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Spielbericht: 1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg 2:2
Kein Grund zur Freude
Der 1. FC Kaiserslautern wendet in letzter Minute eine Heimniederlage gegen den MSV Duisburg ab. Doch ein wirklicher Anlass zur Freude ist das nicht. Ohne Siege wird beim FCK kein Erfolg einkehren.
- Fotogalerie | 14. Spieltag: 1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg
Die Maßgabe war klar. "Wir wollen bis zur Winterpause ungeschlagen bleiben, aber wir brauchen mehr Siege", sagte Jeff Saibene vor der Partie gegen den MSV Duisburg. Und die Gelegenheit, dies in die Tat umzusetzen, hätte kaum besser sein können als gegen die krisengeschüttelten Zebras, die verunsichert als frischgebackener Tabellenletzter in die Pfalz kamen. "Es darf alles passieren, außer einer Niederlage", sagte auch deren Coach Gino Lettieri. Mut klingt anders.
Vor Anpfiff der Partie, die aufgrund der Corona-Pandemie natürlich nach wie vor als seelenloses Geisterspiel ausgetragen wurde, hatten sich eine Hand voll Fans vor der Ostkurve eingefunden, um den Mannschaften durch das Marathontor beim Aufwärmen zuzuschauen. Schon beim Hochfahren auf den Betzenberg konnte man hier und da einen FCK-Schal entdecken. Das Interesse an den Roten Teufeln ist nach wie vor da. Aber natürlich konnte auch heute keine Stimmung aufkommen. Besonders traurig, wenn man bedenkt, wie viele Fans dieses traditionsreiche Duell normalerweise ins Fritz-Walter-Stadion gelockt hätte. Traurig wurde es auch kurz vor Beginn der Partie. In einer Schweigeminute gedachten die Spieler, Trainer und Anwesenden im Stadion der Opfer der Amokfahrt in Trier vor vier Tagen. Der FCK lief zudem mit Trauerflor auf. Manchmal ist Fußball eben wirklich nur eine Nebensache.
Ciftci leitet Gegentor ein - Kleinsorge mit Licht und Schatten
Nachdem der FCK einen Kreis gebildet und ein lautes "Einer für Alle!" ausgerufen hatte, rollte der Ball dann aber. Und der FCK versuchte, mutig in die Partie zu starten. Zumindest ein 0:0 lag so eigentlich nie in der Luft. Im negativen Sinn sorgte in der 14. Minute dafür dann aber ausgerechnet Hikmet Ciftci. Der 22-Jährige ließ sich im Mittelfeld ganz viel Zeit, traute sich nicht den langen Diagonalpass, drehte sich einmal, zweimal und vertändelte so den Ball. Das ließ sich ein Duisburger namens Vincent Vermeij, der den FCK-Fans noch aus der vergangenen Saison schmerzhaft in Erinnerung sein dürfte, nicht zweimal sagen. Er marschierte frei auf Torhüter Matheo Raab zu, legte nochmal ab zu Sinan Karweina, der problemlos zur Führung einschieben konnte. Solche Fehler dürfen einfach nicht passieren, sie prägen aber seit Monaten immer wieder das Lautrer Spiel. Ciftci hätte in der 37. Minute seinen Fehler zwar fast wieder wettgemacht, doch MSV-Keeper Leo Weinkauf hatte etwas dagegen. Einmal mehr zeigte sich: Ciftci, oftmals fußballerisch einer der besten Roten Teufel, zeigt aber auch immer wieder eklatante Schwächen.
Lücken taten sich auch immer wieder auf der rechten FCK-Seite auf, wo sich heute Marius Kleinsorge anstelle von André Hainault versuchen durfte. Der war defensiv manches mal überfordert, konnte dafür offensiv für deutlich mehr Akzente setzen als Hainault. So servierte Kleinsorge in der 27. Minute eine Flanke mustergültig auf Marvin Pourié, dessen Schuss allerdings knapp am Kasten von Leo Weinkauf vorbeiging.
