Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon BTZNBRG » 13.02.2020, 10:38


Die Rheinpfalz hat ja eine Monopolstellung in Kaiserslautern und die Lokalredaktion ist im Prinzip nur eine Abteilung der Rheinpfalz aus Ludwigshafen. Das bedeutet dass man daher von der Lokalausgabe auch keinen großartigen Lokalpatriotismus erwarten kann. Politisch gesehen ist es ein SPD-Parteiblatt mit starken Verbindungen zum OB Weichel. Desweiteren ist die Lokalredaktion auch Sprachrohr der FCK-Feinde, und heizt mit einseitiger Berichterstattung den Neid und die Abneigung mancher Leute in KL und Umgebung immer weiter an, wohl wissend dass man als Monopolmedium keinen Widerspruch erhält. Was nicht bedeutet dass es ohne Rheinpfalz keine Anbeigung gegen den FCK gäbe, aber das Blatt trägt mit seiner Haltung schon auch dazu bei. Neben dem FCK gibt es ein weiteres Thema das die Rheinpfalz kleinhält, nämlich das Ansinnen der SPD die Universität in Kaiserslautern mit der Uni Landau zu fusionieren und damit zu schwächen. Wäre das ein CDU-Vorschlag, gäbe es sicherlich dazu deutlich mehr Kritik in der Rheinpfalz.



Beitragvon Flo » 13.02.2020, 10:48


625.000 € plus Instandhaltungskosten und Anteile an Pokaleinnahmen. Wenn es jetzt am Wochenende zu keiner Einigung kommt, dann weiß ich auch nicht. Vor dem Hintergrund, dass 2018 aber die 425.000 € als „marktkonforme Pacht“ für die 3. Liga niedergeschrieben wurden, gibt es für mich eh nur Verlierer. OB Weichel, der seine Glaubwürdigkeit einbüßt, weil er von einem Vorschlag zum anderen springt und es am Ende doch anders kommt. Den FCK, weil er in noch schlechteren Zeiten als vor zwei Jahren noch mehr Geld in die Miete steckt. Geld, das er eigentlich nicht hat, und das er wohl im sportlichen Bereich - sprich im Kader - einsparen muss. Ein immer gefährlicher werdender Teufelskreis. Für beide Parteien.



Beitragvon Es_war_Einmal... » 13.02.2020, 11:55


Sollte jemals in Ferner Zukunft der FCK wieder dort stehen ,wo er meines Erachtens hingehört ( 1. Liga ) , und ein gewisser Herr Weichel immer noch in Amt und Würden sein, ja dann sollte man feststellen und genau hinschauen,wie sich ein OB im Glanz eines FCK sonnt .
Dann wird geheuchelt, das im Pfälzer Wald sich alle Bäume selbst entlauben,vor Scham . :D



Beitragvon Schdolberhannes » 13.02.2020, 12:19


Ich habe mal eine ganz andere Frage: Wie geht es denn weiter, wenn wir nun sagen wir mal 20% unseres Vereinswertes verkaufen und nächstes Jahr wieder nicht aufsteigen, dann brauchen wir wieder 20%, um einen ordentlichen Kader aufzubieten und schaffen es wieder nicht, dann ist dieser Kuchen auch aufgezehrt. Was bleibt dann? Insolvenz und alle Investoren sehen keine Kohle mehr oder wie?



