Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Kohlmeyer » 26.07.2022, 08:04


Ich finde, wir sollten wegen einer noch fehlenden "Qualität" im Offensivspiel jetzt auch noch kein Fass aufmachen. Wir haben in zwei Spielen vier Tore gemacht, davon drei aus dem Spiel heraus, dazu noch die ein oder andere gute Chance vergeben, das ist so übel auch nicht. Für Ballzauber im Angriffsdrittel stehen auch die sogenannten Topteams der Zweiten Liga nicht.

Als beste Lösung, wenn Wunderlich vom Feld geht, sehe ich gegenwärtig auch, einen weiteren Sechser zu bringen und Ritter weiter nach vorn zu schieben. Da Ciftci bereits für Niehues gekommen war, bot sich da am Samstag aber nichts an.

Falls sich da auf Transfermarkt ad hoc nichts anbietet - und Hengen tut gut daran, sich nicht unter Druck setzen zu lassen – fänd ich's daher gut, wenn Klingenburg zurückkehren und wenigstens auf der Bank sitzen würde. Zumal der auch noch für andere Positionen in Frage käme.

Gruß,
Kohlmeyer



Beitragvon FCK-Enklave-Bayern » 26.07.2022, 14:14


Das finde ich spannend lieber Kohlmeyer. So sympathisch ich den Kerl finde sehe ich ihn nicht wirklich in Liga 2 auflaufen. Aber ich freue mich wenn Du recht behältst.
EIN ROTER TEUFEL - EIN LEBEN LANG!



Beitragvon MarcoReichGott » 26.07.2022, 14:59


Ich muss bei Klingenburg einfach sagen, dass ich ihn Null einschätzen kann gerade. er hat seit Ende Oktober gerade mal 5 Spiele über mehr als eine Halbzeit für uns absolviert und davon auch noch 2 als Aushilfskraft in der Innenverteidiger. Das Testspiel gegen Lugano hatte er auch ja verpasst, da er aufgrund seiner Hochzeit erst verspätet ins Trainingslager kam

Da Klingenburg aber auf der 6 schon in der 3. Liga mit der Geschwindigkeit des Spiels überfordert war, seh ihn eher weiter vorne als möglichen Wunderlich oder Boydersatz um dem Gegner nochmal ordentlich im Zwiekampf auf die Nerven zu gehen. In diesem BEreich hatte sich nämlich Lobinger wirklich nicht empfohlen. An dem lief das Spiel eher vorbei.



Beitragvon rocketsven » 26.07.2022, 16:21


Klingenburg trainiert mit der Mannschaft. Von dem her wird Schuster wissen, ob er aktuell die Form für den Kader hat oder nicht. Seine Flexibilität ist Fluch und Segen zugleich. Nach den ersten beiden Spielen kann ich mir aber vorstellen, dass er für Lobinger in den Kader rückt. Wenn wir im Sturm aber nochmal auf den Transfermarkt nachlegen können wird es eng.

Sobald Boyd und Wunderlich den Platz verlassen oder ihnen die Luft ausgeht, wurden unsere Gegener deutlich stärker.

Vielleicht müsste man solange noch kein Ersatz da ist, überlegen dann noch deutlicher umzustellen.



Beitragvon Gerrit1993 » 28.07.2022, 09:37


Die xG-Grafiken sind eingetroffen. Einfach hochscrollen oder hier zum Originalbeitrag klicken. :)



Beitragvon Kohlmeyer » 01.08.2022, 11:26


Auch im DFB-Pokal haben wir eine Taktik-Nachlese für Euch:

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Taktik-Nachlese zum Spiel FCK-SCF
Die DBB-Analyse: Stolz - und doch ein "scheiß Gefühl"


Fast 120 Minuten auf Augenhöhe mit Europa League-Team SC Freiburg - und nur zehn Sekunden mit "Oberamateurhausen". Doch dieser kurze Moment läutet für den 1. FC Kaiserslautern das Pokal-Aus ein.

Das Unangenehme zuerst: Ja, auch diesmal kassierten die Roten Teufel wieder zwei Treffer nach Standardsituationen. Mit sich ins Gericht gehen müssen sie allerdings nur wegen des ersten Einschlags, und das tat Trainer Dirk Schuster denn auch - mit der ihm eigenen Sprachgewalt. "Da haben wir uns angestellt, als kämen wir aus Oberamateurhausen, wobei ich damit allen Amateuren zu nahe trete", kommentierte der Coach den Ausgleich der Freiburger in der 82. Minute.

Konkret: Bereits wie Vicenzo Grifo den eingewechselten Nils Petersen bei einer Ecke am kurzen Pfosten anspielt, kann sich eine Hintermannschaft eigentlich nicht bieten lassen. Und wieso darf der ebenfalls eingewechselte Roland Sallei in einer solchen Situation anschließend am Fünfer so frei stehen? Unfassbar.

Ein Freistoß entscheidet - Doch Vorsicht mit Schiri-Schelte

Der Freistoß der SC-Neuerwerbung Ritso Doan dagegen ließ sich im Grunde nicht verteidigen. Der 20-Meter-Schlenzer schlug zwar auf halber Höhe ein - was einem 1,95 Meter-Keeper wie Andreas Luthe eigentlich den Hauch einer Chance lassen sollte - aber dermaßen hart am Innenpfosten, dass er diesen sogar noch touchierte. Allenfalls der Freistoß an sich hätte verhindert werden können. Hendrick Zuck hatte Doan entschieden vom Ball getrennt, diesen dabei auch getroffen, den Gegner aber ebenfalls. Und er hatte ihn von hinten attackiert. Da kann man pfeifen.

Allerdings war Schiedsrichter Sven Jablonski in den 110 Minuten zuvor nach Zweikampfmomenten wie diesen schon mehrmals mit Freiburger Spielern gnädiger umgegangen als mit Lautrern. Gerade Doan hätte schon längst Gelb sehen können. Drum ist nicht so ganz verwunderlich, dass das Publikum auf dem mit 38.317 Zuschauern phantastisch gefüllten Betzenberg auch mit dieser Entscheidung unzufrieden war. Schiedsrichterschelte bringt jedoch nichts. Zumal nicht vergessen werden darf, dass Jablonski und sein Team zuvor ein Handspiel des eingewechselten Hikmet Ciftci im eigenen Strafraum übersehen hatten. Da hätte es also auch Elfmeter für Freiburg geben können.

Das war nicht nur Pokalfight, sondern auch feines Spiel

Damit soll es jetzt aber auch genug sein mit der Meckerei. Denn von den beschriebenen Szenen abgesehen, war es ein großartiges Pokalspiel. Natürlich auch ein großartiger Fight, aber eben nicht nur. Denn der FCK brachte nicht irgendeinen Bundesligisten an der Rand einer Niederlage, sondern einen, der sich zuletzt im oberen Tabellendrittel der Beletage etabliert hat. Ganz ohne "20-Millionen-Euro-plus-x"-Transfers. Und dennoch zählt der SC zu den spielstärksten Teams der Liga, was er auch in dieser Partie vor allem ab der zweiten Hälfte zeigte.

