zur Rheinpfalz am SonntagDie Rheinpfalz am Sonntag hat geschrieben:1. FCK
''Mindestens Dritter ...''
Interview: Aussichten 2013
Wegweiser: Optimismus auch in kritischer Zeit: FCK-Chef Stefan Kuntz. Foto: Kunz.
Stefan Kuntz, seit 8. April 2008 Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, fordert von den FCK-Profis hundertprozentige Konzentration, um zumindest den Relegationsplatz zu erreichen. Die Suche nach Verstärkungen läuft. Ein Interview mit Horst Konzok.
Herr Kuntz, wenn die Tabellen der Fußball-Bundesligen so bleiben würden, hieße es in der Relegation Hoffenheim gegen Lautern. Hoffenheim dazu mit Ihrem früheren Trainer Marco Kurz. Realistisch betrachtet ist diese Konstellation gar nicht so unmöglich. Was denken Sie?
Das ist für mich zum jetzigen Zeitpunkt viel zu weit weg. Außerdem habe ich im Fußball schon so viel erlebt, wenn man drei Spiele in Folge gewinnt oder verliert … Man kann schnell neun Punkte gutmachen. Von daher machen wir uns erst darüber Gedanken, wenn es so weit ist.
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Zufall oder nicht: Seit Beginn der „Aktion 12.12“, dem kollektiven Schweigen der Fans, ist der FCK im Tief. Viele Ihrer Spieler waren irritiert. Die Aktion hat dem FCK nicht gut getan, auch zuletzt gegen Aalen herrschte eine merkwürdige Atmosphäre, ganz bestimmt keine Betze-Stimmung. Wie haben Sie das empfunden?
Bezüglich der Wirkung teile ich Ihre Meinung. Grundsätzlich setze ich auf individuelle Lösungen. Mich interessieren in diesem Zusammenhang andere Vereine nicht, es geht mir nur darum, dass wir beim FCK nur mit Betzenberg-Stimmung und Zusammenhalt zwischen Zuschauern und Mannschaft überhaupt eine Chance haben, unser gemeinsames Ziel zu erreichen. Wir haben einen regen Austausch mit unseren Fans und wir versuchen, Anfang Januar eine Fan-Veranstaltung zu organisieren, um alle Fragen mit unseren Fans noch einmal zu diskutieren. Wir sind meiner Meinung nach vorbildlich, was den Austausch mit den Fans angeht. Man muss anhand der letzten Entwicklungen festhalten: Wenn es so weitergehen würde, verliert nur einer: Das ist der 1. FC Kaiserslautern.
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Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit von Trainer Franco Foda?
Sehr zufrieden! Wichtig war, dass er die Spieler, die mit Negativerfahrungen aus der letzten Saison dageblieben sind, auf einen positiven Weg brachte, und die Neuen integrierte. Das ist ihm durch seine Ausstrahlung und durch sein selbstbewusstes Auftreten gelungen. Er arbeitet ja auch gerne mit schwierigen Typen zusammen – da gilt es jetzt, durch klare Ansagen und Grenzen Grundlagen zu finden, damit auch die ihre Leistung wieder komplett abrufen und der Teamgeist stimmt.
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Franco Foda sagte, prinzipiell wolle man in allen Mannschafsteilen noch etwas tun. Wie weit sind Sie damit?
Ja, wir überprüfen und hinterfragen alles. Wir haben auch mit einigen unserer Spieler und ihren Beratern über ihre Perspektiven gesprochen, auch dass sie weniger Einsatzzeiten bekommen dürften und die Frage gestellt, ob es nicht besser wäre, den Verein in der Winterpause zu wechseln. Auch davon wird abhängen, wie viel Spielraum wir im Etat haben. Ich glaube, dass es da erst in ein, zwei Wochen spruchreife Entscheidungen geben wird.
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Hand aufs Herz, steigt der 1. FC Kaiserslautern auf? Notfalls auch durch die Relegation?
Der ein oder andere sagt ja, mein zweiter Vorname sei Optimismus … Deshalb: Durch die Qualität des Kaders und die Qualität unserer Fans sind wir in der Lage, mindestens Dritter zu werden. Die Relegation ist natürlich auch ein Glücksspiel.
Von Horst Konzok
Hier gehts zum vorher hier verlinkten Kuntz Interview der der Chef-Postille von Kai Diekmann, bild.de: http://www.bild.de/sport/fussball/fc-ka ... .bild.html