Beitragvon BernddasBrot2 » 13.02.2020, 12:45


@letsgo
Als erstes will ich von meiner Seite aus Danke sagen für den Einsatz den du zeigst.
Auch ich sehe viele Dinge kritisch was den FCK angeht, bin aber momentan noch nicht bereit Kritik oder vielleicht eher still was die Verhandlungen mit der Stadt / SG angeht.
Mir persönlich stinken aber zur Zeit schon die eine oder andere Grätsche von Seiten der Stadt, sprich dem OB.
Ich habe schonmal darauf hingewiesen, seit 2007 ist er in Amt und Würden, hat nicht nur einmal über die Mietminderung entschieden, dabei auch eher geräuschlos.
Jetzt aber kommt er um die Ecke und grätscht in jeder erdenklichen Weise vor, während Verhandlungen hinein. Das ist für mich ein NO GO.
Wenn es darum geht, Verhandlungen zu führen, dann bin ich, und ich kann nur von mir reden, ein verlässlicher Partner und begleite die Verhandlungen nicht mit Flanken aus der Presse. Auf deutsch, ich halte mein Maul und verhandle hart, aber mit der notwendigen Fairnes.
Wenn es doch Absprachen oder Hinweise gibt, daß der Marktübliche Pachtzins bei 425.000€ liegt, dann sollte ich das auch anerkennen.
Sollte ich daran schrauben wollen, dann verhandle ich und bin still. Letsgo wir drehen uns immer wieder um das WIE, so kann ich nicht mit dem Verhandlungspartner umgehen.
Natürlich soll und muß die Stadt / SG jeden € zusätzlich nehmen, damit die Schieflage nicht noch größer wird, da bin ich ganz auf deiner Wellenlänge.
Jetzt kommt das große ABER, die zusätzlichen Einnahmen für Stadt / SG dürfen aber auf keinen Fall eine Höhe erreichen, die dem FCK einen möglichen Aufstieg dermassen erschweren oder gar unmöglich machen, auch daran darf es keinen Zweifel geben.
Das ist ein GEBEN und ein NEHMEN, auf beiden Seiten, denn nur so kann es vielleicht nochmal die Chance geben eine Etage nach oben zu kommen.
Wenn ich jetzt schon wieder lese, wer geplappert hat, dann könnte ich richtig sauer werden, das ist ein NOGO.
Wir heaben in der Vergangenheit leider zu oft Kapitäne und Ersatzspieler gehabt, die Wasserstandsmeldungen gegeben haben und damit bei den Fans für gereiztere Stimmung gesorgt haben.
Wer sich jetzt die Mühe macht, die ganzen Meldungen hier verfolgt, der stellt fest, es ist zumindest bei DBB sehr ruhig, was die Kritik an OB und Stadtrat angeht. Wir hier halten uns an das, was wir momentan vorgelebt bekommen.
Klappe halten und abwarten, wir dürfen zwar mit den Hufen scharren, aber trotzdem bremsen dabei.
Das erwarte ich und bestimmt auch die meisten hier bei DBB, ich geh noch nen Schritt weiter, auch draussen verhält man sich noch ruhig.
Was mich dann noch ärgert, das ist die Tatsache, daß wenn die 425.000€ marktüblich ist, wir jetzt aber über einen Anstieg von 200.000€ reden, dann ist das eine MIeterhöhung von sage und schreibe fast 50%.
Kommen noch weitere Zahlungen dazu, ich will dann nicht wissen, wo der Mietpreis letztlich endet.
Wenn ein Vermieter, einem Mieter, momentan der einzige Mieter, die Miete um 50% erhöht, dann grenzt das in meinen Augen an eine große Schweinerei.
Wenn dann der OB und seine Fraktion von der SPD gestellt werden ( hallo Kurt Beck), dann ist es für mich ....
Es ist und es bleibt für mich, der OB einer der größten Totengräber, da er seit 2007 nicht unternommen hat um das Problem der Finanzierung offensiv anzugehen.
Darum treibt er jetzt einen weiteren Nagel in den Sarg, denn 50% Miet/ Pachterhöhungen gehen nicht.
Abschließen, sage ich nur nochmal, es muß zusammen und nicht gegeneinander gehen.
Ich würde mich auch nicht so ärgern, wenn die Pacht nicht um 50% erhöht werden würde und wenn der OB sich in meinen Augen wie ein Profi verhalten hätte und nicht wie ein schäbiger Kerl, der ausschließlich dem FCK ans Bein pisst, wo er es nur kann.
Jetzt hoffe ich, daß aus der Ecke OB und SPD nicht noch ein weiterer Schachzug folgt, an dem der FCK noch weiter knabbern muß.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon Heise » 13.02.2020, 13:00


Schdolberhannes hat geschrieben:Ich habe mal eine ganz andere Frage: Wie geht es denn weiter, wenn wir nun sagen wir mal 20% unseres Vereinswertes verkaufen und nächstes Jahr wieder nicht aufsteigen, dann brauchen wir wieder 20%, um einen ordentlichen Kader aufzubieten und schaffen es wieder nicht, dann ist dieser Kuchen auch aufgezehrt. Was bleibt dann? Insolvenz und alle Investoren sehen keine Kohle mehr oder wie?


