Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Kohlmeyer » 25.07.2021, 16:55


Los gehts mit der Analyse zum 0:0 im Auftaktspiel gegen Braunschweig:

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Taktik-Nachlese zum Spiel FCK-BTSV
Die DBB-Analyse: Wenig Wechsel, viele Änderungen

Endlich wieder "Betze live" im Stadion: Dank dieses Glücks bleibt die Stimmung bei Mannschaft und Anhang trotz einer Nullnummer zum Saisonauftakt erstmal positiv. Zu verbessern gibt’s am FCK-Spiel trotzdem noch einiges.

In der Tat: Es hat in früheren Sommerpausen schon gewaltigere Umbrüche im Kader des 1. FC Kaiserslautern gegeben. Mit Mike Wunderlich, Boris Tomiak und René Klingenburg präsentierten sich diesmal nur drei Neue in der Startelf zum Saisondebüt gegen Eintracht Braunschweig. Zudem gab Trainer Marco Antwerpen Matheo Raab den Vorzug vor dem bisherigen Stammkeeper Avdo Spahic. Doch wie sich schnell zeigte, gingen mit den Wechseln mehr Änderungen einher, als es zunächst den Anschein hatte.

So war beispielsweise das Wechselspiel zwischen Vierer- und Dreierkette nicht mehr zu sehen. Für dieses war im Saisonfinale 2019/20 vor allem Felix Götze zuständig, der zwischen Sechser- und zentraler Innenverteidiger-Position pendelte. Zudem nahm Mike Wunderlich die Position eines echten Zehners ein, sodass sich der FCK vorwiegend in einem 4-2-3-1 präsentierte. Das sich offensiv wiederum öfter in eine Art 4-4-2 verschob, wie es einst Brasilien bei der WM 2010 populär machte.

Guck an: Ein Hauch von Dunga in der Pfalz

Der linke Flügelspieler - beim FCK Daniel Hanslik - orientierte sich immer wieder nach vorne zur einzigen Spitze Elias Huth, während der rechte Flügelspieler - Jean Zimmer - mehr ins zentrale Mittelfeld zog. Ihrem Teamchef zu Ehren wurde die brasilianische Variante seinerzeit "Dunga"-Raute genannt. Für die "Palatina-Edition" wäre noch ein Name zu suchen, sofern sie sich etabliert.

Von Zuckerhut-Zauber blieb diese Drittliga-Partie dann aber doch ziemlich weit entfernt, obwohl sie durchaus spannend anzuschauen war. Das "hohe Verteidigen", wie es FCK-Coach Antwerpen fordert, wirkte bei Michael Schieles Braunschweigern zunächst besser organisiert. Und schon nach zehn Minuten hatten sie eine der besten Torchancen des ganzen Spiels, als Martin Kobylanski den Ball an Raab vorbei ans Aluminium zirkelte.

Marlon Ritter: Viel Licht, aber auch Schatten

Aufgelegt hatte Braunschweigs Zehner - der neue Eintracht-Stürmer Luc Ihorst -, und der hatte es Sekunden zuvor einfach zu einfach, sich am rechten Flügel gegen Marlon Ritter durchzusetzen. Womit wir bei der schillerndsten Erscheinung im FCK-Team wären: Ritter war im zentralen Dreier-Mittelfeld am tiefsten positioniert, eine für ihn, zumindest im FCK-Dress, neue Rolle. Und in dieser hatte er einige gute Szenen. Er sorgte für Flankenwechsel, unternahm lange Läufe mit und ohne Ball, mogelte sich auch mal mit in die Spitze. In der 67. Minute hätte er um ein Haar den Führungstreffer erzielt.

Allerdings leistete sich Ritter auch ein paar Ballverluste, die auf der Sechser-Position verhängnisvoll werden können. Mal, weil er sich zu spät vom Ball trennte, mal, weil er den berühmten Schlenker zu viel versuchte. Hier wird Antwerpen abwägen müssen, ob Götze in der Rolle des tiefen Aufbauspielers dem FCK-Spiel nicht klarere Struktur verleiht. Als reiner Innenverteidiger erreichte der Hoffnungsträger der Fans diesmal jedenfalls nicht annähernd die Wirkung, die er im Finale der Vorsaison hatte.

Klingenburg und Wunderlich bereichern, setzen aber auch Fragezeichen

Neuzugang René Klingenburg debütierte in der Achter-Rolle ebenfalls mit viel Licht, aber auch Schatten. Er bereicherte das zentrale Mittelfeld mit körperlicher Präsenz, die vergangene Spielzeit einige Male vermisst wurde, zeigte, dass er sich auch spielerisch durchsetzen kann, allerdings hätte auch er den ein oder anderen Ballverlust vermeiden können.

Hinter den Spitzen wiederum hatte Mike Wunderlich zwei große Momente, die das Spiel zugunsten des FCK hätten entscheiden können. So legte er gedankenschnell Ritters Großchance auf. Entstanden war die Situation allerdings erst nach einem Querschläger von Eintracht-Defensivakteur Jannis Nikolaou.

