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Beitragvon Toco » 15.05.2017, 03:20


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Spielbericht: Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern 1:0
Countdown statt Erlösung

Im Erzgebirge hatten es die Roten Teufel am 33. Spieltag in der Hand, den vorzeitigen Schlussstrich unter eine verkorkste Saison zu ziehen. Stattdessen setzte es eine schmerzhafte Pleite und das Zittern geht jetzt erst so richtig los.


- Fotogalerie | Fanfotos: Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern
- Fotogalerie | Spielfotos: Erzgebirge Aue - 1. FC Kaiserslautern

Etwa 1.500 Fans des 1. FC Kaiserslautern reisten am Muttertag nach Sachsen, wo die mit insgesamt 10.000 Zuschauern ausverkaufte Baustelle Erzgebirgsstadion wartete. Schließlich galt es gegen Erzgebirge Aue gemeinsam mit den FCK-Profis die Mission „Unzerstörbar“ vom Schlingerkurs zurück auf den rechten Weg zu bringen. Während sich die Heimfans schon auf der überdachten neuen Tribüne eingerichtet haben, bleibt für die Gästefans im „Schacht“ noch alles beim Alten. Provisorische Toiletten, raue Betonstufen, in deren Lücken sich Unkraut einnistet, verstaubter oder schlammiger Boden und keine Überdachung. Ein ideales Ambiente für Arbeitssiege, die zusammen errungen werden müssen.

Die alten Zäune in der halben Gästekurve wurden reichlich mit Zaunfahnen bestückt. Im Vordergrund prangte „Unzerstörbar“ neben vielen Fanclub-Bannern, hinter den Fans die „Bastion Betzenberg“, für die erst noch eine entsprechende Erweiterung der Rückwand gebastelt werden musste. Ansonsten blieb der seitliche rechte Bereich im Gästeblock leer – denn außer grauem Beton sieht man von dort gar nichts mehr, weil der halbseitige Rohbau der neuen Tribüne einem die Sicht auf das Spielfeld versperrt.

Steigerlied vs. You'll never walk alone

Im Sonnenschein wurden erste Lieder angestimmt, die vom Stadionradio im Verbund mit dem Auer Publikum allerdings des öfteren übertönt wurden. Die Schalparade zum traditionellen „You‘ll never Walk Alone“ beim Einlauf der Mannschaften ging im „Steigerlied“ sang- und klanglos unter und damit wäre auch schon der Spielverlauf überspitzt formuliert vorweggenommen.

In den ersten 45 Minuten verhinderten effektive Rote Teufel gute Chancen von Erzgebirge Aue, strahlten aber auch selbst kaum Torgefahr aus. Alles wie gehabt, bis auf eine irritierende Langsamkeit bei der Ballannahme: Der eine Schritt zurück, weil der zugepasste Ball ja in die eigene Richtung unterwegs war. Das kann man schon machen, nur sollten dann keine motivierten Gegenspieler in der Nähe sein. Zahlreiche Bälle gingen sofort oder bei einem überhasteten Pass in der Folge verloren. Ein müdes Null zu Null zur Pause war das logische Resultat.

Die zweite Halbzeit begann etwas spektakulärer und sollte nicht an Fahrt einbüßen. Die Offensivbemühungen der Lautrer gipfelten vereinzelt in Torchancen, was allerdings auch für die Gegenseite galt. So wurden die Roten Teufel aus dem Gästeblock immer weiter, immer lauter nach vorne getrieben, ebenso wie auch das heimische Team von „Wismut Aue“. Und in der 59. Minuten zappelte der Ball nach einem erfolgreichen Angriff der Veilchen im Netz des FCK. Fehler Koch, Abschluss Kvesic, 1:0 für Aue.

Nach dem Rückstand beginnt die Stimmung zu kippen

Wo die Schlachtenbummler aus der Pfalz gerade noch fanatisch Richtung Klassenerhalt und für den Verein brüllten, kippte die Atmosphäre kurz zu einem energischen „Wir woll'n euch kämpfen sehn“, dass knapp zehn Minuten mit etwas mehr Wut und Verzweiflung wiederholt angestimmt wurde. Als die Fans sich gegen Ende auf ein „Lautrer geben niemals auf" einigten und es stur zur Selbstvergewisserung und Richtung Mannschaft bellten, schien die Elf von Norbert Meier endlich aus der Lethargie aufzuwachen. Wie schon gegen St. Pauli drängte der FCK in den allerletzten Minuten auf einen Ausgleich.

