
Sonntag, 13:30 Uhr: Wegweiser-Spiel gegen Braunschweig
Geht es in der Tabelle nach oben oder nach unten? Die nächsten zwei Spieltage werden dazu wichtige Erkenntnisse liefern. Zunächst geht es für den 1. FC Kaiserslautern zuhause gegen Eintracht Braunschweig.
Nach dem spiel- und trainingsfreien Wochenende startet der FCK am heutigen Montag die Vorbereitung auf den BTSV. Bis spätestens Sonntag hofft Markus Anfang noch auf die Rückkehr des einen oder anderen Verletzten. Aktuell plagen sich Marlon Ritter (Adduktorenprobleme), Philipp Klement (Wadenprobleme), Jean Zimmer (Oberschenkelprobleme) und Jannis Heuer (Muskelfaserriss) mit kleineren oder mittleren Blessuren. Sicher ist, dass Boris Tomiak aufgrund seiner fünften Gelben Karte ausfallen wird. Der Trainer muss also auf jeden Fall umstellen - vielleicht sogar wieder auf Viererkette? Im Testspiel gegen Union Luxemburg (3:2) probierte Trainer Anfang diese Variante zumindest mal wieder aus. Mehr Einfluss auf die Formation dürfte aber wohl haben, ob Heuer sich nach seinem Muskelfaserriss einsatzbereit meldet. Wobei auch der wieder fitte Almamy Touré und der am Freitag bei der Herbstmeisterschaft der U21 aktive Leon Robinson als Alternativen für die Innenverteidigung bereitstünden.
Wer sich einen Eindruck vom Stand der Dinge machen möchte: Öffentlich trainiert wird diese Woche am Montag (15:00 Uhr im NLZ) und Dienstag (10:00 Uhr am Stadion, 15:00 Uhr im NLZ).
Vier Punkte nach oben, sechs nach unten: Wohin führt der Weg des FCK?
Rein sportlich wird mal wieder spannend zu sehen sein, wie sich die Roten Teufel nach der dritten Länderspielpause dieser Hinrunde präsentieren. Nach der ersten folgte eine ziemlich schwache Phase, nach der zweiten eine mehr als ordentliche. Und jetzt? In den fünf verbleibenden Spieltagen bis zur Winterpause könnte sich in der sehr engen Zweiten Liga die Spreu vom Weizen trennen. Und da sind für den auf Platz 10 rangierenden FCK die kommenden zwei Partien gegen Braunschweig (Tabellen-15.) und auf Schalke (14.) besonders wegweisend. Gibt es hier vier oder sechs Punkte, wären die Abstiegskandidaten bis auf weiteres distanziert und der Blick könnte eher nach oben gerichtet werden. Geht es gegen den BTSV und S04 jedoch in die Hose, wäre die kritische Zone trotz der zuvor guten Auftritte plötzlich wieder ganz nah. Also obacht! Zumal Braunschweig zuletzt mit dem 3:1-Heimsieg gegen den HSV ein Ausrufezeichen setzte und "nur noch" fünf Punkte hinter dem FCK steht.
Das Fritz-Walter-Stadion wird am Sonntag nahezu ausverkauft sein, nur im Gästeblock gibt es noch viele leere Plätze. Der neue Ticket-Zweitmarkt für übrige Eintrittskarten wurde vom FCK freigeschaltet. Aufgrund einer Rabatt-Aktion werden auf der Osttribüne viele Jugendmannschaften verschiedener Sportarten die Betze-Buben anfeuern.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 21.11.2024:
Gegner-Check BTSV: Obacht, sonst macht Rayan ihn rein
Zuletzt holte der 1. FC Kaiserslautern acht Punkte gegen vier spielstarke Teams. Jetzt kommt mit Eintracht Braunschweig eine Elf, die wohl auf klassischen Konterfußball setzt. Genau das könnte sie zum gefährlicheren Gegner machen.
