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Spielbericht: 1. FC Kaiserslautern – TuS Koblenz 2:3 (Der Betze brennt)

Archiv für Threads zu nicht mehr aktuellen Spielen.
Altmeister
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Beitrag von Altmeister »

Seb,

der FCK ist nur noch Mieter des Stadions. Der Vertrag mit der Stadiongesellschaft läuft definitiv bis 2028. Und danach stehen die bisherigen 65 Millionen an Darlehen immer noch zu Buche, d. h. es müsste ein neuer Mietvertrag vereinbart werden mit u. U. sogar höheren Zinsen für den FCK, denn man weiß ja nicht, wie sich die Zinsen bis dahin entwickeln werden.
Ein ziemlich verrückter Vertrag also, das steht außer Frage.
Sicherlich bemüht sich die Stadiongesellschaft, einen Investor zu finden, der das Stadion kauft, aber für 65 Millionen wird das eher keiner tun.
Man müsste also, zumindest aus meiner Sicht, versuchen, ein Gesamtpaket mit einem Sponsor/Investor zu schnüren, der zusätzliche Vermarktungsinstrumente findet, damit sich sein Investment lohnt (denn sonst würde er erst gar nicht investieren) und im Gegenzug dem FCK trotzdem die Miete mindert, damit der wieder mehr Luft zum Atmen hat.
Oder man müsste der Stadiongesellschaft klarmachen, dass sie für sagen wir mal 40 Millionen verkauft und den Restverlust (für den Steuerzahler) in Kauf nimmt. Dass das alles schwieriges Terrain ist, brauche ich keinem mehr zu sagen. Es muss also eine wie auch immer geartete langfristige Lösung des Problems her. Und darüber zerbrechen sich viele Leute die Köpfe.
Jedenfalls war die WM mit allen Umständen des Stadionausbaus in KL der absolute Wahnsinn und der Anfang vom Ende für den FCK.
betzemutzi
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Beitrag von betzemutzi »

Plan 1 ist einmal, da oben aufzuraeumen und Vertrauen gewinnen. Und dann kommen die Leute. Kein vernuenftiger Mensch wird sich mit einem Herrn Buchholz oder einem Herrn Goebel zusammenarbeiten, zumindest kein Profi.
Aufraeumen, dann kann man neuaufbauen. Und dieser Neuaufbau ginge verdammt schnell.
Nur wann beginnt das Aufräumen? Ok, Ruda und Jaworski sind weg, aber für einen Neuanfang müssen alle Köpfe rollen.
Zeit haben wir keine mehr. Wir spielen nächstes Jahr mit Glück in Liga 3, ansonsten sieht es noch bitterer aus.

Mit Herrn Göbel und Herrn Buchholz arbeitet kein Profi zusammen, aber wer arbeitet denn bitte mit einem Fußballverein zusammen, der in der in Liga 3/Oberliga kickt, keinen Spieler unter Vertrag hat, kein Stadion in dem er spielen könnte, kein Geld besitzt, ein Verein, der die letzten 10 Jahre alles vernichtet und zerstört, was diesen Club jemals ausgezeichnet hat, ein Verein, der seine (wenigen) wahren Helden vergrault und verleumdet, einem Verein, dem noch die ganze Aufarbeitung bevorsteht, die wie hier einige schreiben, die "ganze Pfalz zum Beben bringt wird?"

Der FCK ist ein Tabu-Thema. Keiner wird freiwillig in diesen Verein investieren, keiner der nicht verrückt ist.
Die einzige Hoffnung die ich habe, besteht darin, dass wir genug Verrückte haben. Im positiven wie im negativen Sinne.
C`mon you guys in red!
OWL-Teufel

Beitrag von OWL-Teufel »

Steffbert hat geschrieben: Ich habe den ganzen Schwachsinn geglaubt, die volle Palette.
Willkommen im Club!

Und das Erwachen aus diesem Traum ist so schmerzhaft!
lelle_forever
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Beitrag von lelle_forever »

playball hat geschrieben:
lelle_forever hat geschrieben:@ Mörserknecht

"Was hätten Altmeister und Rossobianco, die ja immer wieder deswegen kritisiert werden, denn auf der JHV tun sollen? Was?

- Eine Rede halten?"

Antwort: Ja! Und zwar eine Rede, in der sie ihr Wissen vortragen und im Einzelnen darlegen, wem sie was vorwerfen und welche Alternative sie anbieten können. Entweder hätten sie eine Mehrheit bei den Mitgliedern gefunden oder nicht.

Aber das nur am Rande, jetzt geht es um die Zukunft. Und hier schließe auch ich mich den Ausführungen von HAP an.

Was mir in der Diskussion fehlt, ist neben den hard facts vor allem ein schlüssiger Alternativplan. Göbel raus, AR raus, das ist als Programm zu wenig. Wer soll in den AR, wer soll als Vorstand fungieren? Was können diese Personen in der jetzigen und sich abzeichnenden Situation tun? Wozu würde das überfällige Aufräumen führen, würde der FCK auf einmal im Geld schwimmen? Welche Leichen liegen im Keller und wie holt man sie raus? Vielleicht ist ja eine Abrechnung mit diesen Herren schon ein Wert an sich, aber es geht doch um die Zukunft und Existenz des FCK und da bräuchte man einen echten Plan. Andeutungen helfen keinem weiter.

Ich bin mir sicher, dass jetzt gegenüber der JHV die Zahl der Mitglieder, die einem schlüssigen und gut vorgetragenen Alternativkonzept zustimmen würden, noch einmal deutlich gewachsen ist.

Ich weiß, ich habe nur Fragen und keine Antworten. Wo ist der große Visionär?

