Diskussionen zu fanpolitischen Themen, wie z.B. von ProFans oder dem B.A.F.F.

Beitragvon Thomas » 24.06.2020, 12:00


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Über'n Tellerrand
Unser Fußball - basisnah, nachhaltig, zeitgemäß


Die deutschlandweite Initiative "Unser Fußball" fordert Vereine und Verbände auf, die Zukunft des Fußballs nach der Corona-Krise grundlegend neu zu gestalten - basisnah, nachhaltig und zeitgemäß. Viele Fanclubs des 1. FC Kaiserslautern unterstützen den Aufruf als Erstunterzeichner, darunter auch Der Betze brennt.

Ebenfalls zu den Erstunterzeichnern gehören die großen bundesweiten Fan-Organisationen "Pro Fans", "Unsere Kurve", "Bündnis Aktiver Fußball-Fans (BAFF)", "FC PlayFair!" und "F_in - Netzwerk Frauen im Fußball". Hinzu kommen zum Start schon über 1.000 Fanclubs, darunter auch viele Ultragruppen - ein sehr großes Bündnis also. Unterstützungswillige Fanclubs und Einzelpersonen können ab sofort unter http://www.unserfussball.jetzt jetzt unterzeichnen.

Die Erklärung der Initiative "Unser Fußball" im Wortlaut:

Unser Fußball - basisnah, nachhaltig, zeitgemäß

Seit Jahren beobachten wir viele Entwicklungen des Profifußballs mit Sorge. Wiederkehrend wurde auf die Notwendigkeit von Veränderungen hingewiesen. Die Corona-Krise hat weitere Schwächen des kaputten Systems Profifußball offenbart. Nun haben auch DFL, DFB und einige Vereinsvertreter Reformen angekündigt. Punktuelle Reformen und die Bekämpfung einzelner Symptome können diesmal aber nicht die Lösung sein. Die Zeit ist gekommen, den Profifußball grundlegend zu verändern. Wir alle wollen einen neuen Fußball:

Unser Fußball - ein fairer Wettbewerb
Faire Rahmenbedingungen sind die Grundlage eines attraktiven Wettbewerbs. Die Schere zwischen großen und kleinen Vereinen geht allerdings immer weiter auseinander. Um den Wettbewerb wieder deutlich ausgeglichener zu gestalten, bedarf es grundlegender Änderungen - sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene. Unser Fußball zeichnet sich durch eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder, die Einführung eines nationalen Financial Fairplays und die eindeutige Begrenzung von Investoreneinflüssen aus.

Unser Fußball - ein gesellschaftliches Vorbild
Mit seiner enormen Strahlkraft kommt dem Fußball eine große gesellschaftliche Verantwortung zu. Eine Verantwortung, der er leider allzu oft nicht gerecht geworden ist. Unser Fußball macht sich im Sport und in der Gesellschaft für Menschenrechte und Vielfalt stark. Er setzt sich konsequent gegen Diskriminierung ein und bekämpft Korruption ernsthaft. Als gesellschaftliches Vorbild handelt unser Fußball sozial nachhaltig und wird seiner ökologischen Verantwortung gerecht.

Unser Fußball - demokratisch & wirtschaftlich nachhaltig
Kurzfristiges Denken und schlechtes Wirtschaften müssen der Vergangenheit angehören. Mit eingetragenen Vereinen als Basis und demokratisch-transparenten Entscheidungsprozessen muss sich der Fußball zukunftsfähig aufstellen. In unserem Fußball gehören die Vereine Dank der 50+1-Regel ihren Mitgliedern. Ein auf langfristige Stabilität ausgelegtes Wirtschaften ist für diese Vereine in allen Ligen möglich. Wirtschaftlich nachhaltiges Handeln und die Bildung von Rücklagen sind fest in den Lizenzierungsverfahren verankert.

Unser Fußball - lebt durch seine Fans
Statt sich immer weiter von seiner Basis zu entfernen, müssen Fans als elementarer Bestandteil des Fußballs anerkannt werden. Als Publikumssport lebt er von einer vielfältigen Fankultur im Stadion. Unser Fußball fördert selbstorganisierte Fankultur und berücksichtigt Faninteressen durch verbindliche und kontinuierliche Beteiligungsprozesse. Er zeichnet sich unter anderem durch sozialverträgliche Ticketpreise, ein inklusives Stadion und fangerechte Anstoßzeiten aus.