Fritschs Pfeife bleibt stumm: Klarer Hand geht nicht!
Im Mittelpunkt stand dann aber vor allem Schiedsrichter Tobias Fritsch. In der 32. Minute schlug der FCK einen Freistoß in den Duisburger Strafraum, dort sprang der Ball Maximilian Jansen ganz klar an die Hand, doch ein Pfiff blieb aus. Dabei war kein Arm angelegt, eigentlich durfte es keinen Spielraum für Diskussionen geben. Der Schiedsrichter sah das aber offenbar anders. Nicht das letzte Mal an diesem Tag. Denn nur elf Minuten später hätte es schon wieder Strafstoß für den FCK geben können. Diesmal wurde Stürmer Marvin Pourié im Strafraum von einem MSV-Verteidiger am Fuß getroffen. Sicher keine so klare Situation wie die erste, doch auch hier wäre Fritsch nicht der erste Mensch auf dem Fußball-Planeten gewesen, der so eine Aktion als strafbar eingestuft hätte. Erst hatte der FCK also kein Glück, und dann kam auch noch… Naja lassen wir das. Wenn man so eine klare Chance vergibt wie Kenny Redondo freistehend nach dem ausgebliebenen Pfiff, dann darf man sich eigentlich zumindest über diese zweite Elfmeterszene nicht beschweren.
FCK-Defensive verteilt wieder Geschenke - Kein Elfmeter-Glück
In der zweiten Halbzeit intensivierte der FCK seine Bemühungen, vor allem Marvin Pourié hätte in der 58. Minute per Kopf den Ausgleich erzielen können, im Abschluss fehlte aber das Zielwasser. Doch auf der Gegenseite verteilte die Hintermannschaft der Roten Teufel wieder einmal Geschenke. Erstaunlich, denn in den vergangenen Wochen hatte sich diese eigentlich stabilisiert, aus dem Spiel heraus kaum Gegentore gefangen. In der 64. Minute verhalten sich die Innenverteidiger Kevin Kraus und der eigentlich auch heute wieder stark aufspielende Janik Bachmann sehr coronakonform und lassen dem Duisburger Ahmed Engin im Zentrum locker 25 Quadratmeter Platz, der Duisburger kann sich in Seelenruhe drehen, abziehen und so zum 2:0 treffen. Zu diesem Zeitpunkt fiel dieser Treffer überraschend - und damit so umso ärgerlicher.
Immerhin schien sich die Saibene-Elf vom Zwei-Tore-Rückstand nicht schocken zu lassen. In der 69. Minute erzielte Kevin Kraus nach einem Freistoß per Hacke einen schönen Treffer - dumm nur, dass er im Abseits stand. Und rund fünf Minuten später schaute wieder alles auf Schiri Fritsch. Wieder fiel Marvin Pourié im Strafraum, Fritsch zeigte in Richtung Mitte, entschied aber auf Abstoß, Pourié sah im Anschluss sogar zusammen mit seinem Gegenspieler noch Gelb. Auch darüber kann man sicher diskutieren.
