
Samstag, 13:00 Uhr: Kampf um drei Punkte beim Jahn
Größer könnte der Kontrast kaum sein: Für den 1. FC Kaiserslautern geht es nach dem Spektakel gegen den Aufstiegsfavoriten HSV als nächstes zum Neuling und Schlusslicht Jahn Regensburg. Um drei Punkte geht es in diesem Spiel genauso.
Hamburg ist vorbei, Regensburg und danach Elversberg stehen an. Für vorsichtige FCK-Fans sind diese beiden Auswärtsspiele noch wichtiger als das Highlight vom vergangenen Samstag. Denn gegen die zwei vermeintlich "Kleinen" geht es auch darum, den Abstand nach unten zu halten beziehungsweise zu vergrößern. Mit nur drei Punkten vom 1:0 gegen Mitaufsteiger Ulm und dem niederschmetternden Torverhältnis von 1:16 steht der Jahn ganz am Ende der Zweitliga-Tabelle. Zuletzt gab es ein 0:3 gegen Münster, davor ein 0:5 in Hamburg und ein 0:4 gegen Fürth - allesamt Mannschaften, gegen die der FCK in dieser Saison bereits punktete. Wer nun jedoch zu Übermut neigt, der sei auf die Gesamtbilanz der beiden Kontrahenten verwiesen: Von bisher sieben Partien gegen Regensburg haben die Roten Teufel nur eine gewonnen, nämlich das erste Auswärtsspiel im alten Jahnstadion. Jimmy Hoffer, Mo Idrissou und Willi Orban waren damals im Mai 2013 die Lautrer Torschützen. Drei Duelle endeten unentschieden, drei gingen verloren.
Markus Anfangs Mannen starten heute in die Vorbereitung auf Regensburg und trainieren diese Woche zwei Mal öffentlich: Am Dienstag um 15:00 Uhr im Sportpark Rote Teufel (Mehlingen) und am Mittwoch um 15:00 Uhr (Platz 2) neben dem Fritz-Walter-Stadion. Die vergangene Woche noch angeschlagenen Marlon Ritter und Almamy Touré waren rechtzeitig zum HSV-Spiel fit geworden und werden es hoffentlich auch für Regensburg sein. Wie es bei Kenny Redondo (Zehverletzung) und Daisuke Yokota (leichte Knieblessur) aussieht, ist hingegen noch nicht bekannt. Regensburg muss auf Linksverteidiger Oscar Schönfelder verzichten, der sich gegen Münster eine schwere Kreuzband- und Meniskusverletzung im linken Knie zugezogen hat. Mit Christian Kühlwetter gehört ein ehemaliger FCK-Stürmer zu den Stammkräften beim Jahn. Elias Huth und Julian Pollersbeck sind dagegen nur Ersatz.
Quelle: Der Betze brennt
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- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 25.09.2024:
Gegner-Check Regensburg: Dem Jahn schmerzt der Zahn
Erst der Aufstiegsaspirant, jetzt das Kellerkind. Mehr Kontrastprogramm geht kaum. Woraus folgt: Dem SSV Jahn Regensburg wird der 1. FC Kaiserslautern mit einem anderen spielerischen Ansatz begegnen müssen als dem HSV.
