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2018 versprochene Fan-Säule wird auch 2026 nicht geöffnet

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Neu auf DBB: 2018 versprochene Fan-Säule wird auch 2026 nicht geöffnet

Wird mit dann fast acht Jahren Verspätung die 2018 versprochene "Fan-Säule" geöffnet, also die Beteiligungsmöglichkeit für Fans und Mitglieder an der FCK-Kapitalgesellschaft? Heute gab der Verein neue Infos dazu. weiterlesen ...
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Zudem sei nicht vorhersehbar, wie viele Fans in den FCK investieren würden.
Das war für mich so der einzige Punkt wo ich gesagt hätte: ja doch, das könnt Ihr abschätzen. Es gibt Erfahrungswerte von der Betzeanleihe. Und auch wenn da wegen der Insolvenz oder sonstiger Enttäuschung einige gesagt haben „isch geh nimmi nuff“ - sprich: „dem FCK leihe ich kein Geld mehr“. Da kommen genügend andere nach, die dazu bereit wären. Unsere Mitgliederzahlen schießen in die Höhe. Da finden sich schon ein paar, die nur darauf warten, auch Anteile am FCK zu kaufen. Ich prognostiziere: wenn man Aktien im Wert von 4,5 Mio. Euro verkaufen würde (um nur die Darlehen des e.V. zurück zahlen zu können + Nebenkosten) und jeder max. 1.000 Euro investieren dürfte: diese Aktien wären in kürzester Zeit verkauft. Selbst wenn Tante Erna sich nur 200 Euro aus ihren Ersparnissen gerade so leisten könnte. Aber Du schaffst Dir halt eine vier-, vielleicht sogar fünfstellige Anzahl an Aktionären. Kann ich nachvollziehen, dass da die Nebenkosten in die Höhe gehen und das dann nur wenig attraktiv ist…
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Schdolberhannes
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Beitrag von Schdolberhannes »

Bei einer früheren Versammlung wurde gesagt, der FCK müsse Steuern auf Einnahmen durch Aktienverkauf bezahlen, wenn er die Säule vor 2025 öffnet, weshalb dies dann geschehen solle. Nun ist dieses Jahr vorbei und es kommen "neue" Nachteile ans Licht. Ich prognostiziere mal, mit meinen bald 50 Lenzen, ich werde das nicht mehr erleben, dass die Fansäule geöffnet wird.
wernerg1958
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Beitrag von wernerg1958 »

Keine Überraschung, es wird immer Argumente geben daß und warum es (noch) nicht geht! Ehrlicher wäre deutlich und klar zu sagen daß man das nicht will, daß man das Versprechen nicht umsetzen wird. Aus meiner Sicht hat man Bedenken oder sogar Angst, daß dadurch die Fans eine Mitsprache bekommen könnte welche aber definitiv nicht will. Und auf der anderen Seite möchte man sich die Tür,für das dann gewiss hohe Kapitel, welches zu generieren wäre, nicht zuschlagen. Mit anderen Worten wenn irgendwann dem FCK das Wasser bis unter der Nase steht, wird sie kommen, kommen müssen, dann muss der Fan herhalten, dann ist er wieder wichtig, derzeit ist er nur ein nützliches Beiwerk als Konsument. Einer der Gründe warum ich genau kein Mitglied des FCK mehr bin. Aber das muss jeder halten wie er möchte, jeder hat da einen anderen Blick. Gestern sind einige wieder etwas klarer in ihrem Blick auf den FCK geworden.
supernolle
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Beitrag von supernolle »

Ich hatte gestern den Eindruck man hat nicht wirklich verstanden um was es bei dieser Fansäule so wirklich geht.
Klar sieht man die aus e.V. Sicht als Möglichkeit der Entschuldung. Aber geht es wirklich einzig und allein darum? In meinen Augen nicht.
Die Fansäule wurde uns damals versprochen, ja sie war sogar ein sehr wichtiges Element das man der Ausgliederung überhaupt zugestimmt hat. Man sprach vom Lautrer Modell... und jetzt wird genau dieses versprechen nicht gehalten. Nach nun 7 Jahren wird nicht nur gesagt es gibt sie nicht im nächsten Jahr sondern solang sich grundsätzliche Gesetze nicht ändern überhaupt nicht.
Mal abgesehen davon das man nach einer Betzeanleihe die statt den Fröhnerhof zu sanieren in irgendwelchen Kellern verschollen ist nun auf dieser Ebene ein zweites mal grundlegend verarscht wurde hat das doch auch gravierende Folgen.

