Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 03.01.2017, 11:59


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Im Blickpunkt: Norbert Meier ist neuer FCK-Trainer
Meier: "Besser spielen und mehr Tore erzielen"

Norbert Meier ist neuer Trainer des FCK. Auf einer Pressekonferenz mit Uwe Stöver wurde der 58-Jährige am Dienstag offiziell vorgestellt. Wir haben die wichtigsten Aussagen dokumentiert.

- Fotogalerie | Vorstellung des neuen FCK-Trainers Norbert Meier
- Pressemeldung | Norbert Meier neuer FCK-Trainer
- Portrait | Norbert Meier: Solide Arbeit statt Revolution

Der neue FCK-Trainer Norbert Meier über…

... seine Verpflichtung beim FCK: "Der Fußball schreibt ganz eigene Geschichten. Ich kann mich erinnern, vor einem halben Jahr war ich zur Eröffnung der zweiten Saison mit dem gesamten Trainerteam von Darmstadt hier am Betzenberg. Weil wir alle etwas fußballsüchtig sind und froh waren, dass die Saison begann. Ein halbes Jahr später sitzt man hier, bei einem Traditionsverein. Wobei das für mich ja nichts Neues ist, weil ich bislang immer bei Traditionsvereinen gearbeitet habe."

… den Anreiz, für die Roten Teufel zu arbeiten: "Der FCK ist etwas Besonderes. Er hat eine große Tradition, war Meister als Aufsteiger. Die Menschen sehnen sich danach – aber ich werde jetzt hier natürlich keine Deutsche Meisterschaft versprechen. Wir müssen alle zusammen versuchen, den FCK in eine gute Zukunft zu führen."

… die kommenden Herausforderungen: "Wir müssen von Anfang gut arbeiten. Wir wollen uns so vorbereiten, dass wir gut präpariert sind, für eine gute Rückrunde."

… den Kontakt mit der Mannschaft: "Die Kaderplanung ist mit Sorgfalt und Weitsicht gelaufen. Ich möchte jetzt erst einmal die Spieler kennenlernen und keine Ferndiagnose betreiben. Wir beginnen heute mit den Leistungstests und dann morgen mit dem ersten Training."

… die FCK-Spieler: "Einen großen Teil der Spieler kenne ich aus direkten Duellen. Marcel Gaus zum Beispiel aus Düsseldorf oder Przybylko aus Bielefeld. Und den einen oder anderen wollte ich auch mal zu meinen Vereinen, auch nach Darmstadt, holen. Namen nenne ich da aber nicht."

… den Rückrundenstart: "Jetzt geht es erst einmal darum, die Mannschaft vorzubereiten. Eine Rückrunde ist immer noch etwas andere, als eine Hinrunde. Wir müssen gut starten. Das Auftaktprogramm hat es wie die ganze Liga in sich. Wichtig ist, dass wir gut in die Spur kommen. Wichtig ist, dass wir gut in diese Rückrunde reingehen, um dann unsere Ziele zu erreichen."

… seine Erinnerungen an den Betzenberg: "Egal ob als Spieler oder als Trainer haben wir immer gesagt: Wir müssen verhindern, dass der Betzenberg brennt. Ich habe hier viele Schlachten als Spieler und Trainer erleben dürfen. Es war immer eine super Stimmung, ein Event und ein Ereignis. Ich hoffe, dass wir diese Begeisterung wecken können. Wir wollen, dass dieses Wir-Gefühl wieder aufkommt."

… die Fokussierung auf seine neue Aufgabe nach der Entlassung in Darmstadt: "Mein Kopf ist wieder frei. Ich liebe den Fußball und kann mich ganz schnell auf eine neue Aufgabe einstellen. Als der FCK angefragt hat, haben wir beschlossen, uns zu treffen. Der 1. FC Kaiserslautern ist eine ganz, ganz reizvolle Adresse. Ich mag es ja, bei Traditionsvereine zu arbeiten. Ich mag es, wenn viele Zuschauer da sind. Das kann auch in die eine oder andere Richtung gehen, das wissen wir. Aber wir wollen, dass es in die für uns richtige Richtung geht."

… die Offensivschwäche der Roten Teufel: "Wir arbeiten daran, dass diese Balance zwischen Offensive und Defensive erfolgreich sein wird. Wir wollen gerade auch zu Hause besser spielen und mehr Tore erzielen. Ohne die Stabilität zu verlieren. Dass wir an gewissen Stellschrauben drehen und die Mannschaft ein neues Selbstvertrauen bekommt, das wollen wir schaffen."