Aue hatte die Partie nun nicht mehr im Griff, aber der Druck von Kaiserslautern reichte nicht mehr für den Ausgleich. Zu allem Überfluss kassierte Marcel Gaus auch noch seine zehnte Gelbe Karte und ist nun im Saisonfinale gesperrt. Ein Tor sollte nicht mehr gelingen und Schiedsrichter Robert Hartmann pfiff nach dreiminütiger Nachspielzeit ab.

Es folgte das große Durchschütteln. Konsternierte FCK-Fans fanden sich auf, neben und vor dem Zaun wieder, wollten die Spieler zur Rede stellen, während andere vor dem einsetzenden strömenden Regen aus dem Block in Richtung Hügel flüchteten. Als die Mannschaft regungslos an der Gästekurve vorbeizog und stattdessen behelmte Polizisten in Stellung gingen, kochten die Emotionen noch mal ordentlich hoch und es fiel so manches böse Wort, aber alles blieb auf verbaler Ebene und kein Spieler wurde körperlich angegangen oder ähnliches.

Lamentieren bringt nichts: Nächste Woche kann nur zusammen gewonnen werden

Die Abfahrt der Roten Teufel verzögerte sich in der Folge dennoch, weil zahlreiche Fans noch Redebedarf sahen, dem sich die Spieler und Verantwortliche nach rund einer Stunde Wartezeit auch stellten. Alle sind vom Zweifel und der Sorge geeint, dass diese Saison noch so richtig vor die Wand gefahren wird. Die Gemüter hatten sich zu diesem Zeitpunkt aber schon wieder etwas abgekühlt, so dass alle Spieler und Fans nach diesem ersten reinigenden Gespräch zumindest friedlich auseinander gingen und die weite Heimreise nach Kaiserslautern und Umgebung antraten.

Trotz der Nervosität und der kurzen Unruhen nach Abpfiff wollen (und müssen) wir doch noch mindestens einmal geschlossen hinter unserer Mannschaft stehen. Was bleibt der FCK-Familie angesichts dieser Situation auch anderes übrig? Und wenn ein Signal vom Feld in Richtung Kurve wieder mal verpufft, müssen die Fans sicherstellen, dass der Druck und Schwung von den Rängen kommt.

Es ist angerichtet: Zum Saisonfinale kommt der 1. FC Nürnberg ins Fritz-Walter-Stadion und der 1. FC Kaiserslautern braucht jeden Mann und jede Frau, um nicht doch noch auf den Relegationsplatz abzustürzen. Lasst uns den Zuschauerrekord dieser Saison nach oben zu treiben. Bringt eure Kollegen, Freunde und Familie mit. Schnappt euch eure Trikots, T-Shirts, Schals, Fahnen oder Kutten, werft euch in Schale. Ölt die Stimmbänder. Helft mit, dass diese 90 Minuten das große Finale einer Saison zum Vergessen werden. Kämpfen, Lautern, kämpfen!

Quelle: Der Betze brennt


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Stimmen zum Spiel
Fans schwören Spieler auf den "Showdown" ein


Nach dem 0:1 in Aue kochten kurz die Emotionen hoch. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff war es im Stadion zu wütenden verbalen Unmutsbekundungen gekommen, ehe sich Mannschaft und Fans vor der langen Rückfahrt nach Kaiserslautern schon für das anstehende Endspiel gegen Nürnberg Mut zusprachen.

Die rund 1.500 Fans hatten die Nase gestrichen voll: Direkt nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern mit wütenden Pfiffen und Rufen in die Kabine verabschiedet, einige Fans sprangen sogar über den Zaun in den Innenraum, um den Spielern ihre Meinung zu geigen. "Ich habe immer Verständnis für unsere Fans", sagte FCK-Trainer Norbert Meier über die Szenen nach dem Schlusspfiff. "Sie fahren hunderte Kilometer hierher, dann habe ich Verständnis dafür, dass man nach dem Spiel sauer ist."

Auch Uwe Stöver, dem der Ärger selbst deutlich ins Gesicht geschrieben war, konnte den Unmut nachvollziehen. "Mit der Einstellung von heute bleibt nur Daumendrücken. Aber Daumendrücken hilft ja in dieser Situation nicht mehr. Wir müssen schauen, dass wir es selbst mal richten", sagte Lauterns Sportdirektor mit deutlich spürbarem Groll, kurz nachdem er aus der Mannschaftskabine gekommen war. Er haderte: "Wir haben es seit Wochen selbst in der Hand, den Deckel draufzumachen. Das kriegen wir nicht hin. Im Spiel gegen St. Pauli nicht und auch hier in Aue nicht."