Anspruch und Wirklichkeit: 2022 stieg die Eintracht gemeinsam mit dem FCK in die Zweite Liga auf. Es folgten zwei Spielzeiten, in denen die Blaugelben jeweils auf Platz 15 landeten, also gerade so in der Klasse blieben. Und diesmal? Aktuell stehen sie schon wieder auf Platz 15. Streben sie etwa ein Triple der besonderen Art an? "Der Anspruch an uns selbst muss höher sein", forderte Abwehrsäule und Kapitän Ermin Bicakcic (34) im "Kicker"-Sonderheft zum Saisonstart. Weiter nach oben zu schauen statt nur den Klassenverbleib anzupeilen, ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten Braunschweigs schwer. Erneut haben im Sommer über ein Dutzend Spieler den Verein verlassen, darunter Leistungsträger wie der linke Außenbahnspieler Anton Donkor und Keeper Ron-Robert Hoffmann, die beide zu Schalke wechselten, und das auch noch ablösefrei. Die Anhängerschaft bleibt jedoch hoffnungsfroh und treu, davon zeugen abermals rund 15.000 verkaufte Dauerkarten trotz Preiserhöhungen. Auch auf der Trainerposition erhofft man sich nun Konstanz. Nachdem in der vergangenen Saison erst Michael Schiele, dann Jens Hartel gehen mussten, übernahm Daniel Scherning. Kein Name, der Otto Normalfan elektrisierte. Der Coach legte aber mit dem auf den Abstiegsplätzen dümpelnden Team eine bemerkenswerte Aufholjagd hin. Und hat sich dadurch nun Kredit erarbeitet - ebenso wie der gebürtige Bad Kreuznacher und einstige FCK'ler Benjamin Kessel, der im Herbst 2023 Peter Vollmann als Sportchef ablöste. Diese Spielzeit allerdings begann grausam. Vier zum Teil saftige Niederlagen zum Start. Dann aber berappelten sich Trainer und Team, blieben zuletzt drei Spiele ungeschlagen - und setzten jüngst mit einem 3:1 über den Hamburger SV ein echtes Ausrufezeichen.
Die Neuen: 15 Namen umfasst die Liste der Neuzugänge. Darunter finden sich auch einige bekannte: Sebastian Polter (33) oder Christian Conteh (25) etwa. Beide aber kamen bislang meist nur von der Bank. Als Hoffmann-Ersatz liehen sich die Braunschweiger von Union Berlin den ehemaligen Lautrer Lennart Grill (25). Der aber musste den Kasten nach einem Platzverweis gegen Hertha BSC am 9. Spieltag (1:3) räumen, seither hütet ihn der neue Schwede Marko Johansson (26). Mit Leon Bell Bell (28) hat sich ein weiterer einstiger FCK-Nachwuchsspieler den Platz Donkors auf der linken Abwehrseite gesichert, er kam aus Magdeburg. Direkt zu festen Größen mutiert sind Innenverteidiger Paul Jaeckel (26), der ebenfalls von den "Eisernen" geliehen wurde, und Sechser Sven Köhler (28), der ehemalige Osnabrücker, den Kessel aus dem dänischen Odense nach Deutschland zurückholte. In den drei jüngsten Partien, in denen die Eintracht ungeschlagen blieb, stand auch der Ex-Dresdner Kevin Ehlers (23) regelmäßig in der Startelf. Spannendste Personalie zurzeit ist aber Levente Szabó (25), der ablösefrei aus Ungarn kam. Die 1,95 Meter-Kante hat sich den Platz im Sturmzentrum erobert und schon dreimal getroffen.
Die Formation: Er ist ein weiteres Beispiel dafür, wie unterschiedlich Trainer einen Spieler bewerten können, obwohl alle behaupten, sie stellten "nur nach Leistung" auf. Michael Schiele setzte mit Begeisterung auf Rayan Philippe (24), unter Jens Härtel kam der jedoch nur auf sechs Kurzeinsätze. Härtel forderte sogar permanent einen neuen Stürmer, der Antritts- und Ausdauerschnelligkeit sowie Abschlussstärke mitbringt. Dass der Franzose genau das vereint, durfte er aber erst wieder unter Daniel Scherning beweisen. Sieben Tore hat Philippe in der laufenden Spielzeit gemacht, längst haben ihn auch die Manager mit den schwarzen Geldkoffern im Visier. In Schernings bevorzugtem 3-4-1-2 bildet Philippe meist ein Offensivtriangel mit Szabó und Johan Gómez (23), einem US-Amerikaner mit mexikanischem Einschlag, der sich in Niedersachsen ebenfalls gut entwickelt. Dauerb(r)enner Robin Krauße (30) schafft mit Köhler ein erfahrenes Mittelfeldzentrum, auf der rechten Außenbahn hat sich mit Fabio Kaufmann (32) ebenfalls ein Routinier festgespielt. Die Dreier-Abwehrkette vor Keeper Johannson bildeten zuletzt Ehlers, Jaeckel und, in der Mitte, natürlich "Eisen-Ermin" Bicakcic. Zur Bebilderung eines "11 Freunde"-Interviews ließ sich der Abwehrrecke unlängst als auf glühendes Metall einprügelnder Schmied inszenieren, mit nacktem, tätowierten Oberkörper unter der Lederschürze. Eindrucksvoll. Und passend.
