Du meine Güte, was für eine Aufregung um das Getwitter. Dabei folgt der FCK nur einer Entwicklung, die in nicht unbedeutenden Teilgebieten der Medienlandschaft bereits weit fortgeschritten ist und viele Bereiche der Gesellschaft schon deutlich erkennbar erfaßt hat: die Ersetzung der Meinungsvielfalt ( Pluralität der Meinungen ) durch die Vervielfältigung einer, d.h. immer derselben Meinung auf unterschiedliche Art und Weise ( Pluralität der Verpackungen ).
Was bedeutet denn heute noch Meinungsvielfalt in den Medien und besonders im Privatfernsehen? Doch nichts anderes, als daß eine Meinung so oft und so lange gefaltet wird, bis sie als durch und durch kontrollierte und manipulierte Botschaft in jedes noch so kleine Spatzenhirn paßt und dort die verbliebenen Restbestände an verwertbaren Gedanken in die richtige Richtung steuert. Und damit es nicht so auffällt, gibts eben ein und dieselbe Botschaft hundertmal am Tag in hundert verschiedenen Variationen.Twittern ist eine Form unter vielen.
Aber letztendlich ist dies auch nur eine Reaktion aud die schon seit Jahren sich abzeichnende Infantilisierung der Gesellschaft. Die Fackel der Aufklärung ist längst erloschen, zurückgeblieben ist die Asche, die man den pisageschädigten Idioten der Handy-Generation ins Hirn bläßt und so die Illusion erzeugt, man würde selber denken.
So, mein Beitrag zu diesem Thema. Viel Spass beim Twittern.