Das Geld von den Investoren ist so oder so weg. Du kaufst Aktien(Anteile) von einem Unternehmen. Das Geld gehört jetzt dem Verein dein Geld ist weg. Wenn Du Geld zurückbekommen möchtest, musst Du deine Aktien weiterverkaufen. Du kannst nicht zum FCK sagen, gib mit mein Geld wieder. Du musst dein Anteile weiterverkaufen, wenn Du glück hast, sind sie jetzt mehr Wert und du machst Gewinn. Natürlich kann der Verein die Anteile zurückkaufen, aber das macht er wenn Freiweillig und kann nicht dazu gewungen werden. Du kannst deine Aktien aber an anderre Interessierte weiterverkaufen. Was glaubst Du wie das mit Aktien funktioniert?? Denkst du echt, du gibt einem Unternehmen Geld, wenn du keine Lust mehr hast, bekommst du dein Geld vom Unternehmen wieder?? Was meinst Du warum das Eigenkapital heißt, das Geld gehört dem Verein, er kann fest damit Planen und muss keine Angst haben, dass er es irgendwann wieder zurückgeben muss.



Beitragvon Marki » 13.02.2020, 13:06


Ich befürchte, dass der Stadtrat unseren Kompromißvorschlag nicht annimmt. Sogar in der Rheinpfalz, die uns immer äusserst wohlgesonnen war, gibt's mittlerweile sehr kritische Stimmen und vor allem sind fast alle Leserbriefe uns nicht gerade wohlgesonnen. Die Stimmung in der Bevölkerung hat sich leider gedreht und die Stadträte werden das auch registrieren.

Hier nur ein Beispiel von vielen, der Verfasser ist sogar aus Kaiserslautern:

Wo war die Stadt...?

Schon lange wundere ich mich über das Gebaren von Stadt und FCK. Die Profi-Abteilung des FCK ist (egal, wie sie juristisch konstruiert wird) ein Wirtschaftsbetrieb. Wo war die Stadt bei der Insolvenz von Pfaff oder der Kammgarn-Spinnerei? Die Arbeitsplätze vieler hart arbeitender Menschen sind dort verloren gegangen.
Die Misere des FCK ist eine jahrzehntelange Aneinanderreihung von Profilierungsversuchen von Personen, die gemeint haben, allein der Glanz der Ära Fritz Walter und sportliches Können reiche aus, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Es wurde immer wieder ohne viel kaufmännischen Sachverstand Geld ausgegeben.

Meiner Ansicht nach hat bereits die erste Mietminderung ohne jedwede Gegenleistung oder einen Rückzahlungsanspruch und auch die unentgeltliche „Rückschenkung“ des Frönerhofs an den FCK den Tatbestand der Untreue durch die auf städtischer Seite Verantwortlichen erfüllt. Dass dieses Mal die Politik endlich im Interesse der Mehrheit der Bürger in Kaiserslautern handelt und Gegenleistungen fordert, ist richtig. Dass dieses Verlangen bei den Verantwortlichen des FCK nicht nur Erstaunen (und vielleicht sogar Entsetzen) hervorgerufen hat, zeigt, welches Anspruchsdenken sich auf dem Betze“ breitgemacht hat.
Natürlich ist der 1. FC Kaiserslautern ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Aber daraus die Berechtigung abzuleiten, man müsse ihm sämtliche Forderungen kritik- und kommentarlos erfüllen, zeugt von Arroganz und Weltfremdheit. Vielleicht sollte der Verein einmal darüber nachdenken, wo er ohne die Unterstützung der Politik wäre. Vermutlich wäre ein eigentlich notwendiges Insolvenzverfahren längst abgeschlossen.
Zuletzt geändert von Marki am 13.02.2020, 13:29, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon Betze_FUX » 13.02.2020, 13:21


De Sandhofer hat geschrieben:Mein Angebot an die Stadt wäre die 425.000 Euro Pacht plus Werbefläche. In der Ostkurve könnten wir Planen herunterlassen, auf denen die Stadt für sich werben könnte. Auch könnte der Stadionsprecher vor, während und nach dem Spiel, Bekanntmachungen der Stadt durchsagen.

Willst du bequem nach Hause laufen ...musst du rischy Schuhe kaufen!!!
Da erinnere ich mich dich tatsächlich zurück...unser guter alter Udo...
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon De Sandhofer » 13.02.2020, 13:35


@ Marki
Ich sehe die RP uns nicht so wohlgesonnen, sondern eher als Sprachrohr von bestimmten Personen. Auch bei der Auswahl der Lesebriefe kann man die Stimmung in eine bestimmte Richtung lenken.



Beitragvon Betzegeist » 13.02.2020, 13:39


Da haben wir es wieder... der Leserbrief-Schreiber rotzt einfach in die Welt, dass der Fröhnerhof UNENTGELTLICH an den FCK zurückgegeben wurde und labert was von Untreue.

Und diese Lüge wird auch noch abgedruckt...