Zahlenspiele: Die Braunschweiger gewinnen die wenigsten Zweikämpfe in der Liga, haben die zweitschlechteste Passquote (78,7 Prozent), den drittwenigsten Ballbesitz (45 Prozent), sind in den Laufdisziplinen Elfter bei "gelaufene Gesamtkilometer", aber immerhin Fünfter und Sechster bei "Sprints" und "intensive Läufe". Fabio Kaufmann schlägt nach Aaron Zehnter (Paderborn) und Leat Paqarada (Köln) die meisten Flanken in der Liga, und häufiger aufs Tor als Rayan Philippe schießt nur Ragnar Ache. Nach xGoals hätten sie vier Tore mehr erzielen und drei weniger kassieren müssen, als das tatsächliche Torverhältnis aussagt (14:24). Sie scheinen also besser zu spielen, als die nackten Zahlen es aussagen. Und doch sind das alles nur Mittelwerte. Interessant ist, wie sich das alles nach dem jüngsten Leistungsaufschwung darstellt. Zumal Scherning es "uffem Betze" im Großen und Ganzen angehen lassen dürfte wie zuletzt gegen Hamburg. Und das sah in der Statistik so aus: Nur 38 Prozent Ballbesitz, nur 68 Prozent Passpräzision, aber mit 228:197 etliche Sprints mehr hingelegt als Gegner und auch die Zweikampfbilanz mit 71:56 positiv gestaltet. Nach xGoals knapp mit 2,64 : 2,87 verloren, tatsächlich aber 3:1 gewonnen.
Fazit: Das Zahlenspiel oben sollte eigentlich genug Hinweise gegeben haben, was die Roten Teufel erwartet: ein Gegner, der gerade Selbstvertrauen getankt hat und zweikampfstark ist. Der tief steht und auf Konter lauert. Der versucht, das Passspiel in Richtung Tor, in dem sich die Lautrer gegen solche Teams ja weiter verbessern wollen, es aber noch nicht wirklich gut beherrschen, tief in der eigenen Hälfte zu unterbrechen und seine schnellen Konterspieler einzusetzen. So haben zuletzt auch die Nürnberger taktiert und die Betze-Buben ein paar Mal ganz schön in Verlegenheit gebracht. Markus Anfang aber, vermuten wir mal, wird das nicht schrecken. Er wird mit seiner Elf dennoch weiter an ihrer fußballerischen Weiterentwicklung feilen wollen. Dabei wird er, vermuten wir weiter, wieder auf seine genesenen Flügelstürmer zurückgreifen, also auf Aaron Opoku und/oder Kenny Redondo - der übrigens auch in seiner Eigenschaft als Pressingmonster eine Überlegung wert wäre. Denn Flügel braucht es, um die berühmte Breite herzustellen, die den kompakten Defensivverband der Gäste auseinanderzieht und so Lücken schafft. Und auch wenn dem FCK mit dominantem Ballbesitzspiel aus dem Spiel heraus bislang kaum Treffer geglückt sind: Wenn sich dadurch serienweise Eckbälle und Freistöße in Strafraumnähe provozieren lassen und die zum Erfolg führen, ist es genauso gut. Hauptsache, die Kontersicherung funktioniert. Sonst macht Rayan einen rein.
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer
Ergänzung, 22.11.2024:
Ohne Heuer, mit Ritter: Die FCK-Lage vor Braunschweig
FCK-Trainer Anfang erwartet im Heimspiel gegen Braunschweig (Sonntag, 13:30 Uhr) einen anders agierenden Gegner als in den Partien zuvor. Seine Devise lautet deshalb: "Volle Konzentration, gut umschalten, aber nie abschalten."
Eintracht Braunschweig steckt im Abstiegskampf, könnte aber mit einem Sieg auf dem Betze bis auf zwei Punkte heranrücken und den 1. FC Kaiserslautern so wieder mit nach unten ziehen. Gegen den eher passiv zu erwartenden Gast (siehe Gegner-Check auf DBB) sieht Markus Anfang vor allem Gegenpressing und Konter unterbinden als Schlüssel zum Erfolg: "Es wird ein entscheidender Punkt sein, auch nach einem Ballverlust eine gute Reaktion zu zeigen. Braunschweig kann brutal stark kontern, wie man zuletzt gegen den HSV gesehen hat. Sie haben Geschwindigkeit, aber auch Robustheit, die wir verteidigen müssen. Trotzdem müssen wir natürlich auch versuchen, unser Spiel durchzubringen und uns auf uns konzentrieren." Nach dem spiel- und trainingsfreien Wochenende haben die Roten Teufel zwei besonders intensive Trainingstage mit Schwerpunkt auf Athletik absolviert. Aber auch an spielerischen Lösungen mit und gegen den Ball wurde weiter gearbeitet.
