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13. Spieltag: FCK-BTSV | FCK nach 3:2 gegen Braunschweig weiter im Aufwind (Der Betze brennt)

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Thomas
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Sonntag, 13:30 Uhr: Wegweiser-Spiel gegen Braunschweig

Geht es in der Tabelle nach oben oder nach unten? Die nächsten zwei Spieltage werden da­zu wichtige Erkenntnisse liefern. Zunächst geht es für den 1. FC Kaiserslautern zu­hau­se ge­gen Eintracht Braunschweig.

Nach dem spiel- und trainingsfreien Wochenende startet der FCK am heutigen Montag die Vor­berei­tung auf den BTSV. Bis spätestens Sonntag hofft Markus Anfang noch auf die Rückkehr des einen oder anderen Verletzten. Aktuell plagen sich Marlon Ritter (Adduktoren­probleme), Philipp Klement (Waden­probleme), Jean Zimmer (Ober­schenkel­probleme) und Jannis Heuer (Muskel­faser­riss) mit kleineren oder mittleren Blessuren. Sicher ist, dass Boris Tomiak aufgrund seiner fünften Gelben Karte ausfallen wird. Der Trainer muss also auf jeden Fall umstellen - vielleicht sogar wieder auf Viererkette? Im Testspiel gegen Union Luxemburg (3:2) probierte Trainer Anfang diese Variante zumindest mal wieder aus. Mehr Einfluss auf die Formation dürfte aber wohl haben, ob Heuer sich nach seinem Muskelfaserriss einsatzbereit meldet. Wobei auch der wieder fitte Almamy Touré und der am Freitag bei der Herbstmeisterschaft der U21 aktive Leon Robinson als Alternativen für die Innenverteidigung bereitstünden.

Wer sich einen Eindruck vom Stand der Dinge machen möchte: Öffentlich trainiert wird diese Woche am Montag (15:00 Uhr im NLZ) und Dienstag (10:00 Uhr am Stadion, 15:00 Uhr im NLZ).

Vier Punkte nach oben, sechs nach unten: Wohin führt der Weg des FCK?

Rein sportlich wird mal wieder spannend zu sehen sein, wie sich die Roten Teufel nach der dritten Länderspielpause dieser Hinrunde präsentieren. Nach der ersten folgte eine ziemlich schwache Phase, nach der zweiten eine mehr als ordentliche. Und jetzt? In den fünf verbleibenden Spieltagen bis zur Winterpause könnte sich in der sehr engen Zweiten Liga die Spreu vom Weizen trennen. Und da sind für den auf Platz 10 rangierenden FCK die kommenden zwei Partien gegen Braun­schweig (Tabellen-15.) und auf Schalke (14.) besonders wegweisend. Gibt es hier vier oder sechs Punkte, wären die Abstiegskandidaten bis auf weiteres distanziert und der Blick könnte eher nach oben gerichtet werden. Geht es gegen den BTSV und S04 jedoch in die Hose, wäre die kritische Zone trotz der zuvor guten Auftritte plötzlich wieder ganz nah. Also obacht! Zumal Braunschweig zuletzt mit dem 3:1-Heimsieg gegen den HSV ein Ausrufezeichen setzte und "nur noch" fünf Punkte hinter dem FCK steht.

Das Fritz-Walter-Stadion wird am Sonntag nahezu ausverkauft sein, nur im Gästeblock gibt es noch viele leere Plätze. Der neue Ticket-Zweitmarkt für übrige Eintrittskarten wurde vom FCK frei­geschaltet. Aufgrund einer Rabatt-Aktion werden auf der Osttribüne viele Jugendmannschaften verschiedener Sportarten die Betze-Buben anfeuern.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern


Ergänzung, 21.11.2024:

Gegner-Check BTSV: Obacht, sonst macht Rayan ihn rein

Zuletzt holte der 1. FC Kaiserslautern acht Punkte gegen vier spielstarke Teams. Jetzt kommt mit Eintracht Braunschweig eine Elf, die wohl auf klassischen Konterfußball setzt. Genau das könnte sie zum gefährlicheren Gegner machen.

Anspruch und Wirklichkeit: 2022 stieg die Eintracht gemeinsam mit dem FCK in die Zweite Liga auf. Es folgten zwei Spielzeiten, in denen die Blaugelben jeweils auf Platz 15 landeten, also gerade so in der Klasse blieben. Und diesmal? Aktuell stehen sie schon wieder auf Platz 15. Streben sie etwa ein Triple der besonderen Art an? "Der Anspruch an uns selbst muss höher sein", forderte Abwehrsäule und Kapitän Ermin Bicakcic (34) im "Kicker"-Sonderheft zum Saisonstart. Weiter nach oben zu schauen statt nur den Klassenverbleib anzupeilen, ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten Braunschweigs schwer. Erneut haben im Sommer über ein Dutzend Spieler den Verein verlassen, darunter Leistungsträger wie der linke Außenbahnspieler Anton Donkor und Keeper Ron-Robert Hoffmann, die beide zu Schalke wechselten, und das auch noch ablösefrei. Die Anhängerschaft bleibt jedoch hoffnungsfroh und treu, davon zeugen abermals rund 15.000 verkaufte Dauerkarten trotz Preiserhöhungen. Auch auf der Trainerposition erhofft man sich nun Konstanz. Nachdem in der vergangenen Saison erst Michael Schiele, dann Jens Hartel gehen mussten, übernahm Daniel Scherning. Kein Name, der Otto Normalfan elektrisierte. Der Coach legte aber mit dem auf den Abstiegsplätzen dümpelnden Team eine bemerkenswerte Aufholjagd hin. Und hat sich dadurch nun Kredit erarbeitet - ebenso wie der gebürtige Bad Kreuznacher und einstige FCK'ler Benjamin Kessel, der im Herbst 2023 Peter Vollmann als Sportchef ablöste. Diese Spielzeit allerdings begann grausam. Vier zum Teil saftige Niederlagen zum Start. Dann aber berappelten sich Trainer und Team, blieben zuletzt drei Spiele ungeschlagen - und setzten jüngst mit einem 3:1 über den Hamburger SV ein echtes Ausrufezeichen.

Die Neuen: 15 Namen umfasst die Liste der Neuzugänge. Darunter finden sich auch einige bekannte: Sebastian Polter (33) oder Christian Conteh (25) etwa. Beide aber kamen bislang meist nur von der Bank. Als Hoffmann-Ersatz liehen sich die Braunschweiger von Union Berlin den ehemaligen Lautrer Lennart Grill (25). Der aber musste den Kasten nach einem Platzverweis gegen Hertha BSC am 9. Spieltag (1:3) räumen, seither hütet ihn der neue Schwede Marko Johansson (26). Mit Leon Bell Bell (28) hat sich ein weiterer einstiger FCK-Nachwuchsspieler den Platz Donkors auf der linken Abwehrseite gesichert, er kam aus Magdeburg. Direkt zu festen Größen mutiert sind Innenverteidiger Paul Jaeckel (26), der ebenfalls von den "Eisernen" geliehen wurde, und Sechser Sven Köhler (28), der ehemalige Osnabrücker, den Kessel aus dem dänischen Odense nach Deutschland zurückholte. In den drei jüngsten Partien, in denen die Eintracht ungeschlagen blieb, stand auch der Ex-Dresdner Kevin Ehlers (23) regelmäßig in der Startelf. Spannendste Personalie zurzeit ist aber Levente Szabó (25), der ablösefrei aus Ungarn kam. Die 1,95 Meter-Kante hat sich den Platz im Sturmzentrum erobert und schon dreimal getroffen.

Die Formation: Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie unterschiedlich Trainer einen Spieler bewerten können, obwohl alle behaupten, sie stellten "nur nach Leistung" auf. Michael Schiele setzte mit Begeisterung auf Rayan Philippe (24), unter Jens Härtel kam der jedoch nur auf sechs Kurzeinsätze. Härtel forderte sogar permanent einen neuen Stürmer, der Antritts- und Ausdauerschnelligkeit sowie Abschlussstärke mitbringt. Dass der Franzose genau das vereint, durfte er aber erst wieder unter Daniel Scherning beweisen. Sieben Tore hat Philippe in der laufenden Spielzeit gemacht, längst haben ihn auch die Manager mit den schwarzen Geldkoffern im Visier. In Schernings bevorzugtem 3-4-1-2 bildet Philippe meist ein Offensivtriangel mit Szabó und Johan Gómez (23), einem US-Amerikaner mit mexikanischem Einschlag, der sich in Niedersachsen ebenfalls gut entwickelt. Dauerb(r)enner Robin Krauße (30) schafft mit Köhler ein erfahrenes Mittelfeldzentrum, auf der rechten Außenbahn hat sich mit Fabio Kaufmann (32) ebenfalls ein Routinier festgespielt. Die Dreier-Abwehrkette vor Keeper Johannson bildeten zuletzt Ehlers, Jaeckel und, in der Mitte, natürlich "Eisen-Ermin" Bicakcic. Zur Bebilderung eines "11 Freunde"-Interviews ließ sich der Abwehrrecke unlängst als auf glühendes Metall einprügelnder Schmied inszenieren, mit nacktem, tätowierten Oberkörper unter der Lederschürze. Eindrucksvoll. Und passend.