Das Highlight des Spiels: Über acht Stationen nach vorne

Wunderlichs zweite große Szene dagegen krönte ums Haar den schönsten Spielzug des FCK im ganzen Spiel: In Minute 72 klärte Hendrick Zuck eine Rechtsflanke der Braunschweiger im eigenen Strafraum, worauf es, mit Kapitän Zimmer als Schwungrad, über acht Stationen nach vorne ging. Den letzten Pass spielte Wunderlich auf den eingewechselten Kenny Redondo - und der scheiterte, wie zuvor Ritter, an Eintrachts starkem Schlussmann Jasmin Fejzic.

Wie viele solcher Momente von Wunderlich wohl generell zu erwarten sind - sowohl innerhalb von 90 Minuten als auch über die gesamte Saison? Er zählt immerhin schon 35 Lenze. Einen Nicolas Sessa noch als Alternative auf der Zehner-Position zu haben, könnte da noch Gold wert sein. Diesmal fehlte Sessa aufgrund einer Sperre aus der Vorsaison.

Es bleibt dabei: Ein Kopfballmonster fehlt

Unterm Strich aber zeigte sich vor allem in der Schlussphase: Es war ein Spiel, dass am ehesten über einen ruhenden Ball hätte entschieden werden können. Denn so engagiert sich die Roten Teufel in die Braunschweiger Hälfte schoben - wirklich durch kamen sie gegen diese massiv gestaffelte Deckung nicht. Doch auch die Flugbälle, die vor allem Wunderlich nach Freistößen und Eckbällen in den Braunschweiger Strafraum servierte, fanden nie den Schädel eines Mitspielers - und das, obwohl sie nicht schlecht getreten waren. Um mal drei Punkte mit der Brechstange zu sichern, fehlt diesem FCK halt doch noch ein echtes Kopfballmonster.

Immerhin: In Hälfte eins kam die Elf zumindest über zweite Bälle nach Ecken zwei Mal einem Treffer näher - durch Hinterkopf-Bälle von Huth und Hanslik. Und Zuck schlenzte einen Freistoß von halbrechts so geschickt aufs kurze Eck, dass Fejzic beim Klären außer Können auch Glück brauchte.

Hercher muss raus, Schad kehrt zurück

Rechtsverteidiger Philipp Hercher war bereits nach einer halben Stunde mit Adduktorenproblemen ausgeschieden. Ärgerlich, da Hercher vergangene Rückrunde, gerade auch nach Standardsituationen, gut war. Doch des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud: Für Hercher kam Dominik Schad zu seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz nach neun Monaten Verletzungspause. Unter diesen Voraussetzungen ein höchst respektables Comeback, wenngleich Schad längst noch nicht wieder die offensive Durchschlagskraft entfaltet, die er in Bestform hatte.

Fehlt noch ein Wort zur neuen Nummer 1. Das aber lässt sich schwer sprechen, denn Raab bekam in diesen 90 Minuten nicht wirklich viel zu tun. Wie souverän er noch in der Anfangsphase einen Flugball der Braunschweiger abfischte, deutete Selbstbewusstsein und Strafraumbeherrschung an. Und wie vor allem im Testspiel gegen den SV Sandhausen in der Vorbereitung zu sehen war, hat Raab auch fußballerisch einiges drauf. Das könnte eines der Kriterien gewesen sein, die Antwerpen dazu veranlassten, ihm den Vorzug vor Spahic zu geben. Ein "spielender Torwart" würde zu den Ansprüchen des Trainers passen.

Die xG-Grafiken: Lautern hätte gewinnen müssen

Kommen wir zu den "Matchplots", die uns Sander Ijtsma von "11tegen11" wieder zur Verfügung stellen kann. Dafür erstmal vielen Dank in die Niederlande, war bestimmt nicht einfach, uns diesen Service aufrecht zu erhalten. Für mögliche neue Leser unserer Taktik-Analysen verweisen wir auf unsere nähere Erläuterung von letzter Saison, worum es hierbei überhaupt geht: Grafiken sagen nicht alles, aber viel: Die xG-Analyse

Die Time der "expected Goals" zeigt: Der FCK hätte dieses Spiel eigentlich gewinnen müssen. Aber auch: In der letzten Viertelstunde gelang ihm in der Tat nichts mehr, was das Spiel hätte nach Hause bringen können. Braunschweig hingegen bot eine konzentrierte Defensivleistung, tat aber nach vorne zu wenig, um als Sieger vom Platz gehen zu können.

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Die Positions- und Passgrafik zeigt die angesprochene asymmetrische Flügelbesetzung der Lautrer - und gibt auch die Rollenverteilung im zentralen Mittelfeld gut wieder.

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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik der Braunschweiger. Interessant, wie tief sich Sturmtank Nick Proschwitz anbot.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer



Beitragvon MarcoReichGott » 25.07.2021, 17:18


Die Passmap unterstreicht meinen Eindruck vom Spiel: Klingenburg wäre mein Streichkandidat. Defensiv hatte er zwar durchaus seine Momente, aber offensiv war er eigentlich überhaupt nicht ins Spiel eingebunden. Auf der Position ist das eindeutig zu wenig.

Götze ist in der IV einfach verschwendet. So eine Passstatistik würde man bei Kraus erwarten, aber eben nicht von einem der spielstärkstens Spieler der Liga.

Insofern kann ich nur hoffen, dass wir nächstes Spiel einen verlässlichen IV haben, sodass Götze ein Stück weit wieder nach vorne rücken kann.