Und die Pfälzer? Hielten nicht nur kämpferisch dagegen, sondern zeigten von der ersten Minute an, dass sie etwa auch in Phasen, in denen der Gegner weit vorne zu pressen beginnt, gewillt und in der Lage sind, sich mit kurzem Passspiel zu befreien. Wofür es schon nach wenigen Minuten ersten Szenenapplaus gab.

Torchancen blieben freilich erst mal auf beiden Seiten Mangelware. Denn wie die Lautrer sich gegen den Ball verschoben, war geradezu lehrbuchmäßig. Wenn sich die Mannschaft diese Ordnung, diese Konzentration und diese Laufintensität über die komplette Spielzeit bewahrt, muss sich niemand um den weiteren Verbleib in der Zweiten Liga Gedanken machen. Die Startelf war identisch mit der vom jüngsten 2:2 in Kiel, auch beließ es Dirk Schuster bei der Formation, die allgemein als 4-2-3-1 dargestellt wird.

Man of Match? Ja, schon klar, blöde Frage ...

Wobei sich Marlon Ritter bei Ballbesitz permanent von seiner Position des zweiten Sechsers löste und zu Zehner Mike Wunderlich aufrückte. Und eigentlich alleine schon für seine erneut überragende Laufleistung gefeiert werden müsste, die auch in der Verlängerung nicht nachließ. Allerdings wird Lauterns Nummer 7 aus dieser Partie mit einer anderen Aktion in Erinnerung bleiben.

Mit seinem Treffer zum 1:0 nämlich, bei dem er Freiburgs Keeper Mark Flekken aus knapp 50 Metern überloppte. Auf Tipp von Torwarttrainer Andreas Clauß übrigens, der die Spieler schon vor der Partie darauf aufmerksam machte, dass Flekken als mitspielender Torhüter gern mal zu weit vorm eigenen Kasten steht.

Den Treffer hat jeder Leser jetzt bestimmt schon etliche Male im TV bestaunt. Drum wollen wir an dieser Stelle mal seine ebenfalls lobenswerte Entstehungsgeschichte in den Fokus rücken. Er fiel nach einem Einwurf Zucks, nach dem die Roten Teufel den Ball eigentlich schon verloren hatten, buchstäblich aber "hart am Mann" blieben. Daniel Hanslik und Kevin Kraus eroberten sich das Leder noch im Mittelkreis wieder. Darauf erst durfte Ritter seine Großtat vollbringen - das Wort "Geniestreich" wurde in den vergangenen 24 Stunden schon zu oft bemüht.

Hälfte zwei: Streich reagiert, und es wird eng und enger

Zu Beginn der zweiten Hälfte nahm Christian Streich dann den blassen Zehner Woo-Yeong Jeong raus und brachte Roland Sallei. Mit Grifo und Doan wirbelten in der offensiven Dreierreihe hinter Sturmspitze Michael Gregoritsch nun drei ausgewiesene Feinstmotoriker, die zudem permanent zwischen Zentrum und Flügel zu switchen verstanden. Und der SC zeigte zunehmend, was ein Top-Team ausmacht: Tief stehende Gegner nicht mit Kraft und Wucht attackieren, sondern im wahrsten Sinne des Wortes zu bespielen. So kam es zu guten Einschussmöglichkeiten für Gregoritsch und Nachfolger Petersen. Auch der offensivstarke Linksverteidiger Christian Günter setzte sich nun immer wieder in Szene.

Aber: Lautern hielt weiter dagegen - und hatte beste Gelegenheiten, einige seiner gut ausgespielten Umschaltmomente zum 2:0 zu nutzen. Zur tragischen Figur wurde Terrence Boyd, der seinen Teamkameraden in Lauf- und Einsatzbereitschaft in nichts nachstand, in der Spitze immer wieder engagiert Bälle behauptete und ablegte.

Boyd als tragische Figur - aber: Er wird zurückkommen

Aber der eben auch derjenige war, der gleich mehrmals fast im Minutentakt die Vorentscheidung auf dem Fuß oder dem Kopf hatte. Am klarsten nach einer passgenauen Ciftci-Flanke, die er auch mit dem Schädel erwischte, die Abnahme aber nicht auf Torhöhe bringen konnte. Das Gleiche passierte nach einem präzisen Zuspiel Ritters in die zentrale Position an der Sechzehn-Meter-Linie. Aus der hat einer wie Boyd sicher schon einige Dutzend Mal getroffen - diesmal aber verunglückte ihm der Abschluss vollkommen.

Doch da muss er nun durch. Schon seine Körpersprache später bei seiner Auswechslung verriet: Niemand war von dem 31-Jährigen mehr enttäuscht als er selbst. Aber er hat die fußballerischen Fähigkeiten und die Persönlichkeit, nach einer solchen Erfahrung gestärkt zurückzukehren. "Das nächste Mal haut er die Dinger wieder ein", war auch Trainer Schuster nach dem Spiel überzeugt.

Wunderlich bester Passspieler - und diesmal gut ersetzt

Apropos Auswechslungen: Mike Wunderlich ging nach 73 Minuten vom Feld. Natürlich kam der 36-Jährige auch diesmal wieder hier und da einen Schritt zu spät. Gleichzeitig aber bewies er seinen Wert erneut mit seiner Passsicherheit. Seine insgesamt 19 Zuspiele brachte er laut sportal.de mit einer Erfolgsquote von 84,2 Prozent an den Mann - Bestwert im Lautrer Team.

Und: Schuster wechselte diesmal für ihn keinen weiteren Offensiven ein, sondern mit Lars Bünning einen zweiten Sechser, der sich zu Ciftci gesellte, der zuvor für Julian Niehues gekommen war. Ritter rückte nun auf die Zehner-Position. Und tatsächlich: Der FCK blieb wesentlich besser im Spiel als zuletzt in Kiel, wo Wunderlich von Kenny Redondo ersetzt wurde. Der wiederum durfte auf dem linken Flügel ran, nachdem Hansliks Akku schwächelte. Der Deutsch-Spanier dankte es mit einigen starken Sprints über seine angestammte Seite.

Letzte Hoffnung Elfmeterschießen - Doan setzt ihr ein Ende

Spätestens nach dem ärgerlichen 1:1 ließ es aber auch nicht mehr leugnen: In der Verlängerung würde der SC am Drücker sein, für die Männer in Rot schien die beste Option, sich ins Elfmeterschießen zu retten, das eigentlich immer mindestens eine Fifty-Fifty-Chance bietet. Doch Doans Freistoß in der 111. Minute setzte diesen Hoffnungen ein Ende. Sodass es mit Dirk Schusters Worten nur noch zu konstatieren gilt: "Wir können mit hoch erhobenen Kopf die Segel streichen." Aber auch: "Es bleibt das scheiß Gefühl, das Spiel verloren und dabei mitgeholfen zu haben."

Plots wird es zu diesem DFB-Pokalspiel wohl auch im Nachgang nicht geben, weil unser Abkommen mit "11tegen11" nur für Liga-Spiele gilt und wir auf wyscout-Grafiken wohl erst wieder nach dem Spiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Sonntag Zugriff haben werden.

1,63 : 2,49 nach xGoals? Das muss an Sallais Chance liegen

Laut footystats.org gewannen die Freiburger nach xGoals mir 2.49 : 1.63. Eine Timeline dazu wäre spannend gewesen, allein um zu sehen, wie die Boyd-Gelegenheiten bewertet wurden. Einen großen Teil der stattlichen Differenz von fast 0.8 xG-Punkten dürfte wohl Sallais Treffer zum 1:1 ausmachen. So nah und frei vorm Tor - das war wohl eine von den Chancen, die andernorts gerne als "Hundertprozentige" bezeichnet werden.

Als kleinen Trost hier eine Visualisierung der Aktionsradien von "sportal.de". Demnach hielten sich sechs Freiburger Spieler bevorzugt in der Lautrer Hälfte auf, dagegen nur vier FCK-Profis in der SC-Hälfte. Das passt zum Ballbesitzverhältnis von 35 zu 65 Prozent für Freiburg.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Saison-Übersicht 2022/23: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon DER Drachenfelsteufel » 01.08.2022, 12:18


Wie ist eigentlich dieser Mythos entstanden, dass das Handspiel von Ciftci übersehen wurde?
Der Schiedsrichter hat den protestierenden Freiburgern direkt angezeigt, dass der Ball aus seiner Sicht vom Fuß an die Hand gesprungen ist (angeschossen), wodurch es kein strafbares Handspiel war.

Was mich viel eher interessieren würde, weshalb nirgends das potenzielle Handspiel der Freiburger in der 1. HZ im eigenen Strafraum aufgelöst wird. Aus meiner Sicht (8.1) war da schon die Hand im Spiel...
Kämpfen Lautern!



Beitragvon betzeopa » 01.08.2022, 20:28


Scheinbar versteh ich die heutigen Regeln und die Auslegung von Fachleuten und Zuguckern nicht mehr. Ich kann einfach nicht erkenne, dass Ciftci sich durch den Handkontakt einen Vorteil verschafft. Springt ihm der Ball nicht an die Hand, klärt erforderlich mit dem Fuss. Nur weil der Ball die Hand berührt ist die Klärungsaktion von Ciftci nicht mehr möglich. Das zu erkennen ist offensichtlich zu viel verlangt.
Viel zu kurz kommt die klare rote Karte für den Freiburger bei der Notbremse gegen Lobinger. Zu einem ganz entscheidenden Zeitpunkt im Spiel klar am Trikot gehalten. Aber was soll. Jetzt in der Liga punkten!!
FCK-FKP 5:3;FCK-Bayern 7:4; FCK-Real 5:0; KSC-FCK 3:5; FC Köln-FCK 2:6; FCK-Werder 3:2; FCK-Barcelona 3:1;... unvergessen!



Beitragvon FORZA85 » 01.08.2022, 22:38


Warum werden nicht beide rote Karten für Freiburg erwähnt?
Nicht nur die Notbremse ist spielentscheidend, sondern auch die Tätlichkeit.

Ich kann dazu die unfaire 1 Minute Nachspielzeit nicht akzeptieren. Das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Einfach dreist der Parteiische



Beitragvon FCKasseläner » 02.08.2022, 09:44


Ich gehöre wahrlich nicht zu den Leuten, die gewohnheitsgemäß dem Schiri die Schuld an Niederlagen geben. Das gilt auch für dieses Spiel nicht. Verteidigen wir die Ecke besser und/oder macht Boyd einen rein, sind wir eine Runde weiter und das noch nicht mal glücklich.

ABER: Ich sehe die Gefahr, dass mit der Rückkehr des "Mythos Betze" genau wie am Sonntag noch mehr Schiedsrichter nach Lautern kommen, die mit einer "falschen Linie" in das Spiel gehen. Das war beim Pokalspiel der Fall. Der Mann hat sich vorgenommen, gegen uns sofort klarzustellen, dass Lautern nicht mit überzogener Härte das Spiel bestreiten dürfe. Niehues hat deshalb keine deutlichen Worte bekommen, sondern hat sofort in der 1. Minute die gelbe Karte bekommen. Danach wurden immer wieder "Kann-Entscheidungen" für Freiburg und gegen uns gewertet. Sowas passiert, wenn man in das Spiel geht mit der Erwartung, einer Mannschaft die Grenzen aufzeigen zu müssen.

Meine Befürchtung: Umso häufiger auf dem Betze tolle Atmosphäre ist, umso häufiger wir Spiele über Kampf und Einsatz ziehen, umso häufiger Sportschau, Sky & Co die "bombastische Stimmung" auf dem Betze abfeiern, desto häufiger werden Schiedsrichter mit einer falschen Linie pfeifen.

Es wäre sehr gut, wenn da schnell eine Gegenöffentlichkeit geschaffen wird. In der Vergangenheit hat das Antwerpen sehr offensiv gemacht. Das hat manchmal das Gegenteil bewirkt. Es ist nicht gut, wenn die Rolle dem Trainer zufällt. Eigentlich wäre es gut, wenn aus dem Umfeld des Vereins und aus der weiteren Vereinsöffentlichkeit eine Gegenöffentlichkeit entsteht. Vielleicht wäre das Thema "Gute Stimmung = falsche Schririlinie" mal eine Baustelle für einen der tollen DBB Autoren?



Beitragvon betzeopa » 02.08.2022, 10:59


@FCKasseläner
Muss Dich mal loben. Das trifft den Nagel auf den Kopf. Selten hier was so tiefgründiges gelesen. 100% Zustimmung. Das muss der FCK öffentlich aufgreifen, bevor wir in jedem Heimspiel aus diesen Gründen verpfiffen werden!!!
Beim selben Vergehen hätte Freiburg niedere eine gelbe Karte in der 1. Minute kassiert!!!
FCK-FKP 5:3;FCK-Bayern 7:4; FCK-Real 5:0; KSC-FCK 3:5; FC Köln-FCK 2:6; FCK-Werder 3:2; FCK-Barcelona 3:1;... unvergessen!



Beitragvon rocketsven » 02.08.2022, 15:12


Das ist schon echt bitter, die nächsten beiden Standardtore zu kassieren. Gut bei der Ecke gegen den SCF haben alle gepennt, aber aus meiner Sicht hätten wir sowohl im Pokal als auch gegen Kiel größere Chancen gehabt, wenn der kurze Pfosten besetzt worden wäre. Klar hast du dann auch einen Mann weniger in der Deckung, aber ist ja nicht so, dass wir es geschafft hätten, den jeweiligen Gegner am Abschluss zu hindern...

Mal gespannt, ob im nächsten Spiel die Pfosten besetzt sind.



Beitragvon Kohlmeyer » 08.08.2022, 14:29


Auch zum Heimsieg über St. Pauli haben wir eine Taktik-Nachlese für Euch:

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Taktik-Nachlese zum Spiel FCK-FCSP
Die DBB-Analyse: Kritisch, glücklich, grüblerisch

Auf den Rängen herrschte Seligkeit, in den Katakomben Selbstkritik. Wie soll da die Analyse zum 2:1-Sieg des 1. FC Kaiserslautern über den FC St. Pauli ausfallen: Hart oder herzlich? Wir probieren mal den Mittelweg.

Küren wir zum Einstieg erst einmal unseren persönlichen Helden dieses Spiels. Und der heißt nicht Terrence Boyd. Obwohl der Stürmer einen Treffer selbst erzielte, den anderen auflegte und dafür auf datenbasierten Analyseforen wie "Who scored?" oder "Sofascore" die besten Bewertungen aller FCK-Spieler eingeheimst hat. Ungeachtet dessen, dass er in der 65. Spielminute eine "Hunderprozentige" ausließ, um auf 2:0 zu stellen.

Und nein, es ist auch nicht Marlon Ritter. Obwohl der sich erneut als Balleroberer wie Ballzauberer gleichermaßen in Szene setzte - und allein schon für die unnachahmliche Wühlarbeit, mit der er Boyds Großchance vorbereitete, eine Auszeichnung verdient hätte. Erik Durm ist es auch nicht. Obwohl der Rechtsverteidiger nach bislang soliden Defensivleistungen diesmal auch offensiv Akzente setzte und sich seinen ersten Assist-Punkt sicherte. Schon in der 9. Minute flankte er nach schönen Zusammenspiel mit Jean Zimmer auf Boyd, der zum 1:0 einköpfte.

Unser Held des Tages? Nicht Boyd, nicht Ritter, nicht Luthe

Es ist auch nicht Andreas Luthe, obwohl da die Wahl schon ziemlich eng wird: Der Keeper rettete in der zweiten Hälfte gleich mit drei Paraden den knappen 1:0-Vorsprung der Lautrer. Seine größte Tat vollbrachte Luthe in der 74. Minute, als er einen Schuss des in der Strafraummitte völlig freistehenden Igor Matanovic abwehrte.

Unser Held des Tages heißt - und das gerade, weil ihn sonst wohl niemand nominieren würde: Kevin Kraus. Nicht nur, weil er wieder mal eine insgesamt unaufgeregte Partie ablieferte und zeigte, weshalb FCK-Trainer Dirk Schuster ihn unlängst als einen der am meisten unterschätzten Spieler in seinem Kader bezeichnete. Sondern, weil er in der 86. Minute maßgeblich am zweiten Treffer beteiligt war. Und das, obwohl er nur der viertletzte war, der das Leder berührte, bevor es im Netz lag.

Es war Kraus, der den Ball am eigenen Sechzehner eroberte und auf Ritter passte. Und der anschließend zu einem Spurt bis tief in die gegnerische Hälfte ansetzte. Dabei zwang er einen St. Paulianer, ihm halbrechts in die vorderste Line zu folgen. Dadurch wiederum wurde der Passweg frei, den Philipp Hercher nutzte, um Boyd anzuspielen, der den einlaufenden Kenny Redondo bediente. Und der traf. Redondo war in der 64. Minute für Mike Wunderlich eingewechselt worden.

Die Kraus-Aktion zeigt, woran es zuvor gefehlt hatte

Was die Kraus-Aktion darüber hinaus so bedeutend macht? Die Entschlossenheit, die er in diesem Umschaltmoment zeigte - genau die war es, was dem FCK über weite Strecken dieser Partie gefehlt hatte. Der Mann mit dem kultigen Schnorres führte sie hier exemplarisch vor.

Nach der frühen Führung hatten die Roten Teufel erst einmal zurückgezogen agiert. Sie ließen bei gegnerischen Ballbesitz nur Boyd in der Gästehälfte stören und verschoben sich mit der nunmehr gewohnten Ordnung gegen den Ball. Dagegen ist im Prinzip nichts zu sagen. Nur wurden die Momente, in denen es gilt, in die Passstafetten der anderen hineinzufunken, zunehmend weniger aufmerksam abgepasst. Und nach den Balleroberungen fehlte es immer häufiger an Energie, aber auch an der nötigen Präzision, um einen Konter erfolgreich zu Ende zu spielen. "Schlampiges Passspiel" und "falsche Laufwege" kreidete hinterher dann auch Schuster seinen Jungs an.

Hälfte zwei: Im Zentrum nicht mehr richtig dicht

In der zweiten Halbzeit, als St. Pauli-Trainer Timo Schultz den 1,94 Meter-Sturmtank Matanovic für den "Sechser" Afeez Aremu gebracht hatte, fanden die Hamburger zudem ständig Anspielstationen in der Mitte der Lautrer Hälfte. Im Grunde war ihr Spiel mit Mittelfeldraute ähnlich angelegt wie das der Hannoveraner zum Saisonauftakt vor knapp drei Wochen. Doch da war es den Pfälzern weitaus besser gelungen, die Mitte dicht zu machen. Was einer der Gründe gewesen sein mag, weshalb Schuster trotz des Sieges hinterher vom "schlechtesten Spiel" sprach, "seit ich hier in Kaiserslautern Trainer bin".

Allerdings hat sein Team auch gezeigt, dass es in der Lage ist, dazuzulernen. Nach dem späten Anschlusstreffer durch Jakov Medic in der 88. Minute zeigte Schiedsrichter Harm Osmers fünf Minuten Nachspielzeit an - und in denen demonstrierte die Elf, in der bereits fünf Mal gewechselt worden war, auf einmal vorbildlich, wie sich der Ball weit vom eigenen Tor fernhalten lässt, also im besten Sinn "vorwärts verteidigt" wird.

Boyd-Ersatz Lobinger: Kurze Einsatz, aber erste Verdienste

Die kurze Phase bot Lex Tyger Lobinger Gelegenheit, sich seine erste Lorbeeren im FCK-Dress zu verdienen, in dem er die gegnerische Defensive mit einigen Sprints in Atem hielt. Bislang hatte die Neuerwerbung eine eher unglückliche Figur abgegeben, wenn sie in Schlussminuten für Boyd aufs Feld gekommen war.

Apropos Boyd: Wer meint, er müsse dem Stürmer vorhalten, dass er in dieser Saison bereits mehrfach gute Einschussgelegenheiten ausgelassen hat, dem sei Boyds persönliche "Heatmap" ans Herz gelegt, die bei "Sofascore" einzusehen ist - herzlichen Dank übrigens an DBB-User "Oktober 1973", der uns auf dieses nette Feature aufmerksam gemacht hat. Die Grafik zeigt schön, wie Boyd sich als einzige Sturmspitze auf der gesamten Breite des Spielfelds abrackert, um Bälle festzumachen. Dass da mit zunehmender Dauer auch mal die nötige Ruhe vorm Tor fehlt, ist menschlich.

Boyds "Heatmap"

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Die Standardschwäche: Da ist - buchstäblich - "Luft nach oben"

Ins Grübeln bringen wird Dirk Schuster die Standardschwäche seines Teams. Schon zum dritten Mal in einem Ligaspiel fiel ein Gegentreffer nach einem Eckball, ein weiterer beim 1:2 im Pokalspiel gegen den SC Freiburg. Und St. Pauli hätte in dieser Partie schon nach einer halben Stunde ausgleichen können, als Jackson Irvine nach einer Ecke von Marcel Hartel nur knapp am rechten Pfosten vorbeiköpfte.

Woran hängt’s? Boyd, Tomiak, Kraus, Hanslik, dazu den 1,95 Meter-Riesen Luthe auf der Linie - da sollte doch genug körperliche Präsenz vorhanden sein, um bei Eckbällen dagegenhalten zu können. Da muss weiter an der Konzentration, der Zuordnung und den Abläufen gearbeitet werden.

Lautern nach xGoals vorne - und sonst nirgends

Zu den Grafiken. Interessant, wie unterschiedlich diese Analysetools doch arbeiten. "bundesliga.de" sieht die Männer in Rot nach xGoals mit 2,01 : 1,14 vorne, "11tegen11" und "wyscout" kommen auf eine qualitative Bewertungen der Torchancen von 1,86 : 1,24 für den FCK. Wie auch immer, alle sehen Lautern in Front, und das dürfte an Boyds Großchance liegen, wie auch Sander Ijtsmas Timeline zeigt.

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Ansonsten liegt der FC St. Pauli in so ziemlich allen relevanten Statistiken vorne: Ballbesitz (63 : 37 Prozent), Passquote (87 : 85 Prozent), Schüssen aufs Tor (15 :10), Torschüsse innerhalb des Strafraums (12 : 7) oder gewonnene Zweikämpfe (107 : 99). Tja, das ist eben Fußball.

Die Positions- und Passgrafik der Lautrer. Schön anzusehen, wie munter in der Offensive gepasst wurde. Interessant die Positionierungen von Ritter und Niehues, die auf dem Papier doch angeblich eine Doppelsechs sein sollen. Niehues zwischen den Innenverteidigern, Ritter auf einer Höhe mit Zehner Wunderlich. Diese Arbeitsteilung haben wir bereits in der Analyse des Freiburg-Spiels beschrieben.

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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik der Hamburger. Viel Ballbesitz, viel hintenrum. Zentrum und Seele ihres Spiels ist die linke Abwehrseite mit Medic und Paqarada.

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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Saison-Übersicht 2022/23: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon Kollias » 08.08.2022, 16:51


Das mit Kraus hatte ich so auch beobachtet beim 2:0. Exakt das hatte in Dresden bei 1:0 auch so geklappt. Balleroberung Kraus und danach rennt er mit nach vorne und reißt so die Lücke für die Mitspieler auf. Das wird von Schuster so wohl angesagt sein.



Beitragvon BB » 08.08.2022, 16:57


Genau das. Schön dass ihr es nochmal hervorhebt. Ich habe zugegebenermaßen nicht alle FCK Spiele der letzten Saison in voller Länge gesehen, aber gefühlt hat Kraus diesen Lauf im letzten Jahr zwei Mal gebracht und zweimal fällt ein Tor. Gute Quote, weiter so! :lol:
"Denn solche Hass kann nur entstehen, wenn da ist unbändige Liebe."



Beitragvon Zamorano » 08.08.2022, 21:26


Wie immer eine sehr interessante Analyse. Gerade auch für jemanden wie mich, der nicht immer alle Spiele in voller Länge sehen kann, ist das eine tolle Ergänzung zu den Spielberichten auf DBB. Das gibt mir das Gefühl, doch irgendwie dabei zu sein beim Geschehen auf dem Rasen.



Beitragvon FORZA85 » 08.08.2022, 21:30


Kollias hat geschrieben:Das mit Kraus hatte ich so auch beobachtet beim 2:0. Exakt das hatte in Dresden bei 1:0 auch so geklappt. Balleroberung Kraus und danach rennt er mit nach vorne und reißt so die Lücke für die Mitspieler auf. Das wird von Schuster so wohl angesagt sein.


Genau so ist es, aber ich finde, er hat ungewöhnlich entscheidende Kopfballzweikämpfe verloren.. die Paulianer sind beim Kopfball spritziger angelaufen, er war halt in den Szenen zu statisch..



Beitragvon Kohlmeyer » 13.08.2022, 19:06


Hier kommt unsere Taktik-Nachlese zur 0:1-Niederlage gegen Paderborn:

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Taktik-Nachlese zum Spiel FCK-SCP
Die DBB-Analyse: Zwei Momente - ein Rückschlag
 
Jetzt ist es passiert: Der 1. FC Kaiserslautern hat gegen den SC Paderborn erstmals in dieser Saison verloren. Die 0:1-Niederlage war vermeidbar, kam aber nicht überraschend. Und: Es lässt sich auch Positives aus ihr herausziehen.
 
In der Pressekonferenz vor diesem Spiel hatte FCK-Trainer Dirk Schuster erklärt, dass hinter der deutlichen Kritik an seinen Jungs nach dem jüngsten 2:1-Erfolg gegen FC St. Pauli psychologisches Feingefühl steckte: "In Erfolgssituationen, wenn die Dinge positiv laufen, kann man den Finger ruhig einmal etwas mehr in die Wunde legen, ohne dass der Angesprochene oder die Mannschaft gleich verletzt sind. Denn so können sie es, auch mit einem Lächeln, besser vertragen und künftig vielleicht besser umsetzen."

Er konkretisierte auch noch einmal, was ihm nicht gefallen hatte. Man habe vor dem Spiel noch darüber gesprochen, "dass es ganz wichtig ist, nach der Balleroberung den ersten und zweiten Ball hochkonzentriert nach vorne zu spielen. Wenn es nicht geht, müssen wir gucken, dass wir im Ballbesitz bleiben, auch da gibt es Alternativen. Da kann man hintenrum spielen, da kann man über den Torwart spielen, da kann man einen Mitspieler finden, der vielleicht nicht direkt den Gegenangriff starten kann. Und das haben wir schlecht gemacht."
 
9. Minute: So stellt Schuster sich Umschaltspiel vor
 
Drum galt es nun gegen Paderborn, dies besser zu machen. Und gleich in der 9. Minute gab es was zu sehen, was dem Trainer richtig gut gefallen haben dürfte: Kevin Kraus eroberte am eigenen Sechzehner den Ball, passte steil und präzise auf den halbrechts durchstartenden Jean Zimmer, der legte rüber auf halblinks, Terrence Boyd ließ durch, um Mike Wunderlich am Strafraumeck in Schussposition zu bringen, doch dessen Versuch, aufs lange Eck zu zirkeln, misslang. Unterm Strich war’s aber genau das, was der Coach gemeint hatte.
 
In der 35. Minute aber musste Schuster das mitansehen: Julian Niehues eroberte sich mit starkem Einsatz den Ball 20 Meter vorm eigenen Tor, versuchte ebenfalls, sofort nach vorne zu spielen, doch leider alles andere als hochkonzentriert. Der in der Verteidigungslinie postierte Marcel Hoffmeier hatte keine Probleme, den Ball vor dem anlaufenden Daniel Hanslik zu erwischen.
 
Symbolfigur Niehues: Licht und Schatten wechseln noch zu oft
 
Überhaupt behauptete sich Niehues bis zu seiner Auswechslung in der 77. Minute immer wieder stark in Zweikämpfen. Doch in der 34. Minute wiederum entwischte ihm SCP-Kapitän Ron Schallenberg, der sich nach einem langen Ball in die Spitze gemogelt hatte und nun aus spitzem Winkel abzog. FCK-Keeper Andreas Luthe parierte, Felix Platte erwischte den Abpraller mit dem Kopf, vermochte den Ball aber nicht zu versenken. Was Niehues gewissermaßen zur Symbolfigur das FCK in diesem Spiel werden ließ: Licht und Schatten wechseln da eben noch zu oft.
 
Dass sich der bislang besten Offensive der Liga die erste Torchance erst nach über einer halben Stunde eröffnete, zeigt aber auch, wie gut die Roten Teufel einmal mehr gegen den Ball arbeiteten. Und hätte Boris Tomiak in der 12. Minute nach kurz ausgeführter Ecke und Flanke von Hendrick Zuck nicht die Querlatte, sondern ins Netz geköpft, es hätte auch mit der dritten frühen Führung im dritten Heimspiel nacheinander geklappt.
 
Schwer zu durchschauen: Die Paderborner Wechselspieler
 
In dieser Anfangsphase bestätigte sich aber ebenfalls recht schnell die Befürchtung, dass die Lautrer auf ihrem bislang am schwersten zu packenden Gegner trafen. Die Gäste stifteten mit allerlei Wechselspielen Verwirrung. Die linke Seite war mit Florent Muslija und Raphael Obermair besetzt und machte dem Pfälzer Duo Zimmer und Erik Durm zu schaffen.
 
Rechts dagegen war bei den Paderbornern niemand konstant präsent. In den diversen Mediendarstellungen wird meist zwar Sirlord Conteh in einem angeblichen 3-4-3 als rechter Außenbahnspieler genannt, tatsächlich aber bot der sich immer wieder zentral für den Sprint in die Spitze an. Schwer definierbar war auch die Rolle des eigentlichen Stürmers Marvin Pieringer, den Trainer Lukas Kwasniok wider Erwarten doch gemeinsam mit dem etatmäßigen Zentrumsstürmer Platte in der Startelf nominiert hatte.
 
Gelegentlich kam der aufrückende rechte Innenverteidiger Hoffmeier über diesen Flügel, auch der zentrale Mittelfeldspieler Julian Justvan pendelte immer mal nach außen aus. Irgendeiner besetzte die Seite jedoch immer, wenn es nötig war. Ob sich das Kwasniok nun genauso so ausbaldowert hat oder nicht: Ausgerechnet über diese rechte Seite sorgte der SC Paderborn für die beiden Momente, die das Spiel in der zweiten Hälfte entscheiden sollten.
 
Der FCK in Hälfte eins: Zurückhaltend, aber erfolgversprechend
 
In der ersten dagegen sah es noch nicht so aus. Die Schuster-Elf verschob sich in ihrer 4-2-3-1-Formation so gut geordnet, wie man es mittlerweile von ihr gewohnt ist. Und schaffte es vor allem, Pallenberg als zentrale Anspielstation vor der Dreier-Abwehr zu blockieren. Dafür zuständig war meist Mike Wunderlich, gelegentlich abgelöst durch Marlon Ritter.
 
Und als kurz vor der Pause Boyd dem linken Innenverteidiger Jasper van der Werff den Ball an der Mittellinie abpresste und so eine weitere halbgare Einschusschance in der an Torszenen armen Partie generierte, wuchs unter den 33.098 Zuschauern die Zuversicht: Mit ihrem auf Reagieren statt Agieren ausgelegten Matchplan ließ sich vielleicht auch dieses Spiel zugunsten des FCK gestalten. Wenn Kraft und Konzentration nicht nachließen. Und beides war in dieser Partie bis zum Anschlag gefragt.
 
Verwirrung: Erst Elfer und Gelb, dann Freistoß und Rot
 
Kurz nach dem Wiederanpfiff dann der erste spielentscheidende Moment: Nach einem langen, tiefen Pass auf den halbrechts durchstartenden Conteh schaffte dieser es, sich an Zuck vorbeizuschieben, obwohl er der eigentlich den kürzeren Weg zum Ball hatte. Zuck hielt ihn am Trikot, Conteh fiel, und der Schiri pfiff. Er entschied zunächst auf Elfmeter und Gelb für Zuck. Nach dem Videostudium nahm er den Elfer zurück - und zeigte Zuck Rot.
 
Irritierend, aber nach der aktuell üblichen Regelauslegung vertretbar. Vor ein paar Jahren wurde beschlossen, dass nach Notbremsen Elfmeter und Rote Karte gemeinsam nur noch in extremen Fällen gegeben werden. Wird der Elfmeter jedoch in einen Freistoß umgewandelt, kann folgerichtig das Gelb für den Sünder auf Rot hochgesetzt werden.
 
Und wieder mal spielt Jöllenbeck Schicksal am Betzenberg
 
Hart ist diese Revision dennoch. Und sie war vielleicht auch nicht unbedingt nötig. Dirk Schuster zufolge hatte Conteh dem Schiedsrichter gegenüber zugegeben, dass zuerst er an Zucks Trikot gezogen hatte. Und wie hieß der Schiedsrichter doch gleich? Matthias Jöllenbeck.
 
Die wandelnden Gedächtnisarchive im Publikum erinnerten sich: Im Dezember 2017 war besagter Jöllenbeck auf dem Betzenberg unangenehm aufgefallen, als er beim 1:1 gegen den FC Ingolstadt einen kaum nachvollziehbaren Platzverweis gegen Benjamin Kessel aussprach und nach dem Schlusspfiff dem damaligen FCK-Stürmer Sebastian Andersson den Handschlag verweigerte - falsch pfeifen kann man mal, aber sich so unsportlich verhalten?
 
Und ein Jahr zuvor hatte besagter Herr Jöllenbeck einen gewissen Anteil an einer 0:1-Heimspielniederlage gegen Eintracht Braunschweig, als er einen ziemlich klaren Handelfmeter für den FCK nicht pfiff, das auf fragwürdige Weise erzielte Tor der Gäste aber anerkannte. Dies war nun das dritte Spiel in seiner Schiedsrichterkarriere, das er auf dem Betzenberg pfiff, und wieder traf er so eine Entscheidung. Vielleicht sollte der DFB mal überlegen, Jöllenbeck künftig woanders einzusetzen.
 
Auch mit zehn Mann noch stark gegen den Ball
 
Wie auch immer: Die Roten Teufel reagierten auch auf diesen Rückschlag vorbildlich. Wunderlich ging raus, Dominik Schad kam, übernahm die rechte Verteidigerposition, Durm dafür die linke. Der FCK formierte sich nun in einem 4-4-1. Auf den Flügeln tauschten Zimmer und der in der Pause für Hanslik eingewechselte Kenny Redondo vorübergehend die Seiten, so dass jeder seinen starken Fuß innen hatte. Wohl, um beim Einrücken in die Mitte besser abziehen zu können, so sich denn die Gelegenheit ergeben sollte.
 
Dass die Gastgeber nun nach vorne nicht mehr viel bewegten, wundert nicht. An ihrem Spiel gegen den Ball gab’s weiterhin nichts zu meckern. Es sei noch einmal gesagt: Mit Paderborn stand die mit zehn Treffern in den ersten drei Saisonspielen bislang beste Offensive der Liga auf dem Platz. Und die brachte gegen die unvermindert geordnet verschiebenden Viererketten des FCK lange, lange Zeit so gut wie nichts vors Tor.
 
82. Minute: So groß gekämpft und dann das… Schade
 
Bis zur 82. Minute. Bis zum zweiten der zwei spielentscheidenden Momente. Schon, dass der für Conteh eingewechselte Richmond Tachie quasi an der rechten Eckfahne trotz Bedrängung durch Durm und Tomiak doch noch zum Flanken kommt, muss nicht sein. Doch dass Justvan den ansegelnden Ball in der Nähe des Elfmeterpunktes nahezu unbedrängt volley abnehmen kann - wie kann das denn sein? Nach 82 Minuten intensiven, mit höchster Konzentration geführten Spiels? Dass Luthe anschließend pariert, auch zur Seite abwehrt, wie es sich gehört, aber Platte halt doch da steht, wo der Instinkt ihn hingeführt hat - das ist aus FCK-Sicht einfach nur Pech.
 
Jetzt heißt es: Nicht aus der Bahn werfen lassen
 
Der für Boyd eingewechselte Tyger Lex Lobinger hatte in der 88. Minute sogar noch eine Ausgleichschance. Aufgelegt vom eingewechselten Philipp Hercher. Lauterns bester Scorer der vergangenen Saison kam somit zum dritten Mal hintereinander nur zu einem Kurzeinsatz. Er sollte mal wieder länger auf dem Platz stehen.
 
Jetzt heißt es, sich von der Niederlage nicht aus der Bahn werfen zu lassen. Wie sagte Dirk Schuster ebenfalls am Donnerstag? So wie man nach Erfolgen durchaus auch mal Kritik üben könne, gelte im Umkehrschluss: "Wenn mal ein Rückschlag kommt, war auch nicht alles Scheiße. Da kann man aus solchen Spielen ebenfalls Positives raus ziehen. Man muss immer die gesunde Balance finden." Genau das ist jetzt angesagt.
 
Klares xGoals-Ergebnis täuscht - oder auch nicht
 
Zu den Visualisierungen. Nach xGoals gewinnt Paderborn recht klar mit 0.55 : 2.75. Bei näherem Hingucken zeigt sich: Im Grunde resultiert der hohe Wert aus nur drei Torchancen, die aber waren richtig gut. Boyds Chance kurz vor der Pause dagegen ist der Software kaum einen Ausschlag wert. Kann man sicher drüber streiten. Da hätte es schon einen Kunstschuss à la Marlon Ritter gebraucht.
 
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Die Positions- und Passgrafik der Lautrer: Da lief schon recht wenig an Zusammenspiel in der Offensive. Das sah gegen St. Pauli noch wesentlich besser aus. Trotz aller Trainerkritik.
 
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Zum Vergleich die Positions- und Passgrafik der Paderborner: Da ging es wesentlich passintensiver zu. 62:38 Prozent stand das Ballbesitz-Verhältnis am Ende zugunsten der Paderborner.
 
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Hier noch eine interessante Darstellung aus dem "Wyscout-Fundus": die Entwicklung der Pressingintensität über 90 Minuten. Wie man sieht, hat Lautern gegen Ende nochmal ordentlich zugelegt, obwohl nur noch zehn Mann auf dem Feld waren. In der ersten Viertelstunde hätte man ruhig ein wenig aggressiver zu Werke gehen können. Aber: In diese Phase fiel auch der gelungenste Umschaltmoment des Spiels sowie Tomiaks Lattentreffer.
 
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Und zum Abschluss: Die Übersicht über die während des Spiels geführten Duelle. Auffallend: die makellose Bilanz Jean Zimmers. Haben die Wyscout-Bediensteten da ihre Strichlisten wirklich korrekt geführt? Einer, der daran übrigens immer mal wieder Zweifel äußerte, war übrigens der ehemalige FCK-Sportdirektor Boris Notzon.
 
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Quelle: Der Betze brennt / Autor: Eric Scherer

Weitere Links zum Thema:

- Saison-Übersicht 2022/23: Die DBB-Analysen der FCK-Spieltage



Beitragvon MarcoReichGott » 14.08.2022, 08:21


Doch dass Justvan den ansegelnden Ball in der Nähe des Elfmeterpunktes nahezu unbedrängt volley abnehmen kann - wie kann das denn sein?


Wenn ich es richtig sehe (ist ein bißchen schwierig aufgrund der Kameraperspektive), ist es Zimmer, der vor dem Gegentor einfach nicht mehr mit seinem Gegenspieler mitgeht.



Beitragvon Oktober1973 » 14.08.2022, 08:59


Tolle Aufbereitung von @Kohlmeyer. Die wilde Diskussion im Forum der letzten 2 Tage, inklusive schon nervösen Anfeindungen, wird hoffentlich etwas geglättet. Durch die frühe rote Karte hatten wir nicht die finale Standortbestimmung, da in Unterzahl. Letztendlich trotz Unterzahl nur 1 Tor gefangen. Unter der weiteren Verwendung der Kicker Aufzeichnungen und Sofascore sieht man seit Saisonbeginn, dass hoher Ballbesitz nicht zwingend 3 Punkte bedeutet. Was mir jedoch auffällt ist, dass unsere Laufleistung hinterher hinkt. Frage mich nur, ob das aus der abwartenden Spielweise oder Willenskraft kommt. Wir haben zwar noch anstrengende Temperaturen, aber es ist scheinbar bei der Laufleistung im Gesamten und bei dem Ein - oder Anderen noch Luft nach oben.
Gegen Paderborn hatten wir, wenn es stimmt,"nur" ca 106 km durch die ca fehlenden 5 nach der roten Karte von H. Zuck. Gegen St. Pauli hatten wir z.B annähernd 118 KM. Hier würde ich auch ansetzen. Spiel ohne Ball, um Anspielmöglichkeiten zu schaffen, kann auch hilfreich sein. Ich möchte mich halt nicht nur auf die Künste von Tomiak und Kraus oder unseren Defensivverbund verlassen. Ich glaube noch nicht ganz an die Theorie der mangelnden Individualmöglichkeiten unseres " Drittligakaders".
Wie schon geschrieben hätte ich mich aufgrund der rochierenden und schnellen Spieler von Paderborn eher auf Hercher festgelegt anstatt Zuck. Entweder ist Hercher fit nach seinen Problemen in Pirmasens gegen Eupen oder nicht. Sicher hat Schad nach der Einwechslung den ein- oder anderen "Abspielwackler" gehabt. Aber die Tabelle von @Kohlmeyer zeigt, dass Domme in seiner relativ kurzen Einsatzzeit 10 Zweikämpfe hatte und davon 8 gewonnene. Ihm die wie von Einigen attestierte Zweitligauntauglichkeit zu unterstellen, sehe ich überhaupt nicht. Mit Spielpraxis eröffnet er sicher auch gut. An der Tabelle ist auch schön zu sehen, wie der junge Hoffmeier, der Einer der Besten bei Sascha Hildmann in Münster war " Pferdelunge" Hanslik abgekocht hat. Die Dreiecksvermaschungen in der Grafik sind natürlich auch der langen Unterzahl geschuldet, somit nicht wirklich aussagekräftig. Ich bleibe dabei, dass wir mit Schienenspielern und einem gesitteten Spiel nach vorne mehr Chancen kreieren können. Auch das Spiel gestern Abend zwischen Darmstadt und Rostock in Sport1 zu sehen, war trotz des Spielergebnisses nicht beängstigend weit in der Qualität weg. Wenn wir etwas mehr und mutiger investieren mit der richtigen Aufstellung, mehr Chancen kreieren, die nicht nur Boyd reinmachen muss, lege ich mich fest: Wir gewinnen in Fürth. :teufel2:



Beitragvon Marky » 14.08.2022, 11:00


Lieber Eric, danke für den wieder einmal großartigen Text. Die Analysen gehören zu meinem "Pflichtprogramm" nach jedem Spiel. Du bist eine große Bereicherung für DBB - nicht nur wegen dieser Stücke.

