carpe-diabolos hat geschrieben: 01.12.2025, 11:30
Das Statement des Braunschweiger Trainers nach dem Sieg ist eine vernichtende Kritik an unserem "Taktikfuchs" Lieberknecht:
"Kaiserslautern hat uns heute schon gelegen, in der Art und Weise wie wir spielen. Wir müssen dankbar annehmen, dass das Spiel genau in unseren Stärken war." Es sei für sein Team primär darum gegangen, die Lauterer Stärke bei Flanken in den Strafraum zu neutralisieren
Rheinpfalz, 1. Dez. 2025. Dort heißt es weiter:
Dies wirft im Umkehrschluss die Frage auf, warum Lieberknecht seinen Matchplan gegen den körperbetonten "Ochsen-Fußball" der Eintracht nicht angepasst hat, sondern dem fußballerisch limitierten Gegner taktisch offensichtlich in die Karten spielte.
Ganz einfach: Jeder Limitierte trifft auf einen, der noch limitierter ist! Grandios ausgecoacht, weil vorhersehbar, taktisch eindimensional, Abiama und andere in des Trainers Kopf und Vorstellungen zu Fußballgöttern anwachsen, wenn sie mal ein paar vorzeigbare Aktionen auf den Platz bekommen. Sein Statement zum Reisewirrwarr zwischen den Spielen in Braunschweig und Berlin folgt beim Vorbericht zum Pokalspiel. Einfach herrlich zu lesen diese Lieberknechtbegründung...
Hier im Forum ist er eben genau dieser Taktikfuchs - und wenn das Argument nicht mehr tragbar ist, ist die Mannschaft aber topfit und er managt es so gut wie er jeden einbindet, Spieler besser macht.
Und wenn das nicht mehr ausreicht, ist es der Kader, der einfach ungenügend ist...
Es lässt sich immer mal wieder auch Richtiges in den Begründungen finden, gar keine Frage.
Wir befinden uns nur leider in einer Begründungsschleife warum wie was wieso halt ja auch nicht klappen konnte, es so wie es ist vollkommen "okay" ist - und übersieht dabei mehrere Problemstellungen.
So hat man u.a. immer, absolut IMMER, mehr oder minder schwerwiegende Defizite im Kader - das ist nicht zuletzt den Gegebenheiten in dieser (ausgeglichenen Liga) geschuldet - man muss trotz dieser Unwucht Lösungen finden.
Und die finden wir nicht. Nicht, wenn die Spieldynamik gegen uns läuft. Dann haben wir nicht nur keinen Plan, sondern werden auch (schon wieder) vom Schiedsrichter ganz offenkundig benachteiligt.
Jetzt geht es nach Berlin, zur Übermannschaft. Dort können wir 3:1 gewinnen oder zur Pause 3:0 hinten liegen - das lässt sich auf nahezu jeden Gegner übertragen.
Mit "Intensität" und "gegen den Ball" wird es nahezu unmöglich sein eine Linie reinzubringen - und so lässt man, mal wieder, eine Saison verstreichen.
Ein ewig junger Klassiker. So lange, bis die Transfers mal komplett gar nicht greifen und man etwas zu viel Verletzungspech haben.
Dann wären wir froh mit diesem unbedingt ausbesserungswürdigen Kader nochmal in eine Saison gehen zu dürfen. Aber ich wiederhole mich nur...
Wie dem auch sei: Wir gewinnen Spiele, wir verlieren Spiele - eine Entwicklung wird es nicht geben. Nicht in dieser Konstellation.