@ lieber WAI
schon seit ein paar Tagen setze ich immer mal wieder an, eine Replik auf einen deiner Post's zu schreiben, verwerfe es aber dann wieder, doch jetzt ist es irgendwann einmal genug!
werauchimmer hat geschrieben:Außerdem scheint man die hetzerischen Weltuntergangstheorien von ein paar kranken Idioten hier zu teilen und sieht scheinbar auch Motivationsprobleme bei einigen Spielern in die erste Liga aufsteigen zu wollen.
Mit deinen zumindest überzogenen und mehr und mehr um sich selbst drehenden Post's erweist du allen, die sich kritisch mit der Führung des FCK auseinandersetzen einen Bärendienst.
Nicht nur, daß du den Beißreflex von einigen der selbsternannten Kuntz'schen Kettenhunden weckst, nein, du stellst den Vorsitzenden und seine Truppe ja derartig ins negative Licht, daß die Gutmenschen dieses Forums vor lauter Betroffenheit sich mit den Ärmsten solidarisieren müssen.
So auch jetzt wieder bei diesem Bild-Reisser über die "Kabinenpredigt".
Jeder kennt das doch, die Neujahrsansprache vom Cheffe, sei es in einem dieser unsäglichen "Letter of the President" oder in Form eines vorsorglichen Einlauf's mit Rundumschlag im Meisterbüro.
Nichts anderes macht Stefan hier doch auch.
So schlecht rhetorisch und argumentativ geschult, wie er gerne von einigen dargestellt wird, ist er nicht und er spricht doch der Stammtischmentalität vieler hier aus der Seele, wenn er die Spieler "an den Eiern", der Ehre, oder am Geldbeutel packt.
Zuckerbrot und Peitsche oder
Stock und Karotte, das alte pädagogische Prinzip in der Tier- und Kindererziehung.
Die Kommunikation über die Bild war hier nicht zufällig, sondern gewollt und unvermeidbar.
Doch statt sich mit Sinn und Zweck dieser Kabinenpredigt auseinanderzusetzen, die Ursachen und Absichten zu analysieren, kommt von dir , WAI, nur wieder der Ballon Heiße Luft, dass du recht gehabt hast.
Sicher sind wir (der FCK und seine Fans) in einer Krise - nicht nur in einer scheinbaren Ergebniskrise, sondern einer echten Krise tabellen- und bilanztechnischer Natur, denn das es schlimmer als dargestellt ist, wissen auch die Verantwortlichen auf dem Berg. Das sie es selbst verschuldet haben, - und dann kam auch noch Pech dazu - wissen sie ebenfalls sehr genau.
Wenn am Saisonanfang Platz 1 bis 5 als Ziel ausgegeben wurde, mit der Option Aufstieg, dann kann doch jeder der Herren in der Mannschaftskabine sich auf die Schulter klopfen und sagen:
Wir liegen voll im Ziel. Dass die Ursache dieser mannschaftlichen Schonhaltung zu lange mitgeschleppt wurde, wissen sie auch.
Die Zielkorrektur des Vorsitzenden:
Ich will aufsteigen kommt ja nicht aus der Sicht auf die Tabelle, sondern aus Sicht auf die Bücher, denn da wird offensichtlich, daß die Schere zwischen Kosten und Ertrag je länger wir in der zweiten Liga dümpeln immer größer und die Erfüllung der Liquiditätsauflagen immer schwieriger wird.
Ohne reale Aussicht auf den Aufstieg - und das ist mindestens Platz 2 in den nächsten Spielen- wird es nicht möglich sein, die vielen auslaufenden Verträge mit Sponsoren und Partnern adäquat zu verlängern oder zu ersetzen.
Wenn Stefan die Story vom Standortnachteil hier wieder bringt, sie von XBerg aufgenommen wird und die hohen Stadionmiete jetzt auch noch als Erklärung für mangelndes Fortune bei Spielertransfers herhalten muss, dann geht doch die Kommunikationsoffensive, die auf der JHV begonnen wurde auf. Dabei ist doch, wenn wir die Zahlen mal etwas auseinandernehmen, ersichtlich, dass die aktuellen Liquiditätsprobleme nicht aus dem Kostenblock Miete kommen (wann hat der FCK denn zum letzten Mal die volle Miete bezahlt ?) sondern aus dem Bereich Personal. Der Spielbetrieb (incl. Mannschaft) wurde zwischen erster und zweiter Liga an die Verhältnisse angepasst(-20%), die Pesonalausgaben in der Führung blieben aber gleich... wobei eine entsprechende Kürzung im Personaletat (die ja auch so kommuniziert worden war) nicht nur die volle Miete erbracht hätte, sondern auch die Nebenkosten. Die Steuernachzahlungen waren durch Rückstellungen, aus den Bundesligajahren abgedeckt, die sinnvollerweise eingestellt worden waren, um den Gewinn zu drücken und damit die Ablösung der Besserungsscheine zu vermeiden. Nur so war es gelungen die Stadt dazu zu bringen, auf die Forderungen, Real- und Eventual-. bis auf einen Rest von 1,5 Millionen zu verzichten und sogar 2,8 Millionen Verkäuferdarlehn auszuzahlen.
Wenn jetzt das Ruder herumgerissen werden muss, um die Existenz des FCK nicht zu gefährden, dann geht es nicht den Spielern an den Geldbeutel, der wurde schon herangezogen, sondern der Vereinsführung und ihrer Entourage.
So schlecht, wie du Stefan immer hinstellst ist er nicht, als Manager merkt er schon, wenn es eng wird.
Die versprochenen 2 oder 3 Neueinstellungen bei den Spielern sind doch nur zu realisieren, wenn man das Anspruchsniveau deutlich hinunterschraubt. Ede ist so ein Beispiel, Schorch könnte der nächste sein. Die Finanzierung von echten Aufstiegsoptionen wäre doch nur möglich, wenn es gelingt Mittel freizumachen.
Doch Wooten wird das nicht sein, denn allein die Relation zwischen dem Geschacher um Zoller (400.000 waren Stefan deutlich zuviel) und der Forderung für Wooten (500.000) sagt alles.
Untergangsszenarien kannst du gerne herbeireden, aber dann begründe sie bitte etwas mehr, das zwingt auch die Gesundbeter etwas mehr argumentative Tiefe zu bemühen.