Ritter absolviert volle Trainingswoche - Fußball-Jahr für Spahic beendet
Gute und schlechte Nachrichten gibt es vom Personal: Marlon Ritter hat bislang die volle Trainingswoche absolviert und könnte wieder zur Verfügung stehen. Allerdings fehlt dem Kapitän nach seinen Oberschenkel- und Adduktorenproblemen die Spielpraxis. Weiter ausfallen werden hingegen Jannis Heuer (Muskelfaserriss), Jean Zimmer (Oberschenkelprobleme) und Philipp Klement (Wadenprobleme). Erik Wekesser ist aufgrund einer Adduktorenblessur fraglich. Außerdem zog sich Ersatztorwart Avdo Spahic eine Meniskusverletzung zu und wird mindestens bis zur Winterpause nicht mehr zur Verfügung stehen - für ihn wird U21-Keeper Fabian Heck auf der Bank Platz nehmen. Weil auch Abwehrchef Boris Tomiak am Sonntag wegen einer Gelb-Sperre passen muss, erwägt Trainer Anfang eine Umstellung von der zuletzt formierten Dreier-/Fünferkette zurück auf eine Viererkette: "Wir können auch variabel sein, dass der Sechser mit in die Abwehrkette reinarbeitet. Oder wir starten mit der Fünferkette und schieben von dort nach vorne. Das steht noch nicht fest."
Das Fritz-Walter-Stadion ist im Heimbereich restlos ausverkauft. 45.533 Karten sind abgesetzt, davon 934 an Gästefans aus Braunschweig.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Braunschweig folgen am Samstag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 23.11.2024:
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig
Einen alten Rivalen auf Distanz halten
Es ist ein Traditionsduell von früher, aber auch eines der letzten Jahre. Der 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig spielen auch diese Saison wieder in derselben Liga und treffen am Sonntag auf dem fast ausverkauften Betze aufeinander.
Kaum ein Duell gab es in der letzten Dekade öfter. Nur in zwei Saisons seit 2012 spielten der FCK und die Eintracht in unterschiedlichen Ligen, ansonsten waren sie meist auch tabellarisch als direkte Konkurrenten auf Augenhöhe. Mal stieg mal gemeinsam aus einer Liga ab (2017/18), mal gemeinsam in eine höhere Spielklasse auf (2021/22). Seit 2022 ist der Fahrstuhl erstmal abgeschaltet, beide Klubs versuchen sich in der 2. Bundesliga zu etablieren. Auf dem Papier ist das den Roten Teufeln derzeit etwas besser gelungen, denn sie gehen mit 17 Punkten in das Duell mit den Niedersachsen, die vor dem Spieltag nur knapp vor dem Abstiegs-Relegationsrang stehen. Aber wenn es aus Lautrer Sicht schiefginge, wäre der BTSV plötzlich doch wieder ein Tabellennachbar. Anpfiff der Partie im Fritz-Walter-Stadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr.
Was muss man zum 13. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Vier Spiele ungeschlagen. Der dritte Block der Saison vor der Länderspielpause konnte sich durchaus sehen lassen, auch wenn es punktemäßig zuletzt "nur" zwei Unentschieden gegen Magdeburg und Nürnberg gab. Nun geht es in den Endspurt der Vorrunde mit noch drei Heim- und zwei Auswärtsspielen. Den Auftakt macht die Partie gegen Braunschweig, mit der der 1. FC Kaiserslautern die Richtung vorgeben kann. Mit einem Sieg könnte man etwas nach oben schielen und mit dann 20 Punkten wäre die halbe Miete für den Klassenverbleib schon mal eingefahren. Aber Vorsicht: Die 2. Bundesliga ist und bleibt eng und die Floskel "Jeder kann jeden schlagen" trifft hier einfach zu.
Markus Anfang muss weiterhin mit Ausfällen in der Defensive leben, während die Offensive fast mit voller Stärke besetzt ist. Philipp Klement, Jean Zimmer und Hendrick Zuck fehlen weiter. Neu zur Liste der länger Verletzten dazugekommen ist Avdo Spahic. Der Ersatzkeeper erlitt im Training eine Meniskusverletzung und muss operiert werden. Ein Einsatz von Jannis Heuer kommt nach seinem Muskelfaserriss noch zu früh. Boris Tomiak sitzt am Sonntag eine Gelb-Sperre ab, Erik Wekessers Einsatz ist wegen einer Sprunggelenksverletzung noch fraglich. Dagegen dürfte Marlon Ritter zumindest im Kader stehen und der ebenfalls wieder fitte Almamy Touré erster Anwärter auf Tomiaks Platz sein. Ob Trainer Anfang mit einer Dreier-/Fünferkette, aus der ein Verteidiger bei Angriff nach vorne schiebt, oder mit einer Viererkette und zurückfallendem Sechser beginnt, steht aufgrund der personellen Situation noch nicht fest.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Mit zwölf Punkten steht Eintracht Braunschweig vor dem Spiel in Kaiserslautern im Tabellenkeller. Platz 15 klingt zwar auf den ersten Blick besorgniserregend, der Weg nach oben ist allerdings so weit nicht. Und: In den vergangenen Wochen ließ der BTSV mit guten Ergebnissen aufhorchen. Das Niedersachsenderby gegen Hannover gewann man mit 2:0. Vor der Länderspielpause hatte der HSV das Nachsehen und verlor im Eintracht-Stadion mit 1:3. Allerdings bekommt die Elf von Coach Daniel Scherning in der Fremde bislang nur wenig auf die Kette. Aus sechs Auswärtsspielen holte man nur zwei Punkte, was den vorletzten Platz in dieser Tabelle bedeutet. Zuletzt gelang immerhin ein Zähler in Paderborn. In der Länderspielpause gelang gegen Bundesligist St. Pauli in einem Test ein 1:1.
