
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - Eintracht Braunschweig
Den Betze wieder nach vorne peitschen
Mit Dirk Schuster an der Seitenlinie kann der 1. FC Kaiserslautern Mitaufsteiger Eintracht Braunschweig am Sonntag auf neun Punkte distanzieren und sogar ins obere Tabellendrittel springen.
Kann der FCK-Coach am Sonntag seine Mannschaft betreuen? Diese Frage konnte am Freitag zum Glück mit "Ja" beantwortet werden. Dirk Schuster leitete nach dreitägiger Pause aufgrund eines grippalen Infekts wieder das Training und beantwortete anschließend noch leicht hustend die Fragen der Journalisten bei der Pressekonferenz. Schusters Abwesenheit dürfte für die Roten Teufel aber ohnehin kein großes Problem gewesen sein, schließlich wirkt auch das Team um das Team derzeit harmonisch und gefestigt. Nach zweiwöchiger Länderspielpause soll gegen Braunschweig nach zuletzt vier Remis in Folge der vierte Saisonsieg eingefahren werden. Da ist eine volle Mannstärke am Spielfeldrand sicher nicht von Nachteil. Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr.
Was muss man zum 10. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen zum Heimspiel gegen Braunschweig:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Nach rund einem Viertel der Zweitliga-Saison liegt der 1. FC Kaiserslautern sechs Punkte vor dem Relegationsplatz, den vor dem Spieltag der kommende Gegner Braunschweig inne hatte. Vor allem Mentalität und Wille zeichneten die Schuster-Elf bisher aus, diese Faktoren sollen auch nach der Länderspielpause für die benötigten Punkte sorgen. Gegen den BTSV stehen die Lautrer erneut vor einem Big-Point-Spiel, denn der Vorsprung auf die Niedersachsen, ohne Zweifel einer der Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, könnte mit einem Dreier weiter ausgebaut werden - oder im Falle einer Niederlage eben deutlich schrumpfen.
Fehlen werden weiter Anas Bakhat und Angelos Stavridis (beide Trainingsrückstand) sowie Ben Zolinski (Aufbautrainung nach Knieverletzung). Andreas Luthe wurde nach seinem Platzverweis in Heidenheim für ein Spiel gesperrt. Für ihn steht voraussichtlich erneut Avdo Spahic im Tor. Schuster wollte selbiges aber noch nicht endgültig bestätigen und bescheinigte auch Julian Krahl eine gute Trainingswoche. Letztmals fehlt auch der ebenfalls noch gesperrte Aaron Opoku. Philipp Hercher laboriert weiter an Leistenbeschwerden, sein Einsatz ist erneut fraglich. Alle anderen Akteure stehen Schuster nach jetzigem Stand zur Verfügung.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Eintracht Braunschweig legte nach dem Aufstieg einen echten Fehlstart in die neue Spielzeit hin. Nach sechs Partien stand mit nur einem Punkt der letzte Tabellenplatz zu Buche. In den folgenden drei Partien konnte die Elf von Trainer Michael Schiele jedoch sieben Zähler einfahren und zeigte sich stark formverbessert. Einer der entscheidenden Faktoren für den Aufschwung ist Stürmer Anthony Ujah. Der bundesligaerfahrene Nigerianer traf in den vergangenen drei Spielen vier Mal. Vor allem in der Abwehr zeigte sich die Eintracht bislang verwundbar, bereits 19 Gegentore sind der zweitschlechteste Wert der Liga. In der Länderspielpause sorgte der BTSV für Aufsehen, weil man gegen eine B-Elf von Ligakonkurrent Kiel 7:0 gewann.
In Kaiserslautern kann Schiele, der den FCK beim 2:2 vor zwei Wochen in Heidenheim im Stadion beobachtete, wieder die Elf aufbieten, die in den letzten Wochen überzeugte.
