Ich finde, statt hier von Wundern zu reden und Durchhalteparolen auszugeben sollten wir uns einfach der Realität stellen: Diese Mannschaft wird es nicht schaffen. Die Heimspiele gegen Jena, 60 und Neuendorf haben doch gezeigt, wo es lang geht. Wen soll denn bitte diese Mannschaft besiegen? Hoffenheim? Offenbach? Aue? Ein Team, dass bei jedem Rückstand, ja bei jedem Gegentor, in sich zusammenfällt? Ich will Niemandem seine Hoffnung nehmen und würde mich ja auch über den Nichtabstieg freuen, bin aber zu 110 % sicher, dass es so kommt. Und dies nicht erst seit gestern. Es fehlt einfach zu viel. Unsere Mananagement hat versagt, die Sportdirektoren und Trainer waren zu schlecht, die Spieler zu unbedarft...
Nein, ich denke, jetzt ist es an der Zeit, mit Anstand abzusteigen und für die Zukunft zu planen, ganz nüchtern und realsitisch, ohne "Jetzt erst Recht" und ohne sentimentale Erinnerungen, die den Blick verstellen. Diese Zukunft kann mit viel, viel Glück dritte Liga heissen - wenn wir die Lizenz bekommen und der Insolvenz entkommen. Und diesem Ziel muss nun alle Aufmerksamkeit gelten. Soweit ich weiß verlieren wir alle Spieler bis aus Sippel ablösefrei. Ein totaler Neuaufbau wird nötig sein, ein Schnitt, wie ihn dieser Verein noch nicht erlebt hat - und wie ihn selten ein Verein überlebt hat. Was bleibt dann noch an Einnahmen? Stehen die Hauptsponsoren Deutsche Vermögensberatung und Lotto auch in der dritten Liga zur Verfügung? Können wir überhaupt eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufstellen? Welchen Zuschauerschnitt brauchen wir in Liga 3, um der Insolvenz zu entkommen?
Zur Erinnerung: In der dritten Liga spielen ggfs. Teams wie Düsseldorf, Dresden, Wuppertal, Essen, Braunschweig. Das sind teilweise Landeshauptstädte, teilweise Industriestädte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Da gibt es ein wirtschaftliches Umfeld, von dem wir nur träumen können. Dazu kommen Sponsoren-Clubs vom Dorf mit reichen Onkels und die Ersatzteams von Top-Bundesligisten, gespickt mit Spielern vom Schlage eines Mandjeck. Hier einen guten Mittelfeldplatz zu belegen wäre schon ein überraschender Erfolg. Das wird kein Selbstläufer. Ich habe hier im Mai prognostiziert, dass wir in der Winterpause auf einem Abstiegsplatz stehen, wenn sich nichts wesentliches an unserer finanziellen Ausstattung und im Mananagement ändert. Ich sage jetzt: Wenn die Dinge so weiterlaufen, wie es jetzt absehbar ist, stehen wir in der nächsten Winterpause wieder auf einem Abstiegsplatz, nur eine Etage tiefer. Trotz Sasic, an den, wenn er wirklich bleibt, alle ihre Hoffnungen hängen werden, so wie vorher an Gerets oder Wolf oder Rekdal. Wie soll er das schaffen, ohne Geld und ohne Spieler?
Aber, wie gesagt, es steht ja die Frage im Raum, ob wir überhaupt eine Lizenz für den Profifussball bekommen. Bis zum gegenteiligen Beweis glaube ich an das Wort von Buchholz, dass ein Abstieg gleichbedeutend mit Insolvenz ist. Ich finde, die Führung könnte sich dazu gegenüber den Vereinsmitgliedern einmal äußern. Denn wenn man so einmal grob die Einnahmen und Ausgaben überschlägt, dann wird mir auch nicht annähernd klar, wie die dritte Liga finanzierbar sein soll. Und dies gilt auch, wenn die Stadt auf einen Großteil der Stadionmiete verzichtet (was ich nicht glaube, denn der OB hat durchblicken lassen, dass er keinen Euro für den FCK geben wird. Und glaubt Jemand wirklich, dass sich ein in der Politik inzwischen zum völlig gewissenlosen Machtmenschen degenerierter Herr Beck für den FCK einsetzt? Träumt weiter.
Es wird noch im Frühjahr sein, dann werden wir noch darum winseln, dass der zwielichtige Ostermann die Mehrheit am Verein für 2 oder 3 Millionen übernimmt. Ostermann oder das Nichts, so wird die Alternative lauten. Oder glaubt hier Jemand, dass die Sponsoren, die wir schon in Liga 1 und 2 nicht interessieren konnten, in Liga 3 Schlange stehen? Wenn überhaupt, dann steht Ostermann zur Verfügung, es gibt keine Alternative. Und für Jemand wie Ostermann, der bereit ist, sich seine Geltungssucht etwas kosten zulassen, ist das dann ein Schnäppchen.
Mittelfristig sehe ich für den FCK entweder eine Zukunft im Amateurfussball oder eben die Existenz eines Mäzenatencclubs, der von einem "Gönner" abhängt, der sich das Spielzeug eines Regionalliga oder 2-Ligaclubs leistet. "Richtige" Investoren, also solche, die in den Verein investieren mit dem Ziel, einen Ertrag damit zu erzielen, wird es nie mehr geben. Im besten Fall wird der FCK zwischen Liga 2 und 3 pendeln, wie Unterhaching. Im allerbesten Fall wird das Stadion mit Hilfe der öffentlichen Hand erhalten und wir spielen noch eine Weile vor 5000-7000 Fans in einer Geisteratmosphäre. Im schlechteren Fall erfolgt der Abriss und man verwertet die Grundstücke im Zuge einer anderen Nutzung. Der FCK kann dann am Erbsenberg auflaufen.