Was soll man über so einen Schwachsinn noch diskutieren?
Notzon raus!



Beitragvon oleola » 13.02.2020, 13:55


Diesem Vorschlag wird man am Samstag zustimmen! Weil man keine andere Wahl haben wird, davon bin ich überzeugt. Und leider hat der liebe Herr OB mit seinen Alleingängen über die Presse doch einiges erreicht. Aus meiner Sicht ist das ein ganz fauler Kompromiss. Dass man wohl zwingend im Fritz Walter Stadion spielen muss, ist vielleicht das größte Problem. Sonst hätten sich die Verantwortlichen beim FCK bestimmt nicht so unter Druck setzen lassen müssen. Wahrscheinlich darf sich Herr Weichel jetzt auch noch als Gewinner feiern lassen...
"Ich grüße meine Mutter, meinen Vater, und ganz besonders meine Eltern!"

(Mario Basler)



Beitragvon wernerg1958 » 13.02.2020, 14:37


Ich bin mir da garnicht so sicher ob der OB keine andere Wahl hat, mein Gefühl sagt mir warum diese Infos schon seit Wochen vom OB und der RP immer gegen den FCK lanciert werden, das muss einen Hintergrund haben, den wir alle noch nicht kennen. Meine Meinung dazu hab ich ja schon vielfach geschrieben, jetzt denke ich wissen wir vorm Anpfiff in Braunschweig bescheid wo die Reise hingeht.



Beitragvon elmaiaco » 13.02.2020, 14:44


oleola hat geschrieben:Diesem Vorschlag wird man am Samstag zustimmen! Weil man keine andere Wahl haben wird, davon bin ich überzeugt. Und leider hat der liebe Herr OB mit seinen Alleingängen über die Presse doch einiges erreicht. Aus meiner Sicht ist das ein ganz fauler Kompromiss. Dass man wohl zwingend im Fritz Walter Stadion spielen muss, ist vielleicht das größte Problem. Sonst hätten sich die Verantwortlichen beim FCK bestimmt nicht so unter Druck setzen lassen müssen. Wahrscheinlich darf sich Herr Weichel jetzt auch noch als Gewinner feiern lassen...


Was hat man denn davon den Vorschlag abzulehnen? Der FCK ist doch der einzige Mieter und daher auch der einzige der wenigstens ein wenig Geld zu den zu zahlenden Zinsen beisteuern kann.
Denkt ihr wirklich es könnte rentabel für irgendjemanden sein das Stadion zu kaufen und irgendwie anders zu nutzen um damit (und mit den zugehörigen Grundstücken (die der FCK ja auch zur Verfügung stellen würde)) die anfallenden Zinsen zu zahlen und eben selbst noch ein Geschäft zu machen? Kenne mich nicht aus, aber ist so ein Szenario wirklich realistisch ?



Beitragvon Ke07111978 » 13.02.2020, 15:39


Jo1954 hat geschrieben:So sieht das Ergebnis der einseitigen Berichterstattung durch die RHEINPFALZ aus

RHEINPFALZ Leserbriefe heute (Ausschnitte):

Nr. 1.....Meiner Ansicht nach hat bereits die erste Mietminderung ohne jedwede Gegenleistung oder einen Rückzahlungsanspruch und auch die unentgeltliche „Rückschenkung“ des Frönerhofs an den FCK den Tatbestand der Untreue durch die auf städtischer Seite Verantwortlichen erfüllt.

Dass dieses Mal die Politik endlich im Interesse der Mehrheit der Bürger in Kaiserslautern handelt und Gegenleistungen fordert, ist richtig. Dass dieses Verlangen bei den Verantwortlichen des FCK nicht nur Erstaunen (und vielleicht sogar Entsetzen) hervorgerufen hat, zeigt, welches Anspruchsdenken sich auf dem „Betze“ breitgemacht hat.

Natürlich ist der 1. FC Kaiserslautern ein Wirtschaftsfaktor in der Stadt. Aber daraus die Berechtigung abzuleiten, man müsse ihm sämtliche Forderungen kritik- und kommentarlos erfüllen, zeugt von Arroganz und Weltfremdheit. Vielleicht sollte der Verein einmal darüber nachdenken, wo er ohne die Unterstützung der Politik wäre. Vermutlich wäre ein eigentlich notwendiges Insolvenzverfahren längst abgeschlossen.