… seine Zeit in Darmstadt: "Wir hatten da ein ganz tolles Team zusammen. Mit Holger Fach und dem Team ist es da immer, bis zur letzten Minute, konstruktiv kritisch alles abgelaufen. Wir haben uns nicht mit Wattebällchen beworfen, uns immer alles klar gesagt. Das war eine tolle Zusammenarbeit. Aber das ist jetzt abgeschlossen für mich. Es war mit Holger Fach immer ein ganz ausgezeichnetes Miteinander-Arbeiten."

… seine Erinnerungen an Otto Rehhagel: "Ich habe ja zehn Jahre meines aktiven Fußballer-Daseins mit ihm verbracht. Er hatte ein sehr gutes Auge, um Spieler zu verpflichten. Er war sehr menschlich, du konntest mit ihm über alles sprechen. Man nimmt immer viel mit, von jedem Trainer. Trotzdem muss man seinen eigenen Weg gehen."

... den schwierigen Aufbruch beim FCK: "Mit Hektik hat man noch gar nichts erreicht. Mir Ruhe, Akribie und der nötigen Dynamik geht es. Das ist der richtige Weg und diesen wollen wir weitergehen. Wir haben große Ziele und müssen daran arbeiten. Das ist ein Prozess, das geht nicht von heute auf morgen."

… die komplizierten Bedingungen in Kaiserslautern: "Ich habe in Düsseldorf angefangen zu arbeiten. Da war es eine ganz schwere Situation. Da heben wir die Brote angefangen selbst zu schmieren. Das ist ein großer Anreiz, in solcher Situation tätig zu sein. Wir dürfen nicht anderes im Kopf haben, als die Fans. Wir wollen den Funken transportieren. Aber das ist kein Neuland, ich bin da auch nicht ängstlich. Ich freue mich darauf. Wir gehen diese Aufgabe mit vollem Elan an."

Sportdirektor Uwe Stöver über…

… die Trennung von Tayfun Korkut: "Wenn etwas überraschend kommt, ist das anders, als wenn man normal auseinandergeht. Für uns gilt es nun, in aller Ruhe den Weg weiterzugehen, den wir eingeschlagen haben. Ich denke, dass der Prozess sehr ruhig abgelaufen ist, dass wir den Rücktritt von Tayfun Korkut über einen längeren Zeitraum auch intern arbeiten konnten."

… den Findungsprozess: "Der für uns alle überraschende Rücktritt hat es notwendig gemacht, in dieser Thematik aktiv werden zu müssen. Wir haben den Prozess, nachdem feststand, dass Tayfun Korkut nicht mehr wollte, eingeleitet. Wir haben vor Weihnachten erste Telefonate geführt und uns am 27. Dezember erstmals persönlich getroffen – mit dem Ziel am 3. Januar zum Trainingsauftakt mit einem neuen Trainer beginnen zu können. Es freut mich, dass uns das mit Norbert Meier geglückt ist. Wir sind froh, einen solch gestanden und erfahrenen Trainer hier und heute präsentieren können. Dieser Weg lautet weiterhin: Konsolidierung in diesem Jahr, angreifen im nächsten Jahr und im dritten Jahr dann richtig angreifen."

… die Anforderungen an den neuen Trainer: "Erst einmal galt und gilt es, das Gefühl zu entwickeln, dass der neue Trainer den Weg fortführt. Dieses Gefühl haben wir bei Norbert Meier relativ schnell entwickelt. Für uns war es in dieser Zeit wichtig, jemanden an dieses Ruder zu setzen, der den Spielbetrieb mit einer Kenntnis aufnehmen kann, dass wir nicht mit 50 und 60 Prozent anfangen kann. Norbert kennt die Liga und unsere Mannschaft."

… mögliche Wintertransfers: "Wir haben im ersten Gespräch darüber gesprochen und eine Analyse betrieben. Wir sind aber so verblieben, dass wir vor und nach dem Trainingslager mit einer Bilanz des Cheftrainers zusammensetzen und daraus resultierend zusammensetzen und gegebenenfalls aktiv werden."

Der neue Co-Trainer Frank Heinemeann über…:

… seine Verpflichtung beim FCK: "Ich freue mich sehr, hier beim FCK mitarbeiten zu können, so dass es wieder in eine neue Zukunft geht. Es ging sehr schnell. Das ist auch für mich eine neue Situation, so schnell bei einem neuen Verein zu sein. Ich habe mich riesig gefreut, dass die Möglichkeit besteht, hier arbeiten zu können. Wir wollen Punkte holen und erfolgreich sein, so dass es wieder in eine gute Zukunft geht."

