Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon Thomas » 04.10.2018, 14:30


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Über'n Tellerrand
"DFL, erhört die Thesen von Union Berlin"


Zweitligist Union Berlin hat ein Positionspapier veröffentlicht, mit dessen Thesen der Profifußball wieder näher an seine Basis gebracht werden soll. Unterstützung erhalten die "Eisernen" dabei von Harald Layenberger, der auch den 1. FC Kaiserslautern und seine Fans mit in die Pflicht nimmt.

Harald Layenberger, Fan-naher Hauptsponsor sowohl von Union als auch des FCK, hat seinen Unterstützungsaufruf per "Facebook" geteilt und sich dabei vor allem an die Fans der Roten Teufel gerichtet: "Wenn niemand etwas tut und niemand etwas sagt, nur weil es aussichtslos erscheint, darf sich auch niemand wundern oder darüber klagen, dass sich sowieso nichts ändern lässt. Jetzt wäre die Chance für die kleineren Vereine gegeben, aufzustehen, die Stimme zu erheben und damit Union den Rücken zu stärken. (...) Jetzt haben die Fans aller Vereine eine riesige Chance, nicht gemeinsam mit "Scheiß DFB" ihren Protest auszudrücken, sondern mit "DFL, erhört die Thesen von Union Berlin" auf ihren Spruchbändern für eine positive Veränderung zu werben. Lasst uns eine neue Gemeinschaft bilden, zwischen Fans, Funktionären und Sponsoren und mit einem positiven Appell an die Verantwortlichen bei der DFL in allen Stadien werben."

» Zum Facebook-Statement von Harald Layenberger: "Gemeinsam etwas bewegen"

In dem Positionspapier, das Union Berlin am Mittwoch veröffentlicht hat, wird nicht weniger als ein "Kurswechsel für den Profifußball" gefordert. In den beiden Kernthesen werden eine Reform der Klub-Finanzierung sowie eine stärkere Mitbestimmung aller Akteure im Fußball als Ziel gesetzt.

So sollen beispielsweise die Fernsehgelder fairer verteilt werden, vor allem auch für Auf- und Absteiger in den ersten drei Ligen: "Der Abstieg aus einer Liga bleibt eine sportliche Niederlage, ist jedoch nicht zwangsläufig eine existenzielle Bedrohung für die betreffenden Klubs." Aber auch in den unteren Klassen soll es gerechter zugehen, etwa allen Meistern der Regionalligen der Aufstieg garantiert werden. Zudem sollen das Schiedsrichterwesen und die Sportgerichtbarkeit des DFB professionalisiert werden.

In punkto Mitbestimmung wollen die "Eisernen" vor allem auch die Belange der Fußballfans berücksichtigen und fordern eine Fokussierung auf das Stadionerlebnis: "Ohne die live im Stadion von den Menschen, die Fußball lieben, entfachte Atmosphäre wäre der Fußball medial kaum zu vermarkten und auch für Sponsoren nur von geringem Interesse." Auch die Beibehaltung der 50+1-Regel steht auf der Agenda.

In der Deutschen Fußball-Liga (DFL) wird zurzeit eine Strukturreform diskutiert, über welche die 36 Erst- und Zweitliga-Vereine im Dezember abstimmen sollen.

» Zum Aufruf von Union Berlin: "Kurswechsel für den deutschen Profifußball"

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 18.10.2018:

Layenberger: "Der FCK hat eine Chance vertan"

Gehaltsobergrenzen, Aufstockung der drei deutschen Profiligen auf 20 Vereine, gerechtere Verteilung der Fernsehgelder, keine Montagsspiele mehr - die einen halten das "Positionspapier", mit dem Union Berlin ein Umdenken im deutschen Fußball anstoßen will, für eine blauäugige Utopie. Die anderen sagen: Wenn wir jetzt nicht wenigstens  versuchen, den aktuellen Entwicklungen gegenzusteuern, schaffen wir es nie mehr. Zu denen gehört auch Harald Layenberger, Hauptsponsor von Union Berlin - und dem 1. FC Kaiserslautern. Der Unternehmer hat auch die Fans des FCK aufgefordert, dieses Positionspapier zu unterstützen. In unserem Gespräch erläutert Harald Layenberger, weshalb, warum er sich auch von der sportlichen Führung seines Herzensverein ein klares Bekenntnis dazu wünscht und wie seine Gefühlslage vor dem Heimspiel am Samstag gegen den KFC Uerdingen (14 Uhr) ist.

Block 4.2: Herr Layenberger, erklären sie noch mal kurz mit eigenen Worten: Warum ist es wichtig, das Positionspapier von Union Berlin zu unterstützen?

Harald Layenberger: Weil es längst an der Zeit ist, sich darüber Gedanken zu machen, wer  eigentlich die Basis dieses wunderbaren Ereignisses Fußball bildet. Das sind nämlich die einfachen Fans, denen schon lange zu wenig Wertschätzung entgegen gebracht wird. Wir müssen uns endlich fragen, was ist es uns überhaupt noch Wert, dass diese Leute in die Stadien gehen. Wollen wir überhaupt noch echte Fans oder nur noch High Society, die einen "Event" sehen will? Für mich hat der Fußball nur eine Daseinsberechtigung: Das ist das Live-Erlebnis, die Atmosphäre im Stadion, das ist der Fan. Für Networking in den Logen ist Fußball die falsche Sportart.

