Meldung von 14:23 Uhr:
Milan Sasic neuer Trainer beim FCK
Der 1. FC Kaiserslautern hat einen Nachfolger für Kjetil Rekdal gefunden. Neuer Cheftrainer bei den „Roten Teufeln“ ist Milan Sasic (49). Der Kroate nimmt mit sofortiger Wirkung die Trainingsarbeit auf.
Milan Sasic trainierte zuletzt vom 01. Juli 2002 bis 23. April 2007 die TuS Koblenz.
Am heutigen Dienstag, 16:00 Uhr, stellt sich der neue FCK-Coach den Fragen der Journalisten. Anschließend wird er auch beim Benefizspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den FSV Ludwigshafen-Oggersheim (Südwest-Stadion Ludwigshafen, 19:00 Uhr) anwesend sein.
Quelle: Pressemeldung FCK /
http://www.fck.de/content/aktuell/news/ ... ltext.html
Meldung von 17:02 Uhr:
Neuer Trainer vorgestellt - "Vom Klassenerhalt überzeugt"
Der neue FCK-Trainer Milan Sasic (49) wurde vor wenigen Minuten im Presseraum des Fritz-Walter-Stadions offiziell vorgestellt. Neben Sasic beantwortete Team-Manager Fritz Fuchs die Fragen der rund 30 anwesenden Journalisten.
Der Kroate Sasic erhält laut Fuchs einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009, der auch im Falle eines Abstiegs weiterläuft. Er wird keinen eigenen Co-Trainer mitbringen, sondern sich möglichst schnell für einen Assistenten aus dem bestehenden Trainerstab des 1. FC Kaiserslautern und seiner Nachwuchsteams entscheiden. Ob hierbei auch die zuvor beurlaubten Wolfgang Funkel und Roger Lutz zur Auswahl stehen, wurde nicht gesagt.
Sasic zeigte sich bei seinem ersten Auftritt als FCK-Trainer optimistisch. "Ich bin überzeugt vom Klassenerhalt", diktierte er den Journalisten in die Notizblöcke. "Die Anforderungen am Betzenberg sind mir bekannt. Ich will die Mannschaft dahin bringen, wo die Zuschauer sie spielerisch sehen wollen."
Besonders imponiert hat Sasic laut eigener Aussage bereits das Lautrer Publikum, das er beim 4:3-Sieg des FCK im September 2007 als Trainer der TuS Koblenz erleben durfte: "Die Wucht von den Tribünen nach dem Lauterer Ausgleichstreffer zum 2:2 war imponierend!"
Bereits heute Abend (19:00 Uhr) beim Benefizspiel in Ludwigshafen wird Sasic zum ersten Mal auf der Trainerbank des FCK sitzen, wobei allerdings zunächst noch Interimstrainer Alois Schwartz das Team offiziell coachen wird. Am Sonntag (14:00 Uhr) im Auswärtsspiel bei Aufstiegskandidat Greuther Fürth wird Milan Sasic dann erstmals offiziell als Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern am Spielfeldrand stehen.
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Fotos von der Vorstellung des neuen Trainers
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Und gleich noch die heutige Kolumne hinterher, damit wir nachher nicht fünf verschiedene Threads zum gleichen Thema haben:
Die letzte Patrone
von Altmeister
Nun hat der hochgradig abstiegsbedrohte 1. FC Kaiserslautern seine letzte Option gezogen. Oder wie es der sportliche Leiter Fritz Fuchs ausdrückte: seine „letzte Patrone“ herausgeholt. Nach dem unvermeidlichen Abgang von Ex-Trainer Kjetil Rekdal, der zwar möglicherweise nur zum falschen Zeitpunkt in der Pfalz agierte, dennoch aufgrund von chronischer Erfolglosigkeit und sich wiederholender Fehler auf dem Spielfeld am Ende nicht mehr zu halten war, kommt nun also Milan Sasic in die Pfalz.
Ihm zuerst einmal ein herzliches Willkommen auf dem Betzenberg! Jeder, der sich derzeit noch zum FCK bekennt, ist ein kleiner Held, auch wenn der neue Trainer natürlich dafür auch entsprechend entlohnt wird. Aber auch fachlich hat Sasic sich einen durchaus guten Ruf erarbeitet. Die vor sich hin dümpelnde TuS aus Koblenz übernahm er im Juli 2002 ohne große Perspektive und finanzielle Mittel in der Oberliga Südwest, führte seine neu formierte Truppe genauso zügig wie überraschend in die Regionalliga, um bereits zwei Jahre später den kaum für möglich gehaltenen Aufstieg in die zweite Liga zu feiern. Bei den Fans war er seitdem natürlich der Held. Die TuS startete gut in diese erste Saison im bezahlten Fußball nach Jahrzehnten, kam dann in der Rückrunde in Turbulenzen, die schließlich zur Entlassung Sasic’ führten, was viele Anhänger der Koblenzer bis heute nicht verstehen. Die Mannschaft stand zum Zeitpunkt seiner Entlassung auf keinem Abstiegsplatz. Uwe Rapolder übernahm kurzfristig und realisierte den Klassenverbleib endgültig.
Der 49-jährige Kroate Sasic gilt als ein Trainer, der fachlich hoch qualifiziert ist, großen Wert auf Disziplin legt und in der Lage ist, Optimales aus Spielern herauszukitzeln. Genau dies ging der FCK-Truppe in der laufenden Saison mehrfach ab, sonst hätte man allemal ein paar Punkte mehr auf dem Konto. Wenn man sich nur die beiden Heimspiele gegen Jena und 1860 München anschaut, dann wären, selbst mit verschossenen Elfmetern, immer noch Siege und damit sechs zusätzliche Punkte möglich gewesen. Hier muss Sasic den Hebel ansetzen. Die FCK-Mannschaft ist sicherlich nicht gut, aber auch nicht so schlecht, wie sie sich immer wieder selbst darstellt. Auf gut deutsch: Der Klassenerhalt wird zwar schwierig werden, ist aber durchaus noch möglich. Größere Pannen darf man sich allerdings nicht mehr erlauben, zumal in Kürze die Spiele gegen Koblenz und Offenbach sowie in Paderborn, Wehen und Osnabrück anstehen. Da kann man einige Punkte gutmachen und den Anschluss nach vorne herstellen, andererseits aber natürlich auch alles verlieren.
Drücken wir Milan Sasic die Daumen für sein Engagement beim FCK. Nebengeräusche, die im Zusammenhang mit der Nicht-Verpflichtung von anderen Trainern (z. B. im Falle Peter Neururer) durch den Blätterwald geisterten, sorgten zwar erneut für Irritationen und Unmut bei vielen Fans und bestätigten (leider) wiederum das diffuse Bild, das der 1. FC Kaiserslautern seit längerem in der Öffentlichkeit bietet. Dies darf aber nicht dazu führen, dass der neue Trainer bereits kurz nach seinem Amtsantritt wieder demontiert wird – die wahren Schuldigen sitzen woanders.
Nochmals alles Gute, Milan Sasic, und viel Erfolg mit dem FCK!