolstadt. Zuvor war er von März 2017 bis Dezember 2018 bei Arminia Bielefeld tätig. "Sport1" schreibt zur Übereinkunft mit dem FCK: "Saibene weilte am Dienstag in Kaiserslautern zu Verhandlungen und überzeugte die Verantwortlichen offenbar sofort." Saibenes Co-Trainer in Ingolstadt und Bielefeld war Carsten Rump, der jetzt auch mit nach Kaiserslautern kommen könnte.

Ergänzung, 10:30 Uhr: Auch der "Kicker" und die "Rheinpfalz" bestätigen zwischenzeitlich die Verpflichtung von Jeff Saibene.

Der Betze brennt wird wie gewohnt ausführlich von der heutigen Vorstellung des neuen Cheftrainers berichten. Die Pressekonferenz ist für 13:00 Uhr angekündigt.

Quelle: Der Betze brennt / Sport1

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Trainersuche beim FCK - wer wird der Schommers-Nachfolger?


Ergänzung, 12:57 Uhr:

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Foto: Imago Images

Jetzt live: Der neue FCK-Trainer wird vorgestellt

Um 13:00 Uhr wird Jeff Saibene als neuer Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern offiziell vorgestellt. Der Verein überträgt die Pressekonferenz live auf YouTube.

» Zum Live-Stream: Offizielle Vorstellung des neuen FCK-Trainers

Quelle: Der Betze brennt / FCK


Ergänzung, 14:42 Uhr:

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Saibene: "Freude, Leidenschaft und klare Prinzipien"

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat sich heute Mittag der neue Cheftrainer Jeff Saibene vorgestellt. Der 52-jährige Luxemburger hat ein klares Bild davon, wie er den 1. FC Kaiserslautern wieder erfolgreich machen möchte.

Saibene hat bei den Roten Teufeln einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben, der sich im Erfolgsfall um ein weiteres Jahr verlängern würde. Mit ihm kommt als neuer Co-Trainer Ryszard Komornicki auf den Betzenberg, zudem bleiben die bereits unter Ex-Coach Boris Schommers aktiven Athletik-Trainer Bastian Becker, Torwarttrainer Sven Höh und Videoanalyst Niklas Martin im Team.

Saibene: "Dieser Klub ist für jeden Trainer ein Traum"

Jeff Saibene geht motiviert an seine neue Aufgabe beim Klub von Fritz Walter heran: "Ich denke dieser Klub ist für jeden Trainer ein Traum. Trotzdem müssen wir anerkennen, dass die 3. Liga aktuell Realität ist. Was wir jetzt brauchen, ist Freude, Leidenschaft und klare Prinzipien. Dafür steht der FCK und damit möchte ich ihn wieder in die richtigen Bahnen führen."

Notzon: "Jeff steht für klare Prinzipien"

Der zusammen mit Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt für diese Entscheidung verantwortliche Sportdirektor Boris Notzon ergänzt: "Wir sind froh, Jeff Saibene hier heute zu präsentieren. Wie er mit seiner positiven Art, aber auch einem gewissen Pragmatismus an die Aufgabe heran geht, das hat uns überzeugt. Jeff steht für klare Prinzipien, aber auch für Spaß und Freude. All das brauch die Mannschaft jetzt. Wir haben gestern Abend spät diese Entscheidung getroffen und freuen uns sehr, dass wir somit noch vor dem Spiel in Wiesbaden (Montag, 19:00 Uhr; Anm. d. Red.) unseren neuen Cheftrainer präsentieren können."

Eine ausführliche Zitate-Sammlung, weitere Fotos von der Trainervorstellung sowie ein paar Eindrücke von der ersten Trainingseinheit folgen im Laufe des Nachmittags auf Der Betze brennt.

» Zur kompletten Pressekonferenz: Vorstellung des neuen FCK-Trainers Jeff Saibene

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 15:24 Uhr:

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Im Blickpunkt: Vorstellung von FCK-Trainer Jeff Saibene
"Dieser Klub ist für jeden Trainer ein Traum"

Drei Tage nach der Entlassung von Boris Schommers hat der 1. FC Kaiserslautern seinen neuen Cheftrainer vorgestellt. Wir haben die wichtigsten Aussagen von Jeff Saibene und Sportdirektor Boris Notzon zusammengefasst.

- Pressemitteilung | Offiziell: Jeff Saibene ist neuer Cheftrainer des FCK
- Fotogalerie | Vorstellung des neuen FCK-Trainers Jeff Saibene

Jeff Saibene bekommt bei den Roten Teufel einen Vertrag bis Sommer 2021, der sich im Erfolgsfall um ein weiteres Jahr verlängern würde. Als Co-Trainer wird ihm Ryszard Komornick assistieren. Der Rest des Trainerstabs mit Bastian Becker (Reha und Athletik), Sven Höh (Torhüter) und Niklas Martin (Videoanalyse) bleibt erhalten.

FCK-Trainer Jeff Saibene über...