Zahlenspiele: Die Braunschweiger gewinnen die wenigsten Zweikämpfe in der Liga, haben die zweitschlechteste Passquote (78,7 Prozent), den drittwenigsten Ballbesitz (45 Prozent), sind in den Laufdisziplinen Elfter bei "gelaufene Gesamtkilometer", aber immerhin Fünfter und Sechster bei "Sprints" und "intensive Läufe". Fabio Kaufmann schlägt nach Aaron Zehnter (Paderborn) und Leat Paqarada (Köln) die meisten Flanken in der Liga, und häufiger aufs Tor als Rayan Philippe schießt nur Ragnar Ache. Nach xGoals hätten sie vier Tore mehr erzielen und drei weniger kassieren müssen, als das tatsächliche Torverhältnis aussagt (14:24). Sie scheinen also besser zu spielen, als die nackten Zahlen es aussagen. Und doch sind das alles nur Mittelwerte. Interessant ist, wie sich das alles nach dem jüngsten Leistungsaufschwung darstellt. Zumal Scherning es "uffem Betze" im Großen und Ganzen angehen lassen dürfte wie zuletzt gegen Hamburg. Und das sah in der Statistik so aus: Nur 38 Prozent Ballbesitz, nur 68 Prozent Passpräzision, aber mit 228:197 etliche Sprints mehr hingelegt als Gegner und auch die Zweikampfbilanz mit 71:56 positiv gestaltet. Nach xGoals knapp mit 2,64 : 2,87 verloren, tatsächlich aber 3:1 gewonnen.

Fazit: Das Zahlenspiel oben sollte eigentlich genug Hinweise gegeben haben, was die Roten Teufel erwartet: ein Gegner, der gerade Selbstvertrauen getankt hat und zweikampfstark ist. Der tief steht und auf Konter lauert. Der versucht, das Passspiel in Richtung Tor, in dem sich die Lautrer gegen solche Teams ja weiter verbessern wollen, es aber noch nicht wirklich gut beherrschen, tief in der eigenen Hälfte zu unterbrechen und seine schnellen Konterspieler einzusetzen. So haben zuletzt auch die Nürnberger taktiert und die Betze-Buben ein paar Mal ganz schön in Verlegenheit gebracht. Markus Anfang aber, vermuten wir mal, wird das nicht schrecken. Er wird mit seiner Elf dennoch weiter an ihrer fußballerischen Weiterentwicklung feilen wollen. Dabei wird er, vermuten wir weiter, wieder auf seine genesenen Flügelstürmer zurückgreifen, also auf Aaron Opoku und/oder Kenny Redondo - der übrigens auch in seiner Eigenschaft als Pressingmonster eine Überlegung wert wäre. Denn Flügel braucht es, um die berühmte Breite herzustellen, die den kompakten Defensivverband der Gäste auseinanderzieht und so Lücken schafft. Und auch wenn dem FCK mit dominantem Ballbesitzspiel aus dem Spiel heraus bislang kaum Treffer geglückt sind: Wenn sich dadurch serienweise Eckbälle und Freistöße in Strafraumnähe provozieren lassen und die zum Erfolg führen, ist es genauso gut. Hauptsache, die Kontersicherung funktioniert. Sonst macht Rayan einen rein.

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer


Ergänzung, 22.11.2024:

Ohne Heuer, mit Ritter: Die FCK-Lage vor Braunschweig

FCK-Trainer Anfang erwartet im Heimspiel gegen Braunschweig (Sonntag, 13:30 Uhr) ei­nen an­ders agierenden Gegner als in den Partien zuvor. Seine Devise lautet deshalb: "Volle Kon­zen­tra­tion, gut umschalten, aber nie abschalten."

Eintracht Braunschweig steckt im Abstiegskampf, könnte aber mit einem Sieg auf dem Betze bis auf zwei Punkte heranrücken und den 1. FC Kaiserslautern so wieder mit nach unten ziehen. Gegen den eher passiv zu erwartenden Gast (siehe Gegner-Check auf DBB) sieht Markus Anfang vor allem Gegenpressing und Konter unterbinden als Schlüssel zum Erfolg: "Es wird ein ent­schei­den­der Punkt sein, auch nach einem Ballverlust eine gute Reaktion zu zeigen. Braunschweig kann brutal stark kontern, wie man zuletzt gegen den HSV gesehen hat. Sie haben Geschwindigkeit, aber auch Robustheit, die wir verteidigen müssen. Trotzdem müssen wir natürlich auch versuchen, unser Spiel durchzubringen und uns auf uns konzentrieren." Nach dem spiel- und trainingsfreien Wochenende haben die Roten Teufel zwei besonders intensive Trainingstage mit Schwerpunkt auf Athletik absolviert. Aber auch an spielerischen Lösungen mit und gegen den Ball wurde weiter gearbeitet.

Ritter absolviert volle Trainingswoche - Fußball-Jahr für Spahic beendet

Gute und schlechte Nachrichten gibt es vom Personal: Marlon Ritter hat bislang die volle Trainingswoche absolviert und könnte wieder zur Verfügung stehen. Allerdings fehlt dem Kapitän nach seinen Oberschenkel- und Adduktorenproblemen die Spielpraxis. Weiter ausfallen werden hingegen Jannis Heuer (Muskelfaserriss), Jean Zimmer (Oberschenkelprobleme) und Philipp Klement (Wadenprobleme). Erik Wekesser ist aufgrund einer Adduktorenblessur fraglich. Außerdem zog sich Ersatztorwart Avdo Spahic eine Meniskusverletzung zu und wird mindestens bis zur Winterpause nicht mehr zur Verfügung stehen - für ihn wird U21-Keeper Fabian Heck auf der Bank Platz nehmen. Weil auch Abwehrchef Boris Tomiak am Sonntag wegen einer Gelb-Sperre passen muss, erwägt Trainer Anfang eine Umstellung von der zuletzt formierten Dreier-/Fünferkette zurück auf eine Viererkette: "Wir können auch variabel sein, dass der Sechser mit in die Abwehrkette reinarbeitet. Oder wir starten mit der Fünferkette und schieben von dort nach vorne. Das steht noch nicht fest."

Das Fritz-Walter-Stadion ist im Heimbereich restlos ausverkauft. 45.533 Karten sind abgesetzt, davon 934 an Gästefans aus Braunschweig.

» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig

Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Braunschweig folgen am Samstag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 23.11.2024:

Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig
Einen alten Rivalen auf Distanz halten

Es ist ein Traditionsduell von früher, aber auch eines der letzten Jahre. Der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig spielen auch diese Saison wieder in derselben Liga und treffen am Sonntag auf dem fast ausverkauften Betze aufeinander.

Kaum ein Duell gab es in der letzten Dekade öfter. Nur in zwei Saisons seit 2012 spielten der FCK und die Eintracht in unterschiedlichen Ligen, ansonsten waren sie meist auch tabellarisch als direkte Konkurrenten auf Augenhöhe. Mal stieg mal gemeinsam aus einer Liga ab (2017/18), mal gemeinsam in eine höhere Spielklasse auf (2021/22). Seit 2022 ist der Fahrstuhl erstmal abgeschaltet, beide Klubs versuchen sich in der 2. Bundesliga zu etablieren. Auf dem Papier ist das den Roten Teufeln derzeit etwas besser gelungen, denn sie gehen mit 17 Punkten in das Duell mit den Niedersachsen, die vor dem Spieltag nur knapp vor dem Abstiegs-Relegationsrang stehen. Aber wenn es aus Lautrer Sicht schiefginge, wäre der BTSV plötzlich doch wieder ein Tabellennachbar. Anpfiff der Partie im Fritz-Walter-Stadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr.

Was muss man zum 13. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:

Der FCK: Ausgangslage und Personal

Vier Spiele ungeschlagen. Der dritte Block der Saison vor der Länderspielpause konnte sich durchaus sehen lassen, auch wenn es punktemäßig zuletzt "nur" zwei Unentschieden gegen Magdeburg und Nürnberg gab. Nun geht es in den Endspurt der Vorrunde mit noch drei Heim- und zwei Auswärtsspielen. Den Auftakt macht die Partie gegen Braunschweig, mit der der 1. FC Kaiserslautern die Richtung vorgeben kann. Mit einem Sieg könnte man etwas nach oben schielen und mit dann 20 Punkten wäre die halbe Miete für den Klassenverbleib schon mal eingefahren. Aber Vorsicht: Die 2. Bundesliga ist und bleibt eng und die Floskel "Jeder kann jeden schlagen" trifft hier einfach zu.

Markus Anfang muss weiterhin mit Ausfällen in der Defensive leben, während die Offensive fast mit voller Stärke besetzt ist. Philipp Klement, Jean Zimmer und Hendrick Zuck fehlen weiter. Neu zur Liste der länger Verletzten dazugekommen ist Avdo Spahic. Der Ersatzkeeper erlitt im Training eine Meniskusverletzung und muss operiert werden. Ein Einsatz von Jannis Heuer kommt nach seinem Muskelfaserriss noch zu früh. Boris Tomiak sitzt am Sonntag eine Gelb-Sperre ab, Erik Wekessers Einsatz ist wegen einer Sprunggelenksverletzung noch fraglich. Dagegen dürfte Marlon Ritter zumindest im Kader stehen und der ebenfalls wieder fitte Almamy Touré erster Anwärter auf Tomiaks Platz sein. Ob Trainer Anfang mit einer Dreier-/Fünferkette, aus der ein Verteidiger bei Angriff nach vorne schiebt, oder mit einer Viererkette und zurückfallendem Sechser beginnt, steht aufgrund der personellen Situation noch nicht fest.
 