Wir Mitglieder haben mit der Ausgliederung unser wichtigstes Gut freigegeben und die Kontrolle zu großen Teilen aus der Hand gegeben. Man spürt es vielleicht heute noch nicht ganz so deutlich weil unser Vorstand uns noch wohlgesonnen ist, aber den direkten Einfluss auf den Profifussball hat die JHV längst verloren. Das ein Thomas Hengen auf der JHV spricht ist längst nicht selbstverständlich oder gar verpflichtend sondern reiner gut will. Wenn es zu einer Kriese kommt, wird es auf der JHV nicht mehr um den Profifussball gehen. Denn auch der von uns gewählte Verwaltungsrat, der uns rechenschaft schuldig ist muss nur über seine Arbeit als Verwaltungsrat rechenschaft ablegen. Er bestimmt zwar Mitglieder des Aufsichtsrates der KgaA aber die müssen weder aus seinen Reihen kommen noch sich vor der JHV rechtfertigen. Und schon jetzt merken wir das ja, dass wir von Jahr zu Jahr weniger Zahlen aus der KgaA noch genannt bekommen und wenn nur die, mit denen man sich selbst beweihräuchern kann (Stichwort Merge Einnahmen).
Und genau hier kommt die Fansäule ins Spiel. Wenn es die gäbe (und zwar explizit nicht mit dem Stiftungsmodell) würde sich genau das wieder grundlegend ändern. Zwar würde die Stimme des einzelnen Fans quasi nichts zählen (wenn wir alle zusammen 10% haben wäre das ja vermutlich schon viel) aber man müsste uns zur Aktionärsversammlung einladen. Das würde bedeuten, es gäbe im wesentlichen sowas wie eine zweite JHV. Natürlich kostet das die Verantwortlichen in erster Linie Zeit und Geld in der Umsetzung. Und das für jede Menge Leute, die am Ende des Tages sowieso von der SPI komplett überstimmt werden. Hier hat er Lill vollständig recht, aus finanzieller Sicht lohnt sich das absolut nicht. Aber es würde sich noch etwas entscheidendes Ändern. Die KgaA müsste allen Aktionären die Zahlen wieder offen legen. Man wäre wieder verpflichtet uns zu informieren was passiert. Im schlimmsten Falle hätten wir dadurch sogar eine neue Grundlage unsere Wahl des Verwaltungsrates anzupassen, falls dieser schlechte Arbeit leistet, einfach nur weil wir es merken würden. Und da sind wir beim Kern der Sache. Ich denke genau das will man ga nicht. Man ist froh, dass der kleine Mann keinen Anspruch mehr hat darauf alles vom Profigeschäft zuwissen und man ihm nur das vorlegen muss, was man vorlegen will. Das will man nicht ändern und deshalb gibt es einfach keine Fansäule.

Und noch etwas ist mir sehr bitter aufgestoßen. Man hat uns jetzt 7 Jahre vertröstet. Mal abgesehen davon, dass er für uns genau nichts gebracht hat, hat man überhaupt erst im Dezember 2024 einen Ausschuss gegründet der sich mit dem Thema Fansäule befasst hat. 6 Jahre lang hat man intern also nichtmal ernsthaft über das Thema gesprochen sondern nur im Vorfeld der JHV überhaupt eine neue Ausrede gesucht. Das Lautrer Modell ist wohl Geschichte.
Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen.

Horst Eckel
Yogi
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Beitrag von Yogi »

Ich kann die ganze Aufregung ehrlich gesagt nicht ganz verstehen.
Wenn man bedenkt was die letzten Jahre los war, mit fast Abstieg in die 4. Liga, da kann ich es nachvollziehen , dass man in dieser Zeit ganz andere Probleme auf dem Berg hatte, der quasi damals gebrannt hat.
Wer hat da Zeit sich über eine Fan Säule Gedanken zu machen?
Weiter wird hier oft geredet wie unprofessionell zeitweise noch gearbeitet wird.
Buli Vereine die professionell arbeiten, glaubt ihr wirklich die sagen alles ?
Zb. der BVB Aktionär erfährt alles? die Bayern legen alles dar?
Abgesehen was das , es wurde ja prognostiziert, das alles im Vorfeld kostet.
Vergesst nicht wir sind und bleiben Provinz , sowohl im Handeln als auch im Umgang mit Finanzen und generieren von Einnahmen..
Das meine ich nicht abwertend.
Unsere Stärke ist das Umfeld und der Zusammenhang.
Wollt ihr andere Ziele , dann müsste man Nägel mit Köpfen machen und finanziell die Sache ( Großsponsor ; RB usw.) anders angehen, das wollte bisher keiner und entspricht auch nicht unserer D.N.A.
Das Ergebnis wäre auch gleich hier würdetst du auch nix mehr erfahren.
HANSLIK/Man of the important Goals
RallePfalzwald
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Beitrag von RallePfalzwald »

Die damals Verantwortlichen haben den Mund wohl zu voll genommen.

