Beiträge zur ersten Mannschaft des FCK.

Beitragvon Thomas » 22.06.2018, 16:04


Florian Dick zum neuen FCK-Kapitän gewählt

Die Mannschaft des FCK hat während des Lauftrainingslagers in Herxheim ihren neuen Mannschaftskapitän sowie den Mannschaftsrat für die kommende Saison gewählt. Demnach wird Rückkehrer Florian Dick die Betze-Buben in der Saison 2018/19 mit der Kapitänsbinde aufs Feld führen.

Die Entscheidung für den 33-Jährigen als neuen Spielführer wurde von seinen Mannschaftskollegen getroffen. Cheftrainer Michael Frontzeck überließ es dem Team, Kapitän und Mannschaftsrat intern zu bestimmen.

Dem 5-köpfigen Mannschaftsrat, der ebenfalls von der gesamten Mannschaft gewählt wurde, gehören neben Florian Dick noch Wolfgang Hesl, Mads Albaek, Christoph Hemlein und André Hainault an.

"Als Kapitän für den FCK aufzulaufen ist eine besondere Ehre für mich. Ich freue mich, dass meine Mannschaftskollegen mir Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Ich möchte mit meiner Erfahrung auf und neben dem Platz Verantwortung übernehmen und vorangehen, damit wir die schwierige Drittligasaison annehmen und meistern", erklärt der neue Mannschaftskapitän Florian Dick.

Quelle: Pressemeldung FCK


Ergänzung, 27.06.2018:

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Kummt Senf druff
Florian Dick und der Kampf gegen den Fluch

von paulgeht

Von seinen Mannschaftskollegen ist Florian Dick zum neuen Kapitän gewählt worden. Der 33-Jährige muss in der kommenden Saison gegen einen besonderen Fluch ankämpfen. Doch wer, wenn nicht Dick sollte diesen besiegen?

Wann genau fing das eigentlich mit dem Kapitänsfluch beim 1. FC Kaiserslautern an? Und ist es eigentlich überhaupt richtig, von einem Fluch zu sprechen? Klar ist: Die vergangenen Jahre haben Spieler das Kapitänsamt übernommen, die entweder kurze Zeit später in ein schier endlos dauerndes Formtief fielen, sich verletzten oder die Roten Teufel bei nächster Gelegenheit verließen.

Den Anfang der Unglückseligen machte Christian Tiffert. Vor der Bundesliga-Saison 2011/12 wurde er vom damaligen Cheftrainer Marco Kurz als Kapitän bestimmt, obwohl sein Vorgänger Martin Amedick in den Mannschaftsrat gewählt worden war und in Kaiserslautern als einer der Sympathieträger schlechthin galt. Tiffert gab keine gute Figur ab, wirkte stattdessen, je näher der Abstieg rückte, überfordert, bisweilen sogar gleichgültig.

Von Tiffert über Bunjaku und Orban bis Halfar

Im Sommer 2012 ernannte Kurz' Nachfolger Franco Foda nach einem großen Umbruch Neuzugang Albert Bunjaku zum neuen Mannschaftsführer. Der Schweizer allerdings kämpfte mit einer langen Knieverletzung und verließ die Roten Teufel zwei Jahre später. Verteidiger Marc Torrejon vertrat Bunjaku, verabschiedete sich aber nur wenige Wochen nach dessen Abgang ebenfalls Richtung Freiburg. Der im Januar 2014 zurückgekehrte Srdjan Lakic - einstmals Co-Kapitän neben Amedick - übernahm die Binde. Nach anhaltendem Formtief ging der Kroate im Januar 2015 nach Paderborn. Willi Orban rückte auf - doch das Eigengewächs zog nach sechs Monaten und dem verpassten Aufstieg einen Wechsel nach Leipzig vor.