Der Gegner: Ausgangslage und Personal

Mit zwölf Punkten steht Eintracht Braunschweig vor dem Spiel in Kaiserslautern im Tabellenkeller. Platz 15 klingt zwar auf den ersten Blick besorgniserregend, der Weg nach oben ist allerdings so weit nicht. Und: In den vergangenen Wochen ließ der BTSV mit guten Ergebnissen aufhorchen. Das Niedersachsenderby gegen Hannover gewann man mit 2:0. Vor der Länderspielpause hatte der HSV das Nachsehen und verlor im Eintracht-Stadion mit 1:3. Allerdings bekommt die Elf von Coach Daniel Scherning in der Fremde bislang nur wenig auf die Kette. Aus sechs Auswärtsspielen holte man nur zwei Punkte, was den vorletzten Platz in dieser Tabelle bedeutet. Zuletzt gelang immerhin ein Zähler in Paderborn. In der Länderspielpause  gelang gegen Bundesligist St. Pauli in einem Test ein 1:1.

In Kaiserslautern muss der Coach neben den Langzeitverletzten auch auf den rechten Schienenspieler Marvin Rittmüller verzichten, der wegen einer Oberschenkelverletzung ausfällt. Der Einsatz Levente Szabos ist noch fraglich. Der ungarische Nationalspieler ist mit einer leichten Verletzung von den Länderspielen zurückgekehrt.

Frühere Duelle

Das Spiel am Sonntag ist das 67. Duell beider Vereine. Das bislang letzte ist beim FCK noch in guter Erinnerung. 5:0 gewann man Mitte Mai zum Abschluss der vergangenen Saison. Marlon Ritter erzielte dabei einen Dreierpack, Friedhelm Funkel wurde mit großen Ovationen verabschiedet. In der Gesamtbilanz liegen die Roten Teufel leicht vorne. 26 Mal konnte man gewinnen, 22 Siege stehen für die Braunschweiger zu Buche.

Fan-Infos

Bis Freitagmittag waren bereits 45.533 Karten verkauft. Der Heimbereich ist, auch wegen einer Aktion verbilligter Karten auf der Osttribüne für Jugendmannschaften, ausverkauft. Es werden nur noch Tageskassen am Gästeblock geöffnet, für den im Vorverkauf nur knapp 1.000 Karten abgesetzt wurden. Übrige Tickets von FCK-Fans werden in der DBB-Kartenbörse angeboten.  Auch der neue Ticket-Zweitmarkt im FCK-Onlineshop ist für dieses Spiel freigeschaltet. Stadionöffnung ist um 11:30 Uhr.

O-Töne

FCK-Trainer Markus Anfang: "Wir müssen den Funken überspringen lassen auf unser Publikum. Der Heimbereich ist ausverkauft. Die Leute müssen das Stadion positiv anzünden. Dann werden wir auch ein Stück weit getragen."

BTSV-Trainer Daniel Scherning: "Wir sind an einem Punkt, an dem wir mit viel Selbstvertrauen nach Kaiserslautern fahren dürfen und müssen. Es gilt, überzeugt davon zu sein, dass wir das Spiel gewinnen können."

Daten und Fakten

Voraussichtliche Aufstellung:

1. FC Kaiserslautern: Krahl - Touré, Sirch, Elvedi - Gyamerah, Aremu (Ritter), Kaloc, Kleinhansl - Yokota, Hanslik - Ache

Es fehlen: Heuer (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss), Klement (Wadenprobleme), Spahic (Meniskusverletzung), Tomiak (Gelb-Sperre), Zimmer (Oberschenkelprobleme), Zuck (Reha nach Kreuzbandriss), evtl. Wekesser (Sprunggelenksverletzung)

Eintracht Braunschweig: Johansson - Jaeckel, Bicakcic, Ehlers - Kaufmann, Krauße, Köhler, Bell Bell - Gomez, Szabo (Polter), Philippe

Es fehlen: Casali (Kreuzband-Teilabriss), Raebiger (Sehnenverletzung), Rittmüller (Oberschenkelverletzung), Sané, Tauer (beide Kreuzbandriss), evtl. Szabo (angeschlagen)

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis

Ergänzung, 24.11.2024:

FCK nach 3:2 gegen Braunschweig weiter im Aufwind

Der 1. FC Kaiserslautern überzeugt beim 3:2 (3:1) gegen Eintracht Braunschweig und baut seine Serie auf fünf ungeschlagene Spiele aus. Nach dem 13. Spieltag finden sich die Rotel Teufel nun im Dunstkreis der Spitzenplätze wieder.

Mit einer Änderung im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Nürnberg schickte Markus Anfang seine Mannschaft in die Partie gegen Eintracht Braunschweig, für den gesperrten Boris Tomiak startete Almamy Touré in der Innenverteidigung. Nachdem die ersten Minuten an den Gast gegangen waren, kamen die Roten Teufel immer besser ins Spiel und kamen besonders über Daisuke Yokota zu ersten gefährlichen Szenen im Braunschweiger Strafraum. Und die Lautrer belohnten sich schnell: Über Florian Kleinhansl und Ragnar Ache kam der Ball zu Filip Kaloc, der nicht lang fackelte und zum 1:0 einschweißte (17.). Im Anschluss dominierte der FCK das Spiel und hielt die Eintracht weitestgehend vom eigenen Strafraum fern, ohne selbst große Gefahr auszustrahlen. Gegen Ende der Halbzeit nahm die Partie aber richtig Fahrt auf: Nachdem Ache in der 37. Minute noch am Pfosten scheiterte, vollendete Lauterns 9 einen schönen Angriff zum 2:0 (41.). Der Torjubel war noch kaum verklungen, da ertönte der Pfiff von Schiedsrichter Max Burda, Strafstoß für Braunschweig war die Folge. Rayan Philippe nutzte die Chance und verkürzte auf 2:1 (45.). Doch noch war nicht Pause, der FCK blieb hellwach und nach einem Einwurf von Frank Ronstadt an der Mittellinie machte sich Daniel Hanslik auf und davon, vernaschte noch einen Gegenspieler und legte den Ball ins lange Eck zum 3:1 Pausenstand (45.+2).

So starteten die Roten Teufel mit viel Rückenwind und Spiellaune in den zweiten Durchgang. Trotz guter Chancen wollte die Vorentscheidung aber nicht fallen, so scheiterten unter anderem Touré (48.) und Ache (56.) an Keeper Johansson. So blieb vor den 45.615 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion eine kleine Restspannung, die der FCK mit konsequenter Defensivleistung jedoch nicht größer werden ließ. Und wenn Philippe doch einmal durchkam, stand mit Julian Krahl ein sicherer Rückhalt auf der Linie (75.). In den letzten zehn Minuten wurde es noch einmal wild: Erst machte Hanslik im Strafraum eine unschöne Bekanntschaft mit der Schulter eines Gegenspielers, kurz darauf hielt Krahl mit einer Glanztat vorerst den Zweitorevorsprung fest (84.). Kurz vor dem Schlusspfiff kam dann doch noch einmal kurz Spannung auf, als Philippe mit seinem zweiten Tor zum 3:2-Endstand einnetzte (90.+6).

Weiter geht es für den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Freitag beim FC Schalke 04. Anpfiff auf Schalke ist um 18:30 Uhr.

Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Statistik zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig 3:2


Ergänzung, 24.11.2024:

Stimmen zum Spiel
Selbstkritik trotz 3:2: "Sieg unnötig in Gefahr gebracht"

Der 1. FC Kaiserslautern freut sich nach dem 3:2 gegen Eintracht Braunschweig über den Ausbau der jüngsten Erfolgsserie. Richtig zufrieden sind die Verantwortlichen und Spieler allerdings nicht - im Gegenteil, es gibt sogar recht viel Selbstkritik.

Anfang: "Ein klares Spiel, das nicht klar ausgegangen ist"

"Ich finde, dass wir über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir Braunschweig so bespielt haben. Trotzdem: Wenn du ein Spiel so gestaltest, musst du es auch klar zu Ende spielen. Das hat mir gefehlt. Insgesamt war es ein klares Spiel auf unserer Seite, ohne dass es auch so klar ausgegangen ist. Die Art, wie wir gespielt haben, war schon sehr dominant, sie war auch sehr ansehnlich. Wir haben nicht nur mit Ballbesitz gespielt, sondern wir haben auch Chancen daraus kreiert. Wir haben gewonnen, wir haben unsere drei Punkte geholt. Das war unser Ziel. Und wir haben hier auch nichts geschenkt bekommen, eher umgekehrt. Denn eigentlich war das für mich kein Elfmeter", sagte Markus Anfang nach der Partie.

Der Strafstoß, den BTSV-Torjäger Rayan Philippe nach einem vermeintlichen Foul von Frank Ronstadt verwandelte, brachte die Gäste in der 45. Minute kurz auf 1:2 heran, ehe der überragende Daniel Hanslik noch vor dem Halbzeitpfiff wieder auf 3:1 stellte. Davor hatten bereits Filip Kaloc (17. ) und Toptorschütze Ragnar Ache (41.) für die Lautrer getroffen. Ache scheiterte zudem einmal am Pfosten und unter anderen Daisuke Yokota ließ ebenfalls einige sehr gute Möglichkeiten liegen. Nach Wiederbeginn versäumten es die Roten Teufel zunächst, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, ehe sie in der Schlussphase dann etwas den Zugriff auf die Partie verloren. Stattdessen gelang wieder Philippe in der Nachspielzeit noch der zweite Treffer für die Eintracht, der trotz dann noch einiger Sekunden Zittern am hochverdienten Heimsieg nichts mehr änderte.

"Wir hätten in der Halbzeit auch schon 4:1 führen können. Mich ärgert halt das Gegentor und dass wir nicht nachgelegt haben und noch ein, zwei Tore mehr gemacht haben. Da musst du auch diese Gier haben, um das Spiel konsequent zu Ende zu spielen. Aber es soll jetzt nicht alles zu negativ klingen. Es war ein richtig gutes Spiel, leider nicht über 90 Minuten - und das ist halt der Wermutstropfen", sagte Anfang weiter.

Hengen: "Die Balance ist bei uns das Thema"

"Wir haben, warum auch immer, ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nach vorne gespielt. Wir müssen das Spiel viel früher zumachen. ​​Das war ein wichtiger Sieg, den wir aber unnötig nochmal in Gefahr gebracht haben", schloss sich Thomas Hengen dieser Bewertung an. Grundsätzlich wollte aber auch der FCK-Boss nicht zu negativ klingen. "Wir haben eine große personelle Fluktuation. Und da muss man sagen, dass die Mannschaft das gut macht. Ich würde gerne sehen, wenn alle an Bord wären. Das wäre dann natürlich schwieriger für den Trainer zu managen, aber dann hast du vielleicht nochmal ein paar Prozent mehr an Qualität. Wir sind ergebnistechnisch zufrieden. Aber spieltechnisch wollen wir ja über die gesamten Spielzeiten eine ordentliche, kontrollierte Partie machen. Die Balance ist bei uns das Thema. Das war letztes Jahr auch so. Ich glaube, da haben wir noch viel zu tun. Daran wird das Trainerteam weiter arbeiten."

Einer, der aufgrund seiner Position im zentralen Mittelfeld für die Balance besonders wichtig sein kann, ist Filip Kaloc, der gegen Braunschweig aber auch mit einem tollen Treffer glänzte: "Wir sind sehr glücklich. Am Ende waren wir vielleicht ein bisschen müde, ich weiß es nicht. Das müssen wir jetzt analysieren. Elf Punkte aus den letzten fünf Spielen sind gut, aber es könnte auch noch besser sein. Am Freitag wollen wir jetzt die nächsten drei holen. Die Ergebnisse in der Liga sind verrückt. Jeder kann jeden schlagen, deshalb schauen wir nur auf uns."

Ache: "Ich gucke nur von Spiel zu Spiel"

"Ich gucke gar nicht auf die Tabelle. Ich gucke einfach nur von Spiel zu Spiel. Heute war unser Ziel, dass wir im Mittelfeld die zweiten Bälle gewinnen. Und wir wussten, dass der Gegner hinten nicht so viel Geschwindigkeit hat. Das konnten wir auch ausnutzen. Die ersten 60 Minuten müssen unser Standard sein, würde ich sagen", erklärte auch Ragnar Ache, der gegen die Eintracht seinen achten Treffer erzielte und auch auf die allgemeine Entwicklung der Roten Teufel im bisherigen Saisonverlauf sowie auf seine Sturmpartner blickte: "Wir wissen, was wir spielen wollen. Manchmal klappt es noch nicht, aber man sieht, wir trauen uns mehr, um auch hinten raus zu spielen. Am Anfang haben wir da richtig viel Fehler drin gemacht. Jetzt machen wir da weniger Fehler. Mit Hansi (Daniel Hanslik; Anm. d. Red.) und Dai (Daisuke Yokota); Anm. d. Red.) habe ich im Moment die beste Dynamik. Das merkt man wahrscheinlich auch, ja, es macht richtig Spaß. Daniel ist einer der wichtigsten Spieler in unserer Mannschaft. Er arbeitet für die Mannschaft. Auch wenn er kein Tor macht, wird er nie negativ."

Mit dem Heimsieg und nun 20 Punkten hat der FCK nicht nur die sogenannte "halbe Miete" für den Klassenerhalt frühzeitig eingefahren, sondern kann in der extrem engen Zweitliga-Tabelle trotz "nur" Platz 9 sogar einen Blick nach oben wagen. Zur Aufstiegszone sind es nur zwei, drei Punkte Abstand. Mit einem weiteren Sieg am Freitag beim Tabellen-13. Schalke könnten die Roten Teufel mindestens über Nacht genau dorthin klettern - und zudem die unteren Plätze bis auf weiteres hinter sich lassen.

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 24.11.2024:

Blick in die Kurve
"Forza FCK": Heimsieg vor mehr als 45.000 auf dem Betze

In den Saisonrückblick dürfte es das Spiel des FCK gegen Braunschweig eher nicht schaffen. Trotzdem freuen sich die Betze-Fans über drei wichtige Punkte. Dass sie dem Verein regelrecht die Bude einrennen, ist ja schon länger nichts Neues mehr.

Bereits am 6. November meldete der 1. FC Kaiserslautern für die Partie gegen Eintracht Braunschweig ausverkauft - zumindest was die Tickets im Heimbereich des Fritz-Walter-Stadions anbelangt. Hintergrund ist der sogenannte "Tag der Jugendmannschaften", zu dem Nachwuchsteams, egal welcher Sportart, vergünstigte Tickets kaufen konnten. Gleichwohl wurde so auch im sechsten Heimspiel der Saison die 40.000er-Marke geknackt. Mit 45.615 sogar sehr deutlich - und das Ende November und gegen einen nicht ganz so attraktiven Gegner. Überragend!

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Beim Einlaufen werden die Roten Teufel von einer kleinen Choreo begrüßt - dieses Mal nicht wie üblich in der Westkurve, sondern auf der Südtribüne im Block des Lautrer Kidsclubs. "15 Jahre Teufelsbande - Der Kinderclub des FCK", ist auf der Choreo zu lesen, die von den Nachwuchs-Teufeln unter Mithilfe der Ultras angefertigt wurde. Dazu sind im Block noch rot-weiße Fähnchen und Luftballons für ein schönes optisches Gesamtbild verteilt.

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In der Westkurve präsentiert die aktive Fanszene im Spielverlauf derweil mehrere Spruchbänder. Dabei wird unter anderem des verstorbenen Vorsängers der Nordkurve Nürnberg gedacht ("Ruhe in Frieden, Hetzel"). Ein anderes Transparent übt Kritik an der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens und deren Vorgehen rund um das letzte Derby zwischen Braunschweig und Hannover 96 (Hintergrund). Auch der zuletzt stark aufspielenden zweiten Mannschaft des FCK wird zur Herbstmeisterschaft in der Oberliga gratuliert - im heute parallel zu den Profis ausgetragenen Auswärtsspiel in Koblenz geben die "Amas" die vorläufige Tabellenführung aber leider schon wieder her.

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In Sachen Stimmung gibt es an diesem Sonntag den ein oder anderen mitreißenden Moment - etwa als Mitte der zweiten Halbzeit die Westkurve das sonst eher bei Siegesfeiern übliche und zunächst leise gesummte "Forza FCK!" anstimmt. Beim donnernd geschmetterten Höhepunkt stimmen auch größere Teile der Südtribüne und des restlichen Stadions hüpfend mit ein. Insgesamt wird die Partie, bei der Westkurven-Vorsänger Justin nach einem Kreuzbandriss wieder das Mikro auf dem Podest übernimmt, aber nicht besonders lange in Erinnerung bleiben. Die gemeinsame Feier mit der Mannschaft nach dem Schlusspfiff fällt eher knapp aus. So gibt es zumindest noch Luft nach oben mit Blick auf die beiden Highlights an den nächsten beiden Spieltagen auf Schalke und gegen den KSC.

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Auch den Blick in den Gästebereich können wir an dieser Stelle kurz halten. Nur rund 1.000 Schlachtenbummler haben sich aus Braunschweig mit auf den Weg in die Pfalz gemacht. In der 67. Minute zeigen sie wie immer ihre Schalparade in Erinnerung an die Meisterschaft von 1967. Ansonsten hat sich für BTSV-Fans die weite Fahrt eher nicht gelohnt.

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Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig:

- Fotogalerie | 13. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig

Quelle: Der Betze brennt


Ergänzung, 25.11.2024:

Zwischen Himmel und Hölle: Die Noten zum FCK-Heimsieg

60 bis 65 Minuten gut gespielt, aber dann viel zu passiv geworden. Wie bewertet man so eine Leistung? Die Spielernoten zum 3:2 des FCK gegen Braunschweig fallen jedenfalls ziemlich unterschiedlich aus.

Der Teufel des Tages war ganz klar Daniel Hanslik, der bei fast 3.500 Einzelnoten auf Der Betze brennt eine sehr gute 1,6 erzielt. Der oft unterschätzte Topscorer (!) des 1. FC Kaiserslautern wird vom Journalisten des "Kicker" sogar mit einer glatten Eins zum Zweitliga-Spieler des Spieltags gekürt. Auch bei den Kollegen der "Rheinpfalz" ist Hanslik mit einer 1,5 der beste Lautrer - hier allerdings zusammen mit Filip Kaloc, der wiederum vom "Kicker" nur eine 2,5 bekommt und bei den FCK-Fans auf DBB mit einer 1,9 irgendwo dazwischen liegt.