Unter den gestern geschilderten aktuellen Voraussetzungen ist die Entschuldung durch Fans/Privatpersonen
1. Zu teuer
2. Zu unsicher
= unverantwortlich.

Bei Emissionskosten zwischen ~500k und 750k, wobei die günstigste Variante nur bei Gesetzesänderung möglich ist, reden wir von ~15%. Es müssten also Anteile im Wert von mindestens 4,5 Mio, damit die erforderlichen 4 Mio nach Kosten übrigbleiben.
Je nach Anteilsgröße können >20.000 Aktionäre nötig werden.

Alleine deshalb würde ich dagegenstimmen, falls so etwas zur Abstimmung gestellt würde.

Man stelle sich vor, es kämen nur 1, 2 oder 3 Mio zusammen. Die Kosten wären die gleichen und der e.V. nicht entschuldet.

Die Emissionskosten machen es unattraktiv und das Risiko ist unverantwortlich.

Je nach Modell kämen deutlich sechsstellige, jährliche Kosten auf die KGaA für die Aktionärsverwaltung zu. Das Geld fehlte woanders.

Der Vorstand muss dranbleiben und die Lage fortlaufend bewerten, neue Modelle prüfen. Es wurde versprochen.

Solange es keinen finanzierbaren und sicheren Vorschlag gibt, müssen wir das zähneknirschend hinnehmen.
Viele Städte haben ein Stadion. Dieses Stadion hat eine Stadt.
Betzenberg1985
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Beitrag von Betzenberg1985 »

Wie die Ausgliederung umgesetzt wurde liegt nicht in der Verantwortung der jetzigen Personen. Ich gehe inzwischen so weit, dass die damals handelnden Personen wenig Ahnung hatten und nur das Ziel hatten, die Ausgliederung voranzutreiben. Ich werde auch nie verstehen, warum man das NLZ ausgegliedert hat. Mithilfe des Fördervereins hätte man hier vielmehr machen können...

Das alles wissen nur Klatt, Band, Grotepaß und Co...
DonSchorle
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Beitrag von DonSchorle »

Als noch sehr junges FCK-Mitglied ist das Projekt der Fan-Säule noch komplett neu für mich, weshalb ich aus den ganzen Kommentare zu verstehen versuche, wie das Prinzip der Fansäule ist. Kurz gesagt wie ich es verstehe (?): Die Fansäule ist ein weiterer Teil in der Aktionärsstruktur (also Streubesitz, im besten Fall von FCK-Fans) die gleichzeitig den Einfluss der Mitglieder gegenüber privaten Investoren erhöht.
Kann das so grob stimmen?

Ein weitere Punkt der mir zum Thema Investionenbereitschaft einfällt: Wieso wird im voraus nicht konkret abgefragt, wer bereit ist welche Summe zu investieren. So kann zumindest grob abgeschätzt werden, ob mit diesen Annahmen eine Wirtschaftlichkeit gegeben ist und damit der FCK weiter voran kommt.
salamander
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Beitrag von salamander »

Die Ausgliederung hätte man nie durchbekommen ohne die Fansäule. Diese ist nun, trotz allem Geschwurbel („…wenn sich etwas ändert…“) Geschichte. Ich fürchte, dass dies nie ernst gemeint, sondern nur ein Köder für die Fans war, damit das Gefühl übertüncht wird, man gebe den Verein aus der Hand.
Nun läuft es gerade ganz gut, es herrscht Ruhe, alles harmonisch, die Investoren ind Locals, ein Stallgerüchler ist Trainer, ein anderer Geschäftsführer und hat gerade verlängert, man steht im oberen Mittelfeld - und da hat man halt die Chance genutzt, die Sache ohne Shitstorm für immer zu beerdigen.
Schulbu_1900
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Beitrag von Schulbu_1900 »