… seine Trainerlaufbahn, die sich zu einem großen Teil in Bochum abgespielt: "Ich war zwischendurch mal in Hamburg. Aber der Anreiz war sehr groß, auch einmal aus Bochum weg zu gehen. Ich freue mich riesig, nun auch einmal hier zu sein und mit Norbert eine neue Aufgabe zu starten."


Vorherige Meldung von 12:00 Uhr:

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Meier freut sich auf seine Aufgabe beim FCK

Der neue FCK-Trainer heißt Norbert Meier. Bei seinem ersten Auftritt im Fritz-Walter-Stadion zeigte sich der 58-jährige gut aufgelegt und optimistisch: "Wir wollen den FCK in eine gute Zukunft führen."

Der 1. FC Kaiserslautern hat im Rahmen einer Pressekonferenz wie erwartet Norbert Meier (58) als neuen Cheftrainer vorgestellt. Der Ex-Nationalspieler freut sich auf seine Aufgabe beim Fritz-Walter-Klub: "Der FCK hat eine große Tradition, war Meister als Aufsteiger. Die Menschen sehnen sich danach – aber ich werde jetzt hier natürlich keine Deutsche Meisterschaft versprechen. Wir müssen alle zusammen versuchen, den FCK in eine gute Zukunft zu führen." Das Nahziel für die Rückrunde bleibt ein einstelliger Tabellenplatz.

Stöver: "Konsolidieren, dann angreifen"

FCK-Sportdirektor Uwe Stöver ergänzte in Hinblick auf die kurz- und mittelfristige Zielsetzung: "Unser eingeschlagener Weg lautet weiterhin: Konsolidierung in diesem Jahr, angreifen im nächsten Jahr und im dritten Jahr dann richtig angreifen."

Norbert Meier trainierte zuletzt in der Bundesliga bei Darmstadt 98, wo er am 6. Dezember 2016 freigestellt wurde. Zuvor war er unter anderem für Arminia Bielefeld (2014 bis 2016), Fortuna Düsseldorf (2008 bis 2013) und den MSV Duisburg (2003 bis 2005) tätig. Beim FCK hat er einen Eineinhalbjahresvertrag mit Gültigkeit bis zum 30. Juni 2018 unterschrieben, als Co-Trainer bringt er Frank Heinemann (52) mit.

Eine ausführliche Zusammenfassung mit weiteren Zitaten und Fotos von der Pressekonferenz folgt später auf Der Betze brennt.

Quelle: Der Betze brennt


Vorherige Meldung von 11:05 Uhr:

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Offiziell: Norbert Meier neuer FCK-Trainer

Zum Trainingsauftakt am Dienstag, 3. Januar 2017, stellt der 1. FC Kaiserslautern mit Norbert Meier seinen neuen Trainer vor. Der 58-Jährige unterschreibt bei den Roten Teufeln einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018.

Der 16-fache Nationalspieler bringt reichlich Erfahrung mit auf den Betzenberg. Als Spieler brachte er es in seiner Karriere unter anderem auf 292 Bundesligaspiele für Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, für Deutschland nahm er an der Europameisterschaft 1984 in Frankreich teil. Als Trainer stand er bisher in 73 Bundesligapartien und 233 Zweitligaspielen an der Seitenlinie. Mit dem MSV Duisburg (2005) und Fortuna Düsseldorf (Relegation 2012) gelang ihm dabei der Aufstieg in die Bundesliga, mit der Fortuna (2009) und Arminia Bielefeld (2015) gelang ihm zudem der Aufstieg aus der Dritten in die Zweite Liga.

Zuletzt war Meier in der Vorrunde der aktuellen Spielzeit beim Bundesligisten SV Darmstadt 98 tätig. Für den Fußballehrer, der am Anfang seiner Trainerlaufbahn auch Nachwuchsmannschaften von Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen trainierte, ist der 1. FC Kaiserslautern nach Borussia Mönchengladbach, dem MSV Duisburg, Dynamo Dresden, Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und Darmstadt 98 die siebte Trainerstation im deutschen Profifußball.

„Unser Anspruch an einen neuen Trainer war es, dass er den Umbruch im Verein mitträgt und sich mit unseren Zielen und den Aufgaben beim FCK identifizieren kann. Mit Norbert Meier haben wir einen erfahrenen Trainer gefunden, der in der Lage ist, die Mannschaft zu formen und die sportliche Entwicklung voranzutreiben“, begründet FCK-Sportdirektor Uwe Stöver die Entscheidung.