Dass trotz des wichtigen Heimsieges gegen Eintracht Braunschweig die meisten nicht rundum zufrieden waren, spiegelt sich auch in den Noten wieder: Der sonst oft als bester Betze-Bub ausgezeichnete Julian Krahl, der auch diesmal wieder einige Schüsse stark parierte, kommt dieses Mal nur in Richtung "ausreichend" - hier schlägt das zum Glück folgenlose, aber vom Schlussmann verschuldete Gegentor in der 96. Minute stark durch. Elfmeter-Sünder Frank Ronstadt landet ebenfalls nur im Vierer-Bereich. Und auch Shootingstar Daisuke Yokota kann dieses Mal zumindest aus Sicht der Journalisten nicht überzeugen, aus Sicht der Fans hingegen schon.

"Das war ein wichtiger Sieg, den wir aber unnötig nochmal in Gefahr gebracht haben", lautete das Fazit von Sportchef Thomas Hengen, der das etwas zwiespältige Gefühl trotz der drei Punkte wohl am besten ausdrückte. Trainer Markus Anfang stimmte seinem Boss zu und war ebenfalls nicht zufrieden: "Mich ärgert halt das Gegentor und dass wir nicht nachgelegt haben und noch ein, zwei Tore mehr gemacht haben. Da musst du auch diese Gier haben, um das Spiel konsequent zu Ende zu spielen."

» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig

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Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
flammendes Inferno
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Beitrag von flammendes Inferno »

Sonntags 13.30
fast ausverkauft
trübes, graues Wetter
Gegner bisher Abstiegskandidat
das deutet alles auf wenig Punkte hin
ein Remis würde mir reichen
ein schmuddeliger Sieg wäre schön
Weschdpälzer
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Beitrag von Weschdpälzer »

Ich halte mich diesmal mit einem Tipp zurück...hatte die beiden letzten Spiele auf Sieg getippt - lag zwar nicht ganz daneben, aber getroffen ist anders. Es wird schwer! BTSV sind bereit uns zu beackern, uns zu stressen, uns zu quälen....wenn wir bereit sind über Kampf und Geduld zum möglichen Sieg zu gelangen, dann kann es was werden. Du musst am Sonntag rennen, kämpfen, am Gegner bleiben, und die min. 60 bis 70 min über Zweikämpfe beschäftigen...dann und nur dann kriegste in den letzten 20-25 min deine Chancen. Vorher könnte es eher langatmig werden....also Langmut und Kampf sind angesagt.
BetzeAufBoarisch
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Beitrag von BetzeAufBoarisch »

Ich glaub auch, dass es ein sehr zähes, dreckiges Spiel wird, wohl eher kein Spektakel. Wobei, wenn ich mich erinnere, wie das letzte Heimspiel gegen Braunschweig ausging, dann sieht man, was drin sein könnte. Das war übrigens auch bei Tageslicht :wink:

Dass die kommenden Spiele richtungsweisend werden, geh ich auf jeden Fall mit. Gegen die zwei Kellerkinder müssen mindestens vier Punkte her, wenn wir nicht wieder unten reinrutschen wollen. Gegen Schalke bin ich ehrlicherweise noch etwas zuversichtlicher, drei Punkte zu holen, Braunschweig wird wie erwähnt eher "a zache Gschicht". Und so eng wie die Liga grad ist, ist jeder Punkt, besser jeder Sieg Gold wert. Und noch ein, zwei Erfolgserlebnisse geben dann auch das nötige Selbstvertrauen vorm Derby.

Ich bin vorsichtig optimistisch, dass unsere Jungs das packen.
Meine Liebe zum FCK: von Fritz Walter geweckt, beim ersten Besuch in Kaiserslautern bestärkt und beim ersten Spiel endgültig besiegelt! Forza FCK!
iceman65
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Beitrag von iceman65 »

Meine Aufstellung, vllt. etwas offensiv, wenn die verletzten Spieler nicht fit werden, alternativ die halt in den Klammern :wink: :lol: :p

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DeralteSchwede62
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Beitrag von DeralteSchwede62 »

Ich rechne mit einem Spiel 11 gegen 11 (zumindest anfangs) in zwei verschiedenen Trikotsätzen.
StefanBetze69
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Beitrag von StefanBetze69 »

Als solches würde ich es nicht bezeichnen aber nach dem Spiel gegen den KSC wissen wir mehr :teufel2:
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Ich weiß gar nicht ob das am Sonntag sooo zäh werden muß.

Ich denke tatsächlich dass ein verhältnismäßig abwechslungsreiches Spiel auf uns wartet.
BS wird sehr wahrscheinlich eher weniger mitmachen wollen, aber dann über den agilen, schnellen Philippe Betrieb machen.

Ich finde wir sollten das Spiel variabel angehen. Nicht permanent vorne drauf gehen, aber wenn dann konsequent und Fehler erzwingen. BS wird sicher darauf warten um uns dann schnell zu überspielen.
Daher Draufgehen, ja, aber mit Bedacht.
Spielerisch ist BS - ohne arrogant zu werden - uns nicht gewachsen, zumal falls Ritter fit wird. Ansonsten wäre ich eigentlich Mal pro Raschl falls Ritter noch nicht so weit ist. Oder wir verzichten völlig auf die 10 und spielen mit Opoku/Yokota über Außen und Hanslik/Ache im Zentrum. Offensichtlich hat sich ja keiner der "2. Reihe" für einen Einsatz nachhaltig empfehlen können.

Ein 4-2-2-2 somit denkbar. Wobei wir unbedingt diesen Philippe im Auge haben müssen. Kleinhansl, Elvedi... Beides keine Torpedos. Auch Aremu und Kaloc sind keine Ferrari.
MathiasvunNW
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Beitrag von MathiasvunNW »

Ich erinnere mich gerne an das Spiel gegen Braunschweig letzte Saison, sensationell.

Und an die Verabschiedung von Friedhelm....
Aber das war einmalig.

Aber gegen ein gutes Spiel hätte ich am Sonntag bei tristem Novemberwetter nichts einzuwenden.

Was sage ich, ich will euch kämpfen sehen und der Betze wird beben.
Wir wollen alles geben wollen Lautern oben sehen. :teufel3:
Zuhause bist immer nur Du :doppelhalter:
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Bezüglich des letzten Treffens mit Braunschweig sollten wir die Umstände des 5:0 auch nicht vergessen.

Anspannung war raus, die Saison durch, zumindest bei BS.
So Ergebnisse am letzten Spieltag wo es um nix mehr geht...

So (bei)- rauschend wird es Sonntag wahrscheinlich nicht.
Dass wir aber mittlerweile ein Mittelchen haben auch gegen tiefe Gegner was zu kreieren haben wir gezeigt, nur müssen wir dann im 16er die Chancen dann auch konsequenter nutzen.

Off topic:

Aus der Kicker-App:


https://www.kicker.de/fuenf-monate-und- ... 48/artikel

Bin ja kein Kreilinger-Fan da er ja auch gerne wie ein Fähnlein im Wind sich dreht, hier aber eine ganz freundliche Zusammenfassung.
DanielFiba1
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Beitrag von DanielFiba1 »

Ich finde, es muss ein weiterer Heimsieg her, um unsere Heimbilanz aufzubessern.

Das 5:0 aus der Vorsaison war super, taugt aber nur bedingt, um in Euphorie zu verfallen und unsere Stärke zu betonen. Denn es war der letzte Spieltag und der Druck war aus dem Kessel. Waren beide gerettet und ich meine, dass Braunschweig angeblich nur mit der 2. Garde gespielt hat. Wozu es aber taugt, ist uns Mut zu machen, was man mit der richtigen Einstellung, voller Fokusierung und Willen erreichen kann. Da stimmte nämlich alles.

Aber: Bis auf das letzte Spiel hat es uns die Eintracht meistens schwer gemacht...und sie kommen mit Aufwind zu uns.

Noch was: Ich bin mittlerweile zur Einsicht gelangt (könnte auch sagen, ich bin etwas geläutert), wie wichtig Jean Zimmer für uns auf dem Platz ist. Nicht nur als Anführer, sondern auch von dem, was er fussballerisch mitbringt. Und viele, die ihn so langsam sehen, wissen anscheinend nicht, dass er einer unserer schnellsten Spieler ist, der Kicker berichtete von 35,78 km/h Top Speed. Das ist sehr ordentlich! Mein Gedanke: Er muss nur "im Lauf" sein, dann kann er nicht überlaufen werden.Ihn bedingungslos anfeuern, falls er doch fit wird! Auch wenn mal Stellungsfehler, da wird er dran arbeiten.

Nachdem ich auch Nürnberg richtig getippt hatte, tippe ich auf einen knappen Heimsieg - 2:1.
Bitte schön!
Ultradeiweil
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Beitrag von Ultradeiweil »

Gegen Braunschweig sollte der Anspruch sein Zuhause auch 3 Punkte zu holen ..

Selbstläufer wird das natürlich nicht..wie gegen jede andere 2 Ligamannschaft..

Ich hoffe das sich unsere Verletztenliste etwas lichtet und wir mit Kampf und Leidenschaft Braunschweig Niederkämpfen
:pyro:
wunderknete
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Beitrag von wunderknete »

Ich würde gerne mal diese Aufstellung sehen:

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Ich hoffe, dass Ritter fit ist, sonst Raschl.
Gegen den Ball kann dann Sirch zwischen den Innenverteidigern und dem DM hin und her wechseln.
Von Gyamerah, SIrch und Touré erhoffe ich mir gute Progressive Pässe, von Aremu vor allem dass er den Rückraum dicht hält. Ritter und Yokota dürfen machen was sie wollen, Opoku hält die Breite, Ache macht diesmal seine Chancen rein.

Zur 60. dann Redondo und Hanslik für Opoku und Yokota, Raschl für Ritter.
Ich tippe ein optimistisches 3:0 :)
Hesseteufel
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Beitrag von Hesseteufel »

Ich hoffe sehr das Ritter fit ist.
Mir scheint nur er und Clement können gefährliche Freistöße bringen. In den letzten Woche fand ich die Standards sehr enttäuschend.

Wir haben doch mit Ache mindestens einen sehr starken Kopfballspieler. Da muss mehr aus den Standards gehen.

Grundsätzlich bin ich eher positiv eingestellt. Wird natürlich schwer zuhause als Favorit das Spiel zu machen. Denke aber nach den letzten Wochen das das von der Qualität her drin sein sollte.

Hoffen wir mal das die Pause geholfen hat und man nicht aus dem Flow raus ist.

Eine Niederlage wäre schon ein heftiger Rückschlag. Natürlich kann man in dieser starken Liga gegen jeden verlieren...
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

Ehrlich gesagt gefallen mir die Ritter Freistöße nicht so gut.
Zuviel Geschnibbel statt mal mit Bums drupp.
Eigentlich haben wir genug Spieler denen ich ordentliche und gefährliche Freistöße zutraue. Yokota kannst Du im 16er bei Standards ja nur dazu brauchen dass er der Mauer die Schnürsenkel verknotet :lol:
Der könnte doch auch Mal antreten.
Obwohl wir mit Standards das gefährlichste Team sind, gefühlt irgendwie nicht.
Opoku hat doch auch Mal nen schicken direkten Freistoß genetzt. Gegen wen das wohl war... :daumen:
ForeverYours
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Beitrag von ForeverYours »

Braunschweig hat diese Saison noch kein Auswärtsspiel gewonnen und durch den Heimsieg gegen den HSV ordentlich Selbstvertrauen getankt.
Ich befürchte, der FCK wird genau der Gegner sein, den der BTSV jetzt braucht um den ersten Auswärtsdreier einzufahren
Ich hoffe ich täusche mich!
:pyro: :schild:
BetzeAufBoarisch
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Beitrag von BetzeAufBoarisch »

DanielFiba1 hat geschrieben:Noch was: Ich bin mittlerweile zur Einsicht gelangt (könnte auch sagen, ich bin etwas geläutert), wie wichtig Jean Zimmer für uns auf dem Platz ist. Nicht nur als Anführer, sondern auch von dem, was er fussballerisch mitbringt. Und viele, die ihn so langsam sehen, wissen anscheinend nicht, dass er einer unserer schnellsten Spieler ist, der Kicker berichtete von 35,78 km/h Top Speed. Das ist sehr ordentlich! Mein Gedanke: Er muss nur "im Lauf" sein, dann kann er nicht überlaufen werden.Ihn bedingungslos anfeuern, falls er doch fit wird! Auch wenn mal Stellungsfehler, da wird er dran arbeiten.
Respekt für diese starke Aussage. Die teile ich erstmal inhaltlich voll, die Zimmer-Mentalität ist genau das, was wir brauchen. Noch besser finde ich aber, dass jemand wie Du sich selbstkritisch äußert und eine Fehleinschätzung korrigiert. Ist selten geworden, oft wird doch nur drauf gehauen. Daher vollen Respekt dafür,richtig stark :daumen:
Meine Liebe zum FCK: von Fritz Walter geweckt, beim ersten Besuch in Kaiserslautern bestärkt und beim ersten Spiel endgültig besiegelt! Forza FCK!
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

Schnullibulli hat geschrieben:...Bin ja kein Kreilinger-Fan da er ja auch gerne wie ein Fähnlein im Wind sich dreht, hier aber eine ganz freundliche Zusammenfassung...
... unserer Diskussionen im Forum 8-)

Er liest halt aufmerksam hier mit (was ich an seiner Stelle auch tun würde), aber ich lese bei ihm jetzt nichts, was ich nicht schon hier gelesen hätte.

Im Gegensatz zu unseren Foristen verdient er Geld mit seinen Artikeln. Wir wiederum investieren Zeit und Vereinsliebe und bekommen keine Kohle dafür. Kreilinger macht's also auf jeden Fall schlauer als wir :wink:

@Moritz: Schbässje :prost:
Jetzt geht's los :teufel2:
werwennnichtich
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Beitrag von werwennnichtich »

Hallo Leute, ich schreibe ja recht selten, aber heute will ich meine rein subjektive Meinung zum Besten geben.

Wo fange ich an?

Ich fange mal beim Trainer an, als er verpflichtet wurde konnte man hier Dinge lesen wie,"ich gebe meine Dauerkarte zurück!, oder "ich kündige meine Mitgliedschaft"......


Ich habe diese Trainerverpflichtung von Anfang an unterstützt und was habe ich nach dem Tief zuletzt gehofft, daß wir zumindest so viele Punkte holen, daß der Trainer, der aus meine Sicht ein sehr guter ist, in Ruhe arbeiten kann und hier etwas aufbauen kann. Was kann man aufbeuen, wenn man innerhalb einer Saison 3 Trainer braucht? NICHTS!

Jetzt komme ich an den Punkt, wo mich einige Foristen hassen werden.

Schuster und Schusterball war einfach nur zum Kotzen. Grammozis, naja, er hatte eigentlich keine große Chance, Funkel, von vielen hier riesig als Retter gefeitert.....gegen Fürth, die damals am Boden lagen, verloren und gegen Wehen daheim unterirdisch gespielt, mit Glück einen Punkt geholt. Funkel ist für mich nicht der Retter. Nach Wehen waren wir quasi abgesiegen. Den Kiel-Sieg hatte wohl keiner in der Rechnung und der hat den Klassenerhalt gesichert. Der Sieg am Ende gegen die zweite Mannschaft von Braunschweig war geschenkt.

Zum Thema Freistöße von @Schnullibulli, der hier als Messias abgefeierte Ritter hat einen Schuss wie ein Mädchen, gegen die Zweite aus Braunschweig mag das funktioniern, aber ansonsten ist da eher gar nis.

Ich frage mnich genauso, wie man einen Redondo hier abfeiern kann, schnell wie die Sau, aber immer wieder abstoppend und nach hinten oder quer spielend. Der Traum-Schwiegersohn und Marathon-Läufer Hansi ist alles, nur kein Fußballspieler, kann kein 1 gegen 1. Nach Paderborn und Düsseldorf habe ich ganz heftig Abbitte an Hansi geleistet, danach kamen wieder die Hansi-Spiele, wie wir sie kennen. Wenn ich als FCK-Fan, der Sforza (mein Traum-Fußballer) und viele andere unfassbar geile Fußballer auf unserem Betze erlebt habe, hier immer lese, der läuft die Löcher zu.....gehts noch? Der soll bitte Fußball spielen.

Der nächste, sorry, ich mag Jean Zimmer menschlich sehr, aber nach hinten nix mehr, nach vorne auch nix mehr. Der ist einfach durch.

Wenn wir uns nach oben orientieren wollen, dann brauchen wir Fußballer!

Yokota macht es gerade vor, Opoku, wenn fit, kaum zu verteidigen. Ritter genial, aber nicht mehr über 90 Minuten. Genial, wie er gegen Paderborn den Deckel drauf gemacht hat, aber ein Sforza hat das über 90 Mintunen gemacht und darüber hinaus ein ganzes Spiel gelenkt.

Versteht mich richtig, ich mag die Jungs alle, aber bei mir zählt ein knallhartes Leistungsprinzip.

Stellt Euch nur mal vor, wir würden gegen Braunschweig und Schalke gewinnen ( kann sein, muss nicht) wir wären ganz vorne dabei. Ich will hier auch nicht spinnen und sagen, wir müssen aufsteigen, aber wir haben aus meiner Sicht eine geile Mannschaft, wenn wir im Winter einen "Sforza" holen, das Korsett drumherum ist top, dann haben wir eine reelle Chance. Es wäre genial, weil wir im Fernseh-Geld-Schlüssel immer noch zwei Drittliga-Jahre haben, das ist zum Kotzen!

Also, auch wenn Ihr mich hassen solltet, wir müssen weiter Qualität verpflichten, unseren Trainer, der m.E. sehr gut ist, mal bitte mindestens 3 Jahre etwas aufbauen lassen und in Qualität investieren. Es nützt uns nichts, wenn die Jungs super nett sind, wenn ich alleine überlege, wie uns, und seien wir doch mal ehrlich, die Nürnberger zweitweise an die Wand gespielt haben, der HSV 30 Minuten zum, Ende des Spiels ebenfalls.

Ich weiß, so weit sind wir noch nicht, aber ein Pavel Kuka kam 10 Spieltage vor Ende der Saison und hat in der 1. Bundesliga 8 Tore in 10 Spielen erzielt. Gegen Beyern am 14.04.1994 beim 4:0 auch zwei Buden gemnacht. Mein Traumfußballer Ciriaco Sforza hat bei diesem Spiel 1 Tor geschossen und alle drei anderen vorbereitet!

Worauf ich hinaus will, ich möchte keine Spieler da oben haben, die wir alle lieb haben, ich brauche Qualität. Wenn wir ehrlich zu uns sind, Yokota war ein absoluter Glücksgriff von einem gewissen Herrn Hairi (hoffentlichh richtig geschrieben) der von der Masse der Schreiber dieses Forums im Sommer absolut zwingend fristlos hätte entlassen werden müssen.
Jetzt hat dieser völlig unfähige Mensch unter anderem einen Sirch und einen Yokota geholt. Letztes Jahr einen Ache.....Sachen gibt`s?!

Ich will mit Markus Anfang eine Entwicklung beschreiten, ich will die Entwicklung weiter verfolgen, ich will, dass, wie Reiner Kessler es unlängst sagte, noch die ein oder andere Transferperiode abwarten, ich will den FCK nach oben schielen sehen, ich will aufsteigen und irgendwie (momentan sauschwer, weil die Geldschere zwischenn 1. und 2. Bundesliga immer weiter auseinanderklafft) die Klasse halten und mich konsolidieren in der Bundesliga.

Ich könnte noch fünf Seiten schreiben, aber ich beende es hier.

Obwohl, eines noch, mein Schatz Pucha, ich wußte schon als er kam (Insider-Info), daß er nach vorne brutal stark ist, nach hinten aber Schwächen hat. Pucha war für mich nie ein Linksverteidiger, eher, wie man früher sagte, ein Links-Außen. Aber er ging immer, im Gegensatz zu Redondo (kein Bashing) eins gegen eins, niemals quer oder zurück. Und seine Dynamik und sein Tempo plus seine Standarts. Einfach geil.

Fazit: Ich sehe die Entwicklung und ich freue mich sehr, dass seit einigen Wochen die Herren Anfang, Hengen und Hairi nicht mehr geteert und gefedert durch*s Dorf gertrieben werden. Da oben baut sich gerade etwas auf.

FCL - Braunscheig 2:1
Schalke - FCK 1:2
Tabellenplatz danach Platz 3

Im Winter einen Ciri holen und Attacke und Angriff!!!

EDIT:
Eines noch, wo wir beim Thema Qualität sind, unser Bobo, wahrlich kein Schlechter, viele hier im Forum sehen ihn schon in der Bundesliga. Na ja.

Ich sehe, daß er motorisch nicht rund läuft, ich sehe auch, daß er beim 0:2 durch Hecke (so eine Ballmitnahme gelingt dem auch die nächsten 20 Jahr nicht mehr) einen Ball, der gefühlt eine halbe Stunde in der Luft ist, nicht verteidigen kann, einfach nur schwach. Wie gesagt, ihr dürft mich gerne in der Luft zerreißen, aber hinterfragt Euch selbst.
Tomiak ist wahrlich kein schlechter Fußballer, aber er ist bei weitem nicht so stark, wie er hier gerne be- und geschrieben wird.
StefanBetze69
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Beitrag von StefanBetze69 »

ForeverYours hat geschrieben: Ich befürchte, der FCK wird genau der Gegner sein, den der BTSV jetzt braucht um den ersten Auswärtsdreier einzufahren. Ich hoffe ich täusche mich!
Keine Angst vor den Löwen die kochen auch nur mit Wasser :teufel2:
Wir hingegen mit der Hölle :lol:
MahonY*
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Beitrag von MahonY* »

Der aktuelle Zustand dieser Liga / Tabelle ist wirklich bemerkenswert.

Ich habe gerade mal den Tabellenrechner angeschmissen und komme auf eine Tabelle nach dem Spieltag in dem Zwischen Platz 1 (22 Punkte) und Platz 12 (19 Punkte) gerade mal 3 Punkte liegen.
Wir mittedrin (bei Sieg) mit 20 Punkten, Abstand zu den Abstiegsrängen 9 Punkte.
Klingt komfortabel, aber...


Läuft es aber anders, könnten wir genauso gut mit 17 Punkten auf Platz 11/12 stehen mit nur 3 Punkten auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Beides nur Momentaufnahmen, die nach dem übernächsten Spieltag wieder völlig anders aussehen können. Aber von einer entspannten Saison sind wir noch weit entfernt.
Bastion Betzenberg - Back to Glory!
Schnullibulli
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Beitrag von Schnullibulli »

@Miggeblädsch:
:) :daumen:

Hast Du Miete gezahlt? Wenn nicht: raus aus meinem Kopf! :lol:

Ich unterstelle ihm ja auch nicht dass er kein Lauterer ist, aber oft ist da einfach jede Menge Pupes und Populismus dabei.
Und wenn Ich jemanden tadel, dann finde ich muß ich ihn (Kreilinger) auch positiv
erwähnen wenn ich es für richtig halte.
(Mein Vorname ist Christian, nicht dass hier jetzt jemand grübelt :lol: )


@werwennnichtich

Wenn du zu anderen sagst sie mögen sich hinterfragen mußt du das Maß auch bei dir anlegen. Du vergleichst Ritter mit Sforza? Das ist nicht fair. Der eine spielte konstant Bundesliga. Zu sagen Ritter fehlt die Power für 90 Minuten ist ebenfalls nicht fair, da seit ein paar Spieltagen angeschlagen oder verletzt. Ich möchte nicht zu tief auf deinen Post eingehen, wird zu lang.
Hass aber ist ein starkes Wort und dafür seh ich keine Gründe.
Was ich dir aber gerne ans Herz legen möchte und eigentlich forderst Du es selbst ein bezüglich Anfang (was ich absolut unterstütze): Geduld.
Die Spieler die Du kritisiert hast sind unisono mit aus der 3. gekommen.
Du merkst Richtigerdings an dass wir noch Ligajahre aus der 3. Im Geldranking haben.
Hengen und Hairi können nicht mit nem Fingerschnips die Spieler holen, das muß step by step gehen und tut es aktuell auch.
Sind alle Spieler fit sehe ich nur Marlon in der Startelf von denen die du kritisch siehst. Es sind aktuell aber nicht alle fit. Der FCK hat nicht die Kohle... Falsch, KEIN Zweitligst hat die Kohle einen EuroLeague Contender Kader inkl. Bank zu finanzieren, das kann mindestens ein Viertel der 1. Liga nicht.

Also gemach. Eine Prognose für die Saison aufzustellen ist Kaffeesatz lesen. Ja, es ist möglich an Weihnachten einen der ersten Drei Plätze inne zu haben, glaube ich tatsächlich. Aber ich weiß auch dass es bis dahin auch noch einige Plätze runter gehen kann oder gar Nix in der Tabelle passiert. Am Ende aber auch noch nicht relevant. Relevanz hat dass wir unsere drei Heimspiele motiviert und mit guter Laune angehen können, dann haben Team und Trainer sehr viel richtig gemacht. Von der Bundesliga und gar dem dortigen Klassenerhalt zu sprechen bringt nicht viel.

So, wurde doch ein kleiner Roman :lol:


Lt Kicker fehlen Heuer und Ritter weiterhin. Bin auf die PK gespannt.
Ich würde es mit Raschl für die Zentrale versuchen und mit Opoku und Yokota über Außen beginnen.

Schauen wir Mal
Hesseteufel
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Registriert: 26.08.2024, 15:25

Beitrag von Hesseteufel »

werwennnichtich hat geschrieben:Hallo Leute, ich schreibe ja recht selten, aber heute will ich meine rein subjektive Meinung zum Besten geben.
Zum Thema Trainer: Ich würde mir auch mal wünschen, dass langfristig über Jahre an einem Trainer festgehalten wird. Ob Anfang jetzt aber der Richtige dafür ist möchte ich erst zum Saisonende beurteilen.
Ich fand Schuster nicht verkehrt, aber eine langfristige Entwicklung habe ich bei ihm auch nicht gesehen. Funkel ist für mich der Retter, keine Frage. Aber das heißt nicht das er langfristig der richtige Mann gewesen wäre. Der war ein spitze Feuerwehrmann und dafür bin ich ihm extrem dankbar.

Ich habe Anfang zu Beginn eher kritisch gesehen, was aber auch an meiner kritischen Position zu Hengen lag. Das hat sich etwas gebessert. Seine Bilanz ist durchwachsen. Es gab sehr starke Phasen und sehr schwache. Nur weil es in letzter Zeit gut lief sehe ich an Spieltag 13 noch keinen Beweis für eine langfristige Entwicklung.
Das spricht weder für noch gegen ihn. Ich finde es einfach zu früh um das zu beurteilen. Wenn man Anfang zum Ende der Saison taktische Weiterentwicklung der Mannschaft attestieren kann, freue ich mich.

Die harten (und in der Wortwahl unangebrachten) Worte zu Ritter kann ich nicht nachvollziehen. Der bringt gute Freistöße und hat einen harten Schuss. Sein Wert liegt aber auch in der Sicherheit, die er auf dem Platz ausstrahlt, was auch auf den Rest der Mannschaft abfärbt. Individuelle Qualität hat er sowieso. Hoffe er ist jetzt wieder regelmäßig für 90 Minuten fit.

Hanslik arbeitet. Er macht mit Abstand die meisten Kilometer und die sind auch nicht für die Katz. Am Ball kann er auch was.

Jean Zimmer muss ich mich leider anschließen. Das reicht aktuell nicht.

Hengen sehe ich nach wie vor kritisch. Grammozis war eine Fehlentscheidung mit Ansage und kam wohl weil die beiden sich gut verstehen. Da hat es leider einen bitteren Beigeschmack, wenn der aktuelle Trainer wieder ein Kumpel ist. Da kann aber Anfang nix für und macht ihn auch nicht schlechter.

Hajri hat gute und schlechte Leute geholt. Er kann natürlich auch nichts dafür wenn so Leute wie Toure nicht einschlagen. Den finde ich das beste Beispiel, wie schwer der Job auf dem Transfermarkt sein kann. Toure hat schon in der Euroleague bewiesen, dass er saustark sein kann. Trotzdem hat er das bei uns noch nicht gezeigt, da kann Hajri halt nichts dafür.
Kohlmeyer
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Beitrag von Kohlmeyer »

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Gegner-Check BTSV: Obacht, sonst macht Rayan ihn rein

Zuletzt holte der 1. FC Kaiserslautern acht Punkte gegen vier spielstarke Teams. Jetzt kommt mit Eintracht Braunschweig eine Elf, die wohl auf klassischen Konterfußball setzt. Genau das könnte sie zum gefährlicheren Gegner machen.

Anspruch und Wirklichkeit: 2022 stieg die Eintracht gemeinsam mit dem FCK in die Zweite Liga auf. Es folgten zwei Spielzeiten, in denen die Blaugelben jeweils auf Platz 15 landeten, also gerade so in der Klasse blieben. Und diesmal? Aktuell stehen sie schon wieder auf Platz 15. Streben sie etwa ein Triple der besonderen Art an? "Der Anspruch an uns selbst muss höher sein", forderte Abwehrsäule und Kapitän Ermin Bicakcic (34) im "Kicker"-Sonderheft zum Saisonstart. Weiter nach oben zu schauen statt nur den Klassenverbleib anzupeilen, ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten Braunschweigs schwer. Erneut haben im Sommer über ein Dutzend Spieler den Verein verlassen, darunter Leistungsträger wie der linke Außenbahnspieler Anton Donkor und Keeper Ron-Robert Hoffmann, die beide zu Schalke wechselten, und das auch noch ablösefrei. Die Anhängerschaft bleibt jedoch hoffnungsfroh und treu, davon zeugen abermals rund 15.000 verkaufte Dauerkarten trotz Preiserhöhungen. Auch auf der Trainerposition erhofft man sich nun Konstanz. Nachdem in der vergangenen Saison erst Michael Schiele, dann Jens Hartel gehen mussten, übernahm Daniel Scherning. Kein Name, der Otto Normalfan elektrisierte. Der Coach legte aber mit dem auf den Abstiegsplätzen dümpelnden Team eine bemerkenswerte Aufholjagd hin. Und hat sich dadurch nun Kredit erarbeitet - ebenso wie der gebürtige Bad Kreuznacher und einstige FCK'ler Benjamin Kessel, der im Herbst 2023 Peter Vollmann als Sportchef ablöste. Diese Spielzeit allerdings begann grausam. Vier zum Teil saftige Niederlagen zum Start. Dann aber berappelten sich Trainer und Team, blieben zuletzt drei Spiele ungeschlagen - und setzten jüngst mit einem 3:1 über den Hamburger SV ein echtes Ausrufezeichen.

Die Neuen: 15 Namen umfasst die Liste der Neuzugänge. Darunter finden sich auch einige bekannte: Sebastian Polter (33) oder Christian Conteh (25) etwa. Beide aber kamen bislang meist nur von der Bank. Als Hoffmann-Ersatz liehen sich die Braunschweiger von Union Berlin den ehemaligen Lautrer Lennart Grill (25). Der aber musste den Kasten nach einem Platzverweis gegen Hertha BSC am 9. Spieltag (1:3) räumen, seither hütet ihn der neue Schwede Marko Johansson (26). Mit Leon Bell Bell (28) hat sich ein weiterer einstiger FCK-Nachwuchsspieler den Platz Donkors auf der linken Abwehrseite gesichert, er kam aus Magdeburg. Direkt zu festen Größen mutiert sind Innenverteidiger Paul Jaeckel (26), der ebenfalls von den "Eisernen" geliehen wurde, und Sechser Sven Köhler (28), der ehemalige Osnabrücker, den Kessel aus dem dänischen Odense nach Deutschland zurückholte. In den drei jüngsten Partien, in denen die Eintracht ungeschlagen blieb, stand auch der Ex-Dresdner Kevin Ehlers (23) regelmäßig in der Startelf. Spannendste Personalie zurzeit ist aber Levente Szabó (25), der ablösefrei aus Ungarn kam. Die 1,95 Meter-Kante hat sich den Platz im Sturmzentrum erobert und schon dreimal getroffen.

Die Formation: Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie unterschiedlich Trainer einen Spieler bewerten können, obwohl alle behaupten, sie stellten "nur nach Leistung" auf. Michael Schiele setzte mit Begeisterung auf Rayan Philippe (24), unter Jens Härtel kam der jedoch nur auf sechs Kurzeinsätze. Härtel forderte sogar permanent einen neuen Stürmer, der Antritts- und Ausdauerschnelligkeit sowie Abschlussstärke mitbringt. Dass der Franzose genau das vereint, durfte er aber erst wieder unter Daniel Scherning beweisen. Sieben Tore hat Philippe in der laufenden Spielzeit gemacht, längst haben ihn auch die Manager mit den schwarzen Geldkoffern im Visier. In Schernings bevorzugtem 3-4-1-2 bildet Philippe meist ein Offensivtriangel mit Szabó und Johan Gómez (23), einem US-Amerikaner mit mexikanischem Einschlag, der sich in Niedersachsen ebenfalls gut entwickelt. Dauerb(r)enner Robin Krauße (30) schafft mit Köhler ein erfahrenes Mittelfeldzentrum, auf der rechten Außenbahn hat sich mit Fabio Kaufmann (32) ebenfalls ein Routinier festgespielt. Die Dreier-Abwehrkette vor Keeper Johannson bildeten zuletzt Ehlers, Jaeckel und, in der Mitte, natürlich "Eisen-Ermin" Bicakcic. Zur Bebilderung eines "11 Freunde"-Interviews ließ sich der Abwehrrecke unlängst als auf glühendes Metall einprügelnder Schmied inszenieren, mit nacktem, tätowierten Oberkörper unter der Lederschürze. Eindrucksvoll. Und passend.

Zahlenspiele: Die Braunschweiger gewinnen die wenigsten Zweikämpfe in der Liga, haben die zweitschlechteste Passquote (78,7 Prozent), den drittwenigsten Ballbesitz (45 Prozent), sind in den Laufdisziplinen Elfter bei "gelaufene Gesamtkilometer", aber immerhin Fünfter und Sechster bei "Sprints" und "intensive Läufe". Fabio Kaufmann schlägt nach Aaron Zehnter (Paderborn) und Leat Paqarada (Köln) die meisten Flanken in der Liga, und häufiger aufs Tor als Rayan Philippe schießt nur Ragnar Ache. Nach xGoals hätten sie vier Tore mehr erzielen und drei weniger kassieren müssen, als das tatsächliche Torverhältnis aussagt (14:24). Sie scheinen also besser zu spielen, als die nackten Zahlen es aussagen. Und doch sind das alles nur Mittelwerte. Interessant ist, wie sich das alles nach dem jüngsten Leistungsaufschwung darstellt. Zumal Scherning es "uffem Betze" im Großen und Ganzen angehen lassen dürfte wie zuletzt gegen Hamburg. Und das sah in der Statistik so aus: Nur 38 Prozent Ballbesitz, nur 68 Prozent Passpräzision, aber mit 228:197 etliche Sprints mehr hingelegt als Gegner und auch die Zweikampfbilanz mit 71:56 positiv gestaltet. Nach xGoals knapp mit 2,64 : 2,87 verloren, tatsächlich aber 3:1 gewonnen.

Fazit: Das Zahlenspiel oben sollte eigentlich genug Hinweise gegeben haben, was die Roten Teufel erwartet: ein Gegner, der gerade Selbstvertrauen getankt hat und zweikampfstark ist. Der tief steht und auf Konter lauert. Der versucht, das Passspiel in Richtung Tor, in dem sich die Lautrer gegen solche Teams ja weiter verbessern wollen, es aber noch nicht wirklich gut beherrschen, tief in der eigenen Hälfte zu unterbrechen und seine schnellen Konterspieler einzusetzen. So haben zuletzt auch die Nürnberger taktiert und die Betze-Buben ein paar Mal ganz schön in Verlegenheit gebracht. Markus Anfang aber, vermuten wir mal, wird das nicht schrecken. Er wird mit seiner Elf dennoch weiter an ihrer fußballerischen Weiterentwicklung feilen wollen. Dabei wird er, vermuten wir weiter, wieder auf seine genesenen Flügelstürmer zurückgreifen, also auf Aaron Opoku und/oder Kenny Redondo - der übrigens auch in seiner Eigenschaft als Pressingmonster eine Überlegung wert wäre. Denn Flügel braucht es, um die berühmte Breite herzustellen, die den kompakten Defensivverband der Gäste auseinanderzieht und so Lücken schafft. Und auch wenn dem FCK mit dominantem Ballbesitzspiel aus dem Spiel heraus bislang kaum Treffer geglückt sind: Wenn sich dadurch serienweise Eckbälle und Freistöße in Strafraumnähe provozieren lassen und die zum Erfolg führen, ist es genauso gut. Hauptsache, die Kontersicherung funktioniert. Sonst macht Rayan einen rein.

Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

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Beitrag von Marburg-Teufel »

Toller Artikel, mal wieder.
Aber:
"Zahlenspiele: Die Braunschweiger gewinnen die wenigsten Zweikämpfe in der Liga"
und
"Fazit: ... Wir treffen auf einen Gegner der sehr zweikampfstark ist..."
passt für mich nicht ganz zusammen.
Aber sonst. Klasse.Danke.
:prost:
...awwer annerschtwo is annerscht, un halt net wie in de Palz
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