... seine Entscheidung für den FCK: "Ich stand schon als kleiner Junge mit meinem Vater in diesem wunderschönen Stadion hinter Ronnie Hellström und hätte mir nie träumen lassen, einmal diesen Verein trainieren zu dürfen. Schon damals habe ich die Begeisterung am Betzenberg gespürt. Ich denke, dieser Klub ist für jeden Trainer ein Traum. Trotzdem müssen wir anerkennen, dass die 3. Liga aktuell Realität ist. Der Betze ist trotzdem immer noch legendär und jeder Trainer der hierher kommt, will diese Chance wahrnehmen. Deswegen war für mich klar: Da will ich hin, da muss ich hin und da will ich auch eine zeitlang bleiben."

... seine neue Mannschaft: "Natürlich kenne ich die Mannschaft. Ich habe mir auch die letzten Spiele intensiv angeschaut. Meine Aufgabe ist es jetzt, den Jungs Vertrauen zu vermitteln. Ich habe damals Bielefeld auf einem Abstiegsplatz übernommen und trotzdem hat die Mannschaft danach Mut und Selbstvertrauen bewiesen. Wir brauchen jetzt Freude, Leidenschaft und klare Prinzipien. Dafür steht der FCK und damit möchte ich ihn wieder in die richtigen Bahnen führen. Nichtsdestotrotz hoffe ich und bin ich optimistisch, noch ein bis zwei Neuzugänge hier begrüßen zu dürfen."

... seine kurzfristigen Ziele mit dem FCK: "Kaiserslautern ist bekannt für emotionalen, intensiven Fußball. Mein großes Ziel ist, die Begeisterung auf den Platz zurück zu bringen. Dafür steht der FCK und das muss er wieder vermitteln."

... seine Vorstellung von Fußball: "Die 3. Liga ist extrem ausgeglichen. Sie ist sehr kampfbetont, viel wird über Leidenschaft und Einsatz entschieden. Ich glaube nicht, dass man über spielerische Ansätze diese Liga dominieren kann. Das müssen wir verinnerlichen und daran müssen wir arbeiten. Es ist auch wichtig, klare Spielprinzipien auf den Platz zu bringen. Ich fände es aber nicht gut, wenn meine genauen Pläne morgen in der Zeitung stehen würden. Ich werde sie aber der Mannschaft vermitteln."

Sportdirektor Boris Notzon über...

... die Wahl von Jeff Saibene als neuen Cheftrainer: "Jeff ist ein total authentischer und leidenschaftlicher Trainertyp, der mit einer positiven Art an diese Aufgabe heran geht und absolut dafür brennt. Er kennt die 3. Liga, hat mit Arminia Bielefeld auch in der 2. Bundesliga bereits erfolgreich bei einem Traditionsverein Verantwortung getragen. Vor allem weiß er aber, was für eine Art von Fußball in der 3. Liga gespielt werden muss."

... das Anforderungsprofil des neuen Trainers: "Für uns war klar, dass eine gestandene Persönlichkeit herkommen soll, die starke Ausstrahlung besitzt und Erfahrung hat. Gleichzeitig sollte der neue Trainer aber auch Ruhe und Souveränität ausstrahlen. Denn ihn erwartet hier eine Mammutaufgabe, dieses große Schiff FCK wieder in die richtige Richtung zu steuern."

... den Ablauf der Trainersuche: "Wir haben am Dienstag nach der Beurlaubung von Boris Schommers erste Gespräche aufgenommen und zunächst aus einer Longlist an Kandidaten eine Shortlist erstellt. Danach haben wir intensive Einzelgespräche geführt, bei denen uns trotz der angespannten Lage wieder einmal die Strahlkraft dieses Vereins vor Augen geführt worden ist. Die Menge der Trainer, die sich die Aufgabe FCK hätten vorstellen können, war schon bemerkenswert. Wir haben dann insgesamt fünf Gespräche in einer zweiten Runde geführt, wobei für uns schließlich gestern Abend aus voller Überzeugung und einheitlich für Jeff Saibene entschieden haben."

... die "Entscheider" bei der Trainersuche: "Eine Trainerverpflichtung wird immer vom operativen Geschäft vorgenommen, sprich von [FCK-Geschäftsführer] Soeren Oliver Voigt und von mir. Natürlich gibt es im Alltagsgeschäft immer einen engen und regen Austausch zwischen der sportlichen Leitung und den Gremien. Aber die letztendliche Entscheidung für oder gegen einen Trainer, haben Geschäftsführer und Sportdirektor getroffen."

... eventuelle Neuverpflichtungen in Anbetracht des Trainerwechsels: "Es liegt in der Natur der Sache, dass das Thema Kaderplanung in Gesprächen mit einem neuen Trainer immer ein großes ist. Ab dem Zeitpunkt, an dem für uns klar war, dass Jeff eine Rolle beim FCK spielen könnte, haben wir ihn in unsere Überlegungen eng mit eingebunden. Natürlich ist es auch für die Spieler, mit denen wir schon gesprochen haben wichtig zu wissen, wer der neue Trainer wird. Deswegen haben wir das Thema Neuzugänge noch bis zum heutigen Tag zurückgehalten. An unserer Herangehensweise, dass wir wenn möglich aber noch etwas tun möchten, hat sich aber nichts geändert."

