Fragen, Antworten und Anekdoten zur Geschichte des FCK.

Beitragvon paulgeht » 09.04.2019, 15:02


Dooley im Gespräch: "Anything ist possible"

Wenn über große Fußballerkarrieren gesprochen wird, die beim 1. FC Kaiserslautern ihren Ausgangspunkt fanden, fallen sofort die Namen Hans-Peter Briegel, Miroslav Klose und Andreas Brehme, vielleicht noch Michael Ballack, wenngleich der beim FCK noch nicht richtig durchstartete. Einer wird in der Regel vergessen. Dabei war er Deutscher Meister und Pokalsieger mit Lautern, gehörte den legendären Schalker "Eurofightern" an, nahm an zwei Fußball-Weltmeisterschaften teil und bestritt 81 Länderspiele - allerdings nicht für Deutschland, sondern für die USA.

Thomas Dooley, 1961 als Sohn eines US-Soldaten und einer Deutschen in Bechhofen geboren, steht eher in der Tradition der westpfälzischen Wandermusikanten des 19. Jahrhunderts: Er zog in die weite Welt, um von dem Können zu leben, das er sich in seiner Heimat erworben hatte.

Von 2014 bis März 2018 war Tom Dooley Nationaltrainer auf den Philippinen, seither ist hierzulande kaum mehr Neues von ihm zu lesen. Über die sozialen Medien haben wir einen Kontakt zu ihm hergestellt, und der nun 57-jährige gab uns gerne ein ausführliches Interview, in dem er von seinen aktuellen Aufgaben, von seinen letzten Erfahrungen mit dem FCK, den Fußball in Deutschland und Südostasien sowie zur Nachwuchsausbildung erzählt. (…)

Quelle und kompletter Text: Block 4.2


Ergänzung, 11.04.2019:

Dooley im Gespräch, Teil II: "Wir waren Allrounder"

Seine letzten Erfahrungen mit Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern waren deprimierend, der Verein steckt jedoch immer noch tief in seinem Herzen, obwohl er schon seit Jahren in anderen Teilen der Welt unterwegs ist. Dies war aus dem I. Teil unseres Interviews mit Thomas Dooley deutlich herauszulesen. In Teil II erzählt der 57-Jährige, der mit dem FCK einst Meister und Pokalsieger wurde, wie er als Fußballlehrer im Ausland Deutschland bei der Fußball-WM erlebt hat, wie er die Probleme in der Nachwuchsarbeit sieht – und was seinen Erfolg als Fußballer ausgemacht hat.

Block 4.2: Tom, nach dem schlechten Abschneiden der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM und dem erneuten frühen Ausscheiden nahezu aller deutschen Vereine aus den europäischen Klubwettbewerben wird zunehmend über "strukturelle Probleme" diskutiert. Top-Trainer wie Klopp, Guardiola und Tuchel, die vor der WM 2014 den deutschen Fußball vor allem in taktischen Fragen inspirierten, arbeiteten mittlerweile im Ausland, und auch die Qualität der nachrückenden Spieler lasse zunehmend nach, heißt es. Wie nimmst Du, als im Ausland arbeitender Fußballfachmann, das wahr?

Thomas Dooley: Dass die Nationalmannschaft bei der letzten WM nicht erfolgreich sein würde, hatte ich schon vorhergesagt, da kannst du meine Leute auf den Philippinen fragen. Um Erfolg zu haben, muss die MANNSCHAFT funktionieren. Da gab es von Anfang an zu viele Konflikte, so dass keine gemeinsame Basis entstehen konnte. In die Details zu gehen, würde jetzt zu lange dauern. Kurz, du musst ein TEAM haben, das sich unter einander mag, in dem sich jeder einzelne den Allerwertesten für den anderen aufreißt. Emotionen spielen eine grosse Rolle. Und Ehrlichkeit gegenüber den Spielern, sonst verliert man die Glaubwürdigkeit. Es darf in so einem wichtigen Turnier keine Gruppen geben. Vieles war doch schon im Vorfeld sichtbar. Pfeifkonzerte bei Freundschaftsspielen wegen zwei Spielern, junge, hungrige Spieler mussten zu Hause bleiben, entgegen anderer Versprechungen wurden Spieler eingesetzt, die nicht hundertprozentig fit waren. Da hat so ziemlich alles gefehlt, was in den vergangenen Jahren ganz hervorragend gemacht worden war.