„Ich freue mich riesig auf die Aufgabe hier am Betzenberg. Ich habe schon einige Traditionsvereine trainiert, aber der FCK ist aufgrund seiner großen Geschichte nochmals etwas ganz Besonderes. Ich möchte mithelfen, dass der Verein so schnell wie möglich den Weg zurück in bessere Zeiten findet“, so der neue FCK-Trainer Norbert Meier.

Das Trainerteam von Norbert Meier wird neben Torwarttrainer Gerry Ehrmann und Athletiktrainer Bastian Becker von Co-Trainer Frank Heinemann ergänzt, der mit Meier bereits in Darmstadt zusammenarbeitete. Zuvor arbeitete der Fußballlehrer mit zweijähriger Unterbrechung, in der er für den HSV tätig war, fast zwei Jahrzehnte lang in verschiedenen Funktionen für den VfL Bochum, bei dem er auch seine komplette Spielerlaufbahn verbrachte.

Quelle: Pressemeldung FCK


Vorherige Meldung von 11:00 Uhr:

Trainervorstellung live auf FCK-TV und Sky

In wenigen Minuten stellt der 1. FC Kaiserslautern im Fritz-Walter-Stadions Norbert Meier als neuen Cheftrainer vor. Die Pressekonferenz wird live auf FCK-TV (für Abonnenten) und auf Sky Sport News HD (seit Dezember frei empfangbar) übertragen.

Auf Der Betze brennt berichten wir in Auszügen außerdem live via Twitter und später direkt hier ausführlich von der Vorstellung des neuen Trainers.

Quelle: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot/weiß. Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon paulgeht » 03.01.2017, 12:05


Hier mal ein erstes Rantasten an die Personalie Norbert Meier:

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Foto: Imago/Hübner

Im Blickpunkt: Trainerwechsel beim 1. FC Kaiserslautern
Norbert Meier: Solide Arbeit statt Revolution


Der 1. FC Kaiserslautern hat Norbert Meier zum neuen Cheftrainer gemacht. Damit holen sich die Roten Teufel keinen Revolutionär auf den Berg – aber einen Mann mit Erfahrung, der für solide Arbeit steht.

Es ist wohl das selbstverschuldete Schicksal des Norbert Meier, dass, wo auch immer er auftaucht, man nicht zuerst seine sportlichen Erfolge aufzählt, sondern nur an diesen einen Moment erinnert: Am 6. Dezember 2005 standen sich Meier, damals als Trainer beim MSV Duisburg tätig, und der Kölner Albert Streit gegenüber. Der MSV-Coach deutete eine Kopfnuss in Richtung des FC-Profis an und ließ sich danach selbst theatralisch fallen. Später, auf der Pressekonferenz, präsentierte er sogar noch ein Veilchen unter seinem Auge und beharrte darauf, dass nicht er, sondern Streit zur Tätlichkeit angesetzt habe – auch wenn die TV-Bilder längst anderes bewiesen hatten.

"Die Szene ist eine absolut lächerliche Geschichte. Ich habe sie noch lächerlicher gemacht", sagte der Coach Jahre später in einer von der Bild-Zeitung organisierten Aussprache mit Streit. Auch wenn Meier diesen Fauxpas wohl nie mehr richtig loswird – den gebürtigen Schleswig-Holsteiner nur auf diesen einen Moment zu reduzieren, würde ihm Unrecht tun.

Denn der heute 58-jährige Trainer hat einige Erfolge vorzuweisen. Viermal ist Meier mit seinen Mannschaften aufgestiegen: Den MSV Duisburg führte er 2005 in die Bundesliga, 2009 stieg er mit Fortuna Düsseldorf erst in die 2. Bundesliga und drei Jahre später sogar ins Oberhaus auf. Danach gelang ihm mit Arminia Bielefeld die Rückkehr in die Zweitklassigkeit (2015). Den damaligen Drittligisten führte er sogar bis in Halbfinale des DFB-Pokals.

Der erfahrenste Trainer seit Rehhagel

Nach Kaiserslautern bringt Meier somit etwas mit, was man in der Pfalz schon lange nicht mehr auf dem Trainerstuhl gesehen hatte: Geballte Erfahrung. Bei Amtsantritt wird er der nach Spielen (543) erfahrenste FCK-Trainer seit Otto Rehhagel (924) auf dem Betzenberg sein. Hinzu kommen 331 Bundesliga-Einsätze als Mittelfeldspieler für Werder Bremen (u.a. Deutscher Meister 1988) und Borussia Mönchengladbach sowie 16 Länderspiele für die Deutsche Nationalmannschaft.