» Zur kompletten Pressekonferenz: Vorstellung des neuen FCK-Trainers Jeff Saibene


Ergänzung, 18:44 Uhr:

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Premieren-Training: Saibene fordert Mut vom Team

Im Anschluss an seine Vorstellung leitete Jeff Saibene heute das erste Mal das Training des 1. FC Kaiserslautern. Auffallend waren dabei vor allem zwei Stichworte, die der neue Trainer immer wieder einforderte.

- Fotogalerie | Erstes Training mit dem neuen FCK-Coach Jeff Saibene

Knapp 100 Kiebitze waren zum Training auf Platz 4 neben dem Fritz-Walter-Stadion gekommen, um die Arbeit des neuen FCK-Coachs zu begutachten. 20 Spieler fanden sich auf dem Trainingsplatz bei trübem Wetter ein, um bei Jeff Saibene ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Nicht dabei war zunächst der leicht angeschlagene Kevin Kraus, der später jedoch noch ein paar Laufeinheiten absolvieren sollte.

Viel Kommunikation: Saibene sieht engagierte FCK-Profis

Zu Beginn absolvierten die Profis wie gewohnt mit Fitnesstrainer Bastian Becker das Aufwärmprogramm, während sich Saibene in der Nähe des Mittelkreises mit seinem Co-Trainer Ryszard Komornicki besprach. Unter der Aufsicht des neuen Übungsleiters machten die Roten Teufel zunächst ein paar Passübungen. Auffallend dabei: Die Spieler waren laut, warfen sich in jeden Zweikampf und wirkten hoch motiviert, auch wenn das für den Auftakt unter neuem Trainer natürlich auch nicht ungewöhnlich ist. Dabei hielt Saibene zwischen den Übungen mit dem ein oder anderen Spieler immer wieder ein kurzes Gespräch.

Mut, Mut und nochmals Mut: Saibenes leidenschaftlicher Appell

Anschließend stand Passspiel auf engem Raum auf dem Programm, bei dem Saibene sich oft einmischte, Anweisungen und Hilfestellungen gab. Dies intensivierte sich noch, als es zum obligatorischen Trainingsspiel ging. Dabei zeichnete sich schon ein potentielles zukünftiges Spielsystem ab: In einem klassischen 4-4-2 mit Doppelsechs im Mittelfeld ließ Saibene die Mannschaften auflaufen und unterbrach das Geschehen immer wieder, wenn ihm etwas nicht gefiel. "Wir müssen mutig und aggressiv sein, reden, steuern und uns gegenseitig helfen. Und wenn wir dann mal ausgespielt werden, na und? Ihr müsst mutig sein", rief der Trainer immer wieder seiner Mannschaft zu. Attribute, die er auch schon in der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung einforderte.

Pourié bricht das Training ab, aber wohl nichts ernstes

Eine kleine Schrecksekunde gab es, als Stürmer Marvin Pourié angeschlagen das Training abbrach. Mit bandagiertem Knie verließ der Neuzugang, der im kommenden Ligaspiel aber ohnehin gelb-rot gesperrt fehlt, den Trainingsplatz. Allerdings schien es keine ernstere Verletzung zu sein. Neben dem Trainingsplatz schauten auch die noch verletzten Nicolas Sessa sowie auf Krücken Anas Bakhat der Einheit zu.

Nach gut anderthalb Stunden war das Premieren-Training von Jeff Saibene beendet. In drei Tagen steht dann die erste Bewährungsprobe an, wenn der FCK zu Gast bei Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden ist.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 03.10.2020:

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Foto: Imago Images

Im Blickpunkt
FCK ist jetzt Jeff-Sache - der neue Trainer im Porträt


Die Prinzipien seines Spiels wolle er noch nicht erklären, erwiderte Jeff Saibene bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern am gestrigen Freitag. Unser Porträt enthüllt schon mal eines: Die Roten Teufel werden künftig viel laufen müssen. Sehr viel.

Im Oktober 2017 war es, da stieß eine Fußballmeldung zu einem Spiel der 2. Bundesliga auf genauso viel Beachtung, als handle sie von einem Treffen aus der Beletage. Beim ihrem 2:0-Auswärtssieg in Dresden waren die Spieler von Arminia Bielefeld insgesamt 130 Kilometer gelaufen, hatten die Analysetools des Datenermittlers "Opta" zutage gefördert. 130 Kilometer! Das gilt bis heute als rekordverdächtiger Wert. Gemeinhin gilt eine Gesamtlaufleistung von 120 Kilometern schon als top, die aktuell laufstärkste Mannschaft der Bundesliga, der FC Augsburg, kommt nach zwei Spielen auf einen Durchschnittswert 123,78 Kilometern. Aber 130 Kilometer? Wie geht das denn?