In Kaiserslautern muss der Coach neben den Langzeitverletzten auch auf den rechten Schienenspieler Marvin Rittmüller verzichten, der wegen einer Oberschenkelverletzung ausfällt. Der Einsatz Levente Szabos ist noch fraglich. Der ungarische Nationalspieler ist mit einer leichten Verletzung von den Länderspielen zurückgekehrt.
Frühere Duelle
Das Spiel am Sonntag ist das 67. Duell beider Vereine. Das bislang letzte ist beim FCK noch in guter Erinnerung. 5:0 gewann man Mitte Mai zum Abschluss der vergangenen Saison. Marlon Ritter erzielte dabei einen Dreierpack, Friedhelm Funkel wurde mit großen Ovationen verabschiedet. In der Gesamtbilanz liegen die Roten Teufel leicht vorne. 26 Mal konnte man gewinnen, 22 Siege stehen für die Braunschweiger zu Buche.
Fan-Infos
Bis Freitagmittag waren bereits 45.533 Karten verkauft. Der Heimbereich ist, auch wegen einer Aktion verbilligter Karten auf der Osttribüne für Jugendmannschaften, ausverkauft. Es werden nur noch Tageskassen am Gästeblock geöffnet, für den im Vorverkauf nur knapp 1.000 Karten abgesetzt wurden. Übrige Tickets von FCK-Fans werden in der DBB-Kartenbörse angeboten. Auch der neue Ticket-Zweitmarkt im FCK-Onlineshop ist für dieses Spiel freigeschaltet. Stadionöffnung ist um 11:30 Uhr.
O-Töne
FCK-Trainer Markus Anfang: "Wir müssen den Funken überspringen lassen auf unser Publikum. Der Heimbereich ist ausverkauft. Die Leute müssen das Stadion positiv anzünden. Dann werden wir auch ein Stück weit getragen."
BTSV-Trainer Daniel Scherning: "Wir sind an einem Punkt, an dem wir mit viel Selbstvertrauen nach Kaiserslautern fahren dürfen und müssen. Es gilt, überzeugt davon zu sein, dass wir das Spiel gewinnen können."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Touré, Sirch, Elvedi - Gyamerah, Aremu (Ritter), Kaloc, Kleinhansl - Yokota, Hanslik - Ache
Es fehlen: Heuer (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss), Klement (Wadenprobleme), Spahic (Meniskusverletzung), Tomiak (Gelb-Sperre), Zimmer (Oberschenkelprobleme), Zuck (Reha nach Kreuzbandriss), evtl. Wekesser (Sprunggelenksverletzung)
Eintracht Braunschweig: Johansson - Jaeckel, Bicakcic, Ehlers - Kaufmann, Krauße, Köhler, Bell Bell - Gomez, Szabo (Polter), Philippe
Es fehlen: Casali (Kreuzband-Teilabriss), Raebiger (Sehnenverletzung), Rittmüller (Oberschenkelverletzung), Sané, Tauer (beide Kreuzbandriss), evtl. Szabo (angeschlagen)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Ergänzung, 24.11.2024:
FCK nach 3:2 gegen Braunschweig weiter im Aufwind
Der 1. FC Kaiserslautern überzeugt beim 3:2 (3:1) gegen Eintracht Braunschweig und baut seine Serie auf fünf ungeschlagene Spiele aus. Nach dem 13. Spieltag finden sich die Rotel Teufel nun im Dunstkreis der Spitzenplätze wieder.
Mit einer Änderung im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Nürnberg schickte Markus Anfang seine Mannschaft in die Partie gegen Eintracht Braunschweig, für den gesperrten Boris Tomiak startete Almamy Touré in der Innenverteidigung. Nachdem die ersten Minuten an den Gast gegangen waren, kamen die Roten Teufel immer besser ins Spiel und kamen besonders über Daisuke Yokota zu ersten gefährlichen Szenen im Braunschweiger Strafraum. Und die Lautrer belohnten sich schnell: Über Florian Kleinhansl und Ragnar Ache kam der Ball zu Filip Kaloc, der nicht lang fackelte und zum 1:0 einschweißte (17.). Im Anschluss dominierte der FCK das Spiel und hielt die Eintracht weitestgehend vom eigenen Strafraum fern, ohne selbst große Gefahr auszustrahlen. Gegen Ende der Halbzeit nahm die Partie aber richtig Fahrt auf: Nachdem Ache in der 37. Minute noch am Pfosten scheiterte, vollendete Lauterns 9 einen schönen Angriff zum 2:0 (41.). Der Torjubel war noch kaum verklungen, da ertönte der Pfiff von Schiedsrichter Max Burda, Strafstoß für Braunschweig war die Folge. Rayan Philippe nutzte die Chance und verkürzte auf 2:1 (45.). Doch noch war nicht Pause, der FCK blieb hellwach und nach einem Einwurf von Frank Ronstadt an der Mittellinie machte sich Daniel Hanslik auf und davon, vernaschte noch einen Gegenspieler und legte den Ball ins lange Eck zum 3:1 Pausenstand (45.+2).