Die ganz großen Namen haben in Meiers Trainer-Vita bislang allerdings noch keinen Eintrag gefunden – auch wenn ihm im Sommer 2013 angeblich ein unterschriftsreifer Vertrag von Besiktas Istanbul vorgelegen haben soll. Auch trat er bei keiner seiner Stationen eine Revolution los, erfand den Fußball sozusagen nicht neu. Stattdessen stand der Name Meier eher für klassische, solide Fußballarbeit. In Düsseldorf zum Beispiel, wo er mit Manager Wolf Werner zweimal eine Aufstiegsmannschaft formte und F95 von der 3. Liga bis in die Bundesliga führte, setzte Meier auf Mittel wie Aggressivität, Flügel- und Konterspiel und – wenn es sein muss – eben auch einmal die Brechstange. Am Niederrhein war Meier fünfeinhalb Jahre tätig, was im heutigen Fußballgeschäft eine außergewöhnlich lange Zeit ist.

Dabei feierte er aber nicht nur Erfolge, sondern lernte auch die anderen Seiten des Fußballs kennen: 2014 durchlebte er als frischgebackener Trainer von Arminia Bielefeld dramatische Tage: Erst rettete er sich mit dem DSC am letzten Spieltag durch einen 3:2-Sieg im Hexenkessel des direkten Konkurrenten Dynamo Dresden auf den Relegationsplatz. Wenige Tage später schien der Klassenerhalt im Relegationshinspiel gegen Darmstadt 98 fast eingetütet: 3:1 siegten die Ostwestfalen bei den Lilien – und stiegen durch ein 2:4 in der Verlängerung des mit "denkwürdig" noch zu soft beschriebenen Rückspiels doch noch ab.

Von Beginn an kein gutes Standing in Darmstadt

Immerhin gelang Meier mit Bielefeld die umjubelte Rückkehr in die zweite Liga und im vergangenen Sommer ziemlich souverän der Klassenerhalt (Platz 12, drei Punkte hinter dem FCK). Danach zog es ihn nach Darmstadt. Dort allerdings hielt sich der sportliche Erfolg in Grenzen.

Es habe von Anfang an nicht zusammengepasst, heißt es aus Darmstädter Kreisen. Aufgrund der Erfahrung aus der Relegation haftete Meier bei den Lilien-Fans von Beginn an ein gewisses Verlierer-Image an. Schließlich galt der Erfolg in der Relegation als Initialzündung für den Durchmarsch in die Bundesliga.

Negativ wirkte sich außerdem aus, dass Meier immer als Gespann mit Sportchef Holger Fach, einem Weggefährten aus Gladbacher Zeiten, gesehen wurde. Fach nämlich sparte nicht mit Wehklagen und Kritik an den Umständen und Bedingungen rund um die Lilien und verpasste es damit, den so wichtigen Zusammenhalt im Umfeld herzustellen.

Als dann auch noch der sportliche Erfolg ausblieb – unter anderem scheiterten die Südhessen im DFB-Pokal am Viertligisten Walldorf – standen die Zeichen bald auf Trennung. "Meier hat es nicht geschafft, der Mannschaft einen erfolgversprechenden Plan mit auf den Weg zu geben, es war keine Handschrift erkennbar", urteilt das Darmstädter Echo. Zweifel an der grundsätzlichen Bundesligatauglichkeit des Darmstädter Kaders dürfen in diesem Zusammenhang allerdings auch angebracht werden.

Kein Publikumsliebling – oder doch?

In jedem Fall drängt sich in Sachen Zusammenhalt der Vergleich zum FCK auf: Denn auch rund um den Betzenberg sind die Hoffnungen groß, die sportlichen Voraussetzungen – abgesehen vom Fritz-Walter-Stadion – dagegen (noch?) klein. Gelingt es Meier, das Umfeld hinter sich zu bringen und der Mannschaft eine erfolgreiche Spielweise einzuimpfen, könnte die Zusammenarbeit Früchte tragen. Allerdings: Ein Publikumsliebling oder gar Entertainer war Meier nie – und wird er wohl auch nicht mehr werden.

Seine etwas kauzige, bisweilen skurrile Art legte er nie ganz ab, was auch an manch unkonventionellen Maßnahmen lag: So soll er zum Beispiel in seiner Gladbacher Zeit, als die abstiegsbedrohten Fohlen beim ebenfalls um den Klassenerhalt kämpfenden KSC antraten, öffentlich und zur Überraschung der sportlichen Verantwortlichen erklärt haben, dass er im Falle einer Niederlage seinen Job verliere: Die Borussia gewann in Karlsruhe mit 5:2.