Frühere Duelle
Die Heimbilanz des FCK gegen Braunschweig ist mit 18 Siegen aus 31 Spielen zwar insgesamt positiv, doch der letzte Erfolg im Fritz-Walter-Stadion liegt schon mehr als acht Jahre zurück. Am 24. August 2014 hieß es 2:1. Seitdem blieben die Lautrer in fünf der sechs Begegnungen auf dem Betze ohne eigenes Tor. Vier der bisherigen sechs Partien zwischen beiden Klubs in der 2. Bundesliga endeten Remis.
Fan-Infos
Im Fritz-Walter-Stadion werden rund 35.000 Zuschauer erwartet. Aus Braunschweig begleiten etwa 800 Fans ihre Mannschaft. Karten für das Spiel gibt es noch im Online-Ticketshop oder vor Anpfiff an den Tageskassen der Südtribüne. Wer noch ein Ticket sucht oder anzubieten hat, kann es zudem in der DBB-Kartenbörse mit fairen Preisen von Fans für Fans versuchen.
Am Infostand der Frenetic Youth (hinter der Westkurve) ist die 200. Ausgabe des Spieltagsflyers "Unter die Haut" erhältlich. Die Ultras haben sich zum Jubiläum eine kleine Überraschung überlegt, deshalb wird das Heftchen nicht wie sonst üblich vorab online veröffentlicht.
Auf der Bahnstrecke Kaiserslautern - Lauterecken fahren bis auf Weiteres an Wochenenden und Feiertagen keine Züge. Wegen Baustellen im Stadtgebiet empfiehlt die Polizei auf die P&R-Parkplätze an der Autobahnabfahrt Kaiserslautern-Ost und auf dem Gelände der Technischen Universität zurückzugreifen.
Alle weiteren organisatorischen Informationen rund um das Heimspiel hat der FCK auf seiner Homepage zusammengestellt.
O-Töne
FCK-Trainer Dirk Schuster: "Die aktuelle Form von Braunschweig ist sehr respekteinflößend. Sie haben aus den vergangenen drei Spielen gegen ambitionierte Mannschaften sieben Punkte geholt. Das ist eine Mannschaft, die in der 2. Liga jeder anderen Mannschaft gefährlich werden kann. Am Sonntag werden Nuancen und Kleinigkeiten den Ausschlag geben."
Eintracht-Trainer Michael Schiele: "Du musst bei Partien auf dem Betzenberg aufpassen. Der FCK wird von seinen Fans nach vorne getrieben, ist brutal heimstark und hat viele Zähler zuhause geholt. Man darf sich trotzdem nicht verstecken, aber muss bei dieser Wucht durchgehend konzentriert sein."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellung:
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Durm, Tomiak, Kraus, Zuck - Niehues, Ritter - Zimmer, Klement, Redondo - Boyd
Es fehlen: Bakhat, Stavridis (beide Trainingsrückstand), Luthe, Opoku (beide Rot-Sperre), Zolinski (Aufbautraining nach Knieverletzung), evtl. Hercher (Leistenbeschwerden)
Eintracht Braunschweig: Fejzic - de Medina, Behrendt, Benkovic - Marx, Krauße, Nikolaou, Donkor - Pherai - Ujah, Kaufmann
Es fehlen: Decarli (Muskelverletzung), Hoffmann, Kischka (beide krank), Ibrahimi (Muskelfaserriss), Strompf (Hüftbeugerprobleme)
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Florian Reis
Vorherige Meldungen ab 26.09.2022:

Im letzten Duell am Betze ging es durchaus heiß her, am Ende trennten sich beide Mannschaften aber 0:0.
Sonntag, 13:30 Uhr: FCK empfängt stabilisierten BTSV
Nach der Länderspielpause empfängt der 1. FC Kaiserslautern seinen zweiten Mitaufsteiger auf dem Betze. Eintracht Braunschweig hat sich nach einem verkorksten Saisonstart etwas stabilisiert.
