Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon ExilDeiwl » 13.02.2022, 18:34


@Friedmann: entweder einen schwarzen Anzug anziehen, oder aber eine Strickmütze auf den Kopf setzen. Aber hinterher nicht blitzdingsen lassen. :wink:

Dass Ciftci gegen weniger Kopfball-lastige Mannschaften die bessere Lösung sein könnte als Winkler, hatte ich so noch gar nicht betrachtet. Aber ja, das könnte durchaus Sinn ergeben. Ich finde jedenfalls, dass er seine Sache gut gemacht hat. Dass er dann trotzdem auch nach vorne gefährlich werden kann, hat man bei dem Zuckerpass auf Boyd in der ersten Halbzeit gesehen.

Ich bin diesmal sehr auf die XG-Grafiken gespannt. Ob dort das Chancen-Plus auch so deutlich zu sehen ist. Im Magdeburger Forum wollte das kaum jemand wahrhaben. Überhaupt muss ich sagen, dass die dort extrem unsympathisch rüber kommen. Uns werfen sie Überheblichkeit vor, bekommen die eigene Nase aber kaum nach vorne. An diesem Spieltag haben meine bis dato vorhandenen Sympathien für Magdeburg und seine Fans jedenfalls spürbar Federn gelassen. Was ich über die denke, spare ich mir an der Stelle besser…
🇺🇦 STOP WAR! FUCK PUTIN! 🇺🇦



Beitragvon Thomas » 14.02.2022, 11:30


Update:

ExilDeiwl hat geschrieben:Ich bin diesmal sehr auf die XG-Grafiken gespannt. Ob dort das Chancen-Plus auch so deutlich zu sehen ist.

Und die xG-Grafiken sind jetzt auch online: Hier geht's direkt zum Artikel, oder einfach drei Beiträge hochscrollen. :) Deine Beobachtung wird damit auch bestätigt, aber die genaueren Schlussfolgerungen überlasse ich Eric (und natürlich gerne auch allen anderen hier im Thread).
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon DieWalzFunDePalz » 14.02.2022, 12:55


Ein wahnsinnig intensives Spiel mit vielen Torchansen, Was auch die Grafik sehr verdeutlicht. Beide Teams hatten das Zeug zum gewinnen. Deshalb geht für mich die Punkteteilung auch völlig in Ordnung.
Was mein Vorredner schon sagte, kann ich nur unterstreichen. Im Magdeburger Forum, aber auch im Liga3 online.de , wird mehr gebasht als kostruktiv diskutiert. Und das ewige Herumgereite auf unserer Insolvenz kann man so langsam auch nimmer hören.

Und dicker Daumen nach oben an Eric für die tolle Analyse :daumen:
Der Typ ist so quirlig, der geht nach dir in die Drehtür und kommt vor dir wieder raus.“
Bela Rethy



Beitragvon Mittelmosel-Teufel » 14.02.2022, 20:16


Vorab: seit so vielen Jahren sind wir ja klasse Qualität bei den Vor- und Nachberichten zu den Spielen auf DBB gewohnt. Während die Spielberichte aber eher "globalgalaktisch" auf das Spiel schauen, bereichern seit inzwischen auch schon fast 2 Jahren (oder?) diese tiefgründigen taktischen Analysen von Kohlmeyer das tolle Angebot zusätzlich und runden die Spieltagsberichterstattung ab.
Ich lese diese immer mit Neugier, Freude und Gewinn. Also Hut ab!

Ich hatte im Spieltagsthread schon vermutet, dass wir bei den expected goals vorne liegen, auch wenn das technisch saubere Magdeburger Ballbesitzspiel natürlich dominant wirkt und den Eindruck da auch verfälschen kann (also den Eindruck vermitteln kann, dass sie dann auch bzgl. der Torchancen besser waren).

Der Abstand in den xG-Werten ist zwar relativ gering, allerdings wird unsere größte Chance (gemeinsam mit oder sogar noch vor dem Elfmeter und Zuck`s Abstauber)ja über die xG-Timeline nicht mal abgebildet, weil es kein Torschuss gab. Klar, gemeint ist die Szene, in der Hercher nach unserer cleveren Freistoßvariante relativ kurz nach Spielbeginn die Wahl hatte, wen der 5 völlig blank stehenden Mitspieler, die dann nur noch hätten einschieben müssen, er anspielt und ihm dann leider der Ball versprungen ist, so dass er ihn nicht am Torwart vobei bekam.

Auch Boyds Großchance, als er alleine auf den Torwart zurennt und Bittroff ihn noch im letzten Moment stören kann, ist nicht wirklich abgebildet, oder? Es gab ja in der ersten Halbzeit bei uns nur 3 Ausschläge, einer vernachlässigbar klein und die beiden anderen müssten die Kopfbälle von Hercher und Klinge gewesen sein?
Dann wurde die Szene auch gar nicht berücksichtigt, weil Boyd nicht geschossen hat, sondern Bittroff? Im TV hatte ich es nicht 100% sehen können. Allerdings hätte es dann ja zwingend Eckball geben müssen. Genau den hat Boyd meines Erachtens auch reklamiert und kein Foulspiel, wie es Bernd Schmitt im SWR vermutet hat.

Somit wäre Antwerpens mutmaßlicher Matchplan, dass wir bewusst dem FCM den Ball überlassen, um in Ruhe zu beobachten, was sie damit gegen unsere gut gestaffelte Devensive anzufangen wissen und wenn sich die Situation bietet, gezielt nach vorne zu verteidigen und ins Umschaltspiel zu gehen, durchaus aufgegangen, hätten wir die Chancen dann auch konsequenter genutzt.
Naja, aber da wir ja inzwischen flexibel reagieren können, haben wir dann eben zu Beginn der zweiten Halbzeit unsere Pressinglinien deutlich nach vorne verlagert und Magdeburg schon im Spielaufbau gestresst, womit selbst diese spielstarke Mannschaft teilweise überfordert wirkte.



Beitragvon Wil Hegermeister » 16.02.2022, 10:41


Kohlmeyer hat geschrieben: Besonders kurios: die Freistoßszene nach sechs Minuten. Die Magdeburger rechnen mit einem hohen Ball und wollen die Lautrer Kopfballriesen lieber auf Abseits stellen, statt sich auf einen Luftkampf einzulassen. Also rennen sie vor dem Ballkontakt des Freistoßschützen geschlossen aus dem Sechzehner. Zurück bleiben gleich vier verdutzte Rote Teufel. Die Flanke kommt aber gar nicht, sondern Philipp Hercher geht auf der rechten Seite steil. Jetzt müsste er nur ein flaches Zuspiel in die Mitte hinbekommen, das als Rückpass durchgeht ... Aber offenbar war Hercher selbst von der Situation überrascht.

Ich glaube, dass die Überraschung gar nicht der Faktor ist, der die Chance zu macht. Zumal ich mir vorstellen kann, dass die Variante abgesprochen war.