Wer glaubt, das alles sei viel zu düster und man könne das Blatt noch durch "Schnauze halten und supporten" wenden, der wird sich bald wundern. Einigen hier werden die Augen aufgehen, wenn die DFL ihre erste Stellungnahme zur Lizensierung herausgibt. Dann kommt das Heulen und Zähneklappern. Und wie immer kann ich hier nur sagen: Wenn Ihr mir nicht glaubt, fragt Buchholz. Der lädt Euch dann ein, echt, das macht er gerne, damit er sich eine Art von "Salonkritikern" heranzieht, die offiziell kritische Geister sind aber dann, wenn es drauf ankommt, sauber kuschen wie handzahme Affen. Dafür gibt es ab und zu ein Telefonat oder eine Gesprächsrunde oder ein paar Brotkrumen Insiderwissen für diese "Edelfans". Politik halt, auf Kosten des Vereins.
Und eines muss uns allen hier klar sein: Es gibt kein Grundrecht auf die dauerhafte Existenz von Fussballvereinen, und seien sie noch so voller Tradition. Die Stadt, die Politik und die Menschen in KL und Umgebung können sehr gut auch ohne den FCK leben. Die meisten Kaiserslauterer haben sich ohnehin schon vor Jahren abgewendet. Die innerliche emotionale Distanz der Menschen zu ihrem FCK ist inzwischen riesengroß. Und sieht man von der Westkurve ab, so sind doch auch im Stadion viele, die sich ein gutes Fussballspiel auch in Mannheim oder Mainz ansehen würden - oder im Fernsehen, oder zum Basketball gehen oder zum Eishockey.
Und wenn der Verein dann in 2 oder 3 Monaten zu Grabe getragen würde, dann tut es vielen eigentlich gar nicht mehr richtig weh. Von der Meinung in den Medien und in anderen Landstrichen ganz zu schweigen: Selbstverschiuldetes Unglück findet selten Mitleid.
Zuletzt geändert von salamander am 26.02.2008, 23:08, insgesamt 1-mal geändert.
Was ich an der ganzen Geschichte am schlimmsten finde, ist die Tatsache, dass der FCK eigentlich alles vermissen lässt, was ein Fußballspiel ausmacht. Was ich genau meine....?
Einfachste Dinge die in jedem Fußballspiel zum Erfolg führen - und das unabhängig, ob CL oder Kreisklasse - sind beim FCK einfach nicht vorhanden.
Wo ist mal ein überraschender Doppelpass. Ich meine einen der die gegnerische Abwehr aushebelt, den einzigen den man aufm Betzte sieht, ist der zwischen Abwehrspieler und Torwart.
Gute Flanken? Gibt es bei uns so gut wie keine. Was aber nicht überrascht, da selbst bei ruhendem Ball einige Spieler Probleme haben, den Ball von der Eckfahne zur Straufraumgrenze zu befördern.
Da wären wir beim nächsten Thema, Standarts! Schrecklich schlecht. Klar haben wir zwei Tore nach Standarts gestern gemacht, aber das waren zwei gefährliche Aktionen bei gefühlten 30 Möglichkeiten.
Die Rückwärtsbewegung bei Ballverlusten - vorallem nach eigenen Ecken - funktioniert gar nicht. Es klafft zwischen zurück gebliebenen Abwehrspielern und den aufgrückten leuten im gegnerischen 16er eine zu große Lücke, die die Gegenspieler einfach schneller schließen können und somit sofort eine gefährliche Überzahlsituation erzeugen. Dieses Verhalten fiel sowohl gestern als auch schon gegen 60 (beide Male beim 1:2) auf.
Das sind Dinge, die auch Spieler ausüben können, die nicht über die größten technischen Möglichkeiten verfügen. Obwohl man natürlich bei jedem Profi-Fußballer erwarten sollte, dass er einen Ball stoppen kann ohne dass er 5 Meter vom Fuß springt. Aber darüber will ich mich jetzt gar nicht auslassen.
Gruß
P.S.: Hab grad eben DFB-Pokal geschaut, da waren bei den unterklassigen Vereinen(Jena und Hoffenheim), bei den sehr kurzen Berichten, immer 3-4 gefährliche Aktionen aus dem Spiel heraus zu sehen. Das sah zumindest etwas anch Fußball aus. Beim FCK kann man die rausgespielten Chancen aus den letzten 4 Spielen an der Hand abzählen...Vllt. 2 gg. Gladbach, 2 gg. 60, 1 in Fürth, gestern mit wohlwollen ne halbe...Naja...
salamander hat geschrieben:In der dritten Liga spielen ggfs. Teams wie Düsseldorf, Dresden, Wuppertal, Essen, Braunschweig. Das sind teilweise Landeshauptstädte, teilweise Industriestädte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Da gibt es ein wirtschaftliches Umfeld, von dem wir nur träumen können.
1974/75 zum Beispiel waren die alle erstklassig. Da würde man sich dann ja fast schon wieder wie zu Hause fühlen.
salamander hat geschrieben:Aber, wie gesagt, es steht ja die Frage im Raum, ob wir überhaupt eine Lizenz für den Profifussball bekommen. Bis zum gegenteiligen Beweis glaube ich an das Wort von Buchholz, dass ein Abstieg gleichbedeutend mit Insolvenz ist. Ich finde, die Führung könnte sich dazu gegenüber den Vereinsmitgliedern einmal äußern. Denn wenn man so einmal grob die Einnahmen und Ausgaben überschlägt, dann wird mir auch nicht annähernd klar, wie die dritte Liga finanzierbar sein soll. Und dies gilt auch, wenn die Stadt auf einen Großteil der Stadionmiete verzichtet (was ich nicht glaube, denn der OB hat durchblicken lassen, dass er keinen Euro für den FCK geben wird. Und glaubt Jemand wirklich, dass sich ein in der Politik inzwischen zum völlig gewissenlosen Machtmenschen degenerierter Herr Beck für den FCK einsetzt? Träumt weiter.
Das Thema Stadionmiete ist ein sehr interessantes. Für mich sogar ein ganz entscheidendes im Abstiegsfall. Stimmt es denn nun wirklich, dass der Mietvertrag unabhängig von der Spielklasse in voller Höhe weiterläuft ? Das wäre ein Skandal, DAS würde eine Insolvenz des FCK im Abstiegsfall wahrscheinlich machen.
Die Position des OB ist doch normal, er kann gar nicht anders. Die Stadiongesellschaft gehört der Stadt und ist mit 60 Mio (glaub´ ich) verschuldet. Fällt die Miete weg, dann können die Zinsen für die Darlehen nicht mehr aufgebracht werden, dann knallt´s: Insolvenz der Stadiongesellschaft.