Anspruch und Wirklichkeit: Er ist wieder da. Dem Jahn ist geglückt, was nur wenigen Absteigern aus der Zweiten Liga gelingt: Er ist direkt wieder aufgestiegen. So richtig souverän gestaltete sich dies allerdings nicht. Vergangene Saison führten die Regensburger zwar lange die Tabelle an, gegen Ende aber rutschten sie auf Rang 3 zurück und konnten sich erst in den Relegationsspielen gegen Wehen Wiesbaden durchsetzen. Ein Riesenerfolg ist der direkte Wiederaufstieg dennoch. Verantwortlich dafür zeichnet sich Sport-Geschäftsführer Achim Beierlorzer, der dieses Amt nach dem Abstieg 2023 übernahm. Beim Regensburger Aufstieg 2017 war er noch Trainer des SSV, in den Spielzeiten danach führte er sein Team auf einen beachtlichen 5. und einen 8. Platz. Heute dient Beierlorzer Joe Enochs als Trainer. Der US-Amerikaner absolvierte mit seinem heutigen Chef einst die Fußballlehrer-Ausbildung, später hospitierte er bei ihm. Den beiden wird ein gutes Verhältnis nachgesagt. Doch wie lange das noch so bleibt, wenn es sportlich weiter nicht läuft? Bislang hagelte es fünf Niederlagen in sechs Partien. Dabei kassierte der Jahn 16 Gegentreffer, machte lediglich eine Bude selbst. Besonders schmerzhaft: Das 0:3 zuhause zuletzt gegen Mitaufsteiger Preußen Münster, vor dem Beierlorzer von einem "Gewinnen-Müssen" gesprochen hatte. Prompt pfiffen die Spatzen von den Dächern des Regensburger Doms, diese Niederlage könnte den Trainer den Job kosten. Doch Beierlorzer stellte direkt klar: Enochs sitzt auch gegen den FCK auf der Bank. Und danach? Darüber müssen wir hier nicht spekulieren.
Die Neuen: Das Aufstiegsteam zusammenhalten und nur punktuell mit Spielern verstärken, die bereits Liga-Erfahrung aufweisen. Klingt nach einem guten Plan, der auf den ersten Blick auch konsequent umgesetzt wurde, aber: Bislang stimmen die Ergebnisse nicht. An Stammkräften verlor der Jahn lediglich Rechtsverteidiger Konrad Faber, der beim FC St. Gallen (Schweiz) anheuerte. Der ehemalige Lautrer Valdrin Mustafa ist nach Offenbach weitergezogen, doch der stand im Aufstiegsjahr nur einziges Mal in der Startelf. Dafür stießen zwei andere einstige Rote Teufel neu hinzu. Aus Heidenheim verpflichtete Beierlorzer Stürmer Christian Kühlwetter (28), aus Magdeburg Keeper Julian Pollersbeck (30). Mit Sebastian Ernst (29) kam ein zentraler Mittelfeldspieler, der mit seiner Erfahrung aus 188 Zweitliga-Spielen für Hannover, Fürth und Würzburg nun bei den Oberpfälzern die ordnende Hand geben soll. Der meist über die rechte Seite angreifende Kai Pröger (32) hat für Paderborn und Rostock schon 25 Tore in Liga zwei erzielt, 16 vorbereitet. Lediglich Drittliga-Erfahrung, davon aber reichlich, wies bislang Nico Ochojski (25) auf. Die aber genügte, um sich die nach Fabers Abgang verwaiste Rechtsverteidigerposition zu sichern.
Die Formation: Joe Enochs bevorzugt ein 4-2-3-1, in dem Kühlwetter bislang als einzige Spitze fungierte. Getroffen hat der Ex-Lautrer aber noch nicht. Pollersbeck dagegen kam noch nicht an Stammkeeper Felix Gebhardt (22) vorbei. Beim 0:3 gegen Münster verletzte sich Stamm-Linksverteidiger Oscar Schönfelder (23) am Kreuzband und wird monatelang ausfallen. Gegen den FCK könnte daher die Stunde des jungen Bryan Hein (22) schlagen. Oder aber, Ochojski wechselt nach links und macht rechts Platz für den erfahrenen Benedikt Saller (32), der zuletzt allerdings nicht mal mehr Spieltagskader stand. In der Innenverteidigung sind der von Nürnberg nun fest verpflichtete Louis Breunig (20) und Routinier Florian Ballas (31) gesetzt, im defensiven Mittelfeld assistiert Kapitän Andreas Geipl (32) der Schaltstation Ernst. Hinter den Spitzen präsentiert sich in der Regel Christian Viet (25), auf den Flügeln drängen rechts Pröger und links Dominik Kother nach vorne. Kother hat bislang auch den einzigen Treffer des SSV für das siegbringende 1:0 im Aufsteigerduell gegen Ulm am 2. Spieltag beigesteuert, das dem Team die bislang einzigen Punktgewinne bescherte. Für frischen Wind von außen könnte auch Mansour Ouro-Tagba (19) sorgen, der nach einer Roten Karte am 3. Spieltag gegen Münster erstmals wieder zur Verfügung stand. Zumindest im Kader dürfte auch der Ex-Lautrer Elias Huth (27) stehen, der vergangene Saison mit sieben Treffern seinen Anteil am Aufstieg hatte, obwohl bei seinen 35 Einsätzen oft nur von den Bank kam. Nach einer Außenband-Verletzung über die Sommerwochen musste Huth sich aber erst wieder herankämpfen.