Endspurt verhindert das Schlimmste - Es zählen nur noch Siege
Die Roten Teufel rannten vor allem die letzten zehn Minuten weiter an, sodass man sich fragen konnte: "Warum nicht gleich so?" Doch es schien nichts mehr zu nützen. Bis, ja bis Marvin Pourié die Sache an sich riss. Eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit spielte der Stürmer mit Redondo Doppelpass, zog ab und erzielte mit etwas Mithilfe des Aluminiums den Anschlusstreffer. Nur Makulatur? Nicht mit Pourié. Nur eine Minute später gab es Ecke - eigentlich nicht gerade die Paradedisziplin des FCK. Doch wieder fand die Hereingabe von Redondo Pourié, der per Kopf tatsächlich noch den Ausgleich erzielen konnte. Und fast hätte man das heutige Spiel wirklich noch unter dem Motto: "Mund abputzen" abhaken können, hätte Huth in der dritten Minute der Nachspielzeit den Kopfball einmal ins statt über den Kasten von Weinkauf gesetzt. So aber blieb es beim 2:2-Unentschieden. Das neunte im 14. Saisonspiel. Und daher kann darüber auch keine wirkliche Freude aufkommen. Zu enttäuschend das Auftreten in vielen Phasen des Spiels gegen doch eigentlich entmutigte Duisburger. Zu eklatant wieder die Chancenverwertung, zu unnötig die Gegentore. "Wir stehen mit dem Arsch an der Wand", sagte Doppeltorschütze Pourié nach der Partie. Es helfen nur noch Siege.
Quelle: Der Betze brennt / Autor: Gerrit1993
Vorherige Meldungen ab 15:55 Uhr:

Doppelpack Pourié: FCK holt 2:2 in letzter Minute
Der 1. FC Kaiserslautern hat gegen den MSV Duisburg in letzter Minute eine Niederlage abgewendet. Marvin Pourié sorgt beim 2:2 für den späten Ausgleich.
Bereits in der 14. Minute waren die Duisburger nach einem katastrophalen Ballverlust von Hikmet Ciftci mit 1:0 in Führung gegangen. In der Folge standen die Roten Teufel etwas unter Schock, stabilisierten sich dann aber und hatten in der 30. Minute erstmals Pech, als ein klares Handspiel des Duisburger Vermeij von Schiedsrichter Tobias Fritsch nicht geahndet wurde. In der 41. Minute hätte es dann sogar erneut Elfmeter geben können, als Marvin Pourié zu Fall gebracht wurde, doch auch hier blieb der Pfiff aus.
In der 64. Minute ließ die Lautrer Hintermannschaft MSV-Spieler Ahmet Engin im Zentrum viel zu viel Platz, der aus der Drehung abschloss und so schließlich zum 2:0 treffen konnte. Eine Viertelstunde vor dem Ende gab es erneut Diskussionsstoff im Fritz-Walter-Stadion, als erneut Pourié im Strafraum zu Fall gebracht wurde, doch wieder blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Kurz vor Schluss schlug der Stürmer dann aber zu: Erst traf der er in der 89. Minute zum 1:2-Anschlusstreffer, ehe er nur eine Minute später in der 90. Minute nach einer Ecke von Redondo doch noch zum viel umjubelten Ausgleich traf. Als nächstes gastiert der FCK am kommenden Freitag (19:00 Uhr) auswärts bei der SpVgg Unterhaching.
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Quelle: Der Betze brennt
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Ergänzung, 05.12.2020:

Foto: Neis/Eibner
Stimmen zum Spiel
Pourié: "Wir stehen mit dem Arsch an der Wand"
Einen Punkt gewonnen oder zwei Punkte verloren? Beim 1. FC Kaiserslautern gehen die Resümees zum 2:2 nach 0:2 gegen den MSV Duisburg klar in die zweitere Richtung. Es herrscht Frust nach dem abermals verpassten Sieg.
"Im Großen und Ganzen enttäuschend", bewertete ein spürbar angefressener Trainer Jeff Saibene die Punkteteilung im Duell zweier Kellerkinder mit eigentlich höheren Ambitionen. "Klar kann man sagen, wenn man nach 0:2-Rückstand in den letzten Minuten noch zwei Tore schießt, dann kann man mit dem einen Punkt zufrieden sein. Aber das war heute ein Spiel, dass du gewinnen musst. Wir schenken dem Gegner die Tore, vorne fehlt uns trotz vieler Chancen die Effizienz, wieder wird uns ein Elfmeter nicht gepfiffen ... Uns fehlt die Effektivität. In der ersten Halbzeit war das alles zu halbherzig, die letzte Überzeugung zum Tore schießen, diese Gier habe ich erst in den letzten 10, 15 Minuten gespürt. Ich kann mit dem Punkt nicht zufrieden sein und werde das der Mannschaft auch deutlich sagen."