Nr 2..... Respekt“Das Verhalten und die Standhaftigkeit von OB Weichel bei den laufenden Verhandlungen mit dem Dauerpatienten FCK bezüglich der Reduzierung der Stadionmiete verdient Respekt! Gerade vor dem Hintergrund der massiven Anfeindungen und Beleidigungen, denen er ausgesetzt ist. Dabei macht der Rathauschef nur seinen Job als oberster Vertreter der Interessen der Bürger und Steuerzahler dieser finanziell mit dem Rücken zur Wand stehenden Kommune.(...) Ein besonderes Augenmerk ist in diesem Zusammenhang auf die CDU und dessen Fraktionschef Herrn Littig zu werfen. Man weiß nie so recht, spricht er als Vertreter der CDU-Fraktion und verantwortlicher Kommunalpolitiker oder als Förderer und Fan des FCK.....


Übrigens geschickt platziert!

Die kritischen Leserbriefe, mit Hintergrundinformationen zum Stadionvertrag, letzte Woche im "zeitlichen Niemandsland" - jetzt, 2 Tage vor der Stadtrats-Sondersitzung, diese Beiden!


Es ist immer so schön einfach in den Kategorien Gewinner und Verlierer zu denken. Schwarz oder weis. Schwarz oder Rot. FCK oder Stadt. Weichel oder Littig.

Die Lösung des Problems, beziehungsweise besser formuliert: Die Minimierung des Schadens, kann nur durch einen wiedererstarkten FCK erfolgen. Das ist seit Jahren offensichtlich. Jeder Besserungsschein, jeder "Gegenwert" egal was, war in der Vergangenheit eine Notlösung. Eine lebensverlängernte Maßnahme. Die Kurzfristigkeit mit der hier gedacht wird, ist erschreckend.

Nehmen wir mal das Beispiel Waldhof Mannheim. Der Verein zahlt - trotz vorhandenem Investor - EUR 41.650 Miete pro Jahr. Die Schulden für den Aus- und Umbau des Carl-Benz Stadion hängen in der "normalen" Verschuldung der Stadt Mannheim und sind natürlich mit diesen Einnahmen auch nicht ausreichend zu bedienen oder gar zu tilgen. Die Stadt Mannheim hat im Übrigen die höchste pro Kopf Verschuldung aller Südwest-Metropolen außerhalb von RLP, wie man hier nachlesen kann: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inha ... 23145.html

Zusätzlich hat die Stadt Mannheim, genauer genommen die große Koalition aus SPD und CDU letztes Jahr EUR 2,4 Mio. Investitionen in ihre Immobilie getätigt: Für einen neuen Rasen und eine moderne Videoüberwachung.

Nehmen wir mal das Delta aus der jetzt in Rede stehenden Pacht sowie den Instandhaltungskosten (die in Mannheim die Stadt trägt, hier trägt sie der Verein): Dann sind das ungefähr € 3,0 - 3,5 Mio. Wettbewerbsnachteil für den FCK. Hinzu kommen noch die deutlich höheren Betriebskosten für das FWS (mehr Ordner, höhere Sicherheitsauflagen aufgrund der Größe etc.): nochmal € 0,5 - 1,0 Mio.

Ich zitiere mal den OB von Mannheim dazu:
Die vergleichsweise günstige Stadionmiete in Höhe von 41.650 Euro, die die Spielbetriebsgesellschaft an die Stadt entrichten muss, hänge laut Quast vor allem mit der „sportlich effektive(n) Nutzbarkeit der Flächen in einem Regionalligabetrieb“ zusammen.
„Mit dem Vertrag sind keine Subventionen oder sonstige Hilfen verbunden. Wir mussten aber darauf achten, dass der Verein diese Summen auch leisten kann“, so Quast.

Rechnet man das zusammen, dann ist man bei dem strukturellen Defizit, dass der FCK jedes Jahr in Liga 3 zu decken hat. Oder ungefähr 30% des Umsatzes als Kostennachteil. Wir suchen also jemanden, der diese Verluste finanziert und wundern uns, dass Herr Beetz in Mannheim investiert oder Herr Hopp in Hoffenheim oder oder oder.

Derjenige der am Ende in den Arsch gekniffen ist, ist der Steuerzahler. Dem fallen in Kaiserslautern nämlich EUR 100 Mio. Schulden auf die Füsse, während sich der Steuerzahler in Mannheim dann in der zweiten oder später sogar ersten Liga darüber freuen darf, dass der Verein marktüblich und angemessene Mieten in Liga 1 und Liga 2 bezahlen kann und somit die Schulden der Stadt Mannheim zurückführt. Auf der anderen Seite ist der Steuerzahler der Stadt Kaiserslautern, der dann die ungenutzen Flächen im FWS an die Start-up Szene in Kaiserslautern vermieten kann und mit den 41.650 EUR pro Jahr?, :?: die dabei herausspringen, die EUR 100 Mio. Schulden zurückführen darf.

