Na, das relativiert sich aber ein bisschen von selbst. Auf der anderen Seite stehen dann halt auch nur Drittligaspieler, die eben nicht jeden freien Kopfball platziert versenken. Da sehen wir dann eben nur ein Spiel des Drittligavierzehnten gegen den Drittligafünfzehnten.Heinz Orbis hat geschrieben:Diese Taktik ist für mich einfach ein unnötiger Tanz auf der Rasierklinge, bei solch einer Taktik brauchst du Spieler die jederzeit hellwach sind und die auch noch entsprechende Qualitäten im Zweikampf,Kopfball, Raumdeckung usw. haben. Mit Drittligaspielern sehe ich das aber nicht! Zumindest nicht konstant! Die Jungs wären nicht in der dritten Liga wenn sie all das genannte hätten. Deshalb müssen sie mMn. wesentlich proaktiver verteidigen, damit gewisse Situationen gar nicht erst entstehen können....
Klar ist eine defensive Mauertaktik immer risikoreich. Und wie gesagt: schön war das so sicher nicht. Ich störe mich einfach daran, dass viele dem Trainer hier eine taktische Idee absprechen und gleichzeitig das Offensivspiel der Mannschaft kritisieren. Die Marschrichtung war halt „Beton“ und das haben sie gut und im Ergebnis erfolgreich umgesetzt. Ich wäre auch neugierig, wie aktiv wir das Spiel mitgestaltet hätten, wenn wir nicht relativ früh in Führung gegangen wären.
Ich stelle mir vor, das Spiel wäre andersrum verlaufen - niemand hätte behauptet, wir hätten viele gute Torchancen gehabt und mit Pech verloren. Vielmehr hätten viele dann davon gesprochen, wie clever Magdeburg das gemacht hat, und dass unsere Spieler halt maximal (oder nicht mal) drittligatauglich sind, man sie man mit einfachster Kreisligataktik aushebeln kann, und dass wir gestern noch 100 Jahren hätten weiter spielen können ohne ein Tor zu schießen.