Meier: "Müssen den Arsch in der Hose haben"

Knapp 100 Fans warteten im strömenden Regen noch mehr als eine Stunde nach dem Schlusspfiff an der Stadionausfahrt und wollten mit der Mannschaft sprechen. Tatsächlich fanden sich fast alle Spieler, Meier, Stöver, FCK-Legende Gerry Ehrmann, Finanzvorstand Michael Klatt, Aufsichtsratsvorsitzender Nikolai Riesenkampff und weitere FCK-Mitarbeiter bei den Anhängern ein und suchten eine ausgiebige erste Aussprache. Am Ende des Gesprächs wurden die Protagonisten mit motivierendem Applaus verabschiedet. Das Signal ist klar: Für das eine noch ausstehende Spiel gegen Nürnberg muss fast zwangsläufig noch einmal der Schulterschluss her. Die Mannschaft braucht die Fans und die Fans brauchen die Mannschaft.

"Wir müssen schauen, dass wir eine andere Mentalität auf das Feld kriegen", forderte Stöver. "Weil da wird man die brauchen, um letztlich drei Punkte einzufahren." Meier pflichtete dem bei: "Da wirst du als Mannschaft schon den richtigen Arsch in der Hose haben müssen, um dich dagegen zu wehren. Es ist Showdown!"

Quelle: Der Betze brennt
man braucht nicht viel davon um glücklich zu sein
(schreibt hier privat, außer er schreibt hier nicht privat.)



Beitragvon Schobbe77 » 15.05.2017, 04:53


Es ist angerichtet?

Das war es gegen Pauli auch, der Druck ist nun viel größer.

Überlege nicht hinzugehen um den armen Spielern nicht noch die Erwartungshaltung zu erhöhen. Die haben schon seit einer gefühlten Ewigkeit immer genau dann versagt wenn das Stadion voller war.

Erste schlaflose Nacht dieser Woche, danke an die “Mannschaft“...



Beitragvon theoneyoushouldknow » 15.05.2017, 07:05


Ich werde trotzdem da sein :daumen:
Sollte selbstverständlich sein, aber man die Kommentar-Spalte nicht immer nur diesen Trübsalbläsern überlassen.



Beitragvon Marvi » 15.05.2017, 07:08


Es brauch niemand am Sonntag hochzugehn.Bis auf die Fans hat doch keiner Verstanden um was es geht. Und das ist auch gegen Nürnberg so.Ein Teil sollte nach Heidenheim fahren und die nach vorne schreien. Das ist unsere letzte Hoffnung da ich in 33 spielen nicht ein Spiel nennen kann wo wir ein gutes Spiel gemacht haben und warum sollte sich das im letzten Spiel ändern.



Beitragvon Mephistopheles » 15.05.2017, 07:26


Ich möchte die Leistung nicht schön reden. Um dies vorweg zu sagen. Dennoch war die Niederlage natürlich einem BLackout Kochs geschuldet. Er muss doch nur den Ball per Kopfball aus der Gefahrenzone bringen. Ich hatte eigentlich bei der Übertragung den Eindruck, dass der FCK das Spiel langsam in den Griff bekommt. Dann kam der Aussetzer Kochs.

Dass Gaus im Saisonfinale fehlt, ist fast so schlimm wie die Niederlage. Hoffentlich war das gestern nicht sein letztes Spiel für den FCK.



Beitragvon JM75 » 15.05.2017, 07:37


Auf unsere Mannschaft brauchen wir nicht mehr zu vertrauen.
Die einzigste Chance ist Dresden bzw Heidenheim.
Wie tief ist der Betze nur gesunken.

Wo liegt eigentlich genau Großaspach, Wehen, Münster? Brauch dringend ein Navi



Beitragvon [name838] » 15.05.2017, 07:46


Toco hat geschrieben:Als die Mannschaft regungslos an der Gästekurve vorbeizog und stattdessen behelmte Polizisten in Stellung gingen, kochten die Emotionen noch mal ordentlich hoch und es fiel so manches böse Wort, aber alles blieb auf verbaler Ebene und kein Spieler wurde körperlich angegangen oder ähnliches.
Sorry, DBB. Wenn verschiedene Medien davon berichten, dass Bierbecher und Stangen flogen, dann darf man das hier ruhig auch mal thematisieren. Auch Christoph Moritz hat das im SWR bestätigt.