Weitermachen wie vor der Krise darf keine Option sein. Wir wollen nicht zurück zu einem kaputten System. Wir fordern Vereine und Verbände auf, vor dem Beginn der kommenden Saison zu handeln. Dazu braucht es einen glaubhaften Grundsatzbeschluss sowie die Einleitung konkreter Reformen: Die Zukunft des Fußballs muss grundlegend neu gestaltet werden - basisnah, nachhaltig und zeitgemäß.

Fanclubs und Einzelpersonen können den Aufruf für einen basisnahen, nachhaltigen und zeitgemäßen Profifußball ab heute hier unterstützen: unserfussball.jetzt

Quelle: Unser Fußball - jetzt / Der Betze brennt


Ergänzung, 29.06.2020:

Neue bundesweite Faninitiative "Unser Fußball" gegründet

Mit "Unser Fußball" hat sich eine bundesweite Faninitiative gegründet, die grundlegende Reformen im Profifußball fordert. In einer Erklärung hat die Initiative ihre Forderungen an Verbände und Vereine konkretisiert.

Nach aktuellem Stand wurde die Erklärung bereits von über 2065 Fanclubs und rund 10.000 Einzelpersonen unterzeichnet - darunter aktuell auch 43 offizielle FCK-Fanclubs.

Auch der 1. FC Kaiserslautern möchte aufgrund der großen und breit aufgestellten Anhängerschaft auf die Initiative "Unser Fußball" sowie die Hauptforderungen der Initiative hinweisen:
  • Ein Wettbewerb mit fairen Rahmenbedingungen und eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder
  • Ein Fußball als gesellschaftliches Vorbild gegen Diskriminierung, Korruption und Menschenrechtsverletzungen
  • Demokratisch & wirtschaftlich nachhaltig: Berücksichtigung der 50+1 Regel und nachhaltigeres Wirtschaften
  • Fußball lebt durch seine Fans: Berücksichtigung von Faninteressen
Weitere Informationen zur Unterstützung der Initiative "Unser Fußball" findet Ihr unter https://unserfussball.jetzt.

Quelle: fck.de
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Rickstar » 24.06.2020, 12:25


Den Aufruf finde ich äußerst unterstützendwert.
Mit dieser auf den ersten Blick sinnvollen Passage tue ich mir allerdings schwer:
gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder


Auf den zweiten Blick stellt es sich für mich nämlich so dar, dass die Verteilung derzeit nach dem sportlichen Abschneiden (Abschlusstabelle/ Ligenzugehörigkeit) erfolgt. Aus meiner Sicht müssten die Fernsehgelder aber viel viel stärker am (Fernseh-)Zuschauerinteresse ausgerichtet werden. Wenn die Zuschauer lieber Bayern und Lautern sehen wollen als Ingolstadt und Mainz, finde ich es nicht richtig Ingolstadt genausoviel zu zahlen wie uns oder Mainz mehr als uns. Nur mal als Beispiel.



Beitragvon reklov » 24.06.2020, 17:30


Unabhängig vom speziellen Thema oder meiner Einstellung dazu:

Wenn jemand fordert, es müsse gerechter zugehen, dann meint er in der Regel: "mehr für mich" (also für den Fordernden).

Damit schiebt er Gerechtigkeit vor und fordert Solidarität und in Wirklichkeit handelt es sich um puren Egoismus, bzw. Aufteilungskampf.

Oder kennt ihr jemanden der sagt: Es wäre doch gerecht, wenn ich etwas weniger verdiene und dafür die Putzfrau mehr erhält.



Beitragvon thegame007 » 24.06.2020, 17:46


Nette Idee, passieren wird das selbe wie immer.
Nämlich nix.



Beitragvon Thomas » 24.06.2020, 18:47


Ich finde den Aufruf ebenfalls sehr unterstützenswert und die wichtigsten Sätze stehen im Abschluss-Statement:

Unser Fußball hat geschrieben:Weitermachen wie vor der Krise darf keine Option sein. Wir wollen nicht zurück zu einem kaputten System. Wir fordern Vereine und Verbände auf, vor dem Beginn der kommenden Saison zu handeln. Dazu braucht es einen glaubhaften Grundsatzbeschluss sowie die Einleitung konkreter Reformen: Die Zukunft des Fußballs muss grundlegend neu gestaltet werden - basisnah, nachhaltig und zeitgemäß.