"Wir absolvieren eigentlich keine speziellen Lauftrainings", antwortete der Trainer der Arminen damals auf entsprechende Anfragen eher achselzuckend. Unterm Strich trainiere er sogar weniger als andere, dafür aber intensiver, "aber immer mit dem Ball." Viel zu laufen, sei nun einmal Teil seiner Spielidee, denn "jeder einzelne Spieler soll an allen Situationen beteiligt werden". Aber: "Im Rahmen der Vorbereitung haben wir nicht einen einzigen Lauf ohne Ball bestritten. Der Ball ist das wichtigste Instrument im Fußball. Und damit arbeiten wir." So habe er auch schon mit anderen Teams hohe Laufleistungen erzielt. "Meine Teams in St. Gallen und Thun waren die fittesten in der Schweizer Liga", verriet Jeff Saibene der "Neuen Westfälischen".

Erstes Betzenberg-Erlebnis liegt über 40 Jahre zurück

Bevor er in der Schweiz Trainer wurde, hatte er eine eher unspektakuläre Spielerkarriere hinter sich gebracht, bei Vereinen wie Old Boys Basel, in Locarno oder im luxemburgischen Hesperingen. Ein bisschen enttäuschend eigentlich, denn mit 17 war er einst als größtes Fußballtalent Luxemburgs zum belgischen Topklub Standard Lüttich gewechselt. "Vielleicht fehlte mir der Biss", übte sich Saibene später im Gespräch mit dem Schweizer Journalisten Peter Birrer in Selbstkritik.

Mit Fußball angefixt wurde der Wahl-Schweizer natürlich schon viel früher - und unter anderem in Kaiserslautern. "Es muss so 42, 43 Jahre her sein, da stand ich mit meinem Vater mal auf dem Betzenberg, unmittelbar hinter Ronnie Hellström", erzählte der heute 52-Jährige bei seiner Vorstellung gestern. "Ich hätte mir nicht träumen lassen, hier mal Trainer zu sein."

Aus den Alpen auf die Alm

Als Coach verdiente er sich seine ersten Meriten beim FC St. Gallen. 2012 führt er den Klub in die Erste Liga zurück. 2015, nach insgesamt viereinhalb Jahren, beendet er dort sein Engagement, freiwillig, weil er Veränderung sucht. Er heuert beim FC Thun an, mit dem er im ersten Jahr einen sechsten Platz erreicht.

Im März 2017 lockt Arminia Bielefeld Saibene nach Deutschland. Er ist bereits der vierte Trainer, der in dieser chaotischen Saison das Zepter bei den Westfalen übernimmt. Interimstrainer Carsten Rump, der danach sein Assistent wird, hat die Arminia gerade mit einem 2:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern von Platz 18 auf 16 gehievt. In den noch ausstehenden neun Partien führt Saibene die Mannschaft über den berühmten Strich, verliert dabei nur noch einmal.

Von den drei gewonnenen Partien schreibt vor allem die gegen Eintracht Braunschweig Geschichte. Der designierte Aufsteiger wurde am vorletzten Spieltag auf der Alm mit 6:0 vom Platz gefegt, was den Sprung auf den rettenden Platz 15 ermöglicht. Im Arminia-Trikot sind auch Christoph Hemlein und Florian Dick unterwegs, die sich bald darauf in Lautern wiedersehen sollten, allerdings eine Klasse tiefer.

Zwei denkwürdige Begegnungen mit dem FCK

In darauffolgenden Spielzeit 2017/18 klettert der einstige Abstiegskandidat auf Rang 4 der 2. Bundesliga - und macht dabei mit seinem ungeheuer laufintensiven Spielstil von sich reden. Am 15. Spieltag schlägt Saibene seinen Luxemburger Landsmann Jeff Strasser im Fritz-Walter-Stadion mit 2:0. Strasser ist erst wenige Runden zuvor FCK-Coach geworden. Zu dem Engagement in der Pfalz geraten hatte ihm unter anderem - Jeff Saibene. Am 32. Spieltag besiegelt Saibenes Team mit einem aufwühlenden 3:2-Sieg den Abstieg der Lautrer in die 3. Liga, da saß bereits Michael Frontzeck auf der Bank.

Klar, dass das Bielefelder Umfeld nach dieser Spielzeit mit großen Erwartungen in die nächste starten. Doch die Hoffnungen erfüllen sich nicht: Nach einem guten Start folgen ab Spieltag 8 sieben Niederlagen und drei Remis. Saibene wird entlassen, Uwe Neuhaus übernimmt, doch die Wertschätzung bleibt - in Bielefelder Fankreisen firmiert Saibene nach wie vor als "der Graf von Luxemburg".

Als im Frühjahr diesen Jahres Bielefeld den Aufstieg in die Bundesliga klarmachte, zählt Saibene zu den ersten Gratulanten: "Uwe hat einen tollen Job gemacht", lobte er seinen Nachfolger, und Neuhaus revanchierte sich ebenso wohlwollend: "Die Spielweise von Jeff Saibene war perfekt als Vorbereitung für mich." Umgangsformen, wie sie in diesem Geschäft selten geworden sind.

2019/20: Berg- und Talfahrt in Ingolstadt

Vergangene Saison hatte Jeff Saibene bei Lauterns Ligakonkurrent Ingolstadt auf der Bank gesessen und dort eine kuriose Berg- und Talfahrt hingelegt. Nach fünf Spieltagen stand der FCI auf Rang 1, danach hagelte es vier Niederlagen in Serie, danach blieben sie 13 Partien ungeschlagen, ehe es wieder vier Pleiten hintereinander setzte. Am 31. Spieltag wurde er entlassen - obwohl Ingolstadt auch zu diesem Zeitpunkt nur zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz rangiert.

Die Wertschätzung seiner Spieler habe Saibene aber bis zum Ende genossen, bestätigen Beobachter. Woran er letztlich scheiterte? Lässt sich, wie fast immer, kaum konkret festzumachen. Ihm habe "die Entschlossenheit im Aufstiegskampf gefehlt", mutmaßt etwa Julian Schultz vom "Donaukurier".

"Hart", "ehrlich", "undramatisch" - und "beeindruckend anders"

"Er hat die Gabe, Wahrheiten und harte Entscheidungen auf undramatische Weise zu kommunizieren", zitiert Peter Birrer den heutigen Sportpsychologen Christian Marcolli, einst Teamkollege Saibenes bei Old Boys Basel. "Diese Ehrlichkeit schmerzt zwar manchmal, aber die Spieler schätzen ihn dafür, weil er ihnen nichts vormacht. Im Fußballbusiness sind Unehrlichkeiten und falsche Versprechungen an der Tagesordnung. Jeff ist da beeindruckend anders."

Nun also Kaiserslautern. Und ähnlich wie Uwe Neuhaus die gute taktische Schulung lobte, die sein Team von seinem Vorgänger erfahren hatte, wird auch Saibene gegebenenfalls auf Elemente zurückgreifen können, die Boris Schommers den Roten Teufeln vermittelte. "Meine Schlagworte sind Mut, hoch verteidigen, offensive Außenverteidiger, viel Präsenz im Strafraum sowie vier, fünf Leute im Abschluss zu haben. Ein guter Mix aus sehr organisiert, aufsässig und bissig, dazu in Ballbesitz aktiv sein, einen gepflegten offensiven Fußball spielen", beschrieb Saibene damals in Bielfeld seine Philosophie. Das klingt doch gar nicht so weit weg von Schommers.

Was die Grundordnung des Teams angeht, disponiert Saibene in der Regel allerdings weniger "sophisticated" als sein Vorgänger. Sowohl in Bielefeld also auch in Ingolstadt setzte der Luxemburger auf ein flaches 4-4-2 mit zwei Sechsern, das er nur gelegentlich zu einem 4-2-3-1 variierte.

Interessante Konstellation: Ehemaliger Chef ist jetzt "Co"

Auch beim ersten Trainingskick auf dem Betzenberg ließ Saibene 4-4-2 mit Doppelsechs spielen - und es ist nicht anzunehmen, dass er bis zu seinem Pflichtspieldebüt am Montag beim SV Wehen Wiesbaden (19:00 Uhr) noch viele Experimente wagt. Schließlich gilt es jetzt, als erstes Stabilität im Team herzustellen.

Interessant auch, wie Saibene die Stelle seines Co-Trainers besetzt hat: Ryszard Komornicki ist neun Jahre älter als sein Chef, ehemaliger polnischer Nationalspieler und hat bereits selbst mehrere Vereine in der Schweiz und in Polen hauptverantwortlich betreut. In Aarau war er vorübergehend sogar einmal Saibenes Vorgesetzer. Nun arbeiten die beiden erneut gemeinsam, in vertauschten Rollen - eine Konstellation, die nicht so anmutet, als sei Komornicki als reiner Befehlsempfänger vorgesehen.

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon bagges15 » 02.10.2020, 08:35


Moin moin,

wie lässt der gute Herr der es nun werden soll denn spielen?
Hab den garnicht so auf dem Schirm.

Bitte um Infos.

Danke :teufel2:
1.FC Kaiserslautern e.V



Beitragvon FCKSaarland » 02.10.2020, 08:35


Das Ding ist wohl durch. Wird überall vermeldet.

Herzlich Willkommen Jeff Saibene in der Hölle.

Wenigstens jemand mit Erfahrung, klarer offensiven Spielweise und Erfahrung im Profigeschäft.

Hätte viel Schlimmer kommen können.



Beitragvon Ironmaiden » 02.10.2020, 08:37


Hatte damals mit Bielefeld das Jeffduell gegen uns gewonnen. Ich kenn den recht wenig. Hat der ein bevorzugtes System?



Beitragvon mika62 » 02.10.2020, 08:47


Offiziell bestätigt ist die Personalie bisher nicht, angeblich soll der Luxemburger aber noch am heutigen Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt werden und am Nachmittag bereits seine erste Einheit leiten. Laut dem TV-Sender erhält der 52-Jährige einen Vertrag bis 2022, nachdem er bei Verhandlungen am Dienstag überzeugt haben soll.