Fragt man einen Fußballromantiker, fände er sicher Gefallen an einer Partie wie jener zwischen dem FCK und Braunschweig: Zwei Bundesliga-Gründungsmitglieder und insgesamt fünf Deutsche Meisterschaften zieren die Briefköpfe, immerhin 62 Mal trafen beide Vereine schon aufeinander (25 FCK-Siege, 17 Remis, 20 Niederlagen). In der jüngeren Vergangenheit fanden die Duelle aber meist in trister Drittliga-Umgebung statt. Nach dem gemeinsamen Abstieg 2018 stiegen beide Klubs aber dieses Jahr wieder in die 2. Bundesliga auf, der BTSV überholte die Roten Teufel noch auf der Zielgeraden und schaffte es direkt, der FCK nahm den Umweg über die Relegation. Da enden aber auch die Parallelen beider Teams. Während die Elf von Dirk Schuster bestens in die Zweitliga-Saison gestartet ist und mit 14 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz rangiert, kam der BTSV überhaupt nicht aus den Startlöchern. In den ersten vier Spielen hagelte es ausschließlich Niederlagen, nicht ein einziges Tor wollte den Niedersachsen gelingen. Aus den vergangenen drei Partien konnte die Mannschaft von Michael Schiele dann aber immerhin sieben ihrer insgesamt acht Punkte holen, was in der Tabelle Platz 16 bedeutet. Am Donnerstag wurde obendrein in einem Testspiel eine B-Elf von Zweitliga-Konkurrent Kiel mit 7:0 abgefertigt. Die Schuster-Jungen sollten also trotz des berechtigten Selbstbewusstseins auch gewarnt sein: Der nächste Sieg nach zuletzt vier Remis in Folge wird kein Selbstläufer. Da der FCK historisch betrachtet aber auch seit fünf Partien gegen den BTSV auf einen Sieg wartet und obendrein auch seit fünf Zweitliga-Spielen ungeschlagen ist, dürfte der Ansporn entsprechend groß sein, dem wieder gut gefüllten Fritz-Walter-Stadion nach den Remis-Spektakeln gegen Darmstadt (3:3) und Magdeburg (4:4) wieder Siegesschreie zu Entlocken.
Luthe und Opoku fehlen noch einmal - Vorbereitung startet am Dienstag
Die Roten Teufel waren ihrerseits am Donnerstag mit einem 4:1-Testspielsieg beim Oberligisten FK Pirmasens erfolgreich. Dabei wurden insbesondere Spieler eingesetzt, die noch nicht sonderlich zum Zuge gekommen sind. Darunter etwa Muhammed Kiprit und Tyger Lobinger, die sich beide in die Torschützenliste eintrugen, Lobinger sogar doppelt. Nach drei trainingsfreien Tagen wird die Mannschaft am Dienstag die Vorbereitung auf die Heimaufgabe gegen die Löwen aufnehmen. Torhüter Andreas Luthe wird wegen seiner Rot-Sperre aus Heidenheim fehlen und wie der in Pirmasens erstmals eingesetzte Aaron Opoku sechs Tage später gegen den Hamburger SV wieder spielberechtigt sein. Vergangenen Mittwoch trainierten zudem Philipp Hercher, Marlon Ritter und Jean Zimmer aus Regenerationsgründen nur individuell, ohne dabei aber an größeren Blessuren zu leiden. Ihrem Mitwirken am Sonntag sollte nach derzeitigem Stand nichts entgegenstehen. Bei den Braunschweigern hat sich Flügelstürmer Fabio Kaufmann (bisher zwei Tore, ein Assist) beim Kantersieg gegen Kiel offenbar schwerer am Knöchel verletzt. Sein Einsatz in Kaiserslautern ist stark gefährdet. Eine Trainingsverletzung von Torwart Jasmin Fejzic hat sich derweil nur als Dehnung herausgestellt und steht einem Mitwirken auf dem Betze voraussichtlich nicht im Wege.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 27.09.2022:
Gegner-Check Braunschweig: Vorsicht vor Ujah und Pherai
Eintracht Braunschweig kommt zum Aufsteiger-Duell beim 1. FC Kaiserslautern. Das aktuelle Tabellenbild spielt da keine Rolle, denn nach totalem Fehlstart läuft es mittlerweile bei den Blau-Gelben. Zu schlagen sind sie dennoch.