Aber letztlich zeigt diese Rechnung nur, wie kurzfristig das ganze Denken ist. Wie bitter notwendig es wäre, dass mal beide „Volksparteien“ an einem Strang ziehen, anstatt sich gegenseitig die Augen auszukratzen und welcher Pyrrhussieg diese 200k mehr Miete für zwei Jahre sind. Dem FCK tun sie extrem weh. Mehr als das. Für die Stadt KL sind sie nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein. Verdampft, bevor der Tropfen in dem vielzitierten Schwimmbad ankommt, dass man angeblich schließen muss, wenn man die paar Kröten nicht bekommt.

Und so geht es weiter im Karusell der persönlichen Eitelkeiten und der politischen Nabelschau. Dann sterben wir eben weiter auf Raten.



Beitragvon hank.moody » 13.02.2020, 16:10


Ich versuche es jetzt mal positiv zu sehen:

Im SWR haben Voigt und Merk klargemacht, dass Grundvoraussetzung für (weit fortgeschrittene) Gespräche mit Investoren eine Planungssicherheit bezüglich der Stadionmiete in der 3. Liga ist. Wenn ich richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, können relativ zeitnah danach Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Dass man der Stadt jetzt mit 200.000 € mehr pro Jahr entgegenkommt, spricht für mich dafür, dass man in diesen sauren Apfel beißt, um danach die Gespräche mit etwaigen Investoren zum Abschluss zu bringen. Wäre man sich da nicht sicher oder hätte dies nicht schon abgestimmt, würde es dieses Angebot wohl so nicht geben.

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass die Stadt das Angebot annimmt und wir danach schnell positive Nachrichten von der Investoren-Front bekommen.
Des krie mer schun hie. Des werrsche schun sieh! :teufel2:



Beitragvon carpe-diabolos » 13.02.2020, 16:29


@ken

Absolut treffend dargestellt. Kurzfristiges Denken und Handeln führt zu Verlierern auf allen Seiten
Wie saehen die Vorschläge des OB aus, wenn es um sein eigene finanzielle Bilanz ginge. Aber leider sind unsere Politiker zuhauf nicht in der Lage, bilanztechnisch zu denken. Beispiele gibt es haufenweise. Dass Baukosten in der Realisierung abweichend von der Planung regelmäßig explodieren und damit Steuergelder vernichtet werden, ist nur eines dieser hausgemachten Probleme.

Mein Vertrauen auf eine Lösung am Samstag und bessere Zeiten basiert auf den aktuell beim FCK verantwortlich Handelnden. Unter Klatt und Co wären wir jetzt mausetot.
Qui diabolos odit, odit homines is
Wer die Roten Teufel hasst, hasst die Menschen
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Was auch immer du tust, handele klug und bedenke das Ende



Beitragvon wernerg1958 » 13.02.2020, 17:17


Übrigens kommt Heute 20:15 im SWR Fernsehen RLP eine Sendung, die dieses Thema zufällig vor den abschließenden Sitzungen Morgen der Fraktionen und am Samstag des Stadtrats sendet. Schau merr mol :?: :nachdenklich:



Beitragvon Strafraum » 13.02.2020, 17:32


wernerg1958 hat geschrieben:Übrigens kommt Heute 20:15 im SWR Fernsehen RLP eine Sendung, die dieses Thema zufällig vor den abschließenden Sitzungen Morgen der Fraktionen und am Samstag des Stadtrats sendet. Schau merr mol :?: :nachdenklich:


Ist das zufälligerweise „zur Sache RLP“ ? Könnte ich mir ja mal anschauen, aber wie du schon geschrieben hast, komisch direkt vor der Abstimmung/Entscheidung am Samstag. So wie ich den Mainzer Haus- und Hofsender kenne, wird gegen den FCK berichtet.
Wenn ich hier die Beiträge alle lese kommt mir in Betracht mit der Rheinpfalz das böse Wort „Lügenpresse“ in den Kopf.....

Ich bete das wir wirklich nachdem die Kuh am Samstag vorerst vom Eis sein sollte, in den nächsten zwei Jahren das FWS von der Stadt laut OB 47mio € zurück kaufen können.