Saibene: "Ich kann mit dem Punkt nicht zufrieden sein"
Doch nicht nur beim Trainer, auch bei den Fans und natürlich bei den Spielern ist die Stimmungslage nach dem neunten Unentschieden im vierzehnten Spiel schlecht. So war auch dem zweifachen Torschützen Marvin Pourie, der in der 89. und 90. Minute jeweils nach Vorlage von Kenny Redondo traf, in den Interviews nach dem Spiel deutlich der Frust anzumerken: "Wenn wir im oberen Drittel stehen würden, dann würde ich sagen: Okay, gut dass wir noch einen Punkt erkämpft haben. Aber wir stehen mit dem Arsch an der Wand. Man kann gute wie auch schlechte Sachen aus diesem Spiel mitnehmen. Die Moral hat gestimmt, das ist das Wichtigste. Aber wir müssen mit noch viel breiterer Brust antreten. Wir müssen mehr Leidenschaft zeigen, das tun wir zwar auch jetzt schon, aber irgendwie will der Knoten nicht platzen. Ich glaube immer noch fest an die Mannschaft. Potential und Qualität steckt drin, aber irgendwann reicht das auch nicht mehr, dann muss dieser Schweinehund überwunden werden. Wir müssen ekliger, dreckiger spielen und auch mal den Ellbogen ausfahren."
Pourié: "Wir müssen ekliger und dreckiger spielen"
Ähnlich sah es auch der heute als Linksverteidiger eingesetzte Marius Kleinsorge, der die Frage nach den gewonnenen oder verlorenen Punkten in der ersten Emotion noch gar nicht einordnen konnte: "Das kann ich jetzt noch nicht genau beantworten, aber ich würde eher sagen, dass es heute zwei verlorene Punkte waren. Wir hatten viele Torchancen, wenn wir die konsequent und effizient nutzen, dann gewinnen wir hier ganz klar." Während nach einem Unentschieden durch zwei Tore in den Schlussminuten meist eher Zufriedenheit herrscht, ist bei den Roten Teufeln heute also eindeutig Enttäuschung das prägende Gefühl. Freuen konnte sich beim FCK eigentlich nur Startelf-Debütant Matheo Raab ("Das macht Lust auf mehr"), der den gesperrten Avdo Spahic ordentlich vertrat und bilanzierte: "Der Gegner war heute sehr effizient und am Ende können wir froh sein, noch das 2:2 gemacht zu haben."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg
Quelle: Der Betze brennt
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- Doppelpack Pourié: FCK holt 2:2 in letzter Minute (Der Betze brennt)
Ergänzung, 06.12.2020:

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Noten FCK-MSV: Teufel ohne Feuer überzeugen nicht
Der 1. FC Kaiserslautern hat beim 2:2 gegen den MSV Duisburg zwar eine Niederlage abgewendet, über weite Strecken des Spiels aber enttäuscht. Dementsprechend fallen auch die Spielernoten aus.
"Das macht Lust auf mehr." Nein, mit dieser Aussage meinte Torhüter Matheo Raab sicher nicht die Mannschaftsleistung, die nur mit Mühe und Not eine Heimniederlage gegen den Tabellenletzten verhindern konnte. Er meinte sein erstes Drittliga-Heimspiel, bei dem er den für eine Partie gesperrten Avdo Spahic vertrat. Bis auf ein paar Unsicherheiten machte er seine Sache solide, was ihm bei den Fans bei Der Betze brennt auf eine Durchschnittsnote von 2,7 bringt - der Bestwert im gestrigen FCK-Team. Bei den Journalisten der "Rheinpfalz" erhält er dagegen nur eine mittelmäßige 3,5.