@Rickstar:

Rickstar hat geschrieben:Den Aufruf finde ich äußerst unterstützendwert. Mit dieser auf den ersten Blick sinnvollen Passage tue ich mir allerdings schwer:

gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder


Auf den zweiten Blick stellt es sich für mich nämlich so dar, dass die Verteilung derzeit nach dem sportlichen Abschneiden (Abschlusstabelle/ Ligenzugehörigkeit) erfolgt.

Es steht ja erstmal da "gleichmäßigere" Verteilung und nicht "gleichmäßige" Verteilung. Wir mit dem FCK spielen bekanntlich momentan in einer Liga, wo tatsächlich alle Vereine exakt gleich viel Fernsehgeld bekommen, und diese Liga ist sportlich definitiv sehr viel ausgeglichener als die Bundesliga. Also ist dieser Vorschlag zumindest mal eine Überlegung wert. Durch die Zuschauerzahlen usw. haben wir zusätzlich auch höhere Einnahmen als die anderen Klubs (natürlich auch höhere Ausgaben, aber darum geht es ja hier nicht), da kommt Dein Faktor "Attraktivität" also schonmal mit dazu. Diesen auch auf die Fernsehgelder zu übertragen, fände ich auf jeden Fall auch eine Überlegung wert. Das wäre ein wirksamer Ausgleich gegen unattraktive Investorenklubs a la Rasenballsport oder Wolfsburg, die aktuell den Wettbewerb verzerren und eigentlich kein Schwein interessieren. Gleichzeitig müsste man aber aufpassen, dass es nicht endet wie in Spanien, wo mit der Einzelvermarktung der Kuchen fast komplett an Real und Barca geht.

Einen Schritt weiter zurück gedacht, und so interpretiere ich diese Forderung eher: Früher bekam mal der Tabellenerste der Bundesliga exakt doppelt so viel TV-Geld wie der Tabellenletzte. Bei den Vereinen dazwischen wurde die Summe peu a peu gestaffelt. In der 2. Bundesliga das Gleiche. Heute ist es so, dass gerundet der FC Bayern 81 Millionen kassiert, der SC Paderborn als Erstligist 15 Millionen und in der zweiten Liga der VfL Osnabrück rund 9 Millionen (Quelle 1, Quelle2). Und das Ganze im Endeffekt nur, damit die Bayern mehr Geld verdienen und erst im Viertelfinale/Halbfinale der Champions League ausscheiden anstatt schon im Achtelfinale. Diese Schere soll jetzt im Sinne eines sportlichen Wettbewerbs mehr geschlossen statt weiter gespreizt werden. Damit auch ein anderer Verein mal wieder Meister wird.

Das ist aber nur ein Punkt von vielen, die man verbessern könnte und von denen viele in den letzten drei Monaten besonders augenscheinlich geworden sind (Stichwort "Möglicher Saisonabbruch und seine finanziellen Folgen").

Oder wie es die Fußballfans schon in den Anfangswochen der Coronakrise formulierten: "Euer System ist krank!" Und das möchten sie jetzt mit gesund und für die Zukunft fit machen, nachdem ja DFB und DFL schon große Versprechungen in diese Richtung gegeben haben - ob sie sich daran noch erinnern werden?

reklov hat geschrieben:Oder kennt ihr jemanden der sagt: Es wäre doch gerecht, wenn ich etwas weniger verdiene und dafür die Putzfrau mehr erhält.

@reklov:
Natürlich gibt es solche Leute. Aber gerade im obersten deutschen Spitzenfußball darf man das wohl eher nicht erwarten, wie ganz aktuell wieder die neueste Diskussion über die Fernsehgelder zeigt: Diskussion um neue TV-Gelder: FC Bayern und BVB verteidigen ihr "Revier" (n-tv). Aber genau da setzt die neue Fan-Initiative ja nun an. Und es gibt dafür auch Unterstützer bei kleineren Klubs: Bayern und Dortmund haben zwar in der DFL die größte Macht, aber nicht die alleinige.

thegame007 hat geschrieben:Nette Idee, passieren wird das selbe wie immer. Nämlich nix.