Die Spätstarter: Nach sechs Spielen fünf Niederlagen und ein Remis - da wäre in so manchem Klub bereits der Trainer geflogen. Die Eintracht aber machte ihrem Namen Ehre und hielt an Michael Schiele fest. Und anscheinend zahlte es sich aus, die Ruhe zu bewahren. Die Mannschaft stabilisierte sich, holte zuletzt sieben Punkte in drei Spielen. In allen drei Parteien schickte Schiele die gleiche Startelf ins Rennen, zuvor hatte er, zum Teil gezwungenermaßen, immer wieder Wechsel vornehmen müssen. Zudem bewies der Klub ein gutes Händchen bei Last-Minute-Verpflichtungen. Nathan de Medina, von Arminia Bielfeld geholt, und Filipp Benkovic, zuletzt bei Udinese Calcio (Italien) unter Vertrag, kamen Ende August, debütierten direkt am 2. September beim 4:2-Sieg über den 1. FC Nürnberg und komplettieren seither die Dreier-Kette um Mittelmann Brian Behrendt.
Das dynamische Duo: Kurz vor Saisonstart hatten sich die Braunschweiger bereits die Dienste von Anthony Ujah gesichert, dessen Arbeitspapier bei Union Berlin ausgelaufen war. Der Stürmer brauchte eine Weile, bis er in Tritt kam, doch seit es bei ihm läuft, stimmen auch die Ergebnisse. In den letzten drei Spielen schoss der 31-Jährige vier Tore. Der BTSV-Anhang schwärmt insbesondere von seinem Zusammenspiel mit Zehner Immanuel Pherai. Beim 2:1-Sieg über den Karlsruher SC legte der Niederländer dem Nigerianer beide Treffer auf, eines davon per Freistoßflanke. Mit dem 21-Jährigen, im Sommer ablösefrei von Drittligist Borussia Dortmund II geholt, ist Braunschweig ein großer Wurf gelungen. Pherai hat den Sprung in die höhere Klasse spielend gemeistert, im wahrsten Sinne des Wortes. Laut "Wyscout" zählt er zu den Top Fünf der Liga, was Steck- und "smarte" Pässe angeht, also Zuspiele zwischen gegnerischen Linien hindurch. Außerdem zählt er zu den fünf Spielern, die zu den meisten Angriffsläufen ansetzen. Auf dem "Wyscout"-Index rangiert Pherai gegenwärtig auf Platz zwei der offensiven Mittelfeldspieler in Liga zwei - hinter Harvard Nielsen von Hannover 96.
Personalsorgen: Obwohl die jüngsten Ergebnisse zuversichtlich stimmen, drücken die Niedersachsen nach wie vor Personalsorgen. Schon in den ersten Wochen der Saison wurde bemängelt, dass dem Kader Qualität in der Breite fehlte. Seit dem dritten Spieltag fehlt verletzungsbedingt Abwehr-Stammkraft Saulo Decarli. Beim jüngsten Testspiel gegen Holstein Kiel wurde Stürmer Fabio Kaufmann Opfer eines "Frustfouls" - die nur mit einer B-Elf angetretenen Störche gingen nämlich mit 0:7 unter. Schiele hofft, den 30-Jährigen, der mit kraftvollen Läufen Umschaltsituationen auszunutzen vermag, bis Sonntag wieder fit zu bekommen. Für ihn allerdings stünde starker Ersatz bereit: Lion Lauberbach, in der vergangenen Runde stärkster Eintacht-Stürmer, scharrt mit den Hufen, seit es bei Ujah rund läuft und er beim Anpfiff nur noch auf der Bank sitzt. Im Test gegen Kiel traf Lauberbach vier Mal - viel lauter kann ein Stürmer kaum "Hier!" schreien.
Die Sache mit dem Ballbesitz: Die beiden Aufsteiger Lautern und Braunschweig bilden nicht nur die Schlusslichter in der Marktwert-Tabelle von "Transfermarkt.de" , sondern auch in diversen Ballbesitz-Rankings, wenngleich die verschiedenen Anbieter leicht abweichende Werte nennen. Bei "Wyscout" haben die Analysten bei beiden einen durchschnittlichen Ballbesitz von 37,9 Prozent pro Spiel errechnet, "bundesliga.de" kommt beim FCK auf 40, beim BTSV auf 39 Prozent - schon klar, das ist im Grunde pillepalle. Denn mit Ballbesitz verhält es sich wie mit Beton: Es kommt drauf an, was man draus macht. Die Roten Teufel haben bislang 18 Tore erzielt, die zweitmeisten der Liga, die Braunschweiger Löwen nur zehn - nur drei Teams haben seltener getroffen. Interessant ist auch, die tatsächlich erzielten Buden mit den erwarteten, also den xGoals, zu vergleichen, wie es "bundesliga.de" tut: Demnach haben die Pfälzer 1,6 Treffer mehr erzielt, als ihnen der qualitativen Bewertung ihrer Chancen gemäß eigentlich hätten gelingen müssen. Die Niedersachen dagegen haben bislang "underperformt" - 3,2 Tore weniger als erwartet. Das kann man nun so interpretieren, dass Terrence Boyd und Co. einfach aus weniger mehr machen als andere. Zahlen-Afficionados dagegen glauben lieber an die "Regression zur Mitte", also daran, dass sich echte Tore und xGoals-Werte im Lauf der Saison angleichen. Wenn dieser Prozess bereits am Sonntag ansetzt - das wäre schlecht für Lautern.
Starke Sprinter: Noch in zwei anderen Rankings klaffen die Werte beider Teams auseinander. 2.016 Sprints von Eintracht-Spielern hat "bundesliga.de" bislang gezählt, nur die Kollegen vom 1. FC Heidenheim starteten öfter durch. Die Betze-Buben dagegen verzeichnen nur 1.738 Sprints - viertschlechtester Wert der Liga. Selbst wenn man nur die "intensiven Läufe" betrachtet, bleiben die Unterschiede auffällig. In diesem Ranking ist Braunschweig Fünfter, Lautern Fünftletzter. Aber, immer dran denken: Alles ist relativ. Zuletzt spielten die Roten Teufel gegen Heidenheim, also der sprintstärksten und laufintensivsten Mannschaft der Liga, 45 Minuten lang in Unterzahl und holten ein 2:2. Das haben sie bestimmt nicht geschafft, weil sie sich zu wenig bewegten. Es kommt eben nicht nur darauf daran, dass man rennt, sondern auch, wohin.
Fazit: Da treffen also zwei aufeinander, die sich nicht um Ballbesitz reißen. Eine solche Konstellation hatten wir zuletzt beim Auftritt des FCK in Sandhausen. Und da kam ein 0:0 heraus, das nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig war. Aaaaber: Diesmal wird "uffem Betze" gespielt. Und auch wenn es bei Braunschweig zuletzt besser lief: Auswärts hat die Eintracht noch gar nichts gerissen. Ihren einzigen offiziellen Auswärtspunkt holten die Blaugelben in Hannover, und diese Partie ist bekanntlich als Derby anzusehen. Und selbst wer sich nur die Defensivaktionen aus den erfolgreich gestalteten Partien des BTSV ansieht, stellt fest: Da werden lange Bälle in die Spitze immer noch unsauber abgewehrt, und unter Druck lassen sich Ballverluste in der hinteren Reihe erst recht provozieren. Zu null gespielt haben die Braunschweiger Löwen noch nicht einmal, auch während ihrer kleinen Erfolgsserie nicht. Mit einem auf üblichem Niveau ackernden Boyd an vorderer Front und einer forsch aufrückenden Dreierreihe dahinter geht was. Vorsicht geboten ist vor dem Pärchen Ujah und Pherai. In dem Zusammenhang wäre auch zu überlegen, ob der 1,95 Meter große Julian Niehues nicht vielleicht zu viele Probleme bekommen könnte mit dem Ball mit dem 20 Zentimeter kleineren Feintechniker Pherai - und Hikmet Ciftci ihn nicht vielleicht effektiver bekämpfen könnte.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 28.09.2022:
Grippaler Infekt: Schuster verpasst Trainingseinheiten
Am Sonntag empfängt der 1. FC Kaiserslautern Eintracht Braunschweig. Ob Trainer Dirk Schuster dabei auf der Bank sitzen wird, ist noch offen.
Ein grippaler Infekt hinderte den 54-Jährigen auch an diesem Mittwoch daran, dass Mannschaftstraining der Roten Teufel zu leiten. Schon am Dienstag fehlte Lauterns Cheftrainer. Sollte Dirk Schuster bis zum Duell mit Mitaufsteiger Eintracht Braunschweig am Sonntag (13.30 Uhr) nicht zurückkehren, wird ihn sein langjähriger Co-Trainer Sascha Franz vertreten. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
Ergänzung, 30.09.2022:

Schuster wieder fit: Die FCK-Lage vor Braunschweig
Der 1. FC Kaiserslautern kann am Sonntag im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder auf seinen zuletzt angeschlagenen Cheftrainer zählen. Der Einsatz eines Leistungsträgers ist aber noch fraglich.
"Natürlich wäre es schön gewesen, in den vergangenen Heimspielen die volle Ernte einzufahren. Unter dem Strich können wir mit den Unentschieden aber zufrieden sein. Mit Braunschweig erwartet uns jetzt eine Mannschaft, deren Tagesform beeindruckend ist und die ein Stück weit das Momentum auf ihrer Seite hat. Sie verfügt über ein brutal gefährliches Umschaltspiel, das wir unterbinden müssen", beschreibt Schuster den Lautrer Mitaufsteiger, der am Sonntag auf dem Betzenberg gastiert. Der Trainer selbst fehlte unter der Woche wegen eines grippalen Infekts im Training und wurde von seinem Co-Trainer Sascha Franz vertreten. Erst heute kehrte er wieder auf den Platz zurück. "Ich muss dem gesamten Staff ein riesiges Kompliment machen, wie sie das gewuppt haben. Auch für mich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass jeder für einander in die Bresche springen kann, wenn es einmal von Nöten ist. Jetzt gilt es, alle zusammen die volle Konzentration auf Braunschweig zu richten. Es liegt an uns, wie wir wieder bereit sind, uns weh tun zu lassen, aber auch dem Gegner weh zu tun", so der 54-Jährige weiter.
Luthe und Opoku letztmals gesperrt, Herchers Einsatz noch fraglich
Personell wird der Trainer auf jeden Fall eine Änderung vornehmen müssen: Stammkeeper Andreas Luthe wurde nach seiner Notbremse im Spiel in Heidenheim für eine Partie gesperrt. Ihn wird aller Voraussicht nach Avdo Spahic vertreten, auch wenn der Trainer die Entscheidung zwischen Spahic und Julian Krahl noch zu "95 Prozent offen halten" und Torwarttrainer Andreas Clauß überlassen wollte. Auch Aaron Opoku fehlt gegen den BTSV letztmalig gesperrt. Ebenso fallen weiterhin Ben Zolinski (Reha nach Knieverletzung) sowie Anas Bakhat und Angelos Stavridis (beide Trainingsrückstand) aus. Noch fraglich ist der Einsatz von Philipp Hercher, der wegen seiner alten Leistenverletzung diese Woche nur zweimal trainieren konnte.
Das Fritz-Walter-Stadion wird auch gegen die Niedersachsen wieder gut gefüllt sein. Aktuell sind 33.100 Karten verkauft. Tickets in fast allen Bereichen sind noch im Online-Shop erhältlich, auch eine Tageskasse wird es geben.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig
Alle weiteren Informationen zum FCK-Spiel gegen Braunschweig folgen morgen im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