Gefragt war fortan Chris Löwe. Der Linksverteidiger überwarf sich jedoch frühzeitig mit dem in Kaiserslautern so wichtigen Publikum und wurde schon nach zwei Monaten wieder abgesetzt: Ab September 2015 sollte Daniel Halfar, der selbst erst seit Sommer wieder zurück war, es richten. Nach dem Fast-Abstieg 2017 verletzte sich der Rückkehrer an der Hüfte. Ihn vertrat Christoph Moritz, der frühzeitig mit einem Wechsel liebäugelte, sollten die Roten Teufel absteigen. Vor wenigen Wochen machte der Mittelfeldmann seine Ankündigung wahr.

Gab es Alternativen zu Dick?

Nun also Dick, wie Lakic und Halfar ein Rückkehrer, der die Binde erhält. Anders als bei seinem Vor-Vorgänger Norbert Meier bestimmte Michael Frontzeck den Kapitän nicht selbst, sondern ließ diesen wählen. "Es heißt ja Mannschaftskapitän, nicht Trainerkapitän", erklärte der Trainer vergangene Woche diesen Schritt in der "Rheinpfalz".

Es fällt auf, dass mal wieder ein Spieler, der ganz oder relativ neu beim FCK ist, das Kapitänsamt übernimmt. Alternativen hätten sich allerdings angesichts des gewaltigen Kaderumbruchs nicht unbedingt aufgedrängt, denn es sind ja kaum noch Spieler von der letzten Saison oder gar von noch früher da geblieben.

Altintop wäre ebenfalls ein denkbarer Kapitän gewesen

Die geeignetste Alternative wäre wohl Halil Altintop gewesen. Der 35-Jährige hatte aber vom Trainer keine realistische Perspektive aufgezeigt bekommen und löste seinen Vertrag letzte Woche daraufhin auf. Und auch wenn Altintop vergangene Spielzeit von seinen Teamkollegen stets als Führungsspieler geschätzt wurde, der oft auch in der Kabine die richtige Ansprache fand, wäre auch er erst ein halbes Jahr in der Pfalz gewesen.

Was zum grundsätzlichen Problem bei den Roten Teufeln führt: Die Fluktuation im Kader ist seit Jahren gewaltig. Vor dem Abstieg in die 3. Liga waren Halfar, Stipe Vucur, Patrick Ziegler und Kacper Przybylko die dienstältesten FCK-Profis. Sie spielten vor Beginn der abgelaufenen Spielzeit "satte" zwei Jahre am Stück auf dem Betzenberg. Urgesteine und Identifikationsfiguren? In Kaiserslautern gibt es sie seit längerer Zeit nicht mehr. Eine Hierarchie bildete sich so erst recht nicht heraus.

Dick war schon einmal interimsweise FCK-Kapitän

Mittlerweile haben die Kaderplaner einen neuen Anlauf unternommen und mit der fertiggestellten Mannschaft für die Drittliga-Spielzeit ein Gerüst gebaut, das zumindest auf dem Papier mit Talent, Erfahrung und Qualität das Potenzial hat, die Roten Teufel über einen längeren Zeitraum zu tragen.

Auf dem Weg angeführt wird die Mannschaft zumindest in der kommenden Saison vom erfahrenen Mannschaftsrat, der aus Dick, Wolfgang Hesl, Mads Albaek, Christoph Hemlein und André Hainault besteht. Vier Neuzugängen also und ein Spieler, der in der vergangenen Saison nur sieben Einsätze absolviert hat.

Dick ist aus diesem Quintett die beste Wahl für den Kapitän, denn der Rechtsverteidiger bringt mehr Erfahrung mit als alle anderen Spieler. Das Umfeld auf dem Betzenberg, die Höhen und Tiefen, kennt er außerdem aus seiner ersten Zeit beim FCK zwischen 2008 und 2014, in der er auch zu Zweitliga-Zeiten das eine oder andere Mal als "Aushilfskapitän" fungierte und den verletzten Bunjaku vertrat.

Dick wurde schon einmal weggeschickt

Gute Voraussetzungen also - wäre da nicht der "Kapitänsfluch", den Dick nun bekämpfen muss. Doch wer wenn nicht Dauerläufer und Vollblutkämpfer Dick könnte diesen besiegen? An der Einstellung hatte es bei dem Defensivmann nie gehapert. Mit dem letzten "echten" FCK-Kapitän, Martin Amedick, hat der Badener noch zusammengespielt, sie bildeten zusammen die "Abwehr aus Granit", das Fundament für den Aufstieg 2010.