Quelle und kompletter Text: Block 4.2
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Beitragvon paulgeht » 09.04.2019, 15:18


Bleibt hier bitte beim Thema. Die Diskussion rund um die aktuelle sportliche Lage wird in anderen Threads geführt. Danke.
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Beitragvon Oktober1973 » 09.04.2019, 15:26


Tom Dooley war einer der sympathischsten und loyalsten Spieler die wir jemals hatten. Wer von unseren Instagramstars würde im entscheidenden Meisterschaftsspiel mit gebrochenem Handgelenk und Gipsmanschette spielen und dann noch ein Tor schiessen. Was mir schon lange zu kurz kommt ist, dass Tom in USA perfekt vernetzt ist und auch dort schon alles hinter sich hat, auch als US Nationalspieler. Ihn hätte ich schon lange losgeschickt zur Investorensuche, anstatt irgendwelche Beratungsgesellschaften.



Beitragvon lauternfieber » 09.04.2019, 15:34


Wer kennt ihn nicht, den alten Song „Alles vorbei Tom Dooley...“ ??
Also lassen wir doch die ollen Kamellen ruhen und stellen uns den aktuellen Aufgaben!



Beitragvon FCK58 » 09.04.2019, 15:44


Ich hätte ihn eher als Scout losgeschickt. Aber wie man wieder einmal lesen kann, ist er dem Verein nicht einmal einer Antwort wert. Das zieht sich scheinbar durch von den ehemaligen Spielern, vernünftigen - und kostenlosen - Beratern bis hin zu nicht kontaktierten Investoren. Das Ergebnis kann man sehen: Wir betteln gerade darum, weiterleben zu dürfen. :nachdenklich:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Oktober1973 » 09.04.2019, 16:09


lauternfieber hat geschrieben:Wer kennt ihn nicht, den alten Song „Alles vorbei Tom Dooley...“ ??
Also lassen wir doch die ollen Kamellen ruhen und stellen uns den aktuellen Aufgaben!


Deinen Post verstehe ich jetzt aber überhaupt nicht. Oder ist das Ironie ?
Und weisst Du was ? Wegen unserem finanziellen Desaster hätte ich sogar Juergen Klinsmann angerufen. Die beiden sind in Kalifornien ganz nahe am Geld.
Ich platze gerade schon wieder, wenn ich an Kesslers Einlassung am SWR 4 Abend im Kammgarn denke.



Beitragvon Wuttke_Weinfest » 09.04.2019, 19:03


Scheint, als habe Stefan Kuntz doch einige vergrault. Mit jemandem wie Dooley ist es doch nicht einfach, es sich zu verscherzen. Bei Schupp überrascht es mich nicht, der galt immer als schwierig.



Beitragvon Hochwälder » 09.04.2019, 19:44


Wuttke_Weinfest hat geschrieben:Scheint, als habe Stefan Kuntz doch einige vergrault. Mit jemandem wie Dooley ist es doch nicht einfach, es sich zu verscherzen. Bei Schupp überrascht es mich nicht, der galt immer als schwierig.



Gott sei Dank hat hier jemand den einzig Schuldigen für das Dilemma des Vereins gefunden, Stefan Kuntz ist der einzig wahre Schuldige!!!! :lol:


Ohne ihn würde der Verein noch eine hervorragende Rolle in der ersten Bundesliga spielen! :D



Beitragvon SEAN » 09.04.2019, 19:53


Die Wette auf den Post über mir wäre eine sicherere Geldanlage gewesen als die neue Anleihe vom FCK.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon FCK58 » 09.04.2019, 20:19


Na darauf musst du dir jetzt aber wirklich nichts einbilden. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Solingerteufel » 10.04.2019, 08:53


lauternfieber hat geschrieben:Wer kennt ihn nicht, den alten Song „Alles vorbei Tom Dooley...“ ??
Also lassen wir doch die ollen Kamellen ruhen und stellen uns den aktuellen Aufgaben!