Und ganz ehrlich: Wenn sicher wäre, dass im Abstiegsfall der Mietvertrag für die Stadionnutzung hinfällig wäre (bezahlen könnte der Verein die Miete dann ja ohnhin nicht mehr), also der FCK nicht wegen diesem ungeheuerlichen Mietvertrag in die Insolvenz getrieben werden könnte, dann würde ich das Szenario einer insolventen Stadiongesellschaft sogar mit entspanntem Interesse verfolgen:
Dann käme mit ein paar Jahren Verspätung die Rechnung für die WM in Kaiserslautern auf den Tisch. Dann würde das Ganze auch politisch Wellen schlagen. Und dann würde vielleicht endlich mit der Legende aufgeräumt, man habe 2002 dem Verein geholfen, ihn "gerettet". Dann würde vielleicht auch einer breiten Öffentlichkeit mal vor Augen geführt, dass für die 5 WM-Spiele ein damals angeschlagener, aber lebensfähiger Bundesligaverein geopfert wurde.
Zur Klarheit: Unter der Voraussetzung, dass man die WM und den Umbau unbedingt wollte, war das Sanierungskonzept gut. Unter der Voraussetzung aber, dass man nach damaliger Faktenlage (und die Hauptakteure kannten diese Fakten) einfach nur dem 1. FC Kaiserslautern eine Zukunft hätte ermöglichen wollen, war es schädlich, war es der Ausgangspunkt für die heutigen Probleme.
Nebenbei möchte ich aber auch noch was zur aktuellen sportlichen Situation loswerden: Wir werden das schaffen! Trotz aller Mängel im Spielerkader, trotz mentaler, spieltechnischer und taktischer Unzulänglichkeiten, wir werden in den nächsten Spielen Punkte holen und das rettende Ufer erreichen. Ist zwar nur mein Bauchgefühl, nicht untermauerbar mit sachlichen Argumenten, aber dieses Bauchgefühl hat in den letzten drei FCK-Jahrzehnten oft gegen den Verstand gesiegt, warum also nicht auch diesmal?
Ja, ich fürchte auch, an Deiner Einschätzung ist viel Wahres!
Einzig bei der Stadionfrage sehe ich es anders: Da gilt derzeit: 'Wer zuerst zuckt, hat verloren'.
Die städtische Stadiongesellschaft ist natürlich völlig in den Arsch gekniffen, wenn wir absteigen: 5 Mio wird der FCK in keiner unteren Liga mehr hinlegen können, kann er ja nichtmal in der zweiten.
Trotzdem laufen die Zinszahlungen an die Banken weiter, von 'Tilgung' ganz zu schweigen! Und diese Kosten verschwinden selbst dann nicht, wenn man das Stadion abreissen würde. Denn erstens kostet das ne Menge und zweitens zahlt selbst dann niemand für das Grundstück auf dem Betzenberg in Kaiserslautern auch nur einen Bruchteil von dem, was die Stadt bräuchte um 'null auf null' aus der Sache rauszukommen.
Aber völlig korrekt, dass die Stadtverwaltung nicht als erste 'zuckt': Schon im Herbst hat man ja angeblich versucht, über die Stadionmiete zu reden, die Stadt hat 'nein' gesagt und irgendwie ging's ja trotzdem weiter.
Ich sage nicht, dass der Stadt die Zukunft des FCK egal wäre: Als 'Imageträger' ist er sicher stets willkommen. Gewiß, momentan sorgt er eher für 'schlechte Presse'! Aber glaubt irgendwer, dass die FR irgendwas über Kaiserslautern berichtet hätte, wenn es den FCK nicht gäbe? 'Even bad news is news!'
Das Land engagiert sich bislang 'bei Bedarf' über die Lotto-Gesellschaft.
Sehen wir es mal aus Becks Perspektive: Unterstellt dass er in Land wie Bund noch politische Ambitionen hat, ist er doch in einer Scheiß-Situation:
Einerseits würde man es ihm negativ ankreiden, wenn das Land nun einen zweistelligen Millionenbetrag dafür investiert, einen notleidenden 'Traditionsverein' zu retten. Auf sowas warten die überregionalen Medien doch nur um ihn anzugreifen. Und so gut ist sein 'Standing' in der überregionalen Presse ja auch nicht, dass er sich das leisten könnte.
Andererseits kann er es sich auch nicht leisten, die Stadt Kaiserslautern allein auf den Schulden der Stadionsgesellschaft sitzen zu lassen, die auch dadurch entstanden sind, dass er bei der WM gerne in internationale Kameras grinste. DAS kannn man ihm genausogut ankreiden!
Also was tun?
Erstmal über die Lotto-Gesellschaft die laufenden Verluste ausgleichen und ansonsten beten, dass der FCK nicht absteigt!
Aber wenn doch, wird Beck irgendeine Lösung finden müssen. Und das sogar ziemlich bald, damit ggf. die Lizensierung für die dritte Liga durchgeht., die - da hat Buchholz sicher recht - nicht durchgehen wird, wenn die Stadionmiete unverändert bleibt. Aber das sagt Buchholz natürlich AUCH, um Druck auf die Stadioninhaber zu machen. Was nun wirklich sein Job ist!
Ich bin sicher, dass 'hinter den Kulissen' schon ne Menge kluger Köpfe über die Frage nachdenken, was geschieht, wenn der FCK absteigt, unter den gegebenen Bedingungen keine Lizenz für die 3. Liga erhält und die Stadiongesellschaft ein Stadion besitzt, in dem vielleicht einmal im Jahr ein Pop-Konzert stattfindet und alle drei Jahre die Deutschlandmeisterschaft im Kugelstoßen oder sowas.
Das nützt niemand! Das wir man deshalb verhindern!