Zahlenspiele: Ja, sie haben die wenigsten Tore in der Liga erzielt, gerade mal eins nämlich, und gemeinsam mit Schalke und Braunschweig die meisten kassiert, fette 16. Also steht für den FCK sowas wie ein "Pflichtsieg" an? Gerade solche Überlegungen wollen wir unterlassen und mit ein paar anderen Daten und Fakten vor Überheblichkeit warnen. Der Jahn stellt das einzige Team, das in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb kickte. 1:0 schlug er den VfL Bochum. Den Treffer erzielte Ballas nach einem Strafraumgewühl in Folge eines Eckballs - und der FCK hat schon fünf Buden nach ruhenden Bällen kassiert. Für einen Aufsteiger attackiert der Jahn zudem recht forsch, erlaubt dem Gegner im Schnitt nur 8,86 "Passes per defensive action" (PPDA). Damit belegt er im Wettbewerbsvergleich von "Wyscout" aktuell Rang 3, hinter den ambitionierten Teams aus Hannover und Berlin und vor Schalke und Magdeburg. Lautern belegt mit 10,17 PPDA im Mittel immerhin Rang 6. "Bundesliga.de" zufolge schlagen die Oberpfälzer die drittmeisten Flanken aus dem Spiel heraus, nur Hertha und Köln flanken öfter. Die Roten Teufel stehen in diesem Ranking nur auf einem mauen 14. Platz. In den Sprintdisziplinen belegen die Regensburger allerdings nur hintere Plätze - wie der FCK. "Wyscout" zufolge unterlaufen Regensburg zudem die meisten Ballverluste pro Spiel - 103,2 im Schnitt. Während der FCK in diesem Ranking, hört, hört, zurzeit die besten Werte aufweist, er verliert den Ball im Mittel nur 88,5 mal pro Partie. Wer zuletzt das 2:2 gegen den HSV gesehen hat, mag dies eigentlich kaum glauben.
Fazit: In wie vielen Vorberichten werden sich in den nächsten Tagen wohl Formulierungen finden wie "Der Jahn steht mit dem Rücken zur Wand" oder "Endspiel für Joe Enochs". Geschenkt. Nach dieser Partie werden in dieser Saison immer noch 81 Punkte zu vergeben sein. Für den FCK könnte sie aber zumindest einen weiteren Fingerzeig darstellen. Denn auch nach bislang acht Punkten aus sechs Spielen ist noch nicht recht zu erkennen, wohin die Reise der Betze-Buben in dieser Spielzeit geht. Jahn-Coach Enochs hat schon zu Wochenbeginn durchklingen lassen, dass sein Team nach den jüngsten Niederlagen erstmal wieder in der Abwehr stabilisiert werden müsse. Die Roten Teufel werden also kaum auf einen Gastgeber treffen, der mit dem Mut der Verzweiflung nach vorne stürmt, um einen angeblich überlebensnotwendigen Heim-Dreier einzufahren. Da ist wohl eher "Safety First" angesagt. Und FCK-Trainer Markus Anfang will Jahn Regensburg sicher anders begegnen als zuletzt dem Hamburger SV. Er wird von seinen Jungen mehr Initiative sehen wollen, vor allem mehr Passsicherheit. Und er hat bereits gezeigt, dass er willens ist, seine Startelf von einem Spiel zum anderen auf zwei oder mehr Positionen zu ändern, ohne dass Verletzungen dies notwendig machen. Von daher ist einiges denkbar. Filip Kaloc etwa hat gegen den HSV Sechser Boris Tomiak wirkungsvoll unterstützt, was der in den Partien zuvor anfälligen Defensivformation sichtlich gut tat. Doch könnte er wieder einem Teamkameraden weichen, der für präzisere Zuspiele nach vorne steht, Philipp Klement oder Daniel Hanslik vielleicht. Immerhin stimmt der Trend insgesamt optimistisch. Auf vier Gegentreffer gegen Hertha folgten drei gegen Hannover und zuletzt zwei gegen Hamburg. Dann sollte in Regensburg eigentlich nicht mehr als eins fallen. Und selbst zwei zu schießen, dürfte für Ragnar Ache und Co. kein Ding der Unmöglichkeit sein.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 27.09.2024:
Vorbericht: Jahn Regensburg - 1. FC Kaiserslautern
Kontrastprogramm beim Schlusslicht
Nach drei Partien in Folge gegen Top-Teams spielt der 1. FC Kaiserslautern nun gegen die tabellarisch bisher schwächste Mannschaft der Liga. Die Anfang-Elf ist bei Jahn Regensburg zu Gast.