So starteten die Roten Teufel mit viel Rückenwind und Spiellaune in den zweiten Durchgang. Trotz guter Chancen wollte die Vorentscheidung aber nicht fallen, so scheiterten unter anderem Touré (48.) und Ache (56.) an Keeper Johansson. So blieb vor den 45.615 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion eine kleine Restspannung, die der FCK mit konsequenter Defensivleistung jedoch nicht größer werden ließ. Und wenn Philippe doch einmal durchkam, stand mit Julian Krahl ein sicherer Rückhalt auf der Linie (75.). In den letzten zehn Minuten wurde es noch einmal wild: Erst machte Hanslik im Strafraum eine unschöne Bekanntschaft mit der Schulter eines Gegenspielers, kurz darauf hielt Krahl mit einer Glanztat vorerst den Zweitorevorsprung fest (84.). Kurz vor dem Schlusspfiff kam dann doch noch einmal kurz Spannung auf, als Philippe mit seinem zweiten Tor zum 3:2-Endstand einnetzte (90.+6).
Weiter geht es für den 1. FC Kaiserslautern am kommenden Freitag beim FC Schalke 04. Anpfiff auf Schalke ist um 18:30 Uhr.
Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig 3:2
Ergänzung, 24.11.2024:
Stimmen zum Spiel
Selbstkritik trotz 3:2: "Sieg unnötig in Gefahr gebracht"
Der 1. FC Kaiserslautern freut sich nach dem 3:2 gegen Eintracht Braunschweig über den Ausbau der jüngsten Erfolgsserie. Richtig zufrieden sind die Verantwortlichen und Spieler allerdings nicht - im Gegenteil, es gibt sogar recht viel Selbstkritik.
Anfang: "Ein klares Spiel, das nicht klar ausgegangen ist"
"Ich finde, dass wir über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Das ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir Braunschweig so bespielt haben. Trotzdem: Wenn du ein Spiel so gestaltest, musst du es auch klar zu Ende spielen. Das hat mir gefehlt. Insgesamt war es ein klares Spiel auf unserer Seite, ohne dass es auch so klar ausgegangen ist. Die Art, wie wir gespielt haben, war schon sehr dominant, sie war auch sehr ansehnlich. Wir haben nicht nur mit Ballbesitz gespielt, sondern wir haben auch Chancen daraus kreiert. Wir haben gewonnen, wir haben unsere drei Punkte geholt. Das war unser Ziel. Und wir haben hier auch nichts geschenkt bekommen, eher umgekehrt. Denn eigentlich war das für mich kein Elfmeter", sagte Markus Anfang nach der Partie.
Der Strafstoß, den BTSV-Torjäger Rayan Philippe nach einem vermeintlichen Foul von Frank Ronstadt verwandelte, brachte die Gäste in der 45. Minute kurz auf 1:2 heran, ehe der überragende Daniel Hanslik noch vor dem Halbzeitpfiff wieder auf 3:1 stellte. Davor hatten bereits Filip Kaloc (17. ) und Toptorschütze Ragnar Ache (41.) für die Lautrer getroffen. Ache scheiterte zudem einmal am Pfosten und unter anderen Daisuke Yokota ließ ebenfalls einige sehr gute Möglichkeiten liegen. Nach Wiederbeginn versäumten es die Roten Teufel zunächst, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben, ehe sie in der Schlussphase dann etwas den Zugriff auf die Partie verloren. Stattdessen gelang wieder Philippe in der Nachspielzeit noch der zweite Treffer für die Eintracht, der trotz dann noch einiger Sekunden Zittern am hochverdienten Heimsieg nichts mehr änderte.
"Wir hätten in der Halbzeit auch schon 4:1 führen können. Mich ärgert halt das Gegentor und dass wir nicht nachgelegt haben und noch ein, zwei Tore mehr gemacht haben. Da musst du auch diese Gier haben, um das Spiel konsequent zu Ende zu spielen. Aber es soll jetzt nicht alles zu negativ klingen. Es war ein richtig gutes Spiel, leider nicht über 90 Minuten - und das ist halt der Wermutstropfen", sagte Anfang weiter.