Entscheidend ist der Moment, in dem Hercher im 16er zum ersten Mal an den Ball kommt.
Boyd war schon zu weit vorne, wäre im Abseits gewesen. Klingenburg ist als erste Anspielstation näher, kommt aber auch mit Tempo und hätte kaum einen besseren Winkel gehabt. In der Mitte stehen noch 3 Laurter, mit unterschiedlichen Laufwegen und Tempo. Das alles musste Hercher in dem Bruchteil bewerten, das ist super schwer. Also macht er das, was dann oft Lösung a) ist, er verschiebt die Entscheidung und legt sich den Ball nochmal vor.
Die Situation ist in Echt und Echtzeit viel schwerer, als es die Überzahlsituation suggeriert.
Wahrscheinlich wäre es ideal gewesen, nur ein Roter (am besten Boyd) in der Position des Trios und Klingenburg, um es dem Torwart zu erschweren.
Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!



Beitragvon rocketsven » 16.02.2022, 11:24


@ Mittelmosel-Teufel:
Wenn ich richtig in Erinnerung habe, werden bei der XG Analyse nur Abschlüsse gewertet die tatsächlich aufs Tor kommen. Ein Abschluss neben das Tor hat ja realistisch betrachtet auch eine Wahrscheinlichkeit von 0 ein Tor zu werden, unabhängig von Position und Anzahl der Gegenspieler.



Beitragvon Wil Hegermeister » 16.02.2022, 18:06


rocketsven hat geschrieben:@ Mittelmosel-Teufel:
Wenn ich richtig in Erinnerung habe, werden bei der XG Analyse nur Abschlüsse gewertet die tatsächlich aufs Tor kommen. Ein Abschluss neben das Tor hat ja realistisch betrachtet auch eine Wahrscheinlichkeit von 0 ein Tor zu werden, unabhängig von Position und Anzahl der Gegenspieler.

Nicht ganz. Es muss ein Abschluss da sein, der kann auch vorbei oder drüber gehen.
In der Hercher-Situation gab es keinen Abschluss, die Flanke wurde geblockt.
Sobald ein Abschluss da ist, wird er mit der Datenbank aller ähnlicher Abschlüsse von dieser Position verglichen - wobei das ähnlich sehr weit gefasst ist, was Gegenspieler-Konstellation betrifft.
Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!



Beitragvon Kohlmeyer » 21.02.2022, 20:00


Zum sportlichen Derby-Verlauf gibt es viele Ansätze und Analysen - hier kommt unsere:

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Taktik-Nachlese zum Spiel SVW-FCK
Die DBB-Analyse: Wichtig ist, was hinten rauskommt


Keine Tore, aber jede Menge Spannung, Emotion - und hinterher die Phrase: "Die Mannheimer waren näher dran am Sieg." Tatsächlich? Wir halten es mit Marco Antwerpen: Spielbestimmend, was heißt das schon?

FCK-Trainer Antwerpen sagt oft Sachen, die beiläufig klingen und vielleicht auch so gemeint sind. Doch mit ein wenig Nachdenken lässt sich daraus mehr Nektar saugen, als es zunächst den Anschein hat. "Ja, die Waldhöfer waren spielbestimmend", erklärte der Coach nach Abpfiff der 90 aufregenden Minuten gegenüber "Magenta Sport". Um die rhetorische Nachfrage nachzuschieben: "Aber was heißt das heute schon, spielbestimmend?"

Richtig: Was heißt das schon, spielbestimmend?

Ohne Frage war Waldhof Mannheim insbesondere in der zweiten Hälfte optisch überlegen. Soll heißen: Der Ball kreiste viel um den Strafraum des 1. FC Kaiserslautern. Doch was kam dabei herum? Grade mal zwei Ecken. Von denen die zweite, in der 88. Minute, tatsächlich auch zu einer ordentlichen Kopfballmöglichkeit für Marcel Seegert führte. Und sonst? In der 53. Minute war der starke Pascal Sohm nah dran an einem Treffer. Verfehlte, auf Höhe des kurzen Pfosten positioniert, aus sieben Metern nur knapp.

Kevin Kraus: Abwehrarbeit mit chirurgischer Präzision

Wobei der Weg ins Netz allerdings nur schwer zu finden gewesen wäre. Denn außer Keeper Matheo Raab waren da noch etliche Abwehrbeine in der Schussbahn. Wie überhaupt gesagt werden muss: Eigentlich immer, wenn Blauschwarze in Tornähe am Ball waren, waren genug Rote zum Abblocken zur Stelle. Und die Lautrer stellten sich beim Attackieren im Strafraum diesmal erstaunlich besonnen an.

Besonders hervorzuheben ist da Kevin Kraus, der vergangenes Wochenende gegen Magdeburg sich vor dem ersten Gegentreffer ausspielen ließ und vor dem zweiten einen Elfmeter verursachte. Diesmal richteten sich seine Eingriffe in gegnerische Aktionen stets sauber gegen den Ball, und das mit geradezu chirurgischer Präzision.

Und auch wenn die Waldhöfer noch so sehr davon überzeugt davon mögen, dass sie den Sieg "verdient" gehabt hätten, weil sie doch über 90 Minuten "mehr fürs Spiel taten": Die dickste Chance des Spiels hatte der FCK. In der 55. Minute durch Terrence Boyd, als ihm nach einer flachen Flanke von Philipp Hercher die Fußabwehr von Hamza Saghiri direkt vor der Füße fiel.

Boyd verfehlt, aber: "Weiter geht der Lachs"

Der Wintereinkauf ärgerte sich selbst am meisten über den anschließenden Fehlschuss, bezeichnete sich selbst "als einzigen Verlierer" dieser Partie und leistete später sogar über die sozialen Medien Abbitte bei den Fans. An der Deutung des kryptischen Mottos "Weiter geht der Lachs" arbeiten wir noch.

Dass die optische Überlegenheit der Mannheimer nicht zu guten Torchancen in Hülle und Fülle führte, belegt auch die Timeline der expected Goals. Ein Endwert von 1.05 ist nicht gerade überragend. Die Roten Teufel kommen allerdings nur auf 0.88, und von denen macht Boyds Chance den Löwenanteil aus. So dass die Phrase "Der Waldhof war näher am Sieg" halt schon irgendwo ihre Berechtigung haben könnte, so sie denn jemand lesen wollte.

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Doch was kümmern uns die Ludwigshafener Nachbarn? Schauen wir auf den FCK. Der blieb auch in der zwölften Partie hintereinander ungeschlagen, spielte zum 16. Mal in dieser Saison "zu null" - und lief nun zum zweiten Mal hintereinander über weite Phasen einer Partie dem Ball nur hinterher. Das sehen die Fans eines Tabellenzweiten sicher nicht gerne, muss aber nicht unbedingt was Schlechtes bedeuten.

"Ballbesitz" oder auch "Dominanz" sind nicht unbedingt ein Erfolgskriterium, wie auch ein Blick auf eine entsprechende Tabelle des Datenanbieters "wyscout" zeigt. Mit durchschnittlich 46,1 Prozent Ballbesitz pro Spiel weist der Tabellenzweite aus Kaiserslautern den fünftniedrigsten Wert der Liga auf. Der Tabellendritte Braunschweig präsentiert sich auf dem gleichen Tableau mit 48,4 Prozent Ballbesitz im Mittel nur als Elfter. Die Sechzger aus München, derzeit nur Tabellenzehnter, aber mit zwei Spielen weniger noch mit ordentlich Potenzial nach oben, stehen mit 46,8 Prozent Ballbesitz im Schnitt gerade mal einen Rang besser als Lautern.

Problemfeld eins: Die Mittelfeldzentrale war ausgeschaltet

Wir notieren: Wenige, aber dafür präzise Aktionen mit dem Ball bringen wesentlich mehr als Ball haben, aber nirgends durchkommen. Oder, um es mit Helmut Kohl zu sagen: Wichtig ist, was hintern rauskommt. Dass dies den Roten Teufeln diesmal nicht glückte, war die eigentliche Crux in ihres Spiels.

Denn auch wenn der FCK den Mannheimern ähnlich oft den Ball überließ wie den Magdeburger in der Woche zuvor - dieser Derby-Aufritt war längst nicht so überzeugend wie der gegen den souveränen Tabellenführer. "Wir hatten einige gute Balleroberungen, spielten sie aber längst nicht so gut aus wie zuletzt", erklärte Marco Antwerpen nach der Partie. Stimmt ebenfalls.

Doch woran lag das?

In der Hauptsache daran, dass Lauterns Schaltstationen im zentralen Mittelfeld nicht funktionierten. Marlon Ritter wurde auf der Sechs von der Giftnudel Adrien Lebeau zeitweise in Manndeckung genommen, Mike Wunderlich von Marco Höger ebenso energisch beharkt. Und Edeltechniker Felix Götze, der Pechvogel der Saison, musste schon nach 17 Minuten verletzt raus.

Die Rochade mit Redondo: Mehr Schatten als Licht

Und für ihn brachte Antwerpen keinen gelernten Mittelfeldspieler, sondern den Stürmer Daniel Hanslik. Dafür zog er Kenny Redondo auf die Acht zurück.

Auf der er, gelernt ist nun mal gelernt, sehr offensiv agierte, in der 24. Minute auch schön auf Terrence Boyd durchsteckte, der mit einem 18-Meter-Geschoss Waldhof-Keeper Timo Königsmann zur Parade zwang - übrigens die zweitgrößte Torchance des Spiels, und auch sie hatte der FCK. Insgesamt aber lief es mit Redondo auf der ungewohnten Position nicht so richtig, unter anderem kamen auch Hercher und Boris Tomiak nicht wie gewohnt ins Marschieren.

Ein Fehler, den Antwerpen hinterher einräumte und in der 70. Minute korrigierte. Hanslik musste wieder raus, Julian Niehues kam und Redondo durfte wieder nach vorne. Diesbezüglich darf man übrigens Hanslik, der bislang eine starke Runde spielte, nichts von wegen "Höchststrafe" einreden. Lauterns Pferdelunge hatte nach seiner Erkrankung in der Woche zuvor einfach noch nicht genug Luft für einen Einsatz über (fast) die komplette Spielzeit. Zudem war die Auswechslung nach der Einwechslung auch taktisch bedingt.

Problemfeld zwei: Die linke Seite wackelte

Ein weiterer Schwachpunkt des FCK-Spiels: Die linke Abwehrseite. Vor allem über Dominik Martinovic lief ab Mitte der ersten Hälfte einfach zu viel, er war es auch, der die Sohm-Chance in Hälfte zwei auflegte. So wertvoll und wichtig Hendrick Zuck für Aufbauspiel ist: Auf der linken Seite fehlt eine Alternative, die ihre Stärken in der Defensivarbeit hat und in solchen Phasen in die Schlacht geworfen werden kann.

Aber auch die vielen Wechsel in der zweiten Hälfte machten das Aufbauspiel nicht besser. Die eine gelungene Aktion, die den Lucky Punch hätte bringen können, war trotz einiger guter Ansätze einfach nicht drin. Und: Die Roten leisteten sich zu viele Ballverluste in Zonen, in denen sich dergleichen schon oft genug böse gerächt hat. In den vergangenen Wochen jedenfalls hat man das alles besser gesehen.

Hier eine Grafik von "wyscout", die zeigt, wie sich Ballbesitzverhältnisse und Passgenauigkeit bei beiden Teams im Lauf des Spiels entwickelten. Spricht in der Tat beides nicht für den FCK.

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Aytekin ließ viel laufen - und erntete dafür viel Lob

Boyds Großchance, die Tomiak einleitete und Hercher vorbereitete, war übrigens ein Foul von Redondo am eingewechselten Joseph Boyamba vorausgegangen. Statt dem Beinahe-Rückstand wäre also genauso gut eine gute Freistoßposition für Mannheim drin gewesen. Schiedsrichter Deniz Aytekin ließ jedoch weiterverlaufen. So, wie er vieles laufen ließ und er sich auch mit Gelben Karten zurückhielt.

Doch bevor ein mitlesender Mannheimer jetzt gleich eine himmelschreiende Ungerechtigkeit gegen sein Team wittert: Der anerkannte Fifa-Schiedsrichter, den der DFB zu diesem brisanten Derby abgestellt hatte, brachte mit seiner großzügigen Regelauslegung auch Lautern um die ein oder andere gute Freistoßchance. Nach dem Spiel erntete er dafür viel Lob, unter anderem von Marco Antwerpen. Lohnt es sich da, drüber nachzudenken, wie der Schiri beurteilt worden wäre, wenn es nach einer dieser Situationen auf einer Seite eingeschlagen hätte?

Zum Abschluss noch die Positions- und Passgrafiken, wie immer von Sander Ijtsmas "11tegen11". Deutlich zu erkennen: Beim FCK ging wenig durch die Mitte, Erklärung siehe oben.

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Und hier die Visualisierung der Mannheimer Ballzirkulation. Schön, wie die Hintermannschaft das Leder laufen lassen kann. Nur: Vorne drin ist es dadurch noch lange nicht.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Saison-Übersicht 2021/22: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon MarcoReichGott » 21.02.2022, 22:18


Also jetzt mal Butter bei die Fische. Wir hatten ab der 40 Spielminute nur noch eine einzige Torchance.

Wenn man halt nicht verlieren möchte, dann ist das natürlich völlig in Ordnung, wenn man dem Gegner nur kleinere Chancen lässt und im großen und ganzen vernünftig verteidigt. Aber so ganz der Anspruch kann das eigentlich nun nicht sein - völlig unabhängig davon wo man nun in der Tabelle gerade steht.

Wie auch schon in den SPielen zuvor ist unser Mittelfeld wieder quasi nicht existent gewesen. Ich hatte das ja schon irgendwann bei den letzten Spielen angemerkt: Je stärker sich im Spiel mit 3er Kette vorne die Spieler noch im Sturm aufsummieren, desto stärker müssen die Außenverteidiger natürlich in die Mitte einrücken oder alternativ zumindest der mittlere Innenverteidiger mehr zur SPielgestaltung beitragen.

Was wir gerade hingegenspielen ist wirklich keine große Kunst für den Gegner zu pressen. Der muss ja nur die Außen zustellen und Ritter rausnehmen und dann dann können wir nix anderes mehr machen als den Ball nach vorne zu dreschen. Das hat sich natürlich auch bei den gegnerischen Mannschaften inzwischen rumgesprochen.