"Wenn wir alle, Mannschaft, Fans und das gesamte Umfeld, die 3. Liga annehmen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir eine gute Runde spielen werden", sagte Dick bei seiner Vorstellung - und griff der Kapitänsentscheidung sogar schon ein kleines bisschen vor. "Ich möchte meinen Teil dazu beitragen. Auf und neben dem Platz."

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Hellboy » 22.06.2018, 16:10


Der Mannschaftsrat liest sich, als hätten die alten Hasen den Teil mit „Verantwortung übernehmen“ schonmal verstanden. Und Dick als Kapitän wird wohl auch bei den Fans breite Zustimmung finden. Sehr schön.
"it‘s warmer in hell so down we go"



Beitragvon WolframWuttke » 22.06.2018, 16:10


Prinzipiell ungewöhnlich zu einem so frühen Zeitpunkt den Kapitän wählen zu lassen. Die Jungs kennen sich doch kaum.

Scheint, als sei die Wahl so gewollt gewesen. Kapitän und Mannschaftsrat machen rein alterstechnisch schon so Sinn.

Drücke FD die Daumen, dass er der Anführer auf dem Feld wird.
http://fck.de/de/fck-der-club/mitgliedschaft/



Beitragvon WolframWuttke » 22.06.2018, 16:14


Wäre SK noch da, wäre die Schlagzeile übrigens hervorragendes Marketing im internationalen Raum:

"Kuntz: Dick is our Captain!"

Fangt endlich an FD`s Trikots auf der Insel zu verkaufen und die Kohle für Thiele ist ruckzuck wieder da.
http://fck.de/de/fck-der-club/mitgliedschaft/



Beitragvon SEAN » 22.06.2018, 16:15


Welche Überraschung, NICHT!!
Mal ehrlich wer denn sonst? Er bringt alle Tugenden mit, die auf dem Betze und in Liga drei gebraucht werden. Obwohl erst zurück gekommen müsste er zudem unser Dienstältester Profi im Kader sein.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Lonly Devil » 22.06.2018, 16:17


Cheftrainer Michael Frontzeck überließ es dem Team, Kapitän und Mannschaftsrat intern zu bestimmen.

Das finde ich in Ordnung so. Ein Kapitän der von der Mannschaft gewählt wurde, nicht vom Trainer vorgeschoben, dürfte auch mehr Rückhalt auf dem Platz erfahren. :daumen:

Gutes Gelingen.
Das Rettungsseil wurde mit beiden Händen ergriffen. Jetzt heißt es, sich hoch zu arbeiten.



Beitragvon betzewolfi » 22.06.2018, 16:18


WolframWuttke hat geschrieben:Wäre SK noch da, wäre die Schlagzeile übrigens hervorragendes Marketing im internationalen Raum: "Kuntz: Dick is our Captain!"

Nee - das würde heißen: Cunts: Dick is our Captain :p :p :p
Aufgeben ist keine Alternative!



Beitragvon Viktor » 22.06.2018, 16:19


Vom Aussortieren und Weggejagten zum Kapitän! Sauber Flo :D



Beitragvon lauternfieber » 22.06.2018, 16:19


Dick gefällt mir gut als Kapitän! Erfahrung, Leidenschaft und Akzeptanz im Team, das bringt er mit. Viel Glück für die Aufgabe!



Beitragvon Hephaistos » 22.06.2018, 16:21


WolframWuttke hat geschrieben:Prinzipiell ungewöhnlich zu einem so frühen Zeitpunkt den Kapitän wählen zu lassen. Die Jungs kennen sich doch kaum.


Die Jungs sind schon paar Tage zusammen. Aber auch so wäre die Wahl wohl Richtung Dick gelaufen, weil im Team sonst keine Alternativen sind, die gleichzeitig gesetzt wären.. Und wer ist sein Vize?



