Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 22.03.2019, 01:11


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Ronnie Hellström präsentiert seine Biographie

Gespickt mit Anekdoten seiner Wegbegleiter beim 1. FC Kaiserslautern hat Torwart-Legende Ronnie Hellström am Donnerstagabend seine Biographie vorgestellt: Das Buch "Der fliegende Wikinger" ist ab sofort beim FCK und im Buchhandel erhältlich.

Großer Andrang herrschte zur offiziellen Buchpräsentation in der Ronnie-Hellström-Lounge in der Pariser Straße 12. Zusammen mit Alt-Stadionsprecher Udo Scholz als Moderator und seinem Freund und früheren Torwart-Konkurrenten Sepp Stabel stellte Hellström vor Journalisten und Sponsoren sein nun auch auf deutsch übersetztes Werk von 2017 vor. Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Banf, Vereinsvorstand Andreas Buck, Hauptsponsor Harald Layenberger, Ex-Präsident Udo Sopp und weitere Promis aus dem FCK-Umfeld waren mit dabei.

Ronnies Tipp für Sonntag: "2:1 für den FCK!"

In der knapp einstündigen Vorstellungsrunde wurden zahlreiche Anekdoten von früher ausgetauscht, welche Ronnie Hellström mit Sicherheit auch in den kommenden Tagen bei den angekündigten Fan-Abenden nochmals zum Besten geben wird (siehe DBB-Veranstaltungskalender). Im Buch selbst beschreibt Hellström seine Anfänge als Fußballer, die Teilnahme an zwei Weltmeisterschaften, natürlich seine zehn Jahre beim FCK, das 5:0 gegen Real Madrid, sein großes Abschiedsspiel auf dem Betzenberg und vieles mehr. Auch am Sonntag ist Ronnie gegen Tabellenführer Osnabrück selbstredend im Fritz-Walter-Stadion dabei und tippt optimistisch: "2:1 für den FCK!"

Das Buch "Ronnie - Der fliegende Wikinger" ist im Erstverkauf für 20,- Euro am Sonntag in der Nordtribüne erhältlich, außerdem bereits am Samstagabend beim Handballspiel des TuS Dansenberg sowie ab Freitag im Hotel Barth in Kaiserslautern - jeweils mit Signatur von Ronnie Hellström. Auch ein Online-Verkauf sowie ein Angebot auf den Fan-Abenden nächste Woche ist geplant.

» Zur Fotogalerie: Vorstellung von Ronnie Hellströms Buch "Der fliegende Wikinger"

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- DBB-Interview mit Ronnie Hellström, Teil 1: "Der FCK war ein absoluter Glücksfall für mich"
- DBB-Interview mit Ronnie Hellström, Teil 2: "Die Situation des FCK geht mir nahe"
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Flo » 26.04.2019, 16:37


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Rezension: Buch "Ronnie - Der fliegende Wikinger"
Eine FCK-Ikone auf über 300 Seiten


Ronnie Hellström ist ohne Frage eine der großen Legenden des 1. FC Kaiserslautern. Mitte März hat der langjährige FCK-Torhüter seine Biographie veröffentlicht. Wir haben uns "Ronnie - Der fliegende Wikinger" genauer angeschaut.

Schon zu Beginn des Buches nimmt der schwedische Autor Tore S. Börjesson, der das Buch zusammen mit Hellström schrieb, den Leser mit auf Ronnies lange Reise durch die Fußballwelt. Er skizziert verschiedene Punkte in der Karriere des Schweden, die im weiteren Verlauf noch konkreter erzählt werden. Er beschreibt beispielsweise, wie beide eines Tages bei einem Spaziergang nach einem Titel für das Buch suchten. Es folgen viele nette Anekdoten im Interview-Format, zum Beispiel Hellströms Karriere als Auslandskorrespondent bei einem zweifelhaften schwedischen Magazin, das viel nackte Haut beinhaltete. Ebenfalls kommen unter anderem seine Frau Anne, sein früherer Torwarttrainer Sven Lindberg und viele andere verschiedene Weggefährten wie sein ehemaliger FCK-Mitspieler Roland Sandberg persönlich zu Wort. Das macht die Lektüre für den Leser auf jeden Fall entspannter und man hat phasenweise den Eindruck, als wäre man bei den Erlebnissen Hellströms hautnah dabei gewesen.

Der FCK als großes Thema

Untermalt wird das Buch von vielen Bildern, nicht nur von Hellström. Das Archiv muss also ein relativ großes sein. Hellström erzählt, wie er 1969 in der schwedischen Nationalmannschaft debütierte, obwohl er mit seinem Verein gerade erst abgestiegen war. Seine erste Weltmeisterschaft spielte der Schwede dann 1970 in Mexiko und berichtet von den damaligen Problemen im Ausrichterland: Doppelte Hotelbuchungen, ein Fast-Unfall des Mannschaftsbusses mit einem Zug, sein sportliches Missgeschick im Spiel gegen Italien. Bei einem Tor für Italien greift er folgenschwer daneben. Danach muss er sich seinen Fehler sieben Mal in Folge im Fernsehen anschauen.

Den ersten Vertragsentwurf des FCK im Jahr 1974 bezeichnet Hellström im Buch als "Scheiß-Vertrag", den er an den damaligen Präsidenten Udo Sopp ohne Unterschrift zurück schickt und ein Angebot des 1. FC Köln ausschlägt, um vor der WM 1974 in Deutschland doch beim FCK zu unterschreiben, dem Hellström in seinem Werk auch die entsprechende Anerkennung widmet. Die angesprochene WM definiert er als "bestes und größtes Erlebnis mit der Nationalmannschaft". Zehn Jahre spielt der Torhüter danach im Tor des 1. FC Kaiserslautern. Und wird dort zum Helden einer ganzen Generation. Hellström blickt zurück auf seine Anfängen in der Pfalz, wie er und Sepp Stabel Freunde wurden und wie er zu Beginn als Torhüter "zu still war", dann aber einen gesunden Mittelweg im Torwartspiel fand. Anfangs habe er auch den starken Dialekt in Kaiserslautern nicht verstanden. "Deutsch lernen war aber meine Priorität Nummer eins", sagt Hellström im Buch.

Abschiedsspiel als "größter Augenblick der Karriere"

Ist in den ersten drei Jahren in der Pfalz noch ein 5:2-Sieg gegen Bayern München Hellströms Highlight, so spielt der FCK nach der WM 1978 um die großen Titel mit. Zwei verlorene Finalspiele im DFB-Pokal kommen nur kurz zur Sprache, dann erzählt Hellström vom legendären 5:0-Sieg gegen Real Madrid 1982: "Das war einfach unglaublich." Er kommentiert die Minuten des Rückspiels so, als wäre der Leser live dabei. Das anschließende Ausscheiden im Halbfinale gegen IFK Göteborg beschreibt der ehemalige Torhüter als schlimmste Niederlage seiner Karriere - zusammen mit dem Fehlgriff bei der WM 1970. Noch heute ist Hellström unglaublich stolz auf das "Ehrenspiel", wie er es im Buch nennt, das ihm zum Ende seiner Karriere in Kaiserslautern 1984 zuteil wurde. Er bewertet dieses Spiel als größten Augenblick seiner Sportlerkarriere, weil alle Spieler für ihn dort waren: "Das war ein einmaliges Erlebnis."

Abgeschlossen wird das Buch mit einem Statistik-Teil und den Erfolgen Hellströms. Insgesamt ist ihm und dem Autor Börjesson ein tolles Buch gelungen, das seine gesamte Fußballerkarriere skizziert und auch viele Einblicke in sein Privat- und Seelenleben gibt. Ein Buch eines großen Spielers, das jeder FCK-Fan mal gelesen haben sollte. Einziger Kritikpunkt: Manchmal ist es schwer, gewisse Sachverhalte zu verstehen, sicherlich auch weil das Buch aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzt wurde. Zudem wird in der Chronologie oft hin und her gesprungen.

Das Buch "Ronnie - Der fliegende Wikinger" aus dem schwedischen Idröttsförlaget ist für 24,95 Euro im gut sortierten Buchhandel erhältlich, außerdem vor Ort und im Online-Shop beim Betze-Fanshop Schifferstadt.

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Ronnie Carl » 26.04.2019, 18:55


Tadaaa - heute im Briefkasten gehabt. Wochenende ist gerettet. :teufel2:



Beitragvon BernddasBrot2 » 26.04.2019, 20:10


Dieses Buch hat einen Ehrenplatz.
Ich bin froh in dieser Zeit viele der Spiele haben sehen dürfen.
Für mich persönlich ist Ronnie Hellström zusammen mit Hans Peter Briegel die einzigen Ikonen die der Verein nach der Zeit von Fritz Walter und seinen Mitspielern hervorgebracht hat.
Die Freundschaft zu Sepp Stabel find ich auch richtig Klasse, da hatten wir zwei richtig gute Torhüter.
Zum Bild, da sitzt der Udo, da fang ich glatt an in der Nostalgie zu versinken, drei Granaten an einem Tisch.
Hätte das der Winni Schäfer gewusst, der hätte den Udo noch heute gerne erwürgt *hrhrhr*.
Eine verdammt tolle Zeit, auch wenn dir ein Titel beim FCK verwehrt geblieben ist Ronnie, wir die dich erleben durften, wir verehren dich auch heute noch.
Viele Grüße an Roland Sandberg, ich mach Schluß bevor ich .....
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!




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