@thegame007:
Phrase gegen Phrase: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren." ;) Es ist zu befürchten, dass Du am Ende recht behältst. Aber es ist nicht von der Hand zu beweisen, dass die Fans über all die Jahre auch immer wieder Erfolge erreicht haben und ihre Einflussmöglichkeiten nicht zu unterschätzen sind. Gerade jetzt aktuell sieht man auch bei den Geisterspielen ja wieder, dass Profifußball ohne Fans nur halb so viel wert ist (sogar die TV-Einschaltquoten sind rückläufig).

Bisschen Werbung nochmals zum Abschluss, hier könnt Ihr den Aufruf unterschreiben: http://www.unserfussball.jetzt :daumen:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon winnes » 25.06.2020, 10:01


reklov hat geschrieben:Oder kennt ihr jemanden der sagt: Es wäre doch gerecht, wenn ich etwas weniger verdiene und dafür die Putzfrau mehr erhält.


@rekolov: das klingt ja geradezu frustriert – sieh mal:
https://www.youtube.com/watch?v=XtG7hvD9Alo
http://www.appell-vermoegensabgabe.de/i ... show=start

Hier wird von Millionären genau Deine Forderung erhoben. Im Fußball wird es Zeit, dass solche Fragen angesprochen werden und dazu gehört anzuerkennen, dass der gegenwärtige Fußball als Ergebnis bewusst getroffener Entscheidungen und den daraus folgenden Einrichtungen resultiert, und dass er folglich veränderbar ist.

@Thomas: Vielen Dank für Deine Argumentation und die damit verbundene Mühe! Da ich mit dem Frust von rekolov durchaus auch zu kämpfen habe, wirkt Dein Post sehr belebend!

Mich frustriert das gesamte Geschäftsmodell: Ich frage mich, was Fernsehbilder für eine Ware sein sollen - also warum sehen wir dabei zu, dass etwas derart weitgehend spekulativ gehandelt wird, während es nur produziert werden kann, wenn die Produktionskosten externalisiert werden:

Ein Fußballspiel dieser medialen Art ist sehr weitgehend davon abhängig, dass dazu öffentliche und also steuerfinanzierte Infrastruktur bereitgestellt wird. Bremen macht doch mit seinen Vorstößen zur Rechnungsstellung der Polizeieinsätze darauf aufmerksam.

Es ist klar, dass der Aufwand entsprechende Bilder zu produzieren finanziert werden muss, aber mit diesen Kosten haben die Preise der Fernsehbilder längst nix mehr zu tun. Ist es denn so undenkbar, dass Fußballspiele in der ersten Liga auch dann interessant sein können, wenn sie ohne Millionäre gespielt werden?

Ich finde die Forderung nach einer gleichmäßigeren Verteilung vollkommen richtig, weil sich die Sache selbst sonst abschafft: Rendite-Fußball, bei dem man vorher weiß wie es ausgeht, ist dumm. Aber aus einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive handelt es sich überdies um eine Branche, in der im Vergleich zum dort produzierten Nutzen, viel zu viele Ressourcen verausgabt und privat angeeignet werden. Neben der Gleichmäßigkeit müsste man also insgesamt ein deutlich verringertes Gesamtniveau fordern - das hat die Pandemie-Situation deutlich gezeigt: Da kann man an Chefärzt*innen mal denken, aber auch an Pflegekräfte mit ihrer Bedeutung und ihrer monetären Wertschätzung. Da ist ein schlichtweg unsittlicher Zustand erreicht, der dann von sog. 'Stars' auch noch dumm zur Schau gestellt wird: dumme Autos, dumme Klamotten und ebenso dumme Selbstüberhöhung von vielen Funktionären und Jungmillionären sind die Folge. Zum Teil wird das ja auch branchenintern als Selbstkritik formuliert (vgl. verschiedene Hinweise von Streich).

Na gut, eine gleichmäßigere Verteilung würde den Spielen jedenfalls vielleicht wieder etwas Spannung zurückgeben und es wäre ein Anfang - aber das eigentliche Problem ist schon noch etwas größer!