Sowas geht überhaupt nicht. Und das zutiefst zu kritisieren gehört für ein mittlerweile so großes Online-Portal dazu.

Nebenbei: Dieses ausgelutschte, langweilige und inszenierte YNWA vor Spielbeginn kann man sich auch endlich mal sparen!



Beitragvon Mayor Naise » 15.05.2017, 07:55


Am Sonntag werde ich trotzdem mit 2 Kumpels auf den Betze fahren und alles geben.
“Wenn ich heute Kapitän bin, mein Schiff sinkt und alle müssen helfen, dann kann doch der Koch nicht kommen und sagen: Ich kann nur die Bratpfanne halten.” -Otto Rehhagel-



Beitragvon sandman » 15.05.2017, 08:15


Hab mir gestern Abend extra nochmal die gelbe Karte von Gaus angesehen...die war sowas von beabsichtigt! Ich bin mir sicher, wir werden ihn nicht mehr im Trikot des FCK sehen....
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon Paul » 15.05.2017, 08:30


Das Problem ist, dass es gar keine Alternative gibt, als dem FCK noch einmal alle Daumen zu drücken.
Ich gebe aber auch zu, dass mir diese Truppe den Kampfgeist nimmt und ich lieber beide Augen auf die fremden Plätze richte.
Vermutlich haben Dresden und Heidenheim massiv mehr Eier in der Hose und lassen sich nicht hängen, obwohl es eigentlich dort um gar nichts mehr geht.

Sorry FCK, mir blutet das Herz bei solch unterirdischen Leistungen. Und dann die Bilder von diesem nimmermüden Reisvolk in Rot und Weiß und Rot.
Es ist einfach nur beschämend, wie weit die Leistung , aber vor allem die Leistungsbereitschaft der Spieler von der der Fans differiert.

Kerze anzünden und beten!
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Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
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unzerstörbar - NUR der F C K



Beitragvon playball » 15.05.2017, 08:32


Die Leistung ist eine Frechheit. Wie schon gegen Berlin, 60, KSC und Pauli eine absolute Leistungsverweigerung. Sichtlich verweigern einige Spieler die Leistung, andere sind komplett im Kopf blockiert. Hier erreicht der Trainer die Mannschaft nicht mehr und die Spieler wissen nicht, um was es geht. Es gibt kein Aufbäumen, es gibt auch intern keinen Klartext.

Ich würde das noch als gegeben hinnehmen. Doch wenn ich nun, nach meiner Rückkehr aus Aue, höre, was Moritz ins Mikrofon gegeben hab, raste ich aus. Sinngemäss verliert er die Lust am Fussball, wenn Fahnenstangen fliegen. Auf gut deutsch: wir Fans sind schuld.

Man muss sich mal vorstellen. Da fliegt ein Plastikstängelchen, wie es meine fünfjährige Tochter am Luftballon hat, in die Prärie, und Moritz nimmt dies als Grund zu jammern. Ja selbst wenn es eine aus Stahl gewesen WÄRE, hätte man die aus der Luft fangen können. Ich sag das Ding fliegen, mein Gott. Ein Zweikampf von Moritz zu sehen, tut mehr weh, als eine Stange an den Kopf zu bekommen. Diese Szene nun als Entschuldigung für eine Nichtleistung zu nehmen, ist abartig. Frei nach dem Motto: 90 Minuten Leistungsverweigerung, weil die Fans danach böse sind. Also sind die Fans schuld.

Mir sind Übergriffe auf Spieler fremd. 1996 in Leverkusen wollte ich mal auf den Platz, aber wegen Paulo Sergio, nie an die eigene Mannschaft. (Ordner hielten mich zum Glück zurück) Aber ich verstehe die Jungs, die in Aue mal die Spieler zur Rede stellen wollten und über den Zaun gingen. War ja kein Platzsturm, sondern mal ein "Tachelesredspalier". Aber wenn ich nun höre, was der Moritz von sich gegeben hat, dann muss ich gestehen, dass ich, wenn das im Stadion gewusst hätte, auch rüber über den Zaun wäre, und dem Moritz aufs Maul gehauen hätte.Ich gestehe: Die Emotionen gehen mit mir durch und ich hab mich nicht mehr im Griff wegen solchen Typen.