Der Switch für die Roten Teufel ist groß und muss gelingen. Von einstigen Deutschen Meistern wie dem HSV, Hannover oder Hertha zu einem Aufsteiger. Von großen WM-Arenen in ein kleines, enges Stadion. Vom mehr oder weniger Außenseiter zum hohen Favoriten auf dem Papier. Denn favorisiert dürfte der FCK in der Oberpfalz auf jeden Fall sein, weil der gastgebende SSV Jahn nach dem Aufstieg in diesem Sommer von Anfang an unten drin hängt und am vergangenen Spieltag sogar auf den letzten Platz zurückgefallen ist. Anpfiff der Partie am Samstag im Jahnstadion ist um 13:00 Uhr.
Was muss man zum 7. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
War das 2:2 gegen den HSV nun gut oder schlecht? Die Diskussionen darüber schlugen auch in dieser Woche hoch. Wenn man die Partie aber mal mit Abstand betrachtet, dürfte es für den 1. FC Kaiserslautern ein gewonnener Punkt gewesen sein. Nach der miesen Leistung in Hannover (1:3) zeigte man sich zumindest mal wieder etwas stabiler, auch wenn der Gegner gegen Ende der Partie ziemlich viele Chancen hatte. Mit acht Punkten reist der FCK nun nach Regensburg. Dort von einem Pflichtsieg zu sprechen, wäre sicherlich naheliegend, aber auch gefährlich. Dafür ist die Liga zu eng. Aber wer nicht (wieder) unten reinrutschen will, sollte einfach gegen den Tabellenletzten gewinnen.
Wie schon in den Vorwochen muss Markus Anfang bei diesem Vorhaben eine ganze Reihe von Spielern ersetzen. Almamy Touré hat erneut Oberschenkelprobleme, Afeez Aremu meldete sich krank ab, Daisuke Yokota fällt auch in Regensburg wegen einer Knieproblematik aus. Auch die schon länger verletzten Kenny Redondo, Hendrick Zuck und Frank Ronstadt stehen nicht zur Verfügung.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Jahn Regensburg schaffte es in der vergangenen Saison auf den letzten Drücker in die 2. Bundesliga. In der Relegation setzte sich die Mannschaft von Joe Enochs in zwei Spielen gegen Wehen durch. In der aktuellen Spielzeit kommt der Aufsteiger, der vor der Saison den ehemaligen Lautrer Christian Kühlwetter verpflichtete, aber bisher gar nicht in Tritt. Zuletzt gab es vier Niederlagen am Stück, man kassierte schon 16 Gegentore und war vorne erst einmal selbst erfolgreich. Immerhin: Das eine Tor reichte für einen Sieg. Am 2. Spieltag gegen Mitaufsteiger Ulm. Aber: Nach dem 0:3 am vergangenen Sonntag gegen den anderen Mitaufsteiger aus Münster kriselt es bereits. Sportchef Achim Beierlorzer musste sich schon hinter Trainer Enochs stellen. Bei einer weiteren Niederlage könnte es für den Amerikaner eng werden.
Der Coach musste gegen Münster auch noch einen personellen Schlag verkraften. Oscar Schönfelder zog sich eine Kreuzbandverletzung zu und fällt Monate aus. Auch Christian Schmidt fehlt am Samstag ebenso wie Benedikt Saller. Nico Ochojski hat muskuläre Probleme.