Beitragvon Tom1158 » 22.06.2018, 16:35


Klasse, dass das junge Team sich für die alten Hasen entschieden hat:
Dick, Hesl, Hemlein (Ex-Bielefelder-Fraktion).
Erstaunlich, dass Hainault in den Mannschaftsrat gewählt wurde. Vermissen tue ich eigentlich nur Kevin Kraus. In Herxheim war er für mich bisher die positivste Erscheinung!
Fans, wir haben dieses Jahr wirklich ein tolles Team!

Jungs, gebt Gas!!!



Beitragvon kategorie abc » 22.06.2018, 16:58


Wie zu erwarten. Ich glaube er war Schonmal Kapitän bei uns :nachdenklich: Ein filigraner Techniker war er ja nie, aber ein Kämpfer , mit blick für den lauf des Balles. Und nicht zimperlich, auch wenn es weh tat, das gefiel mir. Auch wenn seine Pässe manchmal etwas ungenau waren, passten sie auch des öfteren zum richtigen Zeitpunkt. Er wurde ja auch in der "Sonnengott Ära" fast vom Berg gejagt. Das hatte er nicht verdient.
Wie hat SK solche Spielertypen bei der WM genannt?! "Magnetspieler"( Scherz am Rande! Weil ich herzhaft lachen musste, über so eine geqirlte K....., Verzeihung.
„Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen, sollten wir lieber dankbar sein, dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen.“



Beitragvon deLang » 22.06.2018, 17:33


betzewolfi hat geschrieben:Cunts: Dick is our Captain

Oder Ladies, her comes Dick our Captain



Beitragvon alaska94 » 22.06.2018, 18:15


Glückwunsch für Dick freut mich. Hoffe trotzdem, dass auch jüngere eine Chance bekommen.
94 ist nicht mein Geburtsdatum´, damit ich es nicht immer wieder erwähnen muss.

Suche nette Kontakte im Raum Nürnberg/ Lauf



Beitragvon hierregiertderfck » 22.06.2018, 18:18


War zu erwarten, eine gute Wahl. Freut mich für ihn, eine schöne Geschichte. :daumen:



Beitragvon FCK-Fan aus Essen » 22.06.2018, 19:56


Der richtige Mann für das Amt und auch der Mannschaftrat mit viel Erfahrung passt. :daumen:



Beitragvon FCK-Ralle » 23.06.2018, 22:13


Für mich die einzig logische Wahl! Florian Dick zurück beim FCK und dann Kapitän. Ich freu mich, dass ich das nochmal erleben darf.
:daumen:
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)



Beitragvon paulgeht » 27.06.2018, 12:15


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Kummt Senf druff
Florian Dick und der Kampf gegen den Fluch


Von seinen Mannschaftskollegen ist Florian Dick zum neuen Kapitän gewählt worden. Der 33-Jährige muss in der kommenden Saison gegen einen besonderen Fluch ankämpfen. Doch wer, wenn nicht Dick sollte diesen besiegen?

Wann genau fing das eigentlich mit dem Kapitänsfluch beim 1. FC Kaiserslautern an? Und ist eigentlich überhaupt richtig, von einem Fluch zu sprechen? Klar ist: Die vergangenen Jahre haben Spieler das Kapitänsamt übernommen, die entweder kurze Zeit später in ein schier endlos dauerndes Formtief fielen, sich verletzten oder die Roten Teufel bei nächster Gelegenheit verließen.

Den Anfang der Unglückseligen machte Christian Tiffert. Vor der Bundesliga-Saison 2011/12 wurde er vom damaligen Cheftrainer Marco Kurz als Kapitän bestimmt, obwohl sein Vorgänger Martin Amedick in den Mannschaftsrat gewählt worden und in Kaiserslautern als einer der Sympathieträger schlechthin galt. Tiffert gab keine gute Figur ab, wirkte stattdessen, je näher der Abstieg rückte, überfordert, bisweilen sogar gleichgültig.