Ich halte den Typen Moritz ja fussballtechnisch schon nicht aus, aber diese geballte Dummheit danach, die übertrifft alles dagewesene. Moritz hat nach 12 oder was weiss ich wieviel Jahren keinen Bock mehr auf Fussball wegen dieser Fans? Ja bravo. Junge, ich hab nach 35 Jahren keinen Bock mehr auf Fussball wegen solchen Vollpfosten wie Dir. Was bildet der sich denn ein zu sein? Ein komplett gescheiterter Typ, der in den FCK Analen als übergrosse Schande eingehen wird.

Entscheidend bei seinen Worten: Hier hat nicht einer nach dem Spiel emotional über die Stränge gehauen. Hier kam eine Ehrlichkeit raus, die die Leckmichamarschmentalität des Herrn Moritz, und vielleicht einigen anderer Spieler, zeigt. Und er, der selbsternannte Führungsspieler, steckt damit die anderen an. Lustlos, planlos, aber jeder ist schuld, ausser er.

Wenn Meier einen Funken Charakter hat, schmeisst er Moritz mit sofortiger Wirkung aus dem Team, um ein Exempel zu statuieren. Forumskollege Rapolder hatte früher Kurt Jara so schön als Flennbeutel tituliert. Wenn ich diese Wortwahl übernehmen darf, dann ist Moritz ein Flennheissluftballon. Ich sagte bereits vor einiger Zeit, dass Moritz sportlich dem Halfar nur in den Füssen steht und der Mannschaft nix bringt. Nun ist bewiesen, dass Moritz auch charakterlich die Mannschaft nach unten zieht. Warum soll man denn noch rennen, wenn ein Vizekapitän und vermutlich Top Verdiener der Mannschaft, sichtlich den Ernst der Lage nicht erkannt hat, und Schuld bei anderen sucht?

Ich könnt aus der Haut fahren, wenn ich so etwas höre und lese. Da fahren 1500 Jungs nach Aue und werden so verarscht. Wenn sie erstmalig am vorletzten Spieltag Emotionen zeigen, müssen sie sich noch durch die Revolverpresse jagen lassen als Randalierer.

Seitens der Fans war alles im grünen Bereich und keiner soll hier etwaige Randale hineininterpretieren, wo keine waren.

Aber zurück zur Truppe.

Normalerweise müsste jetzt nochmal fürs letzte Spiel ein Trainerwechsel kommen und ein richtiger Trainer der Mannschaft in den Arsch treten. Aber das wird nicht passieren. Dann kann man nur hoffen, dass unser Trainer mal den Charakter einzelner Spieler erkennt und nun mit Moritz mal anfängt und den rausnimmt.
Ich bin immer noch fassungslos über so viel dummes Gebabbel im TV.

Das einzige, was mich heute aufbaut, sind die Worte Tom Dooleys in Flutlicht, die ich heute früh anschaue. Dem ist nix hinzuzufügen. Alles gesagt und zwischen den Zeilen weiss jeder, was er meint.

Und zurück zu Moritz. Keine Angst, ich werde nicht am Trainingsgelände auftauchen, und körperlich oder verbal aktiv werden. Ich bin brav, hab jetzt meinen 4ten Kaffee getrunken und versuche, ruhiger zu werden. Ich hoffe aber trotzdem, dass Meier sportlich reagiert und 11, bzw 14 Leute zusammenkratzt, die charakterlich einwandfrei sind für das absolute Endspiel.



Beitragvon karsten » 15.05.2017, 08:37


Den vergangenen Sonntag kann man mit 4 Worten passend beschreiben,

DIE ROTEN HABEN VERKACKT

Erst die roten Teufel erwartungsgemäß in Aue und dann erfreulicherweise die Politik in NRW.

Das Auftreten der Mannschaft ist kaum verwunderlich. Da muss man sich nur mal den Sportdirektor angucken, der ist emotional wie eine Kuh auf der Weide und so etwas überträgt sich halt.

Wo ich vor Monaten 4 Eintrittskarten für das Spiel gegen Nürnberg bestellt hatte, war ich davon ausgegangen, dass es am 21. Mai ein gemütlicher Ausflug mit 3 weiteren Herren wird, denen ich mal die Stadt und das Stadion zeige, mit meiner gut gefüllten Justpay - Karte einige Bierchen spendiere, das neue Trikot ( ohne Sponsorenaufdruck ) kaufe und dann auch noch Fußball gucken kann.
Aktuell sieht es leider so aus, Justpay ist in der gleichen Verfassung wie der gesamte Verein, Trikotkauf wird ein Traum bleiben, stattdessen wieder Folterfußball für die Fans vom Feinsten.