Nur derzeit läuft halt das Gerangel darum, wer wie wieviel zuschiesst um eine Situation zu schaffen, durch die die Politiker in Stadt und Land, vor allem aber im Land, einigermaßen ungeschoren aus der Scheiße rauskommen die sie dadurch angerichtet haben, dass sie bei der drohenden Insolvenz des WM-Stadionbesitzers FCK eine Lösung gefunden haben, die eines nicht berücksichtigt hat: Dass der FCK nicht auf Dauer in der 1. Liga spielen wird und vielleicht nicht mal in der zweiten!
Ich bin also ganz hoffnungsvoll, dass es sich Kurt Beck politisch nicht leisten kann, den FCK völlig hängen zu lassen. Aber da mag ich mich irren: Er zeigt ja derzeit durchaus, dass er bereit ist, auch hohe Risiken einzugehen. Siehe die Hessen-Debatte!
Ja, ich fürchte auch, an Deiner Einschätzung ist viel Wahres!
Einzig bei der Stadionfrage sehe ich es anders: Da gilt derzeit: 'Wer zuerst zuckt, hat verloren'.
Die städtische Stadiongesellschaft ist natürlich völlig in den Arsch gekniffen, wenn wir absteigen: 5 Mio wird der FCK in keiner unteren Liga mehr hinlegen können, kann er ja nichtmal in der zweiten.
Trotzdem laufen die Zinszahlungen an die Banken weiter, von 'Tilgung' ganz zu schweigen! Und diese Kosten verschwinden selbst dann nicht, wenn man das Stadion abreissen würde. Denn erstens kostet das ne Menge und zweitens zahlt selbst dann niemand für das Grundstück auf dem Betzenberg in Kaiserslautern auch nur einen Bruchteil von dem, was die Stadt bräuchte um 'null auf null' aus der Sache rauszukommen.
Aber völlig korrekt, dass die Stadtverwaltung nicht als erste 'zuckt': Schon im Herbst hat man ja angeblich versucht, über die Stadionmiete zu reden, die Stadt hat 'nein' gesagt und irgendwie ging's ja trotzdem weiter.
Ich sage nicht, dass der Stadt die Zukunft des FCK egal wäre: Als 'Imageträger' ist er sicher stets willkommen. Gewiß, momentan sorgt er eher für 'schlechte Presse'! Aber glaubt irgendwer, dass die FR irgendwas über Kaiserslautern berichtet hätte, wenn es den FCK nicht gäbe? 'Even bad news is news!'
Das Land engagiert sich bislang 'bei Bedarf' über die Lotto-Gesellschaft.
Sehen wir es mal aus Becks Perspektive: Unterstellt dass er in Land wie Bund noch politische Ambitionen hat, ist er doch in einer Scheiß-Situation:
Einerseits würde man es ihm negativ ankreiden, wenn das Land nun einen zweistelligen Millionenbetrag dafür investiert, einen notleidenden 'Traditionsverein' zu retten. Auf sowas warten die überregionalen Medien doch nur um ihn anzugreifen. Und so gut ist sein 'Standing' in der überregionalen Presse ja auch nicht, dass er sich das leisten könnte.
Andererseits kann er es sich auch nicht leisten, die Stadt Kaiserslautern allein auf den Schulden der Stadionsgesellschaft sitzen zu lassen, die auch dadurch entstanden sind, dass er bei der WM gerne in internationale Kameras grinste. DAS kannn man ihm genausogut ankreiden!
Also was tun?
Erstmal über die Lotto-Gesellschaft die laufenden Verluste ausgleichen und ansonsten beten, dass der FCK nicht absteigt!
Aber wenn doch, wird Beck irgendeine Lösung finden müssen. Und das sogar ziemlich bald, damit ggf. die Lizensierung für die dritte Liga durchgeht., die - da hat Buchholz sicher recht - nicht durchgehen wird, wenn die Stadionmiete unverändert bleibt. Aber das sagt Buchholz natürlich AUCH, um Druck auf die Stadioninhaber zu machen. Was nun wirklich sein Job ist!
Ich bin sicher, dass 'hinter den Kulissen' schon ne Menge kluger Köpfe über die Frage nachdenken, was geschieht, wenn der FCK absteigt, unter den gegebenen Bedingungen keine Lizenz für die 3. Liga erhält und die Stadiongesellschaft ein Stadion besitzt, in dem vielleicht einmal im Jahr ein Pop-Konzert stattfindet und alle drei Jahre die Deutschlandmeisterschaft im Kugelstoßen oder sowas.
Das nützt niemand! Das wir man deshalb verhindern!
Nur derzeit läuft halt das Gerangel darum, wer wie wieviel zuschiesst um eine Situation zu schaffen, durch die die Politiker in Stadt und Land, vor allem aber im Land, einigermaßen ungeschoren aus der Scheiße rauskommen die sie dadurch angerichtet haben, dass sie bei der drohenden Insolvenz des WM-Stadionbesitzers FCK eine Lösung gefunden haben, die eines nicht berücksichtigt hat: Dass der FCK nicht auf Dauer in der 1. Liga spielen wird und vielleicht nicht mal in der zweiten!
Ich bin also ganz hoffnungsvoll, dass es sich Kurt Beck politisch nicht leisten kann, den FCK völlig hängen zu lassen. Aber da mag ich mich irren: Er zeigt ja derzeit durchaus, dass er bereit ist, auch hohe Risiken einzugehen. Siehe die Hessen-Debatte!
an sich 100%-ige zustimmung, aber den letzten punkt sehe ich etwas anders. ich behaupte: der fck wird den guten kurti noch seine bundespolitische karriere kosten! man braucht sich ja nur zu fragen, warum es diese intransparenz um die vorgänge in der vergangenheit gibt, warum ausgerechnet bauckhage als ehrenamtlicher vorstand berufen wird und und und. das alles sieht für mich so aus, als würden hier bestimmte personenkreise ihre fäden im hintergrund so ziehen, daß bestimmte sachverhalte der öffentlichkeit bewusst vorenthalten werden, weil sie sehr brisant sind und die betreffenden personen ggf. selbst den kopf kosten könnten.
wie der ministerpräsident und seine kabinettsmitglieder arbeiten, kann man ja derzeit andeutungsweise an der affäre um seinen innenminister sehen. und da soll ausgerechnet um den fck herum -bei der ganzen komplexität- immer alles sauber gelaufen sein? das kann man doch nicht glauben...
kurt beck ist für mich der hauptschuldige an der seit jahren andauernden fck-misere, seine verantwortung übersteigt aus meiner sicht sogar noch die aller amtierenden und ehemaligen fck-verantwortlichen.
wie hat bybybonn so schön geschrieben: er hat den verein für persönliche, politische interessen geopfert! genau so siehts aus...