Den Ausführungen von @wernerg1958 und @salamander kann ich nur zustimmen.
Man wollte es nie und wird es künftig auch nie wollen. Immer neue Phrasen werden erfunden. Um es in Fußballersprache zu sagen, klassisch ausgekontert.
Ich bin da aufgewachsen, da rutscht man automatisch rein, wenn man die Stimmung mitbekommt, weil es was großes ist, das ist Tradition.....jetzt bin ich irgendwo anders...
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Baschdel
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Beitrag von Baschdel »

salamander hat geschrieben: 11.12.2025, 09:49 Die Ausgliederung hätte man nie durchbekommen ohne die Fansäule. Diese ist nun, trotz allem Geschwurbel („…wenn sich etwas ändert…“) Geschichte. Ich fürchte, dass dies nie ernst gemeint, sondern nur ein Köder für die Fans war, damit das Gefühl übertüncht wird, man gebe den Verein aus der Hand.
Nun läuft es gerade ganz gut, es herrscht Ruhe, alles harmonisch, die Investoren ind Locals, ein Stallgerüchler ist Trainer, ein anderer Geschäftsführer und hat gerade verlängert, man steht im oberen Mittelfeld - und da hat man halt die Chance genutzt, die Sache ohne Shitstorm für immer zu beerdigen.
Da ist bestimmt einiges wahres dran. Aber: Es waren nicht die jetzigen Funktionäre, die die Fansäule in den Raum gestellt haben! Und diese machen meiner Meinung nach einen guten Job.


Mir klingt deine Aussage ein wenig diffamierend und wir könnten uns ja auch mal darüber freuen, dass wir nach vielen vielen Jahren finanziell mal zwei Jahre in Folge gut aufgestellt sind und sogar noch Geld auf der hohen Kante haben, um fällige Verbindlichkeiten zurückzahlen zu können. Und darüber hinaus die Lizenz (ob nun 1. oder 2. Liga) frühzeitig finanzieren zu können. Vielleicht spart man sich die letzte Patrone auch absichtlich auf für den Fall, dass man warum auch immer (sportliche Talfahrt etc.) wieder finanziell mit dem Rücken zur Wand steht.

Darüber hinaus: Wie genau würdest du die Fansäule jetzt öffnen wollen und warum? Damit ein "Versprechen" von Leuten eingelöst wird, die sich jetzt eh nicht mehr rechtfertigen müssen?

Wenn man zusätzliches Geld generieren möchte, sollte man sich besser mal Gedanken über gescheites Merch machen. Jeder Youtuber verdient sich alleine mit den ollen Klamotten dumm und dämlich und wir spielen in der Beziehung bestenfalls auf Landesliga-Niveau. Die steigenden Einnahmen aus dem Bereich würde ich mit dem gestiegenen Interesse am Verein begründen, nicht aber mit einem verbesserten oder erweiterten Angebot.
happy
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Beitrag von happy »

Ich kann die Bedenken hinsichtlich der vorgeschalteten Kosten nachvollziehen.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann sind die Bedenken hinsichtlich der möglichen Menge der Interessenten / Käufer.
Wenn im 1. Modell alleine die Hälfte der Mitglieder das kleinste Paket (200€) erwerben würden wären das schon 4 Mio € , wenn dann noch Nicht-Mitglieder zuschlagen würden und manche auch mehr als 200€, gäbe es eine maximale Chance auf Kostendeckung und volle Schuldentilgung....kann mir jemand meinen Denkfehler erklären? (ich habe in der Insolvenz 96% meiner Anlage verloren, und würde trotzdem nochmal...)
Läuft im Spiel mal nichts zusammen,
und es will und will nichts geh'n,
so woll'n wir doch geschlossen,
hinter uns'rer Mannschaft steh'n,
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Die originäre Idee der Fansäule war es niemals, dem Verein also dem e.V. Geld zukommen zu lassen, sondern der Kapitalgesellschaft (also der KGaA). In dem einen Fall verkauft der Verein seine Aktien und erhält einen Kaufpreis, in dem anderen Fall gibt die Kapitalgesellschaft neue Aktien aus, die dann durch Investoren erworben werden (Kapitalerhöhung). Letzteres passiert gerade mit den EUR 7,5 Mio.

Unter dem Strich ist seit Jahren klar, dass es seitens der Kapitalgesellschaft kein Interesse an einer Fansäule gibt. Ob die Kosten der Grund sind oder ob es daran liegt, dass die Investoren und die Geschäftsführung auf ihrer Aktionärsversammlung gerne alleine sind, sich nicht von nervigen Fans (die dann Aktionäre sind) reinquatschen lassen wollen und auch eine dann notwendige deutlich höhere Transparenz gescheut wird - da soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Der Vortrag von Thorsten Lill war juristisch sicherlich fundiert - man merkte aber auch, dass jeglicher Gestaltungs- und Umsetzungswille fehlte.

Der FC St. Pauli hat mit einem Genossenschaftsmodell gerade EUR 29 Mio. eingenommen und dabei große und kleine Investoren gleich behandelt. Der aktuelle sportliche Erfolg, ein ausverkauftes Stadion, explodierende Mitgliederzahlen: Mir fehlt die Phantasie, warum das bei uns nicht auch möglich sein soll. Voraussetzung dafür ist aber eben, dass alle an einem Strang ziehen e.V., KGaA und die Investoren. Will einer dieser Stakeholder nicht, macht es keinen Sinn.

Der Vorstand des e.V. hatte gestern die ehrenvolle Aufgabe, seinen Mitgliedern zu erklären, dass eben einige nicht wollen, ohne dies auszusprechen und ohne jemanden zu brüskieren. Dazu muss man wissen, dass der e.V. durch den mangelnden Willen bei der Umsetzung der Planinsolvenz eben nach wie vor signifikante Schulden hat. Und die Gläubiger dieser Schulden sind die KGaA bzw. die Investoren. Ist es schlau, die Hand zu beißen, die einen füttert?

Die Fansäule und die Idee der Ausgliederung werden nicht heute verraten, sondern im Rahmen der Planinsolvenz und der anschließenden Investorensuche / Investorenvereinbarungen. Die einen sagen, das war alternativlos, die anderen sagen, man habe nicht ausreichend nach Alternativen gesucht.

Unterm Strich ist die Lage heute so, wie sie ist. Man könnte den Vorstand des e.V. in die Ecke drängen, man könnte den Aufsichtsrat und insbesondere Rainer Kessler Wortbruch vorwerfen und Sie verbal und mit Anträgen in die Ecke drängen. Aber mit welchem Ziel? Ohne die regionalen Investoren hätte der FCK am Wochenende wahrscheinlich in Mechtersheim verloren - und zwar nicht mit den Amateuren. Für die Rettung mussten gewisse Dinge geopfert werden: Dazu gehört die Fansäule. Sich einfach hinzustellen und zu sagen, dass dies so ist - wäre ehrlich und einfach - aber Politik - egal wo - ist eben nicht ehrlich und einfach.

In diesem Sinne freue ich mich darauf, weiter die sportliche Genesung des FCK zu verfolgen. Meine Mitgliedschaft im e.V. sehe ich als eine Art Mitgliedschaft in einem großen Fanclub an. Denn die wirklich höchste Instanz / etwas Wichtiges zu entscheiden hat die Mitgliederversammlung nicht mehr. Und das dokumentieren auch die seit Jahren eher inhaltsleeren JHVs.

https://mitgliedschafftzukunft.de/

Alles was damals versprochen und gesagt wurde ist im übrigen nach wie vor online verfügbar. S. Link oben.
salamander
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Beitrag von salamander »

@Baschdel:
Klar läuft es gut derzeit. Dennoch ist es wahrscheinlich so, wie Ke07111978 unten schreibt: Die Fansäule wäre nicht unmöglich umsetzbar, aber „man“ will es gar nicht. Und damit bricht der Verein sein Wort. Und das darf man auch aussprechen.
MarcoReichGott
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Beitrag von MarcoReichGott »

Ich konnte in den letzten Jahren die Nicht-Öffnung der Fansäule immer zumindest nachvollziehen. Der e.V hatte keine wirklichen Möglichkeiten seine Schulden abzubauen und man musste Anteilsverkäufe an die eigenen Fans hier auch in der Hinterhand behalten um den Verein zur Not retten zu können. Dank der grandiosen Mitgliederkampagne ist die Idee aber in meinen Augen obsolet. Die Einnahmen des e.V. sind so hoch, dass mittel bis langfristig ein Abbau der Schulden über die Mitgliedsbeiträge möglich sein wird.

Man könnte nun also den Weg gehen die Fansäule als Kapitalerhöhung der KGaA einzubinden. Daran scheint es aber schlichtweg kein Interesse zu geben. Am wahrscheinlichsten ist natürlich, dass es hier die regionalen Investoren sind, die diesen Weg blockieren. Seit einiger Zeit schon verfügen diese über eine Sperrminorität und ich sehe nun nicht wirklich warum der e.V. ein Interesse daran haben sollte die Öffnung der Anteilsstruktur zu blockieren.

Wenn demnächst mal wieder irgendeiner der regionalen Investoren den Bundesliga aufstieg fordert, dann könnnten kluge Journalisten auch einmal eine Rückfrage zur Fansäule stellen...
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

War mir vorher bereits klar, was da verkündet wird. @Ken hat ja ausführlich die Hintergründe dieser Posse geschildert. Die Fan-Säule war das liebenswerte Zugpferd, um die Mitglieder damals zu bewegen, dem Ausgliederungsbeschluss zuzustimmen. Auch ich selbst hatte damals nur deshalb zugestimmt. Diesen Zweck hat die imaginäre Fan-Säule erfüllt, seitdem ist sie Geschichte. Eine Fan-Vertretung im Beirat der KGaA ist auf dem Berg in etwa so gewünscht, wie Weihwasser bei Graf Dracula zur Morgentoilette. Juristen nennen eine solche Vorgehensweise "arglistische Täuschung"

Der "tolle" Fan des FCK hat folgende Aufgaben: Er muss immer im Stadion sein, die Mannschaft fröhlich anfeuern, ansonsten friedlich feiern und bitte sein ganzes Geld in Mitgliedsbeiträge/Fanartikel/Bratwürste investieren. Das -und nur das- ist die gewünschte Investition von Fan-Seite. Dass die Fans tatsächlich ein echter Teil des Vereins werden sollen, war nie gewünscht, immer nur ein leeres Versprechen.

Zweimal habe ich auf den vergangenen JHV's das Anliegen der Fans öffentlich vorgetragen, zweimal habe ich den AR des FCK an das den Mitgliedern gegebene Versprechen erinnert, und zweimal habe ich (und alle anwesenden Mitglieder auch) die gleichen ausweichenden Antworten erhalten.

Das dritte Mal habe ich mir erspart, auch ich lerne dazu. Ich war nicht dort und habe mir die Comic-Veranstaltung auch nicht angesehen. Wozu denn auch.

Inzwischen ist es mir auch schon fast zu blöd, über einzelne Spieler, die Kaderplanung, den Trainer, Klos oder Hengen zu diskutieren. Oder gar über den zwar vorgesehenen, aber keinesfalls gewünschten 2. Geschäftsführer.

Da steht ein großer Elefant im Raum. Wer ihn übersehen will, kann das natürlich gerne tun. Ich selbst schaffe es leider nicht mehr...

Ob meine Mitgliedschaft überhaupt noch einen Sinn macht? Eigentlich nicht...

Warum bin ich trotzdem noch Mitglied? Ich kann es logisch nicht begründen.

Viele Grüße in die Runde
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Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

MarcoReichGott hat geschrieben: 11.12.2025, 12:43 ....Man könnte nun also den Weg gehen die Fansäule als Kapitalerhöhung der KGaA einzubinden....
Haha, das hätte man bereits vor Jahren machen können.

Als man noch von der Steuerschädlichkeit eines Aktienverkaufs des FCK e.V. sprach, habe ich bereits auf der JHV (vor mittlerweile 3 Jahren) darauf hingewiesen, dass man die Fan-Säule auch im Wege einer Kapitalerhöhung auf Ebene der KGaA öffnen könnte. Daraufhin kam von Rainer (Kessler) eine Antwort, die mir zeigte, dass er das Thema entweder nicht verstanden hat, oder halt nicht verstehen will.

Der einzige AR, der das Thema wirklich ernst nimmt, ist J.B. Remy. Der hat sich dann nach der JHV tatsächlich die Mühe gemacht, mich anzurufen und wirklich inhaltsvoll darüber mit mir zu diskutieren. Aber nach der diesjährigen JHV dürften auch ihm die Argumente ausgehen. Ben Remy ist übrigens der einzige AR, von dem ich als Fan und Mitglied mich wirklich vertreten fühle. Vielen Dank dafür.

@Ben: wenn du das hier lesen solltest, ruf mich gerne an 8-)
Jetzt geht's los :teufel2:
Actuary
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Beitrag von Actuary »

Miggeblädsch hat geschrieben: 11.12.2025, 15:04 Warum bin ich trotzdem noch Mitglied? Ich kann es logisch nicht begründen.
Weil du, wie wohl die meisten von uns, "drogenabhängig" bist. Abhängig von der "Droge" FCK von der man, einmal angefixt, nie wieder loskommt.
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Beitrag von Schulbu_1900 »

Miggeblädsch hat geschrieben: 11.12.2025, 15:04 Eine Fan-Vertretung im Beirat der KGaA ist auf dem Berg in etwa so gewünscht, wie Weihwasser bei Graf Dracula zur Morgentoilette.
..
..
Ich war nicht dort und habe mir die Comic-Veranstaltung auch nicht angesehen. Wozu denn auch.
Endlich wird das mal in klare Worte gefasst, eine Steilvorlage für einen Cartoon :lol:
..
..
Ich auch nicht, Dito.... :winken:
Ich bin da aufgewachsen, da rutscht man automatisch rein, wenn man die Stimmung mitbekommt, weil es was großes ist, das ist Tradition.....jetzt bin ich irgendwo anders...
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Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