Beitragvon Rickstar » 25.06.2020, 11:12


@winnes: Mit einer Korrektur aus den Vereinen/ dem Verband heraus rechne ich nicht, da einfach zu viele Menschen damit gutes bis sehr gutes Geld verdienen, wie es jetzt läuft. Der einzige Akteur, der Dinge ändern könnte, wäre die Politik, die sich aber immer noch zu sehr mit Fussball schmückt und auf Wählerfang geht in den Stadien.
Das Beispiel mit der Kostenbeteiligung an den Polizeieinsätzen würde wahrscheinlich fast jeder Fan / "Normalbürger" unterschreiben. Was de facto passieren würde, wäre ja, dass jeder Verein seine Ausgaben um Summe X von bspw. den Gehältern auf den Staat umverteilen müsste. Das würde national gar nichts ändern, außer dass Spieler und Spielerberater weniger verdienen würden. International wären die Bayern & Co ein wenig schlechter gestellt, aber who cares...
Dennoch gibt es massivem Druck vom Verband die Kostenbeteiligung nicht zu machen und die Politik hält sich raus.
An diesem kleinen Beispiel wird für mich klar, dass sich nichts ändern wird.



Beitragvon Thomas » 25.06.2020, 17:48


Am ersten Tag haben schon folgende 34 FCK-Fanclubs, und damit mehr als zehn Prozent aller offiziellen FCK-Fanclubs, den Aufruf "Unser Fußball - basisnah, nachhaltig, zeitgemäß" unter http://www.unserfussball.jetzt unterzeichnet.

:daumen:

1. FCK Fanclub Hölle Süd West
Berliner Bagaasch 97/06
Betze Fans Wöllstein
Betze Jungs
Betze Spätzle
Betze Supporters
Betzebu’s
Betzemääd
Böhse Teufel
Collettivo West
Der Betze brennt
Devils Apostles
Division Lautern
Frenetic Youth
Generation Luzifer
Gruppo Nord
Horbacher Weltenbummler
In Nomine Diaboli
Lautertal
Lautrer Halunken
Lautrer Supporter Crew
Nordic Devils
Perspektive FCK e. V.
Pfalz Inferno
Pfälzer Sturm Kaiserslautern
Queer Devils e.V.
Red Boyz
Red Devils Overchurch
Red Fanatics
Rot Weiß Pfeffelbach
Rote Flut Jettenbach
Schorleros
The Betze Devils
Tribuna Nord 92
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 29.06.2020, 13:20


Auch der FCK hat jetzt offiziell auf die Initiative "Unser Fußball" hingewiesen. :daumen:

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Neue bundesweite Faninitiative "Unser Fußball" gegründet

Mit "Unser Fußball" hat sich eine bundesweite Faninitiative gegründet, die grundlegende Reformen im Profifußball fordert. In einer Erklärung hat die Initiative ihre Forderungen an Verbände und Vereine konkretisiert.

Nach aktuellem Stand wurde die Erklärung bereits von über 2065 Fanclubs und rund 10.000 Einzelpersonen unterzeichnet - darunter aktuell auch 43 offizielle FCK-Fanclubs.

Auch der 1. FC Kaiserslautern möchte aufgrund der großen und breit aufgestellten Anhängerschaft auf die Initiative "Unser Fußball" sowie die Hauptforderungen der Initiative hinweisen:
  • Ein Wettbewerb mit fairen Rahmenbedingungen und eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Gelder
  • Ein Fußball als gesellschaftliches Vorbild gegen Diskriminierung, Korruption und Menschenrechtsverletzungen
  • Demokratisch & wirtschaftlich nachhaltig: Berücksichtigung der 50+1 Regel und nachhaltigeres Wirtschaften
  • Fußball lebt durch seine Fans: Berücksichtigung von Faninteressen
Weitere Informationen zur Unterstützung der Initiative "Unser Fußball" findet Ihr unter https://unserfussball.jetzt.