So,nachdem ich mich in Kaiserslautern noch komplett abgeschossen habe und entgegen aller Planung erst gestern Abend daheim war,kann ich mich heute auch wieder zu Wort melden!
Der Abend des Spiels fing klasse an,als wir uns mit einigen regelmäßigen Schreibern dieses Forums beim Feierdeiwel trafen!Gruß an alle,die da waren...das war eine tolle Sache und schreit nach einer Wiederholung!
Das Spiel selber war (wieder einmal) entsetzlich!Ein Gegner,den wir ganz klar im Griff hatten,haben wir ohne Not stark gemacht,aber das zeichnet uns ja in dieser Spielzeit aus Am Schluss bin ich wieder einmal völlig fassungslos und konsterniert nach Hause gefahren...
Nun gilt es,in Paderborn zu siegen,ohne Wenn und Aber!Und wer es eben einrichten kann,sollte sich auf die Reise hier hoch machen,jeder einzelne wird gebraucht!
"Was hätten Altmeister und Rossobianco, die ja immer wieder deswegen kritisiert werden, denn auf der JHV tun sollen? Was?
- Eine Rede halten?"
Antwort: Ja! Und zwar eine Rede, in der sie ihr Wissen vortragen und im Einzelnen darlegen, wem sie was vorwerfen und welche Alternative sie anbieten können. Entweder hätten sie eine Mehrheit bei den Mitgliedern gefunden oder nicht.
Aber das nur am Rande, jetzt geht es um die Zukunft. Und hier schließe auch ich mich den Ausführungen von HAP an.
Was mir in der Diskussion fehlt, ist neben den hard facts vor allem ein schlüssiger Alternativplan. Göbel raus, AR raus, das ist als Programm zu wenig. Wer soll in den AR, wer soll als Vorstand fungieren? Was können diese Personen in der jetzigen und sich abzeichnenden Situation tun? Wozu würde das überfällige Aufräumen führen, würde der FCK auf einmal im Geld schwimmen? Welche Leichen liegen im Keller und wie holt man sie raus? Vielleicht ist ja eine Abrechnung mit diesen Herren schon ein Wert an sich, aber es geht doch um die Zukunft und Existenz des FCK und da bräuchte man einen echten Plan. Andeutungen helfen keinem weiter.
Ich bin mir sicher, dass jetzt gegenüber der JHV die Zahl der Mitglieder, die einem schlüssigen und gut vorgetragenen Alternativkonzept zustimmen würden, noch einmal deutlich gewachsen ist.
Ich weiß, ich habe nur Fragen und keine Antworten. Wo ist der große Visionär?
Ich muss dir für die gute Ausführung ein Kompliment aussprechen. Auch wenn ich es nicht gerne lese und zu allem was mir Heilig ist bete, dass dieser Fall nicht eintritt.
Denn ich weiß auch für viele Leute, nicht nur aus KL und Umgebung ist der FCK mehr als nur ein "Hobby" oder ein "Verein". Für die ist es eine Herzensangelegenheit, die Ablenkung vom tristen Alltag, das Gesprächsthema Nr. 1 mit Freunden, die Aufmunterung an schlechten Tagen oder einfach eine unerklärbare innige Liebe.
Eine Insolvenz und ein damit verbundenes mögliches Verschwinden käme einem Schock, z.B. durch den plötzlichen Tod eines guten Freundes, gleich.
@geist
Ich hoffe du hast mit deinem Bauchgefühl Recht und wir mogeln uns irgendwie zum Klassenerhalt. Noch habe ich Hoffnung und werde dafür alles geben!
Auf jeden Fall ist nach dieser Saison ein radikaler Schnitt in unserer Führungsebene unumgänglich.
Der FCK darf nicht sterben.
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)
Hört doch auf, Altmeister, Rosso u.a. jetzt als die Versager schlechthin darzustellen. Diese Leute gehören zu uns, zu den "Guten" und nicht zu den "Bösen". Zudem sind mir deren Beiträge lieber, als diese unzähligen Posts, wie:"Auf drei Punkte in..., oder wer nicht auf den Betze kommt zum Unterstützen ist kein richtiger Fan...usw.".
Noch was zur Mannschaft. Jetzt wo sich alle einig sind, dass ein Spielmacher, oder zumindest ein "alter Sack" in der Mannschaft fehlt, sollte es da nicht möglich sein, den vereinslosen Tskitishvili nochmals zu kontaktieren?
Ich, für meinen Teil, bin in erster Linie Lautre-Fan und in zweiter Linie Fußball-Fan!
(ähnlich Nick Hornby "Fever Pitch")
Lautre-Fan hat geschrieben:Noch was zur Mannschaft. Jetzt wo sich alle einig sind, dass ein Spielmacher, oder zumindest ein "alter Sack" in der Mannschaft fehlt, sollte es da nicht möglich sein, den vereinslosen Tskitishvili nochmals zu kontaktieren?
Ist meines Wissens in der Rückrunde nicht mehr erlaubt, man korrigiere mich wenn ich falsch liege.
Aber die wollten ja einen Tskitishvili mit seinen immerhin 150 BL-Spielen nicht, weil er angeblich zu teuer (hat man Klaus Toppmöller etwa kein vernünftiges Budget gegeben?) und zu alt (nach Ablauf seines Vertrags wäre er 33 gewesen) war... Nicht falsch verstehen, Tskitishvili ist gewiss nicht mein Lieblingsspieler, aber seine Erfahrung könnten wir definitiv gebrauchen.