Selbst Pourié und Redondo gefallen nur mäßig
Trotz seines Doppelpacks schafft Marvin Pourié bei DBB nur eine knapp schlechtere Bewertung als Raab. Von knapp 120 teilnehmenden Fans erhält der 29-Jährige, der in der 89. und 90. Minute noch für den späten Ausgleich sorgte, eine 2,9. Von der "Rheinpfalz" bekommt er eine glatte 2.
Nur mäßig schneidet auch Kenny Prince Redondo ab, obwohl der 26-Jährige auch gestern beide Vorlagen zu den Treffern lieferte, was in der hektischen Schlussphase wohl etwas unterging. Redondo kommt damit nun auf sieben Torbeteiligungen in den vergangenen sechs Partien. Von den Fans erhält er gestern eine 3,6 (Rheinpfalz: 3).
Ciftci und Hanslik mit rabenschwarzem Tag
Abgestraft werden Hikmet Ciftci und Daniel Hanslik. Während Ciftci durch seinen Ballverlust den 0:1-Rückstand in der 14. Minute verschuldete und dafür von den FCK-Fans eine 4,6 erhält, tauchte Hanslik bis zu seiner Auswechslung in der 55. Minute quasi völlig ab. Dafür bekommt er mit einer 5,2 die schlechteste Note des Tages. Die "Rheinpfalz" versieht beide mit einer 4,5.
» Zur kompletten Notenübersicht: 1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg

Die DBB-Noten zum Heimspiel gegen Duisburg können noch bis heute, 15:45 Uhr abgegeben werden: Zur Notenabgabe FCS-FCK. Die Bewertungen des "Kicker" folgen am Montag.
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung, 06.12.2020:

Foto: Neis/Eibner
Die Lage der Liga
14. Spieltag: Corona-Ausfälle und Verfolgerduelle
Während die Unentschieden-Könige vom 1. FC Kaiserslautern sich in der unteren Tabellenhälfte einquartiert haben, kämpfen auch andere Klubs in der 3. Liga mit Problemen: Alle Top-Teams ließen dieses Wochenende Punkte, der amtierende Meister steht auf einem Abstiegsplatz und weiterhin gibt es viele Corona-Absagen.
Gut ein Drittel der Saison 2020/2021 ist vorbei - jedenfalls mehr oder weniger: Insgesamt wurden in der 3. Liga wegen des Coronavirus schon 15 Spiele abgesagt, einige wurden mittlerweile nachgeholt, andere sind noch offen. Auch am aktuellen Spieltag erwischte es wieder vier Mannschaften, darunter den nächsten FCK-Gegner SpVgg Unterhaching (ein Corona-Fall plus Mannschaftsquarantäne bei Gegner Türkgücü München).
Dresden, Saarbrücken und Ingolstadt trotz Punktverlusten vorne
Die Tabelle bietet deshalb nach wie vor ein etwas schiefes Bild. An der Spitze rangieren Dynamo Dresden (26 Punkte), der 1. FC Saarbrücken (25) und der FC Ingolstadt (24). Interessant: Alle diese drei Vereine konnten am Samstag nicht gewinnen, der bisherige Spitzenreiter Saarbrücken kam sogar mit 1:4 bei Waldhof Mannheim unter die Räder - schon das vierte sieglose Spiel in Folge für den FCS. Das wäre die Chance für Hansa Rostock gewesen, dem am Sonntag die Tabellenspitze winkte - aber auch die Kogge verlor mit 1:2 beim SV Wehen Wiesbaden und steht mit 23 Punkten auf Platz 5. Ebenfalls 23 Punkte hat Aufsteiger SC Verl, der im zweiten Sonntagsspiel den Halleschen FC deutlich mit 4:2 besiegte.