Öffentlichkeitswirksame Auftritte oder charismatische Appelle sind von dem Trainer mit den dicken Brillengläsern aber eher weniger zu erwarten. Interviews vermitteln nicht selten den Eindruck, dass ihm die Frage der öffentlichen Akzeptanz auch nicht unbedingt schert. Trotzdem kam und kommt er gut an. In Bielefeld widmeten Fans ihrem Coach und dessen bei Pressekonferenzen offenbar gewordener Leidenschaft für Käsebrötchen sogar eine eigene App.

Ob und wie gut Meier nun nach Kaiserslautern passt und auch bei den FCK-Fans Sympathien gewinnen kann, wird sich wohl erst nach einigen Wochen sagen lassen. Dass der ehemalige Bundesliga-Profi aber eher ein Verfechter von solider, handwerklicher Arbeit, statt taktischer Innovationen und großer Worte ist, kommt der gegenwärtigen sportlichen Situation der Roten Teufel wohl erst einmal entgegen – und dürfte auch auf den Tribünen wohlwollend wahrgenommen werden.

Wie bewertet Ihr die Trainerentscheidung für Norbert Meier? Welche positiven und welche negativen Ereignisse aus Meiers Trainerkarriere sind bei Euch haften geblieben? Diskutiert mit uns im DBB-Forum.

Quelle: Der Betze brennt
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Beitragvon Betze_FUX » 03.01.2017, 12:12


Dann mal herzlich willkommen und viel Erfolg am und mit dem Betze !!!
"Das geht nur in lautern" - T. Gries 2016

Wir haben keine Fanfreundschaft mit dem VfB !!!



Beitragvon Mallett » 03.01.2017, 12:17


Gute PK. Genau, was ich schon früher gesagt habe. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keinen guten Trainer gibt, für den alleine der Name FCK schon Grund genug ist hier her zu kommen. Das kaufe ich Norbert Meier ab und ich bin gespannt, wie es weiter geht.



Beitragvon karsten » 03.01.2017, 12:17


Das hört sich doch schon mal alles sehr gut an.

Norbert Meier und Frank Heinemann, herzlich Willkommen auf'n Betze !!!



Beitragvon betzewolfi » 03.01.2017, 12:23


Gute PK!

Herzlich willkommen neues Trainerteam!!

Interessant! Wen wollte er wohl zu Darmstadt holen?

Jetzt geht's los! Jetzt geht's los!
Make the Betze great again :doppelhalter:



Beitragvon lauternfieber » 03.01.2017, 12:28


Sehr souveräner und angenehmer Auftritt vom neuen Trainer! Das fängt doch schon mal gut an!



Beitragvon wernerg1958 » 03.01.2017, 12:28


Nun ist es auch offiziell: Da sag ich nur: Denn mahn tau Norbert Meier!



Beitragvon deGirsche » 03.01.2017, 12:33


betzewolfi hat geschrieben:
Interessant! Wen wollte er wohl zu Darmstadt holen?



kannst du mir das erklären? habe es im Büro nur lautlos schauen können :lol:



Beitragvon ballbreaker87 » 03.01.2017, 12:34


Gute PK. Er hat Bock auf den Job,das hat man ihm angemerkt. Wer nicht mitzieht landet auf der Tribüne,da bin ich mir sicher. Mal gespannt ob Halfar Kapitän bleibt und inwiefern sich die Mannschaft noch verändern wird



Beitragvon ballbreaker87 » 03.01.2017, 12:36


deGirsche hat geschrieben:
betzewolfi hat geschrieben:
Interessant! Wen wollte er wohl zu Darmstadt holen?



kannst du mir das erklären? habe es im Büro nur lautlos schauen können :lol:


Er meinte das er einige Spieler noch aus früheren Vereinen kenne würde (Gaus,Pritsche) und manche auch nach DÜDO,Bielefeld und auch Darmstadt holen wollte



Beitragvon Forever Betze » 03.01.2017, 12:36


Klasse Auftritt vom Norbert. Herzlich Willkommen und Hut ab. Vor allem in den Soziaen Medien wie FB wenn man auf BILD oder Transfermarkt die Kommentare liest, durchweg positiv gestimmt. Meier wird sehr respektiert. Nach Rekdal, Sasic, Kurz, Balakov, Foda, Runjaic, Fünfstück und Korkut endlich mal ein Trainer der auf den Betze kommt und Erfolg vorweisen kann. Wenn die Spieler immer noch nicht alles geben, dann sind die echt Söldner denn Meier ist eine Respektsperson, an der Autorität kann es dann nicht liegen, die ja teilweise bei Korkut bemängelt wurde.

Jetzt bitte nicht mit Erwartungen übertreiben und im Sommer raus rufen, wenn wir uns gerade so retten. Das Ziel ist der Klassenerhalt mehr nicht, wir können froh seinen, einen wie Meier bekommen zu haben.
Und er kennt die Liga, außerdem war er diese Hinrunde schon dreimal auf dem Betze sich Spiele angucken, hat einige Spieler von uns sogar schon trainiert und kennt die Gegner besser als jeder andere. Außerdem spielt er gerne vor vollem Haus mit heißer Stimmung, er ist eben ein sehr emotionaler Trainer der auch mal auf den Tisch hauen kann.
Ich freue mich auf ihn :daumen:



Beitragvon Betzi » 03.01.2017, 12:39


Herzlich Willkommen, NM...

gute PK ohne große Parolen, nüchtern analysiert und Arbeit gefordert.

Was ich bemerkenswert fand: Stöver sprach von "dieses Jahr konsolidieren, nächstes Jahr angreifen und das Jahr drauf richtig angreifen."

Hab ich was verpasst? Kommuniziert man das schon länger so? Ich habe immer nur was von einstelligem Tabellenplatz gehört.
Zuletzt geändert von Betzi am 03.01.2017, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon deGirsche » 03.01.2017, 12:39


ballbreaker87 hat geschrieben:...

Er meinte das er einige Spieler noch aus früheren Vereinen kenne würde (Gaus,Pritsche) und manche auch nach DÜDO,Bielefeld und auch Darmstadt holen wollte


Danke. Hört sich interessant an :teufel2:



Beitragvon joerg13 » 03.01.2017, 12:41


Der einzige positive Aspekt an der Personalie Meier ist: Funny Heinemann ist Co-Trainer! :daumen:
"...ein Traum ist kein Versprechen, doch wir sind ziemlich hoch geflogen!"



Beitragvon Forever Betze » 03.01.2017, 12:44


deGirsche hat geschrieben:
betzewolfi hat geschrieben:
Interessant! Wen wollte er wohl zu Darmstadt holen?



kannst du mir das erklären? habe es im Büro nur lautlos schauen können :lol:

Er meinte das er Spieler wie Gaus Pritsche usw schon trainiert hat und er den FCK Kader sehr gut kennt, da er bereits drei mal diese Hinrunde auf dem Betze war und er auch an einigen Spieler Interesse hätte, sie nach Darmstadt zu holen.



Beitragvon sandman » 03.01.2017, 12:47


Gab es Käsebrötchen während der PK :lol: :D ?????
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon CrackPitt » 03.01.2017, 12:47


Herzlich Willkommen Norbert Meier und viel Glück.

Make Betze great again



Beitragvon Mephistopheles » 03.01.2017, 12:48


joerg13 hat geschrieben:Der einzige positive Aspekt an der Personalie Meier ist: Funny Heinemann ist Co-Trainer! :daumen:

An Fans wie dir geht der Verein zugrunde. Behalte doch deine Weisheiten einfach für dich.



Beitragvon Red-White-Red » 03.01.2017, 12:49


Kann mich den vorherigen Meldungen nur anschließen, sehr guter Auftritt vom neuen Trainer!

In diesem Sinne Herzlich Willkommen Norbert Maier :teufel2:
Ich fand die Aussage von Stöver zu seinem 3 Jahresplan auch interessant, hörte ich zum ersten Mal in dieser Formulierung...Es werden auf jeden Fall spannende Wochen auf uns zu kommen :daumen:
♥FCK♥



Beitragvon jürgen.rische1998 » 03.01.2017, 12:50


Dann mal ein herzliches Willkommen :!: Viel Erfolg.
Unsere volle UNterstützung hat er verdient.
Dauerkarte 2017/2018 (Südtribüne)



Beitragvon diabOlo78 » 03.01.2017, 12:55


Und die nächste Trainer-Rodeo-Runde ist eröffnet. Wie lange kann sich Meier im Sattel halten? Hoffentlich ein paar Jahre. Bin eigentlich ganz zufrieden damit, dass mal wieder ein "alter Haudegen" an der Linie steht. Dann mal viel Glück Norbert Meier!



Beitragvon redfighter50 » 03.01.2017, 12:55


Forever Betze hat geschrieben:Klasse Auftritt vom Norbert. Herzlich Willkommen und Hut ab. Vor allem in den Soziaen Medien wie FB wenn man auf BILD oder Transfermarkt die Kommentare liest, durchweg positiv gestimmt. Meier wird sehr respektiert. Nach Rekdal, Sasic, Kurz, Balakov, Foda, Runjaic, Fünfstück und Korkut endlich mal ein Trainer der auf den Betze kommt und Erfolg vorweisen kann. Wenn die Spieler immer noch nicht alles geben, dann sind die echt Söldner denn Meier ist eine Respektsperson, an der Autorität kann es dann nicht liegen, die ja teilweise bei Korkut bemängelt wurde.