Frühere Duelle
In der am Samstag erst achten Partie zwischen beiden Klubs peilt der FCK logischerweise den Sieg an. Es wäre aber erst der zweite der Historie. Der erste und bisher einzige Erfolg gegen den Jahn gelang den Roten Teufeln vor mehr als zehn Jahren noch im alten Stadion der Regensburger (3:1). Das bislang letzte Duell in Regensburg endete am 23. April 2023 torlos.
Fan-Infos
Im Jahnstadion werden am Samstagmittag rund 14.000 Zuschauer erwartet, darunter etwa 2.500 Fans des FCK. Der Gästeblock ist mit 1.817 Karten ausverkauft, aber auch in den umliegenden Sektoren haben sich einige rot-weiße Schlachtenbummler mit Tickets eingedeckt.
FCK-Fans, die schon am Freitagabend anreisen und/oder bis Sonntag im gemütlichen Regensburg bleiben, sollten beachten: Beim letzten Duell vor 17 Monaten hatten abends in den Gaststätten einige halbstarke Regensburg-Anhänger doof gemacht gegen die Gäste aus der Pfalz. Ansonsten sind die Donaustädter aber im Allgemeinen sehr gastfreundlich.
Informationen zu Anfahrt, Parkmöglichkeiten und Stadionumfeld findet ihr in den vom FCK veröffentlichten Fan-Infos. Das Jahnstadion öffnet ab 11:30 Uhr.
O-Töne
FCK-Trainer Markus Anfang: "Wenn man in der 2. Bundesliga eine Mannschaft unterschätzt, weil man sie mit Ergebnissen behaftet, dann wird man zwangsläufig nicht als Sieger vom Platz gehen. Wir müssen da alles in die Waagschale werfen. Wenn wir 100 Prozent geben, dann sind wir auch in der Lage zu gewinnen."
Jahn-Trainer Joe Enochs: "Natürlich ist die Stimmung gedrückt, was in dieser Situation völlig normal ist, aber sie sind alle sehr engagiert und wollen die Fehler abstellen, die wir gemacht haben. Wenn wir das tun, sind wir schwer zu schlagen. Wenn wir aber einfache Fehler machen, werden wir gegen Gegner wie Kaiserslautern keine Chance haben. Wir arbeiten sehr hart daran, dass uns das nicht passiert."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
Jahn Regensburg: Gebhardt - Pröger, Ballas, Breunig, Hein - Geipl, Ernst - Kühlwetter, Viet, Kother - Ganaus
Es fehlt: Ochojski (muskuläre Probleme), Saller (Adduktorenprobleme), Schönfelder, Schmidt (beide Kreuzband- und Meniskusverletzung)
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Gyamerah, Elvedi, Heuer, Wekesser - Klement (Kaloc), Tomiak, Ritter - Tachie, Ache, Opoku
Es fehlen: Aremu (grippaler Infekt), Redondo (Zehverletzung), Ronstadt, Yokota (beide Knieprobleme), Touré (Oberschenkelprobleme), Zuck (Kreuzbandriss)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Ergänzung, 28.09.2024:
0:0 in Regensburg: FCK und der Jahn trennen sich torlos
Kein Sieg, aber immerhin ein Auswärtspunkt für den 1. FC Kaiserslautern: Die Partie beim SSV Jahn Regensburg endet nach 90 Minuten torlos 0:0. Ragnar Ache hatte Pech bei einem Pfostentreffer.
Vor rund 14.000 Zuschauern übernahmen die Lautrer von Beginn an optisch die Spielkontrolle und hatten deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner. Schon in der 2. Minute kamen die von gut 3.000 Betze-Fans angefeuerten Gäste auch zur ersten Torchance durch Ragnar Ache, der nach Zuspiel von Jan Gyamerah an Jahn-Schlussmann Felix Gebhardt scheiterte. In der 17. Minute war der Keeper auch bei einem Freistoß von Marlon Ritter auf dem Posten. Kurz danach verzeichneten die Regensburger ihre beste und einzige Chance des ersten Durchgangs, als Christian Viet einen Schuss von der Strafraumgrenze knapp drüber setzte (20.). Der FCK wurde bei einem Flatterball von Ritter noch einmal gefährlich (35.). Danach ging es nach einer insgesamt zähen ersten Halbzeit torlos in die Kabinen.
Die zweiten 45 Minuten begannen deutlich ereignisreicher und brachten dem FCK direkt die bislang beste Möglichkeit der Partie. Gebhardt konnte einem Distanzschuss von Ache nur hinterherschauen, der Ball klatschte allerdings nur den Pfosten (47.). Sekunden später klärte der Jahn einen Kopfball von Abiama knapp vor der Linie (48.). Dann köpfte der Ex-Lautrer Christian Kühlwetter im Anschluss an eine Ecke an die Querlatte (50.). Danach dauerte es wieder eine Weile bis zur nächsten Chance - und die hatten wieder die Gastgeber. Ein Schuss von Kother wurde noch entscheidend abgefälscht (68.). Für die Schlussphase brachte Trainer Anfang mit Daisuke Yokota, Philipp Klement und Jannik Mause drei frische Offensivkräfte, eine richtig klare Torchance ergab sich abgesehen von einem Abschluss ans Außennetz von Mause (88.) aber keine mehr.
Am kommenden Spieltag müssen die Roten Teufel direkt wieder auswärts antreten, dann allerdings mit einer deutlich kürzeren Anreise. Am Samstag um 13:00 Uhr ist die Mannschaft zu Gast im Saarland bei der SV Elversberg.
Wie bewertest Du die heutige Leistung der Roten Teufel? Hier geht's zur Spielerbenotung zum Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Statistik zum Spiel: SSV Jahn Regensburg - 1. FC Kaiserslautern 0:0
Ergänzung, 28.09.2024:
Stimmen zum Spiel
Anfang: "Eigentlich kann's heute nur einen Sieger geben"
Die Statistiken sehen den 1. FC Kaiserslautern beim 0:0 bei Jahn Regensburg klar vorne. Entsprechend betonen Trainer Anfang und die Spieler die Fortschritte - zufrieden mit dem Resultat ist trotzdem niemand.
Anfang: "Wir könnten auch vier Punkte mehr haben"
"Wenn man die Statistiken sieht, dann kann es heute eigentlich nur einen Sieger geben - und das sind wir. Von daher ist es natürlich enttäuschend, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Was aber positiv ist: Wir haben zu Null gespielt. Das ist das zweite Spiel, in dem wir kein Gegentor bekommen haben. Vorher haben wir bemängelt, dass wir zu viele Gegentore bekommen. Das haben wir heute abgestellt. Wir haben jetzt gegen alle Aufsteiger auswärts gepunktet, das ist grundsätzlich auch etwas Positives. Das nehmen wir gerne mit. Und trotzdem: Wenn man die letzten zwei Spiele nimmt gegen den HSV und heute, dann könnten wir auch vier Punkte mehr haben. Und das wäre wahrscheinlich auch verdient gewesen", resümierte FCK-Trainer Markus Anfang nach der Partie.
Tatsächlich sprechen viele Statistiken trotz der Punkteteilung beim Aufsteiger eine eindeutige Sprache und weisen unter anderem einen Ballbesitz von 69 Prozent zugunsten der Lautrer aus. Noch deutlicher war die Anzahl der gespielten Pässe mit 677:189 für den FCK. Was bei aller Überlegenheit allerdings fehlte, waren mehr ganz klare Torchancen. So war es im Wesentlichen nur Ragnar Ache, der bei zwei Hochkarätern zu Beginn beider Halbzeiten richtig dicht dran war an einem Treffer. "Wir müssen im letzten Drittel gefährlicher werden, besser in die Spitze spielen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir da effektiver werden", sagte Anfang, verwies gleichzeitig aber auch auf den destruktiven Ansatz des Gegners: "Regensburg hat ja faktisch nicht am Spiel teilnehmen wollen, sondern wollte nur verteidigen. Heute haben sie komplett Beton angerührt, indem sie nochmal aus der Viererkette eine Fünferkette gemacht haben."
Wekesser: "Wir glauben an unsere Spielphilosophie"
"Solche Spiele werden noch öfter auf uns zukommen und dann müssen wir einfach mehr Lösungen finden, um die Spiele dann auch für uns zu entscheiden. Wir müssen uns im Eins gegen Eins vorne besser durchsetzen, die Bälle in die Box bringen, so dass unsere Stürmer damit auch etwas anfangen können. Aber wir haben auch zu Null gespielt und nehmen den Punkt mit. Das ist ja nicht alles schlecht. Aber wir sind trotzdem nicht zufrieden, weil wir natürlich gerne gewonnen hätten", sagte Boris Tomiak
Erik Wekesser betonte derweil die Entwicklung, die das Team mit dem neuen spielerischen Ansatz gerade durchlaufe: "Man hat gesehen, dass wir an unsere Spielphilosophie glauben. Wir sind auch mit längerem Spielverlauf nicht wild geworden. Aber wenn ein Gegner jedes Mal deinen Rhythmus unterbricht, jedes Mal, wenn du auf die Kette zuläuft, ein Foul zieht, dann wird das ein zähes Spiel. Ich glaube, wir können viel daraus lernen. Wenn du wild wirst und schnelle Ballverluste hast, kann man so ein Spiel auch verlieren. Genau auf sowas lauert ja der Gegner. Wir stehen hinter der Philosophie und glauben alle daran. Es gilt jetzt zu lernen, dass wir solche Spiele in Zukunft mindestens 1:0 gewinnen. Dann sagt jeder: Du hast alles unter Kontrolle gehabt."
Ritter: "Unser Anspruch muss sein, hier zu gewinnen"
Marlon Ritter erklärte: "Das Positive ist, wir haben kein Gegentor bekommen. Ich glaube, wir haben in den letzten Spielen viel zu viele einfache Gegentore bekommen. Deswegen war das gut. Wir haben viel Ballbesitz gehabt, aber nicht so viele Chancen herausgespielt, wie wir uns das vorgenommen haben. Dass es nicht einfach werden würde hier, das war klar. Wir müssen im Ballbesitz vielleicht noch schneller spielen und aktiver ins Eins gegen Eins gehen. Aber ich glaube, vom Ballbesitz her war es heute ganz gut. Trotzdem muss oder sollte unser Anspruch sein, hier zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen. Wir werden uns das Spiel in der Analyse angucken und nächste Woche haben wir die Chance, es besser zu machen."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Remis in Regensburg: FCK und der Jahn trennen sich torlos (Der Betze brennt)
Ergänzung, 29.09.2024:

Blick in die Kurve
"Hurra dem 1. FCK": Über 3.000 Betze-Fans in Regensburg
Besonders viel zu feiern haben die Anhänger des 1. FC Kaiserslautern im Spiel bei Jahn Regensburg nicht. Ein optisches Highlight gibt es gleich zum Intro.
Die bislang gute Saisonbilanz gegen die Aufsteiger und die sehenswerte Regensburger Altstadt sind sicher auch zwei Gründe, warum sich eine stolze Anzahl an Betze-Schlachtenbummler an diesem Wochenende auf den weiten Weg von der Pfalz in die Oberpfalz gemacht hat. Vor allem aber ist es ihr bedingungsloser Support der Roten Teufel, der die vierte Liga-Auswärtspartie in dieser Saison zu einem gefühlten Heimspiel werden lässt. Einige haben schon den Freitagabend gemeinsam in den Brauhäusern der Donaustadt verbracht, andere hängen noch die Nacht auf Sonntag hintendran.
Alles in allem sind es am Samstagmittag etwas mehr als 3.000 FCK-Anhänger, die auch außerhalb des mit 1.817 Plätzen restlos ausverkauften Gästeblocks einen ordentlichen Teil des kleinen Jahnstadions einnehmen. Die Hintertortribüne ist bis auf eine grün gekleidete Jugendmannschaft praktisch komplett in Lautrer Hand. Zudem sitzen auf der Haupt- und Gegentribüne jeweils von der Eckfahne bis zur Strafraumgrenze viele FCK-Anhänger.


Zum Einlaufen der Mannschaften haben die Ultras einmal mehr eine Auswärts-Choreo vorbereitet und hüllen den Gästesektor mit Hilfe von Folien in ein rot-weiß-rotes Balkenmuster. Darunter zitiert ein großes Spruchband eine Zeile aus dem Lied der Waltermannschaft: "Hurra den Fußball-Jungen vom 1. FCK". Auch diese vermeintlich kleineren Aktionen bei Auswärtsspielen sind immer wieder sehenswert.

Der Beinahe-Blitzstart für die Lautrer durch die Großchance von Ragnar Ache bereits in der zweiten Minute hätte der anfänglich guten Stimmung um ein Haar den passenden Schub vom Rasen gegeben. Stattdessen passt sich der Support mit zunehmendem Verlauf doch etwas dem zähen Geschehen auf dem Feld an, auch wenn die modernen Klassiker wie "Die Geschichte ist einmalig, jedes Kind weiß, wie es war ..." immer wieder ordentlich scheppern.. Viel ändert sich am Support auch nach der Pause nicht, als die Männer in Rot in Richtung des eigenen Anhangs anrennen. Einmal, beim Pfostentreffer von Ache, hat die Gästekurve den Torschrei auf den Lippen. Ansonsten kommt nur bei ein, zwei etwas strittigen Strafraum-Aktionen ein bisschen Betze-typische Hektik auf. Mit verhaltenem Applaus wird die Mannschaft nach der Nullnummer schließlich zurück auf die Heimreise verabschiedet. Den Monat September haben die Roten Teufel ohne Sieg abgeschlossen.
Etwas besser scheint die Gemütslage gleichzeitig auf der gegenüberliegenden Hans-Jakob-Tribüne. Nach zuletzt drei deftigen Pleiten mit einer Flut an Gegentoren kann der SSV Jahn zumindest seine Niederlagenserie stoppen. Überhaupt scheint die kleine aktive Fanszene der Regensburger genau zu wissen, dass es in dieser Saison einzig und allein um den Klassenerhalt gehen kann und feuert ihr Team konsequent an. Für eine richtig gute Heimatmosphäre fehlt den Jahn-Ultras trotz des bisherigen Saisonrekords von 14.431 Zuschauern allerdings die Unterstützung von den anderen Tribünenbereichen.

Zur kompletten Fotogalerie vom FCK-Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg:
- Fotogalerie | 7. Spieltag: SSV Jahn Regensburg - 1. FC Kaiserslautern
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 30.09.2024:
Ziemlich viel Durchschnitt: Die FCK-Noten aus Regensburg
In Sportmedien wird als Ausgangswert für Spielernoten oft eine 3,5 genommen, die dann je nach Verlauf der 90 Minuten auf- oder abgewertet wird. Nicht so beim 0:0 des FCK in Regensburg.
Wie sollte man einen Abwehrspieler beurteilen, der fast keine Abwehrarbeit zu leisten hat, weil der Gegner gar nicht nach vorne spielen will? Bei der Nullnummer des 1. FC Kaiserslautern bei Jahn Regensburg hatte es jedenfalls über weite Phasen genau diesen Anschein. Das Resultat: Die meisten Defensivspieler erhalten eine nichtssagende 3,5 als Note. Namentlich bei den FCK-Fans auf Der Betze brennt sowie auch größtenteils bei den Journalisten von "Rheinpfalz" und "Kicker": Jan Gyamerah, Jan Elvedi, Jannis Heuer und Boris Tomiak. Lediglich bei Erik Wekesser gehen die Meinungen auf doch interessante Weise auseinander: Von der "Rheinpfalz" bekommt der Linksverteidiger eine 2,5 und ist damit sogar bester FCK-Spieler (neben Marlon Ritter). Bei "Kicker" und Der Betze brennt geht es eher in Richtung glatte 4. Der am besten benotete Rote Teufel bei den Fans: Keeper Julian Krahl (2,5), der allerdings ebenfalls kaum etwas zu tun hatte. Vorne in der Offensive hatte derweil nur Ragnar Ache ein paar auffällige Momente.
» Zur kompletten Notenübersicht: Jahn Regensburg - 1. FC Kaiserslautern

Quelle: Der Betze brennt / Rheinpfalz / Kicker