Egal wie dieses Spiel ausgeht und selbst wenn wir Nürnberg zerlegen, hoffe ich das keiner nach dem Spiel auf den Gedanken kommt, die Herren zu feiern. Pfiffe und Verachtungen mehr haben die nicht verdient.
Am Liebsten würde ich schon bei der Mannschaftsaufstellung pfeiffen, der Moritz dieser komische Kauz war mir von Anfang an schon suspekt und mein Gefühl hat mich nicht getäuscht.

Ich hoffe wir halten irgendwie die Klasse und am 21.Mai ab 18.00 Uhr sind die Herren Stöver und Meier Geschichte beim FCK.



Beitragvon Briggedeiwel » 15.05.2017, 08:38


[name838] hat geschrieben:
Toco hat geschrieben:Als die Mannschaft regungslos an der Gästekurve vorbeizog und stattdessen behelmte Polizisten in Stellung gingen, kochten die Emotionen noch mal ordentlich hoch und es fiel so manches böse Wort, aber alles blieb auf verbaler Ebene und kein Spieler wurde körperlich angegangen oder ähnliches.
Sorry, DBB. Wenn verschiedene Medien davon berichten, dass Bierbecher und Stangen flogen, dann darf man das hier ruhig auch mal thematisieren. Auch Christoph Moritz hat das im SWR bestätigt.

Sowas geht überhaupt nicht. Und das zutiefst zu kritisieren gehört für ein mittlerweile so großes Online-Portal dazu.

Nebenbei: Dieses ausgelutschte, langweilige und inszenierte YNWA vor Spielbeginn kann man sich auch endlich mal sparen!


1)
Waren doch die gleichen die in Berlin die eigenen Fans angegangen sind.
Ach nein, sind ja auch nur alternative Fakten :nachdenklich:

2)
YNWA vor dem Spiel gehört halt zur Stimmung vom Band, was meist nichts mit dem Spiel zu tun hat (leider).
Wobei keine Kreativität auf den Rängen, keine Kreativität auf dem Rasen.

3)
Natürlich geht's am Sonntag nuff, und solange der Drops nicht gelutscht ist wird die Mannschaft auch unterstützt. Die Unmutsbekenntnisse könnt ihr euch für nach dem Spiel aufheben.
Die Stimmung ist immer dann am besten, wenn man nicht über sie nachdenkt!



Beitragvon Paul » 15.05.2017, 08:49


Nebenbei ist nun auch amtlich, dass wir das vom FCK ausgegebene Saisonziel auf jeden Fall verfehlt haben: einstelliger Tabellenplatz, Herr Stöver.
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Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
leer
unzerstörbar - NUR der F C K



Beitragvon Seb » 15.05.2017, 08:50


So, jetzt kommen also doch noch Emotionen rein am letzten Spieltag. Ich hätte auch nichts gegen einen lauen Sommerkick gehabt.

Das Potential Helden zu werden, hat diese Truppe mit Sicherheit nicht. Es würde aber schon reichen, wenn sie es schaffen, keine Deppen zu werden.



Beitragvon Ostseeteufel » 15.05.2017, 08:53


Habe es ja schon ôfter geschrieben und wurde von Pseudooptimisten belächelt: hätten wir die Moral von Bielefeld oder Aue stünden wir sehr weit vorne in der Tabelle. Auch die gestrige Niederlage war hoch verdient und die Bübchen auf dem Feld kann man nur noch mit dem Wort VERSAGER beschreiben. Eine Schande für den FCK.
Welch bitterböse Ironie, dass wir jetzt mit Gries und Klatt ausgesprochene Wirtschaftsfachleute im Vorstand haben, die effizient arbeiten aber die sportlich relevanten Positionen im Verein sind alle komplett falsch besetzt. Es ist so beschämend und schmerzt bis ins Mark, was beim FCK abgeht.

Hoffnung, dass es gegen Nürnberg eine entsprechende Antwort gibt, könnt ihr vergessen. Meier wird auf 0:0 spielen und durch einen dämlichen Fehler gehen wir in Rückstand und verlieren am Ende durch einen Konter mit 0:2. Meine Hoffnung schöpfe ich daraus, dass 1860 hoffentlich noch jämmerlicher und dümmer ist als wir.