Auch ein Thomas Riedl (200 BL-Spiele) hat sich nach meinen Infos kürzlich für wenig Geld beim FCK angeboten, wurde aber abgelehnt und verhandelt neben zwei Zweitliga-Anfragen nun mit dem SV Elversberg (!). Naja, vielleicht sehen wir ihn ja dann nächste Saison trotzdem wieder
Drittes Beispiel ist ein Andreas Reinke (250 BL-Spiele), der sicher auch als Ersatzmann für Tobias Sippel zu haben gewesen wäre. Da gabs anfangs große Ankündigungen ("Wir holen noch einen Torwart") und dann ist gar nichts passiert. Jetzt stehtTobias Sippel, wenn wir Pech haben, eine Meniskus-OP bevor und in den wichtigsten Spielen der Vereinsgeschichte wird dann Luis Robles im Tor stehen, der vor der Saison schon bei den Amateuren fast ausgemustert war!
Wie gesagt, es geht mir bei den genannten nicht um die Spieler an sich, sondern um deren Erfahrung. Genau das ist ja unser Knackpunkt, wie sich mittlerweile, jetzt wo es zu spät ist, ja alle einig sind. Für den Abstiegskampf in der zweiten Liga wären diese drei Spieler aber wohl auch leistungsmäßig noch locker gut genug, und Riedl und Reinke könnten den Jungs außerdem noch ein bisschen "Betze-Geist" einhauchen...
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Haben wir alles schon mal gehabt, das hier einige wieder mit politik-wissenschaftliches Insiderwissen rumposaunen und den fast 7000 DBB Lesern kleine Bröckchen hinwerfen, die damit eigentlich nichts anfangen können und es damit erst Recht zu hitzigen Diskussionen kommt.
Habe Ich ja schon mal angeprangert:-)
Muss hier einigen Schreibern absolut recht geben, die einfach Fakten lesen wollen, anstatt hier wieder irgendein Halbwissen zu lesen und weiter im Dunkeln rum zu tappen.
Hat irgenwas von Wahlkampf, erst wird alles versprochen, man kann alles, kennt jeden, hat angeblich einen festen Plan, viele Beweise, kennt das System und nach der Wahl passiert nix von dem.
So is dat hier auch und daher nehem ich manche " INTERNE INFORMATIONSQUELLEN" schon lange nicht mehr ernst.
Da jeder Normalo diese selbst in sämtlichen Medien erlesen kann.
Erst wenn schriftlich Fakten von "EUCH" auf´m Tisch liegen, glaub ich das.
Und hört endlich auf, 1 % Wissen in das Forum zu schreiben und uns Lesern die sich darüber ärgern und dies auch zu Recht hier reinschreiben einfach wieder abzuwatschen. Dann seit Ihr nämlich selbst arme Würste.
Lautre-Fan hat geschrieben:Noch was zur Mannschaft. Jetzt wo sich alle einig sind, dass ein Spielmacher, oder zumindest ein "alter Sack" in der Mannschaft fehlt, sollte es da nicht möglich sein, den vereinslosen Tskitishvili nochmals zu kontaktieren?
Ist meines Wissens in der Rückrunde nicht mehr erlaubt, man korrigiere mich wenn ich falsch liege.
Vereinslose Spieler können das ganze Jahr über verpflichtet werden da sie nicht die selben Bedingungen haben wie Spieler die unter Vertrag stehen bei einem Verein. Hier gilt das Gesetz der Wechselperioden.
Also kann ein Tskitishvilli, und auch ein Reinke immer noch verpflichtet werden.
Anders sieht es da bei Riedl aus der ja immer noch unter Vertrag in Österreich steht
Nur noch zur Ergänzung ein kleines Zitat, bzogen auf die aktuelle Situation und salamanders Zukunftsvision.
(Zugegeben ich habs aus einem anderen Forum abgekupfert und leicht verändert.)
"Leben ohne den FCK geht auch, es macht nur keinen Sinn."
FCK 4-life
"Sieger zweifeln nicht und Zweifler siegen nicht!" (Gerry Ehrmann)
Wir brauchen für die restlichen Spiele eine Bilanz wie ein Aufstiegsaspirant. Da noch Hoffnung zu haben fällt angesichts dieser "Fussballer" abartig schwer!
@ geist, Hessischer Außenposten, bybybonn, Salamander:
Ihr liegt im Grunde vollkommen richtig mit Euren Einschätzungen und Vermutungen.
Die Stadionmiete von 3,2 Millionen Euro pro Jahr + ca. 1,8 - 2 Millionen laufende Kosten läuft ligaunabhängig weiter und ist in der 3. Liga vom FCK nicht mehr zu stemmen (Quelle: Erwin Göbel). Das Gesamtdarlehen beläuft sich auf 65 Millionen Euro, wovon der FCK bis zum vorläufigen Vertragsende 2028 nichts (!) abbezahlt, da er nur Zinsen bezahlt.
Welche Szenarien kann es also bei einem Abstieg des FCK geben?
Der Verein kann die Miete nicht mehr zahlen, also ist die Stadiongesellschaft sehr schnell insolvent und ein hoher Politiker aus Mainz hat ein enormes Problem, dies seinen Steuerzahlern und auch Wählern zu erklären. Zweites Szenario ist eine Unterstützung des FCK von außen durch einen potenten Sponsor bzw. das Aussetzen der Miete zumindest mal für ein komplettes Jahr dritte Liga. Wir haben Buchholz nach einem Fortbestand des FCK in der dritten Liga gefragt. Er sagte, dass er sicher sei, die Lizenz zu erhalten. Also können wir uns nun aussuchen, ob Szenario 1 oder 2 zutreffen wird. Oder beide zusammen. Falls seine Aussagen so stimmen. Dennoch bin ich der Meinung, dass er dies öffentlich sagen müsste, damit jeder FCK-Fan mal offiziell weiß, was geplant ist. Und dass überhaupt was geplant ist.
"Was hätten Altmeister und Rossobianco, die ja immer wieder deswegen kritisiert werden, denn auf der JHV tun sollen? Was?
- Eine Rede halten?"
Antwort: Ja! Und zwar eine Rede, in der sie ihr Wissen vortragen und im Einzelnen darlegen, wem sie was vorwerfen und welche Alternative sie anbieten können. Entweder hätten sie eine Mehrheit bei den Mitgliedern gefunden oder nicht.
Aber das nur am Rande, jetzt geht es um die Zukunft. Und hier schließe auch ich mich den Ausführungen von HAP an.
Was mir in der Diskussion fehlt, ist neben den hard facts vor allem ein schlüssiger Alternativplan. Göbel raus, AR raus, das ist als Programm zu wenig. Wer soll in den AR, wer soll als Vorstand fungieren? Was können diese Personen in der jetzigen und sich abzeichnenden Situation tun? Wozu würde das überfällige Aufräumen führen, würde der FCK auf einmal im Geld schwimmen? Welche Leichen liegen im Keller und wie holt man sie raus? Vielleicht ist ja eine Abrechnung mit diesen Herren schon ein Wert an sich, aber es geht doch um die Zukunft und Existenz des FCK und da bräuchte man einen echten Plan. Andeutungen helfen keinem weiter.
Ich bin mir sicher, dass jetzt gegenüber der JHV die Zahl der Mitglieder, die einem schlüssigen und gut vorgetragenen Alternativkonzept zustimmen würden, noch einmal deutlich gewachsen ist.
Ich weiß, ich habe nur Fragen und keine Antworten. Wo ist der große Visionär?
Auf bessere Zeiten!
Was sollte denn noch an Informationen auf den Tisch? Hier wurden im Internet Beweise vorgelegt, die reichen, die ganze Pfalz zum Beben zu bringen. Hier wurden interne Finanzamtsdokumente vorgelegt, die beweisen, dass Jaeggi und Goebel mit Wissen von Ruda, Buchholz und Co alle verarscht haben. Alleine aufgrund dieser Belege ist normalerweise eine Staatsanwaltschaft gezwungen, zu ermitteln.
Ab diesem Zeitpunkt muessen Juristen uebernehmen.
Das Wissen, dass Rosso und Altmeister vorbringen haetten muessen, haette kaum jemand verstanden (Paragraph XYZ in Verbindung mit Urteil AB aus dem Jahre ergibt einen Tatbestand soundso).
Und wenn die aufgeheizte Menge sogar einen Axel Roos oder Demir Hotic auspfeift, was will man dann machen?
Die Herren am Rednerpult luegen und alle glauben es.
Ich hab vor 2 Jahren den Aufsichtsrat gefragt auf der JHV, ob man das Geld der Steuerzahlung, die irregulaer war, zurueckfordern werde. Dr. Koll antwortete irgendeinen rhetorisch vorbereiteten Kotz. Auf eine Rueckfrage von mir wurde sofort die Menge unruhig und ich wurde dumm angemacht. Und da war die Stimmung ruhig.
Wie soll ich da von anderen erwarten, in aufgeheizter Stimmung ans Mikro zu treten?
Desweiteren haette jede Aussage zur unweigerlichen Schlammschlacht gefuehrt, da es hier um ganz gewaltige Dinge geht, nicht mehr nur um eine Abwahl eines Aufsichtsrates.
Desweiteren forderst Du Hard Facts, einen Alternativplan.
UNMOEGLICH.
Warum?
Weil keiner kommen wird, solange diese Personen da sind. Jeder haelt sich bedeckt, weil sein Name mit Staenkerei in Verbindung gebracht wird, wenn er nur seine Hilfe anbietet. Daher wird keiner nach vorne treten.
Da lehrt die Geschichte uns zu sehr Vorsicht.
Plan 1 ist einmal, da oben aufzuraeumen und Vertrauen gewinnen. Und dann kommen die Leute. Kein vernuenftiger Mensch wird sich mit einem Herrn Buchholz oder einem Herrn Goebel zusammenarbeiten, zumindest kein Profi.
Aufraeumen, dann kann man neuaufbauen. Und dieser Neuaufbau ginge verdammt schnell.
salamander hat geschrieben:Ich finde, statt hier von Wundern zu reden ....... schweigen: Selbstverschiuldetes Unglück findet selten Mitleid.
Das dürfte einer der besten Beiträge sein, die ich hier bislang lesen durfte!
Dafür gebe ich Dir auch gerne bei nächster Gelegenheit mal einen aus. Bei
Interesse PN an mich.
Zum aktuellen Thema:
Egal welches Szenario eintrifft: Anhand der Fakten dürfte abzusehen sein,
dass wir Zeit unseres Lebens nie mehr Herr im eigenen Haus sein werden.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Für folgende fünf
Spiele haben wir unser Wohnzimmer verkauft:
Australien - Japan
Italien - USA
Paraguay - Trinidad und Tobago
Saudi-Arabien - Spanien
Italien - Australien
Und wer wird es ausbaden? Wir Vollidioten, die auch in Liga 3 oder 10
nach "Am-A*sch-der-Welt" tuckern und versuchen werden einen Mythos
aufrecht zu erhalten, den es seit dem Jahr 2003 nicht mehr gibt.
Ich verstehe sehr gut, dass man sich nur Ärger und Unmut einhandelt, sobald man den Mund aufmacht, insbesondere auf der JHV.
Aber was mir hier bis heute keiner klarmachen kann ist, warum dann nicht die Staatsanwaltschaft ermittelt?
Warum auch die Presse diese Dokumente offenbar einfach übergeht?
Wie tief und weitreichend ist der Lautrer Klüngel? Oder wurde das Dokument am Ende gar verschlampt - liegt es bei euch in der Schublade und jeder denkt vom anderen, er wird es schon zur Staatsanwaltschaft tragen? Als normaler Bürger und FCKler kann ich das einfach nicht verstehen...
Ab hier - und laut Playball sind das Fakten/Beweise - muss 'die Staatsanwaltschaft übernehmen'. In Gottes Namen, dann wird es aber Zeit,warum tut sie's nicht??? Warum?
Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt! unzerstörbar - NUR der F C K
Was passiert, wenn die Stadiongesellschaft bankrott geht und es keinen Investor in das Stadion gibt?
Sehe ich es richtig, dass wir nach dem Stadionverkauf nur noch Mieter im Stadion sind? Aber wieso wird dann von Zinsrückzahlungen bis ins Jahr 2028 geredet?
Sind wir nun Mieter oder nur Schuldner, der Jahr für Jahr Anteile am Stadion zurückkauft, wenn auch erst ab 2028?
Kurt Beck hat derzeit ganz andere Probleme als den FCK.
Ich bin absolut nicht der Meinung, die unser Hessischer Außenposten hier vertritt, nämlich dass der 1.FC Kaiserslautern die bundespolitische Karriere unseres Ministerpräsidenten gefährden könnte. Ich bin mir zwar sicher, dass Beck die WM in Lautern wollte, fast um jeden Preis und nicht zuletzt als persönliche Plattform, doch glaube ich auch, dass man Kurt Beck jemals eine persönliche Verantwortung für den Niedergang des FCK wird nachweisen können, die in irgendeiner Form eventuelle Probleme für seine Politkarriere oder gar juristische Konsequenzen haben könnte.
Dies ist ein Forum für Fans des 1.FC Kaiserslautern und nicht etwa eine Diskussionsplattform für Politikinteressierte, dennoch seien einige Worte zu Kurt Beck erlaubt.
Ich hielt Beck, jetzt mal jenseits jeglicher Parteipräferenzen meinerseits, zu Beginn seiner politischen Laufbahn für einen bodenständigen und glaubwürdigen Politiker. Diese Einschätzung wich in den letzten Jahren immer mehr einem gewissen Mißtrauen. Ich weiß, dass Kurt Beck großer Anhänger unseres Lieblingsclubs war, seine Präsenz auf der Nordtribüne war mehr als nur Anbiederung an die Fanseele. Der Mann war einfach Fan und zufällig auch Politiker, ist doch kein Problem. Das Problem entstand erst dann, als sich die Möglichkeit ergab, das kleine Kaiserslautern zur großen WM Bühne auszubauen. Da hat Beck (und hier liegt unser HAP richtig) den Überblick verloren. Sicherlich war KB auch geblendet von den Repräsentationsmöglichkeiten, die ihm persönlich dieses Weltereignis eröffnete.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben:
Auch ich war damals ganz hin und weg von der Idee die WM nach Kaiserslautern zu holen. Als ich zum ersten Mal das Stadionmodell gesehen habe, habe ich mich gefreut wie ein Schnitzel. Die neuen infrastrukturellen Möglichkeiten würden Verein und Stadt ganz sicher nach vorne bringen. Ich habe den ganzen Schwachsinn geglaubt, die volle Palette. Nein, ich gehörte nicht zu den Mahnern und Skeptikern, die von Anfang an und immer schon wußten, dass die WM in der Pfalz absoluter Größenwahn sei und dass dieser Wahn den FCK in den sicheren Ruin treiben würde. Damals, so beschleicht mich heute oft der Gedanke, damals gab es aus irgendwelchen Gründen gar nicht so viele weitsichtige Mahner, oder täuscht mich da meine Wahrnehmung? Wie dem auch sei, ich bin auf die Märchen hereingefallen. Wir würden eine wunderbare WM in Kaiserslautern haben und danach werde sich dem FCK eine ganz große Zukunkt mit völlig neuen Möglichkeiten eröffnen. Pustekuchen.
Als sich die Australier im Sommer 2006 durch Kaiserslautren tranken, als lustige Rastamänner karibisches Flair in die Pfalz brachten, als die Lautrer Pizzabäcker dem vierten Titel für Italien entgegenträumten, als Kurt Beck in den VIP-Räumen mit des Fritz-Walter-Stadions mit dem König von Spanien Austern schlürfte und darüber vergaß, wer er war und wo er herkam, da war die Tragödie, die den 1.FC Kaiserslautern erfassen und schütteln sollte wie noch niemals in seiner Geschichte, da war die Tragödie, die mittlerweile sogar die Existenz dieses wunderbaren Vereins bedroht, irgendwie spürbar. Man konnte das unbehagliche Gefühl, diese leise Vorahnung der Bedrohung und des Vefalls schon leicht wahrnehmen. Immerhin war es uns möglich, diese Ahnungen im bunten Trubel zu ertränken. Doch ein "Jetzt erst recht" wie nach dem ersten Abstieg war nicht wirklich präsent. Seit diesem Sommer fühlt sich die Welt um den FCK an wie einziger Kater nach einem gewaltigen Rausch. Die Party war gefeiert, aber wer sollte die Rechnungen bezahlen?
Hier hätte Kurt Beck meines Erachtens im Vorfeld der WM, als Entscheidungsprozesse noch nicht abgeschlossen waren, wesentlich vorsichtiger und weniger euphorisch agieren müssen. Das muß man, so meine ich, von einem Politiker erwarten können. Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen hat der kluge Helmut Schmidt seinen allzu ehrgeizigen Genossen einmal mit auf den Weg gegeben. Nüchternheit und Pragmatismus sind einfach geboten, paradoxweweie auch und gerade wenn es um Herzensangelegenheiten geht. Der FCK, soviel nehme ich Beck ab, ist ihm einmal eine Herzenssache gewesen. Ob das heute auch noch der Fall ist? Beck hat die Euphorie um die WM befeuert, so mancher hat ihm vertraut und sich anstecken lassen, leider hatte es mich auch gepackt. In Form der Stadionmiete zahlt der FCK bis heute die Zeche für Becks Ehrgeiz, seine Visionen, seine Großmannssucht. Spätestens im Sommer 2006 hat Kurt Beck aufgehört, ein bodenständiger Politiker zu sein.
Beck lag der FCK mal am Herzen, nun liegt der FCK darnieder. Bald wird Beck uns erzählen, wie sehr ihm unser Land am Herzen liegt. Er wird um unsere Stimmen werben und sich als "einer aus der Mitte des Volkes" verkaufen wollen. Ich habe ihm mal geglaubt, aber diesen Fehler werde ich sicher nicht nochmal machen. Gerade dei Ereignisse der letzten Tage haben mir verdeutlicht, dass Kurt Beck jedes Tabu brechen würde, wenn er sich einen politischen Vorteil davon verspricht.
Genau dieser Opportunismus (und nicht etwa die Ereigisse und Entscheidungen um die WM, die Beck, zumindest moralisch, mitzuverantworten hat) wird ihm letztendlich zum Verhängnis werden.
Beim Länderspiel im Mai wird King Kurt sicher namentlich begrüßt weden. Ich freu mich schon auf's Pfeiffkonzert...