Quelle: fck.de

Weitere Links zum Thema:

- Unser Fußball - basisnah, nachhaltig, zeitgemäß (Der Betze brennt, 24.06.2020)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Schwarzkutt » 29.06.2020, 13:48


@Thomas:

Die von dir genannten TV Gelder,z.B. Paderborn 15 Mio, beziehen sich schon auf die nächste Saison, in der Paderborn dann in der 2. Liga spielt. Diese Saison bekamen sie ca 26 Mio.



Beitragvon DevilDriver » 29.06.2020, 17:39


Man sieht doch, wie die Top-Verdiener aus München und Dortmund direkt lostreten wenn jemand an "ihre" heiligen TV-Gelder will.

Vor einigen Wochen haben die Herren Watzke und Rummenigge noch groß von Solidarität erzählt und das man über Änderungen hinsichtlich der Einnahmen und Ausgaben der Vereine nachdenken muss.

Kaum läuft der Laden wieder und TV-Gelder fließen, ist von diesen Ideen erstaunlich wenig zu hören.

Ganz im Gegenteil, der BVB beispielsweise plant für einen minderjährigen Nachwuchsspieler aus England über 20 Millionen zu bezahlen.

Es geht einfach munter weiter. Die Topvereine interessiert es einen Scheiß, ob "Unser Fußball: basisnah, nachhaltig oder zeitgemäß" ist.

Und ihre Lobbyisten in den Verbänden werden dafür sorgen, dass der Rubel für sie weiterrollt.

Diese kranke System wird sich von Faninitiativen nicht stoppen lassen. Leider.



Beitragvon FrankDr » 29.06.2020, 17:48


Es ist leider wie es immer ist. Jeder schiebt Solidarität vor, aber nur weil man sich mehr erhofft (Egoismus).

Da werden WOB und RB beiseite gewischt und das der FCB weniger erhält mit "who cares" abgetan. Soviel zur ehrlichen Diskussionsbasis.

Aktuell haben wir die gleichmäßigste Verteilung aller fünf Topligen. Nur mal als Vergleich. Ich bin eher dankbar, dass der BVB und FCB nicht ernst machen und sich aus der Solidarvermarktung ausklinken. Dann sieht es für alle düster auch - auch für uns.

Zwar ein bisschen älter, aber:
'Die Bayern erhalten derzeit jährlich gut 50 Millionen Euro aus dem Verkauf der Fernsehrechte und deutlich weniger als etwa die britischen oder spanischen Spitzenvereine. Nach Meinung des Bundesliga-Primus würde er aus der Direktvermarktung der TV-Rechte bis zu 200 Millionen Euro erlösen können, also das Vierfache."



Beitragvon Betze_FUX » 29.06.2020, 21:13


Ein anderes Thema ist ja auch die Verweildauer...wenn ich das noch Recht in Erinnerung habe, könnte der FCB 3 Jahre absteigen und wurde immer noch ca 80% des heutigen Geldes bekommen.
Aber ob das noch stimmt weiss ich nicht, das ist schon ne Ecke her.
Die Rummenigges und watzkes der Liga haben da schon drauf geachtet, dass bei einem Ausrutscher nichts passiert...
Der FCK steht für die DNA des deutschen Fussballs
Dirk Eichelbaum, 15.06.2020
Uno, Duo, tre - Scheiss KSC



Beitragvon Schwebender Teufel » 30.06.2020, 06:58


Naja ist ja mal wieder eine nette Aktion ob die aber wirklich zu etwas führt halte ich für höchst zweifelhaft.....für die Leute die dies alles wirklich ändern könnten zählt am Ende des Tages doch eh nur das der Rubel rollt. :(



Beitragvon FrankDr » 30.06.2020, 15:49


Betze_FUX hat geschrieben:Ein anderes Thema ist ja auch die Verweildauer...wenn ich das noch Recht in Erinnerung habe, könnte der FCB 3 Jahre absteigen und wurde immer noch ca 80% des heutigen Geldes bekommen.
Aber ob das noch stimmt weiss ich nicht, das ist schon ne Ecke her.
Die Rummenigges und watzkes der Liga haben da schon drauf geachtet, dass bei einem Ausrutscher nichts passiert...


Ja. Und da der FCB nicht mehrfach abgestiegen ist, sondern wir, haben wir davon massiv profitiert. Wieso du da mit dem Finger auf andere zeigst, würde ich gerne mal wissen.




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