(...)

Block 4.2: Die FCK-Fans haben Sie ja bereits aufgefordert, das Positionspapier zu unterstützen. Wie sieht es mit der Führung Ihres Herzensvereins aus?

Layenberger: Auch Martin Bader hat mir bestätigt, dass das Papier viele interessante Punkte enthält. Er habe sich aber öffentlich noch nicht dazu geäußert, weil er noch nicht gefragt worden wäre, erklärte er mir ...

Block 4.2: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben vergangene Woche um eine Stellungnahme von ihm zu diesem Positionspapier gebeten. Worauf er über die Pressestelle ausrichten ließ, grundsätzlich enthalte das Papier viele interessante Themenbereiche, aber die interne Diskussion darüber dauere noch an, so dass er sich noch nicht ausführlich äußern wolle.

Layenberger: Vielleicht wäre er ja lieber von der "Bild"-Zeitung gefragt worden … Aber  Scherz beiseite: Ich habe Herrn Bader als einen Menschen kennengelernt, der zu den Dingen seine Meinung hat und diese auch ehrlich äußert. In diesem Fall aber finde ich es schade, dass der FCK sich nicht auch ungefragt äußerte, das tun genug andere schließlich auch. Der FCK wäre die ideal, um die Diskussion in die Dritte Liga zu tragen und die Stimme für die Mannschaften dort zu erheben. Die Chance hat der FCK jetzt schon ein bisschen vertan. Dabei ist es dringend an der Zeit, dass nun eine Gemeinschaft entsteht, die dafür sorgt, dass wieder Vernunft im deutschen Fußball einkehrt und dass wir mit dem Verweis auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht unsere nationale Basis zerstören. (…)

Quelle und kompletter Text: Block 4.2
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon KLKiss » 04.10.2018, 15:18


Finde ich eine gute Idee. Wir haben so viele Traditionsmannschaften in Deutschland und die 1. Bundesliga, die 2. Bundesliga und die 3. Liga könnten da locker mit je 20 Teams spielen. Jeweils mit 3 Auf- und Absteigern, eventuell in der 3. Liga mit 5 Absteigern, damit auch jeder Meister der Regionalliga (Nord/Nordost/West/Südwest/Bayern) auch aufsteigen darf und kann ohne nochmal nach einer langen Saison in die Play Offs zu müssen.

Dazu sollten die 3 Absteiger aus Liga 1 und 2 direkt absteigen ohne Play Off Chance. Aber dafür sollte der 1. und 2. der 2. Bundesliga und 3. Liga direkt aufsteigen und man kann es auch gerne machen wie in England, da gibt es Playoffs, wo der 3. gegen den 6. spielt und der 4. gegen den 5. mit Hin und Rückspiel, und die Sieger spielen dann in einem Endspiel in Wembley den 3. Aufsteiger aus. Könnte bei uns ja Mitten in Deutschland sein, in Köln oder Frankfurt. Samstags das Endspiel um die 1. Liga und Sonntags das Endspiel um die 2. Liga. Somit ist garantiert das auch 3 Teams von der unteren Liga aufsteigen und nicht immer den kürzeren gegen den höherklassigeren Gegner ziehen. Dazu gebe es noch 5 extra Spiele pro Liga inkl. dem Top Endpsiel wo auch im TV sehr beliebt sein dürfte und die Fans sind sowieso heiss drauf ihren Verein in den Play Offs zu sehen. :daumen:
K-Town we Love you :teufel2:



Beitragvon Westkurvenalex » 04.10.2018, 15:23


Generell finde ich die "Thesen" von Union Berlin gut und wichtig. Einzig und allein die Forderung, dass nur der Meister direkt aufsteigt und die zusätzlichen Aufstiegsplätze über Playoffs ausgetragen werden, halte ich für ausgesprochen schlecht. Im Endeffekt ist es doch für die 2. und 3. Liga egal ob man 1. oder 2. wird. Entscheidend für die Clubs ist hier der Aufstieg. Würde das Papier 1:1 umgesetzt werden, müsste der 2. der Liga 2 auch um den Aufstieg zittern. Ich gehe den umgekehrten Weg. 3 Aufsteiger, 3 Absteiger. Wer die Saison auf Platz 1-3 abschließt hat den Aufstieg verdient, umgekehrt ist es genauso. Diese Relegationsspiele oder Playoffs gehen mir auf den Sack, denn die Verein haben denn deutlich geringere Planungszeiten.



Beitragvon Südpälzer » 04.10.2018, 16:56


Westkurvenalex hat geschrieben:Ich gehe den umgekehrten Weg. 3 Aufsteiger, 3 Absteiger.

Ich würde noch eins weiter gehen. Da die Aufstockung auf 20 gefordert wird, kannst locker auf 4/4 gehen.



