Nachtreten ohne Ende?
Heute in der Printausgabe der Rheinpfalz
Horst Konzok hat geschrieben:Ich bin der Meinung...
...dass der FCK die Zukunft zu verschlafen droht.
Ein Trainertalent ist auch der siebe Jahre ältere Konrad Fünfstück, der ähnlich früh wie Nagelsmann Trainer wurde. Fünfstück, der auch bei der Entwicklung der Nachwuchsleistungszentren in Fürth und Kaiserslautern bemerkenswert gute Arbeit leistete, ist mit der Berufung zum Cheftrainer des 1. FC Kaiserslautern im Profifußball angekommen.
Er hat einen Kader übernommen, in dem Talente stehen, die er mit ausgebildet hat. Er hat einen Kader übernommen, den er sicher so nicht zusammen gestellt hätte. Er hätte die Mannschaft gerne verstärkt,weil ihm ein, zwei Häuptlinge fehlen.
Das hat ihm der Aufsichtsrat versagt. Fünfstück hat das akzeptiert, er arbeitet mit den Spielern, die er hat. Und das tut er mit Akribie. Und mit Erfolg! Einen Fleißpreis hatte er sich schon in seiner Doppelfunktion als U23-Coach und Leiter des Nachwuchsleistungszentrums verdient.
Aber um seinen 1. FC Kaiserslautern muss man sich Sorgen machen. Stefan Kuntz als Sportvorstand zu diesem Zeitpunkt zu kippen, ohne einen Plan B zu haben, ist waghalsig. Denn jetzt werden die Kader für die Zukunft geschmiedet. Die Frage,warum es zum Bruch mit Kuntz kam, hat der neue Aufsichtsratschef Nikola Riesenkampff nicht beantwortet.
Die Trennungs-Floskel „unterschiedliche strategische Ausrichtungen“ ist wie Sand in die Augen zu streuen. Es ist an der Zeit, dass der neue Sportchef berufen wird, damit der mit Fünfstück, dessen Vertrag bis 30. Juni 2017 läuft, die Weichen stellt. Natürlich darf das kein
Schnellschuss sein, natürlich muss der Schuss sitzen.
Aber die FCK-Verantwortlichen sind unter Zugzwang. Wenn sie jetzt nicht klug handeln, verschlafen sie die Zukunft, und der Verein verliert ein weiteres Jahr.
Der scheidende Finanzvorstand Fritz Grünewalt jedenfalls versicherte auch gestern, dass sich die Fans und Mitglieder des FCK keine Sorgen um die Lizenz machen müssen. Am 15.Märzmüssen die Unterlagen spätestens der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorliegen. Der FCK muss angesichts seines mutmaßlichen Abrutschens in der TV-Tabelle den Etat reduzieren.
Es sei denn, die neue Führung schafft es,mehr Sponsorengeld zu akquirieren. Riesenkampff und Vorgänger Rombach hatten bei der Jahreshauptversammlung ja vollmundig das Ziel vorgegeben, den Lizenzspieleretat um zehn Prozent zu erhöhen. Wer glaubt das noch?
Quelle: Rheinpfalz vom 13.02.2016