Wenn zur 120 Jahrfeier des Vereins und zum Anlass des 100. Geburtstags Fritz Walters, ein Weichel oder eine Dreyer im Stadion spricht, hoffe ich das es ein gellendes Pfeifkonzert gibt. So das die Pfiffe ihnen noch lange nach Hallen werden.

Ich bin einfach nur Sauer, weil es in einem Konflikt immer mehrere Beteiligte gibt und jeder mit den Fingern auf den anderen zeigt, aber der Kreis geht nie auf.
Der Pfad der Gerächten ist von beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyranneien böser Männer!



Beitragvon Thomas » 13.02.2020, 17:42


Für Samstag haben wieder einige FCK-Fans ihre Anwesenheit am und im Rathaus angekündigt:

Bild

"Flagge zeigen": FCK-Fans am Samstag im Stadtrat

Am Samstag könnte die Entscheidung über die zukünftige Stadionpacht des 1. FC Kaiserslautern fallen. Vor der Sondersitzung des Stadtrats um 11:00 Uhr haben FCK-Fans zur friedlichen, aber deutlich sichtbaren Präsenz am und im Rathaus aufgerufen. Auch mehrere Vereinsfunktionäre haben ihre Teilnahme zugesagt.

Aufgerufen zu dem Treffen auf dem Rathausplatz hat FCK-Anhänger Frieder Mathis vom Fanclub "Wir sind Betze", dessen Beitrag auf Facebook sich mittlerweile viral verbreitet hat. Er schreibt: "Finden die Verantwortlichen der Stadt und vom FCK eine tragbare Lösung, die unseren FCK weiter leben lässt? Wer nicht zum Spiel nach Braunschweig fährt, kommt bitte um 10:30 Uhr auf den Rathausplatz in Kaiserslautern. Das ist vermutlich die wichtigste Entscheidung des Jahres und deshalb wollen wir für unseren FCK Flagge zeigen!"

Wagner, Scira und Frey gehen mit den Fans auf den Rathausplatz

Ihre Teilnahme zugesagt haben mittlerweile auch Martin Wagner, Mitglied im Aufsichtsrat und Beirat des FCK, sowie die Vereinsvorstände Gero Scira und Tobias Frey. Die verhandlungsführenden Beiratsmitglieder Markus Merk und Rainer Keßler werden ohnehin wie schon bei den vorangegangenen Sitzungen als Besucher erwartet. Martin Wagner schreibt dazu: "Liebe Freunde, ich stehe mit euch am Samstag vor dem Rathaus und warte dann auch auf die Entscheidung, die da kommt! Flagge zeigen heißt nicht, sich daneben zu benehmen oder zu beleidigen! Flagge zeigen heißt, Präsenz zeigen, sich der Sache zu stellen, das macht ihr ja auch und egal welche Entscheidung gefällt wird, sie anzunehmen und das Beste daraus zu machen! Wir repräsentieren da unseren Verein und das mit Stolz!!"

Öffentliche Sondersitzung des Stadtrats beginnt um 11:00 Uhr

Aktuell liegt das neue Angebot des FCK auf dem Tisch, in der 3. Liga eine Pacht von 625.000 Euro plus diverse Bonuszahlungen für das Fritz-Walter-Stadion zu zahlen. Die Verhandlungen zwischen Verein und Stadt, die jährlich 2,95 Millionen Euro Kreditzinsen begleichen muss, laufen seit November/Dezember (siehe ausführliche Chronologie im DBB-Forum). Die Sondersitzung des Stadtrats ab 11:00 Uhr ist öffentlich für jedermann zugänglich, die Anzahl der Zuschauerplätze allerdings begrenzt.

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK beantragt Mietminderung - Stadtrat berät im Februar
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon SEAN » 13.02.2020, 19:08


Mal so ein paar Fragen, die mir im Kopf rumschwirren.

Es heißt ja immer, der Kreditvertrag ist in Stein gemeiselt, da ist vor Ablauf nichts dran zu rütteln.

Mal ein paar Zahlen, ob sie stimmen kann bestimmt ein besser vernetzter User hier bestätigen oder verbessern.

Es wurden 68 Millionen für den Kredit aufgenommen, gebraucht wurden ungefähr 50 Millionen, um den Verein zu "entschulden", das war wohl auch der Verkehrswert des Stadions damals (was im folgenden aber auch unwichtig ist)
Da man ja mehr aufgenommen hat als man brauchte, hatte man ein Bankguthaben, das um die 18 Millonen betrug.
Der FCK bezahlt ja nicht nur Zinsen für die 50 Millionen, die gebraucht wurde, sondern für den gesammten Kreditvertrag, also auch für das Bankguthaben.
Die Stadiongesellschaft wurde 2003 gegründet, ich denke das von da an der Kreditvertrag auch läuft.