Beitragvon Thomas » 04.10.2018, 17:12


Westkurvenalex hat geschrieben:Generell finde ich die "Thesen" von Union Berlin gut und wichtig. Einzig und allein die Forderung, dass ...

Unter'm Strich sehe ich das so ähnlich wie Du, @Westkurvenalex. :daumen: Manche Punkte aus dem Union-Papieren sind durchaus diskutabel oder sogar (aus meiner Sicht) abzulehnen. Aber insgesamt geht das schon in eine gute Richtung und ist definitiv besser als alles, was man so von Bayern, Leipzig, leider muss man auch Frankfurt nennen, Hannover und anderen Klubs zur Zukunft des Fußballs zu hören bekommt. Ich bin mal gespannt, wie diese Diskussion innerhalb der Profiklubs nun weitergeht.

Wichtig finde ich vor allem auch den Punkt Rückbesinnung auf die Stadionbesucher. Denn auch wenn heute vieles über TV-Gelder und Pay-TV-Abonnenten läuft, so ist der Fußball doch "nichts" ohne Fans und Atmosphäre im Stadion. Aber auch, dass ein Abstieg nicht so finanziell niederschmetternd ist, sollte aus Sicht von 95% aller Vereine wichtig sein.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Jupp64 Cologne » 04.10.2018, 17:58


Für mich sollte der Hebel erstmal in den unteren Ligen angesetzt werden :

Regionalliga
1. Weshalb hat Bayern hier ein Sonderrecht ?
Auflösung der RL Bayern und dann 4 Direktaufsteiger in die 3. Liga.
2. Es gibt aktuell nur 56 Plätze in den ersten 3 Ligen - Zweitvertretungen von Bundesligisten haben für mich in der dritten Liga nichts zu suchen -
Kein Aufstieg für Zweitvertretungen.

3.Liga
Es kann nicht sein, dass Vereine wie Chemnitz nach Jahren der Überschuldung in der laufenden Saison Insolvenz anmelden, lediglich 9 Punkte Abzug bekommen und dann schuldenfrei nur eine Spielklasse tiefer vermutlich unangefochten direkt wieder in die
3.Liga aufsteigen -
Ein Arschtritt für alle Vereine, die über Jahre verantwortlich wirtschaften.



Beitragvon LDH » 04.10.2018, 18:23


Viele gute Ansätze, ohne Frage. Aber es wird weiter so bleiben, dass die DFL alles versuchen wird um die Spitzenteams der Bundesliga zu stärken. Damit diese international besser abschneiden. Und der DFB tut alles für die Nationalmannschaft und danach werden die Abgeordneten bedient, welche das Präsidium wählen. Was interessiert so jemanden ein Fan von Union oder unserem Verein?

Man sollte mal in die USA schauen. Beispiel NFL. Da wird das Geld bewusst so verteilt, dass jeder die Chance hat um den Titel zu spielen.

Bei uns läuft es nach dem Motto an: „Wer das Geld hat, hat die Macht. Und wer die Macht hat, hat das Recht.“ Im deutschen Fussball ist es das Recht sich immer mehr Stücke vom Kuchen zu nehmen.
»Sie sollten das Spiel nicht zu früh abschalten. Es kann noch schlimmer werden.« (Heribert Faßbender)



Beitragvon Baru » 04.10.2018, 18:33


Thomas hat geschrieben:Manche Punkte aus dem Union-Papieren sind durchaus diskutabel oder sogar (aus meiner Sicht) abzulehnen.


@ Thomas:
Vermutlich meinst Du damit die Maßnahme 3: 2. Bundesliga / 3. Liga / Regionalligen: direkter Aufstieg aller Meister / Play-offs mehrerer Mannschaften um den Aufstieg bzw. Klassenerhalt

Zumindest sehe ich das kritisch. Der Terminplan kommt mir ohnehin schon sehr eng getaktet vor. 4 zusätzliche Meisterschaftsspiele in Liga 1 und 2 könnte ich mir noch gut vorstellen (in der 3. Liga haben wir das ja schon), aber wozu die Play-offs?
Die Aussage "Alle Teilnehmer profitieren von zusätzlichen attraktiven Spielen" kommt mir doch eher so vor, als wolle man noch mehr Geld aus dem "Produkt Profifußball" durch zusätzliche Spiele herausquetschen. Hier gilt also der gleiche Vorwurf wie gegenüber den Relegationsspielen.

Hier also volle Zustimmung @Westkurvenalex

Die meisten anderen Maßnahmen wie:

- Maßnahme 4: Festlegung von Obergrenzen von Gehaltsetats und Begrenzung der Anzahl von Leihspielern pro Verein
- Maßnahme 5: Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende, stufenlose Verteilung der Vermarktungserlöse

oder zu These b)
- Maßnahme 2: Fokussierung auf das Stadionerlebnis ("Eine auf die Stadionbesucher ausgerichtete Anpassung der Anstoßzeiten und die Beachtung von Maximalentfernungen bei Freitags- bzw. Wochentags-Spielen ermöglichen vielen Menschen den Stadionbesuch und werten die Stadionatmosphäre auf. Montagsspiele gehören abgeschafft.")

klingen aus Fansicht doch schon richtig gut! :daumen:

Was mich dagegen noch etwas stutzig macht, ist die Aussage von Herrn Layenberger "Es zählt jetzt nicht die einzelnen Punkte zu diskutieren, sich im klein klein zu verfangen und hier jedes einzelne Für und Wider gegenüber zu stellen."