Actuary hat geschrieben: 11.12.2025, 16:15
Miggeblädsch hat geschrieben: 11.12.2025, 15:04 Warum bin ich trotzdem noch Mitglied? Ich kann es logisch nicht begründen.
Weil du, wie wohl die meisten von uns, "drogenabhängig" bist. Abhängig von der "Droge" FCK von der man, einmal angefixt, nie wieder loskommt.
Jo, da hast du vermutlich recht.

Ich nehme die Droge aber erst seit ca. 60 Jahren, vielleicht komme ich ja noch davon los :lol: :lol: :lol:

:prost: :schild:
Jetzt geht's los :teufel2:
wernerg1958
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Beitrag von wernerg1958 »

@Ken und Miggeplaetsch, danke ähnlich hatte ich es auch schon mit meinen Worten gesagt. Damals habe ich genau aus diesem Grund ja gesagt zur Ausgliederung und viele andere auch nur deshalb. Man hat sich ja mit vielen bei der Sitzung im Stadion unterhalten. Ja Migge man wurde arglistig getäuscht. Als es immer klarer wurde wie es läuft habe ich für mich beschlossen, diese Leute bekommen von mir keine Unterstützung mehr, wer mich verars......, hat von mit nichts mehr zu erwarten. Ich verzeihe immer und jedem wenn er ehrlich ist, beim FCK fühle ich das schon sehr lange nicht mehr. Wünsche schöne Adventszeit bleibt gesund
BernddasBrot2
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Beitrag von BernddasBrot2 »

Ich erinnere mich noch dunkel an den Wortbeitrag eines "alten Mann" auf keinen Fall meine ich das des despektierlich, dieser warnte vor der Ausgliederung, weil die Versprechungen nicht eingehalten werden, oder ähnlich.
In einem euphorischen Zustand hat man ihn als Nörgler ausgemacht.
Heute hat der FCK weiter seine Schulden, nur nicht bei zweifelhaften Kreditgebern, sondern.
Viele haben bei der Anleihe einen fetten und miesen Schnitt erlitten.
Jetzt, zur Zeit herrscht Friedefreude usw.
Lässt den FCK mal ins Mittelfeld ohne Chance nach oben oder unten abdriften, dann werden Zuschauerzahlen schwinden und einige, die jetzt schon in der Entgiftungsphase sind ihre Mitgliedschaft kündigen.
Wenn der Verein richtig Klamm ist, dann,ja dann wird ein neues Kind geboren.
... und wenn du glaubst es könnte nicht schlimmer werden, lass mal TH machen, der zeigt DIR wie es noch schlimmer werden wird.
kl-mz
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Beitrag von kl-mz »

Ke07111978 hat geschrieben: 11.12.2025, 10:56 ...
Unter dem Strich ist seit Jahren klar, dass es seitens der Kapitalgesellschaft kein Interesse an einer Fansäule gibt. Ob die Kosten der Grund sind oder ob es daran liegt, dass die Investoren und die Geschäftsführung auf ihrer Aktionärsversammlung gerne alleine sind, sich nicht von nervigen Fans (die dann Aktionäre sind) reinquatschen lassen wollen und auch eine dann notwendige deutlich höhere Transparenz gescheut wird - da soll sich jeder seine eigene Meinung bilden.
..
Der FC St. Pauli hat mit einem Genossenschaftsmodell gerade EUR 29 Mio. eingenommen und dabei große und kleine Investoren gleich behandelt. Der aktuelle sportliche Erfolg, ein ausverkauftes Stadion, explodierende Mitgliederzahlen: Mir fehlt die Phantasie, warum das bei uns nicht auch möglich sein soll. Voraussetzung dafür ist aber eben, dass alle an einem Strang ziehen e.V., KGaA und die Investoren. Will einer dieser Stakeholder nicht, macht es keinen Sinn.

Dazu muss man wissen, dass der e.V. durch den mangelnden Willen bei der Umsetzung der Planinsolvenz eben nach wie vor signifikante Schulden hat. Und die Gläubiger dieser Schulden sind die KGaA bzw. die Investoren. Ist es schlau, die Hand zu beißen, die einen füttert?
...