Hengen: "Die Balance ist bei uns das Thema"
"Wir haben, warum auch immer, ab einem bestimmten Punkt nicht mehr nach vorne gespielt. Wir müssen das Spiel viel früher zumachen. Das war ein wichtiger Sieg, den wir aber unnötig nochmal in Gefahr gebracht haben", schloss sich Thomas Hengen dieser Bewertung an. Grundsätzlich wollte aber auch der FCK-Boss nicht zu negativ klingen. "Wir haben eine große personelle Fluktuation. Und da muss man sagen, dass die Mannschaft das gut macht. Ich würde gerne sehen, wenn alle an Bord wären. Das wäre dann natürlich schwieriger für den Trainer zu managen, aber dann hast du vielleicht nochmal ein paar Prozent mehr an Qualität. Wir sind ergebnistechnisch zufrieden. Aber spieltechnisch wollen wir ja über die gesamten Spielzeiten eine ordentliche, kontrollierte Partie machen. Die Balance ist bei uns das Thema. Das war letztes Jahr auch so. Ich glaube, da haben wir noch viel zu tun. Daran wird das Trainerteam weiter arbeiten."
Einer, der aufgrund seiner Position im zentralen Mittelfeld für die Balance besonders wichtig sein kann, ist Filip Kaloc, der gegen Braunschweig aber auch mit einem tollen Treffer glänzte: "Wir sind sehr glücklich. Am Ende waren wir vielleicht ein bisschen müde, ich weiß es nicht. Das müssen wir jetzt analysieren. Elf Punkte aus den letzten fünf Spielen sind gut, aber es könnte auch noch besser sein. Am Freitag wollen wir jetzt die nächsten drei holen. Die Ergebnisse in der Liga sind verrückt. Jeder kann jeden schlagen, deshalb schauen wir nur auf uns."
Ache: "Ich gucke nur von Spiel zu Spiel"
"Ich gucke gar nicht auf die Tabelle. Ich gucke einfach nur von Spiel zu Spiel. Heute war unser Ziel, dass wir im Mittelfeld die zweiten Bälle gewinnen. Und wir wussten, dass der Gegner hinten nicht so viel Geschwindigkeit hat. Das konnten wir auch ausnutzen. Die ersten 60 Minuten müssen unser Standard sein, würde ich sagen", erklärte auch Ragnar Ache, der gegen die Eintracht seinen achten Treffer erzielte und auch auf die allgemeine Entwicklung der Roten Teufel im bisherigen Saisonverlauf sowie auf seine Sturmpartner blickte: "Wir wissen, was wir spielen wollen. Manchmal klappt es noch nicht, aber man sieht, wir trauen uns mehr, um auch hinten raus zu spielen. Am Anfang haben wir da richtig viel Fehler drin gemacht. Jetzt machen wir da weniger Fehler. Mit Hansi (Daniel Hanslik; Anm. d. Red.) und Dai (Daisuke Yokota); Anm. d. Red.) habe ich im Moment die beste Dynamik. Das merkt man wahrscheinlich auch, ja, es macht richtig Spaß. Daniel ist einer der wichtigsten Spieler in unserer Mannschaft. Er arbeitet für die Mannschaft. Auch wenn er kein Tor macht, wird er nie negativ."
Mit dem Heimsieg und nun 20 Punkten hat der FCK nicht nur die sogenannte "halbe Miete" für den Klassenerhalt frühzeitig eingefahren, sondern kann in der extrem engen Zweitliga-Tabelle trotz "nur" Platz 9 sogar einen Blick nach oben wagen. Zur Aufstiegszone sind es nur zwei, drei Punkte Abstand. Mit einem weiteren Sieg am Freitag beim Tabellen-13. Schalke könnten die Roten Teufel mindestens über Nacht genau dorthin klettern - und zudem die unteren Plätze bis auf weiteres hinter sich lassen.
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 24.11.2024:
Blick in die Kurve
"Forza FCK": Heimsieg vor mehr als 45.000 auf dem Betze
In den Saisonrückblick dürfte es das Spiel des FCK gegen Braunschweig eher nicht schaffen. Trotzdem freuen sich die Betze-Fans über drei wichtige Punkte. Dass sie dem Verein regelrecht die Bude einrennen, ist ja schon länger nichts Neues mehr.
Bereits am 6. November meldete der 1. FC Kaiserslautern für die Partie gegen Eintracht Braunschweig ausverkauft - zumindest was die Tickets im Heimbereich des Fritz-Walter-Stadions anbelangt. Hintergrund ist der sogenannte "Tag der Jugendmannschaften", zu dem Nachwuchsteams, egal welcher Sportart, vergünstigte Tickets kaufen konnten. Gleichwohl wurde so auch im sechsten Heimspiel der Saison die 40.000er-Marke geknackt. Mit 45.615 sogar sehr deutlich - und das Ende November und gegen einen nicht ganz so attraktiven Gegner. Überragend!