Beitragvon BerlinerBetzebub » 25.07.2021, 17:59


Wow!
Eure Berichterstattung wird von Saison zu Saison und von Spiel zu Spiel professioneller!
Hut ab! Das liest sich richtig gut. Sehr, sehr gute Analyse untersetzt mit Statistiken, die heutzutage stand of the art sind, in der 3. Liga jedoch eher bei den Trainern als in einer Berichterstattung zu suchen sind.
Und als einer von fast 11Tsd. Stadionbesucher kann den Bericht nur bestätigen.
Danke Euch für Eure Arbeit.



Beitragvon 4everfck » 25.07.2021, 18:11


Für mich war unser Spiel auch noch sehr ideenlos. Bisschen hinten rum Ball Geschiebe und dann Langholz nach vorne. Die zweiten Bälle sind dann meistens bei den Braunschweigern gelandet. Auch gefällt es mir nicht das wenn unsere Spieler den Ball annehmen sich grundsätzlich Richtung eigenes Tor drehen und den schnellen Weg nach vorne meiden. Der Torwart sollte nur in letzter Not angespielt werden. Ansonsten bitte bei ballannahme Richtung gegnerisches Tor drehen und nicht wieder zurück spielen. Daran sollten wir arbeiten!
Für immer Fritz-Walter-Stadion! Kategorie KL Jung-treu-laut



Beitragvon Olamaschafubago » 25.07.2021, 19:08


Da gehe ich mit der Analyse von Kohlmeyer größtenteils konform. Ob es jetzt das "Kopfballungeheuer" ist, das uns in der Sturmspitze fehlt oder nicht, weiß ich nicht, verwertbare Flanken kommen ja inzwischen. Prinzipiell wäre mehr physische Präsenz im gegnerischen Strafraum wünschenswert. So bekommt Huth kaum einen Ball festgemacht und das war leider schon in der Vergangenheit das Problem.

In der Schlussphase der letzten Saison hat vor allem auch unser rechter Flügel besser funktioniert - Hercher wurde recht früh ausgewechselt und Schad fehlte offensiv noch die Bindung, das sieht man dann auch in der Passmap. Generell würde ich Hercher offensiver aufstellen als Zimmer, da das bisher besser geklappt hat. Götze gefällt uns allen glaub ich besser auf der Position, die Ritter nun bekleiden soll. In der Rückrunde war er auch eher rechts ins Offensivspiel eingebunden. Dass wir trotz diesem "gestutzten" rechten Flügel noch so viele Chancen kreiert haben, wie die xG-Grafik zeigt (gerade die spielerische Dominanz in der 2. HZ ist gut abgebildet), macht Hoffnung für die Saison. Zudem sind Sessa und Senger bald wieder einsatzbereit und sorgen personell für Entlastung.

Klar ist, dass hohe Bälle in den Sechzehner momentan zu selten eine gute Verarbeitung finden. Ich traue Huth da noch den Durchbruch zu, aber man darf nicht vergessen, dass er in der Vorbereitung Abwehrreihen auf niedrigerem Niveau gegen sich hatte. Das Beste wäre, die Last im letzten Drittel auf mehrere Schultern zu verteilen und Räume durch das Auseinanderziehen der gegnerischen Abwehr zu ziehen - Sessa und Wunderlich ist das zuzutrauen, Klingenburg sehe ich eher als defensiven Abräumer.

Die Lücke in der IV sehe ich nach dem gestrigen Spiel und der Topleistung von Tomiak nicht mehr so pressierend. Wenn wir Götze vorziehen, hätten wir dann für die IV noch Senger, Kraus und Winkler - jeder mit seinen Stärken und Schwächen. Da würde ich noch ein paar Spiele abwarten, aber Götze dort hinzustellen sehe ich wie viele hier als Verschwendung.



Beitragvon FORZA85 » 25.07.2021, 22:55


Klingenburg ist nicht zu ersetzen. Seine körperliche Präsenz und Entschlossenheit ist ein wichtiger Puzzleteil, um den Gegner Respekt einzuflößen und ihm auch den Schneid abzukaufen. Wir brauchen keine Mickey Mouse Truppe, die spielerisch alles lösen kann. Das klappt nicht.
Ein Mentalitätsmonster, der der Truppe richtig gut tut. Mit Zimmer zusammen habe ich keine Angst, dass es den Vorwurf gibt, das Team ist zu leise und lieb.



Beitragvon Bergerbetze » 26.07.2021, 11:05


Wenn man sich die Grafik anschaut, sind sich Huth und Hanslik auf den Füßen rumgestanden.

Für mich sollte man sich für ein "H" entscheiden, also Hanslik ODER Huth und die freie Stelle dann mit einem IV ersetzen, damit Götze ins Mittelfeld kann.

Wir haben auf der Bank noch Kraus und Winkler... und wenn man gegen Braunschweig Kraus für Götze bringen kann, dann kann man Kraus auch direkt von Start an in der IV aufbieten... hat man davor dann Götze und Klingenburg, sollte das Zentrum auch dicht sein...

Abgesehen davon: Wir sind in der aktuellen Tabelle auf Platz 7... so gut waren wir seit Jahren nicht mehr... also auch mal das Positive sehen...
:teufel2:



Beitragvon Betze_FUX » 26.07.2021, 17:50


Geil fand ich auch das Statement von TH innder Halbzeit.
Wenn er den Ball nicht bekommt, muss er halt das taktische faul machen.
Das hab ich so auch noch nie gehört, dass man sagt das faul wäre richtig gewesen.
Irgendwie cool. Jeder weiß dass das genau so besprochen und gehandhabt wird, aber keine spricht es aus.
Heute ist es doch wichtiger über den "diametral abkippenden Neuner" zu philosophieren, als sich hinzustellen und zu sagen "wenn s nicht klappt, fliegt der halt".
So ist Fussball...zumindest wie ich es noch gelernt habe :teufel2:
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon BetzeBodega » 26.07.2021, 18:33


Ich habe eine Frage zur Passgrafik: Dass keine Linie von Ritter und Tomiak zu Hercher gezogen ist, liegt daran, dass er so früh ausgewechselt wurde, oder? Oder würden auch Pässe an Schad in der Grafik als Pässe an Hercher verbucht?

Vielen Dank schonmal im voraus, falls jemand weiterhelfen kann.

Und danke für die tolle Analyse.
"Kritisiert mir den nicht so viel, das ist ein guter Mann"



Beitragvon Block8.1-Fan » 26.07.2021, 19:27


BetzeBodega hat geschrieben:Ich habe eine Frage zur Passgrafik: Dass keine Linie von Ritter und Tomiak zu Hercher gezogen ist, liegt daran, dass er so früh ausgewechselt wurde, oder? Oder würden auch Pässe an Schad in der Grafik als Pässe an Hercher verbucht?Und danke für die tolle Analyse.


Hi, Ja das verstehe ich auch nicht. Das würde mich auch interessieren, wie es hier mit Schad weiterging, oder ob Tomiak tatsächlich keinen PASS an diese "Position" gespielt hat.
Eigentlich bin ich ein Supertyp. Aber ich kann wohl auch ein richtiger Arsch sein. (Mario Basler)



Beitragvon Kohlmeyer » 26.07.2021, 20:01


Kurz zur Erklärung:

Passlinien werden überhaupt erst eingezeichnet, wenn zwischen zwei Spielern drei und mehr Pässe gespielt wurden.

Die Grafiken erstellt Sander anhand der ersten 70 Minuten eines Spiel, weil seiner Ansicht in den letzten 20 Minuten in der Regel so viele Auswechslungen und taktische Umstellungen vorgenommen werden, dass die Aussagekraft verloren ginge.

Und: Auswechslungen werden in den Grafiken nicht vermerkt. Will sagen: Schads Aktivitäten fließen für ungefähr 40 Minuten in den Hercher-Spot mit ein.

Gruß,
Kohlmeyer



Beitragvon Alex76 » 26.07.2021, 22:14


Relativ gutes Spiel mit Steigerungspotential. Das chancenverhältnis hatte ich nicht so deutlich wahrgenommen. Jetzt nachlegen und man wäre gut dabei.



Beitragvon BetzeBodega » 27.07.2021, 08:48


@Kohlmeyer Vielen Dank für die Erklärung!


Und: Auswechslungen werden in den Grafiken nicht vermerkt. Will sagen: Schads Aktivitäten fließen für ungefähr 40 Minuten in den Hercher-Spot mit ein.


Das heißt dann aber, dass in 70 Minuten keine drei Pässe an Hercher/Schad von Ritter/Tomiak gespielt wurden, schon auffällig irgendwie, dass diese Seite zumindest von Ritter und Tomiak nicht so eingebunden wurde. (Kann natürlich auch daran liegen, dass gerade hier viel gepresst/zugestellt wurde durch die Braunschweiger, das habe ich jetzt nicht mehr so im Kopf
"Kritisiert mir den nicht so viel, das ist ein guter Mann"



Beitragvon MarcoReichGott » 27.07.2021, 09:17


Der Spielaufbau läuft in Antwerpen System nicht über die Außenverteidiger, sondern wir spielen mit einer breiten 3er Kette hinten und die Avs sollen frühzeitiog vorschieben.

Mir sind hier einige Situationen aufgefallen, in denen Tomiak im Spielaufbau sehr unpräzise gespielt hat bzw. sich nicht als Aufbauspieler mehr angeboten hat. Auf der anderen Seite hingegen steht Götze...eine gewisse linksseitigkeit im Spielaufbau ist daher zu erwarten gewesen. Dazu kommt, dass Hercher humpeln rumrannte und das System von Antwerpen ohnehin Schad nicht entgegen kommt.



Beitragvon BetzeBodega » 27.07.2021, 11:49


@MarcoReichGott

Da hast du natürlich Recht, guter Punkt! Aber auch mit heraufgerückten AV sollten da doch mehr als drei Pässe rumkommen.

Mir hat im Spiel auch etwas die Bindung von Verteidigung zum Sturm gefehlt. Diese hätte man wohl auch über die AV´s mehr herstellen können
"Kritisiert mir den nicht so viel, das ist ein guter Mann"



Beitragvon FCKTORFUCKYEAH » 27.07.2021, 15:36


Gute Analyse von *checkt Autorenname* Eric Scherer.

Ich kannte einen Eric Scherer in der dritten Klasse und er hatte einmal mein Nutellabrot geklaut und gegessen. Ich denke da fast jede Woche dran und frage mich, ob es der selbe sein könnte.



Beitragvon Strafraum » 27.07.2021, 15:53


So ich lass mich jetzt hier mal aus.....

Vom Einsatz her mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf.

Was mich störte waren die "kurzen Abstöße" innerhalb des 16ers und das langsame Ball hinten herumgeschiebe. Dadurch wurde auch Raab ab und an mal in Gefahr gebracht. Ich würde mir wünschen das der Ball schneller hinten heraus gespielt wird. Man wollte doch Tempo im Aufbauspiel, fehlte mir persönlich von hinten heraus.

Das Spiel über außen muss schneller werden und der Huth brauch verdammt nochmal Bälle auf seine Birne. Man muss sich einfach mal seine 14 Tore Saison bei Zwickau anschauen, da sieht man wie der Junge eingesetzt worden ist. Er kann das, aber er braucht Bälle und zwar gescheite.

Tomiak hinten drauf kompromissloser Abräumer gefällt mir, vor allem ist er schnell. Falls Senger sich durchsetzt wenn er wieder Fit ist dann haben wir eine kompromisslose IV die einfach abräumt oder tötet.

Klingenburg ja was soll ich sagen, solide, aber er hatte mich zwischenzeitlich an Hemlein erinnert. Deshalb hoffe ich das er sich nicht zu Hemlein 2 entwickelt.

Wunderlich mit guten Pässen da merkt man die Erfahrung und das Feingefühl im Fuß, für 35 top fit, eine echte Verstärkung.

Rechte Achse Zimmer / Hercher.... Diese Achse hätte ich eher so spielen lassen wie in der Rückrunde, wo Hercher öfters offensiver war als Zimmer. Jetzt ist Schad zurück, er könnte das bestimmt genauso spielen.

Linke Achse Zuck / Hanslik, war nicht so durchschlagskräftig aber auch solide. Zuck macht für mich das Spiel langsam, vielleicht kann Hercher auf der linken Seite für Zuck auflaufen, würde mir eher zu sagen.

Huth war stets bemüht, aber er musste auch wieder sehr viele Bälle holen und lief sich da ein Wolf... Für mich hat der Junge nach wie vor Potenzial, aber er lebt von Bällen und das hat sich meines Erachtens noch nicht so verbessert bei uns.

Und hört mir auf mit dem Pourie, erstens war dieser Wohl ein Stinkstiefel, das ist nicht gut fürs Mannschaftsgefüge auch nicht wenn wer 15 Tore schießt. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher wenn man eine Intakte Mannschaft hat das diese das kompensiert. Er hat auch nicht die Leistung gebracht die man sich von ihm erhoffte, und wer weis wie das mit dem Gehalt des Spielers geregelt gewesen war. Ich vermute mal, das er für uns Gehaltstechnisch durch eine feste Verpflichtung nicht bezahlbar gewesen wäre.
Ruhe an der Murmel! Das muss in die Birne!



Beitragvon Kohlmeyer » 01.08.2021, 16:58


Hier kommt unsere Taktik-Nachlese aus Meppen - die xG-Grafiken werden nachgereicht:

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Foto: Daniel Krämer

Taktik-Nachlese zum Spiel SVM-FCK
Die DBB-Analyse: Psycho-Gedöns und andere Kopf-Sachen

Déjà-vu im Emsland. Der 1. FC Kaiserslautern verliert zum dritten Mal in Folge beim SV Meppen, darf sich davon aber nicht runterziehen lassen. Gegen mauernde Gegner kann im Moment nur eins helfen: Erst gar nicht in Rückstand geraten.

Von einem "psychologisch wichtigen Moment" zu sprechen, wenn ein Treffer kurz vor der Pause fällt, ist so abgedroschen, das anständige Reporter es sich längst abgewöhnt haben. So richtig Sinn hat der Satz ja auch noch nie ergeben. Nach einem Gegentor unmittelbar vor Ende der Halbzeit haben Mannschaft und Trainer anschließend immerhin ein paar Minuten Zeit, den Schlag zu verdauen und zu besprechen, wie es darauf nun zu reagieren gilt. Ein Gegentreffer unmittelbar nach der Pause ist "psychologisch" daher eigentlich viel ungünstiger.

Das Schöne am Fußball ist aber auch: Man kann sich Psycho-Gedöns wie dieses immer so drehen, dass es passt. Der Treffer, den Max Dombrowka am Samstag unmittelbar vor dem Pausenpfiff für den SV Meppen erzielte, sollte die Partie nicht nur entscheiden, er markierte auch den Knackpunkt in einem bis dahin durchaus gut anzusehenden Spiel des FCK. Insofern könnte er vielleicht doch "psychologische" Bedeutung gehabt haben.

Symbolfigur Zimmer: Erst positiv, dann negativ

Der FCK hatte in den ersten 45 Minuten nämlich ein rundes halbes Dutzend guter Einschussgelegenheiten und diese allesamt über die rechte Seite vorbereitet. Schon in der dritten Minute über Dominik Schad, dessen Flanke Mike Wunderlich am langen Eck volley nahm, aber verzog. Später nach einer Ablage von Mittelstürmer Daniel Hanslik auf Nicolas Sessa. Und schließlich köpfte Hanslik eine Freistoßflanke von Wunderlich ans Aluminium.

Ausgangspunkt der einleitenden Rochaden über die rechte Seite war stets Kapitän Jean Zimmer, der gegen Ende der ersten Halbzeit nach einem eigenem Flankenlauf ein weiteres Mal auf Sessa auflegte, der jedoch an Meppen-Keeper Erik Domaschke scheiterte. Danach aber wurde der Kapitän auch in negativer Hinsicht zur Symbolfigur seines Teams.

Denn mit Dombrowka erzielte der Meppener Linksverteidiger den entscheidenden Gegentreffer. Per Kopf, nachdem er am langen Eck eingelaufen war, um eine weite Flanke von Rechtsverteidiger Markus Ballmert in den Strafraum in Empfang zu nehmen. Die Reporter von "Magenta Sport" und dem SWR waren sich daraufhin einig, dass ein Stellungsfehler von Schad den Treffer ermöglichte. Der aber stand wenigstens ungefähr da, wo ein Rechtsverteidiger in einer solchen Situation stehen muss. Die Frage war viel eher: Wo war Zimmer? Als rechter offensiver Außenbahnspieler hätte er eigentlich mit dem gegnerischen Linksverteidiger mitgehen müssen.

Und der Kapitän hatte an seiner Schuld wohl schwer zu tragen, denn ihm gelang in Hälfte zwei kaum noch etwas. Und mit seinem Spiel wurde auch das seiner Elf immer zerfahrener. Symptomatisch: Die 80. Minute, als Wunderlich den freistehenden Zimmer an der rechten Strafraumlinie anspielte, diesem aber der Ball an die Hand sprang.

Die unendliche Geschichte: Kopfbälle, Kopfbälle, Kopfbälle

Da mag also "Psychologie" im Spiel gewesen sein, allerdings gibt es profanere Dinge ebenso zu analysieren. Das Unheil etwa, das Dombrowkas Kopfballtreffer brachte, hatte sich streng genommen auch schon angedeutet, als Lautern am Drücker zu sein schien. Bereits nach 20 Minuten war die FCK-Hintermannschaft nach einem gar nicht einmal scharf getretenen Freistoß-Flugball ins Schwimmen geraten. Acht Minuten später erwischte der aufgerückte Innenverteidiger Lars Bünning das diesmal schärfer getretene Leder fünf Meter vor dem Kasten von Keeper Matheo Raab voll mit der Stirn, doch sein Aufsetzer sprang knapp über die Torlatte.

Was zeigte: Wieder einmal beherrschten die Roten Teufel den Luftraum nicht. Dombrowka präsentierte ihnen lediglich die Quittung.

Um mehr Wucht ins Zentrum zu bekommen, nahm Marco Antwerpen eine erste Umstellung bereits nach einer Viertelstunde vor. Der FCK-Trainer hatte neben Marlon Ritter zunächst Sessa im zentralen Mittelfeld starten lassen. Der half zwar mit, gute Umschaltmomente zu gestalten, schaffte es im Zusammenspiel mit dem ebenfalls schmächtigen Ritter aber nicht, die Kreise des spielerisch und physisch starken Zehners Luka Tankulic zu stören, den Antwerpen wohl in der Spitze erwartet hatte. Nachdem Tankulic mit einem Pass aus dem Zentrum ums Haar seinem Mitspieler Morgan Faßbender einen Treffer aufgelegt hatte, ließ der Coach Sessa die Position mit René Klingenburg tauschen, der sich bis dahin eher uninspiriert links offensiv versucht hatte. Damit war wenigstens Meppens Spiel durch die Mitte ausgebremst.

In der Pause kam Kraus, Götze rückte nach vorne

In der Pause brachte der Coach zunächst Innenverteidiger Kevin Kraus für Sessa. Damit sorgte er für mehr Kopfball-Kompetenz in der Defensive und ermöglichte Felix Götze, ins Mittelfeld zu wechseln und für mehr Dampf zu sorgen. Da sah für einige Minuten dann tatsächlich etwas besser aus. Dann aber machten es sich die Gastgeber in der Rolle der Kontermannschaft kommod und blieben bis zum Schlusspfiff mit Gegenstößen gefährlich. Am Ende stand ein klares Chancenplus für Meppen, obwohl sich der Ball in Halbzeit zwei die meiste Zeit in ihrer Hälfte befand.

Der bereits mit Gelb belastete Faßbender hätte beinahe das 2:0 erzielt, unmittelbar nachdem er nach einem Textilvergehen eigentlich Gelb-Rot hätte sehen müssen - irgendwie hätte das gut zu dieser Partie gepasst. Am nächsten dran am zweiten Treffer waren die Hausherren jedoch nach einer weiteren Tankulic-Ecke, die abermals Bünning an die Latte köpfte. Als wollten die Emsländer den Pfälzern mit aller Macht zeigen, wo derzeit ihre größte Schwäche ist.

Schmitts monströser Dreifach-Wechsel: Vor wem hatte er eigentlich Angst?

Dazu passt auch der monströse Dreifach-Wechsel, den SVM-Trainer Rico Schmitt nach 78 Minuten vollzog. Er brachte auf einen Schlag den 1,94 Meter großen Jeron Al-Hazaimeh, den ebenfalls 1,94 Meter großen Yannick Osee - übrigens ein gebürtiger Lautrer - sowie den 1,88 Meter großen Jonas Fedl, um hinten endgültig dicht zu machen.

Da lässt sich nur ketzerisch fragen: Vor welchem Kopfballspieler auf Seiten des FCK hatte Schmitt eigentlich eine solche Angst? Marco Antwerpen hatte bereits mit Elias Huth, Kenny Redondo und Muhammed Kiprit alle noch verfügbaren Offensivspieler gebracht. Das Fürchten lehren konnte den Gegner keiner von ihnen.

So etwas wie eine Einschusschance war lediglich noch für Klingenburg zu verzeichnen, der nach einer Wunderlich-Ecke den Ball im Fallen übers Tor jagte. Ansonsten glich die Schlussviertelstunde des FCK der vom Saisonauftakt gegen Braunschweig. Gegen einen tief stehenden Gegner fand er kein Durchkommen mehr.

Ein Punkt, kein Tor, jetzt kommt Gladbach - da heißt es, Nerven behalten

Um solche Situationen spielerisch zu lösen, fehlt es - noch? - an Schnelligkeit und Präzision im Passspiel. Um eine Partie mit der Brechstange noch hinzubiegen, an geeignetem Personal, das gegebenenfalls auch von der Bank kommen könnte. Im Moment kann die Strategie daher nur lauten: Erst gar nicht in Rückstand geraten, damit es erst gar nicht zu einem Anrennen gegen kompakte Defensivblöcke kommt.

Der FCK steht nach zwei Spielen in der Liga noch ohne Tor und mit nur einem Punkt da, und nun steht das DFB-Pokal-Spiel gegen Bundesligist Borussia Mönchengladbach an. Da wäre eine weitere Niederlage keine Überraschung, doch das Stimmungsbarometer würde weiter sinken. Wie schon in den vielen Spielzeiten zuvor, in denen alles besser werden sollte, es dann aber doch nicht wurde.

Da hilft nur eins: Nerven behalten und keine negativen Gedanken an sich heranlassen. Auch nach zwei Spielen ist der Saisonstart noch nicht verpatzt. Gegen Gladbach etwa wird der FCK gegen keinen mauernden Gegner anrennen müssen, solange es 0:0 steht - und kann sich auf das Umschaltspiel konzentrieren, das ihm bislang gar nicht so schlecht gelingt.

Und man sollte auch nicht jedes Wort, das ein impulsiver Typ wie Marco Antwerpen unmittelbar nach dem Abpfiff eines enttäuschenden Spiels von sich gibt, auf die Goldwaage legen. Bereits nach dem zweiten Saisonspiel den Charakter einiger seiner Jungs in Frage zu stellen, nachdem er wenige Tage zuvor noch die gute Harmonie in seiner Truppe gelobt hat, ist sicher keine gute Idee, aus der Enttäuschung heraus aber entschuldbar.

Die xG-Grafiken vom Spiel stehen noch nicht zur Verfügung, werden aber in Kürze nachgereicht.

Ergänzung, 03.08.2021: Die xG-Grafiken zum Spiel in Meppen

Hier, wie versprochen, die xG-Grafiken im Nachklapp. Die xG-Timeline bestätigt die subjektiven Eindrücke. Lautern war bis zur 45. Minute noch im Vorteil, auch, was die Qualität der herausgespielten Torchancen angeht. Ebenso deutlich ist zu sehen: In Hälfte zwei ist nur noch Klingenbergs Schussversuch kurz vor Schluss erwähnenswert. Am Ende steht ein xG-Ergebnis von 1.77 : 1.61 zugunsten des SV Meppen, drum darf deren Trainer Rico Schmitt mit Fug und Recht von einem verdienten Sieg sprechen.

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Die Positions- und Passgrafik belegt: Beim lief tatsächlich alles über die rechte Seite, und eigentlich lief es bis zur Pause auch gar nicht schlecht. Es sei hier nochmal gesagt: Diese Visualisierungen bilden nur die ersten 70 Minuten eines Spiels ab, da die finalen 20 nach Sander Ijtsmas Ansicht in der Regel so viele Wechsel und Umstellungen bringen, dass sie ein schlüssiges Gesamtbild kaum noch zulassen würden.

Zu sehen ist aber auch: Links offensiv bot sich beim FCK kaum jemand an, Sessa zog es nach seiner offiziellen Versetzung auf diese Position faktisch mehr in seine geliebte Zehnerrolle. Breite im Spiel lässt sich so nicht herstellen, und gerade auch die wäre wichtig, um einen tief stehenden Gegner erfolgreich zu bespielen.

Die dicksten Spots bilden Götze und Tomiak, demnach hatten die beiden auch den meisten Ballbesitz. Den verschafften sie sich allerdings, indem sie sich vorzugsweise die Bälle hin und her spielten. Auch das spricht für sich.

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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik der Meppener. Klar, insgesamt deutlich weniger Ballbesitz, allerdings passte sich die Abwehrreihe so gut wie nie die Bälle zu. Da wurde geschaut, dass es im Ballbesitz schnell nach vorne geht. Und wenn dann am Ende ein 1:0-Sieg steht, hat man alles richtig gemacht, das wusste schon Otto Rehhagel.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer



Beitragvon die 80er » 02.08.2021, 13:10


Servus,
@ Eric Scherer, sehe ich auch, Gegentor kurz vor der HZ ist immer besser als kurz danach!

