
Samstag, 14:00 Uhr: Den Sieg vom Hinspiel wiederholen
Für den 1. FC Kaiserslautern zählt in den nächsten Wochen nur noch, über der Abstiegslinie zu bleiben. Mehr als hilfreich wäre dafür ein Heimsieg gegen den FSV Zwickau. Gemeinsam mit "Fussballdaten.de" blicken wir auf die Statistiken zum Geisterspiel.
Bei gerade einmal vier Saisonsiegen in 27 Drittliga-Partien fällt es nicht schwer, sich an die wenigen Erfolgserlebnisse der laufenden FCK-Saison zu erinnern. Und so dürfte noch jeder Fan wissen, wie der erste "Dreier" im Hinspiel beim FSV Zwickau zustande gekommen ist. Die Roten Teufel machten eine solide, aber beileibe keine überragende Partie. Sie gingen durch einen Elfmeter-Treffer von Marvin Pourié in Führung, fingen sich schnell den Ausgleich, bevor Hendrick Zuck sich wenige Minuten vor dem Ende ein Herz fasste und den 2:1-Siegtreffer in die Maschen drosch. Der FCK hatte also vor allem jenes Spielglück, das ihm sonst in dieser Saison oft schmerzlich fehlte, was er sich aber in den kommenden Wochen erarbeiten muss, um in der Liga zu bleiben. Dabei macht die Gesamtbilanz gegen die Westsachsen zumindest etwas Mut: In sieben Partien verlor der FCK erst einmal, damals 1997 noch gefühlt "besoffen" von den vorherigen Aufstiegsfeierlichkeiten, in der 3. Liga ist er sogar noch ungeschlagen. Allerdings stehen drei Siegen auch genauso viele Remis gegenüber - die helfen zwar auch im Abstiegskampf, aber stellen am Betze schon lange keinen mehr zufrieden.
Pourié und Götze kehren zurück - Antwerpen am Samstag gesperrt
In der Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel gegen den FSV wird Trainer Marco Antwerpen erstmals auf Defensivspezialist Felix Götze zählen können. Der Winter-Neuzugang soll nach seinen Adduktorenproblemen am Dienstag endlich wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ebenso wird Torjäger Marvin Pourié,, der als "Denkanstoß" in den beiden vergangenen Partien nicht im Kader der Roten Teufel stand, zur Mannschaft zurückkehren. Beides bestätigte der Verein auf DBB-Nachfrage. Antwerpen wird den FCK derweil am Samstag definitiv nicht von der Seitenlinie aus coachen. Der 49-Jährige sah in Rostock nach einem Disput mit Schiedsrichter Manuel Gräfe die Rote Karte und wurde für Samstag mit einer Innenraum-Sperre belegt.
Quelle: Der Betze brennt / Fussballdaten.de
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 11.03.2021:

Foto: Neis/Eibner
Antwerpen: "Müssen das Erfolgserlebnis erzwingen"
Dem 1. FC Kaiserslautern stehen entscheidende Wochen bevor. Marco Antwerpen kann gegen den FSV Zwickau drei Akteure zurück im Training begrüßen und fordert volle Konzentration für das wichtige Heimspiel.
"Wir gehen wichtigen Wochen entgegen. Aber wir hätten noch viel größere Probleme, wenn die Leistung in den letzten Partien nicht gestimmt hätte. Wir wissen, woran es aktuell noch hapert und wir arbeiten hart daran, das Erfolgserlebnis gegen Zwickau zu erzwingen. Die Mannschaft sollte sich auch von den Personalthemen der letzten Tage nicht stören lassen. Wir wissen, dass wir eine Aufgabe haben am Samstag. Dementsprechend müssen wir diese auch angehen", erklärt Antwerpen vor dem Geisterspiel gegen den Tabellen-9. Zwickau, der sich durch den gestrigen Sieg in der Nachholpartie gegen Saarbrücken einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze erarbeiten konnte.