Warum sollte man denn bitte nicht die einzelnen Punkte diskutieren dürfen? Dies zu tun halte ich für unabdingbar und finde es irritierend, das mit "sich mit im klein klein zu verfangen" zu bezeichnen.



Beitragvon FCK-Ralle » 05.10.2018, 08:19


KLKiss hat geschrieben:Finde ich eine gute Idee. Wir haben so viele Traditionsmannschaften in Deutschland und die 1. Bundesliga, die 2. Bundesliga und die 3. Liga könnten da locker mit je 20 Teams spielen. Jeweils mit 3 Auf- und Absteigern, eventuell in der 3. Liga mit 5 Absteigern, damit auch jeder Meister der Regionalliga (Nord/Nordost/West/Südwest/Bayern) auch aufsteigen darf und kann ohne nochmal nach einer langen Saison in die Play Offs zu müssen.



So weit so gut. Aber NUR mit direkten Ab- bzw. Aufsteigern.

Auch wenn du anscheinend Fan von Playoffs bist, die Mehrheit der deutschen Fußballfans braucht diesen Scheiß nicht. Ich schreibe bewusst Scheiß, weil was anderes sind Playoffs oder Relegation nicht. Von Gerechtigkeit brauchen wir dann nicht mehr sprechen.
Daher Playoffs - NEIN DANKE! :kotz:
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon Iller-Teufel » 05.10.2018, 09:37


Grundsätzlich finde ich den Ansatz sehr gut. Vor allem wieder näher an die Fans.
Wichtig ist jetzt zuerst mal die Unterstützung des Papiers, sodass die DFL mal in diese Richtung zu denken beginnt. Wenn das geschafft ist, kann man über die Details diskutieren. Wenn dieses Papier Grundlage einer Diskussion wird ist schon viel gewonnen.
Darum:
DFL, erhört die Thesen von Union Berlin.
Pfälzer kämpfen mit Leidenschaft, siegen mit Freude und verlieren mit Respekt aber aufgeben - NIEMALS. :doppelhalter: :doppelhalter:



Beitragvon hardy68 » 05.10.2018, 10:42


Wenn ich aber was diskutieren will, dann muss mein Angebot schon soweit stimmig sein, dass ich es komplett vertreten kann. Was würde passieren, wenn die DFL sagen würde, ok, wir machen das so, wie ihr wollt.
ICH für meinen Teil will keine Playoffs. Die sind im Eishockey wohl ok, aber beim Fußball einfach zum Kotzen. Mit Playoffs würde man die Kommerzialisierung weiter vorantreiben, also diskutieren ja, aber erst mal darüber klar werden, was man will.

Ich kann doch nicht mitten in der Diskussion die Fahrtrichtung komplett ändern. Und Playoffs vs 3 direkte Aufsteiger und Absteiger sind nun mal 2 komplett andere Ansichten!
Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme! (Thomas Morus)



Beitragvon Südwestpälzer » 05.10.2018, 14:20


Es ist mMn nicht "komplett die Fahrtrichtung ändern", wenn man einen Punkt anpasst...
Und genau das ist auch mit der Aussage von Layenberger gemeint. Wenn wir jetzt wieder über jeden einzelnen Punkt zig Mal diskutieren bis man überhaupt etwas an die DFL/DFB heranträgt ist der Zug abgefahren.

Interessant fand ich jetzt die Aussage, beim Eishockey isses OK aber beim Fußball nicht. Wie kommt das? Wo liegt der Unterschied?
DAUERKARTE 8.2 #nurzusammen



Beitragvon Thomas » 18.10.2018, 15:52


Im Interview mit "Block 4.2" hat sich Harald Layenberger nochmals zu dem Positionspapier des FC Union sowie zu weiteren Themen rund um den FCK geäußert:

Layenberger: "Der FCK hat eine Chance vertan"

Gehaltsobergrenzen, Aufstockung der drei deutschen Profiligen auf 20 Vereine, gerechtere Verteilung der Fernsehgelder, keine Montagsspiele mehr - die einen halten das "Positionspapier", mit dem Union Berlin ein Umdenken im deutschen Fußball anstoßen will, für eine blauäugige Utopie. Die anderen sagen: Wenn wir jetzt nicht wenigstens  versuchen, den aktuellen Entwicklungen gegenzusteuern, schaffen wir es nie mehr. Zu denen gehört auch Harald Layenberger, Hauptsponsor von Union Berlin - und dem 1. FC Kaiserslautern. Der Unternehmer hat auch die Fans des FCK aufgefordert, dieses Positionspapier zu unterstützen. In unserem Gespräch erläutert Harald Layenberger, weshalb, warum er sich auch von der sportlichen Führung seines Herzensverein ein klares Bekenntnis dazu wünscht und wie seine Gefühlslage vor dem Heimspiel am Samstag gegen den KFC Uerdingen (14 Uhr) ist.

Block 4.2: Herr Layenberger, erklären sie noch mal kurz mit eigenen Worten: Warum ist es wichtig, das Positionspapier von Union Berlin zu unterstützen?

Harald Layenberger: Weil es längst an der Zeit ist, sich darüber Gedanken zu machen, wer  eigentlich die Basis dieses wunderbaren Ereignisses Fußball bildet. Das sind nämlich die einfachen Fans, denen schon lange zu wenig Wertschätzung entgegen gebracht wird. Wir müssen uns endlich fragen, was ist es uns überhaupt noch Wert, dass diese Leute in die Stadien gehen. Wollen wir überhaupt noch echte Fans oder nur noch High Society, die einen "Event" sehen will? Für mich hat der Fußball nur eine Daseinsberechtigung: Das ist das Live-Erlebnis, die Atmosphäre im Stadion, das ist der Fan. Für Networking in den Logen ist Fußball die falsche Sportart.

(...)

Block 4.2: Die FCK-Fans haben Sie ja bereits aufgefordert, das Positionspapier zu unterstützen. Wie sieht es mit der Führung Ihres Herzensvereins aus?

Layenberger: Auch Martin Bader hat mir bestätigt, dass das Papier viele interessante Punkte enthält. Er habe sich aber öffentlich noch nicht dazu geäußert, weil er noch nicht gefragt worden wäre, erklärte er mir ...

Block 4.2: Das ist nicht ganz richtig. Wir haben vergangene Woche um eine Stellungnahme von ihm zu diesem Positionspapier gebeten. Worauf er über die Pressestelle ausrichten ließ, grundsätzlich enthalte das Papier viele interessante Themenbereiche, aber die interne Diskussion darüber dauere noch an, so dass er sich noch nicht ausführlich äußern wolle.

Layenberger: Vielleicht wäre er ja lieber von der "Bild"-Zeitung gefragt worden … Aber  Scherz beiseite: Ich habe Herrn Bader als einen Menschen kennengelernt, der zu den Dingen seine Meinung hat und diese auch ehrlich äußert. In diesem Fall aber finde ich es schade, dass der FCK sich nicht auch ungefragt äußerte, das tun genug andere schließlich auch. Der FCK wäre die ideal, um die Diskussion in die Dritte Liga zu tragen und die Stimme für die Mannschaften dort zu erheben. Die Chance hat der FCK jetzt schon ein bisschen vertan. Dabei ist es dringend an der Zeit, dass nun eine Gemeinschaft entsteht, die dafür sorgt, dass wieder Vernunft im deutschen Fußball einkehrt und dass wir mit dem Verweis auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht unsere nationale Basis zerstören. (…)

Quelle und kompletter Text: Block 4.2

Weitere Links zum Thema:

- "DFL, erhört die Thesen von Union Berlin" (Der Betze brennt, 04.10.2018)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon ExilDeiwl » 18.10.2018, 16:34


Das Interview mit Layenberger bestätigt mich ein weiteres mal in meiner Meinung, dass wir mit Harald Layenberger einen ganz besonderen Hauptsponsor haben. Die Art, wie er sein Engagement beim FCK, aber auch bei Union versteht, ist in meinen Augen nicht gerade selbstverständlich. Er stellt die Fans sehr in den Mittelpunkt seines Engagements, weil er sie als das Herz der Vereine versteht. Natürlich gefällt mir das als einfacher Fan, der ich bin.

In Hinblick auf das Positionspapier von Union höre ich aber auch eine ganz schöne Portion Enttäuschung bei Harald Layenberger heraus, dass der FCK sich dazu noch nicht geäußert hat.

Vermutung: ich könnte mir durchaus vorstellen, dass in dem Positionspapier Punkte enthalten sind, die sich sowohl mit der Investorensuche als auch mit der Vermarktung der TV-Rechte deutlich beißen. Stichwort Montagsspiele. Durch die Blume hat der FCK doch auch schon geäußert, dass es finanziell lukrativ ist, auch in der dritten Liga Montagsspiele auszutragen (oder erinnere ich mich falsch?). Das deckt sich halt so gar nicht mit z.B. "We don‘t like Mondays" oder eben dem Positionspapier von Union. Die Aussage Baders, das Positionspapier enthalte "viele interessante Punkte" heißt eben noch lange nicht, dass er diese Punkte auch so sieht. Sondern eben nur, dass er sie für interessant hält...



Beitragvon Malvoy » 18.10.2018, 17:44


Ich weiß nicht, was sich Herr Layenberger hiervon verspricht. Ist er Sponsor oder Aktivist oder Fußballpolitiker?

Ich finde das Papier an sich nicht schlecht, jedenfalls das meiste davon, ich glaube aber nicht, dass sich der DfB oder die DFL von jemandem wie Herrn Layenberger ein neues Regelwerk aufdrücken lässt. Und gerade deshalb finde ich das persönliche Engangement hier eher kontraproduktiv. Wenn überhaupt, muss sowas von den Vereinen gemeinsam erarbeitet und dann öffentlich zur Diskussion gestellt werden.



Beitragvon ExilDeiwl » 18.10.2018, 17:59


Das Positionspapier stammt doch nicht von Layenberger, sondern von Union Berlin. Aber offensichtlich kann er sich mit vielen Punkten aus dem Papier identifizieren, da die Belange der Fans, was er ja im Übrigen auch ist, im Zentrum des Papiers stehen. Wenn er das Papier gut und unterstützenswert findet, warum soll er seine Bekanntheit und Verbundenheit zu den Fans zweier Profivereine nicht dazu einsetzen, dieses Positionspapier zu promoten?

Malvoy hat geschrieben:Wenn überhaupt, muss sowas von den Vereinen gemeinsam erarbeitet und dann öffentlich zur Diskussion gestellt werden.


Und genau das ist doch passiert. Union ist den ersten Schritt gegangen und hat das Positionspapier erstellt, Layenberger wirbt öffentlich für das Papier, um eben gau das zu erreichen, dass eine breite öffentliche Diskussion (und eine Diskussion zwischen den Vereinen) stattfindet...



Beitragvon Lonly Devil » 18.10.2018, 19:01


ExilDeiwl hat geschrieben:Das Positionspapier stammt doch nicht von Layenberger, sondern von Union Berlin.

Union Berlin, wo Hr. Layenberger auch noch Sponsor ist. :nachdenklich:

Wenn Hr. Layenberger die Thesen des Papieres von Union Berlin vertritt, so macht er das als Sponsor von Union Berlin und des 1.FCK und nicht als ein verantwortlich offizieller eines Vereins.
Eine Privatperson, mit einem besseren Ruf/Stand bekundet seine Zustimmung.
Nicht mehr, nicht weniger.

Harald Layenberger: Weil es längst an der Zeit ist, sich darüber Gedanken zu machen, wer eigentlich die Basis dieses wunderbaren Ereignisses Fußball bildet. Das sind nämlich die einfachen Fans, denen schon lange zu wenig Wertschätzung entgegen gebracht wird.

Die Basis dieses wunderbaren Ereignisses Fußball sind schon lange die Millionen, die durch die Vermarktung über Sponsoren und TV Geldern in die Vereinskassen fließen.
Die tollen Fans, auf die man sich gelegentlich beruft, sind dabei leider nur noch schmückendes Beiwerk.
Daran wird auch Union Berlin, die sich übrigens gut darauf vertstehen auf der "Klaviatur der Fans" zu spielen, nichts ändern.

Layenberger: Auch Martin Bader hat mir bestätigt, dass das Papier viele interessante Punkte enthält. Er habe sich aber öffentlich noch nicht dazu geäußert, weil er noch nicht gefragt worden wäre, erklärte er mir ...

Martin Bader hat also, vermutlich in einem lockeren belanglosen Gespräch gesagt, dass das Papier viele interessante Punkte enthält.
Aha.
Welche Punkte dabei interessant sind und/oder ob diese positiv bewertet werden blieb dabei wohl offen.

Layenberger: ... ... In diesem Fall aber finde ich es schade, dass der FCK sich nicht auch ungefragt äußerte, das tun genug andere schließlich auch.

Ich finde: Der 1.FCK und somit auch Herr Bader haben andere Probleme, als die Thesen von Union Berlin. Auch wenn diese Thesen von Herrn Layenberger befürwortet werden.
Zitat: "Sie verbergen ihr Unwissen so geschickt, dass es schon fast wie Intelligenz wirkt".
Eine glaubwürdige, aber noch nicht vernommene Aussage: "Wir haben keinen Plan mehr und wissen nicht was wir machen sollen"



Beitragvon ExilDeiwl » 18.10.2018, 21:45


@Lonly Devil, ich verstehe offen gestanden Deine Ablehnung nicht(zumindest kommt Dein Beitrag ablehnend bei mir an). In dem Positionspapier werden durchaus Themen angerissen, über die sich auch hier auf DBB immer wieder mal beklagt wird. Da sind ganz praktische, die Fans betreffende Themen dabei, wie z.B. die Montagsspiele und der Reiseaufwand, der an einem Montag für mitreisende Fans entsteht. Was wird hier gemeckert, wenn der FCK an einem Montagabend irgendwo im Norden oder Osten spielen muss. Und durchaus zurecht. Natürlich kann man sich zu diesen Themen Gedanken machen, auch beim FCK. Auf Trainersuche ist man da ja derzeit eh nicht. :wink: Und selbst dann wäre es möglich, dass sich der Führungsstab mal zusammensetzt und über das Papier sinniert. Das kostet ja keine Unsummen an Zeit.

Zu Deiner Anspielung bzgl. Union Berlin und der "Klaviatur der Fans": Auch das klingt mir ehrlich gesagt etwas zu abfällig oder missgünstig. Ich weiß nicht, ob Du Dich schon mal näher mit Union auseinander gesetzt hast und wo der Verein her kommt (deren Rolle im DDR-Fußball). Das war seit jeher ein Verein für die einfachen Leute. Der Verein hat eine extrem hohe Identifikation mit seinen Fans (und die mit ihrem Verein) und das ist alles andere als gespielt ("Klaviatur"). Ich sehe da eine Menge Gemeinsamkeiten mit dem FCK. Wir waren auch immer eher der Verein der einfachen Leute. Hatten es nie leicht (und haben es heute auch nicht leicht). Sicher ist Union im Moment in einer ganz anderen Situation als wir. Denen geht es sportlich besser und auch finanziell. Erreicht haben sie freilich längst nicht das, womit wir uns schmücken können. Aber Union, das ist durchaus ein Verein, mit dem sich mancher von uns identifizieren könnte, gäbe es den FCK nicht. Ich verstehe Harald Layenberger sehr gut, dass er sich als Sponsor bei Union wohl fühlt. Aber er hat ja immer gesagt, dass sein Herz am FCK hängt. Wie meines übrigens auch, auch wenn ich mich hier so positiv über Union äußere. Dass wir uns da nicht falsch verstehen. :wink:

:prost:



Beitragvon jürgen.rische1998 » 18.10.2018, 21:59


Lonly Devil hat geschrieben:Ich finde: Der 1.FCK und somit auch Herr Bader haben andere Probleme, als die Thesen von Union Berlin. Auch wenn diese Thesen von Herrn Layenberger befürwortet werden.


Ohne Layenberger hätte der FCK noch viel größere Probleme. Zumal sein Engagement viel weiter geht als es bei "normalen" Geldgebern der Fall ist. Gerade weil er niemand ist der Kohle rüber schiebt und im Verein die Finger reinsteckt, sondern bedingungslos unterstützt, sollte man in dem Fall durchaus mal genauer hinsehen um was es ihm geht. :!: Unser Hauptsponsor gibt mir deutlich mehr FCK Gefühl als so manche verantwortlichen Positionen im Verein :wink:
Dauerkarte 2018/2019 (Südtribüne)



Beitragvon FCK58 » 19.10.2018, 06:46


Im Prinzip hat Layenberger der kompletten Führungsriege einen ziemlich kräftigen Rüffel erteilt - und das mit Recht.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse



Beitragvon Miggeblädsch » 19.10.2018, 09:06


Absolut richtig, was in dem Positionspapier steht. Es ist nun leider mal so, dass die Kommerzialisierung immer weiter voranschreitet und die Fußballspiele immer mehr zu gekünstelten Events verkommen. Klatschpappenpublikum, welches bei Vorgabe brav mitklatscht, in den Kurven nur noch Einheits-Schalalala (austauschbar in allen Stadien) und spätestens Mitte der zweiten Halbzeit auf Knopfdruck eine LaOla, völlig unabhängig vom Spielstand, ist ja auch egal. Hauptsache, man hat genug Selfies geschossen, wen interessieren schon Tore. Ich bin mir ziemlich sicher, dass bereits heute bei den Fernsehübertragungen der Stadionton "aufgehübscht" wird. Der nächste Schritt wird sein, irgendwann die lebenden Zuschauer durch einen animierten Hintergrund zu ersetzen, sozusagen eine "Mordskulisse", rein digital natürlich. Da werden dann auch keine unbequemen Banner mehr zu sehen sein oder sonstige Störfaktoren. Lebendige Zuschauer gibt es bestimmt auch noch ein paar, in den Vip-Logen natürlich, zu Eintittspreisen, die dem Monatsgehalt des heutigen Stehplatzbesuchers entsprechen.... :kotz: :kotz:
Schlimme Vision, aber wir steuern genau darauf zu. Daher finde ich die Kampagne absolut angebracht, völlig egal, ob sie nun von Union Berlin, einem authentischen Traditionsverein, oder von Herrn Layenberger ausgeht. Sie spricht auch aus dem Herzen des FCK-Fans, der die traurige Entwicklung des Fußballsports vom menschenverbindenden Volkssport hin zum finanzgesteuerten medialen animierten Event wohl kaum begrüßen dürfte. Was ist es denn, was unseren Verein noch von den ganzen Plastikvereinen unterscheidet? Es sind die Fans und das Stadion. Es ist die Tatsache, dass wir beim Eröffnungsspiel der dritten Liga 42.000 Fans und echte Stimmung im Stadion haben. Das schafft Hoffenheim nicht mal, wenn Real Madrid dort spielen würde.

Daher bin ich ein wenig enttäuscht, dass Bader die Vorlage von Herrn Layenberger nicht sofort begeistert aufgegriffen und unterstützt hat, sonder eher verhalten reagiert :?:



Beitragvon zille » 19.10.2018, 09:14


Boah, da ist einiger Sprengstoff drin in den Statements von Herrn Layenberger:
Er schießt gegen Martin Bader.
Für mich auch sehr interessant, Fritz Grünewalts Wirken besser beurteilen zu können.
Layenberger ist kantig. Ob man nun die Thesen der Besser-Schlaumeier-Ossis von Union mit ihren sozialistischen Tendenzen (Gehaltsobergrenzen! ) so unbedingt unterstützen muß?
War es wirklich Zufall oder chaotische Fehlorganisation, daß der FCK gefehlt hat bei der 50+1 Abstimmung, wo der andere Besser-Schlaumeier- Verein aus Hamburg die große Hupe geschwungen hat?
Ich finde, man lügt sich in die Tasche: natürlich nehmen die Werksteams wichtige internationale Plätze und Geld den Traditionsvereinen weg. Andererseits turnen da x Vereine in der 1. Liga rum, mit denen der FCK bei gutem Management locker mithalten könnte.
Bin dafür, entweder die Werksvereine rauszuschmeißen oder alles freizugeben für Investoren.



Beitragvon Betze_FUX » 19.10.2018, 10:51


Irgendwie bin ich da selbst zwiegespalten...einerseits mag ich diesen ganzen Investoren-Megatranfersummen-Geldvernichtungshype so garnicht. Andererseits hängt daran auch ein Stückweit das Überleben des FCK. Irgendwie scheisse....irgendwie aber auch notwendig.

Vielleicht unterliegt das ganze auch irgendwo ein Stück weit der darwinschen Logik. wer sich nicht anpasst stirbt aus. Das gilt für Vögel, Lebewesen, Firmen, und letzten Endes auch für den FCK (?)

Ich glaube das der momentane Trend, und der ist ja Weltweit und nicht nicht auf den DFB begrenzt, anhält und sich sogar noch steigern wird. Für mich gibt's da in der schwarz weis Betrachtung nur 2 Möglichkeiten. Auf den Zug aufspringen (=Überleben) oder es lassen. Oder es gibt einen Weg den ich noch nicht kenne! Mit dem FCK Herz bin ich eindeutig für Aufspringen und Überleben und noch lange FCK-Fussball sehen können
ES IST NICHT IRGENDEIN VEREIN!!!

Wacken ist nur einmal im Jahr!



Beitragvon Satanische Ferse » 19.10.2018, 12:57


Die Beiträge von @ ExilDeiwl & @ jürgen.rische sprechen mir inhatltlich und emotional aus dem Herzen. Harald Layenberger ist als Sponsor, aber auch als Fan eine Klasse für sich. Ein Thines 2.0 - fühle mich irgendwie an ihn erinnert.

Schon vor Saisonbeginn hat Layenberger praktisch den Job des Vorstands gemacht, als er die Dauerkarten- und Mitgliederkampagne ins Leben rief. Als Fan hatte man nicht das Gefühl, dass der Verein um jede Dauerkarte kämpft. Dort herrscht offensichtlich die Grundeinstellung vor, die Fans kommen schon von ganz alleine, das sei praktisch ein Selbstläufer. Layenberger hat durch sein Engagement nicht nur aufgezeigt, wie es geht, sondern auch was da zu bewegen ist.

Der Vorstand nimmt aber leider den Faden nicht auf. Nach dem Abstieg kein Mitnehmen der Anhänger und auch jetzt hängt man als Fan irgendwie in der Luft. Die dürftigen Durchhalteparolen über die Presse ersetzen keine aktive Vereinspolitik.

Man setzt offensichtlich voll auf die Karte Investor. Und wenn der dann nicht kommt... Es ist ein Irrtum zu glauben, durch den Ausgliederungsbeschluss müsste man jetzt automatisch FC Bayern-Politik betreiben. Dem ist nicht so, denn die "kleinen" Vereine haben auf Dauer nur eine Chance, wenn die Schere nicht noch weiter auseinanderklafft. Deswegen hat Layenberger richtig erkannt, nur wenn die Fans noch als Teilhaber des Fußballbetriebes ernstgenommen werden, lebt der Fuballsport noch weiter.

Daher gilt es den bodenlosen Auswüchsen Einhalt zu gebieten, bevor alles zu spät ist. Nur müssen jetzt Vereine und Anhänger auch Farbe bekennen, ihren Einfluss koordinieren und geltend machen.

Und bevor hier wieder alles zerredet wird: es handelt sich wohlgemerkt um ein Positionspapier, und nicht um eine abstimmungsfertige Beschlussvorlage. Es geht zunächst mal um die Richtung. Darüber muss man sich zunächst mal auseinandersetzen. Danach erst in die Details.

Und diese vernagelten ideologischen Scheuklappen sollte man ebenfalls schnellstens über Bord werfen. Wer in der Forderung von Gehaltsobergrenzen sozialistisches Gedankengut wittert, der sollte sich mal bitte erst einmal mit der NBA beschäftigen. In einem Land, in dem eine Krankenversicherung schon unter Kommunismusverdacht steht, werden dort solche Grenzen in der NBA nämlich praktiziert.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Südwestpälzer » 19.10.2018, 16:10


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DAUERKARTE 8.2 #nurzusammen




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