Ausgleich kurz vor Schluss: 2:2 gegen Heidenheim
Der 1. FC Kaierslautern spielt am 22. Spieltag gegen den 1. FC Heidenheim 2:2 und steht nach diesem Spiel mit 31 Punkten mindestens bis Sonntagmittag auf Rang 7.
Nach verhaltenem Beginn bietet sich dem FCK in der 10. Spielminute die beste Chance zur Führung: Chris Löwe flankt von links und findet Jon Dadi Bödvarsson, dessen Volleyschuss aber FCH-Keeper Jan Zimmermann abwehrt. Den Abpraller kann der überraschte Stipe Vucur nicht richtig kontrollieren und schiebt den Ball aus zwei Metern am Tor vorbei. Wenig später kommen auch die Gäste zu einer guten Chance: Bard Finne lenkt eine Hereingabe an den Außenpfosten (15.). Danach passiert auf beiden Seiten wenig, bis der FCH in der 45. Minute in Führung geht. Eine Flanke von Marc Schnatterer findet den am linken Strafraumeck völlig alleingelassenen Arne Feick, der mit einem satten Schuss aus 18 Metern ins Tor trifft.
Nach dem Seitenwechsel verhindert Marius Müller zunächst einen noch höheren Rückstand, indem er gleich zwei Schüsse (Schnatterer, Thomalla) pariert. Danach erzielt der FCK den Ausgleich. Einen zentral vor das Tor getretenen Freistoß bekommen die Schwaben nicht geklärt, so dass Markus Karl aus wenigen Metern zum 1:1 trifft(56.). Danach drehen die Roten Teufel auf, kommen in den Minuten danach gleich mehrmals gefährlich vor das Tor. Der erlösende Führungstreffer fällt allerdings erst in der 74. Minute. Nach Flanke Jean Zimmers köpft Stipe Vucur ins Tor zum 2:1. Kurz darauf hätte der eingewechselte Kacper Przybylko auf 3:1 erhöhen können. Sein Kopfball prallt von der Latte allerdings deutlich vor die Torlinie (80.). Der verdiente Sieg wird dem FCK allerdings kurz vor Schluss aus den Händen gerissen. Robert Leiperrtz trifft in der 90. Minute zum 2:2-Endstand. Zudem fliegt Daniel Halfar mit Gelb-Rot vom Platz (90.).
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Quelle: Der Betze brennt
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---Ergänzung nach dem Spiel---
Müller und Zimmer üben Selbstkritik
Fans, Spieler und Verantwortliche des 1. FC Kaiserslautern ärgern sich maßlos über zwei verschenkte Punkte. Wieder ist es ein Treffer kurz vor Schluss, der die Roten Teufel um den verdienten Lohn bringt. Marius Müller und Jean Zimmer hadern mit der eigenen Einstellung.
Die Enttäuschung war Konrad Fünfstück ins Gesicht geschrieben. "Da fragst du dich, ob schon wieder Union Berlin hier ist", sagte der 35-Jährige nach dem Spiel, als er auf den Ausgleichstreffer kurz vor Schluss zu sprechen kam. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben das Spiel gedreht, Chancen herausgearbeitet", stellte sich Fünfstück allerdings demonstrativ vor seine Spieler, die aber sowieso selbstkritische Worte fanden.
"Jetzt haben wir zweimal 2:2 gespielt. Wir ärgern uns beide Male drüber", sagte Marius Müller. Der FCK-Keeper, der seine Mannschaft gleich mehrmals mit tollen Paraden vor weiteren Gegentreffern bewahrte, kritsierte allerdings die Einstellung der Roten Teufel. "Ähnlich wie in der ersten Halbzeit hat am Ende in den letzten fünf Minuten die Konsequenz gefehlt", mahnte der Torhüter und fügte an: "Das ist natürlich auch schade für die Fans."
Zustimmung erhielt er von Jean Zimmer. "Wir müssen schauen, dass wir 45+x Minuten konzentriert sind, denn auch schon in der ersten Halbzeit kriegen wir in der Nachspielzeit das Tor", sagte der Flügelflitzer. "Hinten fehlt uns die klare Zuteilung. Es muss jeder geil genug sein, das Spiel über die Zeit zu bringen."
Stipe Vucur, erneut als Torschütze erfolgreich, hob zunächst die positiven Aspekte des Spiels hervor. "Wir haben uns richtig viele Chancen erarbeitet und verdient das Spiel gedreht", sagte der Innenverteidiger, der sich aber ebenfalls über das 2:2 ärgerte. "Eine besonders doofe Situation wird dann bestraft."
Trotz allem richteten Jean Zimmer den Blick schon wieder nach vorne. "Jetzt gilt es, nächste Woche gegen einen starken Gegner anzupacken."
Quelle: Der Betze brennt