Noch ohne Sieg, zwei Punkte aus sieben Spielen und kümmerliche drei Treffer: Das ist die Horrorbilanz des 1. FC Kaiserslautern zum Saisonstart. Viele Fans fragen sich, ob der FCK im Falle eines Abstiegs auch in der 3. Liga überlebensfähig wäre. Michael Klatt, der Finanzvorstand der Roten Teufel, sprach im SWR Fernsehen in der Sendung Flutlicht über die Zukunft des Klubs.
"Die 3. Liga wäre eine große Herausforderung für uns", sagte Klatt im Gespräch mit Moderator Christian Döring. "Da müssten wir auch Gespräche mit der Stadiongesellschaft führen. Und dann wäre ich bei einer Einigung guter Dinge, dass die 3. Liga auch im Fritz-Walter-Stadion darstellbar wäre." Hintergrund ist, dass die horrenden Mietkosten in Höhe von 2,6 Millionen Euro pro Jahr für den 1. FC Kaiserslautern im Falle eines Abstiegs wohl nicht zu stemmen wären.
Der 48-Jährige hofft allerdings, dass der "worst case" Abstieg aus Sicht der Pfälzer gar nicht erst eintritt. (…)
Quelle und kompletter Text: SWR
Ergänzung, 27.09.2017:
Gehen auf dem "Betze" bald die Lichter aus?
Spielen die Roten Teufel bald in Pirmasens? Könnte das Fritz-Walter-Stadion sogar abgerissen werden? Stadt und Verein müssen sich zurzeit mit allen Szenarien beschäftigen.
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Schon seit langem wird darüber nachgedacht, ob das Stadion auch anderweitig genutzt werden könnte. So konkret wie zurzeit waren die Gedankenspiele allerdings noch nie. Am Donnerstag beschäftigt sich auch der Kaiserslauterer Stadtrat mit dem Thema. Die CDU-Fraktion möchte, dass im großen Stil darüber nachgedacht wird, wie das Stadion noch genutzt werden könnte. Zum Beispiel für Konzerte. Außerdem schwirren in der Stadt auch Ideen herum, man könnte Wohnungen und Büros im Stadion einrichten.
Die radikalste aller Möglichkeiten wird gedanklich auch schon von manchen in der Politik durchgespielt. Nämlich ob man das Stadion nicht am besten abreißt und auf dem Gelände beispielsweise ein neues Wohngebiet ausweist. (…)
Quelle und kompletter Text: SWR
Ergänzung, 28.09.2017:
Keine Diskussion über Fritz Walter-Stadion im Stadtrat
Der Kaiserslauterer Stadtrat hat einen Antrag der CDU-Fraktion abgelehnt, sich öffentlich mit der Zukunft des Fritz Walter-Stadions und den umliegenden Grundstücken zu befassen. Von der SPD hieß es, der Verein brauche in der jetzigen Situation Ruhe und Unterstützung. Oberbürgermeister Weichel werde die von der CDU eingereichten Fragen aber innerhalb von vier Wochen schriftlich beantworten. Weichel sagte zudem, dass es keine Überlegungen gebe, Park- oder Sportplätze auf dem Betzenberg zu verkaufen, die im Besitz der Stadiongesellschaft seien.
Stand: 28.9.2017, 17.25 Uhr
Quelle: SWR
Ergänzung, 02.10.2017:

Briegel zum Betze: "Denkmäler reißt man nicht ab"
"Wird der Betzenberg bei Abstieg abgerissen?" titelte am Freitag die "Bild". Absoluter Blödsinn, findet nicht nur FCK-Legende Hans-Peter Briegel. Die Walz aus der Pfalz konterte bei "Sky": "Der Betze wird bestehen bleiben!"
Am Rande des Heimspiels des 1. FC Kaiserslautern gegen die SpVgg Fürth (3:0) wurde Briegel zur Lage der Roten Teufel und auch zur medial aufgebauschten Diskussion im Lautrer Stadtrat befragt. Der 61-jährige antwortete in seiner unnachahmlichen Art, nämlich voll geradeaus: "Für mich ist der Betze ein Denkmal. Denkmäler reißt man vielleicht im Irak ab oder irgendwo auf der arabischen Halbinsel, aber nicht bei uns. Das ist weit aus der Luft gegriffen - der Betze wird bestehen bleiben!"
Hintergrund sind aktuelle Diskussionen im Stadtrat, ob und wie der FCK im Falle eines Abstiegs die Miete für das Fritz-Walter-Stadion bezahlen kann und ob es noch anderweitige Nutzungsmöglichkeiten für das Betzenberg-Gelände gibt. Die Stadt erwäge zwar eine Umgestaltung des ehemaligen Reiterhofs, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel, aber nicht die Umnutzung oder gar den Abriss des Stadions (siehe Chronologie im DBB-Forum).
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 04.10.2017:

FCK-Vorstand: Keine Pläne für Stadion-Abriss
Der 1. FC Kaiserslautern und das Fritz-Walter-Stadion gehören untrennbar zusammen. Dies hat nun auch die Vereinsführung klargestellt.
In einer bei "Facebook" veröffentlichten Botschaft hat sich der FCK-Vorstandsvorsitzende Thomas Gries wie folgt zu Wort gemeldet: "Ich denke, wir sollten mal wieder etwas Sachlichkeit in die Diskussion um unser Stadion bringen. Niemand hat mir gegenüber jemals den Vorschlag gemacht, das Fritz-Walter-Stadion abzureißen. Es gab einen Antrag, dass im Stadtrat über die Zukunft des Stadions im Rahmen von verschiedenen Zukunftsszenarien diskutiert wird. Mehr nicht. Dieser Antrag wurde übrigens abgelehnt. Nur weil einige Medien darauf angesprungen sind und daraus Horrorszenarien konstruieren, muss jetzt keiner Angst haben um den Betze."
Zuvor hatte bereits FCK-Legende Hans-Peter Briegel die medial aufgebauschte Diskussion als blödsinnig dargestellt (siehe Chronologie im DBB-Forum).
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 09.10.2017:

Club der Nationalspieler: "Denkmal" Betze bleibt
Die medial aufgebauschte Diskussion um einen angeblich angedachten Abriss des Fritz-Walter-Stadions war am Sonntag auch Thema beim Länderspiel in Kaiserslautern. Die einhellige Meinung der anwesenden Fußball-Prominenz: Völliger Blödsinn!
Am Rande des WM-Qualifikationsspiels zwischen Deutschland uns Aserbaidschan (5:1) gaben sich auch viele Ex-Fußballer der deutschen Nationalmannschaft und des 1. FC Kaiserslautern ein Stelldichein. Der DFB berichtet online beispielsweise vom "Club der Nationalspieler", der sich regelmäßig am Rande von Länderspielen trifft.
Demzufolge warf der frühere Frankfurter Manfred Binz bei dem Treffen folgende Sorge in die Runde: "Hoffentlich ist es heute nicht das letzte Länderspiel hier auf dem Betzenberg." Hintergrund sind Medienberichte und Diskussionen im Kaiserslauterer Stadtrat über einen angeblich angedachten Abriss des Fritz-Walter-Stadions, von denen sich zuvor schon FCK-Legende Hans-Peter Briegel sowie der FCK-Vorstandsvorsitzende Thomas Gries distanziert hatten.
Ehrmann: "Als würde man den Eiffelturm abreißen"
Die Reaktionen am Sonntagabend zitiert der DFB auf seiner Internetseite wie folgt:
Hans-Peter Briegel wiederholte: "Dieses Stadion ist ein Denkmal. Und Denkmäler reißt man nicht ab."
FCK-Torwarttrainer Gerry Ehrmann: "Es ist eine Frechheit, über einen Abriss überhaupt nachzudenken. Der Betze ist das Wahrzeichen der Stadt. Würde man es verschwinden lassen, dann wäre dies, als würde man in Paris den Eiffelturm abreißen."
Der frühere Nationaltorwart Uli Stein: "Man würde Kaiserslautern das Herz aus dem Körper reißen."
Ex-FCK-Spieler Fritz Fuchs: "Kaiserslautern ohne dieses Stadion, wäre der Todesstoß für diese gesamte traditionelle Fußballregion. Fritz Walter würde sich im Grab rumdrehen und die heißblütigen Pfälzer Fans würden im Anschluss das Rathaus niederreißen."
» Der vollständige Bericht auf DFB.de: "Denkmal" Betzenberg soll bleiben
Quelle: Der Betze brennt / DFB