Jetzt frage ich mich ernsthaft, wenn der Kreditvertag von damals unantastbar ist, das Bankguthaben und seine VERZINSUNGG auch?

Ich hab mal bei Google gesucht, 2003 lag der durchschnittliche Zinssatz wohl bei 2,2 %. Ich hab mal 2 % genommen, mal die 18 Millionen auf dem Konto, wären 360.000 Euro Zinsen im Jahr. Bei der Summe könnt ich mir vorstellen, das der Zinssatz vielleicht sogar höher gelegen hat. Bei nur 0,5% wären es schon 90.000 Euro mehr. Bis heute sind 17 Jahre vergangen, man müßte also ungefähr 6 Millionen (bei 0,5% mehr gute 7,5 Mios) Zinserträge für das Bankkonto bekommen haben. Wo zum Teufel ist eigentlich die Kohle hingegangen?



Beitragvon tom55232 » 13.02.2020, 19:12


https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-12/altschulden-olaf-scholz-kommunen-entschuldung-gruene

wenn das kommen sollte wäre da nicht eine FCK Insolvenz willkommen. Ob 100 Millionen mehr oder weniger kommt es dann ja nicht drauf an.

Die Stadt hätte dann 2 Fliegen mit einer Klappe erschlagen.



Beitragvon Jo1954 » 13.02.2020, 19:15


DIE RHEINPFALZ schreibt

FCK: Wichtig wird’s schon vor dem Anpfiff – Merks Appell


...doch die zahlt der nach letztem Stand mit mehr als 16 Millionen Euro verschuldete Klub längst nicht mehr. Nun hat der FCK 625.000 Euro statt bisher 425.000 Euro pro Drittliga-Runde angeboten plus einen Teil der Einnahmen aus der hypothetischen Teilnahme an den DFB-Pokalrunden zwei und drei.....

(Merk) „Jetzt entscheidet der Stadtrat als oberster Souverän. Jeder weiß um die Bedeutung der Entscheidung für den FCK, die Stadt und die ganze Region.“

Nächste Woche dann stehen für die FCK-Bosse „sehr viele Gespräche mit verschiedenen Investoren“ (Merk) an....
....Merk betont, es gehe ihm und seinem Team dabei um längerfristige, um große Lösungen – und nicht um das stetige Flicken von Finanzlöchern.



Quelle und kompletter Text R-Plus https://www.rheinpfalz.de/artikel/fck-w ... ks-appell/



Beitragvon Chrisss » 13.02.2020, 19:42


Einen Trumpf hat der FCK – seine bisher einzigen Eigenkapitalgeber Annemarie Becker, Peter Theiss, Giuseppe Nardi, Dieter Buchholz, Axel Kemmler und Steffen Wick. Klaus Dienes will dazustoßen und zumindest ein weiterer. Sie avisieren, zu den 750.000 Euro von 2019 noch mal rund vier Millionen Euro in FCK-Aktien zu investieren, um zu helfen. Ein Meilenstein auf dem Weg zur Lizenz. Der zweite Hebel ist Kostenreduzierung, daher ist das Thema Stadionmiete so bedeutsam. Wie viel ist für den so wertvollen Juniorenbereich übrig? Wichtige Fragen in knüppelharten Zeiten, die ohne Groß-Investor, der mittelfristig einen hohen zweistelligen Millionenbetrag bringt, noch düsterer werden.

https://www.rheinpfalz.de/artikel/fck-w ... ks-appell/



Beitragvon Rheinteufel2222 » 13.02.2020, 19:48


FCK: "Stadionfrage vor allem ein Kommunikationsproblem"


FCK-Experte Moritz Kreilinger vom Sportmagazin Kicker und Sebastian Zobel aus dem SWR-Studio in Kaiserslautern sind zu Gast im SWR Podcast "Nur der FCK". Es geht um den Betze, die Mannschaft und alles rund um den FCK.

https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc- ... n-100.html
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Schwebender Teufel » 13.02.2020, 20:07


Ich hoffe das viele Fabs dem Aufruf nach kommen werden und vor dem Rathaus erscheinen werden.....
Tolle Aktion :daumen: :daumen: :daumen:
NUR DER FCK :teufel2:




Zurück zu Fritz-Walter-Stadion

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast