
In Düsseldorf droht Hausverbot: Auflösungserscheinungen beim KFC Uerdingen
Die Zukunft des angeschlagenen Drittligisten KFC Uerdingen scheint unsicherer denn je. Nachdem Präsident und Investor Mikhail Ponomarew zuletzt seinen Rückzug ankündigte, gibt es zwar bereits Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgern. Doch Ponomarews Erbe in Krefeld scheint vergiftet.
Kurzfristig droht dem KFC die Absage der kommenden beiden Heimspiele gegen Türkgücü München am kommenden Samstag und den 1. FC Kaiserslautern am 19. Dezember. Das jedenfalls droht die Betreibergesellschaft des Düsseldorfer Stadions in einem Anwaltsschreiben an, sollten die ausstehenden Mietzahlungen von mehr als 230.000 Euro nicht bis Freitagmittag beglichen werden. (…)
Quelle und kompletter Text: Kicker
Statement zur aktuellen Situation beim KFC Uerdingen
Wie bereits von ihm persönlich kommuniziert, wird Präsident Mikhail Ponomarev spätestens zum Ende der aktuellen Saison sein Engagement beim KFC Uerdingen beenden. Der Verein ist Mikhail Ponomarev für sein Engagement in den vergangenen Jahren bereits jetzt zu größtem Dank verpflichtet. Gemeinsam haben wir zwei Aufstiege sowie einen Pokalsieg erlebt und spielen bereits die dritte Saison in der Dritten Liga.
Aktuell laufen konstruktive Gespräche mit potenziellen Investoren, die schon bald positiv abgeschlossen werden könnten. Es ist dem Präsidenten ein Anliegen, den Verein geordnet und in gute Hände zu übergeben.
Nichtsdestotrotz stellt die aktuelle Situation, vor allem durch die Corona-Pandemie, alle Vereine – so auch unseren KFC Uerdingen – vor große Herausforderungen. Diese gilt es auch in der Übergangsphase eines möglichen Gesellschafterwechsels zu meistern. Die Vereinsführung befindet sich aktuell mit allen internen und externen Beteiligten im ständigen Dialog. Hinter den Kulissen arbeiten alle unermüdlich an einem gesunden und langfristigen Fortbestands unseres Traditionsvereins.
Um diesen Fortbestand nachhaltig zu sichern, ist eine eigene Heimstätte alternativlos. Aus diesem Grunde ist die Entscheidung des Stadtrates, die Mehrkosten der Sanierung des Grotenburg-Stadions – trotz der großzügigen Beteiligung des Bundes in Millionenhöhe - nicht freigeben zu wollen und den Umbau somit mindestens weiter zu verzögern, für den KFC Uerdingen ein Schlag ins Gesicht. Seit drei Jahren leidet unser Klub im Exil und wartet darauf, wieder in seine Heimstätte zurückkehren zu dürfen. Viele der Herausforderungen, vor denen der KFC steht, resultierten nicht zuletzt auch aus der Tatsache, dass der Verein keine Heimat und aus diesem Grund hohe Kosten für externe Spielstätten zu tragen hat. Die Entscheidung des Rates macht die Gespräche um die zukünftige Gestaltung des KFC Uerdingen nicht einfacher.
Zum Abschluss eine persönliche Anmerkung von Mikhail Ponomarev: Ihr könnt uns Folgendes glauben: Spieler, Mitarbeiter und Führung des KFC Uerdingen geben alles für eine erfolgreiche und stabile Zukunft des Vereins. Daher meine eindringliche Bitte an Fans, Umfeld und Medien: Gebt uns die Chance, den Verein für die Zukunft aufzustellen. Schreibt uns nicht nieder. Was wir gerade am meisten brauchen, ist ein wenig Verständnis, etwas Geduld – und vor allem unsere Grotenburg.
Quelle: Pressemeldung KFC
Ergänzung, 14.12.2020:
Uerdingen zahlt Stadionmiete: FCK-Spiel findet statt
Der KFC hat die Aufforderung des Stadionbetreibers D.Live, die ausstehende Miete für die Merkur-Arena bis Montag, 16 Uhr, zu überweisen, nach Informationen unserer Zeitung erfüllt. Damit entgeht der Verein einer angekündigten Stadionsperre und kann für die Partie gegen Kaiserslautern (19. Dezember) mit der Merkur-Arena als Spielstätte planen. (…)
Quelle und kompletter Text: Westdeutsche Zeitung