Von Tiffert über Bunjaku und Orban bis Halfar

Im Sommer 2012 ernannte Kurz' Nachfolger Franco Foda nach einem großen Umbruch beim FCK Neuzugang Albert Bunjaku zum neuen Mannschaftsführer. Der Schweizer allerdings kämpfte mit einer langen Knieverletzung und verließ die Roten Teufel zwei Jahre später. Verteidiger Marc Torrejon vertrat Bunjaku, verabschiedete sich aber nur wenige Wochen nach dessen Abgang ebenfalls Richtung Freiburg. Der im Januar 2014 zurückgekehrte Srdjan Lakic - einstmals Co-Kapitän neben Amedick - übernahm die Binde. Nach anhaltendem Formtief ging der Kroate im Januar 2015 nach Paderborn. Willi Orban rückte auf - doch das Eigengewächs zog nach sechs Monaten und dem verpassten Aufstieg einen Wechsel nach Leipzig vor.

Gefragt war fortan Chris Löwe. Der Linksverteidiger überwarf sich jedoch frühzeitig mit dem in Kaiserslautern so wichtigen Publikum und wurde schon nach zwei Monaten wieder abgesetzt: Ab September 2015 sollte Daniel Halfar, der selbst erst seit Sommer wieder zurück war, es richten. Nach dem Fast-Abstieg 2017 verletzte sich der Rückkehrer an der Hüfte. Ihn vertrat Christoph Moritz, der frühzeitig mit einem Wechsel liebäugelte, sollten die Roten Teufel absteigen. Vor wenigen Wochen machte der Mittelfeldmann seine Ankündigung wahr.

Gab es Alternativen zu Dick?

Nun also Dick, wie Lakic und Halfar ein Rückkehrer, der die Binde erhält. Anders als bei seinem Vor-Vorgänger Norbert Meier bestimmte Michael Frontzeck den Kapitän nicht selbst, sondern ließ diesen wählen. "Es heißt ja Mannschaftskapitän, nicht Trainerkapitän", erklärte der Trainer vergangene Woche diesen Schritt in der "Rheinpfalz".

Es fällt auf, dass mal wieder ein Spieler, der ganz oder relativ neu beim FCK ist, das Kapitänsamt übernimmt. Alternativen hätten sich allerdings angesichts des gewaltigen Kaderumbruchs nicht unbedingt aufgedrängt, denn es sind ja kaum noch Spieler von der letzten Saison oder gar von noch früher da geblieben.

Altintop wäre ebenfalls ein denkbarer Kapitän gewesen

Die geeignetste Alternative wäre wohl Halil Altintop gewesen. Der 35-Jährige hatte aber vom Trainer keine realistische Perspektive aufgezeigt bekommen und löste seinen Vertrag letzte Woche daraufhin auf. Und auch wenn Altintop vergangene Spielzeit von seinen Teamkollegen stets als Führungsspieler geschätzt wurde, der oft auch in der Kabine die richtige Ansprache fand, wäre auch er erst ein halbes Jahr in der Pfalz gewesen.

Was zum grundsätzlichen Problem bei den Roten Teufeln führt: Die Fluktuation im Kader ist seit Jahren gewaltig. Vor dem Abstieg in die 3. Liga waren Halfar, Stipe Vucur, Patrick Ziegler und Kacper Przybylko die dienstältesten FCK-Profis. Sie spielten vor Beginn der abgelaufenen Spielzeit "satte" zwei Jahre am Stück auf dem Betzenberg. Urgesteine und Identifikationsfiguren? In Kaiserslautern gibt es sie seit längerer Zeit nicht mehr.

Dick war schon einmal interimsweise FCK-Kapitän

Mittlerweile haben die Kaderplaner einen neuen Anlauf unternommen und mit dem fertiggestellten Kader für Drittliga-Spielzeit ein Gerüst gebaut, das zumindest auf dem Papier mit Talent, Erfahrung und Qualität das Potenzial hat, die Roten Teufel über einen längeren Zeitraum zu tragen.
Auf dem Weg angeführt wird die Mannschaft zumindest in der kommenden Saison vom erfahrenen Mannschaftsrat, der aus Dick, Wolfgang Hesl, Mads Albaek, Christoph Hemlein und André Hainault besteht. Vier Neuzugängen also und ein Spieler, der in der vergangenen Saison nur sieben Einsätze absolviert hat.