Beim Einlaufen werden die Roten Teufel von einer kleinen Choreo begrüßt - dieses Mal nicht wie üblich in der Westkurve, sondern auf der Südtribüne im Block des Lautrer Kidsclubs. "15 Jahre Teufelsbande - Der Kinderclub des FCK", ist auf der Choreo zu lesen, die von den Nachwuchs-Teufeln unter Mithilfe der Ultras angefertigt wurde. Dazu sind im Block noch rot-weiße Fähnchen und Luftballons für ein schönes optisches Gesamtbild verteilt.

In der Westkurve präsentiert die aktive Fanszene im Spielverlauf derweil mehrere Spruchbänder. Dabei wird unter anderem des verstorbenen Vorsängers der Nordkurve Nürnberg gedacht ("Ruhe in Frieden, Hetzel"). Ein anderes Transparent übt Kritik an der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens und deren Vorgehen rund um das letzte Derby zwischen Braunschweig und Hannover 96 (Hintergrund). Auch der zuletzt stark aufspielenden zweiten Mannschaft des FCK wird zur Herbstmeisterschaft in der Oberliga gratuliert - im heute parallel zu den Profis ausgetragenen Auswärtsspiel in Koblenz geben die "Amas" die vorläufige Tabellenführung aber leider schon wieder her.

In Sachen Stimmung gibt es an diesem Sonntag den ein oder anderen mitreißenden Moment - etwa als Mitte der zweiten Halbzeit die Westkurve das sonst eher bei Siegesfeiern übliche und zunächst leise gesummte "Forza FCK!" anstimmt. Beim donnernd geschmetterten Höhepunkt stimmen auch größere Teile der Südtribüne und des restlichen Stadions hüpfend mit ein. Insgesamt wird die Partie, bei der Westkurven-Vorsänger Justin nach einem Kreuzbandriss wieder das Mikro auf dem Podest übernimmt, aber nicht besonders lange in Erinnerung bleiben. Die gemeinsame Feier mit der Mannschaft nach dem Schlusspfiff fällt eher knapp aus. So gibt es zumindest noch Luft nach oben mit Blick auf die beiden Highlights an den nächsten beiden Spieltagen auf Schalke und gegen den KSC.

Auch den Blick in den Gästebereich können wir an dieser Stelle kurz halten. Nur rund 1.000 Schlachtenbummler haben sich aus Braunschweig mit auf den Weg in die Pfalz gemacht. In der 67. Minute zeigen sie wie immer ihre Schalparade in Erinnerung an die Meisterschaft von 1967. Ansonsten hat sich für BTSV-Fans die weite Fahrt eher nicht gelohnt.

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig:
- Fotogalerie | 13. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 25.11.2024:
Zwischen Himmel und Hölle: Die Noten zum FCK-Heimsieg
60 bis 65 Minuten gut gespielt, aber dann viel zu passiv geworden. Wie bewertet man so eine Leistung? Die Spielernoten zum 3:2 des FCK gegen Braunschweig fallen jedenfalls ziemlich unterschiedlich aus.
Der Teufel des Tages war ganz klar Daniel Hanslik, der bei fast 3.500 Einzelnoten auf Der Betze brennt eine sehr gute 1,6 erzielt. Der oft unterschätzte Topscorer (!) des 1. FC Kaiserslautern wird vom Journalisten des "Kicker" sogar mit einer glatten Eins zum Zweitliga-Spieler des Spieltags gekürt. Auch bei den Kollegen der "Rheinpfalz" ist Hanslik mit einer 1,5 der beste Lautrer - hier allerdings zusammen mit Filip Kaloc, der wiederum vom "Kicker" nur eine 2,5 bekommt und bei den FCK-Fans auf DBB mit einer 1,9 irgendwo dazwischen liegt.
Dass trotz des wichtigen Heimsieges gegen Eintracht Braunschweig die meisten nicht rundum zufrieden waren, spiegelt sich auch in den Noten wieder: Der sonst oft als bester Betze-Bub ausgezeichnete Julian Krahl, der auch diesmal wieder einige Schüsse stark parierte, kommt dieses Mal nur in Richtung "ausreichend" - hier schlägt das zum Glück folgenlose, aber vom Schlussmann verschuldete Gegentor in der 96. Minute stark durch. Elfmeter-Sünder Frank Ronstadt landet ebenfalls nur im Vierer-Bereich. Und auch Shootingstar Daisuke Yokota kann dieses Mal zumindest aus Sicht der Journalisten nicht überzeugen, aus Sicht der Fans hingegen schon.
"Das war ein wichtiger Sieg, den wir aber unnötig nochmal in Gefahr gebracht haben", lautete das Fazit von Sportchef Thomas Hengen, der das etwas zwiespältige Gefühl trotz der drei Punkte wohl am besten ausdrückte. Trainer Markus Anfang stimmte seinem Boss zu und war ebenfalls nicht zufrieden: "Mich ärgert halt das Gegentor und dass wir nicht nachgelegt haben und noch ein, zwei Tore mehr gemacht haben. Da musst du auch diese Gier haben, um das Spiel konsequent zu Ende zu spielen."
» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker


