
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - KFC Uerdingen
Duell der Enttäuschenden auf dem Betze
Den 1. FC Kaiserslautern und den KFC Uerdingen hatte man zu Beginn der Spielzeit in der Tabelle weit oben erwartet. Mit dem Aufstieg haben beide Teams aber schon lange nichts mehr zu tun und treffen sich stattdessen am Samstag zum Mittelfeld-Duell.
Schon jetzt steht fest, dass die Saison 2019/20 sportlich wieder eine für die Tonne ist. Fünf Spieltage vor Schluss hat der mit großem Etat gestartete 1. FC Kaiserslautern den Klassenerhalt in der 3. Liga immer noch nicht ganz endgültig sicher. Diesen zu erreichen und Sicherheit über die nächstjährige Ligazugehörigkeit zu haben, wäre aber auch für die nun beginnenden Verhandlungen im Rahmen des am Montag beantragten Insolvenzverfahrens nicht unwichtig. Von Gesprächen mit potentiellen Investoren ganz zu schweigen. Die nächste Chance, die noch nötigen Punkte einzusammeln, haben die Mannen von Boris Schommers am Samstag gegen den Tabellennachbarn KFC Uerdingen. Der aufgemotzte Klub von Haudrauf-Investor Mikhail Ponomarew blickt ebenfalls auf eine erneut unbefriedigende Saisonbilanz.
Anstoß des Geisterspiels im Fritz-Walter-Stadion ist um 14:00 Uhr. Die Partie wird nicht im Free-TV übertragen und ist somit nur kostenpflichtig bei "Magenta Sport" zu sehen. Alles Wichtige vor, während und nach dem Spiel erfahrt Ihr natürlich auch hier auf DBB.
Was muss man zum 34. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Am Mittwoch in Würzburg zeigte der 1. FC Kaiserslautern vor allem in der zweiten Halbzeit ein mehr als besorgniserregendes Gesicht. Die 0:2-Niederlage war am Ende hochverdient. Warum die Lautrer auch in dieser Saison oben nichts zu suchen haben, bewies die Partie am Dallenberg ganz gut. Weil Großaspach am Mittwoch Zwickau mit 1:0 schlug, bleibt der Vorsprung des FCK auf den ersten Abstiegsplatz bei noch 15 zu vergebenden Punkten bei beruhigenden sieben Zählern.
Schommers wird auch im Spiel am Samstag rotieren: Drei bis vier Wechsel in der Startelf sind in den "Corona-Wochen" zum Standard geworden, nur Carlo Sickinger und Florian Pick standen bisher immer in der Startelf. Andri Bjarnason ist nach Verletzungspause wieder einsatzbereit, während hinter Janik Bachmann und Simon Skarlatidis weiter ein dickes Fragezeichen steht. Christian Kühlwetter (neun Gelbe Karten), Florian Pick, Hendrick Zuck und Timmy Thiele (vier Verwarnungen) droht eine Sperre.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Ähnlich wie die Roten Teufel hat auch der KFC Uerdingen in dieser Saison erneut enttäuscht. Mit 46 Punkten liegt die Mannschaft von Coach Stefan Krämer nur auf dem 11. Tabellenplatz, ein Rang besser als die Lautrer. Uerdingen wartet seit fünf Spielen auf einen Sieg und erzielte dabei auch nur drei Tore. Die letzten beiden Partien standen sinnbildlich für Formschwankungen des erneut hochdekorierten Kaders: Beim Letzten in Jena erreichte der KFC nur ein 0:0. Gegen Aufstiegskandidat Duisburg hielt man am Mittwoch aber gut dagegen und belohnte sich mit einem 1:1-Unentschieden.
In Kaiserslautern muss Krämer ein Stürmerproblem in seiner Elf lösen. Mit Tom Boere (Muskelfaserriss), Frank Evina (Adduktorenprobleme), Adriano Grimaldi (Adduktorenverletzung) und dem Ex-Lautrer Osayamen Osawe (Muskelfaserriss) fallen vier etatmäßige Angreifer aus.
Frühere Duelle
An das Hinspiel werden sich die Lautrer Fans nicht nur wegen des Ergebnisses gerne zurückerinnern. Mit 3:0 gewannen die Roten Teufel am 9. November 2019 im schon damals - mit Ausnahme des Gästeblocks - Geisterspiel-Atmosphäre bietenden Düsseldorfer Rheinstadion. Der Dreier damals war der Auftakt für fünf FCK-Siege in Folge.
O-Töne
FCK-Trainer Boris Schommers: "Wir sind gut beraten auf uns selbst zu schauen und nicht darauf, was die Konkurrenz macht. Natürlich haben wir wahrgenommen, dass das Spiel in Großaspach vorteilhaft für uns gelaufen ist, aber wir müssen es am Samstag selbst wieder besser machen als in Würzburg."
KFC-Trainer Stefan Krämer: "Auch wenn wir jetzt so ein bisschen im Niemandsland der Tabelle stehen, wollen wir die Saison vernünftig zu Ende spielen."
Daten und Fakten
Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn)
Voraussichtliche Aufstellungen
1. FC Kaiserslautern: Grill - Schad, Kraus, Hainault, Hercher - Bakhat, Ciftci, Zuck (Sickinger) - Thiele, Pick, Kühlwetter (Röser)
Es fehlen: Gottwalt (Sprunggelenksfraktur), Skarlatidis (Adduktorenprobleme), Spalvis (Reha nach Knorpelschaden), evtl. Bachmann (muskuläre Probleme)
- Ca. 45-60 Minuten vor Anpfiff auf unserer Twitter-Seite: Die endgültigen Aufstellungen.
KFC Uerdingen: Vollath - Bittroff, Maroh, Lukimya, Dorda - Matuschyk, Mbom - Barry, Kobiljar - Ibrahimaj, Kinsombi
Es fehlen: Evina (Adduktorenprobleme), Kirchhoff (Muskelfaserriss), Boere (Muskelfaserriss), Grimaldi (Adduktorenverletzung), Osawe (Muskelfaserriss)
Quelle: Der Betze brennt
Vorherige Meldungen ab 18.06.2020:

Samstag, 14:00 Uhr: Duell der Tabellennachbarn
Mit dem KFC Uerdingen kommt am Samstag ein Gegner zum Geisterspiel ins Fritz-Walter-Stadion, den der 1. FC Kaiserslautern mag. Gemeinsam mit "Fussballdaten.de" präsentieren wir Euch die Statistiken zu der Partie.
Schaut man auf die enge Tabelle der 3. Liga, dann fällt auf: Kaiserslautern und Uerdingen marschieren nahezu im Gleichschritt. Zwölf Siege, elf Niederlagen und zehn Unentschieden zeugen von einer ähnlichen Unbeständigkeit der Krefelder, wie sie auch die Roten Teufel beklagen. Auswärts allerdings gehört der KFC zu den besten Mannschaften der Liga: Stolze 27 Punkte entführten die Krefelder aus gegnerischen Stadien, ebenso viele wie Unterhaching. Nur der Waldhof punktet noch öfter in der Fremde.
In der Hinrunde startete gegen den KFC die Lauter Siegesserie
Insgesamt haben es die Pfälzer aber gerne mit dem Klub vom Niederrhein zu tun. Sowohl in der historischen Bilanz (20 Siege in 34 Partien, davon 13 Siege in 16 Heimspielen) als auch aktuell in der 3. Liga liegen die Roten Teufel klar vorne: Gegen Uerdingen zeigte der FCK seit dem Abstieg drei seiner besten Auftritte und gewann jeweils souverän (2:0, 4:2, 3:0). Im Hinspiel war es der Start der bekannten Siegesserie: Fünf Mal in Folge ging der FCK ab dem Erfolg gegen den KFC als Gewinner vom Platz.
Kehrt Bjarnason nach seiner Verletzung in den Kader zurück?
Die hohe Belastung durch die vielen englischen Wochen zehrt so langsam auch am FCK. Umso glücklicher dürfte sich das Trainerteam über mögliche Alternativen freuen: So könnte der ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Andri Bjarnason erstmals in den Kader rücken. Auch auf die Rückkehr von Janik Bachmann wird gehofft, während es für Simon Skarlatidis weiterhin eng bleibt. Uerdingen muss derweil weiterhin auf einige wichtige Leistungsträger verzichten. Der aus Lautrer Sicht sicherlich prominenteste Ausfall dürfte Stürmer Osayamen Osawe (bisher drei Saisontore) sein, außerdem fehlt Top-Torschütze Tom Boere (neun Treffer) noch längere Zeit.
Quelle: Der Betze brennt / Fussballdaten.de
Ergänzung, 16:26 Uhr:

Foto: Eibner-Pressefoto/Alexander Neis
Schommers: "Wir müssen öfter aufs Tor schießen"
Nur wer aufs Tor schießt, kann ein Spiel gewinnen: Mit dieser ebenso einfachen wie nachvollziehbaren Lehre aus der Partie in Würzburg (0:2) geht der 1. FC Kaiserslautern in das nächste Geisterheimspiel gegen den KFC Uerdingen.
"Wir sind gut beraten, erstmal auf uns selbst zu schauen. Aber man muss natürlich keinen Hehl daraus machen, dass der Sieg von Großaspach gestern gegen Zwickau für uns ein Vorteil war, gerade nachdem zuvor Chemnitz und Köln je drei Punkte holen konnten", resümiert Cheftrainer Boris Schommers zunächst den letzten Spieltag, an welchem dem FCK zwischenzeitlich nochmal ernsthafte Abstiegssorgen drohten. Dank des Aspacher Sieges beläuft sich der Vorsprung auf die Abstiegsplätze aber weiterhin auf sieben Punkte, wenn es für den FCK am Samstag (14:00 Uhr) gegen die ebenfalls in einer enttäuschenden Saison stehenden Uerdinger geht. Schommers' dreht den Blick voraus: "Nochmal: Wir müssen vor allem auf unsere eigene Leistung schauen. Wir müssen gegen Uerdingen wieder zu mehr Torchancen kommen und öfter aufs Tor schießen, denn nur so kann man ein Spiel gewinnen - das war gegen Würzburg nicht zufriedenstellend."
Bachmann und Skarlatidis weiter fraglich - Bjarnason vor Comeback?
Personell gibt es vor dem siebten von elf Geisterspielen nicht viele Änderungen beim FCK: Defensivmann Janik Bachmann (muskuläre Probleme) und vor allem Offensivspezialist Simon Skarlatidis (Adduktorenprobleme) sind noch nicht bei 100 Prozent und somit weiterhin fraglich. Stürmer Andri Bjarnason hingegen könnte nach seinen langwierigen Adduktorenproblemen endlich wieder in den Spieltagskader zurückkehren. Auch am Samstag darf wieder eine Rotation von drei bis vier Spielern in der Lautrer Startelf vermutet werden.
Alle weiteren Informationen zum Heimspiel gegen Uerdingen folgen am morgigen Freitag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den KFC Uerdingen
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