Dass der Jöllenbeck dieses von dir genannte Spiel gegen Braunschweig verpfiffen hat, hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Diese Szene vergessen wohl alle nicht, die sie im Stadion (oder daheim) gesehen habe. Der Braunschweiger Verteidiger hat die Flanke fast gefangen, ja den Ball kurzzeitig wie ein Baby durch den Strafraum getragen. Da nicht auf den Punkt zu zeigen - entschuldigt bitte die Wortwahl - ist fast schon geisteskrank.

Der Jöllenbeck scheint mit der Atmosphäre auf dem Berg nicht zurecht zu kommen. Irgendwie brennen bei dem da die Sicherungen durch oder er wird getriggert.
"Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden." (Nick Hornby, "Fever Pitch") #Unzerstörbar



Beitragvon BetzeBoss » 14.08.2022, 11:17


Vielleicht liegt es an meiner Begeisterung für das offensive Kombinationsspiel, aber beim Spiel vorgestern habe ich wieder Probleme gesehen, die ich zuletzt zu 3.Liga-Abstiegskampfzeiten gesehen habe: Und zwar stehen 4 Spieler in der Defensive auf einer Linie, dann kommt ein DM angelaufen, erhält den Ball und fragt sich wohin, denn alle 5 anderen Spieler stehen gesammelt auf einer Linie auf Höhe der gegnerischen Verteidigungslinie. Das soll garantiert für mehr Gefahr sorgen, wenn der Ball hoch und weit auf Boyd geschlagen wird und dieser den Ball verlängern kann, aber einmal sind unsere Spieler dafür nicht schnell genug und zweitens bringt das nichts, wenn sie nicht aus dem Lauf kommen, sondern vorne mit dem Rücken zum Tor stehen. Zweite Bälle haben wir auch viel zu selten geholt. Wenn du den Ball schon jedes Mal nach vorne schlägst, dann brauchst du auch jemanden, der auf den Ball lauert, wenn der IV das Duell gewinnt und den Ball nach vorne köpft. Dann kann der Ball auf die offensiv positionierten Außen geschlagen werden und vielleicht kommt was dabei raus. Da das aktuell unser Hauptmittel zu sein scheint, müssen wir da nochmal taktische Schulung betreiben. Generell würde ich aber eine andere Lösung mit flachem Spiel bevorzugen. Hohe Bälle spielen wir noch hoch genug und machen uns auf Dauer ausrechenbar.

Auch in der Passgrafik spiegelt sich diese Ausrichtung wieder, obwohl das immer schwierig zu bewerten ist. Eigentlich bräuchte man nicht eine Grafik, sondern eine für Defensive und eine für die Offensive. Ist ja nicht selten, dass sich die Grundausrichtung je nachdem starkt verschiebt. Mittelfeldspieler, die sich für den Aufbau in die IV fallen lassen (was aktuell bei uns nicht unbedingt der Fall ist) oder ich erinner mich noch daran, dass Ciftci zum Aufbau als LIV aufgetreten ist. Das wirkt sich auf eine solche Grafik natürlich verfälschend aus. Aber hey, wir sind froh, dass wir sie haben.

Ich habe die angesprochenen wohl heißen Diskussionen zu dem Spiel hier nicht verfolgt, aber mich wundert es nicht, dass Schad ein Teil von ihnen ist. Denn wie in der Analyse bereits geschrieben, wollen die meißten von uns mehr von Hercher sehen, der eigentlich immer nochmal Akzente nach vorne setzen kann und meiner Meinung nach mehr Qualität hat als Schad. Zimmer hinter, Hercher vor. Ist garantiert eine mögliche Idee fürs nächste Spiel. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, hat Schad das aber auch sehr ordentlich gemacht.

Liebe Grüße BetzeBoss



Beitragvon MarcoReichGott » 14.08.2022, 13:01


Wie auch schon in der Rückrunde glaube ich nicht, dass lange Bälle unsere taktische Vorgabe sind. Vielmehr braucht man eben auch das Selbstvertrauen um sich durch die Mitte zu kombinieren. Wir haben gegen Paderborn für unsere Verhältnisse sehr viele Zweikämpfe verloren und gleichzeitig laufen die eben sehr schnell doch an. Insofern hab ich mich selber dabei ertappt zu denken "Komm, spiel die Pille lang, hauptsache wir verlieren in der Zone jetzt nicht den Ball".

Wunderlich ist dadurch mit Ball auch überhaupt nicht ins Spiel gekommen und hat eigentlich primär gegen den Ball angelaufen. Und bei Ritter bin ich mir ohnehin nicht sicher, ob er auf der 6/8 wirklich in der 2. Liga klar kommt oder nicht doch lieber seine Stärken am Ball weiter vorne ausspielen sollte. Die Passquote ist halt wirklich desaströs für diese Position bei ihm gerade.

Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ein erfahrener 6er und linksaußen, bei dm die gegnerischen Verteidiger angst haben müssen ein 1vs1 auch mal zu verlieren, die Statik unseres Spiels völlig verändern würde. Insofern halte ich mich da auch einfach mit Kritik an der B-Note gerade ziemlich zurück. Momentan kanns einfach nur darum gehen gegen den Ball gut zu arbeiten und Gegentore zu verhindern. Und das klappt eben insgesamt gegen individuell stärkere Gegner doch recht gut.



Beitragvon reklov » 15.08.2022, 14:35


Den xG-Plot kann ich nicht nachvollziehen. Bis zur Halbzeit hatte Paderborn eine Großchance und wir zwei. Den Paderborner Schuss musste Luthe parieren sonst wäre es ein Torwartfehler gewesen und aus dem Abpraller-Kopfball konnte Platte nicht mehr machen. Da war die Boyd-Chance eher torführend. Nach der Pause war zwar Paderborn in Überzahl überlegen, aber bis auf das Tor haben die nichts zwingendes hinbekommen umd die Lobinger-Chance war auch nicht ungefährlich. Von der Torwahrscheinlichkeit war das Spiel pari.



Beitragvon BetzeBoss » 16.08.2022, 09:07


@MarcoReichGott:
Das sehe ich genauso. Wenn unser Spiel über präzise Pässe in die Spitze kommen soll, benötigen wir auf der 6 jemanden, der die Pässe spielen kann. Weder Niehues noch Ritter können das. Die Frage ist dann halt, ob die aktuelle Marschroute die richtige ist. Naja, der Erfolg gibt Schuster aktuell recht. Jedoch ist da auch noch viel Potential nach oben, was das spielerische angeht. Das kann mMn jedoch nur mit Neuzugängen ausgeschöpft werden.

Ritter auf der vorgeschobenen 8 oder auf der 10 halte ich für eine interessante Idee. Ich denke auch, dass er aufgrund von Alternativlosigkeit aktuell da spielt wo er spielt.




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