Im Blickpunkt: Die Transferperiode I ist beendet

Vier Last-Minute-Wechsel runden den Mega-Umbruch ab

Vier Last-Minute-Wechsel runden den Mega-Umbruch ab


Die Transferperiode I ist beendet! Kurz vor Toreschluss hat der 1. FC Kaiserslautern noch vier Mal Nägel mit Köpfen gemacht. Der Betze brennt fasst den Abschluss des "Deadline Day“ zusammen.

Das oben abgebildete Foto zeigt den Stand der FCK-Neuzugänge – inklusive Jugendspieler – von vor einer Woche. An den letzten beiden Tagen der Transferperiode haben Sportdirektor Boris Notzon und Cheftrainer Norbert Meier noch zwei weitere Spieler neu dazugeholt: Von Bayer Leverkusen kam bereits am Dienstag das 19-jährige Nachwuchstalent Joel Abu Hanna, der als Abwehr-Allrounder zunächst behutsam aufgebaut werden soll. Sofort helfen soll hingegen der von IFK Norköpping verpflichtete schwedische Mittelstürmer Sebastian Andersson, der in den letzten Monaten durch viele Tore und sein Debüt in der schwedischen Nationalmannschaft auf sich aufmerksam gemacht hat. Als Alternative zu Sebastian Andersson war bis zuletzt Peniel Mlapa im Gespräch, der nun jedoch für angeblich 750.000 Euro vom VfL Bochum zu Dynamo Dresden wechselt.

Nicht mehr gelungen ist den FCK-Verantwortlichen der Verkauf der nicht mehr gefragten 2016er Neuzugänge Naser Aliji und Jacques Zoua. Gerüchten zufolge sollen die beiden Nationalspieler zwar Gespräche mit anderen Klubs geführt haben, ein Wechsel kam jedoch nicht zustande. Deshalb wurden am frühen Donnerstagabend die Vertragsauflösungen beider Spieler bekanntgegeben – hohe Abfindungszahlungen wohl inklusive.

19 neue Spieler dazu, 19 alte Spieler weg

Inklusive der Verpflichtung von Andersson hat der FCK für die Ende Juli gestartete Saison 19 neue Spieler in seine Zweitliga-Mannschaft geholt – ein absoluter Rekordwert! Als externe Neuzugänge kamen (chronologisch sortiert) Giuliano Modica, Benjamin Kessel, Brandon Borrello, Gino Fechner, Leon Guwara, Baris Atik, Marcel Correia, Mads Albaek, Lukas Spalvis, Gervane Kastaneer, Marius Müller, Joel Abu Hanna und Sebastian Andersson. Profiverträge erhielten die U19-Spieler Torben Müsel, David Tomic, Lennart Grill, Valdrin Mustafa und Patrick Salata. Außerdem kehrte Manfred Osei Kwadwo nach einjähriger Leihe in die 3. Liga auf den Betzenberg zurück. Darüber hinaus unterschrieb auch noch der bisherige U23-Spieler Florian Pick einen Profivertrag beim FCK, wurde aber zeitgleich an Drittligist 1. FC Magdeburg ausgeliehen.

Dem gegenüber stehen die Abgänge von insgesamt 19 Spielern, die in der vergangenen Saison offiziell mit einem Profivertrag bei den Roten Teufeln ausgestattet waren: Julian Pollersbeck, André Weis, Mensur Mujdza, Michael Schindele, Tim Heubach, Ewerton, Robin Koch, Naser Aliji, Marlon Frey, Marcel Gaus, Sebastian Kerk, Max Dittgen, Zoltan Stieber, Robert Glatzel, Sebastian Jacob, Erik Wekesser, Maurice Deville, Lukas Görtler und Jacques Zoua.

Sieben Millionen Euro Transfergewinn

Bei diesen fast 40 Sommertransfers hat der FCK ein sattes Finanzplus erwirtschaftet: Offizielle Zahlen existieren zwar zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, doch alleine die Millionentransfers von Julian Pollersbeck (für 3,5 bis 4 Millionen Euro zum Hamburger SV) und Robin Koch (für ungefähr die gleiche Summe zum SC Freiburg) haben die Kasse von Finanzvorstand Michael Klatt kräftig klingeln lassen. Medien-Schätzungen zufolge hat der FCK insgesamt mehr als 7,5 Millionen Euro an Spielerverkäufen eingenommen, dem stehen Ablöse-Ausgaben von weniger als 500.000 Euro gegenüber (die Ablösesumme für Sebastian Andersson sowie die Abfindungen für Jacques Zoua und Aliji sind hierbei noch nicht eingerechnet). Ein Großteil der Wechsel in beide Richtungen erfolgte gänzlich ablösefrei.

Wechsel ins Ausland und Vertragsauflösungen sind weiterhin möglich

Mit dem Ende der Transferperiode I in Deutschland können nun vorläufig keine neuen Spieler mehr verpflichtet werden, ausgenommen vertragslose Spieler. Dies gilt bis zur vom 01. bis 31. Januar 2018 geöffneten Transferperiode II. Abgänge von FCK-Spielern sind hingegen noch in einzelne Länder mit späterer Wechselfrist möglich, etwa Italien, England, Spanien (jeweils 01. September 2017), die Türkei (08. September 2017), die Vereinigten Arabischen Emirate (02. Oktober 2017) oder Australien (16. Oktober 2017) – eine ausführliche, internationale Übersicht bietet Transfermarkt.de. Weitere kurzfristige Wechsel nach jetzigem Stand aber erstmal nicht zu erwarten. Inklusive der Nachwuchsprofis stehen aktuell somit 29 Spieler im Zweitliga-Kader des 1. FC Kaiserslautern.

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Autor: Thomas

Weitere Links zum Thema:

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- Übersicht: Alle FCK-Transfers zur Saison 2017/18
- Übersicht: Der aktuelle Zweitliga-Kader des FCK

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