Unsere erfolgreichen Spiele haben wir mit einem rauten-ähnlichem Gebilde im Mitteldfeld gespielt. Bißchen unorthodox in dem System, aber hat funktioniert weil wir hier natürlich mit Spielern für die 3. Liga grandiose invidivuelle Qualität hatten. Die brauchen da keine numerische Überzahl, sondern bekommen auch schon bei gleicher Anzahl Spieler das MIttelfeld kontrollieren. Wenn die aber halt fehlen, dann brauch ich irgendeinen taktischen Plan B gerade. Den haben wir nicht und entsprechend schlecht spielen wir. Hinten mauern und vorne hoffen einen reinzuwürgen klappt gegen individuell deutlich schlechtere Gegner sogar wie man gegen Halle und Zwickau gesehen hat. Aber bei besseren Mannschaften ist da einfach Ende.



Beitragvon Lautern-Fahne » 21.02.2022, 23:23


Es war kein Derby für die Geschichtsbücher. Der Waldhof spielte, was er spielen musste- auf Sicherheit. Eine Niederlage wäre so ziemlich das aus für den direkten Aufstiegsplatz gewesen. Daher taten die Mannheimer alles um uns möglichst früh den Schneid abzukaufen. Jeder Zweikampf ging in die Knochen. Und Aytekin (was ich gut finde) lies den Männerfußball laufen. Auch als unsere mal zulangten.

Uns wurde aber die vielleicht größte Schwäche unseres Kaders offengelegt: es fehlt an physisch rustikalen Spielern, die mal dagegenhalten können. Das kann uns in der zweiten Liga den Hals brechen. Da spielen alle-wie die meisten hier sicher noch leidvoll wissen- "wir Mauern mit 10 Mann und treten ordentlich drauf". Sehe Boyd auch mit Blick auf die Zukunft als wichtigen Mann. Sollten wir den Aufstieg schaffen hoffe ich auf 1,2 Spieler der Marke Karl, die im Mittelfeld auch mal richtige Stinkstiefel sind und zurücktreten (und Fußball spielen können)

Boyd und unser aktueller Spielstil wurde am Sonntag hier im Forum viel gescholten. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Terrence der einzige Offensivspieler am Sonntag war, der sich nicht von den Mannheimern einschüchtern lies. Egal wie oft er getreten wurde. Er stellte den Körper rein, hielt Bälle, rangelte auch mal mit dem Gegner. Rannte. Dem Rest - so sah es für mich aus- wurde der Zahn gezogen. Zimmers Galligkeit fehlte an allen Ecken und Enden. Auch Ouahim war so ein kleiner Drecksack, der in der Rückrunde fleißig Karten sammelte. :) Da war überraschend wenig Biss von unserer Seite. Kraus hingegen zeigte gegen Waldhof, warum er Stamm spielt. Er hat so seine Probleme gegen quirlige Stürmer und gut kombinierende Mannschaften. Aber im 1:1 gegen "Brecher" ist unser Schnorres ein Brett.



Beitragvon Paul » 22.02.2022, 07:14


Für mich war es erschreckend zu sehen, wie planlos und rumpelfussballerisch es nach Ballgewinnen weiterging. Es kam eigentlich immer fast postwenden der Ballverlust.
Das war diesmal fast nichts nach vorne. Lange Bälle auf Boyd und dann auf den lieben Gott hoffen... so wird es schwer, denn darauf kann man sich wunderbar einstellen, wenngleich wir immernoch trotz allem hätten gewinnen können. Aber seien wir auch ehrlich - auch wenn's der Kack-Waldhof war - verdient wäre es nicht gewesen.

Lag es nur am Götze-Ausfall? Lag es einfach daran, dass man eben mal keinen so guten Tag hatte, viele Bälle unglücklich versprangen?

Wichtig und weiterhin ein dickes Faustpfand war die Abwehrleistung. Ich kann mich eigentlich nur an die Sohm-Chance erinnern, alles andere war schlussendlich nicht wirklich gefährlich. Darauf lässt sich natürlich sehr gut aufbauen. Hoffen wir, dass die Mut und die Klasse nach vorne gegen Verl wieder Trumpf ist. Nur mit 0:0 wirst du nicht oben bleiben können.
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Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
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unzerstörbar - NUR der F C K



Beitragvon DerRealist » 22.02.2022, 10:41


Am Ende sind wir garnicht so gut wie wir dachten. Hoffentlich fällt uns das erst nach dem Aufstieg auf :wink:

Wir bringen eben gerade unsere PS nicht so wirklich auf den Platz - was uns in den letzten Spielen der Hinrunde ausgezeichnet hat. Ein wirklich flottes Passspiel, Ball laufen gelassen, sich bewegt. Das ist jetzt nicht alles schlecht und im Gegensatz zu anderen Saisons haben wir so ein Spiel dann eben nicht 1:0 verloren am Ende. Dennoch: Seitdem wieder viele unsichere halbhohe Bälle gespielt werden und ein wenig die Ruhe am Ball weg ist, wirds ein wenig hektisch in unserem etwas leicht zu überspielenden Mittelfeld, wie ich finde. Ich bleibe bei der These, dass man mit einem fitten Götze über 90 Minuten dieses Spiel gewonnen hätte. Wir haben zwar auch ohne Götze Spiele erfolgreich gestaltet, aber auch nur, weil die restlichen Männer sich darauf besonnen haben, was er ihnen mitgab/ausstrahlte. Ruhe am Ball, Übersicht und Lösungen finden. Da müssen wir wieder hin.
Das wird ein eminent wichtiges Spiel gegen Verl.



Beitragvon Strafraum » 22.02.2022, 10:46


@ Lautern-Fahne :
Sei mir nicht böse, aber der Markus Karl konnte kein Fussball spielen. Klar konnte der auch mal abräumen, aber das war es dann auch schon. Fand vorher einen Ariel Borisyuk oder Jiri Bilek um längen besser.

Warum unser Mittelfeld in Zweikämpfen zu weich ist? Keine Ahnung. Als Beispiel nehm ich mal Ritter. Wenn der Platz hat und spielen kann ist der Top, meint er wäre Lewandowski oder Messi und schießt so dann auch die Elfer. Damit möchte ich sagen das es auch Überheblichkeit sein könnte.

Wer aber normalerweise im Mittelfeld gut austeilt ist Wunderlich und Klingenburg. Letzterer fehlte leider. Genauso wie ein Zimmer.

Auf der Linken Seite obwohl Zuck dort solide bisher gespielt hat, brauchen wir noch jemanden der dort ackert.

Wie schon im anderen Thread geschrieben, ich hoffe das Trainer und Mannschaft aus dem gekicke ihre lehren ziehen.
Ruhe an der Murmel! Das muss in die Birne!



Beitragvon Lautern-Fahne » 22.02.2022, 11:52


@Strafraum:
Gut, dann sind wir ja einer Meinung. Ich schrieb ja, dass der Spieler zulangen können muss wie Karl und dazu Fußball spielen. Unser Mittelfeld ist auf dritte Liga ausgelegt- da spielt man halt offensiven Fußball. Dafür ist es für mich nichtmal zu weich, wenn der Gegner nichtnur auf Spielzerstörung aus ist wie Waldhof.