Auf bessere Zeiten!
Was sollte denn noch an Informationen auf den Tisch? Hier wurden im Internet Beweise vorgelegt, die reichen, die ganze Pfalz zum Beben zu bringen. Hier wurden interne Finanzamtsdokumente vorgelegt, die beweisen, dass Jaeggi und Goebel mit Wissen von Ruda, Buchholz und Co alle verarscht haben. Alleine aufgrund dieser Belege ist normalerweise eine Staatsanwaltschaft gezwungen, zu ermitteln.
Ab diesem Zeitpunkt muessen Juristen uebernehmen.

Das Wissen, dass Rosso und Altmeister vorbringen haetten muessen, haette kaum jemand verstanden (Paragraph XYZ in Verbindung mit Urteil AB aus dem Jahre ergibt einen Tatbestand soundso).
Und wenn die aufgeheizte Menge sogar einen Axel Roos oder Demir Hotic auspfeift, was will man dann machen?
Die Herren am Rednerpult luegen und alle glauben es.

Ich hab vor 2 Jahren den Aufsichtsrat gefragt auf der JHV, ob man das Geld der Steuerzahlung, die irregulaer war, zurueckfordern werde. Dr. Koll antwortete irgendeinen rhetorisch vorbereiteten Kotz. Auf eine Rueckfrage von mir wurde sofort die Menge unruhig und ich wurde dumm angemacht. Und da war die Stimmung ruhig.

Wie soll ich da von anderen erwarten, in aufgeheizter Stimmung ans Mikro zu treten?
Desweiteren haette jede Aussage zur unweigerlichen Schlammschlacht gefuehrt, da es hier um ganz gewaltige Dinge geht, nicht mehr nur um eine Abwahl eines Aufsichtsrates.


Desweiteren forderst Du Hard Facts, einen Alternativplan.
UNMOEGLICH.
Warum?
Weil keiner kommen wird, solange diese Personen da sind. Jeder haelt sich bedeckt, weil sein Name mit Staenkerei in Verbindung gebracht wird, wenn er nur seine Hilfe anbietet. Daher wird keiner nach vorne treten.

Da lehrt die Geschichte uns zu sehr Vorsicht.

Plan 1 ist einmal, da oben aufzuraeumen und Vertrauen gewinnen. Und dann kommen die Leute. Kein vernuenftiger Mensch wird sich mit einem Herrn Buchholz oder einem Herrn Goebel zusammenarbeiten, zumindest kein Profi.
Aufraeumen, dann kann man neuaufbauen. Und dieser Neuaufbau ginge verdammt schnell.
Danke zunächst für die Schilderung dieser Erfahrung, das ist aufschlussreich. Trotzdem überzeugt mich Dein post nicht vollkommen.

Ich habe nicht behauptet, dass es einfach ist, einen Wechsel hinzubekommen. Meiner Meinung nach geht das nur über eine Mehrheit in der Mitgliederversammlung. Natürlich kann man da nicht mit Paragrafen die Leute überzeugen, sondern man muss die Dinge knackig auf den Punkt bringen können. Das ist keine Erwartung an einen der Schreiber hier, sondern eine nüchterne Feststellung. Wenn so jemand nicht in Sicht ist, wenn alle fähigen Leute Angst haben, als Stänkerer dazustehen, dann ist nach meiner Meinung keine Rettung in Sicht und die ganze Diskussion hier dreht sich nur um sich selbst. Ich glaube, das Aufräumen wird nicht gelingen, wenn es nicht von einer Gallionsfigur, die ein glaubhaftes Alternativkonzept trägt, in die Wege geleitet wird. Mir fällt da auch nur Stefan Kuntz ein, aber das ist wohl Wunschdenken.

Wenn Göbel und Buchholz soviel Dreck am Stecken haben und das klar zu belegen ist, wenn sie darüber hinaus unfähig sind, warum traut sich keiner, als Stänkerer aufzutreten. Das wäre doch dann ein Lob...

Wenn man den Weg über die JHV für aussichtslos hält, was bleibt dann? Hier - wie ein anderer Schreiber es genannt hat - ein paar Bröckchen oder Brocken hinzuwerfen und zu hoffen, dass alle von alleine zurücktreten? Ein paar Hintergrundgespräche führen? Einne anonyme Anzeige?

Wahrscheinlich fehlen mir die Insidererfahrungen einiger Schreiber. Mir blutet aber das Herz, wenn ich diesen Verein so vor die Hunde gehen sehe, und ich weigere mich zu glauben, dass es keinen realistischen Weg für einen Neuanfang geben soll.
lautern64
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Beitrag von lautern64 »

Wenn ich mir überlege wie es mit uns weitergehen soll, ziehe ich einen abstieg vor , vorrausgesetzt wr erhalten die lizenz für Liga 3, denn dann können wir einen neuanfang machen.
Lautern forever number one
Diablo-Rojo
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Beitrag von Diablo-Rojo »

Steffbert hat geschrieben:...Auch ich war damals ganz hin und weg von der Idee die WM nach Kaiserslautern zu holen. Als ich zum ersten Mal das Stadionmodell gesehen habe, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel. ...
Ich denke das ging vielen so (mich eingeschlossen). Die Möglichkeiten
waren ja auch top! Dass viele sich damals auch keine Gedanken über
die Risiken gemacht haben, kann man uns auch heute vielleicht vorwerfen,
aber es ist nicht die Ursache für die aktuelle Situation. Hätte damals ein
zweiter Nostradamus diesen sportlichen und finanziellen Verlauf vorher-
gesehen, wäre er wahrscheinlich öffentlich ans Lattenkreuz vor der West
genagelt worden.

Doch das alles hilft uns jetzt nicht weiter. Was jetzt her muss, ist eine
konsequente, ehrliche Planung der Zukunft. Ich hoffe, dass man spätestens
seit Beginn der Rückrunde aktiv an diesem Thema arbeitet und die Szenarien
mit der Stadiongesellschaft und den Spielern bereits frühzeitig durchspielt!
Wenn wir wieder erst 5 Minuten vor Ende anfangen darüber nachzudenken,
dann ist unser Schicksal wohl schon besiegelt.
daybyter
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Beitrag von daybyter »

OWL-Teufel hat geschrieben:
Steffbert hat geschrieben: Ich habe den ganzen Schwachsinn geglaubt, die volle Palette.
Willkommen im Club!

Und das Erwachen aus diesem Traum ist so schmerzhaft!
@salamander erstmal: volle Zustimmung.

Zu der WM: man muss das dochmal in etwas grösserem Zusammenhang sehen. Mit der Region bzw. der Stadt geht es doch schon länger bergab. Ein schöner Spiegel der Situation ist doch z.B. die Firma Pfaff, die über die Jahre fast schon verschwunden ist. Oder die Geschäfte in der Innenstadt, die immer weniger werden (Wertheim, Hertie uvm). Und die Wertschöpfung der Region hat doch sehr viel mit so einem Sportverein zu tun. Die Besucher dort müssen dort ihre Kosten irgendwie finanzieren. Und auch die Werbepartner brauchen doch zahlungskräftige Kundschaft, um ihre Kosten wieder reinzuholen. Und Lautern als Stadt ist sicher nicht mehr 1. Liga. Wohl auch keine 2. Liga. So fügt sich der FCK halt in die Gesamtsituation ein. Traurig, aber wahr.
Und das ein paar WM-Spiele diesen Trend drehen, war doch niemals realistisch. Und aus meiner Sicht hat dieser geplatzte Traum ein schönes Denkmal, nämlich die Hotelruine am Stiftsplatz. Als Nobelhotel gestartet und als Obdachlosentoilette gelandet...
Steffbert
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Beitrag von Steffbert »

@ daybyter

Siest du mal, da warst du weitsichtiger als ich. :|
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Hessischer Aussenposten
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Beitrag von Hessischer Aussenposten »

Altmeister hat geschrieben:Seb,

der FCK ist nur noch Mieter des Stadions. Der Vertrag mit der Stadiongesellschaft läuft definitiv bis 2028. Und danach stehen die bisherigen 65 Millionen an Darlehen immer noch zu Buche, d. h. es müsste ein neuer Mietvertrag vereinbart werden mit u. U. sogar höheren Zinsen für den FCK, denn man weiß ja nicht, wie sich die Zinsen bis dahin entwickeln werden.
Ein ziemlich verrückter Vertrag also, das steht außer Frage.
Sicherlich bemüht sich die Stadiongesellschaft, einen Investor zu finden, der das Stadion kauft, aber für 65 Millionen wird das eher keiner tun.
Man müsste also, zumindest aus meiner Sicht, versuchen, ein Gesamtpaket mit einem Sponsor/Investor zu schnüren, der zusätzliche Vermarktungsinstrumente findet, damit sich sein Investment lohnt (denn sonst würde er erst gar nicht investieren) und im Gegenzug dem FCK trotzdem die Miete mindert, damit der wieder mehr Luft zum Atmen hat.
Oder man müsste der Stadiongesellschaft klarmachen, dass sie für sagen wir mal 40 Millionen verkauft und den Restverlust (für den Steuerzahler) in Kauf nimmt. Dass das alles schwieriges Terrain ist, brauche ich keinem mehr zu sagen. Es muss also eine wie auch immer geartete langfristige Lösung des Problems her. Und darüber zerbrechen sich viele Leute die Köpfe.
Jedenfalls war die WM mit allen Umständen des Stadionausbaus in KL der absolute Wahnsinn und der Anfang vom Ende für den FCK.
meines erachtens kann es im falle eines abstiegs wirtschaftlich und politisch (die sportliche komponente (profifußball in k'lautern) ist dann leider erstmal nur noch von sekundärem interesse) nur noch darum gehen, die aufgelaufenen verluste (in höhe der aktuellen verbindlichkeiten der stadiongesellschaft abzgl. eines wie auch immer zu bemessenden werts für das stadion inkl. grundstück und fröhnerhof zzgl. evtl. anfallender rekultivierungskosten) gesichtswahrend für alle beteiligten (öffentliche hand, private fremdkapitalgeber der stadiongesellschaft, verein) zu realisieren.

alle beteiligten müssen sich endlich eingestehen, daß der stadionausbau im rahmen der wm-bewerbung und in dieser dimension eine riesige fehlinvestition war und daß bei weiterem nichthandeln der schaden für alle beteiligten nur noch größer wird (alleine durch die auflaufenden zinsen).

daß das mit schmerzhaften einschnitten bei allen beteiligten verbunden wäre, ist klar, aber jetzt nicht mehr zu ändern. dann kann eben leider auch in den nächsten 5 jahren keine rheinland-pfälzische autobahn saniert werden oder es werden kindergartenplätze gestrichen! ich weiß, daß das hart klingt, aber die rheinland-pfälzischen bürger haben damals die wm-bewerbung in dieser form mehrheitlich mitgetragen (so interpretiere ich zumindest die landtagswahlergebnisse seitdem) und demnach müssen die daraus resultierenden verluste jetzt auch von den rheinland-pfälzischen bürgern aufgefangen werden...egal, ob sie in k'lautern, mainz oder koblenz wohnen. man hat ja als wähler aber die möglichkeit, dies dann bei seinen künftigen wahlentscheidungen entsprechend zu würdigen...das ist leider gottes die einzige möglichkeit.

was dann aus unserem verein wird, steht dabei noch völlig in den sternen und liegt zu großen teilen nicht mehr in unserer (= mitglieder) hand.

manoman, wenn mir einer vor zehn jahren bei der meisterfeier gesagt hätte, daß ich hiermal solche sachen schreibe, den hätte ich einweisen lassen...ist das bitter. und mir kommen fast schon wieder die tränen...
Steffbert
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Beitrag von Steffbert »

@ HAP

Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen letzten Post richtig verstehe. Schlägst du vor, dass die Rheinland-Pfälzer durch noblen Verzicht (keine Kindergartenplätze, ungeflickte Schlaglöcher im Asphaltbelag der Autobahnen etc) das jahrelange Mißmanagement beim FCK auffangen sollen? Wenn das deine Aussageintention ist, dann kann es sich hier doch wohl nur um Satire handeln, oder?

Soviel ich weiß haben die Rheinland-Pfälzischen Wähler bei den Landtagswahlen über die Zusammensetzung ihres Landesparlamentes entschieden. Das kann in Hessen doch kaum anders sein, nicht wahr? Es ging eben nicht darum, eine Großveranstaltung im Nachhinein mit allen (eventuell auch finanziellen) Konsequenzen abzusegnen und mitzutragen. Eher werden die Ränge des Fritz Walter Stadions Efeu bepflanzt, als das die Landesregierung (oder auch die Stadt Kaiserslautern, obwohl hier die Verhältnisse völlig anders liegen) sich dazu durchringt, Steuergelder unseren Berg hoch zu pumpen. FCK statt Kindergartenplatz - das ist doch abenteuerlich.

Ähnlich abenteuerlich wie deine völlig überzogene "Prophezeiung", die bundespolitische Karriere des Kurt Beck wäre durch "Intransparenz um die Vorgänge in der Vergangenheit" (geht's noch etwas unkonkreter?) gefährdet. Kurt Beck ist in keiner Weise juristisch angreifbar, da müssen wir uns gar keine Sorgen machen. Andeutungen in diese Richtung sind bloße Verschwörungstheorie, nichts weiter. Moral und Glaubwürdigkeit, nun, das steht auf einem anderen Blatt. Beck wird stürtzen, wenn er sich mit den Kommunisten ins Bett legt, nicht, wenn der FCK vor die Hunde geht, mag er auch hier eine unrühmliche Rolle gespielt haben.

Ich hänge am FCK, aber ich werde der alleinerziehenden Mutter nicht abverlangen, dass sie auf einen Kindergartenplatz verzichten muss, damit mein Lieblingsverein weiterexistieren kann. Ebensowenig werde ich den Autofahrer darum bitten, unsichere und unsanierte Straßen in Kauf zu nehmen. Ich glaub, mein Schwein pfeifft.

Man muss sich sehr wundern in diesen Tagen,
Steffbert
Zuletzt geändert von Steffbert am 27.02.2008, 16:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Yogi
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Beitrag von Yogi »

salamander hat geschrieben:Ich finde, statt hier von Wundern zu reden und Durchhalteparolen auszugeben sollten wir uns einfach der Realität stellen: Diese Mannschaft wird es nicht schaffen. Die Heimspiele gegen Jena, 60 und Neuendorf haben doch gezeigt, wo es lang geht. Wen soll denn bitte diese Mannschaft besiegen? Hoffenheim? Offenbach? Aue? Ein Team, dass bei jedem Rückstand, ja bei jedem Gegentor, in sich zusammenfällt? Ich will Niemandem seine Hoffnung nehmen und würde mich ja auch über den Nichtabstieg freuen, bin aber zu 110 % sicher, dass es so kommt. Und dies nicht erst seit gestern. Es fehlt einfach zu viel. Unsere Mananagement hat versagt, die Sportdirektoren und Trainer waren zu schlecht, die Spieler zu unbedarft... [...]
@ Salamader
ja dein Post sagt vieles und zeigt die düstere Zukunft des FCK auf.

Aber hat der FCK im Falle eines Abstiegs überhaupt eine Zukunft.???

Zum andern möchte ich ALLE BITTEN den FCK erst dann abzuschreiben
wenn rechnerisch nichts mehr geht.
Der Verein plant angeblich schon 2 Gleisig was auch völlig richtig ist.
Aber an UNS liegt es den Verein zu UNTERSTÜTZEN und ALLES dafür zu tun dass wir es noch schaffen.
Sollten wir in PB gewinnen , wovon ich überzeugt bin, sind wir wieder dran.
Also hört auf Euch den Kopf zu zerbrechen über Dinge die noch keine Realität sind . Wir sollten Alle unsere letzte Kraft und Hoffnung dafür einsetzen den FCK zu unterstützen.
Gruss @ ALL Yogi
Hessischer Aussenposten
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Beitrag von Hessischer Aussenposten »

Steffbert hat geschrieben:@ HAP

Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen letzten Post richtig verstehe. Schlägst du vor, dass die Rheinland-Pfälzer durch noblen Verzicht (keine Kindergartenplätze, ungeflickte Schlaglöcher im Asphaltbelalag der Autobahnen etc) das jahrelange Mißmanagement beim FCK auffangen sollen? Wenn das deine Aussageintention ist, dann kann es sich hier doch wohl nur um Satire handeln, oder?

Soviel ich weiß haben die Rheinland-Pfälzischen Wähler bei den Landtagswahlen über die Zusammensetzung ihres Landesparlamentes entschieden. Das kann in Hessen doch kaum anders sein, nicht wahr? Es ging eben nicht darum, eine Großveranstaltung im Nachhinein mit allen (eventuell auch finanziellen) Konsequenzen abzusegnen und mitzutragen. Eher werden die Ränge des Fritz Walter Stadions Efeu bepflanzt, als das die Landesregierung (oder auch die Stadt Kaiserslautern, obwohl hier die Verhältnisse völlig anders liegen) sich dazu durchringt, Steuergelder unseren Berg hoch zu pumpen. FCK statt Kindergartenplatz - das ist doch abenteuerlich.

Ähnlich abenteuerlich wie deine völlig überzogene "Prophezeiung", die bundespolitische Karriere des Kurt Beck wäre durch "Intransparenz um die Vorgänge in der Vergangenheit" (geht's noch etwas unkonkreter?) gefährdet. Kurt Beck ist in keiner Weise juristisch angreifbar, da müssen wir uns gar keine Sorgen machen. Andeutungen in diese Richtung sind bloße Verschwörungstheorie, nichts weiter. Moral und Glaubwürdigkeit, nun, das steht auf einem anderen Blatt. Beck wird stürtzen, wenn er sich mit den Kommunisten ins Bett legt, nicht, wenn der FCK vor die Hunde geht, mag er auch hier eine unrühmliche Rolle gespielt haben.

Ich hänge am FCK, aber ich werde der alleinerziehenden Mutter nicht abverlangen, dass sie auf einen Kindergartenplatz verzichten muss, damit mein Lieblingsverein weiterexistieren kann. Ebensowenig werde ich den Autofahrer darum bitten, unsichere und unsanierte Straßen in Kauf zu nehmen. Ich glaub, mein Schwein pfeifft.

Man muss sich sehr wundern in diesen Tagen,
Steffbert
da kannst du dich wundern oder auch nicht, du hast mich genau richtig verstanden und ich rücke keinen milimeter von meiner meinung ab. mich kotzt nämlich diese doppelmoral inzwischen an: vor 2 jahren freuen sich ALLE, daß es in rlp wm-spiele direkt vor der haustür gibt (ja, sogar in mainz!) und jetzt zwei jahre später, wo der lebensfrohe hauch der wm-spiele verflogen ist, tun alle so, als wäre das ganze fehlgeschlagene wm-/stadionprojekt das alleinige problem des fcks? sorry, aber damit kann und will ich mich nicht abfinden.

die entscheidung, daß in zukunft und im nachhinein im schlimmsten fall soziale einschnitte für die wm-bewerbung nötig sind, die ist meines erachtens -wie bei allen öffentlichen investitionen in diesem ausmaß- schon damals getroffen worden, als man sich zur investition entschloß. es hat nur keiner offen so gesagt! sich jetzt hinterher hinzustellen und zu lamentieren, daß diese einschnitte dann eben auch bürger treffen, die mit dem fck nun aber auch gar nix am hut haben, kann ich zwar menschlich nachvollziehen (gerade, wenn man zu den von den einschnitten betroffenen gehört), bezeichne ich aber eben als doppelmoral. oder gab es damals einen wirklichen, ernstzunehmenden protest gegen die bewerbung? wohl kaum...zumindest ist er mir entgangen.

achja, danke für deinen kleinen exkurs in sachen wahlrecht. hatte ich doch wirklich ganz vergessen, daß wir ja (formell) das parlament und nicht einzelne personen wählen. wo du aber schon auf mein exil-dasein in unserm nachbarbundesland anspiels: stellt sich nur die frage, warum bei "uns" in hessen die cdu bei den letzten landtagswahlen so schlecht abgeschnitten hat. waren hinsichtlich der meinungsumfrageergebnisse im vorfeld der wahl nicht korrelationen zu den sympathiewerten von herrn koch zu erkennen? was dann wieder für meine sicht der dinge sprechen würde, daß man seine wahlentscheidung u.a. auch von der personellen besetzung der spitzenkandidaten und deren "beliebtheit" abhängig macht. aber lassen wir das.

und man kann es drehen und wenden, wie man will: der fck wird als pächter unabhängig von seiner ligazugehörigkeit in den nächsten jahren auch nicht annähernd in der lage sein, über die pachtzahlungen auch nur einen euro der verbindlichkeiten der stadiongesellschaft zu tilgen. machen wir uns doch nix vor: zum zeitpunkt der übernahme des stadions durch die stadiongesellschaft waren die damals eingesetzten öffentlichen gelder eigentlich schon verlorene zuschüsse! die verantwortlichen hatten nur nicht den arsch in der hose, das so offen zu kommunizieren, weil es da richtig gerauscht hätte im gebälk! wer gibt schon gerne fehler/fehleinschätzungen mit solchem ausmaß zu?
Thor
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Beitrag von Thor »

Schade, Schade, war ach oben und bin sehr enttaüscht!!! :teufel2:
Wir Fans machen alles mögliche um ihnen zu helfen, doch spielen für sie können wir nich!
Ein Leben lang wolln wir zu ihnen stehen, doch stehen sie zu uns? :?:
Steffbert
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Beitrag von Steffbert »

Hallo Aussenposten!

Auch ich war damals von der Idee einer WM in Kaiserslautern begeistert, habe ich ja weiter oben ausgeführt. Allerdings wusste ich damals noch nicht, wohin dieser Weg führen würde, das wurde ja zu der Zeit auch ganz anders verkauft, als sich das heute darstellt.

Was die möglichen Konsequenzen (Verzicht auf Autobahnsanierung, Wegfall und Streichung von Kindergartenplätzen in RLP, kurz: Sanierung durch eingesparte Steuermittel) bzw die zu tragenden Belastungen für den einzelnen Rheinland-Pfälzer betrifft, bin ich durchaus nicht deiner Meinung. Hier müssen wir wohl den Dissenz feststellen. Ich wüsste (selbst als FCK Fan) nicht, wie sich ein solches "Sanierungskonzept" verkaufen ließe. Die WM und ihre möglichen finanzielle Folgen wurden in keiner Weise basisdemokratisch abgesegnet. Wir können hier den Rheinland-Pfälzern keinen Strick drehen, so nach dem Motto "mitgehangen, mitgefangen".

Gruß nach Hessen,
Steffbert
Stop living in the past
RedPumarius
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Beitrag von RedPumarius »

Hallo Salamander, ich befürchte, dass du einfach recht hast - sachlich geschrieben und fundiert!
Der alter FCKler
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Beitrag von Der alter FCKler »

Üeigewinner hat geschrieben:@ die Forums- Maul-Aufreisser

hier laut sein aber sich vor der JHV ruhig stellen lassen TOLL :applaus:

Ihr Pfälzer kommt immer zu spät!
Das Vorstandsproblem wäre schon gelöst
und ein neuer Trainer hätte schon letztes Jahr kommen müssen um die Vorbereitung zu machen.

Jeder hat den Abstieg verdient: AR, Vorstand, Spieler, FANS!
!
Ich erlaube mir zu klatschen!

Mit den nachfolgenden Zeilen drücke ich lediglich meine subjektive Meinung aus, so wie ich etwas empfinde, etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, Namensgleichheiten oder Namensähnlichkeiten usw. sind rein zufällig und von mir in keinster Weise gewollt:

Wir hätten uns viel weniger Vorwürfe zu machen wäre diese sogenannte Führungsriege nicht entlastet worden. So hat jeder Entlaster genauso viel Schuld wie die Nichtentlaster (es gibt da in der Bibel -AT- so eine treffende Stelle und im Volksmund gibt es für dieses Verhalten mehrere gute Ausdrücke) - auch ich habe Schuld, denn ich habe den Antrag auf Mitgliedschaft (nichtwisssend) zu spät gestellt und Nichtwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe (oder Schuld) nicht.

Ich glaube, dass die Spieler die geringste Schuld an einem möglichen Abstieg tragen. Wenn mir jemand einen Vertrag z.B. als Sturmtank in der 1.Buli gibt, das entsprechende Gehalt bezahlt und mich auch noch auch auch den Fans anpreist, zudem noch aufstelltl, ist das dann meine Schuld?
Wenn mich jemand als Mittelstürmer verpflichtet und sieht, dass ich keinen Gegenspieler umspielen kann, die hundert Meter in ca. 13,2 - 13,5 Sekunden "renne" und keinen Kopfball bekommen (ausser wenn ich meinem Gegenspieler den Ellenbogen in den Körper ramme), so muß ich zweifellos annehmen, dieser Verein sucht einen solchen Spieler, zumal ich ja laufend aufgestelt werde.

Auch Göbel ist selbst im weitesen Sinne kein Sturmtank und spielt weiter!

Schade, dass ein "Hauptwort" nicht gesteigert, zudem im Plural! Doch, doch, es geht: Laien, Oberlaien, Oberlaberlaienleierer! Seit Jahren werden die Fans von fußballerischen Totallaien an der Nase rumgeführt! und wir alle tun nix dagegen! Wir Pfälzer sind anscheinend mit allen zufrieden, nicken alles ab, der oben am Rednerpult muss nur grinsen, labern und/oder drohen und ein klein wenig rethorisch geübt sein - wir entlasten diejenigen, die diesen Verein ins Unglück führen/geführt haben - der "Verein" als solches kann sich nicht zur Wehr setzen, dieses Wort "Verein" ist machtlos, ein Verein besteht bekanntlich aus Mitgiedern und die Mitglieder dieses Vereines haben sich nach meiner persönlichen Auffassung die Henker des FCK selbst ausgesucht, danach bestätigt und jetzt suchen sie jemand, der ihnen die Henker vom Hals schafft.

Man erinnere sich an jene Abend im Dezember letzten Jahres: Mit stehen Ovationen wurden sie gefeiert - aber wer will das jetzt noch wahr haben?

Gefeiert wurden jene, die im Februar 2008 die Gehälter aus den Verlusten des Jahres 2009 zahlen! Aber das Volk ist zufrieden, die Investoren müssen ja nur noch die Türklingel ausfindig machen, oder war´s die Türklinke, oder hatten sie ihre Hausschuhe nicht dabei?

Schämen sollten sir uns alle, die Entlaster, die Klatscher, die Nichtentlaster, weil sie nicht mehr gemacht haben, die Nichtanwesenden und vor allem die, die gar nicht dort waren!

Ist wirklich irgendjemand der Meinung, dass auif einer AOMV diese Riege abgesägt werden könne? Träumt weiter! Heute soll es zu einer Umformierung der Führungsriege kommen? O.K., die nächsten Bauernopfer! Aber eins, aber eins, das ist gewiss, es ändert sich ganz einfach nix!
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
geist
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Beitrag von geist »

Steffbert hat geschrieben:@ HAP

Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen letzten Post richtig verstehe. Schlägst du vor, dass die Rheinland-Pfälzer durch noblen Verzicht (keine Kindergartenplätze, ungeflickte Schlaglöcher im Asphaltbelag der Autobahnen etc) das jahrelange Mißmanagement beim FCK auffangen sollen? Wenn das deine Aussageintention ist, dann kann es sich hier doch wohl nur um Satire handeln, oder?
Das Ganze muss man etwas anders betrachten: 2003 hat die Stadion-GmbH, also im Grunde die Stadt KL, dem FCK sein Stadion abgekauft, um darin 5 WM-Spiele auszurichten. Und in der vagen Hoffnung, dass durch Mietzahlungen des FCK langfristig das Geld wieder zurückfließt, was bei Erstligaverbleib ja auch hätte funktionieren können. Darüber hinaus haben sich an den Kosten zum WM-Umbau sowohl das Land als auch der FCK selbst (19 Mio) beteiligt. Da aber die Gesamtkosten (Stadionkauf plus Umbau) viel höher lagen als die Summe der Zuschüsse, mussten Schulden gemacht werden. Diese (65 Mio) stecken in der Stadiongesellschaft.

Wenn also der FCK als Mieter ausfällt (Abstieg, Insolvenz o. ä.), dann können die Darlehen nicht mehr bedient werden. Die 65 Mio sind aber eben nicht das Resultat aus Missmanagement beim FCK, sondern wie beschrieben die "Restkosten" für die WM. Was würde also damit passieren? Gläubiger mit Waffengewalt zum Verzicht zwingen? Nein, klarer Fall, Steuermittel müssten eingesetzt werden, was auch sonst. Und dann stimmt die Beschreibung von HAP schon, dass eben diese Gelder an anderer Stelle fehlen werden.
Steffbert hat geschrieben:Was die möglichen Konsequenzen (Verzicht auf Autobahnsanierung, Wegfall und Streichung von Kindergartenplätzen in RLP, kurz: Sanierung durch eingesparte Steuermittel) bzw die zu tragenden Belastungen für den einzelnen Rheinland-Pfälzer betrifft, bin ich durchaus nicht deiner Meinung. Hier müssen wir wohl den Dissenz feststellen. Ich wüsste (selbst als FCK Fan) nicht, wie sich ein solches "Sanierungskonzept" verkaufen ließe.
Nochmal: Dieses Sanierungskonzept müsste niemandem verkauft werden, es könnte sich in wenigen Wochen "von selbst" aufdrängen! Und deswegen werden die Verantwortlichen aus der Politik sehr wohl die eine oder andere schlaflose Nacht haben, da bin ich mir sicher.

Und deswegen sage ich heute, auch wenn ich genau wie Du die WM damals ganz toll gefunden habe, die WM-Ausrichtung in KL war mehrere Nummern zu groß, man hätte rechtzeitig an eine andere Stadt abgeben oder aber ehrlicherweise sofort (öffentliche) Geldmittel bereitstellen müssen. So aber hat man die Kosten über Jahre vor sich hergeschoben, einzig auf die Zahlungsfähigkeit eines Vereins gehofft, den man mit den hohen Belastungen aber gleichzeitig ausgesaugt und zerstört hat.

edit:
@ Steffbert und HAP
Habe gerade gesehen, dass ich weiter oben HAB statt HAP geschrieben habe. Hab´s korrigiert, denn Hons-Ardur war natürlich nicht gemeint.
Zuletzt geändert von geist am 28.02.2008, 16:38, insgesamt 1-mal geändert.
Steffbert
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Beitrag von Steffbert »

@ geist

Na ja, wenn der FCK dann ohnehin schon tot ist...
So hatte ich das nicht verstanden.

Letztendlich ist vieles eine Frage der Pespektive.

Der FCK (bzw Herr R.C.J.) hat geglaubt sein Stadion verkaufen zu müssen. Etwaige Geldrückflüsse, die sich die Stadiongesellschaft natürlich (wie du sagst "vage") erhoffte, werden schon bald von Seiten des 1.FCK nicht mehr zu leisten sein, egal ob in Liga zwei oder drei. Es sei denn in drei Wochen kommt doch der von Herrn H.A.B. erneut angekündigte Großinvestor. Ganz ironiefrei: Ich kenne Leute, die das noch glauben.

Wenn der FCK sich in der Insolvenz/in Liga drei/in Wohlgefallen auflöst, dann hat die Stadiongesellschaft/die Stadt in der Tat ein finanzielles Problem. An welchen Stellen man sparen wird, um dieses zu lösen, vermag ich nicht zu sagen. Darum ging es mir auch gar nicht.

Ich wollte eher auf folgendes Szenario hinaus: Rettung des FCK durch den Steuerzahler. Diese romantische Idee kommt ja immer wieder mal hier auf. Hier müsste man tatsächlich zwischen der Stadt Kaiserslautern (wer würde die denn kennen, gäbe es den FCK nicht?) und dem Land Rheinland-Pfalz unterscheiden. Das Land wird wohl die Wählerinnen und Wähler nicht für den Traditionsclub bluten lassen. In der öffentlichen Wahrnehmung ist der FCK eine treibende Kraft hinter der WM Bewerbung gewesen. Von der Stadt allerdings würde ich mir Hilfe erhoffen wollen. Für die Stadt könnte gelten: "Don't ask what your club can do for you, but what you can do for your club".

Ich gehe mal davon aus, dass kaum ein Politiker will, dass der FCK stirbt. Die Frage ist, wie weit die gehen um zu helfen, dass er weiterlebt.

:?:

Gruß,
Steffbert
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Beitrag von Hessischer Aussenposten »

Steffbert hat geschrieben:@ geist

Na ja, wenn der FCK dann ohnehin schon tot ist...
So hatte ich das nicht verstanden.

Letztendlich ist vieles eine Frage der Pespektive.

Der FCK (bzw Herr R.C.J.) hat geglaubt sein Stadion verkaufen zu müssen. Etwaige Geldrückflüsse, die sich die Stadiongesellschaft natürlich (wie du sagst "vage") erhoffte, werden schon bald von Seiten des 1.FCK nicht mehr zu leisten sein, egal ob in Liga zwei oder drei. Es sei denn in drei Wochen kommt doch der von Herrn H.A.B. erneut angekündigte Großinvestor. Ganz ironiefrei: Ich kenne Leute, die das noch glauben.

Wenn der FCK sich in der Insolvenz/in Liga drei/in Wohlgefallen auflöst, dann hat die Stadiongesellschaft/die Stadt in der Tat ein finanzielles Problem. An welchen Stellen man sparen wird, um dieses zu lösen, vermag ich nicht zu sagen. Darum ging es mir auch gar nicht.

Ich wollte eher auf folgendes Szenario hinaus: Rettung des FCK durch den Steuerzahler. Diese romantische Idee kommt ja immer wieder mal hier auf. Hier müsste man tatsächlich zwischen der Stadt Kaiserslautern (wer würde die denn kennen, gäbe es den FCK nicht?) und dem Land Rheinland-Pfalz unterscheiden. Das Land wird wohl die Wählerinnen und Wähler nicht für den Traditionsclub bluten lassen. In der öffentlichen Wahrnehmung ist der FCK eine treibende Kraft hinter der WM Bewerbung gewesen. Von der Stadt allerdings würde ich mir Hilfe erhoffen wollen. Für die Stadt könnte gelten: "Don't ask what your club can do for you, but what you can do for your club".

Ich gehe mal davon aus, dass kaum ein Politiker will, dass der FCK stirbt. Die Frage ist, wie weit die gehen um zu helfen, dass er weiterlebt.

:?:

Gruß,
Steffbert
ich weiß nicht, inwieweit du die haushaltslage der stadt kl kennst. meines wissens besteht da null finanzieller handlungsspielraum. und dreimal darfst du raten, wer dann am zug ist, wenn es darum geht, verluste zu übernehmen bzw. liquidität bereitzustellen...

ich arbeite momentan bei einem finanziell angeschlagenen unternehmen im finanzdienstleistungsbereich mit drei buchstaben, das derzeit ebenfalls von öffentlichen geldern am leben gehalten wird. man glaubt gar nicht, wie schmerzfrei politiker beim einsatz dieser gelder sind, wenn es darum geht, ihre persönliche verfehlungen zu kaschieren bzw. die eigene politische stellung zu sichern. und hier reden wir über ganz andere beträge.

also, ich würde das so nicht unterschreiben, daß das land von vornherein außen vor bleibt. und wenn es so kommt, wird herr beck sich einige unangenehme fragen gefallen lassen müssen.
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Beitrag von Steffbert »

Die Problematik, die den 1.FCK betrifft, besteht m.E. darin, dass dem Verein in den letzten Jahren sehr viel an öffentlicher Reputation verloren gegangen ist. So fragt mich zum Beispiel meine Mutter, die übrigens in RLP Steuern zahlt, was für einen Sinn es machen solle, einen Verein, der noch dazu nicht ohne eigenes Verschulden in unruhiges Fahrwasser geraten ist, krampfhaft am Leben zu erhalten. Nicht alle Steuerzahler in RLP sind Anhänger des 1.FCK, viele beobachten sogar argwöhnisch, wie sich Politiker zu dem Verein positionieren. Da handelt keiner unbeobachtet. Letztendlich werden Landespolitiker sich die Frage stellen, von welcher eigenen Position sie sich Vorteile versprechen.

Du bringst zurecht die Stadt Kaiserslautern ins Gespräch. Natürlich gibt es hier finanzielle Überlegungen. Aber trotzdem ist bei weitem nicht jeder Lauterer unglücklich über das (hoffentlich nicht entgültige) "NJET" der Stadt, was eine Stundung/Senkung der Stadionmiete betrifft. Wir gewinnen in der (bei vielen täglichen) Beschäftigung mit dem FCK einen Eindruck von der Wichtigkeit dieses Vereins, den sehr viele in RLP nicht teilen. Nicht nur die MXXXXer mögen den FCK nicht...
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Beitrag von Goldie »

chris
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Beitrag von chris »

Goldie hat geschrieben:was alles bei ebay verkauft wird :shock:

http://cgi.ebay.de/Erwin-Goebel-1-FC-Ka ... dZViewItem
:lol:

würde dafür ned mal 10 cent bieten!
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Beitrag von Goldie »

der Käufer ist wahrscheinlich der Investor von dem Baukhage spricht
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Beitrag von Teufel82 »

Kommt Ihr bitte wieder zum eigentlichen Thema zurück!
Zum Thema Göbel, Investoren etc. gibt es genügend andere Threads, das muss nicht im Spielbericht zum Koblenz Spiel diskutiert werden.

Danke
Robert Enke 24.08.1977 - 10.11.2009
www.robert-enke.de
bizennn
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Beitrag von bizennn »

Unsere Mannschaft ist einfach nur Rotz und Dreckscheisse....
Alles andere ist Lächerlich. Ich bin ja immer oben. Das lustige an der Sache ist ja wirklich das da fast keiner mehr schimpft. Die meisten in der West stehen nur noch rum und lachen. Jedesmal wenn ich den Berg runnter geh regt sich keiner mehr auf. Da wird nur noch gelacht und jeder empfindet es als ganz normal das wir mal wieder verloren haben...

Man ist unser Verein durch die Penner im Vorstand ein Scheisshaufen geworden....
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