Beitragvon Tavlaret » 15.05.2017, 08:55


Mephistopheles hat geschrieben:Ich möchte die Leistung nicht schön reden. Um dies vorweg zu sagen. Dennoch war die Niederlage natürlich einem BLackout Kochs geschuldet. Er muss doch nur den Ball per Kopfball aus der Gefahrenzone bringen. Ich hatte eigentlich bei der Übertragung den Eindruck, dass der FCK das Spiel langsam in den Griff bekommt. Dann kam der Aussetzer Kochs.

Dass Gaus im Saisonfinale fehlt, ist fast so schlimm wie die Niederlage. Hoffentlich war das gestern nicht sein letztes Spiel für den FCK.


Spieler machen immer Fehler, das ganze Speil über, nur meistens fällt kein Tor danach. Es war nicht Kochs Aussetzer, es ist die Unfähigkeit der Offensive über die ganze Saison. Mein Gott, man kann nicht auf 0:0 spielen und dann den Spieler beschuldigen, der einen Fehler macht, nachdem das Tor fällt. So nach dem Motto ... 'eigentlich haben es alle richtig gemacht .... hätte nicht Koch' :-( Das ist doch Müll.
Wer kämpft kann verlieren ... wer nicht kämpft hat beim FCK nichts verloren.



Beitragvon Matt12 » 15.05.2017, 09:00


Diese charakterlose Mannschaft hat es verdient abzusteigen, unser Verein allerdings nicht!

Meine Hoffnung liegt darin, dass wir uns gegen Nürnberg einen Punkt erstolpern und mit Ach und Krach die Liga halten, dass keiner auf die Idee kommt, diese Mannschaft nach dem Spiel auch noch zu feiern! Wir sollten sie während des Spiels bedingungslos unterstützen, alles für den VEREIN geben, nicht für diese ehrlosen Versager. Alles was zählt, ist die Existenz unseres Vereins und leider wird er noch ein einziges Spiel von dieser Mannschaft repräsentiert.

Wir werden kontinuierlich schlechter, ich traue 60 und vor allem Bielefeld zu, dass die ihre Auswärtsspiele gewinnen. Und ich traue uns zu, dass wir uns ohne einen Kämpfer Gaus so richtig einscheißen werden.

Ich hoffe - für das Überleben unseres FCK - dass wir uns ein 0:0 erstolpern. Dass diese Truppe noch einmal Charakter zeigt, traue ich ihnen nicht mehr zu!



Beitragvon Carsi » 15.05.2017, 09:09


Sonntag, 21.05.2017 ab 15:30 Uhr ist man im FRITZ-WALTER Stadion.

Es kann nur mit Geschlossenheit gezeigt werden, das man dem VEREIN die TREUE hält.

90 min. mit positiven Anfeuerungen der Mannschaft Selbstvertrauen rüber bringt.

Am Ende werden WIR dann ALLE den :daumen: hochmachen können, weil die Liga gehalten wurde.
1.FC Kaiserslautern-Durch die 2. Liga muss man gehn, Hohn und Spott auch überstehn, gegen 17 Mannschaften SIEGREICH sein und dann kommen wir auch wieder Heim....



Beitragvon Rheinteufel2222 » 15.05.2017, 09:12


Was mir in dem Spielbericht fehlt, ist nicht weniger als das entscheidende Ereignis des Spiels, nämlich die Auswechslung von Ewerton in der Halbzeit wegen Übelkeit. Wir mussten daraufhin umstellen und das hat uns die defensive Sicherheit, die wir in der ersten Halbzeit noch hatten, genommen.

Ob das Tor gefallen wäre, wenn wir noch einen fitten Ewerton hinten drin gehabt hätten, kann man stark bezweifeln. So war aber unser ganzes Konzept, dass wohl auf ein 0:0 ausgerichtet war (das können wir ja normalerweise), über den Haufen geworfen.

Ich hoffe, Ewerton ist gegen Nürnberg wieder dabei. Dass Gaus sich kurz vor Schluss noch unnötig eine Gelbsperre abgeholt hat, ist schon schlimm genug.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Seb » 15.05.2017, 09:15


Die Mannschaft spielt ein ums andere mal, als ob sie mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun hätte. Das Spiel kam mir vor, als ob es für Lautern um nichts mehr geht. Wo ist der Kampf und der Wille?