Zwickau, Bayern, Duisburg und Meppen auf den Abstiegsplätzen
Besonders viele Nachholspiele sind noch in der unteren Tabellenhälfte offen, in der sich auch die Unentschieden-Könige vom 1. FC Kaiserslautern vorerst festgesetzt haben: Der FCK steht mit 15 Punkten auf Platz 14, direkt dahinter folgt der nächste Gegner Unterhaching (Spieltermin: Freitag, 19:00 Uhr). Auf den Abstiegsplätzen rangieren momentan der FSV Zwickau und Vorjahresmeister Bayern München II (je 12 Punkte), deren direktes Duell am Montag wegen Corona-Fällen in Zwickau abgesagt wurde, FCK-Gegner und Vorjahres-Herbstmeister MSV Duisburg (11) sowie der besonders von Spielausfällen geplagte SV Meppen (10).
Die bisherigen Ergebnisse des 14. Spieltages in der Übersicht:
1. FC Magdeburg - SV Meppen 0:0 (Freitag)
1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg 2:2 (Samstag)
Türkgücü München - SpVgg Unterhaching - abgesagt
FC Ingolstadt - VfB Lübeck 1:1
Dynamo Dresden - KFC Uerdingen 0:0
Waldhof Mannheim - 1. FC Saarbrücken 4:1
Viktoria Köln - 1860 München 2:1
SV Wehen Wiesbaden - Hansa Rostock 2:1 (Sonntag)
SC Verl - Hallescher FC 4:2
Bayern München II - FSV Zwickau - abgesagt (Montag)
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Auf einen Blick: Die komplette Tabelle der 3. Liga
Ergänzung, 07.12.2020:

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Babak Rafati beurteilt kritische Elfmeter-Szenen
Die nicht gegebenen Elfmeter für Kaiserslautern, Duisburg, 1860, Mannheim und Ingolstadt, der verwehrte Treffer von Kaiserslautern, das 2:1 für Kaiserslautern, die Foulspiele von Koronkiewicz und Wein, der Platzverweis gegen Hartmann und das 2:0 von Verl. Am 14. Spieltag hat sich Ex-FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati für liga3-online.de zwölf Szenen genauer angeschaut.
1. FC Kaiserslautern - MSV Duisburg 2:2
Szene 1: Einen Freistoß des 1. FC Kaiserslautern wehrt Max Jansen (Duisburg) im eigenen Strafraum mit dem ausgefahrenen Arm ab. Kein Elfmeter, entscheidet Schiedsrichter Tobias Fritsch. [TV-Bilder - ab Minute 1:15]
Babak Rafati: Nach einer Freistoßhereingabe in den Strafraum von Duisburg wird der Ball per Kopf verlängert und dann durch Jansen mit dem ausgestreckten Arm aufgehalten. Der Arm von Jansen geht aktiv und bewusst zum Ball, sodass ein absichtliches Handspiel vorliegt. Es hätte einen Strafstoß für Kaiserslautern sowie die gelbe Karte gegen Jansen geben müssen. Eine Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen.
Szene 2: Marvin Pourié (Kaiserslautern) geht im Strafraum bei einem Duell mit Vincent Gembalies (Duisburg) zu Boden. Das Spiel läuft weiter. [TV-Bilder - ab Minute 56:10]
Babak Rafati: Nach einer Hereingabe in den Strafraum von Duisburg gehen Pourié und Gembalies zum Ball, beide verpassen ihn aber. Das liegt daran, dass der Duisburger Verteidiger seinen Gegenspieler Pourié von hinten in die Beine trifft und zu Fall bringt. Das ist ein klares Foulspiel und hätte somit einen Strafstoß für Kaiserslautern geben müssen. Warum der Schiedsrichter, der einen sehr guten Blick auf die Szene hat, nicht pfeift, bleibt sein Geheimnis. Eine Fehlentscheidung, erneut keinen Strafstoß für Kaiserslautern zu pfeifen. (…)
Quelle und kompletter Text: liga3-online.de