Beitragvon kl_trott » 22.02.2022, 12:11


Danke mal wieder für die Analyse.
Bin gespannt, wie wir gegen Verl auflaufen. So würde ich es machen:
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Boyd/ Hanslik/ Redondo: Ich würde zunächst mit nur zwei von ihnen beginnen und dafür Ciftci ins Mittelfeld holen, um die Götze-Lücke zu schließen. Hinten wieder drei Türme. Gemeinsam mit Hanslik/Redondo, Hercher und Boyd stellen wir den Gegner so bei jedem Standard vor Herausforderungen.



Beitragvon Miggeblädsch » 22.02.2022, 16:41


Mittelmosel-Teufel hat geschrieben:Vorab: seit so vielen Jahren sind wir ja klasse Qualität bei den Vor- und Nachberichten zu den Spielen auf DBB gewohnt. Während die Spielberichte aber eher "globalgalaktisch" auf das Spiel schauen, bereichern seit inzwischen auch schon fast 2 Jahren (oder?) diese tiefgründigen taktischen Analysen von Kohlmeyer das tolle Angebot zusätzlich und runden die Spieltagsberichterstattung ab.
Ich lese diese immer mit Neugier, Freude und Gewinn. Also Hut ab! ...


... da will ich mich anschließen :daumen:
Jetzt geht's los :teufel2:



Beitragvon rocketsven » 23.02.2022, 11:21


Schöne Analyse. Danke auch für die zusätzlichen Passgrafiken :daumen:

Die Passmap ist aufgrund der frühen Verletzung von Götze und der Umstellung von Redondo nur bedingt aussagekräftig.

Wie MA auch direkt nach den Spiel schon analysiert hat, waren eindeutig die Spieleröffnung aus dem Mittelfeld und die Passgenauigkeit unser Problem. So haben wir es kaum geschafft den Ball mal über ein paar Stationen laufen zu lassen, geschweige denn Offensivaktionen einzuleiten.

Die Frage ist: Woran hat es gelegen?

Aus meiner Sicht kamen mehrere Dinge zusammen.
1. Wie in der Analyse schön beschrieben, war das Pressing der Waldhöfer stark. Man hat gemerkt, dass es für den Waldhof um alles ging. Aggressives Pressing und Härte sind auf jeden Fall zwei Elemente, die der SVW beherrscht. Wahrscheinlich sogar in dieser Disziplin in der dritten Liga am stärksten ist. Das wusste unsere Mannschaft natürlich auch schon vorher. Von der Intensität haben wir auch voll dagegen gehalten. Leider hat dann aber die Ruhe am Ball gefehlt.

2. Die Fehlpassquote ist schon unterirdisch. Neben der beschriebene Intensität hatten hier leider einige keinen besonderen Tag. Hier hat mir persönlich nur Ciftci gefallen. Man muss aber auch sagen, dass der ball führenden Spieler teilweise kaum Optionen hatte. Wie MarcoReichGott schon geschrieben hat, hat sich unsere 3er Kette beim vertikalen Verschieben sehr zurückgehalten. Oft wurde der Ball in der Kette zirkuliert, bis die Mannheimer uns am eigenen 16er gepresst haben und dann der lange Ball geschlagen.

Letztlich hat sicher auch die frühe Umstellung diese Probleme verstärkt.

So wie das Spiel gelaufen ist, können wir mit dem Punkt sehr zufrieden sein.

Sessa hat mir nach seiner Einwechslung gut gefallen. Mit den Auswechselungen von Schnatterer und Sohm haben sich die Mannheimer aus meiner Sicht eher geschwächt.

Absolut positiv ist für mich außerdem, dass die eigene Leistung in der Spielnachbetrachtung kritisch gesehen wurde.



Beitragvon Oktober1973 » 23.02.2022, 18:20


Top Nachbericht, launig und gut getroffen. Wie immer auch berechtigt der warnende Zeigefinger von
@MarcoReichGott.
Was an der " Dreiecksvermaschung" gut erkannt werden kann, ist das was mir im Besonderen weh tut. P. Hercher war schon beim Fernseheindruck wie aus dem Spiel genommen. Und kassiert auch noch eine schlechte Spieltagsnote dafür.
Er setzte oft an, die Linie entlang zu gehen oder sich anzubieten. Wurde von den zentralen Mittelfeldspielern oft nicht gesehen, oder diese waren zu langsam im Kopf.
Was er zu leisten im Stande ist, hat man bei seiner perfekten Hereingabe gesehen, die schlussendlich von Boyd versemmelt wurde.
Wenn ich zusätzlich überlege, dass Schad der das gleiche auch perfekt als Schienenspieler kann, ( ist er eigentlich noch nicht fit ? ), verschenken wir Potential.
Wir müssen über aussen kommen. Hinter die Abwehr zu gelangen sorgt in der 3. Liga jedesmal für höchsten Alarm. Und das können Zuck und Redondo m.E. nicht so gut.



Beitragvon MarcoReichGott » 23.02.2022, 18:32


Schad ist bei uns eigentlich nie wirklich viel durch Offensiv-Aktionen aufgefallen, erst recht nicht mit Läufen in den gegnerischen Strafram. Er ist schlichtweg wohl das große Opfer unseres aktuellen Systems. Schad ist vermutlich der beste Rechtsverteidiger im Kader, nur brauchen wir den eben gerade nicht.

Aber ja: Götze und Zimmer sind in der Lage sich im Zentrum spielerisch zu lösen und Hercher steil zu schicken. Das bekommt so leider kein anderer hin bei uns wie die beiden Dauer-verletzten. Bei Sessa hatte ich eigentlich auch gedacht, dass der das hinbekommen würde und eigentlich mindestens erster ERsatzspieler auf der Position sein sollte. Keine Ahnung warum der so gar nicht mehr bei uns funktioniert.



Beitragvon Kohlmeyer » 27.02.2022, 23:30


Hier kommt unsere taktische Nachlese zu den zwei verschiedenen Halbzeiten gegen Verl:

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Taktik-Nachlese zum Spiel FCK-SCV
DBB-Analyse: Wenn Umschaltspiel zur One-Man-Show wird

Ein "Pflichtsieg" gegen einen Tabellen-18.? Von wegen: Die Partie des 1. FC Kaisers-lautern gegen den SC Verl bot gerade auch dank des Gegners Fußball auf ordentlichem Niveau. Da passt es, dass ihm ein Straßenfußballer alter Schule die Krone aufsetzte..

Sie können's also doch. Nicht nur gewinnen, sondern auch Fußball spielen, und zwar im besten Wortsinn. Vor allem am zweiten Punkt waren nach den beiden jüngsten Partien der Lautrer wiederholt leise Zweifel im Umfeld geäußert worden.

In der Tat war der FCK nach dem 2:2 gegen den souveränen Tabellenführer 1. FC Magdeburg in der zweiten Halbzeit eine halbe Stunde lang Ball und Gegner nur noch hinterher gelaufen. Und nach dem 0:0 bei Waldhof Mannheim wurde dem Team von Marco Antwerpen sogar "Mauerfußball" vorgeworfen worden. Prompt hieß es bei "Magenta Sport" zu Beginn des Spiels gegen den SC Verl, der Fußball des Tabellen-2. sei nicht unbedingt "attraktiv", sondern fuße vielmehr auf dessen starker Defensive. Als Beleg wurden die insgesamt 16 Zu-null-Partien und die erst insgesamt 15 Gegentore angeführt, die der FCK in dieser Saison bislang verzeichnete.

Also doch: Dieser FCK kann Fußball spielen

Dass in der 3. Liga mit Eintracht Braunschweig und Spitzenreiter 1. FC Magdeburg nur zwei Mannschaften deutlich mehr Treffer erzielten als die Lautrer - das wurde dabei glatt vergessen. Dass die Roten Teufel in der ersten Hälfte gegen Magdeburg dem anerkannt spielstärksten Team der Liga durchaus auch mit dessen eigenen Mitteln Paroli boten - dito. Dass ihre Vorstellung in Mannheim fußballerisch sicherlich keine Offenbarung war, dass sie aber kaum gegnerische Chancen zuließen und selbst im Grunde die besseren Möglichkeiten zum Führungstreffer hatten - geschenkt. Nichts manifestiert sich eben schneller als Vorurteile.

Ob die Partie gegen Verl nun hilft, diese ein wenig abzubauen? Müsste eigentlich. Denn es gab wieder einen FCK zu sehen, der über weite Strecken des Spiels gegen einen geordnet stehen Gegner das Durchkommen mit Kombinationsfußball suchte und dabei zu einigen ordentlichen Einschussgelegenheiten kam. Wenngleich es am Ende einen starken ruhenden Ball und eine überragende Einzelaktion brauchte, um die beiden Treffer zum Sieg zu erzielen. Aber so ist Fußball nun einmal.

Wieder einmal war der Gegner stärker als sein Tabellenplatz

Notorische Kritiker werden eher darauf verweisen, dass es ja nur den gegen Tabellen-18. ging und gegen diesen von Zweitplatzierten ein deutlicherer "Pflichtsieg" gefordert werden dürfe. Dass solche Einschätzungen gerade in der 3. Liga wenig hilfreich sind, da die Formkurven der meisten Teams permanenten Berg- und Talfahrten ausgesetzt sind, haben wir an dieser Stelle schon öfter ausgeführt. Der SC Verl präsentierte sich vielmehr als eben die spielstarke Elf, als die wir sie auch bereits in unserem Gegner-Check ausgewiesen hatten.

Das auch unter dem neuen Trainer Michél Kniat in einem forschen 4-3-3 formiert und situativ auch im gegnerischen Stadion ein mutiges Angriffspressing spielt. Aus einem solchen resultierte auch der Führungstreffer der Gäste. Innenverteidiger Aaron Berzel fängt einen langen Ball des bedrängten Hendrick Zuck ab und köpft in den Zehnerraum der Gäste. Dort bedient Tom Baack den halblinks einlaufenden Flügelstürmer Leandro Putaro. Der schiebt sich an Felix Götze vorbei und trifft.

Es war allerdings die erste gelungene Toraktion des Sportclubs. So dass die eigentlich stark gestartete Betze-Elf einem Rückstand hinterher laufen musste. Dass ihnen das gelang, ohne an Struktur zu verlieren, zeigt die gewachsene innere Stärke eines Teams, das sich oben in der Tabelle festgesetzt hat.

Antwerpen entscheidet wieder mal anders - und korrigiert sich

Götze? Der war für den gesperrten Boris Tomiak in die Abwehr-Dreierkette gerückt. Und eben nicht René Klingenburg, den Marco Antwerpen vor drei Wochen in Zwickau in die hintere Reihe zurückbeordert hatte. Und Götze übernahm hinten nicht die zentrale Position hinten, die er noch in der Vorsaison ausgefüllt hatte. Sondern eins zu eins die rechte Innenverteidiger-Position Tomiaks. Marco Antwerpen ist eben immer für eine Überraschung gut.

Aber auch gut genug, Entscheidungen, die sich nicht bewähren, zügig zu korrigieren. In der Halbzeit stellte er um, wohl nicht zuletzt wegen der unglücklichen Figur, die Götze bei seinem Einsatz vor dem Gegentreffer machte. Klingenburg, der bis dato den halbrechten Achter neben Mike Wunderlich gegeben hatte, musste raus. Für ihn kam Hikmet Ciftci, der Götzes Position übernahm, während dieser nach vorne rückte und von nun an das FCK-Spiel ankurbelte.

Die Rechnung ging auf - mit kleinen Bruchstellen, aber unterm Strich erfolgreich. Als Linksfuß hatte Ciftci auf der rechten Innenverteidiger-Position ein paar Probleme im Vertikalspiel, dafür gab er der Abwehr mit seiner Zweikampfstärke Qualität. Götze war fortan an allen Offensiv-Aktionen beteiligt. Schwächen zeigte er lediglich, wenn er selbst in Abschlussposition kam. Gleiches gilt einmal mehr Offensivkraft Kenny Redondo, diesmal wieder gemeinsam mit Daniel Hanslik unterwegs.

Ist der FCK-Sturm ohne Boyd variabler? Fortsetzung folgt

Winter-Neuzugang Terrence Boyd war krankheitsbedingt ausgefallen. Mit dem eingespielten Sturmduo wirkte das Offensivspiel in der Tat wieder beweglicher als zuletzt mit Boyd, der zwar schon angedeutet hat, dass er auch beim FCK der lange gesuchte Vollstrecker werden könnte, mit dem das Spiel der Roten Teufel zuletzt aber auch leichter ausrechenbar schien. Andererseits wurde Boyd kaum für die Bank geholt. Inwieweit sich da ein Problem abzeichnet, müssen die nächsten Spiele zeigen.

Und, bitte nicht vergessen: Sturmtalent Muhammed Kiprit ist ebenfalls noch da. Kam in der 62. Minute für Redondo und hätte ums Haar allerbeste Eigenwerbung für sich betrieben, als er sich kurz vor Schluss stark im Verler Strafraum durchsetzte und nur haarscharf verfehlte.

Winkler und Ritter drehen das Spiel - und setzen ihm die Krone auf

Die Wende hatte dem Spiel aber zwei andere Lautrer gegeben. Zum 1:1 traf der linke Innenverteidiger Alex Winkler, der noch in ersten Hälfte eine Ecke von Hendrick Zuck über die gegnerische Torlinie ablenkte und somit zum 16. FCK-Torschützen dieser Saison avancierte.

Und natürlich Marlon Ritter. Der Sechser, der sich in der entscheidenden Szene 13 Minuten vor Schluss in die letzte Reihe hatte fallen lassen. Reaktionsschnell ersprintet er sich einen Diagonalpass, der einen gefährlichen Konter der Verler hätte einleiten können, marschiert auf der halblinken Seite über den halben Platz, trickst sich am Sechzehner an einem Gegnerspieler vorbei, dringt in den Strafraum ein und vollstreckt per Beinschuss. "Umschaltspiel" als One-Man-Show. Oder: Der Triumph eines Straßenfußballers über Verschieben, Pressen, Gegenpressen, Seitenwechsel, Dreiecksspiel und weiß Gott was noch alles.

Und der Höhepunkt eines Spiels, das auch insgesamt auf einem für ein Drittliga-Verhältnisse ansprechenden fußballerischen Niveau war. Auch dank eines Gegners, bei dessen Bewertung es überhaupt keine Rolle spielt, dass er nur als Tabellen-18. kam.

Die xG-Grafiken: Was Götzes Chance wirklich die dickste?

Die xG-Grafiken bestätigen unsere subjektiven Eindrücke im Großen und Ganzen. Ein Endwert von 1.48 : 0.57 zugunsten der Roten Teufel - verdienter Sieg, ganz klar. Interessant: Als die dickste Chance wird Götzes Kopfball nach Wunderlich-Flanke in der 20. Minute gewertet. Naja, Götze erwischt den Ball zwar nur vier Meter vor der Torlinie, aber ein höher gewachsener Gegenspieler ist dicht vor ihm postiert und springt mit ihm hoch - so einfach zu machen war der nicht.

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Die Positions- und Passgrafik: ein bisschen Unterbesetzung im Zentrum. Hatten wir in den vergangenen Spielen auch schon, aber solange die Einschussgelegenheiten gut über die Flügel vorbereitet werden, was soll's. Dass Götzes Spot insgesamt weit vorgeschoben erscheint, liegt an seinem Positionswechsel zur Halbzeit. Wir erinnern uns: Diese Grafiken bilden die Spielerbewegungen der ersten 70 Minuten ab, länger wäre, so Sander Ijtsma, uninteressant, da die danach einsetzenden Wechsel die Visualisierung sehr verzerren würden. Interessant: René Klingenburg wirkt in dieser Darstellung wie aus dem Spiel genommen. Haben wir in den ersten 45 Minuten so extrem eigentlich nicht wahrgenommen, womöglich aber Marco Antwerpen. Und ein Grund, weswegen er Ciftci für ihn brachte, mag auch darin gelegen haben.

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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik des SC Verl. Gut geordnetes 4-3-3, passfreudig - von wegen "Kellerkind". Das ist eine spielstarke Mannschaft, die der 3. Liga gut täte, so sie denn drin bliebe.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Saison-Übersicht 2021/22: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon Schulbu_1900 » 28.02.2022, 13:07


Kompliment wieder einmal an die treffende Spieltagsanalyse, es ist jedesmal ein Fest hier das Spiel nachzulesen.
Danke an @Kohlmeyer und @Scherer :daumen:
Kiprit wurde nach Spielschluss von fast allen getröstet, das würdigt seine Leistung ebenso.



Beitragvon BetzeBodega » 28.02.2022, 15:00


Vielen Dank mal wieder für die Analyse. Ich konnte das spiel leider nicht sehen, umson interessanter ist die Analyse :)
"Kritisiert mir den nicht so viel, das ist ein guter Mann"



Beitragvon Friedmann » 01.03.2022, 13:19


Kohlmeyer hat geschrieben:
Die xG-Grafiken: Was Götzes Chance wirklich die dickste?
Interessant: Als die dickste Chance wird Götzes Kopfball nach Wunderlich-Flanke in der 20. Minute gewertet. Naja, Götze erwischt den Ball zwar nur vier Meter vor der Torlinie, aber ein höher gewachsener Gegenspieler ist dicht vor ihm postiert und springt mit ihm hoch - so einfach zu machen war der nicht.



Meine - zugegeben für eine solche Auswertung wenig geeignete - Bewertung: Richtig, Götze kam da nicht einfach dran - aber wenn er ganz weggeblieben wäre, hätte Hanslik die perfekte Position zum Kopfball gehabt - Riesenchance!

Und noch eine 'verhinderte' Riesenchance habe ich gesehen, und zwar bei unserer allerersten Ecke. Die wurde von den Verlern sehr schlecht verteidigt, erst vorn, eher garnicht gegen die kurze Ausführung, dann am langen Eck; der Verteidiger zieht nach Innen und Hanslik steht perfekt frei. Wenn Zuck das gesehen hätte ...



Beitragvon Kohlmeyer » 02.03.2022, 15:00


Woran hat es gelegen? Wir haben uns einige Details von gestern genauer angeschaut:

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Foto: Steven Mohr

Taktik-Nachlese zum Spiel 1860-FCK
DBB-Analyse: Nicht bissig genug gegen hungrige Löwen


13 Spiele blieb der 1. FC Kaiserslautern ungeschlagen, jetzt hat es ihn wieder erwischt. Bei der 1:2-Niederlage gegen 1860 München verliert die beste Defensive der Liga ihre Stabilität und muss sich am Ende aggressiveren Gastgebern beugen.

Es ist schon erstaunlich: Eine Viertelstunde lang sah es tatsächlich so aus, als lieferten die Roten Teufel an der Grünwalder Straße ein geradezu perfektes Auswärtsspiel ab. Nicht nur, dass sie bereits nach 90 Sekunden in Führung gingen. Wobei direkt angemerkt werden darf: Für seinen Harakiri-Pass Richtung eigenem Keeper, den sich Mike Wunderlich erlief, ist nicht einfach nur der Münchner Innenverteidiger Stephan Salger abzuwatschen, es muss auch das vorbildliche Angriffspressing von Daniel Hanslik, Muhammed Kiprit und Dominik Schad gelobt werden, das den Fehlpass provozierte.

Nein, auch, wie der FCK sich anschließend nach Balleroberungen in der eigenen Hälfte immer wieder mit direkten vertikalen und diagonalen Pässen nach vorne in Szene setzte, ließ fast schon ein Debakel für die Gastgeber fürchten. Kiprits Einschusschance aus halblinker Position nach Musterpass von Wunderlich ist da nur das Tüpfelchen auf dem "i".

Starkes Münchner Gegenpressing stoppt Lauterns Vertikalspiel

Doch was passierte dann? "Die Lautrer verlieren den Faden", ließe es sich in der gängigen Reportersprache beschreiben. Genauer: Die schönen schnellen Bälle aus der Tiefe kamen nicht mehr. Zum einen, weil sie einfach nicht mehr gut gespielt wurden, zum anderen, weil die Münchner nach Ballverlusten ein exzellent-aggressives Gegenpressing praktizierten.

Kein Zweifel: Die Löwen waren bissig. Sie mögen nicht berauschend ins Jahr gestartet sein, aber nach ihrem 3:1-Auswärtssieg in Zwickau am Wochenende waren sie sich absolut bewusst, dass sie sich nur mit einem weiteren Dreier in diesem Nachholspiel die Aufstiegsränge wieder in Sichtweite rücken konnten. Wer das ironische Understatement von Sechzig-Trainer Michael Köllner vor der Partie ("Unter normalen Voraussetzungen haben wir keine Chance") tatsächlich ernst nahm, dem war ohnehin nicht mehr zu helfen.

Zu viel läuft über links, zu viel geschieht im Rückraum

Und der FCK? Ließ zu viel über die linke Abwehrseite zu. Die hat sich im Lauf der Saison immer wieder mal als Achillesferse im insgesamt bislang überragenden Defensivverbund präsentiert, zuletzt etwa beim 0:0 in Mannheim. Vor allem der rechte Außenbahnspieler Yannick Deichmann marschierte wie ein Teufel, allerdings kein roter. Unterstützt wurde er von Erik Tallig und - temporär - von Merveille Biankadi, der in der Offensive der Sechzger mal hier, mal da auftauchte.

Vor allem im Zehnerraum durften sich Löwen immer wieder den Ball zurechtlegen - auch das war schon in der zweiten Hälfte des Mannheim-Derbys zu beobachten. Ob da der Einbau eines zweiten Sechsers neben Marlon Ritter eventuell Abhilfe schaffen könnte? Vor allem, wenn es gegen Gegner geht, die diesen Raum gerne bespielen - so wie es am Samstag in Osnabrück erneut der Fall sein wird?

Mike Wunderlichs fünfte Gelbe Karte, die der Oldie nach einem überflüssigen Schwalbenflug unmittelbar nach Kiprits Großchance kassierte, könnte dafür die Gelegenheit zu einer entsprechenden personellen Umbesetzung bieten: indem die zweikampfstarken Hikmet Ciftci oder René Klingenburg, der bekanntlich alles spielen kann, in die Starfelf rotieren.

Irgendwann schlägt´s auch von außerhalb des Strafraums mal ein

Schussversuche von jenseits der 16-Meter-Linie werden meist abgeblockt oder Beute des Keepers - erst recht, wenn er Matheo Raab heißt. Doch wenn sie sich häufen und häufen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass doch mal einer reingeht. Und sei es, indem er abgefälscht wird.

In der 26. Minute geschah dann genau das: Biankadi schoss, der im Zentrum postierte Marcel Bär veränderte die Schussbahn des Balles ungewollt oder auch nicht - drin. Laut aktuell gültigen Fifa-Regeln gilt damit Bär als offizieller Torschütze, auch wenn Biankadi der eigentliche Auslöser war.

Danach ähnelte das Spiel erstmal weiterhin der Partie in Mannheim, die ja am Ende immerhin noch einen Punkt für Lautern brachte. Die Gastgeber blieben dominant, blieben auch das aggressivere Team, aber so richtig gute Einschusschancen blieben auch für sie aus.

Kontrollieren, wenn der Gegner den Ball hat - diesmal klappt’s nicht

Der Vorwurf, die Lautrer hätten sich zu weit hinten rein drängen lassen, trifft jedoch nicht unbedingt den Kern. Die Roten Teufel haben in den vergangenen Wochen immer wieder gezeigt, dass sie ein Spiel auch unter Kontrolle halten können, wenn sie den Ball über längere Phasen dem Gegner überlassen. Ihr Hauptproblem bleibt, dass nach Balleroberungen die direkten präzisen Pässe in die Tiefe nicht mehr kommen. So bleiben nicht nur eigene Chancen aus, es gibt auch keine Entlastung mehr.

Und mit Beginn der zweiten Hälfte schien auch die bewährte defensive Stabilität zu bröckeln. Erst ein etwas überraschender Wechsel auf der Sechser-Position brachte wieder mehr Zugriff. Marlon Ritter, in der vorangegangen Partie gegen Verl noch der gefeierte Held, ging in der 63. Minute raus, Hikmet Ciftci kam. Mit ihm sah das FCK-Spiel wieder etwas strukturierter aus.

In der 80. Minute glückte der Antwerpen-Elf die stärkste Offensivaktion im zweiten Durchgang. Endlich mal wieder schönes, präzises Passspiel zwischen Wunderlich, Hendrick Zuck und Felix Götze, der aus halblinker Position im Strafraum flach aufs kurze Eck flankte, Philipp Hercher bekam den Ball aber nur beinahe unter Kontrolle.
Hercher? Der war im zweiten Spiel dieser Englischen Woche aus der Startelf rotiert und erst mit dem Wiederanpfiff für Schad gekommen. In der Tat hatte der Überflieger dieser Saison zuletzt ein wenig überspielt gewirkt.

Auch Köllner tauscht überraschend - und sorgt für mehr Druck

Interessant: Ähnlich wie beim Tausch Ritter/Ciftci brachte auch Michael Köllner sein Team wieder in die Spur, indem er ein wenig überraschend wechselte. Nach 77 Minuten tauschte er Kevin Goden und Fabian Greilinger gegen Biankadi und seinen Kapitän Stefan Lex, bis dato absolute Aktivposten. Möglicherweise hatte der Trainer erkannt, dass sie nicht mehr in voller Stärke brannten. Und in der Tat schalteten die Gastgeber nun wieder einen Gang höher.

In der 85. Minute kam es dann doch wieder zu dieser Art von Horror-Szene, wie sie der Lautrer Anhang vergangene Saison viel zu oft erlebte und eigentlich nie mehr erleben wollte: Erst verursachte Ciftci reichlich unnötig einen Freistoß auf der linken Abwehrseite, und nach der anschließenden Flanke stand Goden am langen Eck viel zu frei - Hercher hatte sich nicht entscheiden können, ob er den Münchner oder die Torecke sichern sollte. 2:1 für die Löwen. Lauterns erste Niederlage seit Oktober. Doch jammern hilft nicht, am Samstag geht’s nach Osnabrück.

Ergänzung, 03.03.: Die xG-Grafiken: Nichts, was wir nicht erwartet hätten

Zu den xG-Grafiken. Die Timeline offenbart nichts, was wir nicht schon erwartet hätte. Es war eine "verdiente" Niederlage. Basta.

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Die Positions- und Passgrafik: Vor allem die linke Seite findet keine Anbindung an die beiden Stürmer. Nochmal zur Erinnerung: Linien zwischen zwei Spots werden erst ab drei erfolgreichen Pässen eingezeichnet. Zu dem wirklich starken Zuspiel, mit dem Wunderlich in der Anfangsphase Kiprit zu seiner Chance verhalf, sind demnach keine zwei weiteren hinzukommen.

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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik der Sechzger: Was soll man dazu sagen? Sieht im vorderen Bereich gar nicht mal so hammermäßig aus. Aber sie haben zwei Tore geschossen, Lautern nur eins. Das reicht nunmal zum Sieg.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

- Saison-Übersicht 2021/22: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon ExilDeiwl » 02.03.2022, 16:51


Da @Kohlmeyer ja die Einwechslung von Ciftci eher positiv bewertet, will ich mal horchen, ob hier noch jemand die Beobachtung gemacht hat, dass er ziemlich häufig den Ball zurück in Richtung IV oder Raab gespielt hat. Für meinen Geschmack zu häufig. Um ehrlich zu sein - mich hat es während des Spiels teilweise sogar ziemlcuh aufgeregt, weil ich dachte, dass er das in Situationen getan hat, wo vielleicht auch nach vorne was gegangen wäre. Und Disclaimer: nein, ich will ihm nicht die Schuld für die Niederlage in die Schuhe schieben.
🇺🇦 STOP WAR! FUCK PUTIN! 🇺🇦




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