Pourié, Götze und Rieder zurück im Mannschaftstraining
Unter der Woche ist der an Adduktorenproblemen laborierende Winter-Neuzugang Felix Götze wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Ob es für den 23-Jährigen schon für einen Einsatz am Samstag reicht, lässt Antwerpen allerdings noch offen. Auch Marvin Pourié, der wegen mangelnder Fitness und als "Denkanstoß" in den vergangenen beiden Partien nicht berücksichtigt wurde und individuell trainierte, ist am Dienstag wieder zur Mannschaft gestoßen und ein Kandidat für den Kader gegen Zwickau. Ebenfalls wieder mit dabei ist Tim Rieder, der die Partie in Rostock (1:2) aufgrund muskulärer Probleme verpasst hatte. Somit kann das Trainerteam mit Ausnahme der länger Verletzten auf sein volles Personal zurückgreifen.
Alle weiteren Informationen rund um das Heimspiel gegen Zwickau folgen am morgigen Freitag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
» Zum Video: Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den FSV Zwickau
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 12.03.2021:

Im Hinspiel feierte der FCK seinen ersten Saisonsieg. Foto: Imago Images
Blick auf den Gegner
Stärken und Schwächen: So ist Zwickau zu schlagen
Der 1. FC Kaiserslautern hat jede Menge (Erfolgs-)Druck. Und der FSV Zwickau braucht (Gegner-)Druck, um geschlagen zu werden. Das zeigt ein Blick auf ein paar statistische Werte, die uns die Analytiker von "Createfootball" zur Verfügung gestellt haben. Gute Vorzeichen also für einen Heimsieg am Betze.
Nur 286 Pässe spielt der FSV Zwickau im Durchschnitt pro Spiel. Das sind die wenigsten der Liga - Lautern kommt im Mittel auf 379. Zudem kommen nur 74 Prozent der Zwickauer Pässe an - ebenfalls Liga-Tiefstwert. Der FCK steht mit einer Passquote von 79 Prozent allerdings nicht viel besser da. Mit 119 Ballverlusten pro Spiel (FCK: 113) stellen die Schwäne obendrein den Gegner, der sich am leichtesten den Ball abjagen lässt. Das sind Erkenntnisse, die die Trainerkollegen von Marco Antwerpen offenbar regelmäßig in ihre Matchpläne einfließen lassen. Denn im Schnitt werden dem FSV im Spiel nur 8,25 Pässe gestattet, ehe sie erfolgreich attackiert werden. Zurückhaltung ist daher also für die Lautrer nicht angesagt, was Antwerpen auch schon angekündigt hat. Auch wenn der sich aufgrund seiner Sperre am Samstag von seinem Co-Trainer Frank Döpper an der Seitenlinie vertreten lassen muss.
Nur keine Zurückhaltung zeigen: Obacht bei Zwickaus Umschaltspiel
Aber warum stehen die Zwickauer in der Tabelle sieben Ränge und zehn Punkte vor Kaiserslautern? Und haben unter Woche obendrein beim Tabellenvierten Saarbrücken gewonnen? Weil sie, man ahnt es bereits, trotz ihrer bescheidenen spielerischen Ansätze das berühmte "Umschaltspiel" gut beherrschen. Im Schnitt schließen sie 17 Angriffe pro Spiel über Konter ab, das sind die zweitmeisten der Liga. Und 11,6 Offensivaktionen gelingen ihnen nach ruhenden Bällen, damit zählen sie zu den Top 5 der 3. Liga.
Auf Fehler des Gegners spekulieren und auf Standards setzten - ein typischer Drittligist also. Zwickau weiß für dieses Spiel auch entsprechend gut ausgebildete Fachkräfte in seinen Reihen. In Lautern bestens bekannt ist natürlich Ronny König, der schon manchen Treffer gegen den FCK erzielte. Zudem hat der nunmehr 36-Jährige in jungen Jahren auch mal am Betzenberg gekickt. Er verkörpert den Prototyp eines "Wandspielers", gewinnt im Schnitt 5,4 Kopfballduelle pro Spiel. Stärkster Offensivakteur ist allerdings Morris Schröter. Mit neun Treffern und sechs Vorlagen ist der 25-Jährige der Topscorer seines Teams.
Auffälligster Akteur der Schwäne ist jedoch Leon Jensen, ein immer anspielbarer "Achter" und ein wahres Pressingmonster. Im Schnitt gewinnt Jensen 13 Zweikämpfe pro Spiel - und zeichnet für fünf Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte verantwortlich. Kein Wunder, dass der 23-Jährige auch in höheren Klassen bereits Begehrlichkeiten geweckt hat. Unter anderem soll der Karlsruher SC die Fühler nach ihm ausgestreckt haben.
Quelle: Der Betze brennt / Createfootball