Zuletzt war Saibene zwischen Juni 2019 und März 2020 beim FC Ingolstadt aktiv, ehe er nach einer Serie von vier Niederlagen aus fünf Spielen kurz vor der Saisonunterbrechung gehen musste. Aus den 27 Liga-Spielen unter der Regie des Luxemburgers holten die Schanzer 42 Zähler, was einen Schnitt von 1,56 Punkten pro Partie bedeutet.

Vor seiner Zeit in Ingolstadt stand Saibene in 62 Spielen bei Zweitligist Arminia Bielefeld an der Seitenlinie (März 2017 bis Dezember 2018). Zuvor arbeitete er für die Schweizer Klubs FC Thun, FC St. Gallen und den FC Aarau. Außerdem war er U21-Trainer der luxemburgischen Nationalmannschaft.



Beitragvon Spuckymaus » 02.10.2020, 08:48


@ FCKSaarland

Du hast Recht!!!!!

Willkommen Jeff Saibene!!!!
Der FCK darf niemals untergehen!



Beitragvon Rantanplan » 02.10.2020, 08:49


Von den realistischen Kandidaten (Sorry Weiler/Funkel war utopisch) sicher eine gute Wahl. Bitte nicht wieder das Fass Punkteschnitt bei TM aufmachen. Kennt die Liga, hatte Erfolge und spielt „offensiven, bissigen Fußball“. Geben wir dem Mann eine Chance.



Beitragvon Ace-Man » 02.10.2020, 08:54


Saibene ist keiner der mich in Jubelstürme ausbrechen lässt, aber eben auch niemand bei dem ich die Hände vor dem Gesicht zusammenschlage.
Meinen Mindestwunsch das es kein Neuling sein soll sondern jemand der bereits Erfahrung als Cheftrainer hat erfüllt er, dazu auch in Deutschland.

Von daher, viel Glück, ich bin gespannt



Beitragvon MonkMoney » 02.10.2020, 08:59


Mit der Verpflichtung bin ich sehr zufrieden, top Trainer für unsere Verhältnisse. In einem der Interviews hat er es richtig beschrieben, "sobald es mal nicht läuft, bekommst du es als Trainer zu spüren" und so war es in Ingolstadt ja auch bei ihm.

Letztlich ist es doch vollkommen egal welchen Punkteschnitt ein Trainer hat, es muss einfach passen. Und wenn es bei Station eins und zwei nicht mit dem Aufstieg geklappt hat, dann vielleicht bei Station 3 ;-)



Beitragvon Hauptstadt_Lautrer » 02.10.2020, 08:59


Für mich hat Saibene bei Bielefeld enorme wichtige (das klingt jetzt irgendwie fast abwertend und nicht fair) "Vorarbeit" geleistet, welche Neuhaus dann mit dem Aufstieg veredelt hat. Natürlich gehört dazu auch der mMn tolle Sportdirektor von Arminia, aber spielerisch hat Saibene da deutlich neue Geister geweckt.

Ich freue mich auf ihn!
Betze-Szene Berlin-Kreuzberg



Beitragvon Miggeblädsch » 02.10.2020, 09:01


Mit Jeff Saibene kann ich eigentlich ganz gut leben, jedenfalls besser, als viele der Experimente, die verdachtsweise genannt wurden.

Also: Herzlich Willkommen, Jeff !! :teufel2:

Mögen dich Glück und die Unterstützung der Fans begleiten.
Jetzt geht's los



Beitragvon TreuDemFCK » 02.10.2020, 09:02


Eric Scherer hat 2017 einen Artikel mit Infos über Saibene geschrieben. blogvierzwei.de scheint heute morgen nicht online zu sein, aber Google hat's im Chache:

https://webcache.googleusercontent.com/ ... -besiegen/

Money quotes:

Jeff Saibene hat geschrieben:„Meine Schlagworte sind Mut, hoch verteidigen, offensive Außenverteidiger, viel Präsenz im Strafraum sowie vier, fünf Leute im Abschluss zu haben. Ein guter Mix aus sehr organisiert, aufsässig und bissig aufzutreten, dazu in Ballbesitz aktiv zu sein und einen gepflegten offensiven Fußball zu spielen, ist meine Philosophie.“


blogvierzwei.de hat geschrieben:Nach dem 7. Spieltag und dem 2:0-Sieg des Ostwestfalen in Dresden meldeten die Statistiker, die Saibene-Truppe sei in diesen 90 Minuten unglaubliche 130 Kilometer gelaufen – Liga-Rekord.


Edit: @phil, zwei Doofe, ein Gedanke :wink:
Zuletzt geändert von TreuDemFCK am 02.10.2020, 09:04, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon phil9309 » 02.10.2020, 09:02


Interessant aber ist das Wie, mit dem der Trainer Saibene sich seine ersten Meriten im deutschen Profifußball verdiente. Er verordnete dem Kellerkind nämlich alles andere als den gängigen Sicherheitsfußball: „Meine Schlagworte sind Mut, hoch verteidigen, offensive Außenverteidiger, viel Präsenz im Strafraum sowie vier, fünf Leute im Abschluss zu haben. Ein guter Mix aus sehr organisiert, aufsässig und bissig aufzutreten, dazu in Ballbesitz aktiv zu sein und einen gepflegten offensiven Fußball zu spielen, ist meine Philosophie.“


Saibene über seine Art Fußball zu spielen, aus dem Artikel vor dem Spiel mit Bielefeld gegen den FCK, als gegen Jeff Strasser ein Duell der luxemburgischen Trainer bevorstand.

Edit: ah da war einer schneller.

Klingt jedenfalls trotzdem nach dem gewünschten „Betzefußball“.



Beitragvon Walk on! » 02.10.2020, 09:03


Na denn, alles Gute und viel Erfolg "JEFF 2" !



Beitragvon Hellboy » 02.10.2020, 09:04


Wenn es denn stimmt, ist das m.E. eine sehr gute Entscheidung. Ich halte sehr viel von Saibene. Ich hätte nicht gedacht, dass wir jemand holen können, der einerseits so viel Erfahrung mitbringt, andererseits aber nicht schon jenseits seines Zenits ist. Und für mich bringt er eine gute Mischung aus Sachlichkeit und Emotionalität mit. Ich freu mich drauf, zu sehen, was er aus der Mannschaft rausholt. :daumen:
Agiter le peuple avant de s'en servir.



Beitragvon betzebub1985 » 02.10.2020, 09:13


Saibene scheint ein Trainer zu sein der zumindest kurzfristig erfolgreich arbeiten kann. Ob er der Konzepttrainer ist, mit dem endlich einmal wieder längerfristig erfolgreich zusammenarbeiten kann wird man sehen. Auch wenn seine Amtszeit in Ingolstadt eher enttäuscht war. In Bielefeld sprechen viele noch heute über ihn in den höchsten Tönen. Auch Aufstiegdcoach Uwe Neuhaus sprach in einem Interview davon das Saibane eine Erfolgsgeschichte Arbeit geleistet hat und seinen Anteil daran hat das dieses Jahr der Aufstieg möglich war.

seine Bilanz in Bielefelder kann sich sehen lassen. Vom nicht mehr geglaubte Klassenerhalt führte er Bielefeld bis auf Platz 4. Leider sorgte dann eine Niederlagenserie für seine Entlassung.

Für mich bekommt Saibene wie jeder andere Trainer eine faire Chance. Eine Erfolgsgarantie bekommst du bei keinem Trainer der Welt. Aber wir hatten in der Vergangenheit schon einige Trainier die eine deutlich schlechtere Statistik vorzuweisen hatten. Deshalb gebt dem Mann doch eine Chance und kritisiert ihn nicht schon bevor er überhaupt einen Fuß auf dem Platz gesetzt hat.



Beitragvon Goldwasser » 02.10.2020, 09:13


Ich gebe zu das ich diesen Namen nicht auf dem Schirm hatte. Allerdings ist er mir in der Vergangenheit mehrfach positiv aufgefallen. Und ein Punkteschnitt sollte immer in Relation zu den Möglichkeiten sowie in Verbindung mit einer sichtbaren Entwicklung der Mannschaft gesehen werden. Speziell in Bielefeld hat er dahingehend wirklich was bewegt. Ingolstadt kann ich nicht bewerten, möglicherweise hat er da einfach nicht hingepasst. Oder aber er ist trotz allem doch nur durchschnittlich, diese Option will ich garnicht unter den Teppich kehren. Wenn die Verpflichtung bestätigt wird bin ich persönlich allerdings zufrieden und vorsichtig optimistisch, das ist gleichzeitig das Maximum dessen was mir der fck 2020 ermöglicht, auch ein hammername könnte in mir mittlerweile nurnoch bedingte Euphorie entfachen.



Beitragvon TreuDemFCK » 02.10.2020, 09:14


sandman hat geschrieben:Ist denn schon irgendwas über den Co-Trainer durchgesickert?

Edit: PK heute 13.00Uhr


Carsten Rump, der im dbb Artikel erwähnt wird, macht gerade die Ausbildung zum Fußball-Lehrer: https://www.fvm.de/news/uebersicht/deta ... gestartet/



Beitragvon schirmi86 » 02.10.2020, 09:16


Na dann, herzlich Willkommen Jeff Saibene!
Es war zwar nicht meine persönliche 1a Lösung, aber dennoch ist das eine für mich sehr gute Verpflichtung.
Hoffen wir das es passt.