das hängt doch alles zusammen wie nur als beispiel der vertrag von nike beweisst.
wir müssen schon schon die kräfte der vergangenheit bemühen um eine chance zu haben aus dem loch heraus zu kommen.
ich wsr zwar dieses jahr nur 2 mal auf dem betzte, haber aber insgesamt 6 spiele gesehn. soviel wie normalerweise in 3 jahren.
ich finde es am schlimmsten wenn die fans sich dem fck abwenden und nicht mehr ins stadion gehn, das ist schlimmer als ne heimniederlage gegen den letzten.
und da fällt mir noch ein:
wer die vergangenheit nicht kennt, kann die gegenwart nicht verstehn und die zukunft nicht gestalten.
und ich weiss das ich mich wiederhole:
noch nie war die solidarität in der republic so hoch wie in diesen tagen
streite dich nie mit einem dummkopf, es könnte sein das die zuschauer den unterschied nicht bemerken (mark twain)



Beitragvon Flo » 11.04.2019, 09:53


Dooley im Gespräch, Teil II: "Wir waren Allrounder"

Seine letzten Erfahrungen mit Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern waren deprimierend, der Verein steckt jedoch immer noch tief in seinem Herzen, obwohl er schon seit Jahren in anderen Teilen der Welt unterwegs ist. Dies war aus dem I. Teil unseres Interviews mit Thomas Dooley deutlich herauszulesen. In Teil II erzählt der 57-Jährige, der mit dem FCK einst Meister und Pokalsieger wurde, wie er als Fußballlehrer im Ausland Deutschland bei der Fußball-WM erlebt hat, wie er die Probleme in der Nachwuchsarbeit sieht – und was seinen Erfolg als Fußballer ausgemacht hat.

Block 4.2: Tom, nach dem schlechten Abschneiden der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM und dem erneuten frühen Ausscheiden nahezu aller deutschen Vereine aus den europäischen Klubwettbewerben wird zunehmend über "strukturelle Probleme" diskutiert. Top-Trainer wie Klopp, Guardiola und Tuchel, die vor der WM 2014 den deutschen Fußball vor allem in taktischen Fragen inspirierten, arbeiteten mittlerweile im Ausland, und auch die Qualität der nachrückenden Spieler lasse zunehmend nach, heißt es. Wie nimmst Du, als im Ausland arbeitender Fußballfachmann, das wahr?

Thomas Dooley: Dass die Nationalmannschaft bei der letzten WM nicht erfolgreich sein würde, hatte ich schon vorhergesagt, da kannst du meine Leute auf den Philippinen fragen. Um Erfolg zu haben, muss die MANNSCHAFT funktionieren. Da gab es von Anfang an zu viele Konflikte, so dass keine gemeinsame Basis entstehen konnte. In die Details zu gehen, würde jetzt zu lange dauern. Kurz, du musst ein TEAM haben, das sich unter einander mag, in dem sich jeder einzelne den Allerwertesten für den anderen aufreißt. Emotionen spielen eine grosse Rolle. Und Ehrlichkeit gegenüber den Spielern, sonst verliert man die Glaubwürdigkeit. Es darf in so einem wichtigen Turnier keine Gruppen geben. Vieles war doch schon im Vorfeld sichtbar. Pfeifkonzerte bei Freundschaftsspielen wegen zwei Spielern, junge, hungrige Spieler mussten zu Hause bleiben, entgegen anderer Versprechungen wurden Spieler eingesetzt, die nicht hundertprozentig fit waren. Da hat so ziemlich alles gefehlt, was in den vergangenen Jahren ganz hervorragend gemacht worden war.

Quelle und kompletter Text: Block 4.2
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Beitragvon super-jogi » 11.04.2019, 10:10


SEAN hat geschrieben:Die Wette auf den Post über mir wäre eine sicherere Geldanlage gewesen als die neue Anleihe vom FCK.


Und auf den Verfasser nochmal :)
Das Leben ist wie eine Klobrille. Man macht so einiges durch !




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