Unterm Strich ist die Lage heute so, wie sie ist. Man könnte den Vorstand des e.V. in die Ecke drängen, man könnte den Aufsichtsrat und insbesondere Rainer Kessler Wortbruch vorwerfen und Sie verbal und mit Anträgen in die Ecke drängen. Aber mit welchem Ziel? Ohne die regionalen Investoren hätte der FCK am Wochenende wahrscheinlich in Mechtersheim verloren - und zwar nicht mit den Amateuren. Für die Rettung mussten gewisse Dinge geopfert werden: Dazu gehört die Fansäule. Sich einfach hinzustellen und zu sagen, dass dies so ist - wäre ehrlich und einfach - aber Politik - egal wo - ist eben nicht ehrlich und einfach.

Denn die wirklich höchste Instanz / etwas Wichtiges zu entscheiden hat die Mitgliederversammlung nicht mehr. Und das dokumentieren auch die seit Jahren eher inhaltsleeren JHVs.

https://mitgliedschafftzukunft.de/

Alles was damals versprochen und gesagt wurde ist im übrigen nach wie vor online verfügbar. S. Link oben.
Als bescheidene Ergänzung:
Eine Genossenschaft wie bei St. Pauli muss jemand außerhalb des Vereins gründen, damit das rechtlich sauber ist. Bei St. Pauli gab es Leute, die das gemacht haben, beim FCK gibt es soweit ich weiß niemanden, der hier seine Zeit opfern wollte. Eine Genossenschaft ist meiner unwissenden Meinung nach die eleganteste Option und ich finde, dass sollte so gestaltet werden, dass es nicht eine weitere Meckermöglichkeit für Frustrierte, sondern ein Kanalisator für eine außerordentliche Entwicklung ist.

Auf St. Pauli wird sehr viel Geld damit bewegt und bei uns wäre es in bescheidenerem Rahmen auch so. Das würde auch dem Invest der Investoren dienen. Die sind ja auch kooperativ, wenn es nützt. Als Hauptsponsor hat Hr. Theis auch Platz gemacht, als jemand mit mehr Geld kam (leider, in diesem Fall).

Mir geht es hier auch nicht darum, dass ich irgendjemanden beißen möchte. Die Leute haben geholfen, als die Not groß war. Das war gut und riskant. Bisher hat sich das für sie gelohnt und dafür haben sie auch eine Menge bekommen. Die Anteile sind heute signifikant mehr wert als früher.

Ich bin kein Freund von Traditionskitsch. Was früher mal gut war, sieht auf vergilbten Fotos vielleicht noch schön aus, aber hilft für die Zukunft nicht. Die Zukunft wird nicht mit Geld bewegt, das bereits ausgegeben wurde. Dafür braucht es neues Geld. Und wir wissen alle, dass das was wir uns alle wünschen deutlich, sehr viel deutlich mehr Kapital benötigt als bisher aufgebracht wurde.
Grüße
kl-mz
RallePfalzwald
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Beitrag von RallePfalzwald »

happy hat geschrieben: 11.12.2025, 10:42 Ich kann die Bedenken hinsichtlich der vorgeschalteten Kosten nachvollziehen.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann sind die Bedenken hinsichtlich der möglichen Menge der Interessenten / Käufer.
Wenn im 1. Modell alleine die Hälfte der Mitglieder das kleinste Paket (200€) erwerben würden wären das schon 4 Mio € , wenn dann noch Nicht-Mitglieder zuschlagen würden und manche auch mehr als 200€, gäbe es eine maximale Chance auf Kostendeckung und volle Schuldentilgung....kann mir jemand meinen Denkfehler erklären? (ich habe in der Insolvenz 96% meiner Anlage verloren, und würde trotzdem nochmal...)
Die Emissionskoste, die der e.V. vorfinanzieren müssten und die laufenden jährlichen (deutlich sechsstellig) Kosten für die KGaA stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen für unseren Verein, selbst wenn die ~4,75 Mio (~4 Mio zur Entschuldung + ~0.75 Mio für Emissionskosten bei Modell 1) mit absoluter Sicherheit zusammenkämen. Das sind fast 20% Emissionskosten und wäre ein betriebswirtschaftlicher Amoklauf.

Unter den vorgestellten Bedingungen macht es einfach keinen Sinn, das Durchzuziehen. Es grenzt sogar an Vereinsschädigung.

Würde ein Großanleger, wie unsere derzeitigen Investoren, die Anteile kaufen, wäre das mit einem Notartermin für wenige 1.000€ erledigt.
Viele Städte haben ein Stadion. Dieses Stadion hat eine Stadt.
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