Beitragvon karsten » 15.05.2017, 09:17


Carsi hat geschrieben:Sonntag, 21.05.2017 ab 15:30 Uhr ist man im FRITZ-WALTER Stadion.

Es kann nur mit Geschlossenheit gezeigt werden, das man dem VEREIN die TREUE hält.

90 min. mit positiven Anfeuerungen der Mannschaft Selbstvertrauen rüber bringt.

Am Ende werden WIR dann ALLE den :daumen: hochmachen können, weil die Liga gehalten wurde.



Wer sind denn wir Alle ???
Die Fans O.K., JA, aber die Mannschaft wird keinen :daumen: hochmachen. Denen ist es scheißegal wie das Spiel ausgeht. Das haben sie eindrucksvoll in den vergangenen Partieen gezeigt.



Beitragvon Hoffi82 » 15.05.2017, 09:21


Mephistopheles hat geschrieben:Ich möchte die Leistung nicht schön reden. Um dies vorweg zu sagen. Dennoch war die Niederlage natürlich einem BLackout Kochs geschuldet. Er muss doch nur den Ball per Kopfball aus der Gefahrenzone bringen. Ich hatte eigentlich bei der Übertragung den Eindruck, dass der FCK das Spiel langsam in den Griff bekommt. Dann kam der Aussetzer Kochs.

Dass Gaus im Saisonfinale fehlt, ist fast so schlimm wie die Niederlage. Hoffentlich war das gestern nicht sein letztes Spiel für den FCK.


Ich denke schon,dass Gaus gestern leider das letzte Spiel für uns machte. Er hatte genug Zeit, es sich zu überlegen. Wenn er bereits verlängert hätte, wäre das längst vom FCK als positives Zeichen im Abstiegskampf publik gemacht worden. Er wird gehen. Leider.



Beitragvon Schlossberg » 15.05.2017, 09:22


Natürlich war Robin Koch nicht der Alleinschuldige am Gegentor, geschweige denn an der Niederlage.
Trotzdem ist festzuhalten, er hat einen gewaltigen Durchhänger.

Woran liegt es, dass er seit Wochen von Spiel zu Spiel schwächer agiert?

- Sind es wirre, von seinem Berater ("Familienangehöriger", das sind die Schlimmsten) geförderte Gedanken über hochdotierte Verträge aus der Bundesliga?
- Gelingt es dem Trainerteam nicht, ihn auf dem erreichten Niveau als IV zu halten, indem es ihm eine Rolle als Sechser aufbürdet, der er zurzeit noch nicht gewachsen ist?
- Oder ist es einfach natürlich, dass nach einem solch rasanten Leistungsaufschwung, wie er ihn 2016 gezeigt hat, ein Rückschlag kommt?

Ich weiß es nicht, vielleicht ist auch von allem etwas dabei. Es wäre jedenfalls wichtig, die Angelegenheit einmal tiefer gehend zu analysieren - und nicht nur deswegen, weil es hier um viel Geld gehen könnte.



Beitragvon [name838] » 15.05.2017, 09:25


Seb hat geschrieben:Die Mannschaft spielt ein ums andere mal, als ob sie mit der ganzen Angelegenheit nichts zu tun hätte. Das Spiel kam mir vor, als ob es für Lautern um nichts mehr geht. Wo ist der Kampf und der Wille?
Wir haben schon ein paar Spieler, denen ich den Kampf und den Willen nicht absprechen möchte.
Wenn man allerdings auch nur zwei oder drei Spieler hat, bei denen das nicht der Fall ist, dann hat man als Mannschaft ein Problem.

Aus meiner Sicht ist das Team eindeutig falsch zusammengestellt.
  • grundsätzlich zu großer Kader
  • ob Spieler wie Zoua charakterlich in die Mannschaft passen, würde ich bezweifeln
  • keine Teamhierarchie und falscher Kapitän
  • keine Leader, die unseren jungen Spielern in verschiedenen Situationen helfen
Trotzdem bleiben wir in der 2. Liga. Wir haben zwei Punkte Vorsprung auf Platz 16. Bielefeld und 1860 müssen beide erstmal gewinnen - gerade bei 1860 bezweifle ich das im Moment. Und selbst wenn beide gewinnen sollten, reicht uns wahrscheinlich ein Punkt.

Danach geht es darum, konsequent die Mannschaft umzubauen und den Kader auszudünnen.




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