Denn so hatte MA die Möglichkeit in der Pause zu reagieren.
Stelle mir aber schon die Frage ober er in der HZ im gleichen Modus war als nach dem Spiel.

Wohl kaum, zumindest ging kein Ruck durch die Mannschaft, eher im Gegenteil...
Würde mich schon interessieren was&wie er die Truppe angesprochen hatte.

In dem Punkt was & wie er nach dem Spiel reagiert hat, muss ich Eric widersprechen, das ist für mich unprofessionell, da muss er sich mehr im Griff haben,
wenn ein Vorgesetzter sein komplettes Team so faltet, ist nicht gut. Das muss er intern machen. Das kann auch schnell nach hinten los gehen. Bin mal gespannt wie sich das entwickelt.
Zur Situation von uns, sollten wir aber wirklich abwarten bis 5-6 Spiele gespielt sind...



Beitragvon 1:0 » 02.08.2021, 17:47


"Kommod" ist ein wunderschönes Wort! Das merke ich mir!!!



Beitragvon DieWalzFunDePalz » 02.08.2021, 21:00


Treffende Analyse. Weiter so lieber Eric. Ich hatte mir (wie wahrscheinlich jeder von uns) mehr erhofft. Leider scheint es so, als hätten wir die gleichen Probleme wie letztes Jahr. Und nach 2 Spieltagen schon wieder in Hoffnung zu verfallen wollte ich eigentlich auch nicht. Also, was tun?
Der Typ ist so quirlig, der geht nach dir in die Drehtür und kommt vor dir wieder raus.“
Bela Rethy



Beitragvon Miggeblädsch » 03.08.2021, 09:43


DieWalzFunDePalz hat geschrieben:... Also, was tun?


Wir Fans
sollten Ruhe bewahren, hinter Mannschaft und Trainer stehen und supporten, so gut es geht. Mehr können wir nicht tun. Einzelne Spieler niederzumachen oder den Trainer bereits anzählen bringt gar nichts.

Der Trainer
muss schnellstens an den Mentalitätsschrauben drehen und dafür sorgen, dass die Einstellung seiner Spieler stimmt. Es kann doch nicht sein, dass wir mit eingespieltem Kader nach einer (wie verlautet) optimalen Vorbereitung in Meppen auftreten wie ein Knabenchor. Und das in dieser für uns so wichtigen Saison. Außerdem muss er genau analysieren, wo noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit wir in allen Mannschaftsteilen gleich gut aufgestellt sind.

Der sportliche Leiter
muss bereits eine Liste von Spielern parat haben, die auf den vakanten Positionen sofort funktionieren, also als potenzielle Stammspieler geholt werden. Talente und Ergänzungsspieler haben wir genug, wir müssen uns verbessern, nicht verbreitern. Danach muss er den Investoren klarmachen, wo die Lampen hängen und wieviel Strom er braucht um ein aufstiegsfähiges Licht zu erzeugen.

Die Investoren
müssen sich entscheiden, welches Ziel ihnen wichtiger ist: In diesem Jahr aufsteigen oder im nächsten Jahr für kleines Geld den Rest des FCK aufzukaufen. Sollte der Aufstieg das primäre Ziel sein, wird man nicht umhinkommen, den Einkaufszettel von Hengen finanziell unterstützen.

Das ist das, was wir tun können. Jedenfalls außer beten und hoffen...
Jetzt geht's los :teufel2:



Beitragvon michael65 » 03.08.2021, 15:36


Die Passgrafik ist wirklich sehr interessant. Wenn wir gegen einen tiefstehenden Gegner spielen, ist ein Spiel in die Breite wichtig und dass von den Außen die Flanken zu den Sturmspitzen rein kommen. Das wiederum bedeutet, dass die Spieler auch diszipliniert ihre Position halten. Rechts mit Schad und Zimmer wunderschön, links steht nur Zuck richtig, Sessa in der schon sehr engen Mitte.
Das gleiche Bild ergibt sich aus dem ersten Spiel gegen Braunschweig. Da muss Antwerpen mal deutliche Worte fallen lassen und Zuck als erfahrener Führungsspieler seinen Vordermann anweisen ... eben Führung übernehmen.

Danke, Erik, für diese Analysen!
"Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die, die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren."
(Friedrich Rückert)



Beitragvon kl_trott » 03.08.2021, 16:12


So ist es. Das linke Mittelfeld fand nun zwei mal hintereinander praktisch nicht statt. Auch wenn Hanslik das in der Vergangenheit gespielt hat, war das so, da er sich eher ins Zentrum fallen ließ (und dort dann genetzt hat).

Spätestens, wenn Hercher zurückkommt, muss der Coach eine Lösung für ihn, Zimmer, Schad und Zuck finden, denn alle 4 sind Leistungsträger und gehören in die erste 11.

Ich sehe das eigentlich so, dass Hercher (oder Gibs) hinten links übernehmen sollten und Zuck eins nach vorne wandert. Hanslik dann vorerst Mittelstürmer Nr 1.




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