Jetzt bitte nicht mit Erwartungen übertreiben und im Sommer raus rufen, wenn wir uns gerade so retten. Das Ziel ist der Klassenerhalt mehr nicht, wir können froh seinen, einen wie Meier bekommen zu haben.
Und er kennt die Liga, außerdem war er diese Hinrunde schon dreimal auf dem Betze sich Spiele angucken, hat einige Spieler von uns sogar schon trainiert und kennt die Gegner besser als jeder andere. Außerdem spielt er gerne vor vollem Haus mit heißer Stimmung, er ist eben ein sehr emotionaler Trainer der auch mal auf den Tisch hauen kann.
Ich freue mich auf ihn :daumen:


Ich kann mich diesem Kommentar nur anschließen.Und möchte zunächst noch mal das gelungene Krisenmanagement der Verantwortlichen, insbesondere von Stöver, hervorheben. Die abrupte Kündigung zunächst unter Verschluss gehalten, nichts über die Verhandlungen rausgelassen und innerhalb kurzer Zeit einen respektablen Trainer präsentiert, das ist aller Ehren wert!
Nobert Maier hat jetzt wirklich alle Unterstützung der Fans verdient, da er um die Diskrepanz von Anspruch und Wirklichkeit des FCK weiß und trotzdem gekommen ist, um diese Mammutaufgabe zu meistern.

Und Unterstützung, das heißt eben, dass jetzt mal auf einer Zeitschiene von 3 Jahren gedacht werden muss - und zwar mit diesem Trainer! Es kann nicht die erste Niederlage dafür herhalten, den Trainer in Frage zu stellen.

Es geht zuerst um die Konsolidierung der Mannschaft und eine stabile Rückrunde - gegen den Abstieg! Und wenn dann Fortschritte sichtbar werden und der eine oder andere Punkt zum einstelligen Tabellenplatz führt, dann muss das als eine super Leistung gewürdigt werden.

Ich hoffe, dass Nobert Maier mit seiner Erfahrung bei Traditionsvereinen jetzt aus der Mannschaft wirklich den letzten Willen und Einsatz herauskitzeln kann und dann das nötige Glück sich auch mal einstellt, um erfolgreicher zu sein.



Beitragvon SL7:4 » 03.01.2017, 12:57


Gut fand ich auch seine Forderung:

der Funke muss auf dem Platz zünden und auf die Fans überspringen! :teufel2:

_________________________________________________

Großes Lob auch an die Führungskräfte im Verein, fast eine Woche still gehalten nach Abgang von Korkut und dann über die Feiertage einen neuen Trainer verpflichtet! Saubere Arbeit! :daumen:
Zuletzt geändert von SL7:4 am 03.01.2017, 13:00, insgesamt 1-mal geändert.
2 Dauerkarten Süd 2017/2018
"Nur zusammen sind wir Lautern"



Beitragvon theSaint » 03.01.2017, 12:59


Ich möchte mal ein Lob an Stöver aussprechen: Der Mann ist einfach hochgradig professionell und seriös. Die Entscheidung für Meier ist in der Situation voll nachfollziehbar, er hat die Beweggründe in der PK gut dargelegt und der Auswahlprozess lief wie auch im Sommer in Ruhe und ohne täglichen Wasserstandsmeldungen etc.

Es ist uns allen zu wünschen, dass Meier die Konsolidierung weiterführt und der FCK am Ende im gesicherten Mittelfeld landet. Der Plan, dann im kommenden Jahr weiter nach vorne zu kommen und im darauffolgenden Jahr aufsteigen zu wollen, halte ich - wiederum - für seriös und nachvollziehbar.

An Stöver und seiner Arbeit inkl. Kommunikation sollten sich hier einige mal ein Beispiel nehmen. Vorverurteilungen, wilde (haltlose) Spekulationen, unrealistische Träumerein, etc. helfen niemandem, sondern schaden letztlich nur dem Verein und insbesondere seiner Weiterentwicklung

Bei Meier wird man in der Rückrunde sehen, was er anders als Korkut macht. Ich hoffe persönlich darauf, dass er zügig die Probleme im Spielaufbau/der Spieleröffnung gelöst bekommt, weil dann die Ergebnisse auch schnell stimmen dürften




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