Dick ist aus diesem Quintett die beste Wahl, denn der Rechtsverteidiger bringt mehr Erfahrung mit als alle anderen Spieler. Das Umfeld auf dem Betzenberg, die Höhen und Tiefen, kennt er außerdem aus seiner ersten Zeit beim FCK zwischen 2008 und 2014, in der er auch zu Zweitliga-Zeiten das eine oder andere Mal als "Aushilfskapitän" fungierte und den verletzten Bunjaku vertrat.

Dick wurde schon einmal weggeschickt

Gute Voraussetzungen also - wäre da nicht der “Kapitänsfluch”, den Dick nun bekämpfen muss. Doch wer wenn nicht Dauerläufer und Vollblutkämpfer Dick könnte diesen besiegen? An der Einstellung hatte es bei dem Defensivmann nie gehapert. Mit dem letzten "echten" FCK-Kapitän, Martin Amedick, hat der Badener noch zusammengespielt, sie bildeten zusammen die "Abwehr aus Granit", das Fundament für den Aufstieg 2010.

"Wenn wir alle, Mannschaft, Fans und das gesamte Umfeld, die 3. Liga annehmen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir eine gute Runde spielen werden", sagte Dick bei seiner Vorstellung - und griff der Kapitänsentscheidung sogar schon ein kleines bisschen vor. "Ich möchte meinen Teil dazu beitragen", so Florian Dick. "Auf und neben dem Platz."

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Seb » 27.06.2018, 13:52


paulgeht hat geschrieben:Von seinen Mannschaftskollegen ist Florian Dick zum neuen Kapitän gewählt worden. Der 33-Jährige muss in der kommenden Saison gegen einen besonderen Fluch ankämpfen. Doch wer, wenn nicht Dick sollte diesen besiegen?


Das Hauptproblem ist die mittlerweile 20-jährige Talfahrt des FCK, die die Kapitäne in erster Linie nicht gut dastehen lässt. Kapitäne übernehmen Verantwortung, wollen vorangehen und am Ende werden die Saisonziele verfehlt und sie sind die Buh-Männer. Dem Duo Lakic/Amedick wurde ein gutes Kapitänsamt attestiert, aber in ihrer Amtszeit war eben auch der einzige Ausschlag nach oben in den vergangenen 20 Spielzeiten. Tiffert wurde vor allem die nicht wettbewerbsfähige Mannschaft zum Verhängnis. Das Ganze hat ihm einen Karriereknick eingebracht, den er ohne die Binde vielleicht nicht in diesem Ausmaß erfahren hätte.

Der letzte richtige Leitwolf als Spielführer war wohl Ciriaco Sforza. Danach kamen mit Hengen, Wenzel, Knavs, Engelhardt, Beda und Bellinghausen Spieler nach, die zwar in gewisser Weise Führungspersönlichkeiten waren, am Ende aber an den zusammengewürfelten Haufen gescheitert sind, mit denen sie zusammen auf dem Platz stehen mussten.



Beitragvon ChrisW » 28.06.2018, 10:21


Bisher bekamen alle Kapitäne von den Querelen in der Führungsetage oder der Unfähigkeit der Vorstandschaft (Gries) immer dicke Knüppel zwischen die Beine geworfen. Wenn es oben nicht stimmt, kann es auch in der Mannschaft nicht stimmen. Dick hat jetzt andere Voraussetzungen, weil die Führungsetage seit Amtsantritt einen guten Job macht und den Kapitän sicherlich nicht alleine lässt. Er scheint auch weitere Führungsspieler neben sich zu haben, die ein Zeil verfolgen, dass sich in dieser Saison auch mit dem des Vereins deckt. Die Vorgänger wollten nach der Vorsaison immer nur ihre eigene Haut retten, wobei der Verein zur Nebensache wurde.



Beitragvon 1:0 » 28.06.2018, 14:51


Eine sehr gelungene Auflistung des Kapitäns-Fluchs von paulgeht! Kompliment.

Beim Stichwort Dick sehne ich mich zurück nach der legendären Granit-Abwehr Dick-Amedick-Rodnei-Bugera...




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