Das einige hier einen Trainer wegen einem Punkteschnitt auf TM bewerten verstehe ich nicht wirklich. Wenn ein Trainer eine abstiegsbedrohte Mannschaft übernimmt (wie Saibene in Bielefeld), ist es doch klar das er keinen Punkteschnitt von 2,0 oder sonst was vorweisen kann. Da gilt es erst mal irgendwie den Klassenerhalt zu schaffen.
Und in der Saison darauf hat er dort sehr gute Arbeit mit Platz 4 geleistet.
In Ingolstadt sind in den letzten Jahren sehr viele Trainer gescheitert, da hat es einfach nicht gepasst.

Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Erfolg, den wir uns hier alle wünschen!



Beitragvon godmK » 02.10.2020, 09:16


Gute Wahl! Danke an alle Verantwortlichen die das möglich gemacht haben und eben keinem Jungtrainer zu Job Nr 1oder 2 verholfen haben. Die Erfahrung eines Saibene wird uns gut tun und bei der Mannschaft Standing haben.
#Legendenbildung made by DBB! Mach dir die Welt, wie sie dir gefällt! Realität oder doch nur alternative Fakten?


Beitragvon godmK » 16.12.2017, 14:54
Können wir Notzon bitte symbolisch am 24.12 feuern?



Beitragvon Bergtroll2_1998 » 02.10.2020, 09:18


Viel Erfolg, Leidenschaft und dickes Fell, wünsche ich.
Wir sind zwar typisch krümelige Pfälzer und schroff unter einander, aber normal halten wir zusammen.

Konzept und Auffassung hört sich gut an. Wenn es passt, wird’s lustig.



Beitragvon Einwurf » 02.10.2020, 09:21


Rickstar hat geschrieben:
CrackPitt hat geschrieben:Hat Bielefeld von einem sicheren Absteiger auf Platz 4 geführt. Nur danach lief es nicht mehr.

Platz 2 wäre aber irgendwie besser. Ob er mit unserem Umfeld klar kommt? Ingolstadt hat wahrscheinlich so viele Zuschauer wie wir Pressevertreter heute mittag... Und Bielefeld, die Stadt, die es nicht gibt, hat einen Fußballverein? What? :lol:

Bielefelds Geschichte der letzten paar Jahre ist ein tolles Vorbild für uns: Die waren genauso ein Pleite-Drittligist wie wir und jetzt sind sie nach über zehn Jahren gerade mit einem Sieg in der Bundesliga gestartet.
Kein menschliches Gefühl ist so stabil wie die Hassliebe der Pfalz zum FCK.



Beitragvon Betzegeist » 02.10.2020, 09:21


Wie jedem neuen Trainer wünsche ich auch ihm viel Erfolg.

Löst bei mir keine Euphorie aus, weil ich glaube dass wir was Emotionaleres gebraucht hätten.

Aber da ich eh keine Ahnung habe spielt das auch keine große Rolle.
M. Pourie: "Wir spielen 3. Liga. Und wer diesen ehrlichen Männerfußball hier nicht annehmen will, der soll zu Hause bleiben!"



Beitragvon Rheinteufel2222 » 02.10.2020, 09:22


Es ist natürlich immer so, dass einige enttäuscht sind, dass es nicht ein anderer geworden ist, vor allem, wenn viele Namen diskutiert wurden, von denen die attraktivsten vermutlich aber auch gar nicht zu haben waren. Denoch ist Saibene für mich die nachvollziehbarste Trainerentscheidung seit ewigen Zeiten, vermutlich seit Eric Gerets.

Der ist für diese Liga ein Kaliber. Da hat man diesmal tatsächlich nicht am falschen Ende gespart. Eine Aufstiegsgarantie gibt es natürlich trotzdem nicht, aber jedenfalls sind wir jetzt auf allen Positionen gut besetzt und die Voraussetzungen sind geschaffen. Da möchte ich Notzon diesmal ausdrücklich nicht kritisieren.

Leichte Bedenken hätte ich höchstens, dass er ein eher ruhiger Typ ist, der bei so einem hochemotionalen Verein bei uns noch nie gearbeitet hat. St. Gallen, Bielefeld und Ingolstadt sind dann ja doch eher laue Lüftchen im Vergleich zu dem Orkan, der hier losbrechen kann, wenn mal drei Spiele verloren werden. Man wird sehen müssen, wie er dann damit klarkommt.

Für mich fühlt sich der FCK mit Saibene jedenfalls schon viel besser an.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon DSC1905 » 02.10.2020, 09:23


Glückwunsch aus Bielefeld. Ein Top-Trainer, der hier die Grundlagen für den Aufschwung geschaffen hat. Allerdings in der zweiten Liga, mindestens dort hätte ich ihn auch künftig verortet. Dass er einen Drittligisten ohne große Perspektive übernimmt finde ich ein wenig seltsam, aber warum nicht. Zumindest für die ältere, also auch seine Generation, ist Klautern ja noch ein Name - und in der Pfalz wahrscheinlich sowieso. Vielleicht deswegen. Allerdings hattet ihr mit ehemaligen Arminen doch eher wenig Glück, oder? Frontzeck, Norbert Meier, Florian Dick, Hemlein, Halfar, Hesl? Warum schon wieder einer ? Dennoch viel Glück!




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